Autor Thema: Tesla, SpaceX, Xai, Hyperloop, Neuralink...  (Gelesen 54114 mal)

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Offline BlueOcean

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Blue Origins New Glenn ist auf und mit der Startrampe sowie der umliegenden Infrastruktur explodiert; das dürfte die Planungen mächtig durcheinander bringen, weil es dafür keinen Ersatz gibt.

Aber vielleicht wollte Bezos auch nur kräftig feiern, nachdem die NASA zwei Tage zuvor einen Vertrag mit Blue Origin über 188 Millionen abgeschlossen hat.
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Offline Reichsschlafschaf

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Diesmal macht Schweden den Spielverderber:


Zitat
Europaweite Freigabe
Automatisch schneller als erlaubt – Schweden will Teslas FSD-Fahrassistenten offenbar blockieren

Teslas Fahrassistent FSD gerät in der EU zunehmend in die Kritik: Das System lässt sich einem Bericht zufolge gezielt nutzen, um eine Verkehrsregel zu missachten. Zwei schwedische Behörden sollen deshalb Alarm geschlagen haben.

19.06.2026, 12.22 Uhr

Eine schwedische Verkehrsbehörde hat einem Bericht zufolge Bedenken bei der Zulassung des Fahrerassistenzsystems »Full Self Driving« FSD von Tesla. Die Verkehrsverwaltung TRV schlägt in einem Brief vom 30. April, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, gegen die europaweite Zulassung des Systems zu stimmen – solange Tesla nicht die Funktion abschaltet, mit der die Geschwindigkeitsbegrenzungen überschritten werden können. Der Brief wurde ‌an das Technische Komitee für motorisierte Fahrzeuge (TCMV) der Europäischen Union geschickt, das sich am 30. Juni zu den nächsten Beratungen über eine europaweite Freigabe trifft.

In einigen Ländern hat Tesla bereits die Freigabe für die überwachte Version des »Full Self Driving« erhalten. Die europaweite Genehmigung steht jedoch noch aus.

Modus gestattet Verkehrsverstöße
In Deutschland liegt das Thema beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Tesla antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme, wie Reuters berichtet. Im Handbuch des ​FSD heißt es, dass sich die Fahrer nicht allein auf das System verlassen sollen und ihre Geschwindigkeit an Verkehr und Straßenbedingungen anpassen ⁠müssen. Allerdings erlaubt ⁠es das System den Nutzern, Geschwindigkeitsbegrenzungen gezielt zu überschreiten. Das riskiere, sowohl den Rechtsrahmen als auch die erwarteten Sicherheitsvorteile des automatisierten Fahrens zu unterminieren, heißt es in dem Brief. Die Nachrichtenagentur hatte diesen über eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz erhalten.

Auch die ‌für die Zulassung von Autos zuständige schwedische Verkehrsagentur STA machte internen Unterlagen zufolge ​Zweifel geltend. Dabei richtete sie ‌sich an Tesla und an die niederländische Verkehrsbehörde RDW, die als erste europäische Verkehrsaufsicht im April das Assistenzsystem »Full Self Driving« zugelassen hatte und sich für eine europaweite Freigabe einsetzt. Die STA erklärte demnach außerdem, die Diskussionen auf EU-Ebene dauerten an.

Das Fahrassistenzsystem FSD von Tesla basiert auf Kameras und ​Kartenmaterial, um Geschwindigkeitsvorgaben zu identifizieren. In Europa ​sind zwei Fahrmodi im Angebot, eine regelkonforme Fahrweise und eine Einstellung, die Begrenzungen überschreitet.

