Oha, fast schon eine Anerkennung von Peter als König. Direkt von der so klar denkenden Zahnärztin Dr.-med.-dent. Christina Baum, ihres Zeichens MdB für die AfD. Knallhart in ihrer Aussage, umfassend analytisch, wie man es erwarten kann von dem Kanal "Klartext von Dr. Christina Baum MdB.
Sie übernimmt unkritisch die Aussagen von dem Straftäter, betreibt eine Täter-Opfer-Umkehr, macht die Opferrolle für Peter und verpackt ihre Agenda als neutralen Bericht.
Immerhin haben die beiden einen gemeinsamen Bekannten, mich würde es nicht wundern, falls dieser aus dem Umfeld der Freien Sachsen bzw. dem Reichsbürgern stammt. Bei der Baum kann man sich fast keine andere Deutung vorstellen:
https://t.me/KlartextBaum/5501https://t.me/KlartextBaum/5502https://t.me/KlartextBaum/55032026-07-29, 18:13
1/3Gefängnisbesuch bei Herrn Peter Fitzek, dem Begründer des Staates „Königreich Deutschland“, in der JVA Dresden am 22. Juni 2026
Auch in diesem Bericht möchte ich voranstellen, dass ich Herrn Fitzek vor diesem Besuch persönlich nicht gekannt habe und auch von seinem Projekt „Königreich Deutschland“ keine Ahnung hatte.
Erst heute, im Laufe unseres Gespräches, erinnerte ich mich schwach, irgendwann einmal etwas über die Aktivitäten zur Gründung eines solchen Königreichs gelesen zu haben und dies damals gedanklich als eine Art „Spinnerei“ abgetan zu haben.
Wie kam ich dann also auf die Idee, Herrn Fitzek zu besuchen?
Meine vergangenen Gefängnisbesuche haben scheinbar doch einen größeren Empfängerkreis interessierter Bürger erreicht und so kam es, dass ich von einem alten Bekannten des Herrn Fitzek mit der Bitte um einen Besuch in der JVA kontaktiert wurde.
Da ich mit diesem Königreich wirklich gar nichts anfangen konnte, verabredeten wir uns zu einem informellen Gespräch, damit ich überhaupt einmal eine Vorstellung bekommen sollte, was es mit dem gewählten König und seinem Reich auf sich hat.
Ich gestehe: Nach diesem Treffen mit dem Freund war meine Neugier geweckt.
Und so gingen wir den immer gleichen Weg, um eine Besuchserlaubnis zu erhalten. Erst kontaktierte ich seinen Anwalt und dann ließ ich über ihn nachfragen, ob mein Besuch überhaupt erwünscht sei.
Und auch hier erhielt ich die gleiche Antwort, dass Herr Fitzek sich über meinen Besuch sehr freuen würde. So vereinbarte ich einen Besuchstermin.
Wie immer gebe ich erst all das wieder, was mir der Angeklagte selbst erzählte, um am Schluss eine eigene, persönliche Bewertung als Ergebnis des Gesprächs hinzuzufügen.
Vorweg mein erster Eindruck seiner Person:
Ich traf einen gut gelaunten, körperlich durchtrainierten Mann mit einer positiven Ausstrahlung an, dem der Gefängnisaufenthalt anscheinend überhaupt nichts ausmachte, wie er mir zu meiner großen Überraschung auch bestätigte.
Auf dem Tisch waren viele dicke Aktenordner ausgebreitet und so ahnte ich schon, was auf mich zukommen würde. Glücklicherweise war mir eine Besuchszeit von ca. zwei Stunden zugesagt worden.
Nach meiner kurzen Vorstellung, bei der Herrn Fitzek insbesondere meine Motivation des Besuchs interessierte, erfragte ich einige „Parameter“ aus seinem bisherigen Leben.
Er wurde am 12. August 1965 in Halle/Saale (damals DDR) geboren und wollte ursprünglich Lehrer werden, was ihm u. a. aus politisch-familiären Gründen nicht ermöglicht wurde. Heute ist er froh darüber, weil er diese ideologische Indoktrination, wie sie seit vielen Jahren in den Schulen stattfindet, niemals hätte mittragen können.
Er erlernte den Beruf des Kochs und qualifizierte sich später zum Meister für Gaststätten- und Hotelwesen.
Nach der Wende probierte er verschiedene Dinge aus, um herauszufinden, woran er wirklich Freude haben und seine Lebensaufgabe sehen könnte.
1989 eröffnete er eine Kampfsportschule in Wittenberg, die er bis 2005 betrieb. Er schaffte es bei der Europameisterschaft in der Schweiz sogar zum Vize-Europameister aller Kampfsportarten im Kontaktkampf.
