Umfrage

In meinem direkten Umfeld höre ich seit Beginn der Corona-Krise:

Deutlich weniger Verschwörungstheorien
3 (2%)
Etwas weniger Verschwörungstheorien
6 (4.1%)
Unverändert / Ich habe kein Umfeld (mehr)
36 (24.3%)
Etwas mehr Verschwörungstheorien
52 (35.1%)
Deutlich mehr Verschwörungstheorien
51 (34.5%)

Stimmen insgesamt: 138

Autor Thema: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen  (Gelesen 1890751 mal)

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Offline Peta1

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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16965 am: 8. August 2026, 09:04:50 »
Bestimmt war die Impfung schuld

Zitat
Einer der auffälligsten #Corona/#Querdenken Aktivisten aus #Wien, ist wohl in die ewigen Jagdgründe eingetreten. R.I.P. Marek Kostyrka



https://x.com/BRechercheteam/status/2081200851733938409?s=20

Seine Querdeppenfreunde würden ihn ja gerne zum Grab geleiten, aber sind ja alle im Urlaub...
Moralischer Offenbarungseid. :facepalm:
Kundgebung - letzte Ehre für Marek - Konvoi zum Friedhof - anschliessend letzte Ehre und Abschied von Marek mit Ansprachen https://share.google/f6SoOU5lSTo5VZt6w
don't buy american
 
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16966 am: 9. August 2026, 19:16:35 »
Katrin ist schon ein älteres Semester und arbeitet in einem Gesundheitsberuf (Arzt oder KKH oder so) und hat wohl damals in der Ausbildung nicht ganz aufgepasst …





 :facepalm:
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16967 am: 9. August 2026, 19:20:26 »
In der Schule hat sie auch nicht aufgepasst.

"Ich weis das ...

Ich kriege bei sowas jedes Mal die Motten.
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16968 am: 9. August 2026, 22:45:14 »
In der Schule hat sie auch nicht aufgepasst.

Dafür bekommt sie einen Bonuspunkt, weil sie es geschafft hat, das Wort "Ärzte" fehlerfrei zu schreiben. Und damit gleicht sich das wieder aus. Zumindest teilweise.  ;D
Ich habe mir bereits eine feste Meinung gebildet! Verwirren Sie mich bitte nicht mit Fakten!
 
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16969 am: 10. August 2026, 23:26:09 »
Katrin ist schon ein älteres Semester und arbeitet in einem Gesundheitsberuf (Arzt oder KKH oder so) und hat wohl damals in der Ausbildung nicht ganz aufgepasst …

Ich will auf meine alten Tage auch noch mal Erzieherin werden. Frage vor Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags: Haben Sie die erforderlichen Nachweise über die Masern-Schutzimpfungen dabei? Die müsste ich mal sehen.

Ja, so ist das in einer lupenreinen Diktatur. Man wird gezwungen, Vor- und Fürsorge zu betreiben, um Schutzbefohlene zu schützen. Wie gemein!
"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler wieder machen, aber ein bisschen früher anfangen, damit ich mehr davon habe."

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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16970 am: 11. August 2026, 07:54:24 »
Katrin ist schon ein älteres Semester und arbeitet in einem Gesundheitsberuf (Arzt oder KKH oder so) und hat wohl damals in der Ausbildung nicht ganz aufgepasst …
Zitat
[…] aber das es über die Arbeit laufen soll war mir nicht bekannt.

Ja doch Katrin, genau darüber. Wenn Du mit Menschen arbeitest, vielleicht sogar mit vulnerablen Menschen, dann hat Dein Arbeitgeber ausdrücklich die Pflicht sicherzustellen, dass Du keine ansteckenden Krankheiten hast, geimpft bist und einmal zumindest unterschrieben hast, dass Du gehört hast, dass man mit ♥♥♥rei nicht in Räume geht, die z.B. der Gemeinschaftsverpflegung dienen bzw. und Du zu Hause bleibst - mindestens 48 Stunden bis nach Ende der Symptome.

Ja, die Welt ist unglaublich fies. Da erwartet man von Dir doch tatsächlich, dass Du Rücksicht nimmst. DU! DIE Katrin, die längst schon wieder alles vergessen hat, was sie auf Youtube gelehrt bekommen hat, die soll sich jetzt sagen lassen, dass es keine blöde Idee ist, sich vorsorglich impfen zu lassen. Frechheit!

