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"[…] somit kann die Pharmaindustrie kein Geld damit verdienen."
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Ich finde diese Argumentation der Esoterik-Bubble schon immer sehr paradox.
In bestimmt 90% der Fälle wo Menschen Medikamente nehmen müssen ist dies nur für einen definierten Zeitraum und danach fällt bei Besserung weg oder wird überprüft
Bei den übrigen 10% die dauerhaft Medikamente nehmen müssen wird auch regelmässig die Notwendigkeit überprüft.
Zumindest nehme ich das so in meinem Umfeld wahr.
Sprich evidenzbasierte Medizin arbeitet in Iterationen welche die Notwendigkeit und Alternativen sicherstellen.
Bei Big Alternativ jedoch muss man im Grunde ständig und dauerhaft irgendwelche Nahrungsergänzungsmittelchen einwerfen, weil ein Mangel ja ein dauerhaftes Problem laut diesen ist.
Sprich man tut exakt das was man der evidenzbasierten Medizin vorwirft, Menschen einreden sie währen krank um ihnen langfristig die eigen Produkte verkaufen zu können.
Dass da die psychologische Dissonanz nicht richtig übel reinkickt wundert mich immer wieder, wenn ich mit so Menschen in Kontakt komme.
Mir ist schon bewusst, dass sich manches so man v.a. bei gesundheitlichen Themen direkt oder indirekt stark betroffen ist anders anfühlt, aber rational betrachtet sieht es dann mMn wieder anders aus.