Autor Thema: Ron Bachmann / Christian Rogge / Markus Rüegg / Penzliner Runde / Bismarcks Erben  (Gelesen 14994 mal)

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Der "Ewige Bund" (auch bekannt als "Bismarcks Erben", "Penzliner Runde", dem Königreich von Maik dem Gaukler und den "Vaterlandstruppen) hat mal wieder "Infopost" verschickt/verteilt.

Man sieht aber, die Polizei (oder der Verfassungsschutz) haben den absolut totalen Durchblick....NICHT!

Zitat
Der Verein "Die deutschen Konservativen", der als Herausgeber der beigelegten Büchlein "Corona-Hysterie" fungiert, ist im Verfassungsbericht als "rechtsextrem" eingestuft worden. Hier bremst Polizeisprecher Konrad aber Befürchtungen. Die Gruppierung sei vor allem in Norddeutschland aktiv und habe hier kein bekanntes Netzwerk.


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"Reichsbürgerpost" in Briefkästen: Ermittlungen laufen

Unbekannte verteilen Flyer und Hefte mit verschwörungstheoretischen Inhalten - vor 1 Stunde

HÖCHSTADT - Die "Reichsbürgerpost" kam in der Nacht. Abends hatte Michael Nietsche noch in den Briefkasten geschaut, am nächsten Tag in den frühen Morgenstunden fand seine Frau dort einen Flyer mit "kruden Thesen zum Kaiserreich" sowie ein von Verschwörungstheorien gespicktes Heftchen mit dem Titel "Corona-Hysterie."

"Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. Und Nietsches sind nicht die Adressaten ihrer Thesen. In den vergangenen Wochen haben Unbekannte in Höchstadt und Umgebung wohl großflächig Handzettel und Büchlein verteilt. Diese verweisen unter anderem auf die Webseite der Gruppierung "Ewiger Bund".

Dort bedient man sich der in der Selbstverwalterszene üblichen Verschwörungstheorien, wonach die Deutschen durch Verschweigen von Fakten durch Medien manipuliert werden. Vor allem wird gefordert, das Kaisertum wieder einzuführen. Anfang August hat der "Ewige Bund" für einen Polizeieinsatz am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen) gesorgt, weil sich rund 20 Personen dort unangemeldet versammelt hatten – teils mit Reichskriegsflaggen in den Händen.

Michael Konrad, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Mittelfranken, bezeichnet den Inhalt der im Großraum Höchstadt verteilten Flyer als "typische Reichsbürgerpropaganda." Den Kollegen vom Staatsschutz in Erlangen seien die aktuellen Verteil-Aktionen selbstverständlich nicht entgangen. Strafrechtlich Relevantes sei nicht aufgetaucht. "Aber", meint Konrad, "wir haben die Szene im Blick." Es werde ermittelt, wer die Postwurfsendungen verteilt.
Fühlen sich gegängelt

Im Großraum Erlangen sei "eine niedrige zweistellige Zahl an Personen amtlich bekannt", die der heterogenen Reichsbürger-Szene angehören. "Sie fallen nicht auf durch aktive Gewalt, aber bei Zusammenstößen mit der Polizei kommt es immer wieder zu Nötigungen oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Denn sie fühlen sich gegängelt vom Staat, den es aus ihrer Sicht gar nicht gibt."

Wie fatal die Folgen dieser Ideologie sein können, hat sich am 19. Oktober 2016 in Georgensgmünd gezeigt. Dort tötete ein 50-jähriger Szeneangehöriger einen Polizeibeamten und verletzte drei weitere Angehörige eines Sondereinsatzkommandos, die Schusswaffen bei ihm sicherstellen wollten. Die derzeitigen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wirkten wie "Öl ins Feuer", meint Pressesprecher Konrad, für das Gefühl gegängelt zu werden. Das sieht er mit als möglichen Grund, warum die Verteilaktion zum jetzigen Zeitpunkt erfolgt ist.

Die Austräger sind im Übrigen nicht besonders um Geheimhaltung bemüht. "Wir hatten auch entsprechende Post im Briefkasten", berichtet Sabine Röhrer, die Chefin der Polizeiinspektion Höchstadt. Probleme mit einer "Szene" gebe es in Höchstadt aber nicht. "Es ist eher ruhig", meint sie.

Dieselbe Erfahrung macht Bürgermeister Gerald Brehm. Es gebe zwar Einzelfälle, in denen versucht wird Ausweis und Reisepass zurückzugeben. Bei derartigen Konflikten werde er aber hinzugezogen. "Wir konnten das im direkten Gespräch lösen", sagt der Rathauschef.
Sondermüll?

