Autor Thema: GEZ/Rundfunkgebühren  (Gelesen 97622 mal)

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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #810 am: 2. November 2025, 14:25:15 »
Das ist doch aber die Fehlentwicklung schlechthin, dass der ÖR hauptsächlich auf die Zuschauerzahlen achtet, egal was dann gesendet wird.  Er wird beitragsfinanziert, damit er genau das nicht tun muss.

Den ÖR gibt es wegen des Auftrags zur Meinungsbildung, der in einer Demokratie essentiell ist. Und wenn nun wegen der Krimis um 20.15 die Dokus auf Mitternacht geschoben werden, ist das falsch.
soɥdʎsıs sǝp soɥʇʎɯ ɹǝp 'snɯɐɔ ʇɹǝqlɐ –
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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #811 am: 15. November 2025, 11:11:48 »
Wirklichkeitsverweigerung und Lernresistenz im Stile der Kundschaft geht auch andersum: „Wir wollen aber mehr Gebühren zahlen!“   :o

Auch das RSS hat gerne „Eisenbahnromantik“ geschaut, aber nach der Verrentung des „Erfinders“ Hagen von Ortlof vor ein paar Jahren und sinkender Zuschauerzahlen bei anderweitigen medialen Möglichkeiten ist halt jetzt Schluß Ende 2025, die Redaktion wird aufgelöst, die produzierten Folgen noch 2026 ausgestrahlt. Die Sache ist entschieden.

Es begann 1991 mit Pausenfüllern von wenigen Minuten Dauer und wuchs sich aus zu einer halbstündigen sonntäglichen Sendung, es gab ganze „Eisenbahnromantik-Nächte“.
Aber jetzt ist halt Ende, jeder kennt die Geschichte der Dampfloks der Furka-Bergstrecke und jeder hat die Eisenbahnen in den USA oder auf Ceylon gesehen.

Ja, sich einen neuen Wirkungskreis suchen zu müssen, ist nicht ganz schön und öffentlich finanzierte Reisen nach Vietnam oder China aus beruflichen Gründen gibt’s halt jetzt auch nicht mehr.

Die meisten Eisenbahn- und MoBa-Liebhaber haben sich damit abgefunden oder sind sogar damit einverstanden, weil sich das Format einfach überlebt hat.

Aber anstatt sich nach erfolgreicher (!) Krebs-Therapie seinem Ruhestand und seinen Modelleisenbahnen zu widmen und sich bei den ehem. Zuschauern auf Ausstellungen in gutem Gedächtnis zu verankern, macht sich HvO zum Honk, indem „Mister Eisenbahnromantik“ mit den Füßchen aufstampft:


https://youtu.be/aOBxJ0lc8-I

Der Höhepunkt – neben den Milliarden Programmbeschwerden –  ist einstweilen die „Petition“ zum Erhalt der Sendung, der im gestrigen Video eines „Journalisten“ gipfelt, in dem eine ziemlich sinnlose Kleine Anfrage eines Hintebänkler-MdL, der sich beliebt machen möchte, präsentiert wird.
https://www.landtag-bw.de/resource/blob/601534/81fffda1d3152b5ad41dff48b42a6c0c/17_9679_D.pdf

Die Landesregierung erklärt auf die Kleine Anfrage im Landtag hin völlig überraschend mehrfach, dass sie nicht das Programm mache und sich auch nicht in die Gestaltung einmische:


https://youtu.be/Ih5z5Jh98IU

Der „Journalist“ versteht’s nicht.

Stolz berichtet er, wie die Fa. KM1 eine „Weltpremiere“ präsentiert, nämlich einen Wagen, den man sogar käuflich vermutlich für ein Schweinegeld erwerben kann.




Wie kann man sich freiwillig so zum Brot machen …   :facepalm:
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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #812 am: 16. November 2025, 10:19:56 »
Man sollte sich halt niemals absolut darauf verlassen, dass etwas das man mag für immer erhalten bleibt.
Fans von Serien, wie ich selbst, wissen wovon sie sprechen.

