Autor Thema: Presseschnipsel - Rechtsextremismus  (Gelesen 159546 mal)

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2040 am: 31. Oktober 2025, 16:10:39 »
Nochmals zu Fuchs: Es läuft, ist aber nicht abgeschlossen und hat eben noch nicht zu einer disziplinarischen Ahndung geführt.


Die Weisheit des Revisionsgerichts hat gesprochen:


Zitat
Aussage von Richter „grob geschmacklos“ – aber kein Hauptverfahren wegen Volksverhetzung
Stand:31.10.2025, 11:40 Uhr

Von: Katja Thorwarth

Richter Bengt Fuchs aus Gera muss sich nicht wegen eines Facebook-Beitrags wegen Volksverhetzung verantworten – urteilt das Thüringer Oberlandesgericht.

Jena/Gera – Der Richter aus Gera ist kein unbeschriebenes Blatt. Zum einen wurde Bengt Fuchs, Vizepräsident des Verwaltungsgerichts Gera, vorgeworfen, deutlich seltener Asylanträge anzuerkennen, als Richter an anderen Verwaltungsgerichten. Pro Asyl hatte im Juli 2024 erklärt, dass das Geraer Verwaltungsgericht seit Jahren dadurch auffalle, Klagen Schutzsuchender in einer „massiv über dem Bundesdurchschnitt liegenden Weise“ abzuschmettern.
Spoiler
In diesem Zusammenhang hatte der Verein auf seiner Website darauf verwiesen, dass Fuchs und der Pressesprecher des Gerichts, Bernd Amelung, auf Wahlpartys des AfD-Landtagsabgeordneten Dieter Laudenbach erschienen seien. Erwähnt wurde das Buch „Rechte Richter“ von Joachim Wagner von 2021, wobei auch der MDR mit Verweis auf Wagner von einer AfD-Nähe berichtete. Demnach zeigten Videos und Fotos auf Facebook von 2018 Fuchs und Amelung auf der AfD-Party nach der OB-Wahl in Gera mit dem Kandidaten und heutigen Landtagsabgeordneten Dieter Laudenbach.

Vorwürfe gegen Richter aus Gera wegen rassistischer Kommentare im Netz
Dies gilt es zu beachten, wenn man sich mit dem zweiten Vorwurf gegen Fuchs befasst, den die Legal Tribune Online (LTO) im Juli 2025 aufschrieb. Entsprechend gebe es schon länger Vorwürfe wegen rassistischer Kommentare im Internet, die Fuchs gegenüber dem Portal bestritten hat. Unter einer Auflistung von Äußerungen, die Fuchs zur Last gelegt werden, findet sich die Bezeichnung für Sinti und Roma als „Rotationseuropäer mit Eigentumszuordnungsschwäche“ vom 7. August 2019. Die Autonome Antifa Freiburg (AAF) hatte zu Bengt Fuchs ein 30-seitiges Communiqué veröffentlicht.

Wegen dieser Äußerung hatte die Staatsanwaltschaft Gera im April 2025 Anklage gegen den Richter wegen Volksverhetzung erhoben. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautete laut LTO , dass er die Volksgruppe „mit reisenden Diebesbanden gleichgesetzt“ habe. Wegen „der Stellung des Angeschuldigten im öffentlichen Leben, insbesondere im Justizwesen“ und der besonderen Bedeutung des Falls ging die Klage an das Landgericht Gera, wie die LTO die Staatsanwaltschaft zitiert.

Klage gegen Fuchs wegen Volksverhetzung abgewiesen
Doch die Klage wurde vom Landgericht abgewiesen und eine Eröffnung des Hauptverfahrens negativ beschieden. Die Facebook-Aussage des Richters sei nicht strafbar und erfülle nicht den Tatbestand der Volksverhetzung. Daraufhin ging der Fall auf Initiative der Geraer Staatsanwaltschaft zum Oberlandesgericht Thüringen – und das bestätigte das Urteil der Vorinstanz. Dies sei zwar eine ehrverletzende Äußerung, die strafrechtlich als Beleidigung durch Sinti und Roma verfolgt werden könnte; der Tatbestand der Volksverhetzung sei aber nicht erfüllt.

