Autor Thema: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?  (Gelesen 3403 mal)

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Offline Gutemine

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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #15 am: 9. März 2017, 09:53:33 »
Nun, dann solltest Du vielleicht eines Bedenken: Das Suchwort "AfD" kommt auch in unheimlich vielen reinen "Reichsbürgerartikeln" vor, außerdem gibt es bei der AfD eine Menge mehr "Köpfe" als sie bei Staatenlos oder dem Königreich zu finden sind.

Das wären auch noch weitere Schlagworte: Königreich, Imperator, Viola, Staatendoof, Käptn, André, Birr, dann gäbe es noch die Suche nacgh "Reichsbürger", RuStAGler, gelbem Schein uvm.

Im Moment versuchst Du irgendwie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. :D Abgesehen davon, dass auch weder der Blog noch die SSL-Seite ausschließlich von diesen beiden Hohlköpfen lebt.  ;D

Insofern ist es aber wirklich erschreckend, wieviel wir eigentlich über die beiden überhaupt haben. Man könnte fast meinen, außer Rüdiger und dem Bezopften gäbe es kein Thema. Muss man vielleicht wirklich mal überlegen, ob das nicht eingeschränkt werden muss.  ;D
 
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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #16 am: 9. März 2017, 10:56:18 »
Insofern ist es aber wirklich erschreckend, wieviel wir eigentlich über die beiden überhaupt haben. Man könnte fast meinen, außer Rüdiger und dem Bezopften gäbe es kein Thema. Muss man vielleicht wirklich mal überlegen, ob das nicht eingeschränkt werden muss.  ;D

Nö. Das Problem erledigt sich im Falle des Haftempfindlchen in der nächsten Zeit von selbst. Und des Rüden Lebensinhalt besteht auch nicht nur darin, uns zu beschäftigen, auch wenn er produktiver ist, als der Rest der Reichsbürgerschaft zusammen und sich auch nicht so leicht angreifen läßt.
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Offline Alabaster

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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #17 am: 14. März 2017, 12:11:51 »
[...]so wüsstest Du, dass es so gut wie keinen Beitrag gibt, der keinen Bezug zu den Reichsbürgern hat. Du findest bei allen typische Reichsbürgerbeiträge, Reichsbürger in der FL oder den Kommentaren.

Sorry, aber das ist einfach nicht wahr.


https://www.facebook.com/Sonnenstaatland/posts/1223145894408040

https://www.facebook.com/Sonnenstaatland/posts/1222332824489347

https://www.facebook.com/Sonnenstaatland/posts/1220468684675761

https://www.facebook.com/Sonnenstaatland/posts/1218845694838060

...nur vom 8. März 2017 an.


Zitat

Ja, es wäre schön, wenn man die ganze Reichsbürgerangelegeneit total unpolitisch angehen könnte. Das geht aber nicht, Gründe dafür gibt es mehr als genug.

Einfach keine Beiträge zur AfD oder einer sonstigen Partei, die thematisch nichts mit Reichsbürgern zu tun haben. Eigentlich ist das sogar sehr, sehr einfach. Es sagt ja niemand, dass die AfD nicht mehr auftauchen darf - aber wenn der konkrete Artikel rein gar nichts mit unseren Kunden zu tun hat, welche Daseinsberechtigung hat er dann auf SSL? Die Diskussion hier hat diesbezüglich einen falschen Verlauf genommen. Die Frage kann nicht lauten: "Was hat @Bundespolizei gegen die etwa 2 AfD-Artikel pro Tag?", sondern "Was hat jeder einzelne (!) nicht konkret mit Reichsbürgern zusammenhängende Artikel auf SSL verloren?" Selbst wenn nur ein Viertel der AfD-Hits nichts direkt mit Reichsbürgern zu tun haben, dann sind das immer noch 100 Artikel, die sich nicht mit dem eigentlichen Thema von SSL befassen. Sollte das wirklich so sein?

Zitat
Es gibt übrigens auch AfD-Watch-Seiten, die übernehmen wirklich auch oftmals Beiträge von uns.

Das ist kein Argument für deine Position.

 
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Offline Gutemine

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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #18 am: 14. März 2017, 12:42:56 »
@Alabaster

Na, damit es alle sehen...die Beiträge


Zitat
...nur vom 8. März 2017 an.

Facebook ist ja so nett und schreibt das Datum automatisch dazu.