Ich habe aber noch nie verstanden warum mancher so einen Aufwand betreibt im Versuch etwas zu retten.
Man muss halt etwas Energie aufwenden, um sich nach etwas Neuem umzusehen, das hält einen aber geistig fit.
NWO-Agent auf dem Weg zur uneingeschränkten Weltherrschaft

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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #813 am: 19. November 2025, 17:18:27 »
Zitat
Alle stimmen zu: Was sich bei ARD und ZDF jetzt ändert

Berlin/Potsdam / Lesedauer: 3 min

Nach der Zustimmung in Brandenburg kann die Reform von ARD, ZDF und Deutschlandradio starten. Warum der Streit um den Rundfunkbeitrag trotzdem bleibt.

Veröffentlicht: 19.11.2025, 16:33
Aktualisiert:19.11.2025, 17:13

Von:Deutsche  Presse-Agentur

Mit der Zustimmung des Brandenburger Landtags ist der Weg für die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks endgültig frei. Der Reformstaatsvertrag soll nun wie geplant zum 1. Dezember in Kraft treten. Brandenburg war das letzte der 16 Bundesländer, das über die Reform entscheiden musste – die übrigen 15 Länder hatten bereits zuvor zugestimmt.
Spoiler
In Brandenburg war die Abstimmung politisch besonders holprig: Die dortige SPD/BSW-Koalition von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) - die einzige bundesweit - hatte bei der Abstimmung im Landtag keine eigene Mehrheit. Eine Mehrheit der BSW-Fraktion stimmte wie angekündigt mit Nein. Die oppositionelle CDU sicherte jedoch die Zustimmung zur Reform.

Auch in Sachsen war es zuvor knapp: Dort war die Abstimmung intern umstritten und politisch schwierig, einige Abgeordnete stimmten entgegen der Linie ihrer Fraktionen, und erst durch Stimmen aus der Opposition kam eine Mehrheit zustande. Damit wurde die Reform auch dort nur knapp ratifiziert.

Warum ist der Rundfunk-Staatsvertrag gerade jetzt ein Thema?
Bis Ende November mussten alle 16 Landesparlamente über die geplante Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks abstimmen. Der sogenannte Reformstaatsvertrag soll festlegen, wie ARD, ZDF und Deutschlandradio künftig arbeiten, welche Aufgaben sie haben und wie sie sich stärker digital aufstellen. Mit der Zustimmung aller Länder ist dieser Prozess nun formal abgeschlossen.

Was sieht die Reform eigentlich vor?
Die Bundesländer wollen, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio moderner und schlanker werden. Künftig soll es weniger Radio- und Fernsehprogramme geben, Doppelstrukturen sollen abgebaut und die Zusammenarbeit zwischen den Sendern gestärkt werden. Ziel ist es, die öffentlich-rechtlichen Angebote besser an die digitale Medienwelt anzupassen und Geld zu sparen. Das heißt konkret: Einige Radiowellen werden zusammengelegt oder ins Netz verlagert, Spartenprogramme wie spezielle Musik- oder Kinderwellen könnten reduziert werden.

Gleichzeitig sollen zentrale Inhalte – Nachrichten, Kultur, Bildung und regionale Berichte – erhalten bleiben. Welche Programme genau wegfallen, entscheiden die Sender selbst. Mehr Inhalte sollen zudem über Mediatheken, Audiotheken oder die Onlineangebote der Sender abrufbar sein, damit Zuschauer und Zuhörer sie flexibel nutzen können.

Was hat das alles mit dem Rundfunkbeitrag zu tun?
Der Reformstaatsvertrag betrifft den Rundfunkbeitrag nicht direkt. Der Beitrag, den alle Haushalte derzeit zahlen, liegt bei 18,36 Euro. Eine mögliche Erhöhung wird separat behandelt. Die unabhängige Kommission KEF hatte empfohlen, den Beitrag ab 2025 zu erhöhen, einige Länder wollten einer Erhöhung aber erst zustimmen, wenn Reformen umgesetzt sind. Da sich die Länder nicht einigen konnten, haben ARD und ZDF das Bundesverfassungsgericht eingeschaltet, das voraussichtlich 2026 endgültig entscheiden wird.

