Autor Thema: Patriotische Union - Terrorprinz Reuß, Meister Eder, Frau Mahlzahn und Konsorten  (Gelesen 48829 mal)

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Offline kognitiverDissonant

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Das ZDF lässt den Junior zu Wort kommen.

Zitat
Sohn von Prinz Reuß:"Mein Vater ist kein Terrorist. Er wollte Thüringen zurück"

|

Vom Schloss auf die Anklagebank: Prinz Reuß hat sich im Kampf um enteignete Besitztümer radikalisiert. Sein Sohn schildert im ZDF-Interview, wie es so weit kommen konnte.

https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/reichsbuerger-prinz-reuss-sohn-interview-100.html?utm_source=firefox-newtab-de-de

Ähm, mal so 'ne Anmerkung. Thüringen war in 8 Fürstentümer geteilt. Das Fürstentum Reuß ist davon eins der kleineren, dass sich auch noch in einzelne Teile zersplittert war. Also von "Thüringen zurück haben wollen" kann auf keinen Fall die Rede sein. Das ganze Fürstentum hatte etwa einen Umfang 10% Thüringens. Die Nebenlinie Reuß-Köstritz zu dem unser Heinrich gehört ist der letzte traurige Rest. Enteignet wurden sie von den Russen, deshalb bekamen sie nichts zurück. Da helfen die Verschwörungstheorien zur Nichtexistenz der BRD überhaupt nichts.
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@Lonovis  Du immer mit deinen Fakten, die braucht der Prinz gar nicht. Er hat doch längst seine eigenen  ;D

Jetzt Mal ernsthaft: Wenn er wirklich sein Leben lag dafür kämpft , "seine Besitztümer" zurückzuklagen und daran scheitert kann ich verstehen, dass er vielleicht anfällig ist in Verschwörungserzählungen abzurutzschen und plötzlich "sein Thüringen" zurückfordert. Das rechtfertiget auf keinen Fall einen Umsturzversuch, zeigt aber ein Mal mehr, wie Menschen egal welcher Herkunft zu Reichsbürgern werden können.
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Jetzt Mal ernsthaft: Wenn er wirklich sein Leben lag dafür kämpft , "seine Besitztümer" zurückzuklagen und daran scheitert kann ich verstehen, dass er vielleicht anfällig ist in Verschwörungserzählungen abzurutzschen und plötzlich "sein Thüringen" zurückfordert. Das rechtfertiget auf keinen Fall einen Umsturzversuch, zeigt aber ein Mal mehr, wie Menschen egal welcher Herkunft zu Reichsbürgern werden können.

Mal abgesehen davon, dass die Zeit der Monarchie in Deutschland bereits 1918 endete und es da auch "nicht zurück gibt". Von der Enteignung später mal ganz abgesehen. In welcher Welt leben solche Leute eigentlich?
Sebastian Leber über Rüdi: Hoffmanns Beweisführung ist, freundlich ausgedrückt, unorthodox. Es geht in seinen Filmen drunter und drüber wie bei einem Diavortrag, bei dem der Vortragende kurz vor Beginn ausgerutscht ist und alle Dias wild durcheinander auf den Boden flogen.
 
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Offline kairo

Zitat
Sohn von Prinz Reuß:"Mein Vater ist kein Terrorist. Er wollte Thüringen zurück"

Das macht es auch nicht besser.

StGB §82 Abs. 1:

Zitat
(1) Wer es unternimmt, mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt
1.     das Gebiet eines Landes ganz oder zum Teil einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland einzuverleiben oder einen Teil eines Landes von diesem abzutrennen oder
2.     die auf der Verfassung eines Landes beruhende verfassungsmäßige Ordnung zu ändern,
wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.

