Autor Thema: Adrian Ursache - Die Presse  (Gelesen 10392 mal)

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Offline Resting Bench

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Adrian Ursache - Die Presse
« am: 8. Februar 2018, 04:36:59 »
Die Presse:
« Letzte Änderung: 8. Februar 2018, 04:44:00 von Resting Bench »
 
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Offline Gutemine

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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #1 am: 8. Februar 2018, 05:00:07 »
..und jetzt pflegt dieser erstklassige "journalist" auch die Legende der "4000 Euro" um die es nur gegangen ist.

Was ein Schwachsinn.

Der scheint ganz ordentlich "infiziert" zu sein. Ob er wohl der nächste "Journalist" ist, der bei den "Reichsbürgern" eincheckt um "sein Land" zu verteidigen?  :o  :scratch:
 
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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #2 am: 8. Februar 2018, 07:29:29 »
"Die Bundesrepublik hat auf Ursache Briefe über das neue völkerrechtliche Gebilde in ihrer Mitte nie geantwortet."

Daß die "4000 Euro"-Mär übernommen wird, daß ist ja fast zu vernachlässigen bei der Wahl der obigen Formulierung.

Was stellt sich der Journalist denn als Antwort vor, und welche Abteilung solle da antworten auf Briefe aus einem Fantasiereich, von einem Menschen, der nur noch die Rosinen aus dem Kuchen seines Vaterlandes annehmen möchte? Das Auswärtige Amt?
 
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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #3 am: 8. Februar 2018, 10:37:22 »
..und jetzt pflegt dieser erstklassige "journalist" auch die Legende der "4000 Euro" um die es nur gegangen ist.

Was ein Schwachsinn.

Der scheint ganz ordentlich "infiziert" zu sein. Ob er wohl der nächste "Journalist" ist, der bei den "Reichsbürgern" eincheckt um "sein Land" zu verteidigen?  :o  :scratch:

Ich würde für einen kostenlosen WIKI Eintrag über diese Person plädieren.
 
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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #4 am: 8. Februar 2018, 10:52:10 »
Die Presse:

Nennt sich soetwas normalerweise nicht "Fan Fiction"?  :scratch:
 
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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #5 am: 8. Februar 2018, 11:54:30 »
..und jetzt pflegt dieser erstklassige "journalist" auch die Legende der "4000 Euro" um die es nur gegangen ist.

Was ein Schwachsinn.

Der scheint ganz ordentlich "infiziert" zu sein. Ob er wohl der nächste "Journalist" ist, der bei den "Reichsbürgern" eincheckt um "sein Land" zu verteidigen?  :o  :scratch:

Ich würde für einen kostenlosen WIKI Eintrag über diese Person plädieren.

Ich möchte hinsichtlich des Journalisten zunächst um Zurückhaltung bitten. Ich sehe ihn ebenfalls auf der schiefen Bahn mitten ins Reichsbürgertum und bin entsetzt, dass ein Angehöriger der "vierten Gewalt" sich von dem Schönling und Dummschwätzer Ursache einwickeln lässt – aber noch halte ich die Schwelle zum Reichsideologen noch nicht überschritten. Insofern gibt es da für unser Wiki derzeit nichts zu dokumentieren.
Eine von VRiBGH Prof. Dr. Thomas Fischer erfundene Statistik besagt, dass 90% der Prozessgewinner die fragliche Entscheidung für beispielhaft rechtstreu halten, 20% der Unterlegenen ihnen zustimmen, hingegen von den Verlierern 30% sie für grob fehlerhaft und 40% für glatt strafbar halten.
 
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Offline Pantotheus

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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #6 am: 8. Februar 2018, 12:08:31 »
Die Mär, dass es nur um 4000 Euro gegangen wäre, ist ja nicht neu. Die Quellen, die von Ursache-Anhängern verbreitet wurden, beweisen aber klar, dass es um wesentlich mehr ging.
Off-Topic:
Dabei muss ich aber auch mal sagen, dass die Höhe einer geschuldeten Summe letztlich ziemlich gleichgültig ist. Das Problem einer nicht bezahlten Schuld ist für den Gläubiger immer dasselbe: Wie kommt er zu seinem Geld? Die Zwangsvollstreckungssysteme verschiedener Staaten haben da halt einen mehr oder weniger "koerzitiven" Charakter, der natürlich bei einer geringen Summe deutlich stärker auffällt als bei einer hohen. Das Grundproblem bleibt aber gleich.