12.03 (Sonntag)

https://www.facebook.com/Sonnenstaatland/posts/1223145894408040

11.03 (Samstag)

https://www.facebook.com/Sonnenstaatland/posts/1222332824489347

09.03 (Donnerstag ) (wobei Junge ganz eindeutig zur AfD-Reichsbürgerfraktion gehört)

https://www.facebook.com/Sonnenstaatland/posts/1220468684675761

08.03 (Mittwoch)  (Dieses Meme war auch in vielen Reichsbürgergruppen zu finden, wie eigentlich fast alles von der AfD  >:D )

https://www.facebook.com/Sonnenstaatland/posts/1218845694838060

Also, 4 Beiträge und 4 verschiedene Tage....vielleicht doch mal lernen Zahlen richtig zu lesen?  >:D



 

Offline Alabaster

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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #19 am: 14. März 2017, 13:43:13 »


Zitat
...nur vom 8. März 2017 an.


Also, 4 Beiträge und 4 verschiedene Tage....vielleicht doch mal lernen Zahlen richtig zu lesen?  >:D

 ::)
 

Syssi

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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #20 am: 22. März 2017, 00:59:35 »
Ich finde die AfD-Beiträge hier richtig und essentiell für den Gesamtzusammenhang. Und dieser besteht im sich oft überschneidenden ideologischen Hintergrund. Es sind bei Reichis und AfD-lern die gleichen Mechanismen, die wirken. Das gehört m.E. sehr wohl hier her.
 
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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #21 am: 3. Juli 2017, 22:05:34 »
Viele der Beiträge erscheinen mir als sinnloses AfD Bashing.

Diese Partei kann man gar nicht genug "bashen"!

Auch wenn der grösste Teil nicht direkt mit Reichsdeppen zu tun hat, kann ich nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, wenn ich so etwas lese.


 
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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #22 am: 3. Juli 2017, 22:18:35 »
Christian Lüth hat seinen Tweet nach kurzer Zeit wieder gelöscht, aber natürlich sofort ähnlich widerlich nachgelegt: (Screenshot)


Im Grunde finde ich die (unabsichtliche) Strategie der AfD ja gut. Interne Querelen und heftige Grabenkämpfe, Streit um die Führung, immer wieder geistige und verbale Ausfälle, die sich schnell im Netz wiederfinden, Versäumnisse und Versagen einzelner Landesfraktionen, wenn es darum geht zur Bundestagswahl zugelassen zu werden etc. 
Das trägt alles dazu bei, dass Protestwähler und die übrigen, die noch etwas gemäßigter erscheinen, abspringen. Mit viel Glück schafft es diese Partei, ganz aus eigener Kraft, doch noch unter 5%.
 
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Offline Schattendiplomat

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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #23 am: 4. Juli 2017, 10:15:57 »
(...) Interne Querelen und heftige Grabenkämpfe, Streit um die Führung, immer wieder geistige und verbale Ausfälle, die sich schnell im Netz wiederfinden, Versäumnisse und Versagen einzelner Landesfraktionen, wenn es darum geht zur Bundestagswahl zugelassen zu werden etc. (...)

Das war eine absehbare Entwicklung, die ich schon beim Aufstieg schonmal bei einer Diskussion mit Freunden eingebracht habe - wenn die so weitermachen gewinne ich einen Kasten Bier.

Das Problem der AfD ist simpel, das ist ein Verbund inhomogener Ansichten, Mentalitäten, Doktrinen, ... die einen Punkt gemeinsam haben sie sind gegen die aktuell etablierte Ordnung. Praktisch jedoch stehen die einzelnen Ansichten durchaus ein gutes Stück auseinander, wenn nicht sogar in Konkurrenz miteinander. Das wird sogar noch verstärkt, dass diese Personen, wie die meisten unserer Clienten, meinen sie hätten die ultimative und einzige Wahrheit.
Das wiederum erzeugt zwei zentrale Probleme, die sich ständig gegenseitig verstärken:
  • Es ist wenn es darum geht Kompromisse zu finden hinderlich und ab einer gewissen Größe einer Gruppe sind Kompromisse unumgänglich.
  • Jeder möchte gerne Häuptling sein weil er genau seine ultimative Wahrheit durchsetzten möchte, aber auch das ist bei Gruppen einen gewissen Größe nicht möglich

Sprich sobald man beginnt an der Macht zu kosten fängt die Zerstetzung an, denn dann wird das gemeinsame Ziel "gegen das System" zu sein der Möglichkeit die persönlichen Interessen endlich umzusetzten untergeordnet. Die Folge interne Machtkämpfe und immer offenere Bekennung zu den wahren Motiven einzelner Untergruppen.
Ich gebe der AfD noch höchstens 2 Jahre bis sie entgültig in der Bedeutungslosigkeit versinkt oder sich zersplittert und durch eine andere "Alternative" ersetzt wird.
« Letzte Änderung: 4. Juli 2017, 10:57:58 von Schattendiplomat »
NWO-Agent auf dem Weg zur uneingeschränkten Weltherrschaft

