Na dann spielen wir mal des Teufels Advocat und unterstellen, das Addi den Krieg nicht provoziert und begonnen hat. Und dann?
Gerne wird ja so getan, das DE nach dem WK1 der gleiche Paria in der Welt gewesen wäre, wie nach dem WK2, begründet mit dem Versailler Vertrag und dessen Bedinungen. Nur war dem nicht wirklich so. Ja, man hat DE die alleinige Schuld zugeschustert, ja, man hat über DE verhandelt und nicht mit DE, deren "Deligierte" waren Zuschauer die unterzeichnen sollten. Und die Bedingungen der Kapitulation 45 waren eben nicht wirklich härter, auch wenn DE besetzt war.
Worum es geht, und warum DE auch heute noch negativ erwähnt wird ist der industrielle Mord an Juden, Sinti/Roma, Behinderten und vielen anderen "Gruppen", eben das Jahrhundertverbrechen. Wäre all das nicht passiert, der Ruf DEs wäre in Teilen heute nicht noch "beschädigt". Wobei wir, angesichts des Mordens aus der Geschichte eigentlich mit einem Klaps auf den Allerwertesten gekommen sind!
Das führt mich bei solchen ♥♥♥en immer zu der Frage, was zur Hölle war denn bitte die Rechtfertigung, die Begründig, die Legitimation, den ganzen Kontinent mit einem Krieg zu überziehen und dabei die einheimische Bevölkerung zu terrorisieren, ganze Dörfer auszuradieren (Stichwort Oradour sur Glane) und eben Juden, Sinti/Roma, Behinderte und vielen andere "Gruppen" auslöschen zu wollen? Ist ja nicht so, das es selbst unter dem Kommando des OKW und Addis nicht möglich gewesen wäre, anders zu verfahren:
Gerade in dem entgrenzten deutsch-sowjetischen Krieg wollte Schmidt nicht mit seinen persönlichen und den völkerrechtlichen Grundsätzen brechen. Mit den ihm möglichen Mitteln versuchte er der Gewaltspirale entgegenzuwirken. Kriegsgefangene wurden gemäß den rechtlichen Grundsätzen menschlich behandelt, dem Kommissarbefehl trat er entschieden entgegen. Doch deutlich wird seine Art der Besatzungspolitik in der Behandlung der Zivilbevölkerung sowie in der Partisanenbekämpfung. Bei ersterem versuchte er, die Auswirkungen des Krieges so erträglich wie möglich zu gestalten. Weiter baute er eine autonome Selbstverwaltung in seinem Verwaltungsbereich auf – damals ein einmaliges Experiment. Bei den Partisanen verfolgte Schmidt eine andere Strategie als üblich. Neben dem notwendigen militärischen Kampf verfolgte er eine psychologische Kriegführung; er wollte die Partisanen für sich gewinnen.
Quelle degruyterbill.comAlso warum? Eine Antwort auf diese Frage konnte mir noch keiner dieser ♥♥♥en geben - womit ich allerdings auch nie gerechnet habe oder rechnen werde.