Schlimmer finde ich eigentlich die Behauptungen über Haftbefehle, die vollstreckt worden wären. Ein Haftbefehl gegen Ursache wurde  meines Wissens erst nach dem Schusswechsel und wegen desselben erlassen. Es ging ja um eine Räumung, die nicht durch einen Haftbefehl angeordnet wird.
Entweder habe ich also etwas verpasst, oder hier erzählt K. wirklich groben Unfug.
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Offline Gutemine

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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #7 am: 8. Februar 2018, 12:39:08 »
@Pantotheus

Zitat
Schlimmer finde ich eigentlich die Behauptungen über Haftbefehle, die vollstreckt worden wären. Ein Haftbefehl gegen Ursache wurde  meines Wissens erst nach dem Schusswechsel und wegen desselben erlassen.

Soweit ich mich erinnere -ich bin zu faul das jetzt nochmal rauszusuchen- gab es durchaus "Haftbefehle" gegen Ursache und auch seine Frau. Sie hatte darüber ja auch ganz entrüstet berichtet. Es ging um die Abgabe der Vermögensauskunft.
Sandra hat diese dann ja auch abgegeben und wurde somit wieder "auf freien Fuß" gesetzt.
 
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Offline Pantotheus

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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #8 am: 8. Februar 2018, 12:59:51 »
@Gutemine Das kann schon sein, dass es Erzwingungshaftbefehle gab, um die Abgabe einer Vermögensauskunft zu erzwingen. Das müsste aber lange vor der Räumung gewesen sein.
Allerdings muss man aus der Darstellung der MZ herauslesen, dass der Einsatz in Reuden auf einen Haftbefehl gestützt gewesen sei. Das ist aber falsch, da es eine schlichte Räumung war und eine solche nicht durch Haftbefehl angeordnet wird.
Kommt es zur Räumung eines Grundstücks, dann ist die Abgabe der Vermögensauskunft entweder schon vorhergegangen, oder aber es handelt sich um eine Vollstreckung gezielt des Grundstückes. Dann ist eine Vermögensauskunft nicht zwingend.
Wie auch immer: Die Darstellung der MZ ist in diesem Punkt irreführend.
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Offline Gutemine

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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #9 am: 8. Februar 2018, 14:47:55 »
Der Artikel ist jetzt auch online verfügbar. Nur der Vollständigkeit halber.
Spoiler
    MZ Halle (Saale) Wie Adrian Ursache den Rechtsstaat vorführen will

Mister Messias Wie Adrian Ursache den Rechtsstaat vorführen will

    Von Steffen Könau 08.02.18, 12:00 Uhr

    Seit vier Monaten steht der Ex-Schönheitskönig Adrian Ursache vor Gericht.
    Es geht um versuchten Mord - der Angeklagte möchte aber nicht nur freigesprochen werden, er will den Rechtsstaat vorführen.

Halle (Saale) -

Er setzt sich nicht, er steht lieber. Nicht prinzipiell, aber hier in Saal 89 des Landgerichts Halle, in dem sich Adrian Ursache seit Anfang Oktober vergangenen Jahres wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes verantworten muss.

Ursache steht nicht, weil das gemütlicher ist oder weil er möchte, dass die stets zahlreichen Zuschauer sehen, dass der ehemalige Mister Germany auch nach 17 Monaten Untersuchungshaft noch immer eine gute Figur macht in Anzug, polierten Lederschuhen, hellem Hemd und dunklem Binder. Sondern weil er das Knie nicht beugen will vor einer Strafkammer, die er nach eigenem Bekunden nicht anerkennt.

Adrian Ursache, 43 Jahre alt, geboren als Sohn einer deutschen Mutter und eines rumänischen Vaters im 20.000-Einwohner-Städtchen Kimpolung in der Bukowina, kam als Kind mit seiner Familie nach Deutschland. Immer lieb und höflich sei er damals gewesen, sagt seine Mutter Antoinetta, auch sehr klug und beliebt.