*mMn - meiner (ganz persönlichen) Meinung nach
**XMV - X(ges)under Menschenverstand
 
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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #24 am: 4. Juli 2017, 10:31:43 »
Das Problem der AfD ist simpel, das ist ein Verbund inhomogener Ansichten, Mentalitäten, Doktrinen, ... die einen Punkt gemeinsam haben: Sie sind gegen die aktuell etablierte Ordnung.

Und das haben sie auch mit unserer Kundschaft gemeinsam. Da sind personelle Überschneidungen, weil einige nicht nur schwätzen, sondern als Papierterroristen zur Tat schreiten, nur zu natürlich.

Praktisch jedoch stehen die einzelnen Ansichten durchaus ein gutes Stück auseinander, wenn nicht sogar in Konkurrenz miteinander. Das wird sogar noch verstärkt, dass diese Personen, wie die meisten unserer Clienten, meinen, sie hätten die ultimative und einzige Wahrheit.
Das wiederum erzeugt zwei zentrale Probleme, die sich ständig gegenseitig verstärken:
  • Es ist wenn es darum geht Kompromisse zu finden, hinderlich und ab einer gewissen Größe einer Gruppe sind Kompromisse unumgänglich.
  • Jeder möchte gerne Häuptling sein, weil er genau seine ultimative Wahrheit durchsetzten möchte, aber auch das ist bei Gruppen einen gewissen Größe nicht möglich

Nun, ja Unger und Dörr haben in der Steiermark und im Saarland bewiesen, daß es auch anders geht. Böse Zungen fanden den Führungsstil in der CSU vergleichbar. Dort konnte jeder seine eigene Meinung haben, solange die sich mit der von Franz oder Horst deckte. Das ist einfach nur eine Frage, ob charismatische und willensstarke Charaktere auf Lemminge treffen oder Eichenholz auf Eichenholz.

Ich gebe der AfD noch höchstens 2 Jahre, bis sie endgültig in der Bedeutungslosigkeit versinkt oder sich zersplittert und durch eine andere "Alternative" ersetzt wird.

Totgesagte leben länger. Die Frage ist nur, wie lange es dauert, bis sich die doch nicht so zahlreich vorhandenen Führungspersönlichkeiten durch ihr Verhalten in den Parlamenten (Beispiel Wiebke Muhsal in Erfurt während einer Debatte über Kindertagesstätten) selbst disqualifiziert haben.
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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #25 am: 4. Juli 2017, 11:50:35 »
Dass die AfD und vor allem ihr brauner sächsischer Sumpf es tatsächlich in so kurzer Zeit so gründlich fertig gebracht hat, in der allgemeinen Wahrnehmung noch mal eine ganze Ecke weiter rechts neben der NPD anzukommen, hätte ich nie zu hoffen gewagt. Aber die gleichen Akteure haben ja schon mit der Grundsatzfrage: Populismus vs. Themen erfolgreich den Lucke weggeputscht. Danach waren Themen eh schon länger mehr oder weniger wurscht und es war bereits zu erwarten, wo die Reise mal hingeht, nur nicht in dieser Geschwindigkeit.

Inzwischen geht es nur noch um irgendwelche als Sachfragen verkleideten (patriotischen) "Gefühle", was aber nicht Aufgabe von Parteien ist, und damit ist diese Partei als Partei längst ganz unten angekommen. Sie will es nur noch nicht wahrhaben.

Der Wendepunkt, auch nach außen hin, war m.E. die Dresdner Höcke- Brauhausrede, und man möchte fast meinen, der Höcke mit seiner so installierten "entweder- oder/ pro- contra- Position" und den daraus resultierenden destruktiven internen Debatten war der installierte Spaltpilz der NWO.  :salut:

Also von dieser Veranstaltung und von ihrer zunehmend offenen Nähe zur PEGIDA bzw. der "toitschen Pracht und Herrlichkeit", die davon noch übrig ist, wird sich diese Partei als Partei und bei den westdeutschen Wählern nie wieder erholen und die aktuell losgetretenen inneren Grabenkämpfe, die in Wirklichkeit auch nur Beißereien um die verbliebenen Futtertöpfe sind, geben lediglich einen sehr tiefen Einblick in die innere Verfasstheit ihrer Protagonisten.

