Autor Thema: Die Ibiza-Affäre der FPÖ in Österreich  (Gelesen 17201 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline hair mess

  • Prinz von Sonnenstaatland
  • *****
  • Beiträge: 5558
  • Dankeschön: 8073 mal
  • Karma: 513
  • Ein kerniger kluger Ur-Bayer mit breitem Dialekt
  • Auszeichnungen Sehr Wertvolle Beiträge! Bereits 1000 "Danke" erhalten! Auszeichnung für 2250 Beiträge Geheimnisträger, Sir! Auszeichnung für 5000 Beiträge Der Träger dieses Abzeichens war im Außendienst!
    • Auszeichnungen
Wenn Du begründet ahnst,
was die Folgen Deiner unausweichlichen Handlungen sind,
kannst Du die Folgen nicht vermeiden aber durch eigene zeitliche Einordnung Deiner Handlung,
zeitlich verschieben.

Wenn auch Anwälte,
die nach Zeit gezahlt werden,
so arbeiten,
dann kann das auch ein Staatsanwalt,
der bekanntlich auch ein Zeitgehalt hat.

Oder kurz gesagt.
Ärger den ich mir zwangsläufig irgendwann an den Hals binden muss,
muss ich mir ja nicht sofort an den Hals binden.
Desto höher ist die Chance,
dass sich der Geschäftsverteilungsplan ändert.
Fällt Dir nur Unsinn ein und immer,
erzähle nichts, sonst wird es schlimmer.
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: dtx, Brüllaffe, Goliath

Offline Reichsschlafschaf

  • Prinz von Sonnenstaatland
  • *****
  • Beiträge: 5867
  • Dankeschön: 11303 mal
  • Karma: 282
  • Auszeichnungen Auszeichnung für 5000 Beiträge Auszeichnung für 2250 Beiträge Auszeichnung für 1500 Beiträge Auszeichnung für 1000 Beiträge Beliebt! 50 positives Karma erhalten
    • Auszeichnungen
Das ist Verrat! Hoch- und Landesverrat! Siegelbruch ... und alles ....


;)



Zitat
Ibiza-Video und Spesenaffäre
:
FPÖ schmeißt Ex-Chef Strache raus
13. Dezember 2019, 16:44 UhrQuelle: dpa

Wien (dpa) - Die österreichische FPÖ hat ihren Ex-Chef Heinz-Christian Strache nach dem Ibiza-Video und einer Spesenaffäre aus der Partei geschmissen. Wie Parteichef Norbert Hofer mitteilte, folgte der Wiener Landesparteivorstand mit dem Rauswurf der einstimmigen Empfehlung eines Parteigerichts.
Spoiler
Strache musste im Mai nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos als Vizekanzler und Parteichef zurücktreten und brachte sich selbst und die FPÖ zuletzt immer wieder wegen einer Spesenaffäre und eines umfangreichen Postengeschachers während der ÖVP-FPÖ-Regierung in die Schlagzeilen. «Für uns ist es eine Befreiung, weil damit Ibiza für uns Geschichte ist und wir damit in die Zukunft schauen können», sagte Hofer.


Vieles spricht nun für ein baldiges Polit-Comeback Straches in einer neuen Partei. Der 50-Jährige bestätigte in einer ersten Reaktion auf den Parteiausschluss solche Überlegungen. «Der enorm große Zuspruch, den ich aus der Bevölkerung in den letzten Wochen und Monaten erhalten habe, lässt mich verstärkt über ein politisches Comeback im Jahr 2020 nachdenken», sagte Strache in einer Videobotschaft. Seine Liebe zur Politik sei nicht erloschen.

