Autor Thema: Sächsische Verhältnisse und ungelöste Probleme  (Gelesen 16814 mal)

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Offline Schreibtischtäter

Auch in der Deutschen Demolierten Republik war das Weltbild extrem von den gesellschaftlichen Kreisen abhängig. Die "Profiteure" des Systems kamen entweder aus dem Arbeitermilieu oder aber aus dem agrarischen Bereich, dort vornehmlich aus Tagelöhnerfamilien (nicht die landbesitzenden Mittelbauern (russisch Kulaken ;) ) oder gar Großgrundbesitzer). Bei der Auswahl für Studienplätze, Funktionärsposten oder allg. Führungspersonal wurde stark auf die Herkunft geachtet unddaraus resultierte auch eine hohe soziale Mobilität zwischen "ganz unten" und "ganz oben". Leider waren die Schwerpunkte dieser Art der "Personalentwicklung" auf industrielle Zentren und die agrarischen Zentren ausgerichtet, wobei die industriellen Gebiete deutlich vorn lagen. Die Mittel- und Kleinstädte mit ihrem Kleinbürgertum und Handwerkern waren den Sozialisten (aus gutem Grund, das Kleinbürgertum war der harte Kern der NSDAP und Hauptprofiteur der NS-Sozialpolitik) suspekt. Sie waren kein so tolles Feindbild wie die Industriellen, aber standen auch der Propaganda skeptisch gegenüber (auch aus gutem Grund, konnten sie doch weder auf große materielle Reserven zurückgreifen, noch auf Chancengleichheit im neuen System hoffen). Meines Wissens nach ist es der SED nie wirklich gelungen, diese Kreise entweder zu assimilieren oder aufzulösen. Daher hat sich dort sehr viel an Vorurteilen "erhalten", gleichzeitig waren diese Menschen nie so mobil wie jene die Aufstiegschancen witterten. Mich würde ehrlich gesagt mal brennend eine Statistik über die jungen "Zonenflüchtlinge" nach 1990 interessieren, aus was für sozialen und familiären Verhältnissen sie kommen und welche Rolle die verschobenen Aufstiegschancen in der DDR in deren Familien spielten. Anekdotische Evidenz meiner persönlichen Erfahrung nach: Kinder aus Familien mit Aufstieg in der DDR sind eher für Studium und Beruf in die gebrauchten Bundesländer gegangen. Frauen mehr als Männer. Jungs aus Handwerkerfamilien blieben am häufigsten, wobei Handwerk/Berufsausbildung noch einen anderen Stellenwert in der Breite hat (zum Glück!).
 

Offline A.R.Schkrampe

Ist hinter der Bezahlschranke, aber @dieda wird sicherlich orientiert sein:

https://www.welt.de/politik/plus190032167/Saechsische-Schweiz-Gaunerei-im-AfD-Paradies.html


Ach ja, zu dem vorhin in den Presseschnipseln verlinkten Artikel sind so einige Leserkommentare mehr als aufschlußreich. Die (sächsischen) Reihen schließen sich angesichts des erneuten Bashings von außen, sprich aus dem bösen Westen:

http://www.spiegel.de/forum/sport/im-stadion-des-regionalligisten-chemnitzer-fc-unterstuetzt-trauerfeier-fuer-neonazi-thread-875414-1.html


Hier
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2019/11/tennisplaetze-deutscher-tennis-bund-deutschlandkarte
sind die Ost-West-Diskrepanzen sehr wohl vorhanden (die Frage des elitären -also westlichen- Images, also die Neiddebatte- steht ungesagt subtil zwischen den Zeilen), aber nicht so ausgeprägt wie bei uns in der Oldtimerszene. Hier ist die deutsche Teilung weiterhin klar gegeben.
Das hat weniger mit elitär oder nicht zu tun, mit Geld auch nicht so, sondern mit der unterschiedlichen Sozialisierung. Die meisten Oldtimerbesitzer machen sich Kindheitswünsche wahr - und die waren nun mal autobezogen vollkommen unterschiedlich.