Er sollte Thüringen mal lieber in Ruhe lassen. Das Fürstentum Reuß/Schleiz/Greiz undwassonstnochalles jüngere/ältere/mittlere/wasauchimmer Linie umfasste zudem nur einen ziemlich kleinen Teil Thüringens, war aber ein besonders schönes Beispiel für den Wahnsinn der Duodez-Fürstentümer, die Deutschland lange Zeit prägten. Das Land Thüringen entstand erst nach dem Ersten Weltkrieg.
 
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Offline Finanzbeamter

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In welcher Welt leben solche Leute eigentlich?
In ihrer eigenen Welt. DAS ist ja das Problem!
« Letzte Änderung: 30. April 2026, 20:16:06 von Finanzbeamter »
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Offline Schattendiplomat

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Zitat
Sohn von Prinz Reuß:"Mein Vater ist kein Terrorist. Er wollte Thüringen zurück"

Immer wieder beeindruckend, wenn Menschen glauben etwas zu sagen das ihre Argumentation stützt.
Hier hat der Sohn im Grunde offen ausgesprochen, dass sein Vater zumindest ein Staatsfeind ist, möglicherweise ein Faschist da er mit "Thüringen zurück" vermutlich auch einen Herrschaftsanspruch verbindet und auch die Bereitschaft zu gewalttätigen Handlung zur Erlangung von Beidem.

Da wundert es nicht, dass er bei dieser Truppe gelandet ist und eine Verurteilung wäre absolut verdient.
NWO-Agent auf dem Weg zur uneingeschränkten Weltherrschaft

*mMn - meiner (ganz persönlichen) Meinung nach
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Offline Seb

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Zitat
Warum sich der Prozess gegen die Reichsbürger so lange zieht

Vor zwei Jahren hat der Prozess gegen Prinz Reuß und acht weitere Angeklagte in Frankfurt begonnen. Ein Urteil ist noch nicht in Sicht. Das liegt auch am umfangreichen Beweismaterial.

Das Interesse am „größten Terrorprozess aller Zeiten“ hat deutlich abgenommen. Als am 21. Mai 2024 die Hauptverhandlung gegen Heinrich XIII. Prinz Reuß und acht weitere Angeklagte begann, standen schon Stunden zuvor Menschen vor der eigens für den Prozess gebauten Leichtbauhalle des Frankfurter Oberlandesgerichts Schlange.

Die Neugier war groß auf diese Gruppe, der die Bundesanwaltschaft Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens vorwirft. Versammelt hatten sich Medienvertreter aus der ganzen Welt, bekannte Gesichter der Querdenker-Szene, interessierte Bürger. Jeder Platz im Zuschauerraum war besetzt.

Gut zwei Jahre später hat sich das Bild deutlich verändert. Maximal eine Handvoll Journalisten sitzt noch auf der linken Seite des Raums. Auf der rechten Seite sind es oftmals ein paar Zuschauer mehr, aber meist dieselben Gesichter: Bekannte der Angeklagten, manchmal ein paar Familienangehörige und Anhänger der Querdenker-Szene, einige von ihnen mit T-Shirt, auf denen Sätze wie „Einen Wolf interessiert es nicht, was Schafe von ihm denken“ stehen. Ab und zu verfolgen auch Jurastudenten und Referendare des Gerichts das Geschehen.

Angeklagter in München gesteht
Seit zwei Jahren müssen in dem sogenannten Reichsbürgerprozess alle Beteiligten ihr Durchhaltevermögen unter Beweis stellen. Wochenlang haben sowohl Heinrich XIII. Prinz Reuß, Maximilian Eder als auch Birgit Malsack-Winkemann die Vorwürfe abgestritten. Zumindest für die ersten beiden ist schon angekündigt, dass ihre Einlassung noch nicht abgeschlossen ist. Dass sie sich derart viel Zeit gelassen haben, bedeutet aber nicht, dass auch inhaltlich an jedem Tag viel Neues dazugekommen ist. Stattdessen waren die Tage geprägt von ständigen Wiederholungen und Abschweifungen.