Wie das Juraportal beck-aktuell weiter das OLG zitiert, sei die „grob geschmacklose und diffamierende Entgleisung“ des Richters ein missglückter Versuch gewesen, Sinti und Roma „in ironisch-satirischer Form pauschal lächerlich zu machen und möglichst viele ‚Likes‘ zu erzielen“. Der Post bewege sich zwar auf einer diskriminierenden und diffamierenden Ebene, die ehrverletzend sei. Die Würde als Mensch spreche die Äußerung den Angehörigen der Sinti und Roma indes nicht ab. Fuchs hatte auch diese Aussage gegenüber LTO bestritten, die ihm jetzt offenbar gerichtlich zugewiesen wurden.

Richter Fuchs trotz Disziplinarverfahren ans Thüringer Justizministerium abgeordnet
Derweil wurde Fuchs vom Verwaltungsgericht Gera abberufen und ans Thüringer Justizministerium abgeordnet, wie ein Ministeriumsprecher dem MDR bereits im Dezember 2024 bestätigte. Dort bekleidet er den Posten als Referatsleiter. Sein Referat ist zuständig für Wirtschaftsverwaltung, den Europäischen Sozialfonds (ESF Plus) oder auch Öffentlichkeitsarbeit. Dem Ministerium zufolge soll Fuchs aber keine Öffentlichkeitsaufgaben übernehmen.

Offen ist allerdings nach wie vor ein Disziplinarverfahren, das der Präsident des Verwaltungsgerichts Gera, Michael Obhues, im Juli 2027 einleitete. (Quellen: Legal Tribune Online, beck-saktuell, MDR, eigene Recherche) (ktho)
[close]
https://www.fr.de/politik/entscheidung-gegen-rechten-richter-keine-volksverhetzung-bei-sinti-roma-aussage-zr-94015282.html

https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/olg-thueringen-3ws30825-sinti-roma-facebook-post-vg-richter-bengt-fuchs-volksverhetzung
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Offline kairo

Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2041 am: 31. Oktober 2025, 18:23:04 »
Zitat
Offen ist allerdings nach wie vor ein Disziplinarverfahren, das der Präsident des Verwaltungsgerichts Gera, Michael Obhues, im Juli 2027 einleitete.
So ein guter Gerichtspräsident schaut eben auch in die Zukunft.
 
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Offline Rabenaas

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2042 am: 1. November 2025, 07:00:02 »
Zitat
USA: Naomi Seibt von ICE-Agenten verhaftet und nach Deutschland abgeschoben

Washington, D.C. (dpo) - Die in den USA lebende rechtsextreme Influencerin Naomi Seibt ist heute auf offener Straße von ICE-Agenten festgenommen und auf einen Abschiebeflug nach Deutschland geschafft worden. Zuvor hatte die 25-Jährige Asyl in den Vereinigten Staaten beantragt.

Der Postillon am 31.10.2025

Die Remigration in ihrem Lauf
hält weder Ochs noch Esel auf!
« Letzte Änderung: 1. November 2025, 07:04:00 von Rabenaas »
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!
 
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Offline Goliath

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2043 am: 1. November 2025, 09:07:09 »
Da ham se aber ein schönes Bild von ihr gefunden, sehr schmeichelhaft.   8)
 

Offline Anmaron

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2044 am: 3. November 2025, 06:32:04 »
"Symbolbild". Oder aus einem Archiv.
Wer sich politisch nicht engagiert, hilft im Grunde jenen, die das Gegenteil von dem wollen, was man selber für wichtig und richtig hält. (Alain Berset)
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2045 am: 6. November 2025, 09:22:17 »
Zitat
Bertelsmann-Studie zur Bundestagswahl
Algorithmen bevorzugen extrem rechte Inhalte

Beim Bundestagswahlkampf wurden Inhalte von der AfD in den sozialen Medien bevorzugt angezeigt. Auch die Linkspartei profitierte.