Der Verein "Die deutschen Konservativen", der als Herausgeber der beigelegten Büchlein "Corona-Hysterie" fungiert, ist im Verfassungsbericht als "rechtsextrem" eingestuft worden. Hier bremst Polizeisprecher Konrad aber Befürchtungen. Die Gruppierung sei vor allem in Norddeutschland aktiv und habe hier kein bekanntes Netzwerk.

Konrad rät jedem, der entsprechende Post im Briefkasten findet, bei der örtlichen Polizeiinspektion Bescheid zu geben. Viele Höchstadter haben das auch getan. Und Michael Nietsche fragt sich augenzwinkernd: "Kann das in die Papier-Tonne oder muss ich das als Sondermüll entsorgen?"
[close]
https://www.nordbayern.de/region/hoechstadt/reichsburgerpost-in-briefkasten-ermittlungen-laufen-1.10460481

Die Heimnetzseite des Vereins
https://www.konservative.de/Startseite
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Verfassungsschutzämter auflösen, das gesparte Geld in Rentenkasse, Sozialhilfe und ALG2 investieren, 2-3 Praktikanten abstellen, die hier im Forum mitlesen und täglich die verbliebenen Verfassungsorgane unterrichten.
"Kennen wir nicht", "Haben wir noch nie von gehört", "Halten wir für unbedenklich", "Besteht keine Gefahr" und "Konnte doch niemand ahnen" würden dann endgültig der Vergangenheit angehören.
Klingt überheblich? Mag sein, ist aber so. Leider!
 
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Es gibt noch einen weiteren Bericht zu unseren Heiopeis um Maik Gaikler und Co.

Zitat
Reichsbürger sind erneut in Lübbecke aktiv: Staatsschutz eingeschaltet

Die Organisation namens "Ewiger Bund" hatte erst vor wenigen Wochen einen größeren Polizeieinsatz am Kaiser-Wilhelm-Denkmal ausgelöst. Nun verteilte sie Botschaften in Lübbecke.

Lübbecke. Vor etwa drei Wochen berichtete die Verkäuferin eines Geschäftes in der Langen Straße, sie habe einen Kunden bedient, der einen Kaufvertrag abschließen wollte. Nachdem der Antrag ausgefüllt worden sei, habe sie den Mann gebeten, sich auszuweisen. Der Kunde habe daraufhin einen Ausweis mit dem Aufdruck "Deutsches Reich" vorgelegt und behauptet, der sei gültig. Es müsse sich wohl um einen Reichsbürger gehandelt haben, mutmaßt die Verkäuferin - also um jemanden...
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https://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/luebbecke/22868483_Reichsbuerger-Flugblatt-in-Luebbecker-Briefkaesten-aufgetaucht.html
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@Gutemine Artikel liegt in Hardware vor, möchte ich aus urheberrechtlichen Gründen nicht abfotografieren. Zusammenfassung:

  • In Lübbecke wurden die im Anhang gezeigten Flugblätter verteilt (Internetadresse war schon abgeschnitten).
  • Kurzer Abriss über den Ringelpietz mit oder ohne Anfassen, der von der Polizei Anfang August am Kaiser-Wilhelm aufgelöst wurde.
  • Auflistung der Verteilung der Reisdeppen im Kreis Minden-Lübbecke (insg. 81): Lübbecke 2, Espelkamp 6, Pr. Oldendorf 4, Hüllhorst 4, Stemwede 4, Rahden 3. Da sind dann wohl auch Leute wie "Aktivist Mann" (Hüllhorst) und K.-G. Dettmer (Stemwede) dabei.
  • Einer von den Heiopeis hatte als "bestimmter Gemeindevertreter vom Indigenat der Gemeinde Harlinghausen" im März auch Einschreiben mit Fake-News zum Thema Impfen an KiTas geschickt. Das sind wohl die Knalltüten von "Geeinte deutsche Völker und Stämme". Wer das war, wird nicht gesagt, aber das ist einer der Kunden aus Pr. Oldendorf.
  • Dann wird noch die "Gruppe S" erwähnt, die ich gerade nicht einordnen kann.
  • Alle Infos wurden auch über die Polizei an den Staatsschutz weitergegeben.

Das war's im Groben...
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Offline Gutemine

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Die Erben haben mal wieder eine Videobotschaft an die Nation ...