Damit das FSD in der EU zugelassen werden kann, ​ist eine qualifizierte Mehrheit von 15 der 27 Mitgliedstaaten mit mindestens 65 ⁠Prozent der europäischen Bevölkerung nötig. Sollte diese ​Mehrheit nicht ​zustande kommen, verfällt nach Angaben der dänischen Verkehrsaufsicht die Zulassung in den Niederlanden nach sechs Monaten.
ani/Reuters
https://www.spiegel.de/mobilitaet/tesla-schweden-will-fsd-fahrassistenten-wegen-tempofunktion-laut-bericht-blockieren-a-4bcb0719-001d-4d09-9a77-2892ad6c087b
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Das hat dann zu dem Ergebnis geführt: Bitcoin -6%, SpaceX -16%
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Dazu hat SpaceX noch coole Bro-Videos 'rausgehauen, wo smarte Anleger wie du und ich über unsere Investments snacken: "Ich hab' alle meine Bitcoin 'rausgeworfen und bin voll in SpaceX." "Hodl, Bro! Yeah."

Musk baut sein Schloss immer höher, immer wieder ein Stockwerk drauf. Das Fundament wird dabei vernachlässigt, das sieht in den Prospekten nicht so schön wie ein neues Stockwerk aus.
Bald kommt der Moment, wo Musk sein hohes Schloss wie ein Besenstiel auf dem Finger balancieren muss. Das wird spannend, packt schon einmal die Nudeln und das Toilettenpapier unter das Kopfkissen.
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Ich bin schon gespannt, was das für eine Kaskade in Bewegung setzt, wenn das irgendwann mal einstürzt. Er hat ja dieses Steuersparkonzept, dass er persönlich keine Einnahmen hat, die stecken nur in seinen Unternehmen. Deren Aktien gibt er dann den Banken als Sicherheit für Kredite. Keine Einnahmen, also auch keine Steuern.

Da häuft sich dann natürlich einiges an.

Und seine ständigen Versprechungen sind legendär. Aber blindes Gefolge der Fanboys gibt's nicht nur bei den Reichies. Viele Leute scheinen nur auf die Gelegenheit zu warten, abgezockt zu werden.
˙uuᴉsu∩ ɹǝp ʇsᴉ uǝɥɔsuǝW sǝp uuᴉS ǝʇןǝʞɔᴉʍʇuǝ uǝʇsɥɔöɥ ɯɐ ɹǝᗡ
 
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Offline desperado

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T-online.de hatte da die Tage was:

Zitat
Besonders schlecht schneidet die Unternehmensführung ab. In dieser Kategorie erzielt SpaceX lediglich 3,2 von 10 Punkten. Analysten kritisieren die extreme Konzentration der Kontrolle bei Insidern, mögliche Interessenkonflikte, die mangelnde Kontrolle der Vergütungen sowie den Mangel an Unabhängigkeit im Aufsichtsrat. Frédéric Ducoulombier, Programmdirektor am Klimainstitut der Wirtschaftshochschule Edhec, nannte die Lage nach Sichtung der Börsenunterlagen eine "Governance-Horrorgeschichte für Anleger an öffentlichen Märkten".

Zitat
Für den neu gelisteten Konzern geht es um viel Geld. Europäische Vermögensverwalter prüfen derzeit, ob das Unternehmen die strengen Nachhaltigkeitsregeln der EU erfüllt. Falls nicht, dürfen Fonds mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 6,5 Billionen Euro die SpaceX-Aktie nicht dauerhaft in ihrem Portfolio halten.

Ist aber alles eine Lüge von "denen"

Zitat
Musk hatte die Noten der Nachhaltigkeitsprüfer bereits im Jahr 2022 scharf als "Betrug" kritisiert. Der einfache Grund: Damals flog seine Autofirma Tesla aus dem S&P-Nachhaltigkeitsindex.
As usual, I'm writing slowly because I know you can't read fast.

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Offline theodoravontane

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Ich bin schon gespannt, was das für eine Kaskade in Bewegung setzt, wenn das irgendwann mal einstürzt.

Bei den Banken hieß es "too big to fail".
Bei ihm ist es vermutlich "much bigger to fail" und Trump übereignet ihm die USA, falls er dann den Kaiser von Musks Gnaden spielen darf.