Wenn demnächst auch noch Petry als das "hübsche Gesicht der AfD" geht bzw. erfolgreich rausgemobbt wird und Erdogan nicht noch gleichzeitig und ganz kurzfristig mindesten 5 Mio Flüchtlinge losschickt, werden vielleicht sogar die 1,9% knapp und die max. 2- 3 Direktkandidaten, die es mit Ach und Krach aus dem Elbtal in den BT schaffen sollten, werden nach spätestens einem Jahr nur noch die Karrikaturisten beschäftigen.  :shifty:
D adaistische I lluminatinnen für die E rleuchtung D es A bendlandes

Tolereranzparadoxon: "Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, (...) dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“ Karl Popper
 
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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #26 am: 4. Juli 2017, 17:34:52 »
Die Korniferen in Sachsen-Anhalt sind auch schon in Auflösung.
Ich bremse nicht für Nazis!
 
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Offline dieda

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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #27 am: 5. Juli 2017, 09:49:29 »
Und Thüringen ebenso, oder anders formuliert:
Wer solche parteiinternen "Freunde" hat, braucht kein SSL keine Feinde.

http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/politik/detail/-/specific/Hoeckes-Stellvertreterin-wirft-Thueringer-AfD-rechtsextremistische-Tendenzen-vor-695841755
Spoiler

Höckes Stellvertreterin wirft Thüringer AfD rechtsextremistische Tendenzen vor

Steffi Brönner schlägt Alarm: „Die AfD besetzt in Thüringen zentrale Funktionen mit Personen, die in ihrer Vergangenheit tief im rechtsextremistischen Bereich tätig waren.“

05.07.2017 - 06:23 Uhr

Steffi Brönner will ihre Funktion im Landesvorstand aufgeben. Foto: M.Greussel

Erfurt. Schwere Vorwürfe gegen die AfD.

Einem Vorstandsmitglied der Thüringer AfD zufolge lässt die Partei es zu, dass rechtsextremes Gedankengut durch Strömungen innerhalb der Partei salonfähig wird, „ohne dass Funktionsträger entschieden dagegen vorgehen“. Der Thüringer Allgemeinen sagte die stellvertretende Landeschefin Steffi Brönner:

„Die AfD besetzt in Thüringen zentrale Funktionen mit Personen, die in ihrer Vergangenheit tief im rechtsextremistischen Bereich tätig waren.“
Brönner will deshalb ihre Funktion im Landesvorstand aufgeben.

Im Gespräch mit der Thüringer Allgemeinen wirft die AfD-Politikerin Parteikollegen vor, keiner der Funktionsträger könne in der Sache von Unwissenheit sprechen. „Eine ganz normale zweiminütige Internetrecherche zeigt die entsprechende Vergangenheit auf. Es drängt sich mir unweigerlich der Verdacht auf, dass diese Personen bewusst in entsprechende Funktionen berufen worden sind.“ Brönner warnt: „Wir dürfen das nicht länger so laufen lassen. Das sind Tendenzen, mit denen ich mich nicht länger identifizieren kann.“
Das Vorstandsmitglied der Thüringer AfD zählt sich selbst zum „wertkonservativ-liberalen Lager“ und nennt in diesem Zusammenhang die AfD-Bundessprecherin Frauke Petry.

Brönner fürchtet, dass ihr Alarmruf Konsequenzen hat und sie mit einem Parteiausschlussverfahren rechnen muss. Sollte es dazu kommen, wolle sie konsequent handeln und aus der AfD austreten.

Anstoß für Brönners Alarmruf ist ein Vorgang aus dem südthüringischen Ort Themar, wo zwei Konzerte mit rechtsextremem Hintergrund stattfinden sollten. Mit involviert war das AfD-Mitglied Bodo Dressel, das aber inzwischen die Partei verlassen haben soll. Dressel wollte den Veranstaltern die Fläche zur Verfügung stellen.

In einem parteiinternen Schriftstück, dass der Thüringer Allgemeinen vorliegt, warnt Brönner die AfD-Bundesspitze, nicht untätig zu bleiben. Es sei wichtig, so Brönner, „dass wir (die AfD, Anmerkung der Redaktion) uns klar von rechtsex-tremem Gedankengut, Rechtsrock-Veranstaltungen, Werten, Vorstellungen von Personen, die diese Konzerte veranstalten und besuchen, deutlich abgrenzen, und zudem diese Werte und Gesellschaftsvorstellungen nicht teilen.“

Der Streit in der Partei um die künftige Ausrichtung dauert schon seit Monaten an und gipfelte zuletzt in der Auseinandersetzung zwischen der Bundessprecherin Frauke Petry und dem Thüringer Landessprecher und Fraktionschef Björn Höcke. Gegen Höcke läuft zurzeit ein Parteiausschlussverfahren.