5.11.2025, 13:32 Uhr

Soziale Medien sind längst zur Hauptinformationsquelle für junge Menschen geworden. Die Algorithmen dieser Plattformen begünstigen Inhalte von Parteien „an den Rändern“ besonders. Das zeigt eine neue Studie der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung über den Bundestagswahlkampf 2025.
Spoiler
Demnach wurden Nut­ze­r:in­nen von Tiktok, Instagram, Youtube und X im Wahlkampf Beiträge der rechtsextremen AfD und der Linkspartei überproportional häufig angezeigt. Die AfD hatte im Untersuchungszeitraum 21 Prozent der Videos von Parteien hochgeladen, wurde den Nut­ze­r:in­nen in den Feeds mit 37 Prozent allerdings fast doppelt so häufig empfohlen.

Auch die Linke, mit einem Anteil von knapp 10 Prozent der hochgeladenen Videos, wurde mit 28 Prozent besonders oft vorgeschlagen. Das BSW kam mit 3 Prozent der geposteten Videos auf 8 Prozent der Vorschläge.

Die SPD schaffte es mit dem größten Anteil an Videos, 24 Prozent, allerdings nur auf 14 Prozent der Vorschläge. Noch schlechter steht es um die Union, die zwar 17 Prozent der Videos postete, aber nur 5 Prozent der den Nut­ze­r:in­nen empfohlenen Beiträge ausmachte.

3, 2, 1 … AfD
Die Algorithmen der sozialen Medien haben Videos mit Bezug zur rechtsextremen AfD im Bundestagswahlkampf aber nicht nur unverhältnismäßig oft, sondern auch besonders schnell vorgeschlagen. „Nach Erstellung eines Nutzerprofils auf Tiktok wurden innerhalb von durchschnittlich elf bis zwölf Minuten Videos mit #afd angezeigt. Erst nach 70 Minuten folgte ein Video mit #spd“, heißt es in der Studie. Knapp 50 Prozent aller parteibezogenen Inhalte auf Tiktok, X, Instagram und Youtube waren außerdem mit dem #afd versehen.

Die randomisierte Untersuchung wurde zwischen dem 22. Januar und dem 23. Februar durchgeführt. Dazu richteten die Wis­sen­schaft­le­r:in­nen ein „Sock-Puppet-Audit“ ein, mit dem Nut­ze­r:in­nen­pro­fi­le und deren Verhalten möglichst realistisch simuliert werden. Die automatisierten Profile schauen, liken und verhalten sich wie „echte“ junge Menschen auf Tiktok, Youtube, Instagram und X. So könne nachvollzogen werden, welche politischen Inhalte die Plattformen verschiedenen Gruppen zeigen und wie gezielt Algorithmen Politik in den Feeds platzieren.

Auffällig ist, dass sich die Fremddarstellung der Parteien je nach Plattform unterschied: Auf Tiktok wurde die AfD etwa deutlich negativer thematisiert als auf ihrem Heimatmedium X. Eine mögliche Erklärung hierfür ist laut Studie, dass andere Parteien die AfD auf Tiktok stärker als Konkurrenz wahrnehmen und daher aktiver gegen sie arbeiteten. Was sich jedoch auf allen der vier untersuchten sozialen Medien erkennen ließ, ist, dass die Union mit deutlichem Abstand am negativsten thematisiert wurde. Erklärungen hierfür liefert die Studie nicht.

Denkbar ist, dass es an der Rolle der Union als erwarteter Kanzler- und Regierungspartei lag. Und, da es der Koalitionspartnerin SPD nicht genauso erging, mit dessen zunehmenden Irrelevanz. Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Faktor dürfte jedoch sein, dass es erklärtes Ziel der AfD, der „Neuen Rechten“ und anderen Rechtsextremen ist, die Union zu schwächen.