Der Wiener FPÖ-Vorsitzende Dominik Nepp hatte zuvor bereits erklärt, dass der FPÖ bekannt sei, dass Strache in den vergangenen Wochen Finanziers für ein neues Projekt gesucht habe und mit diesem Thema auch an mehrere Politiker herangetreten sei. Am Donnerstag hatten sich in Wien drei Landtagsabgeordnete von der FPÖ abgespalten und Die Allianz für Österreich (DAÖ) gegründet. Ihr Ziel: Strache soll DAÖ-Spitzenkandidat der DAÖ bei der Wien-Wahl 2020 werden.

Straches Absturz in der FPÖ begann im Mai mit der Veröffentlichung des Ibiza-Videos durch den «Spiegel» und die «Süddeutsche Zeitung». Die 2017 erstellten Aufnahmen lassen Strache anfällig für Korruption erscheinen. Strache musste einen Tag später als Vizekanzler und FPÖ-Chef abtreten, letztlich zerbrach die gesamte rechtskonservative Koalition von Ex-Kanzler Sebastian Kurz an der Affäre.


Wenige Tage vor der Neuwahl sorgte dann eine Spesenaffäre für neue Negativ-Schlagzeilen für Strache und die FPÖ. Der 50-Jährige soll sich über Jahre hinweg Parteigelder in die eigene Tasche gesteckt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue, Strache weist die Vorwürfe vehement zurück.

Sowohl bei der Nationalratswahl Ende September als auch bei zwei folgenden Landtagswahlen musste die FPÖ heftige Stimmverluste hinnehmen. Eine große Mitschuld daran wurde dem Ex-Parteichef zugeschrieben. Strache zog sich nach der Nationalratswahl zwar aus der Politik zurück, präsentierte sich aber auch weiterhin wortreich als Opfer einer kriminellen Intrige gegen seine Person. Vor allem seine Facebook-Beiträge sorgten immer wieder für Unruhe. Zuletzt bot er sich auf diese Weise selbst an, um die FPÖ als Landesparteichef in die Wien-Wahl 2020 zu führen.

Der Einladung, sich vor dem Parteigericht zu einem möglichen Ausschluss zu äußern, kam Strache nach Angaben der FPÖ nicht nach. Er habe in einem Brief geschrieben, dass er für das Parteigericht nicht zur Verfügung stehe und sein Erscheinen für «entbehrlich» halte, sagte der Wiener Landeschef Nepp.

Begonnen hatte Strache seine FPÖ-Karriere mit 21 Jahren als jüngster Bezirksrat im Wiener Bezirk Landstraße. Später bekam er ein Mandat im Wiener Landtag und galt rasch als Hoffnungsträger der traditionell starken Landespartei, deren Chef er dann auch viele Jahre war. Straches politischer Ziehvater war der Rechtspopulist Jörg Haider (1950-2008), mit dem er sich bei weitem nicht immer einig war. Als Haider 2005 die FPÖ verließ, war der Weg für Strache frei.
[close]
https://www.zeit.de/news/2019-12/13/fpoe-schmeisst-ex-chef-strache-raus
Merke: Es genügt natürlich nicht, dämlich zu sein. Es soll schon auch jeder davon wissen!
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: DinoVolare

Offline dtx

Weil die Extremrechte in Ö nicht blöd genug ist, wird sie derlei Spaltungsversuche an sich abperlen und Strache, anstatt ihn weiter zu alimentieren, mit seinem neuen Laden in der Bedeutungslosigkeit versinken lassen.
Mit jedem Greis, der in Afrika stirbt, verbrennt eine Bibliothek.

Amadou Hampâté Bâ
 

Offline Finanzbeamter

  • Praktikant- Lennéstraße
  • ****
  • Beiträge: 4186
  • Dankeschön: 9195 mal
  • Karma: 315
  • Zaiberterrorist
  • Auszeichnungen Auszeichnung für 2250 Beiträge Sehr Wertvolle Beiträge! Bereits 1000 "Danke" erhalten! Der Träger dieses Abzeichens war im Außendienst! Autor im Sonnenstaatland-Wiki Geheimnisträger, Sir!
    • Auszeichnungen
Strache im Jahr 2010: ;D