Auslöser des Verfahrens ist eine umstrittene Rede Höckes. Mit Bezug auf das deutsche Geschichtsverständnis sprach er von einer „dämlichen Bewältigungspolitik“ in Deutschland. Der Vorwurf, dass die Partei rechtsextremistisches Gedankengut salonfähig mache, ist so aus internen Kreisen noch nicht geäußert worden und deutet auf eine neue Qualität der parteiinternen Auseinandersetzung hin.

Die Kritikerin aus dem inneren Kreis
Steffi Brönner warnt vor rechtsextremen Tendenzen in ihrer Partei. Das ist außergewöhnlich, weil sie im Vorstand der Landespartei ist und als stellvertretende Landessprecherin der Thüringer AfD fungiert. Jetzt kündigte sie an, ihre Funktion im Vorstand aufzugeben.

Die gelernte Bankkauffrau wurde 1978 in Arnstadt geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder. Nach der Ausbildung studierte sie und wurde Lehrerin. Privat engagiert sie sich im Verein „Kinderlachen Arnstadt“.
Sie arbeitete in verschiedenen Programmkommissionen mit und trat bislang als überzeugte AfD-Politikerin auf.
Zum Leitartikel über den Richtungsstreit in der AfD: Biedermann und die Brandstifter
Johannes M. Fischer / 05.07.17

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D adaistische I lluminatinnen für die E rleuchtung D es A bendlandes

Tolereranzparadoxon: "Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, (...) dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“ Karl Popper
 

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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #28 am: 5. Juli 2017, 11:19:29 »
@Alabaster

Na, damit es alle sehen...die Beiträge
...

Plön ist in Schleswig-Holstein, ob des Landeslogos bezweifele ich auch, daß das Plakat rechts daneben von der AfD Berlin stammt. Tatsache ist, daß die Küstenländer an der vermeintlichen Situation in Schweden nicht unschuldig sind, da sie zu den Höhepunkten der Flüchtlingswelle den Großteil der ankommenden Leute einfach nach Dänemark und Schweden durchgewunken haben, also genau das, was die Bayern den Österreichern vorwarfen. Da ist es schon scheinheilig, sich darüber aufzuregen, daß Schweden die Leute aufnahm, die man selber nicht im Land haben wollte.

Am Hamburger Hauptbahnhof gab es damals ein von Freiwilligen betriebenes Drehkreuz. Denn die meisten Flüchtlinge kamen mit den Gegebenheiten am Hamburger Bahnhof nicht klar, die konnten kein Englisch, die kannten noch nicht einmal lateinische Buchstaben. Die Freiwilligen haben die, mit Warnwesten und Schildern in arabischer Sprache bewaffnet, von den Bahnsteigen gesammelt und so der Bahn einen ungestörten Betrieb ermöglicht. Auf der Nordseite des Bahnhofs standen ein paar Zelte mit der Küche und Sitzplätzen für Familien, der Infopunkt war unter der nördlichen Treppe der Wandelhalle eingerichtet.

Von den 1.000 bis 1.200 Leuten, die da täglich aus dem Süden ankamen, gaben bestenfalls 5% an, sich in Hamburg registrieren lassen zu wollen. Und von denen gingen den Begleitern auch noch einige auf dem Weg zur Zentralen Aufnahmestelle am Bahnhof in Harburg verloren. Die restlichen wollten alle nach Schweden. Die wurden von den Hamburgern aufgehalten und bei den Kirchen, im Schauspiel und anderswo untergebracht, solange die Ostseehäfen Kiel, Lübeck und Rostock ihre Übernachtungskapazitäten ausgeschöpft hatten. Mit den Fähren nach Schweden kamen ja sehr viel weniger Leute weg, als aus dem Süden nachströmten, nachdem der Landweg über Dänemark schließlich zu war. Denn die Dänen begannen im Dezember, sich an das Schengen-Abkommen zu halten und schickten in Flensburg alle zurück, die sich nicht in DK registrieren lassen wollten. Die Dänen hatten ihre Auffanglager in Sønderjylland eingerichtet und wollten die Leute gar nicht bis Fredericia und Kopenhagen fahren lassen. Die Schweden wiederum hatten mittlerweile das Problem, daß sich viele Flüchtlinge weigerten, ins Landesinnere zu gehen. Die wollten alle in Malmö bleiben. Klar, daß es dort beizeiten keine Unterkünfte mehr gab.
« Letzte Änderung: 5. Juli 2017, 11:40:15 von dtx »
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Offline Barbapapa

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Re: AfD Bashing - Muss das auf SSL sein?
« Antwort #29 am: 5. Juli 2017, 15:28:52 »
Ich seh das aus Sicht des Konsumenten.