Herzlich gelacht habe ich über den megapeinlichen Fauxpas der ZONies, das Wegmachen des ersten Beitrages:
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2019/11/tennisplaetze-deutscher-tennis-bund-deutschlandkarte?cid=24059052#cid-24059052
Tja, Onlinejournalisten sind nun mal im Vergleich zu ihren Printkollegen nicht nur schlechter bezahlt, sondern weisen auch mindere (Allgemein)Bildung auf.
« Letzte Änderung: 10. März 2019, 15:29:14 von A.R.Schkrampe »
 

Offline A.R.Schkrampe

Hier eine Zusammenfassung zu der Fußballnazisache aus Karl-Marx-Stadt, die die Angelegenheit für außenstehende etwas leichter verständlich macht.
Auch Artikel anderer Zeitungen und Sender sind verlinkt:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/chemnitzer-fc-trauer-um-neonazi-der-fall-im-ueberblick-a-1257126.html 
 
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Offline BlueOcean

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Ein Punkt der noch fehlt und die Ost-Wahlergebnisse zu einem guten Teil relativiert ist die dort deutlich höhere Volatilität der Wähler. In Parteien verankerte Milieus wie sie im Westen ganze Regionen prägen hat es im Osten bis zur Wende nicht gegeben und sie haben sich seitdem mit Ausnahme der Linken (Volkssolidarität etc.) auch nicht entwickelt.

Dementsprechend ist die Neigung zu einer Protest- oder einer quasi experimentellen "Ich versuchs mal"-Wahl viel ausgeprägter als im Westen. Das exemplarische Beispiel war die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wo schon 1998 die zuvor kaum einem bekannte DVU plötzlich 12,9 Prozent errang. Ein für eine rechtsextreme Partei bis dato völlig unvorstellbares Ergebnis. Zumal sie außer einer höchst peinlichen Gurkentruppe keinerlei Personal vorzuweisen hatte und den gesamten Wahlkampf nur mit Bergen von Plakaten und Flyern bestritten hatte.

Die Rest-BRD kratzte sich am Kopf und schickte so einige Experten los, um diese "rechten Ossis" zu ergründen. Und da kann man natürlich auch manches finden. Aber es gibt mitnichten 15 bis 25 Prozent Rechtsradikale in dem Land, was leider oft zu platt aus solchen Wahlergebnisse geschlussfolgert wird.

Aber diese Volatilität ist auch wieder ein Vorteil. Denn nach der grandiosen Sacharbeit der DVU im Landtag bekam sie bei der nächsten Wahl nicht einmal mehr 0,5 Prozent. Hoffen wir, dass die AfD für ihr gediegene Tun bald auch so entlohnt wird.
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Offline Pirx

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Aber es gibt mitnichten 15 bis 25 Prozent Rechtsradikale in dem Land, was leider oft zu platt aus solchen Wahlergebnisse geschlussfolgert wird.
Aus - zugegebenermaßen - gerade niedergeschlagener Stimmung* heraus, wage ich zu widersprechen.
In meinem dörflichen Raum gibt es eine erhebliche Anzahl Leute, die sehr rechts und ausländerfeindlich eingestellt sind. Und ich kenne viele davon, denen ich ohne weiterers zutrauen würde, bei geeigneter politischer Konstellation, ins zukünftige SA-Pendant einzutreten. Das sind übrigens häufig die, die nie aus ihrem Dorf herauskommen und Ausländer nur aus dem Fernsehen kennen.
Bestimmt sehe ich zu schwarz, aber, dass der AfD-Humbug genauso verpuffen könnte, wie der DVU-Hirnschiss, bezweifle ich. Leider.