Aber hey, wozu Impfungen? Die Spanische Grippe? Letztes Jahrtausend! Corona? Eh nur ein Hype. Also was soll's? Der Kram wird überbewertet und spült Geld in die Kassen von Soros und Gates und bringt uns eh nur um … In spätestens 100 Jahren sind wie alle tot. ALLE!1kreisch

Wobei ich mich frage, wo sie arbeitet. Das kann dann einfach die Information über die regelmäßige, arbeitsrechtliche Vorsorgeuntersuchung sein. Wenn wirklich wichtige Impfungen fehlen sollten, dürfte sie gerade im Bewerbungsverfahren sein und man will es sicher wissen.
Bisher war es bei mir immer so: Arbeitsmedizin, Impfpass zeigen. Und dann ggf. bei fragwürdigem Status einmal nachimpfen. Nicht, weil das so geil ist, sondern weil es notwendig ist, um Andere zu schützen.

Bei ihr klingt das eher nach: Mimimi … die nerven mich alle zwei Jahre damit, dass ich zum Arzt soll. Und dann nicht mal freie Arztwahl. Ich muss zum Systemmediziner, den SIE mir vorschreiben. Menno!
« Letzte Änderung: 11. August 2026, 08:13:19 von theodoravontane »
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16971 am: 11. August 2026, 07:57:50 »
Hallo,

was kein Schwurbler so gerne erwähnt: von Putin über Trump bis Xi waren alle für Impfungen. Sind die alle Teil des Deep States?

Gruß echt?
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16972 am: 11. August 2026, 08:22:20 »
was kein Schwurbler so gerne erwähnt

Fakten sind für Verlierer.
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"And where are we going to find a lobotomized monkey at this time of night?"
— Jasper Fforde

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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16973 am: 11. August 2026, 08:35:40 »
Aber hey, wozu Impfungen?


Zitat
Umstrittene Gesundheitspolitik:
Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen


Aktualisiert am 11. August 2026, 6:50 Uhr

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump empfiehlt weniger Impfungen für Kinder und will Kombi-Impfungen künftig auf mehrere Arztbesuche verteilen lassen. Per Dekret verfügte Trump im Beisein seines umstrittenen Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., fortan nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder anzuerkennen. Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau der Impfpolitik war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden, zudem liegen viele Befugnisse zu Impfregeln bei den Bundesstaaten.

Bei seinem Auftritt im Weißen Haus räumte der Präsident zudem selbst ein, sich auf unbewiesene Behauptungen zu stützen. Er wiederholte auch seine These eines möglichen Zusammenhangs zwischen Impfungen und Autismus, für den es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinerlei Belege gibt.
Spoiler
Der neuen Anordnung zufolge sollen Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis B, Covid-19 und Grippe nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich aber weiterhin für sämtliche Impfungen entscheiden, betonte Trump bei der Unterzeichnung des Dekrets im Weißen Haus. Die Kosten dafür sollen nach Angaben der Regierung auch weiterhin von Versicherungen übernommen werden.

Zahl der Maserninfektionen seit Trumps Amtsantritt explodiert
Trump forderte, den kombinierten MMR-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln künftig möglichst in drei einzelne Impfungen aufzuteilen und diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu verabreichen. Zusammen könnten die Impfstoffe möglicherweise «ziemlich tödlich» sein, sagte Trump. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: «Nein.» Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten.

Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind in den USA derzeit zudem nicht verfügbar. Gesundheitsexperten warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben oder spätere Impfungen ausfallen.

Dabei ist die Zahl der Maserninfektionen schon jetzt auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten. Im Jahr 2000 hatte die Krankheit in den USA eigentlich schon als besiegt gegolten. Danach gab es nur sporadisch immer wieder kleinere Ausbrüche. In den vergangenen anderthalb Jahren - Trump ist seit Januar 2025 im Amt - gab es nun mehr Fälle als in den 25 Jahren davor zusammen.

Studien zeigen keinen Zusammenhang mit Autismus
Trump stellte den neuen Kurs erneut in einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Zahl von Autismus-Diagnosen. Er habe seine eigenen Kinder früher selbst zu mehreren getrennten Impfterminen gebracht, sagte der Präsident. «Ich denke, das wird einen großen Einfluss auf Autismus haben.»

Auch Gesundheitsminister Kennedy sagte, die Regierung wolle mögliche Zusammenhänge zwischen Impfungen, deren Zeitpunkt und Autismus weiter untersuchen. Er erklärte, ein Anstieg von Autismus-Diagnosen könne nicht allein mit besserer Erkennung erklärt werden und müsse auch Umweltursachen haben.