Warum gibt es so viel Streit um den Beitrag?
Einige Länder meinen, die Sender hätten sich noch nicht genug reformiert – erst sparen, dann mehr Geld, so das Argument. Andere Länder und die Sender selbst sagen, Reformen kosteten zunächst Geld und machten sich erst später bezahlt. Die KEF prüft unabhängig, wie viel Geld gebraucht wird. Doch ohne politischen Konsens bleibt die Finanzierung blockiert, was für Unsicherheit sorgt.

Kann die Reform in Kraft treten, wenn über den Beitrag noch gestritten wird?
Ja, das ist möglich – und genau das ist die aktuelle Besonderheit: Die Reform der Strukturen und der Auftrag der Sender kann starten, sobald alle Länderparlamente zustimmen. Für den Beitrag bleibt aber vorerst alles beim Alten. Die Finanzierung der Sender bleibt damit ein offener Punkt. Die Länder erwarten, dass die Sender in der Zeit ohne Beitragserhöhung auf Rücklagen zurückgreifen.

Was sagen die Beteiligten?
Die Politik lobt den Reformstaatsvertrag als wichtigen Schritt, aber viele hätten sich klarere Vorgaben gewünscht. Die privaten Medien finden die Kürzungen richtig, hätten sich aber noch mehr Mut erhofft. Die öffentlich-rechtlichen Sender betonen, dass sie schon viele Einsparungen umsetzen und der Reformprozess anspruchsvoll ist. Medienexperten warnen vor Akzeptanzproblemen – solange Beitrag und Auftrag nicht klar geregelt sind, bleibt der Streit wohl bestehen.

Wie geht es weiter?
Mit dem Ja aus Brandenburg ist das Verfahren nun formal abgeschlossen. Alle 16 Länderparlamente haben zugestimmt – damit soll der Reformstaatsvertrag zum 1. Dezember in Kraft treten. Über die Finanzierung und eine mögliche Beitragserhöhung wird aber erst nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts endgültig entschieden
[close]
https://www.nordkurier.de/politik/alle-stimmen-zu-was-sich-bei-ard-und-zdf-jetzt-aendert-4116037
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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #814 am: 29. November 2025, 11:43:46 »
Ich habe aber noch nie verstanden warum mancher so einen Aufwand betreibt im Versuch etwas zu retten.


Das hat inzwischen schon sektenartigen Charakter angenommen.
Die Kommentare werden immer skurriler. Ähnlich wie bei der Kundschaft ...

___________________________



Zitat
Reform bei ARD und ZDF
Bekannte TV- und Radiosender werden gestrichen: Das ändert sich für Zuschauer


Lisanne Krill
Samstag, 29.11.2025, 10:32

Ab dem 1. Dezember treten umfassende Reformen für ARD, ZDF und Deutschlandradio in Kraft. Zahlreiche TV- und Radioprogramme verschwinden oder verlagern sich ins Digitale. Welche Änderungen auf Zuschauer und Hörer zukommen, zeigt unser Überblick.
Am 1. Dezember 2025 startet der neue Rundfunkstaatsvertrag, der weitreichende Folgen für Millionen Zuschauer und Hörer hat. Alle 16 Bundesländer haben dem Reformpaket zugestimmt, zuletzt Brandenburg. Ziel ist es, die Strukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu verschlanken, Kosten zu senken und die digitale Nutzung zu stärken.

„Wir sortieren uns neu, um effizienter und digitaler zu werden“, erklärte die ARD. Für die Nutzer bedeutet das zunächst sichtbare Veränderungen bei TV- und Radioprogrammen.
Spoiler
TV-Sender: Spartensender werden zusammengelegt
Vor allem Spartensender wie Phoenix, ZDFinfo, ARD-alpha und tagesschau24 sollen künftig zu zwei Angeboten zusammengeführt werden. Kultur- und Unterhaltungsformate wie Arte, 3sat, One, ZDFneo oder KiKA verlieren ihre Eigenständigkeit. KiKA soll bis 2033 zu einem rein digitalen Angebot umgebaut werden.

Trotz der Einschnitte betonen die Ministerpräsidenten, dass die Inhalte nicht verloren gehen. Teile der bisherigen Angebote sollen in andere Sender integriert oder online verfügbar bleiben.