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Das tu ich jetzt mal hierher.
Wenn nicht passend, eben verschieben.


Zitat
Renitenter „Reichsbürger“ und Holocaust-Leugner
Von Anton Maegerle
27.10.2020 -

Der in Mecklenburg-Vorpommern lebende Schweizer „Reichsbürger“ Bernhard Schaub hat sich einer polizeilichen Vorladung verweigert. Der Polizeibehörde teilt er mit, dass das „Deutsche Reich“ der „eigentliche Staat der Deutschen“ sei und ihn nicht mit Strafverfolgung bedrohen würde.
Spoiler
In einem Schreiben an „Liebe Freunde, Bekannte und Gesinnungsfreunde“ hat der in Nossendorf-Annenhof wohnende notorische Holocaust-Leugner Bernhard (Benno) Schaub (Jg. 1954) vor wenigen Tagen darüber informiert, dass er „von der Firma ‚Polizei’“ eine „Einladung“ (für den 30. September) erhalten habe. Demnach sollte er sich wegen seines Flugblattes „Merkel muss weg – Es lebe der Kaiser!“ auf dem Polizeiposten vernehmen lassen wegen „Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole“. Schaub kurzerhand: „Natürlich ging ich nicht hin sondern schickte der Polizei die gebührende Antwort“.

Mit Datum vom 8. Oktober will Schaub dem zuständigen Polizeibeamten F. des Polizeipräsidiums Neubrandenburg in einem fünfseitigen Schreiben mitgeteilt haben, dass er als Schweizer Bürger „Angehöriger eines souveränen Staates, nämlich der Schweizerischen Eidgenossenschaft“ sei. Das sei jedoch bei F. „nicht der Fall: Der Staat, dem Sie theoretisch angehören, ist das Deutsche Reich, das aber mangels Organen nicht handlungsfähig ist (und das übrigens das Flugblatt, das Sie möglicherweise meinen, auch nicht mit Strafverfolgung bedrohen würde). Der ‚Staat’, in dessen Namen Sie mich beschuldigen – die BRD -, existiert als souveräner Staat gar nicht, und er hat auch keine Staatsangehörigen.“ Abschließend gibt Schaub kund: „Die BRD ist – wie die verflossene DDR - kein deutscher Staat, sondern ein völkerrechtswidriges Konstrukt der Sieger des Zweiten Weltkrieges. Der eigentliche Staat der Deutschen ist nach wie vor das Deutsche Reich.“

„Der BRD ihre Scheinlegalität entziehen“

In dem behördlicherseits beanstandeten Flugblatt „Merkel muss weg - Es lebe der Kaiser!“ hatte Schaub ausgeführt, dass die aktuell rechtsgültige Verfassung nicht das Grundgesetz, sondern die Reichsverfassung des kaiserlichen Deutschlands sei. Der kaisertreue „Reichsbürger“ will die „fremdbestimmte BRD“, die „aus dem Hintergrund“ vom „‘Tiefen Staat‘ durch Figuren wie Bill Gates und George Soros“ geführt werde, durch das „eigenständige Deutsche Reich unter Leitung seines Kaisers“ ersetzen. Schaub, gebürtiger Berner, ehemaliger Rudolf-Steiner-Lehrer, dann Holocaust-Leugner und heutiger völkischer Siedler, gibt sich in seinem Schreiben an die „Liebe(n) Freunde, Bekannte und Gesinnungsfreunde“ dem Wunsch hin, dass die Präsidentenwahl in den USA am 3. November „die Stunde der Entscheidung“ sei, Trump gewinne und „seine Agenda zur Befreiung durchziehen“ könne. Als Folge müssten die Deutschen „der BRD durch Volksaufklärung ihre Scheinlegitimität entziehen, ihr gegenüber den zivilen Ungehorsam ausüben und zugleich Trump, Putin und Johnson auffordern, dem Reich die Reorganisation zu ermöglichen, die Souveränität zurückzugeben und endlich Frieden zu schließen.“

Aus Sicht von Schaub ist es „auch nicht so wichtig, wie das erneuerte Staatswesen heißt und ob es ein Kaiserreich sein wird.“ Entscheidend sei „der Wille zur Souveränität“. Schaub hoffnungsvoll: „Das System wackelt; wir können es jetzt stürzen - aber nur, wenn wir ihm den finalen Stoß versetzen, ihm den geistigen Degen in den Rachen bohren.“
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https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/renitenter-reichsb-rger-und-holocaust-leugner

Als Beschuldigter braucht er da vermutlich auch nicht hinzugehen?
Merke: Es genügt natürlich nicht, dämlich zu sein. Es soll schon auch jeder davon wissen!
 
