Ich würde das mal von der anderen Seite sehen. Wir haben da einen Typen, der mit Gelegenheitsjobs zum Familieneinkommen beiträgt und dann im Gegensatz zur hochqualifizierten Ehefrau "nur Hausmann"* ist. Als Qualifikation, um mit seiner Frau gleichzuziehen, hat er jetzt nur noch das geheime Wissen, den wirklichen Durchblick als aufgwachten, unabhängigen Denker. Warum sollte er das aufgeben wollen, denn es dürfte sein Selbstwertgefühl aufwerten und irgendwie mit seiner Frau gleichziehen. Gleichberechtigung sozusagen, beide gleich gut qualifiziert, nur auf anderen Gebieten.
Ich glaube nicht wirklich, dass so eine Diskrepanz dauerhaft überwunden werden kann. Von der Schilderung her haben die beiden sich auch ein wenig in ihrer Not gefunden, da mag vieles wenigstens am Anfang noch halbwegs rosarot gefärbt gewesen sein. Von seiner Seite würde ich keine Änderung erwarten und sie wird das auch nicht ewig den Widerspruch aushalten können.
* Ich formuliere mal hier die gesellschaftliche Wahrnehmung, denn es ist durchaus eine Qualifikation vorrangig fünf Kinder zu managen, ich würde da sicherlich Amok laufen.