Radio: Fast jeder vierte Sender verschwindet
Im Hörfunk fällt nahezu jeder vierte Sender weg: Von 70 Programmen bleiben 53 erhalten. Betroffen sind unter anderem PULS, BR24live, BR Verkehr, BR Schlager, MDR Klassik, MDR Tweens, NDR Blue, WDR Event und WDR Die Maus.

„Die Reduktion ist notwendig, um Doppelangebote zu vermeiden und Inhalte effizienter zu gestalten“, heißt es von der ARD. Einige Programme bleiben digital verfügbar, andere werden in größere Wellen integriert.

Digitale Angebote im Fokus
Auch online verändert sich vieles: Bei der „Tagesschau“ sollen Audio- und Videoformate künftig Priorität haben, Textinhalte treten in den Hintergrund. Parallel wird die Mediathek ausgebaut und Inhalte künftig leichter auffindbar gemacht.

Zudem plant die ARD die Einführung einer Audiothek, die thematische Streams, On-Demand-Formate und spezialisierte Kanäle wie Kinder- oder Klassikprogramme bündelt.
[close]
https://www.focus.de/kultur/kino-tv/reform-bei-ard-und-zdf-bekannte-tv-und-radiosender-werden-gestrichen-das-aendert-sich_961c22ff-7d1e-4612-aef8-07a1ba94c12a.html


Weil ja immer Adjektive verwendet werden müssen, sind die Sender entweder „bekannt“ oder „beliebt“, am besten beides.

Skandal 1: Die „Sissi“-Filme kommen nicht mehr in der ARD!
Das muß man sich mal vorstellen!!1!!!11!!!!
Die Sissi-Filme!   :o

Skandal 2: HvO berichtet in seinem neuesten Video darüber, dass für die Beratung und Absetzung von „Eisenbahnromantik“ nur 15 Minuten zur Verfügung stünden.

Frechheit, sowas!

Wo doch nach Aussage eines Kommentators „Eisenbahnromantik“ noch die einzige (!) Sendung ist, die dem SWR so etwas wie eine Daseinsberechtigung verleiht!^

 :facepalm:
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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #815 am: 29. November 2025, 13:13:02 »
Zitat
andere werden in größere Wellen integriert.

Endlich wieder Langwellensender hören!
Wer sich politisch nicht engagiert, hilft im Grunde jenen, die das Gegenteil von dem wollen, was man selber für wichtig und richtig hält. (Alain Berset)
Die Demokratie ist so viel wert wie diejenigen, die in ihrem Namen sprechen. (Robert Schuman)

Anmaron, M. Sc. univ. Universität Youtübingen
 
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Offline desperado

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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #816 am: 29. November 2025, 16:25:50 »
Zitat von: aus Artikel
„Die Reduktion ist notwendig, um Doppelangebote zu vermeiden und Inhalte effizienter zu gestalten“, heißt es von der ARD. Einige Programme bleiben digital verfügbar, andere werden in größere Wellen integriert.

Bin ich der einzige dem bei dem Satz direkt "Toll, darauf kommt ihr auch schon" denkt? Und der den Eindruck hat, das hier etwas als Leistung des ÖRR verkauft werden soll, iSv "Man mußte den Hund nicht zum Jagen tragen"?

Und die digitale Verfügbarkeit? Mal sehen wieviele Kanäle die ÖRR noch bei Amazon anlegen, zu je 3,99€/Monat.

Und ja ich weiß, das es tlw. etwas mit Rechten zutun hat. Nur stellt sich dann die Frage, warum man bei so einigen Produktionen diese nicht (mehr) hat? Denn zumindest wenn man sie beauftragt hat, hat man sie mit den Rundfunkgebühren bezahlt. So zumindest meine Erinnerung.
As usual, I'm writing slowly because I know you can't read fast.

(Radar writting a letter to his Mom an me, writting Comments for our Customers)
 
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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #817 am: 9. Dezember 2025, 11:27:20 »
Bezahlschranke, aber pacta sunt servanda, damit sie keine helle Not leidet:



Zitat
Sieben Jahre Direktorin, lebenslang Gehalt - Millionen-Urteil zu Ruhegeld jetzt rechtskräftig

Claudia Nothelle war Anfang 50, als sie den RBB verließ. Bezahlt wird sie aber bis ans Ende ihres Lebens - auch wenn die ARD-Anstalt das gar nicht mehr will.