Im Jahr 2000 eröffnete er einen Laden in der Innenstadt von Wittenberg. Dort verkaufte er esoterische Bücher sowie Bücher zur Geschichte, Gesundheit und zu magischen Themen. Außerdem bot er Seminare zu den verschiedenen Themen an, da er alle Bücher, die er verkaufte, auch selbst gelesen hatte.
2006 gründete er den eingetragenen Verein „Ganzheitliche Wege“ (VR 30815). 2007 initiierte er das Projekt ARKANA und kreierte eigenes Geld, den „Engel“ (ein neues Geld), das er über den Verein ausgab.
2009 gründete er den Verein und die Stiftung „Neudeutschland“, beides als gemeinnützig anerkannt.
Nach seinen Aussagen gründete er damit einen eigenen Staat mit eigener Bank, eigener Gesundheits- und Rentenkasse, eigenen Gesetzen, eigener Gerichtsbarkeit und eigener Polizei. Dies alles wurde vom Finanzamt Wittenberg und der Oberfinanzdirektion Magdeburg offiziell genehmigt und anerkannt.
2/3 Da er mit diesem Projekt aufgrund mangelnden Zuspruchs nicht weiterkam, gründete er einen neuen Verein mit dem Namen „Königreich Deutschland“, um danach den gleichlautenden Staat zu gründen.
Bei der offiziellen Gründungszeremonie dieses Staates am 16.09.2012 mit Unterzeichnung einer Gründungsurkunde durch acht Gründungsmitglieder verkündete er auch eine eigene Verfassung. Ein Staatsrechtler aus Paraguay bestätigte die völkerrechtlich korrekte Entstehung eines neuen deutschen Staates.
Am 21.12.2012 gründete er zusätzlich die Stiftung „Königreich Deutschland“.
Somit bestand sein Projekt aus einem Verein, einer Stiftung und einem Staat. Er betrachtete das von ihm geschaffene Königreich Deutschland als ein extraterritoriales Gebiet, das parallel zur Bundesrepublik bestand – also eine Art Staat im Staate. Sein Königreich bestand im Wesentlichen aus einem alten Krankenhaus und dem umgebenden Gelände, das er gekauft hatte.
Er eröffnete eine Bank in Wittenberg und später weitere Filialen in verschiedenen Teilen Deutschlands und gab als eigenes Geld die unbare „E-Mark“ und die bare „Neue Deutsche Mark“ heraus, die jeder im Tausch gegen Euro erhalten konnte und die unter anderem aus geprägten Silbermünzen bestand. Dieses Geld diente als Tauschwährung zwischen den Mitgliedern.
2013 erhielt er zwei notarielle Urkunden über die Errichtung des Königreichs Deutschland mit Peter I. als Staatsoberhaupt.
Wegen angeblich unerlaubter Bankgeschäfte wurde Peter I. von 2016 bis 2018 ein Jahr und zehn Monate in der Untersuchungshaftanstalt in Halle inhaftiert – unschuldig, denn am 26.03.2018 erhielt er den Freispruch vom Landgericht Dessau und 2019 vom Oberlandesgericht Naumburg.
Gleichwohl wurde damit, seinen Worten zufolge, anerkannt und bestätigt, dass das Königreich Deutschland existiert.
Während der Haftzeit schrieb er ein Buch mit dem Titel „Endzeit 2020“. Er selbst bezeichnet es als prophetisches Buch, da es die aktuelle Zeit sehr genau beschreibt. Das Buch ist zurzeit verboten.
Nach dem Freispruch hatte er einige Jahre Ruhe vor staatlicher Repression und Verfolgung, denn er erlitt im Rahmen seiner Aktivitäten mehrere Hausdurchsuchungen seines Geländes, teils mit schwerem Gerät und durch schwer bewaffnete Polizisten.
Mit dem 03.04.2025 sollte die Ruhe vorbei sein. An diesem Tag wurde die Verbotsverfügung des Vereins „Königreich Deutschland“ beschlossen und den Machern von Spiegel TV bekanntgegeben. Peter und seine Mitstreiter ahnten zu diesem Zeitpunkt noch nichts.
Der Angriff auf sie fand erst am 13.05.2025 statt und die Filmemacher waren in fünf Metern Entfernung hautnah dabei.
Nachdem 14 Objekte gleichzeitig von vermummten „Söldnern“ mit Maschinenpistolen und Schalldämpfern überfallen worden waren, wurde über die öffentlichen Medien die Nachricht des Verbotes verkündet.
Das Verbot wurde unter anderem begründet mit Behauptungen wie Verunglimpfung des Staates, Volksverhetzung, Urkundenfälschung (denn er hatte z. B. eigene Pässe und Führerscheine ausgestellt, aber keine BRD-Dokumente gefälscht) und Ungehorsam gegen die Rechtsordnung der BRD.