Eine facebook-Seite ist für mich (wie) ein Produkt.
Oder eine Marke.
Ich erwarte, das vorzufinden, was auf der Packung steht.

Wenn das Profil sich so verändert/erweitert, dass es sich von dem entfernt, was mich übersprünglich drauf gestossen hat, verlier ich schon mal das Interesse.
Es gibt andere Angebote, alles ist nur einen klick entfernt.

Ich hab da für mich (das ist alles subjektiv) Beispiele von Satire-Seiten.
Die eine nennen ich: Hooligans gegen Satzbau. Die andere nenne ich nicht. Die ist sicher für den oder anderen hier geschmacklos. Aber an beiden hab ich das Interesse verloren, ich zeigs mal am Beispiel "Hooligans".

Ich fand die HoGeSa-Seite super. Satire nach meinem Geschmack. Ich liebe Sprache, ich fand die Auseinandesetzung der HoGeSas sehr originell, intelligent, eine grandiose Idee. So eindeutig und einleuchtend, entlarvend und wunderbar authentisch, so dass man die Zitate dort für sich selbst sprechen lassen konnte. Das war für mich der Kern.
Satire lebt davon, dass man nicht alles ausdrücklich ausspricht, nicht alles klarstellt usw.

Irgendwann las ich da einfach zuviel (aus meiner Sicht) satirefernen, ernsten Content, der eigentlich redundant war - denn die ganze Seite ist von der Anlage her ziemlich eindeutig anti-rechts. Das dann auch noch ausdrücklich auszusprechen hat mich ermüdet, nahm für mich die Spannung, kalt gesagt: enttäuschte meine Erwartung dem Produkt gegenüber, und ich war da ewig nicht mehr, weil mich das einfach nur genervt hat eigentlich völlig Selbstverständliches zu lesen. Mir ne Haltung vorzubuchstabieren, wo ich es doch so geil fand, dass das indirekter lief.

Da ist dieses Problem, das findet sich auch bei anderen (und interessanterweise gibt es das auch auf der Gegenseite...):
dass man entweder das, was man macht, versucht besser zu machen.
Oder zu dem, was man macht, zusätzlich noch was anderes zu machen.


Ich denke, das ist wirklich ein Problem, grundsätzlich, und es ist ein Grund warum "wir" nicht so schlagkräftig sind wie wir sein könnten.
Aber das ist eine ander Baustelle.

Ein Punkt bei der Reichsbürger-Aufklärerei ist mMn ua.:
sie soll eigentlich auch Leute ansprechen, mit denen man überhaupt nicht reden will. Es ist überparteilich. Es richtet sich gegen ein Ideengebilde, nicht gegen eine Partei oder pol. Richtung (in ihrem eigenen Verständnis mögen manche unserer Kundschaft sich sogar links einordnen, und diese Überzeugung kann man ihnen nicht aus dem Kopf reissen; das ist nunmal das Material, mit dem man arbeiten muss). Ich möchte, dass die Sachaufklärung möglichst breit streut, ein möglichst grosses Publikum findet, die Heterogenität "unserer" Gruppe eben auch nach aussen abbildet. Bei uns gibts wohl Anti-Fa-Aktivisten, für die der Reichsbürger-Komplex sich als Aspekt ihres dementsprechenden Engagements einordnet. Aber sicher auch Konservative, die von einer anderen Richtung kommen. Wahrscheinlich könnten sich SSLer über andere Themen extrem heiss zoffen. In der Regel ist man so klug, sowas auszusparen. Ich war zweimal im TS, beim zweiten mal gabs eine "Grundsatzdiskussion", die zwar unfreiwillig komisch für mich war - aber da dacht ich mir, da lauf ich nicht mehr auf. Es gibt Sachen, die muss ich über meine "Mitstreiter" gar nicht wissen.

Die Heterogenität ist ein Vorteil!
Es erschwert es, "unsere" Sache auf eine politische Richtung zu reduzieren, damit als Projektionsfläche anderer oder gleicher pol. Richtungen zu dienen und somit von unserem Inhalt auf andere Inhalte abzulenken.
Damit begrenzt man die Reichweite. Das Ziel aber sollte sein, die Reichweite so gross zu machen wie es geht.