Die Weltgesundheitsorganisation kommt dagegen nach wiederholter Auswertung zahlreicher Studien zu dem Schluss, dass es keinen Beleg dafür gibt, dass Impfungen Autismus verursachen. Auch ein Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus wurde in großen Studien nicht gefunden.

Gericht schritt gegen Kurswechsel ein
Die Anordnung setzt den seit Monaten verfolgten Kurs der Trump-Regierung fort. Kennedy hatte Anfang des Jahres bereits versucht, den nationalen Kinderimpfplan einzudampfen, allgemeine Empfehlungen nur noch für Impfungen gegen 11 statt 17 Krankheiten auszugeben und bei allen anderen Fällen stärker auf individuelle Entscheidungen von Eltern und Ärzten zu setzen.

Ein Bundesgericht stoppte diese Änderungen im März jedoch vorläufig, nachdem Ärzteverbände dagegen geklagt hatten. In der Urteilsbegründung hieß es, in der Vergangenheit seien solche Entscheidungen nach «Methoden wissenschaftlicher Natur, die durch Verfahrensvorschriften im Gesetz kodifiziert sind» getroffen worden, doch «leider hat die Regierung diese Methoden missachtet und dadurch die Integrität ihres Handelns untergraben».

Auch Trumps neue Anordnung hebt die Gerichtsentscheidung nicht auf. Sie macht den reduzierten Impfplan zur erklärten Politik der Regierung und stößt weitere Schritte an, ändert aber nicht automatisch die derzeit geltenden Impfempfehlungen oder die Impfanforderungen für Schulen. Letztere werden in den USA prinzipiell von den Bundesstaaten selbst festgelegt. Trump wies das Justizministerium nun an, rechtlich gegen Bundesstaaten vorzugehen, deren Regeln nach Auffassung der Regierung das Recht auf religiös oder medizinisch begründete Impfausnahmen verletzen.

Regierung verweist auf hohe Impfquoten in Europa
Trump und Kennedy begründeten ihren Kurs auch damit, dass europäische Länder hohe Impfquoten ohne umfassende Schul-Impfpflichten erreichten. Tatsächlich setzen viele europäische Staaten vor allem auf freiwillige Impfprogramme. In mehreren Ländern gibt es jedoch Pflichtimpfungen und entsprechende Nachweispflichten. In Deutschland etwa müssen Kinder in Kitas und Schulen einen ausreichenden Masernschutz nachweisen.

Die US-Regierung betont, sie strebe weiterhin hohe Impfquoten an - wolle dieses Ziel aber eher durch Information und freiwillige Entscheidungen der Eltern als durch staatliche Vorgaben erreichen.

© dpa-infocom, dpa:260811-930-511348/2
[close]
https://www.zeit.de/news/2026-08/11/trump-streicht-empfehlungen-fuer-kinderimpfungen-zusammen



Natürlich kann man sich auf unbewiesene Behauptungen stützen.

Ein paar hunderttausend Tote oder Behinderte später kann man das ja wieder ändern ...  :banghead:
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16974 am: 11. August 2026, 17:14:40 »
Vielleicht ist USA in 20-30 Jahren als Risikogebiet ausgezeichnet.
Wer sich politisch nicht engagiert, hilft im Grunde jenen, die das Gegenteil von dem wollen, was man selber für wichtig und richtig hält. (Alain Berset)
Die Demokratie ist so viel wert wie diejenigen, die in ihrem Namen sprechen. (Robert Schuman)

Anmaron, M. Sc. univ. Universität Youtübingen
 
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16975 am: 11. August 2026, 17:24:59 »
Vielleicht ist USA in 20-30 Jahren als Risikogebiet ausgezeichnet.

Wenn die die katastrophalen Hinterlassenschaften von RFKokser jr. nicht schnell in den Griff bekommen, dann brauchts wohl nicht so lange. Außerdem ists ja nicht nur das Impfen, es ist auch die Aufklärung und Bildung! Und da liegt so manches andere ebenfalls im Argen und das dauert evtl. noch länger....
As usual, I'm writing slowly because I know you can't read fast.

(Radar writting a letter to his Mom an me, writting Comments for our Customers)
 
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16976 am: 12. August 2026, 08:55:06 »
Nobody except for Goedel became famous by saying it can't be done.
 
