Autor Thema: Tesla, SpaceX, Xai, Hyperloop, Neuralink...  (Gelesen 44225 mal)

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Offline Reichsschlafschaf

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Vielleicht greift Murks ja auf diese seinerzeit bewährte Idee zurück

Der wird es jetzt allen zeigen und das haben sie dann davon!   :o

Diese blöde Juristerei! Von wegen „verjährt“   ...  ???


Zitat
Schlacht um OpenAI: Musk verliert Milliarden-Prozess und attackiert Richterin scharf
Stand: 19.05.2026, 07:33 Uhr

Von: Uli Weißgerber

Elon Musk wollte OpenAI zurück in die gemeinnützige Steinzeit klagen. Die Jury brauchte zwei Stunden, um seine 134-Milliarden-Klage abzuschmettern. Verjährt. Jetzt tobt der Tech-Milliardär auf X.

Kalifornien – 38 Millionen Dollar investiert, 134 Milliarden zurückverlangt – das ist selbst für Silicon-Valley-Verhältnisse eine bemerkenswerte Renditeerwartung. Elon Musk hat seinen Prozess gegen OpenAI und Sam Altman verloren. Die Geschworenen in Oakland brauchten keine zwei Stunden, um zu entscheiden: Verjährt. Der Tesla-Chef hatte zu lange gewartet, um seine ehemaligen Mitgründer zu verklagen.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Musk beschimpfte die Richterin als „schreckliche Aktivistin“ und kündigte Berufung an. Auf X, seiner eigenen Plattform, wetterte er gegen das Urteil. Die Jury sei nur ein „Feigenblatt“ gewesen. Sein Anwalt verkündete martialisch: „Dieser Krieg ist nicht vorbei.“

Der Kern der Klage klingt nach verletztem Ego. Musk hatte OpenAI 2015 mitgegründet, als gemeinnützige Organisation zur Rettung der Menschheit vor böser KI. 2018 stieg er im Streit aus. Ein Jahr später kam Microsoft mit Milliarden rein. Heute ist OpenAI ein Hybrid aus Non-Profit-Hülle und gewinnorientiertem Kern – und bereitet den Börsengang vor.
Spoiler
Was Musk wirklich wollte
Musk forderte laut CNBC nicht nur Schadenersatz, sondern auch die Absetzung von Sam Altman und Greg Brockman. OpenAI sollte zurück in die reine Non-Profit-Struktur gezwungen werden. Sein Argument: Die beiden hätten ihn getäuscht, er habe das Geld für Wohltätigkeit gegeben, nicht für ein Milliardengeschäft.

Die Gegenversion von OpenAI klingt weniger philanthropisch. Musk habe schon 2017 selbst eine gewinnorientierte Struktur vorgeschlagen. Mehr noch: Er habe versucht, die Kontrolle zu übernehmen und OpenAI mit Tesla zu verschmelzen. Altman sagte vor Gericht, Musk habe zeitweise 90 Prozent der Anteile verlangt.

Der Subtext: Grok gegen ChatGPT
Was im Gerichtssaal wie ein Streit über Prinzipien klang, ist knallhartes Business. Musk gründete 2023 sein eigenes KI-Unternehmen X.AI mit dem Chatbot Grok. Vor wenigen Monaten fusionierte er es mit SpaceX. ChatGPT hat laut The Information 700 Millionen Nutzer pro Woche. Grok? Deutlich weniger.

OpenAI und der Rivale Anthropic teilen sich aktuell fast 90 Prozent der Branchenerlöse. Musks Anwälte sprachen von einer „Belästigungskampagne“ gegen einen Konkurrenten. Der OpenAI-Anwalt William Savitt nannte die Klage einen „heuchlerischen Versuch, einen Wettbewerber zu sabotieren“.

Die Zahlen geben OpenAI recht. Musks 38 Millionen Dollar Frühfinanzierung waren wichtig, aber nicht existenziell. Microsoft und andere Investoren pumpten Milliarden in die Entwicklung. Die Behauptung, ohne Musk gäbe es OpenAI nicht, klingt nach Selbstüberschätzung.

Warum die Jury so schnell entschied
Weniger als zwei Stunden Beratungszeit für einen dreiwöchigen Prozess – das ist ungewöhnlich schnell. Die Geschworenen mussten sich nicht mit den eigentlichen Vorwürfen befassen. Die Verjährungsfrist in Kalifornien liegt bei drei Jahren. Musk hatte die Unterstützung 2020 eingestellt, klagte aber erst 2024.

Seine Argumentation: Er habe erst später Verdacht geschöpft. Die Jury kaufte es ihm nicht ab. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers folgte dem Urteil „auf der Stelle“ und fügte hinzu, es gebe „erhebliche Beweise“ für die Feststellungen. Damit sind Musks Chancen in der Berufung überschaubar.

