Es ist billig und hart an der Realität vorbei eine Entwicklung, nämlich der trennt weg vom Verbrenner hin zum E-Motor, die schon länger im Gang ist als folge einer Bewegung darzustellen, die es erst seit einem dreiviertel Jahr gibt.
Das sehe ich auch so. So kurzfristig hätten nicht mal Entscheidungen gewirkt, wenn in diesem Zusammenhang welche getroffen worden wären.
Ich denke, dass es eine Sache von Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten war. Eine wesentliche Rolle spielte dabei in meinen Augen auch die Politik, die immer den Autobauern (und damit natürlich auch den Zulieferern) versichert hat, dass der Verbrennungsmotor mehr oder weniger noch bis in alle Ewigkeiten weiter laufen wird. Dafür hat man sich dann auch immer stark gemacht.
Die Folge war dann, dass die Hersteller natürlich deutlich weniger Kapital in die Erforschung zukunftsträchtigerer Technologien gesteckt haben. Dabei hatte man da schon deutliche Fortschritte gemacht (BMW hatte z.B. bereits Anfang der 1990er ein gar nicht mal so schlechtes E-Auto und Mercedes war, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, bei der Erforschung der Brennstoffzelle auch schon ganz gut vorangekommen - damit fahren tun jetzt aber andere).
Da stehen, insbesondere in Süddeutschland, noch einige sehr schmerzhafte Brüche bevor. Und an denen ist ganz gewiss nicht Fräulein Thunberg schuld.