Von Hagen Eichler Aktualisiert: 08.12.2025, 18:56

Magdeburg/MZ - Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) muss seiner früheren Programmdirektorin Claudia Nothelle bis ans Lebensende ein sogenanntes Ruhegehalt zahlen. Ein entsprechendes Urteil des Arbeitsgerichts Berlin ist jetzt rechtskräftig, wie eine Gerichtssprecherin der MZ sagte. Bei durchschnittlicher Lebenserwartung beläuft sich die Nothelle zustehende Summe auf 4,1 Millionen Euro.
https://www.mz.de/mitteldeutschland/sachsen-anhalt/rbb-ruhegeld-urteil-millionen-4162625


Gut verhandelt.

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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #818 am: 9. Dezember 2025, 13:16:00 »
Warum krieg ich solche Arbeitsverträge nie?  :scratch:

Ach, logisch. Bei Gehältern in dieser Höhe ist die Gefahr spontaner Verarmung viel höher als bei den normalen. Deswegen bekommen arme Schlucker eher so in der Höhe von einem bis einem halben Monatsgehalt pro Jahr Betriebszugehörigkeit als Abfindung, wenn überhaupt, während so eine Direktorin dann bis zum Lebensende weiter Geld bekommt. Wär ja auch gemein, wenn sie mit 50 nochmal einen neuen Job suchen und arbeiten müsste. Anders als beim normalen Schlucker jenseits der 50.
« Letzte Änderung: 9. Dezember 2025, 13:19:12 von Sandmännchen »
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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #819 am: 9. Dezember 2025, 13:30:42 »
Andere müssen hoffen, mit ihrer mickrigen Rente hinzukommen. Diese Kostgänger der Nation aber erhalten auch noch Ruhegelder.

Futter für die Rechtsextremisten.
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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #820 am: 23. Dezember 2025, 07:44:02 »
Futter für die Rechtsextremisten.


Aber alle wollen doch zu den Fleichtöpfen?


Zitat
Medienkolumne
Die schwierige Verquickung von Politik- und ÖRR-Job – oder wie man gleich dreifach abkassiert

Nadia Kailouli ist das neue Gesicht der ARD. Dass sie gleichzeitig auch für die Bundesregierung arbeitet, ist kein Problem. Beteuern jedenfalls ÖRR und Politik.

Alexander Teske
22.12.2025 , 19:49 Uhr

Noch immer ist das Vertrauen der Deutschen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk relativ hoch. Wie hoch, scheint schwierig zu messen. Gibt der WDR bei dimap eine Studie in Auftrag, vertrauen 77 Prozent der Befragten dem Radio und 71 Prozent dem Fernsehen des ÖRR. Laut dem privaten Schweizer Unternehmen Media Tenor International vertrauen dagegen derzeit nur 31 Prozent der Deutschen dem ÖRR. Fakt ist: Das Vertrauen erodiert. Ein Grund: Die fehlende Abgrenzung zur Politik. Schon oft wurde Besserung gelobt. Die Praxis sieht anders aus.

Vor vier Wochen beantwortete mein ehemaliger Chef Marcus Bornheim, Erster Chefredakteur von ARD-aktuell in Hamburg, auf dem YouTube-Kanal der „Tagesschau“ Fragen der Zuschauer. Dabei bekennt er, dass Susanne Daubner das „Herz der Redaktion“ sei. Er empfiehlt, „einfach mal öfter das Handy wegzulegen“ und „in die Natur zu gehen“ und „ein Buch zu lesen“. Und dann beteuert er: „Die Politik darf hier überhaupt nicht mitreden. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist staatsfern organisiert.“ Man lasse sich von „niemanden reinreden“.
Spoiler
Die Kommentarspalte wurde vorsichtshalber deaktiviert. Ganz so ernst scheint man es mit dem Dialog dann doch nicht zu meinen. Bornheims Aussage zur Staatsferne ist theoretisch richtig. Das Bundeskanzleramt ruft morgens nicht an und diktiert die Themen. Aber praktisch ist es so, dass noch niemand im ÖRR ohne den Segen der regierenden Parteien in den Bundesländern des jeweiligen Sendegebietes Intendant geworden ist. Einige waren vorher sogar selbst Sprecher der Bundesregierung. Wie Ulrich Wilhelm beim BR und Ulrike Demmer beim RBB.