Aber vielleicht geht es auch alles komplett schief und Musk landet in der Klatschpresse.

"Der Tech-Mogul und Phantastiliardär Elon N. (Name von der Redaktion geändert), wurde in eine Spezialklinik eingeliefert, nachdem er nach dem Zusammenbruch seines Imperiums versuchte, in der Garage seiner Villa Selbstmord zu begehen. Er wurde in seinem Cybertruck mit laufendem Elektromotor gefunden."
« Letzte Änderung: 23. Juni 2026, 11:27:35 von theodoravontane »
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Offline SchlafSchaf

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In Bildform ist das ganze doch viel plakativer



« Letzte Änderung: 23. Juni 2026, 12:30:34 von SchlafSchaf »
An Rüdiger Hoffmann: Der Faschist sagt immer, da ist der Faschist  (in Anlehnung an die Signatur des geschätzten MitAgenten Schnabelgroß)

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Was da gestern leider vergessen wurde: Ausgabewert waren 135$. Und sie liegen heute wieder bei über 155$.

Habe aber auch keine Zweifel das es irgendwann gewaltig in die Binsen gehen muss.

"Der Tech-Mogul und Phantastiliardär Elon N. (Name von der Redaktion geändert), wurde in eine Spezialklinik eingeliefert, nachdem er nach dem Zusammenbruch seines Imperiums versuchte, in der Garage seiner Villa Selbstmord zu begehen. Er wurde in seinem Cybertruck mit laufendem Elektromotor gefunden."

Uwahrscheinlich. Gehört nämlich alles der Bank.  >:D
« Letzte Änderung: 24. Juni 2026, 08:18:10 von nixweiter »
Dummheit hat Grenzen: Mexico und Canada.
 
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Offline Neubuerger

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Habe aber auch keine Zweifel das es irgendwann gewaltig in die Binsen gehen muss.

Siehe dazu auch hier: https://www.metacheles.de/spacex-boersengang-der-groesste-bankraub-geschichte/
Sebastian Leber über Rüdi: Hoffmanns Beweisführung ist, freundlich ausgedrückt, unorthodox. Es geht in seinen Filmen drunter und drüber wie bei einem Diavortrag, bei dem der Vortragende kurz vor Beginn ausgerutscht ist und alle Dias wild durcheinander auf den Boden flogen.
 
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Online kairo

Habe aber auch keine Zweifel das es irgendwann gewaltig in die Binsen gehen muss.
Das muss es, denn im Prinzip ist das ein Pyramidensystem. Oder ein Ponzi scheme - hey, Elon, do you hear me?
 
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Offline SchlafSchaf

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Das Video soll ein Tesla im FSD-Modus zeigen

Ich sag mal, da müssen noch Bugs ausgetrieben werden

https://x.com/technonator/status/2075954164765475223?s=20
An Rüdiger Hoffmann: Der Faschist sagt immer, da ist der Faschist  (in Anlehnung an die Signatur des geschätzten MitAgenten Schnabelgroß)

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Das Video soll ein Tesla im FSD-Modus zeigen

Hm, Musk-Car ./. Muscle Car (im weitesten Sinne).

Ob ich das auf den Straßen sehen will? Wohl eher nicht.
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Das Video soll ein Tesla im FSD-Modus zeigen

Ich sag mal, da müssen noch Bugs ausgetrieben werden

https://x.com/technonator/status/2075954164765475223?s=20


Das Video stammt aus Australien (Ende Mai). In Australien ist der "Autopilot" auf Level 2 begrenzt, d. h. der Mensch am Steuer muss ständig bereit zum Eingreifen sein. Beschleunigung und Lenken wird unter menschlicher Überwachung halt automatisch durchgeführt.
Ich halte diese Autonomiestufe für recht gefährlich, weil sie vom Menschen absolute Konzentration wie im normalen Straßenverkehr bei gleichzeitiger Passivität verlangt. Man darf nichts machen, nur konzentriert auf den Verkehr achten. Mir erschließt es nicht, was diese Stufe für einen Sinn ergibt, was nicht über die normalen Assistenzsysteme (Bremsassistent, Kollisionsassistent, Abstandsassistent, Tempomat etc.) hinausgeht.