„Ja, der Adrian“, schwärmt sie, ein Lächeln im Gesicht. Später lernt der jüngere von zwei Söhnen Kfz-Mechaniker, er modelt nebenbei; ein Mustersohn, an dem seine Eltern nie etwas auszusetzen haben. „Er war immer für die Familie da, das war das Wichtigste für ihn“, beschreibt Antoinetta Ursache. Ihr Sohn, nun halb sitzend auf einem Heizkörper unter dem Saalfenster, schmunzelt überm kantigen Kinn, unter lockigem Seitenscheitel. Das waren noch Zeiten.

Denn inzwischen zählt die Familie für ihn nur noch in zweiter Linie. Adrian Ursache, so zumindest sieht er es, steht nicht als Angeklagter vor Gericht, weil ihm die Staatsanwaltschaft vorwirft, im Verlaufe eines Polizeieinsatzes auf seinem Grundstück in Reuden in der Elsteraue auf einen SEK-Beamten geschossen zu haben.
Adrian Ursache: „Es tut mir leid für meine Kinder, für meine Familie“

Nein, er ist selbst als Ankläger hier, berufen, das, was er abfällig „das System“ nennt, auf die Anklagebank zu zerren. „Es tut mir leid für meine Kinder, für meine Familie“, sagt er an einem Verhandlungstag im Januar mit einem schmalen Seitenblick zu seinen beiden Söhnen, die schulfrei haben und mit ihrer Mutter, die jeden Verhandlungstag als Beistand ihres Mannes verfolgt, ins Gericht gekommen sind.

„Es tut mir leid, aber es muss sein, ich muss das tun.“ Adrian Ursache schaut vor zum Richtertisch. „Egal, wie lange es dauert“, sagt er, „ich stehe hier auch für meine Kinder, die sehen sollen, dass man dafür eintreten muss, seine Meinung sagen zu dürfen, egal, was es einen kostet.“

Schon vor der Schießerei mit der Polizei, bei er von drei oder vier Kugeln getroffen und lebensgefährlich verletzt wurde, achtete Adrian Ursache darauf nur noch wenig.

Binnen von nur zwei Jahren war aus einem erfolgreichen Mitbürger, der in einer Band spielte, im Dorfverein das Fußballtor hütete und eine Solarfirma betrieb, ein Mann geworden, der Behörden mit ellenlangen Traktaten zu völkerrechtlichen Fragen bombardierte, im Internet Filme veröffentlichte, in denen er über eigene Staatsrechts- und Geldschöpfungstheorien sprach, und der dann auch noch den „absoluten Staat Ur“ (Ursache) gründete - mit Staatsflagge, Wappen und dem „heiligen Auftrag, für Gerechtigkeit zu sorgen“.
Adrian Ursache und sein großer Kampf gegen den Rechtsstaat

Aus dem bürgerlichen Leben verabschiedete sich Adrian Ursache zu dieser Zeit, als immer mal wieder Post von Gläubigern kam, aus der schließlich Gerichtspost wurde. Während Ehefrau Sandra noch versucht, zu gütlichen Einigungen zu kommen, um das von Zwangsversteigerung bedrohte Haus der Familie zu retten, steigt Adrian Ursache zur ersten Runde seines großen Kampfes gegen den Rechtsstaat in den Ring.

Unter lautem Applaus Gleichgesinnter lässt er Gerichtsvollzieher und Polizeibeamte nur bewaffnet mit einer Smartphone-Kamera abtreten. Er reist durchs Land und hält Vorträge vor seinen Fans, in denen er erläutert, wie jedermann Schulden machen kann, ohne sie zurückzuzahlen. Und um das Ganze auf die Spitze zu treiben, fordert er von der „sogenannten BRD / Bundesrepublik Deutschland, Federal Republic of Germany / FRG“ eine Zahlung von 140 Milliarden Euro in Gold als Entschädigung für „durch Rechtsbruch und Verletzung des Völkerrechtes von Ihr begangene Verbrechen gegen das Volk der Ur“.