Beim ZDF-Fernsehrat liegt die Politikerdichte bei über 80 Prozent
Praktisch ist es auch so, dass immer wieder Redakteure von ARD, ZDF und Deutschlandfunk auf die Regierungsbank wechseln. Zurzeit sind gleich drei Ministeriumssprecher ehemalige Redakteure des ÖRR. Und darauf ist man sogar stolz, wie ein vor kurzem entstandenes Foto von Aline Abboud und Sarah Frühauf zeigt. Sie lächeln zusammen in die Kamera. Darunter steht: „Früher gemeinsame TV-Schalten. #ard Jetzt gemeinsame Regierungspressekonferenzen. #bmz #bmi“. Na dann, herzlichen Glückwunsch! Man darf gespannt sein, ob ihre Wege sie irgendwann wieder in die ÖRR-Arme zurückführen werden. Denn auch das passiert immer wieder.

Praktisch ist es zudem so, dass die Sender durch die Rundfunkräte und den Verwaltungsrat beaufsichtigt werden. Dass dies nicht funktioniert, habe ich erst vor einer Woche an dieser Stelle beschrieben. Reihenweise tummeln sich dort Politiker, auch aktive und ehemalige Mandatsträger. Sogar amtierende Ministerpräsidenten sind darunter. Praktisch, denn Rundfunkpolitik ist Ländersache. In den Aufsichtsgremien des ÖRR sind teilweise so viele Politiker, dass sich das Bundesverfassungsgericht vor elf Jahren in einem Urteil zu einer Klarstellung veranlasst sah: Die Staatsferne werde bei dieser Dichte der politischen Kaste kaum gewährleistet, sie sollte auf ein Drittel der Mitglieder begrenzt werden. Seitdem hat sich kaum etwas verändert. Beim Fernsehrat des ZDF liegt die Politikerdichte bei über 80 Prozent.

Aber schauen wir uns noch einen anderen Aspekt der Nähe zwischen Politik und ÖRR etwas genauer an: den Fall Nadia Kailouli. Schon vor zwei Jahren wurde sie dafür kritisiert, einerseits als Reporterin für Formate des Öffentlich-Rechtlichen wie „Panorama“ beim NDR und „STRG_F“ von Funk zu arbeiten sowie das „Mittagsmagazin“ der ARD zu moderieren und andererseits durch den Bürgerdialog zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung mit dem damaligen Kanzler Olaf Scholz zu führen. Auftraggeber sind also einerseits das Bundeskanzleramt und andererseits der ÖRR.

Kailouli hat getan, was Klaus Kleber, Linda Zervakis, Petra Gerster, Peter Hahne, Tom Buhrow, Johannes B. Kerner und Anja Kohl ihr vorgemacht haben: Geld sowohl von der Regierung als auch vom Gebührenzahler zu nehmen. Die Bundesregierung erklärte auf eine Anfrage der AfD, Journalisten des ÖRR zwischen 2018 und 2022 für Veranstaltungen der Regierung 875.000 Euro an Honorar gezahlt zu haben.

Im Medienmagazin „Zapp“ des NDR wurde dies wiederholt kritisch beleuchtet und darauf hingewiesen, dass in der Antwort der Bundesregierung sogar zahlreiche Fälle fehlen. Vermutlich, weil es sich um freie Mitarbeiter des ÖRR handelt. Der Moderator Daniel Bröckerhoff bekennt, für eine Moderation für das Bundesumweltministerium 5800 Euro netto erhalten zu haben. Und Judith Rakers moderierte die Verleihung des Deutschen Umweltpreises und las am selben Tag die Meldung dazu in der „Tagesschau“ um 20 Uhr vor.

Journalisten sollten „Distanznorm“ einhalten
Volker Lilienthal, Professor für Qualitätsjournalismus an der Universität Hamburg, sagt zu möglichen Abhängigkeiten: „Für mich ist der Eindruck beim Publikum entscheidend.“ Gerade weil der ÖRR so in der Kritik stehe, bedeute eine „verantwortungsvolle Berufsausübung“, diesen Kontext zu kennen und „sein Verhalten danach auszurichten, also absolut tadellos zu sein“. Er spricht von einer „Distanznorm“ die einzuhalten sei, da der Journalist sonst seine „Wächterfunktion nicht wahrnehmen“ könne.

