Jetzt verkaufen sie ihre eigene "Tempelwährung".
Bezahle 20,-, scheisze für 10,- und ignoriere dabei, dass du anderswo ganz umsonst scheiszen könntest.
Typisches Sektengeschäftsmodell!
Aber nein, das muss so sein. Im alten Israel mussten die Juden eine Tempelsteuer zahlen. Wollten sie das aber im Tempel selbst tun, dann mussten sie das in einer alten jüdischen Münze tun, die z. B. zur Zeit Jesu schon lange nicht mehr handelsüblich war. Kein Problem - im Tempel gab es zahlreiche Geldwechsler, die natürlich happige Gebühren für ihre Dienste verlangten.
Davon lebten sie sehr gut, jedenfalls in der Regel. Man liest davon, dass ein gewisser Galiläer diese Leute zweimal mit Sack und Pack aus dem Tempel schmiss, weil sie das Haus Gottes zu einem Kaufhaus gemacht hatten. Das hatte er nicht gern. Es versteht sich, dass die Geldwechsler spätestens am nächsten Tag wieder auf ihrem gewohnten Platz saßen.
Hier allerdings erleben wir den interessanten Fall, dass ein angeblicher Messias selbst zu einem Geldwechsler wird.