Interessant waren die Aussagen ehemaliger OpenAI-Führungskräfte. Mira Murati und Ilya Sutskever, beide mittlerweile mit eigenen KI-Firmen unterwegs, zeichneten ein kritisches Bild von Altman. Murati sprach von „Chaos“-Management, Altman habe Manager gegeneinander ausgespielt und sei nicht immer ehrlich gewesen.

Business Punk Check
Für OpenAI ist das Urteil ein Befreiungsschlag. Der geplante Börsengang kann weitergehen, die Finanzierung bleibt gesichert. Ein Erfolg Musks hätte die Struktur zerschlagen und Investoren verschreckt. Microsoft, das Milliarden investiert hat, kann aufatmen.

Für Musk ist es eine peinliche Niederlage. Nicht nur juristisch, sondern auch in der Außenwirkung. Der Mann, der sich als Retter der Menschheit inszeniert, wirkt wie ein schlechter Verlierer. Seine Wutausbrüche gegen die Richterin und das Gericht unterstreichen das Bild.

Die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet: Hat OpenAI seine gemeinnützigen Prinzipien verraten? Die Jury musste darüber nicht entscheiden. Die Struktur mit Non-Profit-Kern und gewinnorientierter Tochter ist ungewöhnlich, aber nicht illegal. Ob sie dem ursprünglichen Geist entspricht, ist Ansichtssache.
[close]
https://www.fr.de/wirtschaft/musk-verklagt-ex-partner-134-mrd-dollar-und-verliert-sam-altman-open-ai-zr-94312425.html
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Diese blöde Juristerei! Von wegen „verjährt“   ... 

Wie durfte ich mir letzten von einem Arbeitskollegen anhören?

Zitat von: Arbeitskollege
In 6 Jahren wird KI Anwälte ersetzt haben

 :salut: ;D
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Und er würde sich auch von einer KI vor Gericht vertreten lassen? Ich würde das lieber nicht tun, aber ich bin ja auch schon alt  :oldtimer:
Da kann man doch sagen: "Beim SSL haben wir etwas gelernt!"
https://www.youtube.com/watch?v=WrJPEqOWB48
 
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Er hat tatsächlich 2 Kündigungen und eine "Übersetzung" eines Schriftsatzes durch KI machen lassen - voller Erfolg, die Kündigungen endeten mit Abfindungszahlungen statt "Geh weg, bleib weg" und bei der "Übersetzung haben die Anwälte gelacht und es ihm nochmal und richtig erklärt... ;D
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Wie durfte ich mir letzten von einem Arbeitskollegen anhören?

Zitat von: Arbeitskollege
In 6 Jahren wird KI Anwälte ersetzt haben

 :salut: ;D

Da ist schon das deutsche Prozessrecht vor. Stichwort "Vertretungszwang" ab einer bestimmten Instanz (im Zivilrecht: Landgericht).
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Offline Anmaron

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Zitat
Die Behauptung, ohne Musk gäbe es OpenAI nicht, klingt nach Selbstüberschätzung.

Ich lese immer wieder, ohne die Deutschen gäbe es keine Autos. Und ja, richtig, wenn Drais und Benz nicht gewesen wären, wäre niemals je ein anderer Mensch auf irgendeine ähnliche Idee gekommen. Das ergibt sich aus der Sache selbst.

Ich lese es auch über vieles Anderes, aber über die Autos am Häufigsten. Und merkwürdigerweise gilt ausschliesslich der Benz Patent-Motorwagen Nummer 1. Nichts davor, nichts danach. Keine Dampfkutsche, keine Aufziehkarren. Nichts, das in Jahrzehnten und Jahrhunderten dazu geführt oder es wesentlich verbessert hat. Ohne Benz hätten die Deutschen, ääääh falsch, ohne die Deutschen hätte die Welt noch heute nur Eselkarren.
Daher ist logisch, OpenAI gäbs ohne den elonischen Musketier nicht. Möge man ihm ein Denkmal im Himmel setzen. Aber bitte in seinem eigenen.
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Offline kairo

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Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Musk beschimpfte die Richterin als „schreckliche Aktivistin“ und kündigte Berufung an. Auf X, seiner eigenen Plattform, wetterte er gegen das Urteil. Die Jury sei nur ein „Feigenblatt“ gewesen.
Wie der Herre, so's Gescherre. Nur dass er nicht behauptet, die Wahl sei ihm gestohlen worden.
 
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Da ist schon das deutsche Prozessrecht vor. Stichwort "Vertretungszwang" ab einer bestimmten Instanz (im Zivilrecht: Landgericht).

Echt jetzt? Kommst mit sowas?  ::) ;D

Hab ich tatsächlich auch angebracht, darauf kam "echt? so ist das?"