Quelle
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2019, 20:22:18 von Finanzbeamter »
Ein Geisterfahrer? Quatsch! Hunderte!
- Alle Reichsbürger. Immer -

Diese Ausrufezeichen, hast du die bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen dafür, dass jemand die Unterhose auf dem Kopf trägt.
aus Terry Pratchetts "Maskerade"
 

Offline Rabenaas

  • Praktikant- Lennéstraße
  • ****
  • Beiträge: 2508
  • Dankeschön: 6214 mal
  • Karma: 84
  • Auszeichnungen Auszeichnung für 2250 Beiträge Auszeichnung für 1500 Beiträge Beliebt! 50 positives Karma erhalten Auszeichnung für 1000 Beiträge Auszeichnung für 750 Beiträge
    • Auszeichnungen
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!
 

Offline dtx

Strache ließ seine Ex-Parteifreunde beschatten und schickte ihnen dafür die Rechnung:

https://www.oe24.at/oesterreich/politik/Strache-wollte-200-000-Euro-von-FPOe-fuer-Beschattungen/410166126

Mit jedem Greis, der in Afrika stirbt, verbrennt eine Bibliothek.

Amadou Hampâté Bâ
 

Offline Reichsschlafschaf

  • Prinz von Sonnenstaatland
  • *****
  • Beiträge: 5867
  • Dankeschön: 11303 mal
  • Karma: 282
  • Auszeichnungen Auszeichnung für 5000 Beiträge Auszeichnung für 2250 Beiträge Auszeichnung für 1500 Beiträge Auszeichnung für 1000 Beiträge Beliebt! 50 positives Karma erhalten
    • Auszeichnungen
Der Besuch auf Ibiza hat sich ja richtig gelohnt!    :rofl:


Zitat
WIRTSCHAFTSPOLITIK
Angeblich Betrugsermittlungen gegen Strache wegen Mandatskaufs
Die Staatsanwaltschaft Wien soll die Ibiza-Ermittler um Amtshilfe gebeten haben

16. Jänner 2020, 13:54

Gegen den ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache dürfte nun auch wegen Betrugs ermittelt werden, berichtet die "Krone". Die Staatsanwaltschaft Wien habe um Amtshilfe bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) angesucht. Konkret geht es um bereits bekannte Mandatskauf-Vorwürfe. Von der Staatsanwaltschaft gab es vorerst keine Bestätigung.

Die ehemalige FPÖ-Europaabgeordnete Barbara Kappel hat laut eigener Aussage im Jahr 2018 von einem bulgarischen Geschäftsmann eine Spende von 55.000 Euro entgegengenommen und an die Partei weitergeleitet. Vorangegangen sein soll dem eine entsprechende Aufforderung Straches. Die Wiener Staatsanwaltschaft bestätigte bereits ein Verfahren zu der Causa, Strache selbst dementiert alle Vorwürfe.

Laut "Krone" liegt bei der WKStA nun ein "Ersuchen um Amtshilfe" der Wiener Staatsanwaltschaft in einer Strafsache gegen Strache. Angeführt werden die Vergehen Betrug und schwerer Betrug. Laut dem Bericht wird um "Zugriff auf beziehungsweise Freigabe" der von der Soko Ibiza in Straches Villa sichergestellten Datenträger wie Handys, Computer und Laptops ersucht. (APA, 16.1.2020)
https://www.derstandard.de/story/2000113376346/angeblich-betrugs-ermittlungen-gegen-strache-wegen-mandatskauf
Merke: Es genügt natürlich nicht, dämlich zu sein. Es soll schon auch jeder davon wissen!
 

Offline dtx

FPÖ-Ärger über Strache:
„Fallen gelassen? Zahlten 500.000 € Anwaltskosten“

https://www.krone.at/2084725
Mit jedem Greis, der in Afrika stirbt, verbrennt eine Bibliothek.

Amadou Hampâté Bâ