Nicht alle Angeklagten haben bisher in Frankfurt ausgesagt, aber diejenigen, die es getan haben, sagen im Kern das Gleiche: Sie hätten zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt, selbst Gewalt auszuüben. Pläne für einen Staatsstreich habe es nie gegeben. Man habe auf eine übernationale Allianz vertraut, die eingreifen und einen Umsturz herbeiführen werde.

Doch im Januar 2026 dann die Wende in München. Denn als Thomas T. seine mehr als 100 Seiten lange Aussage vorliest, klingt das ganz anders. Wie der „Spiegel“ berichtete, sagte T. in einem Geständnis, er habe die Möglichkeit, dass Gewalt angewendet werde, „in gewissem Maße in Kauf genommen“. Thomas T., selbst ernannter Hellseher, gehört zu den Frauen und Männern, die sich seit 2024 vor den Oberlandesgerichten in München und in Stuttgart verantworten müssen.

Ein langwieriges Prozedere
Besonders einen Angeklagten aus dem Frankfurter Prozess belastete er dabei: den ehemaligen KSK-Soldaten und „Survival Trainer“ Peter Wörner. Zu der Anklage hat sich Wörner bisher nicht geäußert; er hob vor allem seine Liebe zu Tieren und Natur hervor. Dass er zumindest eine starke Abneigung gegen den Staat empfindet, war schon vor seiner Verhaftung kein Geheimnis. In einem im Mai 2021 veröffentlichten Youtube-Video sagte er, dass „diese verbrecherische Clique in Bund und Ländern abtreten“ müsse. Es komme etwas „völlig Neues“, voraussichtlich werde ein Rat entstehen, der vom Militär gestützt werde. Inwiefern Wörner – wie Thomas T. behauptet – Gewalt anwenden wollte, muss der Frankfurter Senat aufklären.

Außer der Frage, ob es Pläne für einen gewaltsamen Umsturz gab, muss das Gericht auch für jeden Angeklagten einzeln prüfen, was er genau gewusst hat, respektive wovon er ausgegangen ist und wozu er bereit war. Deshalb werden in mühsamer Weise Chatprotokolle vorgelesen, bei denen zwei Richter jeweils abwechselnd auch das Datum und die Uhrzeit, zu der die Nachricht versandt oder empfangen wurde, vortragen. Das dauert manchmal stundenlang. Überwachte und aufgezeichnete Telefonate werden ebenfalls in voller Länge vor Gericht abgespielt. Hinzu kommen oftmals Anträge der Verteidiger, die sich auf den Inhalt der Beweismittel beziehen.  Ein langwieriges Prozedere für alle Beteiligten.

Bei 600 Seiten Anklageschrift und anfangs rund 270 geladenen Zeugen, von denen nur 22 bisher vernommen wurden, ist zu erwarten, dass dies noch viele weitere Stunden dauert. In München und Stuttgart hat man bereits bis ins Jahr 2028 Termine angesetzt. Auch in Frankfurt ist kein baldiges Ende abzusehen.

Einige Änderungen gibt es aber. So haben mehrere Verteidiger im zweiten Prozessjahr das Mandat niedergelegt. Die größte Neuigkeit aber war, dass im Dezember 2025 die Lebensgefährtin von Reuß, die wegen Unterstützung angeklagt ist, aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Drei Jahre hatte die wegen Unterstützung angeklagte Vitalia B. bis zu diesem Zeitpunkt in Haft verbracht – eine im Vergleich zur erwarteten Strafe unverhältnismäßig lange Zeit, entschied das Gericht und hob den Haftbefehl auf. In München ist die Mitangeklagte Hildegard L. im vergangenen Oktober noch vor Prozessende gestorben.
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/prinz-reuss-warum-sich-der-reichsbuerger-prozess-so-lange-zieht-accg-200822367.html
Niemand sollte diskreditiert werden, weil er anderer Meinung ist. Aber wer Blödsinn erzählt, hat kein Recht darauf, ernst genommen zu werden.
 
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