Das heisst auch: "unser" Angebot richtet sich auch an AFD-Anhänger, die von reichsbürgerlichem Unsinn genervt sind, vielleicht sogar betroffen. Käme es soweit, dass ein solche AFDler nicht seine Stimme erhebt, weil er befürchten muss damit (aus Sicht seiner Parteikollegen) eine andere politische Richtung zu unterstützen statt einfach nur gegen wirklich schädliche Pseudo-Juristerei zu sprechen, wäre das deswegen kontraproduktiv weil gerade da eine Stimme fehlt, wo sie eventuell mehr Sinn macht und was bewirken kann, als in der Studenten-WG mit Che-Guevara-Poster an der Wand.

Ich kämpfe gegen eine Idee, eine Fehlvorstellung, eine Verschwörungstheorie.
Nicht gegen Menschen. Nicht gegen Parteien oder für Parteien.
Das kann ich in einem anderen Rahmen, aber in diesem hier tue ich es nicht.
Ich denke, es ist sinnvoll gegen die Reichsbürgerei eine möglichst breite Koalition zu haben.
Diese Ideen richten sich gegen die Gesellschaftsordnung an sich.
Diese Gesellschaft besteht auch aus AFDlern und AFD-Wählern.
Ich trolle in diesem Umfeld selbst und gerne. Aber nicht unter der SSL-Flagge.

Eine überparteiliche Auseinandersetzung mit Reichsbürgern bedeutet, dass man der Sache zuliebe Kompromisse macht.
Wenn AFDler reichsbürgerliches Gedankengut pflegen, ist das unser Thema.
Ansonsten über die zu berichten ist, finde ich, nicht geschickt.
Ich kann mich als Person auch gegen rechts engagieren, aber warum sollte ich das unter der Marke "SSL" tun?


Um auf den Anfang zurück zu kommen: ich mochte solche Ausweitungen als Konsument entsprechender Seiten nicht.
Nicht wegen der Tendenz, sondern weil es content gab, der mich angezogen hat und ich erwarte, bei Aufruf der Seite entsprechenden content vorzufinden.
Habe gerade nochmal bei HoGeSa vorbeigeschaut. Ging gut los, dann... G20 in Hamburg, Werbung, Trump... bin ich wieder weg. Mir würde es reichen, da einfach nur das vorzufinden, was auf der Packung steht. Den Rest... les ich eh überall, sofern es mich interessiert. Diese Vermischungen wirken auf mich unprofessionell. Und sie sind mMn im Prinzip sogar ein Teil des Problems, unsere Gesellschaft weiter zu polarisieren und Gräben zu vertiefen. Indem der Zugang zu Inhalten durch Verknüpfung mit anderen Inhalten begrenzt wird. Das macht für mich sowenig Sinn wie ein katholischer Zahnarzt, der deswegen nur Katholiken behandeln will.
Zahnschmerzen haben keine Konfession, und Anti-Reichsbürgertum ist nicht gleich Anti-Fa oder Anti-AFD. Es ist Anti-Reichsbürgertum, und jeder sollte sich angesprochen fühlen der in diesem Punkt zustimmt. Sowenig wie Reichsbürger rechts sind, ist die Auseinandersetzung damit links.

Ich vermisse wirklich bei vielen Anti-VT-Aktionen ein Profil.
Mir scheint, da gibts oft einen Ausgangspunkt, und mit der Zeit kommt da einfach alles mögliche dazu. Was sich evtl. gegenseitig behindert oder sich begrenzt oder die Durchschlagskraft mindert.
Da will der Clown auf einmal toternst sein und der Sachaufklärer auf einmal Pointen bringen. Unter der selben Marke.
Das ist in meinen Augen das Gegenteil eines Konzeptes.
Es riecht nach laienhaftem, sicher gutwilligem Aktionismus - für mich.
Das muss man selbst gar nicht merken, "Erfolg" kann man haben, das ist dann in absoluten Zahlen schön anzusehen. 
Aber sein Potential trotzdem nicht verwirklichen.
Man bedient nur eine Schnittmenge an verschiedenen Nachfragen.
Wo jede einzelne Menge der Nachfragen natürlich grösser ist.

Im Zeitalter dieser Angebotsvielfalt, dieser riesigen Konkurrenz um Aufmerksamkeit die das Inet abbildet, ist es von Vorteil ein Profil zu haben. Das man pflegt und abgrenzt.
Das SSL-Profil ist in meinen Augen recht unscharf, aber so ist es nunmal, es funktioniert in seinem Rahmen. Wenn wir auch sehen, das die Reichsbürgerei sicher einer der erfolgreicheren VTs ist und wächst und wächst - erst W.P. hat das geändert, und die endlich stattfindende Reaktion staatlicherseits ist ernsthaft, seriös und ohne ironischen Unterton. Hat ein Profil.

