Musikalisches Desinfektionsmittel heute: Ennio Morricone mit dem Soundtrack von Once Upon a Time in America.
Vorab: hatte sich N.N. nicht wortreich von den Querdenkern abgewendet und haben sich umgekehrt nicht Michael Ohneball und Harkuns Maintz von N.N. „distanziert?“
N.N startet das Video mit Promo für sich und Kategorie C. Einblendung „Neues Lied von Kategorie C ab 13.11. zum Runterladen (VL singt mit).“ Irgend Song von KC läuft im Hintergrund, es wird davon gegrunzt „als wir als dt. Einheit auf die Straße gingen,“ N.N. fährt den Ring entlang und es werden Bilder von Oktober 89 eingeblendet. Wäre mir neu, dass KC Ostdeutsche sind.
Erster Auftritt Michi „Ich heul gleich“ Brück, dieser steht mit einer kleinen Truppen aus Dortmund vor dem Hauptbahnhof. N.N. fährt vorbei und ruft aus dem Auto, wahrscheinlich weil er den Namen schon wieder vergessen hat „Hey Dortmund […].“
N.N. monologisiert einen ersten Aufsager in die Kamera, die wohl wieder von einem Kamerabüttel bedient wird, und wird in der Menge direkt von einigen seiner Fans angetanzt.
N.N. trifft auf den „alten Bekannten“ Peter (?,) der seine Geschichte von 89 erzählen darf und natürlich ist es heute genauso schlimm wie zu DDR-Zeiten, mindestens! „Das System muss abgeschafft werden, das ist die Grundbedingung, so kann es nicht weitergehen.“
Eine ältliche mit schwarz-weiß-roter Flagge krakeelt von Souveränität und N.N. wanzt sich ran und... da hatte ich einen narkoleptischen Anfall. N.N., auf der Bühne faselt eine Redner „hinterfrage alles, denke selbst,“ versucht sich im Denken: „Der Widerspruch nur fällt ihm gar nicht auf. Wenn man sich vorher nämlich von gewissen Dingen abgrenzt und dann aber selber querdenkt, kann ja sein, dass man das überwirft, was man vorher ausgeschlossen hat; ist theoretisch möglich. Ach, das ist so ein logischer Widerspruch, aber das habe ich noch nicht ganz verstanden.“
Was sich der Lüneburger Exportflop vom Deppenaufmarsch verspricht säuselt er bei Minute 11 in die Kamera, von der Bühne wurde gerade wiederholt darauf hingewiesen, dass man sich doch an die Auflagen halte sollte, da andernfalls ein Abbruch/eine Auflösung der Sause ansteht „Man muss doch eigentlich die Frage stellen, was der Zweck dieser Veranstaltung ist. Will man jetzt hier irgendwelche Weisheiten über Corona hören, die alle schon auswendig kennen […] Eigentlich wäre doch das Ziel dieser Veranstaltung, die Eskalationsstufe zu erhöhen, das heißt, eigentlich müssten sie dazu aufrufen, sich eben nicht zu verteilen und dafür zu sorgen, dass es zu Auseinandersetzungen kommt mit der Polizei, das produziert dann natürlich die Bilder, die ähm zeigen, was hier los ist. Eine friedliche Veranstaltung abzuhalten, verändert wahrscheinlich nichts“ und später „Eigentlich ist doch jetzt die Zeit, dass man es mal eskalieren lässt. Wenn ich die [Veranstalter] wäre, würde ich sagen, gut, wir machen weiter, wenn geräumt werden muss, dann gibt’s halt die Bilder. Aber das hier ist doch alles so eine Weichspülerei, was soll das denn?!
Im Oberstübchen von N.N. wurde mal wieder vergessen umzurühren „Ich bin mittlerweile auf dem Punkt, dass ich sage, wahrscheinlich ist das gewollt. Wahrscheinlich ist diese ganze ♥♥♥ einfach nur ein Intelligenztest. Die Zwangsimpfungen werden jeden dahinraffen und die sich nicht impfen lassen, die überleben und das sind dann die Klügeren. So wird das sein, ich kann es mir nicht anders vorstellen. Ganz oben sitzt dann ein Eugeniker und die [sic] wollen dann eben die Übermenschen züchten und alle, die sich nicht verarschen lassen, die taugen ja nicht zum Übermenschen und die werden dann eben ausgemerzt, nur so muss es sein und wahrscheinlich sind das noch Nazis aus dem Dritten Reich, die da oben sitzen, denn die wollten das damals ja auch schon machen. Es gibt keine andere Möglichkeit, weil das so bescheuert ist die ganze Geschichte.“ Spoiler: N.N. hat den „Intelligenztest“ nicht bestanden.