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Der "Vaterländische Hilfsdienst" (VHD) von "Bismarcks Erben" bzw. dem "Ewigen Bund" mit ihrem Gauklerfürsten fällt mal wieder unangenehm auf. Man will wohl unbedingt endlich eine "schlagkräftige Truppe" zusammenstellen und hofft, mit Visitenkarten klappt das.

Ein Kind zum Verteilen einzusetzen läuft sicher unter "echtem Kinderschutz" oder so ähnlich. Die Plagen sollen einfach auch was für "ihre Zukunft" tun. *würg*
Vermutlich sollen sie aber nur schon mal üben wie das dann ist mit dem Werbung austragen um die Haushaltskasse der Eltern aufzubessern.


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Chronik
Reichsbürger instrumentalisieren Kind
11. Januar 2021 Magdalena Zimmermann   Schreibe einen Kommentar

Bad Waldsee, Dezember 2020. In mehreren Straßen verteilen Reichsbürger »Visitenkarten«, die auf ihre Organisation aufmerksam machen sollen. Mindestens ein Kind soll an der Verteilaktion beteiligt gewesen sein.

Eine Meldung über den Vorfall ging an Allgäu ⇏ rechtsaußen. Demnach seien in der letzten Dezemberwoche in einigen Straßen von Bad Waldsee »Visitenkarten« der Reichsbürger-Organisation VHD verteilt worden. Mindestens ein circa 10-jähriges Kind soll bei der Verteilaktion mitgewirkt haben.

Das Polizeipräsidium Ravensburg bestätigt, dass die Flugschriften in Bad Waldsee und im Bereich Altshausen aufgetaucht sind. Eine Einschätzung erfolge derzeit durch das Landeskriminalamt, weshalb die Polizei hierzu noch keine Angaben machen könne.
»Reorganisation des Kaiserreiches« im »Kriegszustand«

Nach Auffassung des VHD »befindet sich das Deutsche Reich immer noch im Kriegszustand.« Die Reichsbürger wollen eigenen Angaben zufolge die »Reorganisation des Kaiserreiches« und einen »Neuaufbau […] des Reichs« vorantreiben.

Auf Anfrage erklärte das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg, die mit VHD abgekürzte Gruppierung werde dem Milieu der »Reichsbürger« und »Selbstverwalter« zugeordnet. Weiter heißt es dort: »Der VHD entfaltet seit Anfang 2020 zunehmende Aktivitäten sowohl im digitalen Raum als auch realweltlich. Beispielsweise werden Flyer verteilt, um die eigenen ideologischen Überzeugungen zu verbreiten.«
LKS
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https://allgaeu-rechtsaussen.de/2021/01/11/bad-waldsee-reichsbuerger-instrumentalisieren-kind/
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Der "Vaterländische Hilfsdienst" soll wohl zur "Privatarmee" des Gauklers werden. Natürlich wollen sie auch Polizeiaufgaben übernehmen. Allerdings: "Sascha" ist doch rausgeworfen worden, oder?  :scratch:


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Donnerstag, 14. Januar 2021
von Andreas Landauer
 
 
„Armeekorps-Bezirke“: Reichsbürger planen groß
Hunderte Reichsbürger haben sich zusammengeschlossen, um das Deutsche Kaiserreich neu aufzubauen. Dazu haben sie den "Vaterländischen Hilfsdienst" gegründet. Zu den Aufgaben sollen auch Polizeieinsätze gehören.

Melde dich jetzt freiwillig zum Vaterländischen Hilfsdienst und beteilige dich an der Reorganisation des Vaterlandes!“ So steht es auf Flugblättern und Postkarten einer neuen bundesweiten Gruppierung aus der Reichsbürgerszene, Interessenten sollen sich bei einer Dresdner bzw. einer Berliner Telefonnummer melden. Der „Vaterländische Hilfsdienst“ (VHD) orientiert sich dabei an einem Gesetz aus dem Ersten Weltkrieg, das Männer im Alter zwischen dem 17. und 60. Lebensjahr, die nicht als Soldaten dienten, zur Arbeit in kriegswichtigen Betrieben verpflichtete.