Zwei Jahre ist das her, doch weder die ARD noch Kailouli haben Konsequenzen gezogen. Kailouli wurde sogar Moderatorin des ARD-Magazins „Report aus Mainz“. Gleichzeitig arbeitet sie für die Bundesregierung. So ist Kailouli seit zwei Jahren Moderatorin des Podcasts „Einbiszwei“. Dieser wird von der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung betrieben, die im Bundesfamilienministerium angesiedelt ist. Die bisherigen 70 Folgen des Podcasts haben den Steuerzahler 608.000 Euro gekostet. Wie viel davon an die Moderatorin geflossen ist, will das Ministerium „aus Datenschutzgründen“ nicht verraten. Aus Sicht des Ministeriums besteht „kein Interessenkonflikt“.

Kailouli moderiert nicht nur den Podcast, sie moderiert auch eine Veranstaltung der Bundesregierung. Diesmal im Dezember 2024 einen Abend im Babylon in Berlin, zu dem die damalige Bundesfamilienministerin Lisa Paus eingeladen hat. Dies ist dem SWR bekannt, der die Sendung „Report aus Mainz“ verantwortet. Er teilt mit: „Der SWR handhabt Nebentätigkeiten von Mitarbeitenden restriktiv, insbesondere wenn sie an der Programmgestaltung beteiligt sind.“

So dürften Tätigkeiten nicht ausgeübt werden, wenn dadurch die gebotene Unabhängigkeit und Neutralität bei der Berichterstattung in Zweifel gezogen werden könnten. Im konkreten Fall sehe man aber keinen Interessenkonflikt, da die Missbrauchsbeauftragte vom Ministerium „unabhängig“ und „nicht weisungsgebunden“ sei. Zudem würden Kailouli „keine Fragen vorgegeben“ und sie könne „Themen kontrovers debattieren“. Das ist erstaunlich, ist es doch schwer vorstellbar, dass Kailouli einen Beitrag anmoderiert, der sich kritisch mit der Fördermittelpraxis im Familienministerium beschäftigt.

Kailouli hat weder Abitur noch ein Studium abgeschlossen
Kailouli hat noch ein drittes Standbein. Sie wurde 2022 zur Professorin der Hochschule für Fernsehen berufen. Dies ist bemerkenswert, hat Kailouli doch weder Abitur noch ein Studium abgeschlossen. Die Hochschule wird auch aus Mitteln des Freistaates Bayern mit Steuergeldern finanziert. Kailouli hat eine W-Professur zu 50 Prozent inne, wie die Pressestelle der Hochschule angibt. Der Verdienst dafür liegt zwischen 35.000 und 55.000 Euro im Jahr. Einen Interessenkonflikt verneint auch die Hochschule.

Sowohl die Hochschule als auch SWR und Ministerium weisen in ihren Antworten auf die ausgezeichnete Arbeit von Kailouli hin. So habe diese den Grimme- und den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis erhalten. Die Auszeichnung hat sie für einen Film über die Seenotrettung im Mittelmeer der „Sea Watch 3“ bekommen, den sie zusammen mit einem Kollegen erstellt hat. Immer wieder ist zu beobachten, dass solche Preise vorrangig für bestimmte Themen vergeben werden und weniger für die journalistische Leistung.

Gut lässt sich das gerade an der Kontroverse um die Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises an die Korrespondentin der ARD in Tel Aviv, Sophie von der Tann, beobachten. Statt die Kritik an der Berichterstattung von Frau von der Tann sachlich zu reflektieren, wird die Wagenburg fest geschlossen. Die Kritik an der Israel-Korrespondentin sei eine orchestrierte Kampagne. Das klingt verdächtig nach einer Schwurbeltheorie. Kein selbstkritisches Wort kommt zur Causa von der Tann über die öffentlich-rechtlichen Lippen.