Ur, das war nach Ursaches Meinung ein richtiger Staat, das „Volk“ waren seine Frau und seine Kinder. Sandra Ursache hat später vor Gericht gesagt, sie habe nicht interessiert, „was mein Mann da gemacht hat“. Die Bundesregierung hat auf Ursache Briefe mit der Information über das neue völkerrechtliche Gebilde in ihrer Mitte nie geantwortet.
Behörden sortieren Adrian Ursache bei den „Reichsbürgern“ ein

Allerdings sortierten die Behörden Adrian Ursache bei den „Reichsbürgern“ ein, einer lose verbundenen Bewegung aus Leuten, die glauben, dass es sich bei der Polizei um eine eingetragene Marke, bei der Bundesrepublik um eine GmbH und bei der Bundeskanzlerin um eine Art Gouverneurin handelt, die von dunklen Finanzmächten jenseits des Atlantik installiert wurde, um das deutsche Volk auszurotten. Manche unter ihnen glauben das mehr, manche weniger. Alle aber sind sich sicher, dass die da oben irgendwas zu verbergen haben. Und der Adrian, loben sie, der habe Rückgrat, der zeige es denen mal richtig.

Er werde sein „Volk Ur“ mit „Blut und Eisen verteidigen“, hatte Adrian Ursache im Internet angekündigt, als ihm ein Gerichtsvollzieher den Termin der Zwangsräumung des inzwischen an einen neuen Eigentümer verkauften Hauses mitteilte. Als die dann stattfand, brachte der Vollstreckungsbeamte 150 Polizisten mit, die erstmal vorbeugend vorrückten, um jeden möglichen Widerstand zu ersticken.

Es ist die zweite Runde von Ursaches Kampf gegen Windmühlen, diesmal mit der Waffe in der Hand. Als er am Tag danach im Krankenhaus erwacht, dem Tod gerade so von der Schippe gesprungen, nimmt Adrian Ursache das als Wink des Schicksals: Nicht tot zu sein nach vier Treffern, das könne nur bedeuten, dass jemand noch etwas mit ihm vorhabe.
Ursache inszeniert sich als Justizopfer und als Ankläger

„Gott ist mein Zeuge“, glaubt Ursache seitdem, „er hat mich gezeichnet, um meine Unschuld zu beweisen.“ Wie ein Ehrenzeichen trägt er seitdem die „Fixateur externe“, ein durch die Haut am Unterarmknochen gedrücktes Haltesystem, das die durch eine Kugel gebrochenen Knochen halten soll. Längst wäre es Zeit, die Drähte abzunehmen, denn die durchstoßene Haut ist nach anderthalb Jahren dauerentzündet. Längst drohen bleibende Schäden. Doch Adrian Ursache will nicht. „Jesus hat auch sein Kreuz getragen“, sagt er. Er lächelt dabei keine Spur.

Ein Mann auf einer Mission. Im Gerichtssaal inszeniert er sich als Justizopfer und als Ankläger, als Verteidiger des Grundgesetzes und Verächter der rechtsstaatlichen Institutionen. Ein Winkeladvokat, belesen und intelligent genug, vielleicht nicht alles ganz, aber doch von allem ein wenig zu verstehen.

Adrian Ursache sagt, er sei kein „Reichsbürger“, sondern „jüdischen Glaubens“ und entschlossen, zu kämpfen „damit sich unsere Geschichte nicht wiederholt“. Dann referiert er über die Anzahl der Schwingen am Bundesadler, über den ungültigen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik und über den Unterschied zwischen „deutscher Staatsbürgerschaft“ und „Staatsbürgerschaft deutsch“. Reichsbürger? Er sei es doch, der den Rechtsstaat verteidige, sagt er. „Und ich tue das bis zum letzten Atemzug, zum letzten Blutstropfen.“
Mutter von Adrian Ursache: „Was ist nur mit dir los, Junge?“

Das klingt alles bizarr, Adrian Ursache aber meint es bitter ernst. Beseelt von dem, was er für seine Aufgabe hält, steht er seiner weinenden Mutter in einer Verhandlungspause gegenüber. Die ältere Frau fragt leise „was ist nur mit dir los, Junge?“ Adrian Ursache presst die Kiefer aufeinander. Er streicht seiner Mutter über den Arm, gibt aber keine Antwort. Auch seine Frau umarmt er liebevoll, so oft es der Prozessverlauf zulässt. Doch ihr leidendes Gesicht, wenn er ausholt, um über das „totalitär-faschistische System“ zu schimpfen, das ihn „in Geiselhaft im KZ Halle“ halte, ignoriert er.