Ich habe ein Interesse an einem SSL, das auch AFDler anspricht die gegen RBler aktiv werden wollen.
Es ist nichts für die Anti-RBler-Seite gewonnen, wenn man Leute abschreckt, die auf der eigenen Seite stehen weil man das mit Dingen verknüpft, die eigentlich sachferner sind und den Interessierten abschrecken.
Vielleicht 10% der Bevölkerung bei einer überparteilichen Aktion auszusperren, weil die eine andere Partei wählen als ich selbst, find ich strategisch daneben und gesellschaftlich kontraproduktiv - denkt man sich die Tendenz weiter, würden sich AFDler von den Anti-RBlern abgrenzen, weil die die weiter links stehen als man selbst. Nicht wegen des eigentlichen Themas.
So ein Schwachsinn hat sich der Beihilfe am Mord der Weimarer Republik schuldig gemacht.
Die Lage ist aus meiner Sicht zu ernst für sowas.

Ich denke, die Zukunft der Anti-VT-Bewegung allegemein liegt nicht in parteilpolitischer Abgrenzung.

Sondern darin, ein Profil, eine Marke zu haben und diese zu pflegen, zu verbessern und zu wissen, was man will.

Und wir kennen das Problem auch hier, dass die einen den Absturz eines RBlern mit Freude sehen und andere da einen Ansatz, über Hilfe eventuell auch Inhalt zu vermitteln. Wenn man das nicht zum grossen Thema oder Streitpunkt macht, geht das trotzdem irgendwie zusammen. Warum sollte man das mit einer politischen Einstellung nicht ähnlich handhaben?

Auch der Umweltschutzgedanke konnte erst schlagkräftig werden, als er keine "linke" Angelegenheit mehr war sondern ein Anliegen aller Teile der Gesellschaft. 

Ich denke, es ist für die Sache besser und wichtiger, wenn man es entsprechenden AFDlern nicht erschwert, gegen Reichsbürgerei zu sein indem man diese Idee mit Anti-AFD-Haltungen verknüpft.

Kompromisse sind der Klebstoff der Demokratie. Die Essenz demokratischer Entscheidungen. Unser "System" ist auf Kompromiss ausgerichtet. Das ist eine seiner Stärken und eine seiner Schwächen.
Demokratiefeinden, seien sie links oder rechts, geht oft die Fähigkeit zum Kompromiss ab.
Ich würde mich eher mit einem AFDler zusammen setzen, der das know-how und die Fähigkeit und Motivation hat sich gegen RBler zu engagieren und der sich darauf in diesem Zusammenhang fokusiert, als mit einem Anti-Fa-Aktivisten, dem das know-how und die Fähigkeiten abgehen und der sich für "uns" engagiert, weil er das für ein Engagement "gegen rechts" hält.
Das ist es nämlich mMn nicht. "Unser" Thema geht über solche Dinge hinaus.
Es mag durchaus AFDler geben, die haben eine tiefere demokratische Gesinnung als ein Anti-Fa-Aktivist - und natürlich umgekehrt. So wie es Verschwörungstheorien gibt, die die Welt als Klassenkampf deuten und andere als Rassenkampf. Das ist für mich beides übersimplifiziert und ein irrationales Überzeugungssystem als Religionsersatz.
So - das sieht meinetwegen der ein oder andere hier anders.
Sollen wir und deswegen streiten? Wo man hier im entscheidenden Punkt einer Meinung ist?
Was wäre das für eine Kinderei...

Gegen die AFD zu agieren ist auf zahllosen Plattformen möglich. Ich trolle die auch, sehr gerne sogar.
Dann nagele ich mir eine andere Fahne an den Mast, es muss nicht alles SSL sein.

Das mag jetzt ein bisschen über das Thema hinausgeschossen sein, aber was solls.
Jedenfalls denke ich, man sollte da schon vorsichtig sein welches Profil man sich gibt bzw. sich bei anderen aufdrängt.
Ich bin gerne und in meinem Rahmen (daher eher selten) hier aktiv. Aber gegen die Ideen der RBler.
Gegen die AFD auch, aber nicht hier.

Mir ist feck-egal, wer hier was wählt.
Ich will nicht wissen, wo wir uns unterscheiden.
Mir kommts drauf an, was wir gemeinsam haben.
Keine Toleranz!
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: Das Chaos, Neuschwabenland, Gast aus dem Off