Autor Thema: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.  (Gelesen 19750 mal)

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Offline Sandmännchen

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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #165 am: 5. August 2026, 19:11:43 »
Stimmt doch alles, was er schreibt.

Er sitzt UNSCHULDIG in Untersuchungshaft (wie jeder andere auch, der in Untersuchungshaft sitzt).

Er bekam keine Einsicht in die Ermittlungsakte - vor Abschluss der Ermittlungen, jedenfalls als er das schrieb. (Ein Einsichtsrecht besteht nur für den Verteidiger oder den unverteidigten Beschuldigten, und auch für diesen erst nach Abschluss der Ermittlungen, davor ist sie auf die Teile beschränkt, die zur Beurteilung der U-Haft nötig sind.)

Dass der Pflichtverteidiger nun inzwischen, nachdem er Einsichtsrecht hat, dem Angeschuldigten die Akten nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit und dem Gemeinwohl zuliebe kostenlos zur Kenntnis gibt, ist wirklich ganz gemein.

Warum wird nun die Ermittlungsakte so umfangreich sein? Vermutlich gibt es da einen Zusammenhang mit der fixen Idee, Staat zu spielen und wahrscheinlich Hunderte von Leuten abzuziehen. Wer über viele Jahre umfangreiche kriminelle Tätigkeiten entfaltet, sorgt natürlich auch für eine entsprechend umfangreiche Ermittlungsakte.

Dass ein Pflichtverteidiger sich nicht unbedingt die Zeit nimmt, stundenlang mit einem verblendeten und uneinsichtigen Beschuldigten zu palavern, der die Ermittlungsakte noch nicht kennt, ist dann auch zu erwarten. Was soll das bringen? Will Martin dem Verteidiger erklären, dass das KRD ein Staat war und das alles für das Gemeinwohl? Der Verteidiger wird erst versucht haben, ein sinnvolles Gespräch zu führen, und hat dann wahrscheinlich nach dem dritten Mal aufgegeben, als Martin wieder mit der Anerkennung durch die Fluglinie kam. Oder was auch immer.

Dass er keinen Laptop erhalten würde, hat er gar nicht behauptet. Er wird die Kosten für die Nutzung allenfalls im Rahmen der Verfahrenskosten bei einer Verurteilung tragen müssen. Bei derartigen Aktenmengen erhält er das alles von der JVA, und die elektronische Bereitstellung kostet dann 5 Euro. (Nr. 9000 GKG-KV)

Aber Spenden sammeln geht ja schließlich immer.

Vielleicht hätte er mal selber genug Geld abzweigen sollen und nicht nur zusehen, wie Fitzek das alles irgendwo unterbringt. Fitzek scheint das Problem mit den fehlenden Penunzen nicht zu haben.
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Offline lobotomized.monkey

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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #166 am: 5. August 2026, 19:46:44 »
In aller Regel schadet ein Angeklagter, der vor Gericht redet, am Ehesten sich selbst.
Zeit die Daumen zu drücken.
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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #167 am: 5. August 2026, 19:50:36 »
Ich bin mir sehr sicher, dass zumindest einer der Angeklagten exzessiv gegen diese Empfehlung verstoßen wird...

Bei den Amtsherren könnte man sich hingegen überlegen, ob nicht eine frühes Geständnis Sinn macht.
« Letzte Änderung: 5. August 2026, 19:53:27 von Knallfrosch »
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Offline Karl Martell

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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #168 am: 5. August 2026, 21:59:57 »
Früher, als er noch hoffte, dass Fitzis Firlefanz funzt, wollte er Deme und Freiherr sein und endlich fast ganz oben stehen auf der Gesellschaftsleiter der nun verbotenen Reichsbürgergruppierung "Königreich Deutschland", die man nicht mit Wissen oder gar Fähigkeiten erklimmt, sondern mithilfe einer Bestenauslese, in der ausschließlich Hörigkeit und fehlende Selbsterkenntnis entscheidet.

Und so gab Maddin nicht nur, aber erst recht während des ersten Interluidiums noch den Pausenclown in der "täglichen" (vulgo: monatlichen) Nachrichtentravestie. Was war sein Opa stolz auf ihn.

Heute ist er ein armer, unschuldiger Idealist, der irgendwie und ohne eigenes Zutun in irgendetwas reingestolpert ist, was er nicht versteht und ihm keiner erklärt.