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16977 am: 12. August 2026, 14:27:02 »
Zur Richterin, BGH, Corona #16956 hat der MDR eine Podcast gemacht:
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:69896f2ff0ebd9c5/

Ich habe diese Folge nicht gehört und kenne diesen Podcast "Angeklagt! Spannende Geschichten aus dem Gerichtssaal" nicht, kann also die inhaltliche Qualität nicht beurteilen.
Niemand sollte diskreditiert werden, weil er anderer Meinung ist. Aber wer Blödsinn erzählt, hat kein Recht darauf, ernst genommen zu werden.
 
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16978 am: 14. August 2026, 09:15:23 »
Vielleicht ist USA in 20-30 Jahren als Risikogebiet ausgezeichnet.

Wenn die die katastrophalen Hinterlassenschaften von RFKokser jr. nicht schnell in den Griff bekommen, dann brauchts wohl nicht so lange. Außerdem ists ja nicht nur das Impfen, es ist auch die Aufklärung und Bildung! Und da liegt so manches andere ebenfalls im Argen und das dauert evtl. noch länger....

Hier noch ein Artikel über die möglichen weltweiten Auswirkungen von Kennedys und Trumps Blödheit.
Ist natürlich Wasser auf die Mühlen  der Impfgegner in Europa :facepalm:
https://de.euronews.com/gesundheit/2026/08/13/trumps-impfkurs-schurt-misstrauen-europa-wieder-anfallig-fur-alte-krankheiten
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Re: Die VT der Corona-Virus-Ungläubigen
« Antwort #16979 am: 15. August 2026, 15:23:46 »
Zur Richterin, BGH, Corona #16956 hat der MDR eine Podcast gemacht:
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:69896f2ff0ebd9c5/

Ich habe diese Folge nicht gehört und kenne diesen Podcast "Angeklagt! Spannende Geschichten aus dem Gerichtssaal" nicht, kann also die inhaltliche Qualität nicht beurteilen.


„Emotional“ kommt bei den Medien immer gut an:


Zitat
Zwei Jahre alter Sekt und viele Tränen: So erlebte Thüringer Ex-Richterin ihren Freispruch

Altenburg/Karlsruhe. Sechs Jahre stand Anna Sophie Kröber aus Thüringen unter Druck. Nun spricht der BGH sie frei – was sie im Exklusivinterview sagt.


Von Sibylle Göbel, Redakteurin/ Reporterin
15.08.2026, 08:30 Uhr

Anna Sophie Kröbers Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Vor zwei Jahren war die Juristin aus Altenburg vom Landgericht Gera wegen Rechtsbeugung zu einer einjährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Der Grund: Im April 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, hatte sie als Proberichterin im Bereitschaftsdienst einem Pfarrer einen Eilbeschluss zur Sterbebegleitung in einem Jenaer Seniorenheim ausgestellt. Der Pfarrer war ihr Vater. Die Heimleitung hatte ihm den Besuch zuvor wegen der damaligen Corona-Regeln untersagt. Wegen der Verwandtschaft hätte die heute 39-Jährige den Fall abgeben müssen, um die richterliche Unabhängigkeit zu wahren. Gegen das Urteil des Landgerichts legte Kröber Revision ein, am 3. August gab der Bundesgerichtshof ihren Freispruch bekannt. Wir sprachen mit der Juristin, die seit einigen Jahren als Anwältin arbeitet:

Frau Kröber, wie haben Sie von der BGH-Entscheidung erfahren?

Durch Ihre Interview-Anfrage. Ich saß gerade konzentriert an einem Text, als mich um kurz nach 15 Uhr meine Sekretärin anrief und sagte, dass Sie mich um eine Einschätzung zum BGH-Urteil gebeten hätten. Ich darauf: „Was denn für ein BGH-Urteil? In meiner Sache gibt es keins.“ Und noch während wir miteinander telefonierten, schickte mir mein Anwalt per WhatsApp die Pressemitteilung des BGH. Erst da habe ich es wirklich geglaubt. Und es hat mich richtig umgehauen.
Spoiler
Beschreiben Sie doch bitte mal Ihre Reaktion.