*https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/cfc-trauer-thomas-haller-100.html
Zitat
Trauerminute und Pyro-Show für verstorbenen Hooligan beim Chemnitzer FC

Thomas Haller galt als einer der führenden Köpfe in der Chemnitzer Neonaziszene. In dieser Woche erlag er einem Krebsleiden. Im Stadion des Chemnitzer FC gab es eine offizielle Trauerbekundung.
CFC-Fans trauern um Hooligan(....)
SPD-Stadträtin kondoliert Haller - Unterbezirk distanziert sich

Bislang konnte MDR SACHSEN weder den Pressesprecher des CFC noch die Fanbeauftragte Peggy Schellenberger für eine Stellungnahme erreichen. Die SPD-Stadträtin kondolierte dem Verstorbenen. Auf ihrer Facebook-Seite findet sich ein Eintrag, in dem es unter anderem heißt: "Wir lebten in komplett verschiedenen Welten und entschieden uns irgendwann für völlig andere Wege. […] Wir waren immer fair, straight, unpolitisch und herzlich zueinander - das hat dich ausgezeichnet. Ruhe in Frieden!"(....)
"Peggy". War ja klar.
« Letzte Änderung: 11. März 2019, 04:10:10 von Pirx »
 
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Offline A.R.Schkrampe

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Die Rest-BRD kratzte sich am Kopf und schickte so einige Experten los, um diese "rechten Ossis" zu ergründen. Und da kann man natürlich auch manches finden. Aber es gibt mitnichten 15 bis 25 Prozent Rechtsradikale in dem Land, was leider oft zu platt aus solchen Wahlergebnisse geschlussfolgert wird.
...

Doch. Im Osten sehr wohl, und das nicht nur in Sachsen. So liegen die Wahlkreise, in denen AfD und NPD zusammen über 25%, vereinzelt an die 30% bekommen haben, in Meck-Pomm.


...
Bestimmt sehe ich zu schwarz, aber, dass der AfD-Humbug genauso verpuffen könnte, wie der DVU-Hirnschiss, bezweifle ich. Leider.
...

Das wird auf die Gegend ankommen. Dort, wo wie @BlueOcean es erwähnte, kein gewachsenes Millieu eine Basis bietet, insbesondere eine Basis, die auf alte Verwurzelungen ähnlicher Art (DVU, REPse, NPD) zurückgreifen kann, wird dem so sein.
Im Westen gibt es Gegenden, in denen die AfD bis heute nicht richtig Fuß fassen konnte. Dort ist es nicht ersichtlich, daß das zukünftig gelingen könnte, erst recht nicht, wo jetzt die wenigen Themen (Flüchtlinge, Merkel) abhanden kommen.

Ebenfalls ein Grund für ein mittelfristiges Verschwinden der AfD wird die Erkenntnis sein, daß permanentes Protestwählen nichts bringt, weil die Protestgewählten als Parias gesehen werden, als Schmuddelkinder, mit denen keiner spielen oder gar koalieren möchte.
Außer im hoffnungslosen Sonderfall Sachsen wird die AfD nirgendwo als politischer Partner akzeptiert werden.

Zumindest hier im tiefen Westen kann man daher die AfD-Problematik ganz entspannt betrachten.


Och schau an, jetzt kommt man ins Rotieren:
https://www.zeit.de/sport/2019-03/rechtsextremismus-chemnitzer-fc-trauerbekundung-neonazi
Meiner Meinung nach zu spät, zu dilettantisch und vor allem zu unehrlich.

Die Geldgeber springen schon mal ab:
https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/cfc-sparkasse-zieht-sich-als-sponsor-zurueck-100.html
« Letzte Änderung: 11. März 2019, 13:12:34 von A.R.Schkrampe »
 
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Offline SSLKüchenbulle

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Die gehasste Wahlsächsin

Zitat
Annalena Schmidt kam aus Hessen nach Bautzen. Sie mischt sich ein. Schmidt steht für Weltoffenheit, dort wo Rechte Morgenluft wittern.

http://taz.de/!5576371/

Zitat
Das wird auf die Gegend ankommen.

