Stimmt doch alles, was er schreibt.
Er sitzt UNSCHULDIG in Untersuchungshaft (wie jeder andere auch, der in Untersuchungshaft sitzt).
Er bekam keine Einsicht in die Ermittlungsakte - vor Abschluss der Ermittlungen, jedenfalls als er das schrieb. (Ein Einsichtsrecht besteht nur für den Verteidiger oder den unverteidigten Beschuldigten, und auch für diesen erst nach Abschluss der Ermittlungen, davor ist sie auf die Teile beschränkt, die zur Beurteilung der U-Haft nötig sind.)
Dass der Pflichtverteidiger nun inzwischen, nachdem er Einsichtsrecht hat, dem Angeschuldigten die Akten nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit und dem Gemeinwohl zuliebe kostenlos zur Kenntnis gibt, ist wirklich ganz gemein.
Warum wird nun die Ermittlungsakte so umfangreich sein? Vermutlich gibt es da einen Zusammenhang mit der fixen Idee, Staat zu spielen und wahrscheinlich Hunderte von Leuten abzuziehen. Wer über viele Jahre umfangreiche kriminelle Tätigkeiten entfaltet, sorgt natürlich auch für eine entsprechend umfangreiche Ermittlungsakte.
Dass ein Pflichtverteidiger sich nicht unbedingt die Zeit nimmt, stundenlang mit einem verblendeten und uneinsichtigen Beschuldigten zu palavern, der die Ermittlungsakte noch nicht kennt, ist dann auch zu erwarten. Was soll das bringen? Will Martin dem Verteidiger erklären, dass das KRD ein Staat war und das alles für das Gemeinwohl? Der Verteidiger wird erst versucht haben, ein sinnvolles Gespräch zu führen, und hat dann wahrscheinlich nach dem dritten Mal aufgegeben, als Martin wieder mit der Anerkennung durch die Fluglinie kam. Oder was auch immer.
Dass er keinen Laptop erhalten würde, hat er gar nicht behauptet. Er wird die Kosten für die Nutzung allenfalls im Rahmen der Verfahrenskosten bei einer Verurteilung tragen müssen. Bei derartigen Aktenmengen erhält er das alles von der JVA, und die elektronische Bereitstellung kostet dann 5 Euro. (Nr. 9000 GKG-KV)
Aber Spenden sammeln geht ja schließlich immer.
Vielleicht hätte er mal selber genug Geld abzweigen sollen und nicht nur zusehen, wie Fitzek das alles irgendwo unterbringt. Fitzek scheint das Problem mit den fehlenden Penunzen nicht zu haben.