Am 13.05.2025, am Tag des Überfalls, wurde Peter I. dann erneut verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft in der JVA Dresden, genau wie seine Gefährten Benjamin Michaelis, Martin Schulz und Matthias Blaul.
Mit Haftbefehl vom 25.04.2025 wird ihm folgendes Vergehen vorgehalten:
Gründung einer kriminellen Vereinigung mit Namen „Königreich Deutschland“.
Im Zusammenhang damit stehen u. a. folgende Straftatvorwürfe: unerlaubte Bankgeschäfte, unerlaubte Versicherungsgeschäfte, Nichtabgabe von Steuererklärungen und Steuerhinterziehung sowie Veruntreuung von Arbeitsentgelt.
Es existieren jedoch wohl weiterhin ein Verein und eine Stiftung „Königreich Deutschland“.
3/3 Nun zum aktuellen Stand des Ermittlungsverfahrens, das mit seiner Inhaftierung eingeleitet wurde.
Bis heute, also auch nach über einem Jahr Untersuchungshaft, gibt es keine Anklage. Deshalb hat Peter I. am 07.04.2026 ein Beschwerdeschreiben (Haftbeschwerde) verfasst, das nun dem 3. Strafsenat des BGH vorliegt und zur Entscheidung ansteht.
Peter I. ist felsenfest davon überzeugt, dass er freigesprochen wird, denn er habe gegen kein einziges Gesetz der Bundesrepublik Deutschland verstoßen. Alle seine Aktivitäten geschahen im Rechtsrahmen der BRD. Auch nach internationalem Völkerrecht sei eine solche Staatsgründung möglich.
Sollte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen, freue er sich jetzt schon darauf, denn dann könne er der Öffentlichkeit seine Projekte und sein Vorgehen erklären.
Mit diesen Worten verabschiedeten wir uns und ich war froh, an die frische Luft zu kommen, denn mir qualmte der Kopf von den vielen Informationen.
Nun zu meinen persönlichen Eindrücken und einer eigenen Bewertung.
Ich gestehe, dass ich mich damit etwas schwer tue, weil ich einerseits alle „Beweise“ zu seinen Aktivitäten mit eigenen Augen gesehen habe, denn sie lagen ausgebreitet in Aktenordnern auf dem Tisch, andererseits Herrn Fitzeks Ideen und Unternehmungen so skurril klingen, dass man sich selbst immer wieder fragt, ob das alles überhaupt wahr sein kann.
Total fasziniert war ich von seinem unglaublichen Gedächtnis, das einem Elefanten ähnelt. Als er mir erklärte, dass er alle möglichen Gesetzbücher gelesen habe – das GG, das BGB in ursprünglicher und aktueller Fassung, das StGB, die Finanzordnung, die Gemeindeordnung, das Völkerrecht u. v. m. – und die jeweils wesentlichen Paragrafen im Kopf habe, überzeugte er mich dadurch, dass er mir mehrere spontan nannte und wörtlich zitierte.
Das fotografische Gedächtnis und das Erkennen großer und komplexer Zusammenhänge seien schon immer seine große Stärke gewesen.
Deshalb könne er auch seine eigene Verteidigung einschließlich sämtlicher Schriftsätze selbst übernehmen.
Eines steht fest: Seine Ideen von einer neuen Form des Zusammenlebens und der Organisation eines freien Gemeinwesens klingen verführerisch und wie aus einer anderen Welt. In seinem Reich werden keine Steuern gezahlt und seine Gesundheitskasse hat Gewinne erzielt, wie er mir anhand der Zahlen, die in den Schriftsätzen seines Ermittlungsverfahrens genannt sind, belegte.
Ich wünsche der intelligenten, pfiffigen und starken Persönlichkeit Peter Fitzek (Peter I.) jedenfalls viel Erfolg bei seinem Verfahren, das hoffentlich in einem Freispruch endet, und werde dann seine Aktivitäten mit großem Interesse weiterverfolgen.
Unser Land braucht mehr denn je solche innovativen Köpfe.
Anmerkung:
Ich hoffe sehr, dass ich alle Geschehnisse richtig eingeordnet und zeitlich korrekt wiedergegeben habe. Die Fülle an Informationen, die ich durch Herrn Fitzek erhielt, war nicht leicht zu verarbeiten.
Es war mir möglich, Herrn Fitzek meinen verfassten Bericht zur Prüfung zuzusenden, allerdings habe ich bis heute keine Antwort von ihm erhalten.
Auch wurde inzwischen am 22. Juli 2026, genau einen Monat nach meinem Besuch, Anklage durch die Bundesanwaltschaft erhoben.