Man möchte ihm als Antwort eine Bibel in die U-Haft schicken und Sprüche 17,28 markieren.
« Letzte Änderung: 5. August 2026, 22:02:05 von Karl Martell »
 

Online theodoravontane

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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #169 am: 6. August 2026, 01:10:27 »
Dass er keinen Laptop erhalten würde, hat er gar nicht behauptet. Er wird die Kosten für die Nutzung allenfalls im Rahmen der Verfahrenskosten bei einer Verurteilung tragen müssen.

Wobei zumindest ich mir sagen würde, wäre ich mir sicher, unschuldig zu sein: Die Einsicht hilft mir, mit meinem Verteidiger die einzelnen Anklagepunkte zu besprechen. Dann wird klar, dass die mich nicht verurteilen können. Dann trägt der Staat die Kosten. Also was soll's?
Aber ganz so sicher scheint er sich da nicht zu sein, was die Unschuld angeht.

Ja, ich weiß, die Kundschaft geht immer davon aus, trotz des aus ihrer Sicht vollumfänglichen Unschuldsbeweises aus politischen Gründen verurteilt zu werden.

Für mich liest sich das wie: Ja, ich war jung und brauchte das Geld naiv. Ich hatte ja keine Ahnung, WIE kriminell das war. Ich dachte, das wäre nur ein bisschen kriminell und jetzt will man mich deshalb vor Gericht stellen. Wegen ein BISSCHEN (organisierter) Kriminalität. Mimimi!

Nuja, auch ein bisschen kriminell ist kriminell. Und ich denke, das weiß er sehr genau.

Was macht er mit den Spenden eigentlich, wenn er verurteilt wird? Dass er das Geld wirklich für weitere Verteidiger ausgibt, glaube ich kaum, und er wird ja keine zwanzig Stangen Kippen oder zehn Kilo Kaffee auf einmal im Knastladen kaufen können. Als Reserve für die Zeit nach der Entlassung ist das natürlich ein schönes Polster, falls sich genug De**en finden, die wirklich spenden.
« Letzte Änderung: 6. August 2026, 01:12:53 von theodoravontane »
"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler wieder machen, aber ein bisschen früher anfangen, damit ich mehr davon habe."

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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #170 am: 6. August 2026, 01:52:58 »
Was macht er mit den Spenden eigentlich, wenn er verurteilt wird?
Dem Staat geben. Für die Verfahrenskosten.
Eine von VRiBGH Prof. Dr. Thomas Fischer erfundene Statistik besagt, dass 90% der Prozessgewinner die fragliche Entscheidung für beispielhaft rechtstreu halten, 20% der Unterlegenen ihnen zustimmen, hingegen von den Verlierern 30% sie für grob fehlerhaft und 40% für glatt strafbar halten.
 
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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #171 am: 6. August 2026, 09:33:11 »
Als Reserve für die Zeit nach der Entlassung ist das natürlich ein schönes Polster, falls sich genug De**en finden, die wirklich spenden.

Dafür sind die angepeilten 5000 Euro eigentlich etwas wenig. Und ich glaube nicht, dass die hier soweit denken.
Sebastian Leber über Rüdi: Hoffmanns Beweisführung ist, freundlich ausgedrückt, unorthodox. Es geht in seinen Filmen drunter und drüber wie bei einem Diavortrag, bei dem der Vortragende kurz vor Beginn ausgerutscht ist und alle Dias wild durcheinander auf den Boden flogen.
 
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Offline Rabenaas

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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #172 am: 6. August 2026, 10:04:09 »
Was macht er mit den Spenden eigentlich, wenn er verurteilt wird?
Dem Staat geben. Für die Verfahrenskosten.

Welchem Staat? Dem Königreich?
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!
 
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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #173 am: 6. August 2026, 13:41:43 »
Das Geld ist doch schon weg, wenn der Wahlverteidiger damit anfängt, die 36000 Seiten Ermittlungsakte zu lesen. Dann kommen noch mindestens 40 Verhandlungstage... Ich glaube nicht, dass er einen Strafverteidiger findet, der sich da auf ein Pauschalhonorar einlässt...