Gleiche Interessen von AfD und Plattformen?
Wie die Studie zeigt, kann auch die Art der Beiträge von Parteien je nach Plattformen unterschiedlich sein: Auf X, das dem extrem rechten Verschwörungsgläubigen Elon Musk gehört, setzte die AfD vor allem auf Emotionen und Angriffe. Argumentative Beiträge seien dort kaum auffindbar gewesen. Auf Tiktok gab sich die Partei gemäßigter, emotional seien dort vor allem die Grünen gewesen. Die Linkspartei setzte bei Tiktok auf Kritik und Information, heißt es in der Studie, auf X blieb sie eher unauffällig.

Die AfD setze vor allem auf attackierende und emotionalisierende Beiträge. Darüber hinaus ließ sich laut der aktuellen Studie bei der Partei allerdings keine besondere Social-Media-Strategie erkennen: „Entscheidend ist jedoch, dass sich der Erfolg der AfD tendenziell nicht durch überlegene Engagement-Strategien erklären lässt. Alle Parteien nutzen ähnliche Techniken in diesem Bereich. Die AfD-Dominanz in den Feeds junger Nut­ze­r:in­nen muss daher andere Ursachen haben.“

Die Studie wartet auch für diese Frage mit Erklärungsvorschlägen auf: Möglicherweise sei der Erfolg der AfD in den sozialen Medien darauf zurückzuführen, dass Plattformen diese Inhalte als „besonders reaktionsstark“ bewerten und sich davon eine höhere Zu­schaue­r:in­nen­bin­dung versprächen. Mehr Interaktion bedeutet für die Plattformen schlicht mehr Geld. Rechtsextreme Inhalte würden so, heißt es in der Studie, besser zu den wirtschaftlichen Interessen der Plattformbetreibenden passen. Im Fall des X-Inhabers Musk ist jedoch auch eine grundsätzliche Sympathie für rechtsextremes Gedankengut offensichtlich.

Gefahr für die Demokratie
„Empfehlungsalgorithmen bestimmen heute, welche politischen Botschaften junge Menschen überhaupt erreichen“, so Amber Jensen, Projektmanagerin der Bertelsmann Stiftung. Diese strukturelle Unsichtbarkeit von „Parteien der Mitte“ stelle eine Gefahr für kommende Wahlkämpfe dar. Aus diesem Grund liefert die Bertelsmann-Stiftung auch einige Empfehlungen für Parteien und Gesellschaft mit.

Kurzfristig sollten, so die Stiftung, die demokratischen Parteien ihre Präsenz in den sozialen Medien verstärken. Dabei solle deren „Vorbildfunktion“ sowie der politische Dialog im Vordergrund stehen. Dass diese Strategien in der Logik der Algorithmen nicht funktionieren können, geht dabei unter. Mittelfristig müsse in digitale Bildung investiert sowie die Selbstbestimmung von Nut­ze­r:in­nen dabei gestärkt werden, wie die Algorithmen ihre Feeds gestalten. Schlussendlich, so die Analyse der Bertelsmann-Stiftung, führe an gemeinwohlorientierten sozialen Medien aber kein Weg vorbei. Das fordern zivilgesellschaftliche Ak­teu­r:in­nen bereits seit Langem.
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https://taz.de/Neue-Studie-AfD-und-Linke-in-den-sozialen-Medien-unverhaeltnis-stark-praesent/!6126921/
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2046 am: 6. November 2025, 09:53:45 »
Zitat
Soziale Medien sind längst zur Hauptinformationsquelle für junge Menschen geworden. Die Algorithmen dieser Plattformen begünstigen Inhalte von Parteien „an den Rändern“ besonders. Das zeigt eine neue Studie der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung über den Bundestagswahlkampf 2025.

Brauchte es da wirklich eine neue Studie? Das sagen sehr viele Menschen schon sehr lange und ich meine, Studien dazu gab es auch bereits …
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2047 am: 6. November 2025, 10:33:01 »
Brauchte es da wirklich eine neue Studie? Das sagen sehr viele Menschen schon sehr lange und ich meine, Studien dazu gab es auch bereits …

Soziale Medien sind längst zur Hauptinformationsquelle für junge Menschen geworden.
Bertelsmann-Studie zur Bundestagswahl
Algorithmen bevorzugen extrem rechte Inhalte
Woher sollten die Macher von Bertelsmann das wissen, wenn sie zu jung sind und sich hauptsächlich aus Sozialen Medien informieren.
Da beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz.
Fällt Dir nur Unsinn ein und immer,
erzähle nichts, sonst wird es schlimmer.
 