Was muss, das muss, selbst wenn es jede Hoffnung seiner Familie zunichtemacht, das Gericht könne sen urteil treffen ohne dabei an die vielen Beschimpfungen zu denken. Das wolle er sowieso nicht, sagt Adrian Ursache. Lieber im Stehen sterben, als auf Knien leben. „Ich habe die Pflicht zum Widerstand“, sagt Adrian Ursache. Der Prozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt.
Ursache im Strudel der Schulden

Am Ende ging es noch um rund 4.000 Euro, die überfällig waren. Doch der am Bodensee aufgewachsene Adrian Ursache, der seiner Frau, der früheren „Miss Germany“ Sandra Ursache, ins Burgenland gefolgt war, hatte bereits beschlossen, den Kampf mit dem Rechtsstaat aufzunehmen, dessen Entscheidungen er nach monatelangem Studium von Internetartikeln und juristischer Fachliteratur nicht mehr akzeptieren zu können glaubte. Im Stil eines Winkeladvokaten legte Ursache Paragrafen nun wörtlich aus.

Heißt es im Gesetz, eine Unterschrift müsse „lesbar“ sein, weist er Papiere ohne lesbare Unterschrift als „ungültig“ und unwirksam zurück. Das geht eine ganze Weile gut, der Reudener wird von Gleichgesinnten im Internet gefeiert, wenn er Beamte mit einem Gemisch aus Beschimpfungen und angelesenem Juristendeutsch in die Flucht schlägt.

Die Mühlen der Justiz mahlen zwar langsam, aber sie mahlen: Erst kommt es zur Zwangsversteigerung des Hauses, dann sollen in Reuden Haftbefehle vollstreckt werden, die als letztes Drohmittel von Gläubigern gelten, um entweder ihr Geld zu bekommen oder die beeidete Aussage eines Schuldners, dass er über kein Vermögen verfügt. Der Routineeinsatz gerät zum Desaster. (mz)
[close]
– Quelle: https://www.mz-web.de/29634428 ©2018
 
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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #10 am: 8. Februar 2018, 16:06:31 »
Schon wieder dieses wirre Fabulieren von einem Einsatz, der "zum Desaster wurde".  :scratch:
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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #11 am: 8. Februar 2018, 18:00:59 »
Hab Könau via Twitter mal eingeladen, hier mit uns zu reden...

Offline Don

Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #12 am: 8. Februar 2018, 19:59:03 »
Zitat
Ich möchte hinsichtlich des Journalisten zunächst um Zurückhaltung bitten. Ich sehe ihn ebenfalls auf der schiefen Bahn mitten ins Reichsbürgertum und bin entsetzt, dass ein Angehöriger der "vierten Gewalt" sich von dem Schönling und Dummschwätzer Ursache einwickeln lässt – aber noch halte ich die Schwelle zum Reichsideologen noch nicht überschritten. Insofern gibt es da für unser Wiki derzeit nichts zu dokumentieren.

Es handelt sich dabei nicht um einen Journalisten. Diese bedürfen einer Dreherlaubnis im Gefängnis und es kaum vorstellbar, dass es eine solche in DEM Fall gibt und das gar noch VOR einem Prozess.

Es handelt sich dabei um einen "Verteidiger" (vulgo Anwalt), dem mittlerweile das Mandat entzogen wurde und der deshalb die Videos online stellt.
 

Offline Müll Mann

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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #13 am: 8. Februar 2018, 20:14:24 »
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Dafür haben wir doch demnächst ein Heimatministerium.
 
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Offline Herr Dr. Maiklokjes

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Re: Adrian Ursache - Die Presse
« Antwort #14 am: 8. Februar 2018, 21:03:34 »
Vlt. zur MZ und Könau, meine noch nicht ganz betagten Eltern, welche die MZ noch täglich zum Frühstück als Printmedium konsumieren, ist die wundersame Wandlung in der Reichsdeppertenberichterstattung des Herrn Könau auch aufgefallen. Und diese sind nun wirklich nicht übermässig verdächtig, solche Beiträge besonders kritisch zu lesen. Der Lokalteil hat da Vorrang. 
Studium ohne Hingabe schädigt das Gedächtnis. Leo.
 
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