Stattdessen wird ihr für ihre herausragende Arbeit der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis verliehen, der für „unabhängigen kritischen Journalismus steht“, wie es im „Morgenmagazin“ der ARD heißt. Von der Tann würde „Haltung zeigen“, heißt es da. Und dann sitzt sie dort auf der Couch und spricht von „Diffamierungskampagnen und vollkommen haltlosen Unterstellungen“. Eine kritische Frage bekam sie nicht. In der Jury des Vereins, der den Preis vergibt, sitzen reihenweise Vertreter von ARD und ZDF.

Jule und Sascha Lobo: „ARD-Redakteure sind ideologisch verbohrt“
Diese Wagenburg-Mentalität macht auch immer mehr Fans fassungslos. Wie Jule und Sascha Lobo, die lange für öffentlich-rechtliche Sender gearbeitet haben. In ihrem Podcast „Feel the News“ erklären sie, mittlerweile Gegner der ARD zu sein, und plädieren für einen Neuanfang. Viele Redakteure würden sich dort als „das Korrektiv der Gesellschaft“ verstehen und hätten eine „moralische Perspektive auf die Welt“. Es sei eine „eigene Form von: Wir sind richtig, wir sind auf einer Mission.“ Da würden sich Menschen auf „Positionen retten“, die sie „nicht verantworten“ müssten. Das sei „nicht zeitgemäß“. Viele Redakteure der ARD seien „ideologisch verbohrt“ und „null gesprächsbereit“.

Zurück zu Sophie von der Tann. Ihr steht nun eine großartige Karriere im ÖRR bevor. Wie auch Nadia Kailouli. Wohin die führen kann? Zum Beispiel auf den Direktorensessel einer Anstalt. So wie bei Claudia Nothelle. Auch einst beim MDR eine hochgelobte junge Redakteurin, die es zur Fernsehdirektorin beim RBB brachte. Dort kündigte sie von sich aus und handelte ein Ruhegeld aus. Das sichert ihr nun monatlich 8000 Euro zu, was sich bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung auf 4,1 Millionen Euro beläuft.

Dies erhält Nothelle zusätzlich zu ihrer gesetzlichen Rentenzahlung und zusätzlich zu ihrem derzeitigen Gehalt als Professorin für Fernsehen an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Für diesen Job erhält Nothelle 8500 Euro aus Steuermitteln, denn die Hochschule wird über das Wissenschaftsministerium von Sachsen-Anhalt finanziert. Die Professur hätte Nothelle ohne ihre vorherige Tätigkeit bei MDR und RBB sicher nicht erhalten. Und hier schließt der Kreis zu Nadia Kailouli. Wobei Claudia Nothelle immerhin Abitur hat.
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https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/tv-medien/wie-man-dreifach-abkassiert-li.10011053

Zitat
Alexander Teske
Alexander Teske hat 21 Jahre für die ARD gearbeitet. Erst für den MDR in Leipzig, dann beim NDR in Hamburg. Über seine Beobachtungen und Erlebnisse hat er den Bestseller „Inside Tagesschau“ geschrieben.
https://www.berliner-zeitung.de/autoren/alexander-teske--li.2358861
„Nur weil es Fakt ist, muß es noch lange nicht stimmen!“ (Nadine)

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Re: GEZ/Rundfunkgebühren
« Antwort #822 am: 2. Januar 2026, 18:01:34 »
Mal KI fragen:
Zitat
Wie hoch sind die Gesamtumsätze der Privatsender in Deutschland?


Der Gesamtumsatz der audiovisuellen Medien in Deutschland – bestehend aus privaten Sendern sowie Streaming-Diensten – wird für das Jahr
2025 auf etwa 16,2 Milliarden Euro prognostiziert.
Die Umsätze der Privatsender setzen sich primär aus zwei Säulen zusammen:
1. Werbeumsätze (TV & Audio)
Die Werbeumsätze für audio- und audiovisuelle Medien steigen laut Branchenprognosen im Jahr 2025 auf rund 6,31 Milliarden Euro.

    Während klassische TV-Werbespots unter Druck stehen, verlagert sich das Wachstum zunehmend auf digitale Werbeformen (Instream-Video).
    Die reine TV-Werbung verzeichnete zuletzt leichte Rückgänge oder Stagnation.

Dummheit schützt vor Strafe nicht!

Captain Andra für die USSF
 
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