Jedoch: Irritierend finde ich den fehlenden Auslöser für das Ereignis. Es überholt zwar ein Motorrad von links (langsamste Spur, vergleichbar mit Rechtsüberholen in DE), dieses ist jedoch in Australien (wie auch vergleichbar in den USA) erlaubt und es war eine andere Spur. Dann fehlt das Blinken für den Spurwechsel, erst nach der Kollision mit dem weißen Van geht der Warnblinker an. Sieht nicht nach FSD aus, eher wie ein Sekundenschlaf.
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Da geh’n sie hin, die Millionen Milliarden ...


Zitat
SpaceX-Crash: Der historisch größte Börsengang wird zur Milliardenfalle

Stand: 20.07.2026, 14:00 Uhr

Von: Martin Wald

Der historisch größte Börsengang wird zum Desaster. SpaceX verliert eine Billion Dollar an Wert, während Leerverkäufer Milliarden verdienen. Starinvestor Grantham prophezeit den Kollaps.

New York – Der größte Börsengang aller Zeiten entpuppt sich als Falle. SpaceX sammelte im Juni 75 Milliarden Dollar ein, die Aktie schoss von 135 auf über 200 Dollar. Kurzzeitig überholte Musks Raumfahrtkonzern sogar Amazon und wurde zum fünftwertvollsten Unternehmen der Welt.

Doch dann kam der Absturz: Eine Billion Dollar Marktkapitalisierung löste sich in Luft auf. Die Aktie rutschte unter den Ausgabepreis. Leerverkäufer, die von Anfang an gegen das Papier wetteten, sitzen nun auf Buchgewinnen von fünf Milliarden Dollar.

192 Millionen SpaceX-Aktien wurden leerverkauft, das entspricht 30 Prozent des gesamten Streubesitzes. Der nominale Wert dieser Short-Positionen explodierte von 4,5 Milliarden Dollar Mitte Juni auf jetzt 25 Milliarden Dollar. Matthew Unterman von S3 Partners bestätigt: Pessimistische Investoren verdoppeln ihre Wetten gegen Musk.
Spoiler
Die Volatilität bleibt extrem. Peter Hillerberg von Ortex spricht von einer Achterbahnfahrt, die sich klar zugunsten der Bären entwickelt habe. Von einem Buchverlust von 677 Millionen Dollar schwankten die Positionen binnen Wochen zu einem Gewinn von 8,7 Milliarden Dollar.

Grantham: Das verrückteste IPO der Geschichte
Value-Legende Jeremy Grantham nennt den SpaceX-Börsengang das verrückteste IPO in der Geschichte der Menschheit. Seine Analyse ist vernichtend: Die aktuelle Bewertung von 1,64 Billionen Dollar sei nur unter extrem optimistischen Prognosen zu rechtfertigen.

Es wäre „erstaunlich, wenn sie nicht kollabiert, denn sie würde derart massive Fortschritte in der KI-Entwicklung benötigen, dass unser gesamtes Leben völlig anders aussehen müsste“, erklärt Grantham gegenüber dem Morningstar mit Blick auf die SpaceX-Aktie.

Das Unternehmen stecke tief in den roten Zahlen. Im vergangenen Geschäftsjahr fuhr SpaceX bei 18,67 Milliarden Dollar Umsatz einen Nettoverlust von 4,94 Milliarden Dollar ein. Im ersten Quartal 2026 belief sich der Verlust bereits auf 4,25 Milliarden Dollar bei nur 4,7 Milliarden Dollar Umsatz.