Schnitt. N.N. hetzt Haintz hinterher, jenseits der Kreuzung steht die Antifa und N.N. frohlockt geifernd „Oh, jetzt könnte es eskalieren.“ Zwischen Haintz und den absichernden Cops sieht man die ersten Lok-Hools mit modischen Kurzhaarfrisuren, die bestimmt nur zufällig die üblichen Handschuhe tragen, während sich N.N. einen abgrinst „Jetzt könnte es lustig werden.“
Nächste Szene: N.N. „interviewt“ einen offenbar schon Angetrunkenen, der partout nicht sagen möchte, was N.N. unbedingt hören will „Was hältst du von Tyrannenmord?“ „Nein;“ N.N. wendet sich, als sein „Gesprächspartner“ mitten im Satz ist, einfach von ihm ab „Ach so, ich muss wieder los, Bericht erstatten, Danke erstmal.“
N.N. zeigt den 12jährigen Paul auf der Bühne unverpixelt, der eine Rede zum unbesten gibt, die von Mutter/Vater verbrochen wurde.
N.N. ist so erbärmlich dämlich. Er lässt sich von zwei Fans ordentlich auf die Schulter klopfen, die zwei wollen aber unkenntlich gemacht werden, was N.N. in der ersten Einstellung schafft, 2 Minuten später sieht man die intellektuellen Pflaschensammler unverpixelt.
Ab Minute 30 versucht sich N.N. in einem Gespräch mit einem Linken, der N.N. erkennt; es bleibt bei den üblichen Blasen, die vorhersehbar schnell platzen und einen ekelerregenden Gestank hinterlassen.
Die Demo wurde derweil von den Cops aufgelöst, N.N. hofft, hofft und hofft, dass es bald kracht. „So eine richtig schöne Klopperei erlebt man am Besten in Leipzig.“
Das Geschmeiß marschiert Richtung Hbf und man wartet leider vergeblich auf einen robusten Einsatz der Cops
N.N. ist sprachlich mal wieder ganz auf der Höhe, von sagen wir 1933 „Und wieder erstickt eine vielversprechende Revolution, äh, wie ein Schrei eines Vergewaltigungsopfers.“ Oder im „Gespräch“ mit Hagen Grell „Da wir nicht wissen, wohin es geht, gehen wir einfach mit.“
Bei Minute 52 Auftritt Hagen Prell, der eigens seinen Urlaub in Ungarn abgebrochen hat. Dem Anschein nach begegnet man sich zufällig. N.N., professionell wie immer, schaut sich, während Hagen Ppunkt dünnes absondert, aber dafür die falsche Körperöffnung verwendet, immer wieder um als würde er nach einem interessanteren Gesprächspartner suchen. Eine echte Männerfreundschaft eben. Beide Schaumschläger reden sich gegenseitig nach dem Mund, Zusammenfassung davon: mit Querdenken gibt es keine Revolution. N.N. langweilt mit seinen üblichen Tiraden über Anselm Lenz.
Bei Minute 61 hat mal wieder die bereits bekannte Nerling An- und Umschwärmerin, die sich ihr Taschengeld als Compact-Cover-Pin-Up-Girl aufbessert, ihren Auftritt, sie hält sich verschämt eine Zeitschrift vors Gesicht und N.N. weist eigens daraufhin „Ja, bleibt mal anonym dahinten.“ Gott ist das dämlich. Irgend Sachse nuschelt dialektal verunglückt vor sich hin, ich weigere mich hinzuhören.
N.N. versucht sich an Stürzendings anzuwanzen, der ihn allerdings rechts liegen lässt, was die Ehre des N.N. kränken würde, wenn er diese nicht auf einem Flohmarkt für eine Ausgabe von „Mein Kampf“ eingetauscht hätte.
Es klingt mit Gegrunze von Kategorie C aus...
Zweiter Auftritt vom Brück in einem Videoschnipsel, das N.N. via TG verbreitet: Brück reißt die Klappe gegenüber den Cops allzu weit auf und bekommt, damit er mal wieder von Herzen und ungehemmt heulen kann, eine Ladung Pfeffer serviert.
Mahlzeit!