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Offline SchlafSchaf

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2048 am: 6. November 2025, 10:42:14 »
WTF???

An Rüdiger Hoffmann: Der Faschist sagt immer, da ist der Faschist  (in Anlehnung an die Signatur des geschätzten MitAgenten Schnabelgroß)

Wir kamen
Wir sahen
Wir traten ihm in den Arsch
 
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Offline kairo

Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2049 am: 6. November 2025, 14:16:37 »

Ein Gartenschlauch soll da sehr gute Dienste leisten.
 
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2050 am: 6. November 2025, 17:32:48 »
WTF???




Das ging schnell:


Zitat
Verbrechen
Hanau: Verdächtiger nach blutigen Hakenkreuz-Schmierereien gefasst

Verdächtiger nach blutigen Hakenkreuz-Schmierereien gefasst
06. November 2025  17:03 Uhr

Blutige Hakenkreuze schockieren Hanau. Die Ermittler kommen schnell einem möglichen Täter auf die Spur. Was den Polizisten bei der Festnahme auffällt.
Fast 50 Autos, mehrere Briefkästen und Hauswände sind in Hanau offensichtlich mit Blut beschmiert worden – viele davon mit Hakenkreuzen. Die Tat hat in der Stadt und darüber hinaus für Entsetzen gesorgt. Wenige Stunden nach der Entdeckung der Schmierereien konnte die Polizei einen Tatverdächtigen festnehmen. Das Motiv dürfte nach ersten Ermittlungen eher im persönlichen Umfeld des 31-Jährigen liegen.
Spoiler
Der Verdächtige sei in seiner Hanauer Wohnung nach einem Zeugenhinweis vorläufig festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Ein Atemalkoholtest habe einen Wert von rund 1,2 Promille ergeben.

Nach ersten Erkenntnissen vermuten die Ermittler einen Zusammenhang mit einem Vorfall im beruflichen Umfeld des Rumänen. Es habe sich möglicherweise um eine Kurzschlussreaktion gehandelt. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass das gefundene Blut von dem 31-Jährigen stammt. Der Mann soll im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen in einer psychiatrischen Fachklinik untersucht werden.
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https://www.stern.de/panorama/verbrechen/hanau--verdaechtiger-nach-blutigen-hakenkreuz-schmierereien-gefasst-36196614.html
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2051 am: 9. November 2025, 12:10:15 »
Wenn Rechtsextreme Rechtsextreme canceln:


Zitat
Rechtsextreme Buchmesse in Halle: Nazi-Nostalgie-Verlag gestrichen – mit ominöser Begründung

Stand: 08.11.2025, 18:20 Uhr

Von: Sebastian Richter

In Halle treffen sich Verlagsleute der neuen Rechten zu einer eigenen Buchmesse. Ein Verlag, der Nazi-Nostalgie verbreitet, fliegt aus dem Ausstellerverzeichnis.

Halle – Das Who's who der rechtsextremen Bücherszene trifft sich an diesem Wochenende in Sachsen-Anhalt. Die Buchmesse „SeitenWechsel“ in Halle (Saale) bietet allerhand rechter bis ultrarechter Prominenz eine Lesebühne: Uwe Tellkamp, Matthias Matussek, Gerald Grosz und Uwe Steimle sowie Gloria von Thurn und Taxis und Hans-Georg Maaßen sind vor Ort.
Spoiler
Rechtsextremes Treffen in Halle: 100 Aussteller von rechts bis hinter die Grenzen der Verfassung
Unter den etwa 100 Ausstellern ist auch der Verlag Antaios vertreten, der unter anderem die Texte der Neurechten Galionsfigur Martin Sellner verbreitet. Der Verfassungsschutz hat den Verlag, der sich selbst als intellektuelles Zentrum der Rechten versteht, seit diesem Jahr als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft. Laut Ausstellerverzeichnis ist auch der rechtsextreme Jürgen Elsässer mit einem Compact-Stand vertreten.