P.S.: was mach R. FmdT eigentlich zur Zeit?
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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #174 am: 6. August 2026, 15:52:44 »
Da die Schatullen der Freiherren vermutlich nicht üppig gefüllt sind, wird es sich ein vernünftiger Anwalt bei einer Anfrage reiflich überlegen, ob er sich den Ärger und die Auslagen antut, um dann am Ende kein Geld zu sehen. Und so bleibt es dann beim Pflichtverteidiger, den das pöhse Satanische Süstem bezahlen muss.
 
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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #175 am: 6. August 2026, 17:42:04 »
Ich muss für das Protokoll anmerken, dass Wahl- und Pflichtverteidiger nach derselben Gebührentabelle abrechnen. Und soweit ich das weiß, ist bei Strafverteidigung auch bei solventen Mandanten nicht unbedingt Stundensatz vereinbart wird, sondern auch da nach Gebühr abgerechnet wird. Aber ich bin weder Anwalt noch kriminell, daher kenne ich die Tarife ehrlich gesagt nicht sonderlich gut. :dontknow:
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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #176 am: 6. August 2026, 21:14:26 »
Ich kann aus eigener Kenntnis (aber nicht als Betroffener ;-)) mitteilen, dass man bei renommierten Strafverteidigern ab 200 Euro pro Stunde unterwegs ist, 500 € hatte ich auch schon einmal (in Wirtschaftstrafsache). Für ein solches Mammutverfahren wird kein Anwalt, der ein gesundes Einkommen hat, RVG-Sätze akzeptieren.
Das Risiko, am Ende kein Geld zu sehen, ist hier eher gering, da man meist nur auf Vorschussbasis arbeitet. RA Siebers, der schon einmal fürs Peterle tätig war, hat dies auf seiner Homepage sehr anschaulich formuliert. (5000 Euro sind da, also lese ich weitere 2500 Seiten [Standard: 100 Seiten pro Stunde] - ach Sie haben noch 50 Euro dabei, dann lese ich noch schnell 10 Zeilen....)
« Letzte Änderung: 6. August 2026, 21:16:08 von Knallfrosch »
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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #177 am: 6. August 2026, 21:43:24 »
Auch nicht-renommierte Strafverteidiger können gut sein. Und bei mangelnder Solvenz lässt man sich dann halt als Pflichtverteidiger beiordnen.Dann kommt im Zweifel der Vorschuss vom Staat 

Ja, gibt auch die Fraktion "Vor Anklageerhebung in die Akte gucken ist feige." aber auch das ist nicht der Regelfall.

Zschäpes Anwälte waren auch "nur" Pflichtverteidiger und auch keine Szene-Anwälte
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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #178 am: 6. August 2026, 22:31:30 »
5000 Euro sind da, also lese ich weitere 2500 Seiten [Standard: 100 Seiten pro Stunde]

Ist das nur Lesen, oder gehört Verstehen zu dem Tarif dazu?
Wie schafft man das so schnell?
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Die Demokratie ist so viel wert wie diejenigen, die in ihrem Namen sprechen. (Robert Schuman)

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Offline Königlicher Hofnarr

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Re: Neues aus dem Königreich im 2,9-ten Quartal 2026 - Anklage & Co.
« Antwort #179 am: 7. August 2026, 00:31:39 »
Da setzt sich einer auf Platz 2 eines Pyramidensystems, um am meisten von den Leistungen zu profitieren, und dann will er "total uneigennützig" gehandelt haben? Versteh' ich nicht.

Martins Verwandter zitiert einen ominösen "TOH" [der sich keinen ausführlicheren Namen leisten konnte] mit den Worten:
Zitat
Wir kennen keinen Menschen, der nicht vor den Kopf gestossen war, als er von Martins Verhaftung hörte.
Vielleicht schließt sich "TOH" mal einem Verein an, um mehr als drei Leute kennen zu lernen.

Einzig bei "Maximuss" kann man etwas Realitätssinn erkennen:
Zitat
"Ich habe Martin Schulz als einen einfühlsamen aber dennoch sehr in seinem Kopf zentrierten Menschen kennen gelernt."
Eine schöne Umschreibung für "weltfremd"  8)

Peters nächstes Buch wird das erste sein, das wenigstens teilweise korrekte Aussagen enthält, zumindest im Titel:

Knastjahre sind keine Herrenjahre
« Letzte Änderung: 7. August 2026, 01:35:45 von Königlicher Hofnarr »
Peter Fitzek: „... dann kommen Dinge aus mir raus, die ich vorher gar nicht wusste!"
 
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