So sehr ich den Kollegen auch mag, 30, "iwas in nem Startup gemacht" und "iwas mit Marketing" studiert. Oder anders - doch eher "allein nicht lebensfähig". Und diese meine Meinung wurde mir von Angehörigen bestätigt - als sie seine Bleibe aufräumten und ihm eine Matraze kauften.... :-)
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Offline nixweiter



Finanzexperte Patrick Boyle hat mit seinem typisch trockenen Humor vor dem Börsengang von SpaceX geäußert.
Zitat
When a company decides to go public, they're required by the Securities and Exchange Commission to file an S1 prospectus.
[...]
AI appears over 200 times in the document. The word consciousness appears 10 times. The word profit appears somewhat less frequently than either of those. What we're looking at is quite possibly the most extraordinary document in the history of American securities regulation. And today we're going to go through it because every single thing I'm about to tell you, no matter how absurd it sounds, comes directly from the filing.

Details aus dem Video:
  • Schon heute wird Rechenleistung an die KI-Konkurrenz vermietet. Grok wird nicht genug nachgefragt um die vorhanden Hardware auszulasten.
  • 18% aller Cybertruck sind im Besitz von SpaceX.
  • Firmenanteile haben unterschiedlich Stimmrecht. Musk bekommt Faktor 10. Investoren Faktor 1. Eine dritte Kategorie (z.B. für aufgekaufte Firmen) Faktor 0.
  • SpaceX beschreibt es als unwahrscheinlich das Musk seine Pläne zum Mars und Serverfarmen im Orbit verwirklichen kann. Würden sie Glaubwürdigkeit attestieren müssten sie Rücklagen bilden...
  • Musk muss das utopische Umsatzziel von 7,5 Bil$ nicht erreichen um die Erfolgsprämie einzuheimsen. Für die versprochenen Firmenanteile erhält er heute schon Stimmrecht und kann sie als Sicherheiten für Darlehen einsetzen.

... und noch bissl mehr was ich schon wieder vergessen hab.  O:-)
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Offline Neubuerger

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Details aus dem Video:

    Schon heute wird Rechenleistung an die KI-Konkurrenz vermietet. Grok wird nicht genug nachgefragt um die vorhanden Hardware auszulasten.
    18% aller Cybertruck sind im Besitz von SpaceX.
    Firmenanteile haben unterschiedlich Stimmrecht. Musk bekommt Faktor 10. Investoren Faktor 1. Eine dritte Kategorie (z.B. für aufgekaufte Firmen) Faktor 0.
    SpaceX beschreibt es als unwahrscheinlich das Musk seine Pläne zum Mars und Serverfarmen im Orbit verwirklichen kann. Würden sie Glaubwürdigkeit attestieren müssten sie Rücklagen bilden...
    Musk muss das utopische Umsatzziel von 7,5 Bil$ nicht erreichen um die Erfolgsprämie einzuheimsen. Für die versprochenen Firmenanteile erhält er heute schon Stimmrecht und kann sie als Sicherheiten für Darlehen einsetzen.

Wenn ich das so lese: Wer ist denn so bekloppt und wirft freiwillig Geld in so eine Finanzsenke?
Sebastian Leber über Rüdi: Hoffmanns Beweisführung ist, freundlich ausgedrückt, unorthodox. Es geht in seinen Filmen drunter und drüber wie bei einem Diavortrag, bei dem der Vortragende kurz vor Beginn ausgerutscht ist und alle Dias wild durcheinander auf den Boden flogen.
 
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Offline lobotomized.monkey

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Wenn ich das so lese: Wer ist denn so bekloppt und wirft freiwillig Geld in so eine Finanzsenke?

Darauf bin ich auch gespannt. Das ganze Produkt sieht aus wie eine "private company", d. h. der Eigentümer hat volle Kontrolle über die Firma. Hier muss es jedoch ein Board of Directors (Aufsichtsrat) geben, der jedoch von Musk zahnlos gemacht wird. Musk braucht keine Sanktionen zu fürchten und daher kann der BoD seine Aufsichtsfunktion nicht nachkommen.
Bei Twitter ist es nach der Übernahme genauso gelaufen, denn es wurde faktisch mit dem Kauf das BoD rausgeworfen und die Twitter von der Börse genommen ("private company"). Mit dem Kaufpreis von 44 Mrd USD war Twitter natürlich einfacher zu stemmen.

Das Vorgehen sollte alle Alarmglocken schrillen lassen, denn genau so etwas soll mit einer Corporate Governance verhindert werden.
"It’s easy. A lobotomized monkey could do it."
"And where are we going to find a lobotomized monkey at this time of night?"
— Jasper Fforde

🐳💖 Schwimm weiter, lieber Timmy Hope!
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Offline Neubuerger

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Das Vorgehen sollte alle Alarmglocken schrillen lassen, denn genau so etwas soll mit einer Corporate Governance verhindert werden.

Das ist aber einer der Punkte, an denen dann gerne von "Entbürokratisierung" geschwafelt wird.
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