Die Rechnung geht nicht auf
Grantham seziert die Bewertungslogik: Ein erheblicher Teil der Annahmen aus dem Börsenprospekt beruhe auf zukünftigen KI-Entwicklungen. Doch das KI-Angebot von SpaceX sei derzeit drittklassig und werde von Anthropic und OpenAI regelrecht deklassiert.

Die im Prospekt skizzierten Raumfahrtvorhaben – KI-Rechenzentren im All, Marskolonisation, Asteroidenbergbau – würden von den meisten ernsthaften Physikern als völlig undenkbar angesehen.

Dennoch räumt der Starinvestor ein: Kurzfristig könnte die Aktie noch steigen. Institutionelle Anleger und Indexfonds seien nach der NASDAQ-100-Aufnahme gezwungen zu kaufen, während das Angebot an frei handelbaren Aktien begrenzt bleibe.

Crash-Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent
Langfristig erwartet Grantham mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit den Kollaps. Entweder erweise sich die Bewertung als unbegründet und die Aktie korrigiere massiv. Oder die enormen KI-Erwartungen würden erfüllt – dann stünde die Gesellschaft vor tiefgreifenden Veränderungen, die weit über wirtschaftliche Fragen hinausgingen.

Seine düstere Prognose: Wenn der Preis gerechtfertigt sei, lebten wir in einer seltsamen Welt, in der uns Automaten herumkommandierten. Dieses Szenario bezeichnete er angesichts fast chronisch fehlender KI-Kontrollen als geradezu erschreckend.

Wall Street bleibt optimistisch
Die Analystenzunft sieht das anders. 29 Ratings ergeben laut Finanzen ein durchschnittliches Kursziel von 243,81 Dollar – 96 Prozent Aufwärtspotenzial vom aktuellen Kurs von 123,99 Dollar. Die Spanne reicht von 115 bis 800 Dollar.

Wells Fargo, Citigroup, Deutsche Bank, Morgan Stanley, Goldman Sachs, UBS und JPMorgan vergaben Buy-Ratings. Goldman-Analyst Eric Sheridan schätzt die Chancen doppelt so hoch ein wie die Risiken, da die adressierten Märkte Weltraum, Kommunikation und KI massives Wachstumspotenzial besäßen. Grantham kontert: Nur eins von hundert Projekten verwandle Bullshit tatsächlich in echtes Geld.

Business Punk Check
Die SpaceX-Story entlarvt das gefährlichste Spiel an den Kapitalmärkten: die Verwechslung von Vision und Realität. Eine Bewertung von 1,64 Billionen Dollar bei 4,94 Milliarden Dollar Jahresverlust ist keine mutige Wette auf die Zukunft – es ist kollektiver Wahnsinn. Grantham hat recht: Entweder kollabiert die Aktie oder wir leben bald in einer dystopischen KI-Welt.

Beides keine attraktiven Optionen. Die Wahrheit hinter dem Hype: SpaceX verbrennt Geld schneller als jede Rakete. Das KI-Angebot ist drittklassig, die Raumfahrtprojekte sind physikalisch fragwürdig. Trotzdem vergeben Goldman Sachs, Morgan Stanley und Co. Buy-Ratings mit Kurszielen bis 800 Dollar.

Diese Analysten bewerten nicht Geschäftsmodelle, sondern Träume. Für Early Adopters gilt: Wer jetzt einsteigt, spekuliert auf den Greater Fool – jemanden, der noch mehr bezahlt. Das funktioniert, bis es nicht mehr funktioniert. Die eigentliche Lektion: Musks Fähigkeit, Narrative in Kapital zu verwandeln, ist einzigartig.

Doch selbst er kann die Gesetze der Physik und Betriebswirtschaft nicht außer Kraft setzen. Investoren sollten sich fragen: Wollen sie in ein Unternehmen investieren oder in eine Persönlichkeit? Die Antwort entscheidet über Millionengewinne oder totalen Verlust.
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