Ich vertraue da eher auf die Demografie. Im Hinterland sind die meisten, ich nenne sie jetzt mal "harter Kern" der AfD Wähler um die 50-60.
« Letzte Änderung: 11. März 2019, 16:39:14 von SSLKüchenbulle »
 

Offline Neubuerger

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Ich vertraue da eher auf die Demografie. Im Hinterland sind die meisten, ich nenne sie jetzt mal "harter Kern" der AfD Wähler um die 50-60.

Das Problem ist, dass diese Leute die nächste Generation bereits geprägt haben.
Sebastian Leber über Rüdi: Hoffmanns Beweisführung ist, freundlich ausgedrückt, unorthodox. Es geht in seinen Filmen drunter und drüber wie bei einem Diavortrag, bei dem der Vortragende kurz vor Beginn ausgerutscht ist und alle Dias wild durcheinander auf den Boden flogen.
 

Offline A.R.Schkrampe

Courage gegen Rassismus und Rechte
Die gehasste Wahlsächsin
Zitat
Annalena Schmidt kam aus Hessen nach Bautzen. Sie mischt sich ein. Schmidt steht für Weltoffenheit, dort wo Rechte Morgenluft wittern.
http://taz.de/!5576371/
...

Ach, Jörg Drews. @dieda ist über diese Figur ganz gut orientiert. Über die Suchfunktion findest Du Einiges.

Wobei ich über die Naivität der jungen Dame etwas verwundert bin. Wenn man in die Ostzone geht, erst recht als politisch bewanderter und engagierter Bürger, dann hat man zu wissen, daß derartige Denkweisen dort anzutreffen sind.


Ich vertraue da eher auf die Demografie. Im Hinterland sind die meisten, ich nenne sie jetzt mal "harter Kern" der AfD Wähler um die 50-60.
Das Problem ist, dass diese Leute die nächste Generation bereits geprägt haben.
Und daß es noch ein paar Jahrzehnte dauern wird, bis man sie los ist. Erst jetzt ist die biolgische Uhr der Altnazis abgelaufen und bei Altstasis wird es ebenfalls noch Jahrzehnte dauern.
 
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Die nächste Generation, die dort bleibt...

Ist ja kein Geheimnis, das die Klugen und Hübschen erstmal dort weggehen und allenfalls mit Familie zurückkommen... oder als Rentner.



Wobei ich den Hut ziehe vor jeder Person, die dorthin zieht und dann keinen Hehl aus ihrer Einstellung macht. Aber die Politik ist da wohl noch das geringste Problem, Menschen wie Annalena zeigen den locals so nebenbei auf, was so schiefläuft. Jung, weiblich, von drüben, ohne Maulkorb, ein Sturmangriff aufs misogyne Kleinstadtmilieu.
 
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Offline A.R.Schkrampe

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Wobei ich den Hut ziehe vor jeder Person, die dorthin zieht und dann keinen Hehl aus ihrer Einstellung macht. Aber die Politik ist da wohl noch das geringste Problem, Menschen wie Annalena zeigen den locals so nebenbei auf, was so schiefläuft. Jung, weiblich, von drüben, ohne Maulkorb, ein Sturmangriff aufs misogyne Kleinstadtmilieu.

Womit sich diese Menschen selber aber keinen Gefallen tun.
Was @dieda komplett anders sieht (@Schreibtischtäter: dazu gab es bereits intensive Diskussionen zwischen uns).
 

Offline SSLKüchenbulle

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Ach, Jörg Drews. @dieda ist über diese Figur ganz gut orientiert. Über die Suchfunktion findest Du Einiges.

Oh, ich bin über die Mischpoke ganz gut im Bilde, dass ist sozusagen mein Reichsbürger-Hinterhof. Bautzner Frieden, Friedenspreis, Gruppe der 89er, Ostsachsen TV, Bautzen Video, Bautzner Bote etc.

https://fuerunserezukunft.org/15-aktuell-bautzen/736-26-08-2018-oberlausitzer-erkl%c3%a4rung-2018-der-b%c3%bcrgerinitiative-%e2%80%9edie-89er%e2%80%9c-f%c3%bcr-den-erhalt-der-meinungsfreiheit.html

Zitat
Das Problem ist, dass diese Leute die nächste Generation bereits geprägt haben.