Weil im Glauben der Reichsbürger der Kriegszustand niemals aufgehoben und Wilhelm II. als Deutscher Kaiser niemals abgesetzt worden sein soll, sollen damalige Gesetze bis heute gelten. Im vergangenen Jahr wurde deshalb der VHD neu aufgebaut. Mit ihm soll das Kaiserreich, im Wording der Reichsbürger der „Ewige Bund“, wieder handlungsfähig gemacht werden.
Einsatz als „Polizeivollstreckungsbeamte – überall, wo Bedarf besteht“

Inzwischen haben sich im gesamten Bundesgebiet mindestens 13 VHD-Regionalgruppen, sogenannte „Armeekorps-Bezirke“, gegründet. Auf Gruppenfotos dieser „Armeekorps-Bezirke“ sind jeweils zwischen 10 und 30 Erwachsene zu sehen, die trotz Corona-Pandemie weder Maske tragen noch Abstände einhalten.

Welche Aufgaben die VHD-Mitglieder übernehmen sollen, ist auf einer Website beschrieben: Sie können von der Leitung des VHD „in allen Bereichen des staatlichen Lebens und Wirkens eingesetzt werden: In Wirtschaft und Produktion, in Landwirtschaft und Verwaltung, selbst als Polizeivollstreckungsbeamte – überall, wo Bedarf besteht.“

Was passieren kann, wenn Reichsbürger hoheitliche Aufgaben ausüben wollen, zeigte sich 2012 im sächsischen Bärwalde. Damals versuchten uniformierte Reichsbürger des „Deutschen Polizei Hilfswerks“ einen Gerichtsvollzieher zu fesseln und gefangen zu nehmen. 13 Personen wurden daraufhin wegen gemeinschaftlicher Freiheitsberaubung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und dem Missbrauch von Amtszeichen zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt.
Mit Reichsfahnen zu Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Ob VHD-Mitglieder bereits versucht haben, ihre Vorstellung von Staatsgewalt auszuüben, ist nicht bekannt. Veröffentlichte Aktivitäten beschränken sich bisher auf Treffen mit Kaffee und Kuchen, Vorträge über die Illegitimität der Bundesrepublik Deutschland und dem Aufstellen von Grablichtern mit VHD-Emblem zum Volkstrauertag.

Ein bundesweites Treffen Anfang August beschäftigte die Polizei. Am Kaiser-Wilhelm-Denkmal stellten die Beamten etwa 20 Personen mit verschiedenen Flaggen, darunter der Reichsflagge, sowie einem Banner mit der Aufschrift „Deutschland kommt zu sich – komm einfach mit“ fest. Die Polizei löste die nicht angemeldete Versammlung auf. Bei den Teilnehmern, die aus mehreren Bundesländern angereist waren, wurden ein Messer, ein Tierabwehrspray und Betäubungsmittel gefunden.

Ganz oben in der Hierarchie des VHD steht ein „Generaldirektor“, das Pseudoamt bekleidet aktuell ein Mann, der als „Sascha“ Vorträge und Reden hält. In einer seiner Reden, die er bei einer Demonstration am 19. November 2019 in Berlin gehalten hatte, sagte er bewundernd über Otto von Bismarck: „Er war der Mann, der erkannt hat, wo die Gefahr der Demokratie liegt und er war der erste, der sie bekämpft hat.“
Fachkollegien zu „Militärverwaltung“ und „Staatsanwaltschaft“

„Sascha“ ist, so steht es auf der Website des VHD, Gründer weiterer Strukturen in der Reichsbürgerszene, darunter „Bismarcks Erben“ und das daran angeschlossene „Preußische Institut“. Dieses wird als Struktur von Reichsbürgern und Selbstverwaltern im Bericht des Verfassungsschutzes Mecklenburg-Vorpommern für 2019 erwähnt.

Neben den „Armeekorps-Bezirken“ sollen Fachkollegien Gesetze aus dem Kaiserreich recherchieren. Dazu gehören zum Beispiel die Kollegien „Traditionelles Handwerk“ und „Manneszucht“, aber auch „Polizeirecht“, „Militärverwaltung“ und „Staatsanwaltschaft“. Auf der Grundlage der Arbeit dieser Kollegien soll das Kaiserreich „reorganisiert“ - und damit in letzter Konsequenz die Bundesrepublik Deutschland abgeschafft werden.
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Wilhelm Darius von Was ist dran an... pinkelt Sascha ans Bein.



Nach einer Pinkelpause geht es irgendwann weiter.
Staatsangehörigkeit ist da, wo auf dem Reisepass steht. Heimat ist da, wo der Wohnungsschlüssel passt. Alles andere wäre zu kompliziert.
 
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