Allerdings waren dem Veranstalterteam manche Aussteller anscheinend zu offen verfassungsfeindlich. Wie der mdr berichtet, war auch der Verlag Sturmzeichen im Ausstellerverzeichnis gelistet. Sturmzeichen kolportiert die Zeitschrift „Nationaler Sozialismus heute“ (N.S. heute). Auch der Verleger Sascha Krolzig ist nicht gerade für seinen Kuschelkurs mit der Demokratie bekannt: Der mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilte Neonazi wird vom Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt als bundesweit bekannter Rechtsextremist gelistet. Ebenfalls in seinem Portfolio: Holocaust-Leugnende Texte von Ursula Haverbeck.

Nazi-Verlag von rechter Buchmesse „Seitenwechsel“ ausgeschlossen
Die Teilnahme von Sturmzeichen war dann offenbar auch den Veranstaltern zu viel, nach Angaben des mdr wurde der Verlag ausgeschlossen. Wie der Nazi-Nostalgie-Verlag dort überhaupt hinkam? „Über eine unzulässige Datenmanipulation im Ausstellerportal eines Ausstellers“, verteidigen sich die Organisatoren laut dem mdr.

Und wer sind diese Organisatoren? Initiiert wurde die Veranstaltung von der Dresdner Buchhändlerin und Verlegerin Susanne Dagen. Die 53-Jährige sitzt im Dresdner Stadtrat, ist offiziell Mitglied der Freien Wähler, gehört allerdings der Fraktion der AfD an. Neonazis, die ihre menschenverachtende Gesinnung auch genau so zur Schau stellen, kann Dagen auf ihrer Buchmesse nicht gebrauchen. Über der AfD schwebt bereits seit einiger Zeit das Damoklesschwert eines Verbotsverfahrens.

Proteste gegen „Seitenwechsel“-Buchmesse in Halle
Die Versammlung von Rechten sorgte auch für Widerstand: Rund 600 Demonstranten haben am Samstag gegen die Buchmesse in Halle protestiert. Mit Transparenten und Plakaten zogen sie zum Messegelände, wo einige Teilnehmer vorübergehend eine Zufahrt blockierten. Der Sprecher der Autorenvereinigung PEN Berlin, Deniz Yücel, hatte die Messe in der „Mitteldeutschen Zeitung“ als „sehr rechte bis rechtsradikale Buchmesse“ bezeichnet. Diese Einschätzung befeuerte den Widerstand gegen die Veranstaltung zusätzlich.

Laut Polizeiangaben kam es während der Proteste zu vereinzelten Straftaten, darunter kleinere Körperverletzungsdelikte. Größere Zwischenfälle blieben jedoch aus. Neben dem Hauptprotest fanden rund um das Messegelände drei weitere Kundgebungen unter dem Motto „Rechte Buchmesse stoppen“ statt. Für den Abend war zudem eine Versammlung am Neuen Theater geplant. (Verwendete Quellen: messe-seitenwechsel.de, mdr.de, dpa, eigene Recherche)
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https://www.fr.de/politik/rechtsextreme-buchmesse-in-halle-selbst-den-veranstaltern-wird-es-zu-verfassungsfeindlich-zr-94028250.html
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2052 am: 9. November 2025, 17:53:31 »




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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2053 am: 9. November 2025, 19:22:01 »
#suxn

Rote Haare? Wenn das der Führer wüsste …
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Offline Knallfrosch

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2054 am: 9. November 2025, 19:49:06 »
Das OLG Dresden hat den Antrag abgelehnt -dagegen die Beschwerde beim OVG?
Was stimmt hier nicht? Die erste Instanz kann doch nur ein VG gewesen sein, oder habe ich da etwas falsch gelernt?
Nobody except for Goedel became famous by saying it can't be done.
 
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