Das Problem ist eher, dass die nächste Generation so schnell wie möglich das weite sucht, und somit der örtlichen Opposition die neuen Impulse fehlen. Was dort jung & rechtsradikal geprägt ist, läuft eher unter der IB Fahne, dem Dunstkreis von Post Germania und SGD Supporters Bautzen.

https://naziwatchdd.noblogs.org/post/2017/12/13/boxnacht-bautzen-nazis-vor-und-hinter-den-kulissen/

Zitat
Ist ja kein Geheimnis, das die Klugen und Hübschen erstmal dort weggehen

ÄHEM  :naughty:

Zitat
Wobei ich den Hut ziehe vor jeder Person, die dorthin zieht und dann keinen Hehl aus ihrer Einstellung macht. Aber die Politik ist da wohl noch das geringste Problem, Menschen wie Annalena zeigen den locals so nebenbei auf, was so schiefläuft. Jung, weiblich, von drüben, ohne Maulkorb, ein Sturmangriff aufs misogyne Kleinstadtmilieu

Die Stadt verfügte in den 90er und 2000ern über eine ziemlich aktive antifaschistische Szene, von der man aber seit einigen Jahren nicht wirklich mehr viel hört.
« Letzte Änderung: 11. März 2019, 19:58:20 von SSLKüchenbulle »
 

Müll Mann

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Die Stadt verfügte in den 90er und 2000ern über eine ziemlich aktive antifaschistische Szene, von der man aber seit einigen Jahren nicht wirklich mehr viel hört.
Angesichts solcher Aktionen ist das kein Verlust: https://www.saechsische.de/entsetzen-und-gedenken-in-niederkaina-3922325.html
 
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Offline SSLKüchenbulle

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Nicht zum ersten, aber auch nicht zum lezten Mal.

Zitat
Bereits in der Vergangenheit wurde die Gedenktafel nach Angaben der Stadt mehrfach gestohlen.
 

https://www.mdr.de/sachsen/bautzen/bautzen-hoyerswerda-kamenz/gedenktafel-bautzen-gestohlen-104.html

Was will man von einer Stadt erwarten, in der sich einmal im Jahr solche Szenen abspielen, ohne das die Politik oder Bürger Notiz nimmt.

https://www.youtube.com/watch?v=yEeb9gP32lQ
 

Offline BlueOcean

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Doch. Im Osten sehr wohl, und das nicht nur in Sachsen. So liegen die Wahlkreise, in denen AfD und NPD zusammen über 25%, vereinzelt an die 30% bekommen haben, in Meck-Pomm.

Ich schrieb, dass es im Land keine 15 bis 25 Prozent Rechtsradikale gibt. Und ich schrieb, dass sich die Prozentzahlen bei Wahlen eben nicht 1:1 in überzeugte Radikale umrechnen lassen. Sonst könnte man genau so hemdsärmelig behaupten, dass Sachsen-Anhalt in den vier Jahren nach der DVU-Wahl die ganzen Radikalen zu wahren Demokraten bekehrt hat.  ;D

Aber natürlich gibt es finsterst rechte Ecken im Osten. Und natürlich sehe ich mit Sorge wie Pegida, AfD und viele weitere Akteure ärgerlicherweise mit einem gewissen Erfolg daran arbeiten einen Teil Lufthoheit an den Stammtischen und im öffentlichen Diskurs zu erlangen. Eine wehrhafte Zivilgesellschaft ist viel weniger ausgeprägt, weniger selbstbewusst und schlicht viel unerfahrener als im Westen. Wenn dann noch - wie viel zu oft in Sachsen - eine eiernde Politik und die augenzwinkernde Blindheit entscheidender Institutionen auf dem rechten Auge dazu kommt... dann kann man sich schon fragen, ob man nicht auf dem falschen Weg in eine andere Republik ist.
« Letzte Änderung: 12. März 2019, 00:48:01 von BlueOcean »
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