Ich wollte aufstehen und von meinem Büro unterm Dach zu meiner Sekretärin ins Erdgeschoss gehen, als ich zu zittern anfing und kaum mehr sprechen konnte. So habe ich mich in meinem ganzen Leben noch nie gefühlt. Ich bin dann die Treppe runter und habe dabei offenbar so viel Lärm gemacht, dass sofort Kollegen rauskamen und mich fragten, was los sei. Ich habe nur „Freispruch“ gestottert – da wussten alle Bescheid. Ich habe dann eine ganze Weile gebraucht, um wieder ruhig atmen und sprechen zu können. Der Druck, der sechs Jahre auf mir lastete, hat sich in dem Moment explosionsartig gelöst.

Der Chef schickte sie erst einmal nach Hause

Was haben Sie dann als Erstes getan?
Ich bin beim Chef unserer Anwaltskanzlei reingeplatzt. Er hat sofort eine Flasche Sekt geholt, damit alle, die wollten, mit mir anstoßen konnten. Der Sekt war schon zwei Jahre alt und schmeckte ein bisschen komisch, aber das war in dem Augenblick egal. Mein Chef hat verstanden, warum ich so aufgeregt bin, und gleich gesagt, ich solle nach Hause gehen und auch am nächsten Tag zuhause bleiben. Ich würde sowieso nur die ganze Zeit am Telefon sein.

Wie waren die Reaktionen in Ihrem Umfeld?
Ich muss sagen, dass ich nicht in den sozialen Medien unterwegs bin, weil ich das null vermisse. Das führt dazu, dass sich bei mir nur Menschen gemeldet haben, die sich mit mir freuen. Die negativen Stimmen, die es natürlich auch gab, bekam ich gar nicht mit. Als ich mit meinen drei Geschwistern telefoniert habe, sind bei uns allen ganz viele Tränen geflossen. Denn sie haben all die Jahre mit mir mitgelitten und sind genauso traurig wie ich darüber, dass unsere Mutter und unsere Großeltern den Freispruch nicht mehr miterleben durften. Bei mir haben sich auch etliche Mandanten gemeldet und gesagt, dass das BGH-Urteil ihren Glauben an den Rechtsstaat rettet.

Empfinden Sie das genauso?
Ja, weil ich das ganze Verfahren von Anfang an nicht fassen konnte. Ich habe schließlich sofort zugegeben, einen Fehler gemacht zu haben. Ich habe nichts beschönigt und überall kooperiert. Deshalb hätte ich im Leben nicht damit gerechnet, dass es zu dem Strafverfahren kommt, zur Durchsuchung, zur Anklage, zur Zulassung der Anklage und dann auch zur Verhandlung. Jeden einzelnen Schritt konnte ich nicht glauben.
Vor dem BGH-Urteil hatte sie nur noch ein bisschen Hoffnung

Haben Sie noch mit einer BGH-Entscheidung zu Ihren Gunsten gerechnet?
Ich habe nicht wirklich daran geglaubt, aber ich hatte noch ein kleines bisschen Hoffnung. Ich bin dankbar, dass es eine Entscheidung in der Sache gibt und nicht wegen eines Verfahrensfehlers eine Zurückverweisung an das Landgericht. Man muss wissen: Es ist sehr, sehr selten, dass der BGH freispricht.

Der Freispruch bedeutet allerdings nicht automatisch die Rückkehr ins Richteramt. Zuerst muss das Disziplinarverfahren gegen Sie abgeschlossen werden, das wegen der Revision ruhte. Was erwarten Sie?

Ich erwarte, dass ein Rechtsfehler, wie er im Laufe seines Berufslebens jedem Richter unterlaufen kann, nicht mit maximaler Härte, also der Entlassung, bestraft wird. Es war einfach ein Irrtum, der mir unterlaufen ist. Ich gehe davon aus, dass das Justizministerium sich bei mir meldet und man eine Lösung findet – auch in Bezug auf die entstandenen wirtschaftlichen Verluste. Wenn ich nicht ins Richteramt zurückkehren dürfte, empfände ich das als so unfair! Der BGH hat jeden Vorwurf abgeräumt – was soll denn da noch übrigbleiben?

Ist es nach wie vor Ihr größter Wunsch, wieder Richterin zu sein? Sie sind inzwischen eine erfolgreiche Anwältin.
Der Beruf des Anwalts hat viele spannende Facetten. Aber: Das bin nicht ich. Richterin ist mein Traumjob und meine Berufung. Ich habe dafür einen langen Weg auf mich genommen und möchte noch immer nichts anderes sein als das.
Beschluss des BGH vom 2.6.2026, Aktenzeichen 2 StR 516/24
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