Und dass kürzere Ketten besser verbrennen, hätte ich gerne belegt.
Gerne: Schauen wir uns den Brennwert (H
i) verschiedener gängiger Kohlenwasserstoffketten an. Heizöl EL besteht zu großen Teilen aus Nonan (C
9H
20). Der H
i beträgt 44,64
MJ/
kg. Sehen wir uns nun einmal Pentan (C
5H12) an. Hier haben wir einen H
i von 45,0
MJ/
kg. Wollen wir eine runde Grillen? Das verwendete Gas besteht unter anderem aus Propan (C
3H
8), H
i 46,354
MJ/
kg. Ein Abschließender Blick auf den Hauptbestandteil von Erdgas, Methan (CH
4). Hier haben wir sogar einen H
i von 50,013
MJ/
kg.
Also, je kürzer die Kette, desto höher die Energieausbeute. Der "Erfinder" dieser Oil Saver hat also recht.

Nun ja... Wie immer nimmt unsere Kundschaft eine zutreffende Information, welche anschließend aber in einen vollkommen falschen Zusammenhang gebracht wird.

Die unterschiedlichen Heizwerte kommen im Wesentlichen aufgrund der unterschiedlichen Reaktionsenthalpie (ΔH
R) der Teilreaktionen. Diese beträgt bei Wasserstoff und Sauerstoff rund 120
MJ/
kg. Bei Kohlenstoff mit Sauerstoff rund 33
MJ/
kg. Bei langkettigen Kohlenwasserstoffen ist das Verhältnis C zu H schlechter und folglich wir haben eine geringere Energie, die freigesetzt wird.
Dass die Felder dieser Magnete stark genug sind, um kovalente Bindungen aufzubrechen, erlaube ich mir zu bezweifeln.
Wie wir alle gelernt haben ist Magie Physik durch Wollen. Und Chemie ist ja eigentlich Atomphysik. Also wenn wir es wollen, funktioniert das! Muss man wissen!
Jetzt haben wir die Bindungen durch unseren bloßen Willen geknackt. Welchen Effekt haben wir dadurch? Nun ja. Die im Kessel ablaufende Reaktion muss ihre Energie also nicht darauf verschwenden, diese Bindungen zu brechen. Folglich verbleibt mehr Energie, die freigesetzt wird.

Siehe oben, diese Überlegung führt (oh Wunder) mal wieder gnadenlos in die Sackgasse. Aus einem aufgespaltenen Nonanmolekül wird ja nicht durch bloßes Bindungsbrechen ein Pentan- und ein Buthanmolekül (oder beliebige andere Kombinationen), weil uns da glatt zwei Wasserstoffatome fehlen. Folglich würden einfach Alkylradikale entstehen. Dankenswerter Weise befinden wir uns hier in der Chemie und nicht in der AfD. Das hat zur Folge, dass Radikale bestrebt sind, keine mehr zu sein. Diese würden also fröhlich mit allem, was irgendwie ein Valenzelektron zum teilen parat hat reagieren. Also auch gerne mal mit den Alkylradikalen, welche wir gerade eben erzeugt haben. In der Leitung zum Kessel hat man dafür auch genügend Zeit.
Wenn wir also nun nicht wollen, dass diese Radikale reagieren, dann können wir ja mal wieder unsere Physik durch wollen zu Rate ziehen. Abrakadabra und schon fließen die Radikale weiter fleißig in Richtung der Düsen. Welche ja wiederum für Heizöl, ausgelegt sind. Ein fröhliches Gemisch aus diversen freien Alkylradikalen hat nun einmal eine andere Viskosität, als nun dieses Gemisch mit Namen Heizöl. Die Düsen würden das Alkylradikalgemsich also nicht mehr hinreichend in die Brennkammer einspritzen, wodurch diese nicht mehr optimal ausgenutzt wird, was dann folglich zu einem erhöhten Brennstoffverbrauch bei einer gleichzeitigen Erhöhhung der Schadstoffproduktion einhergeht.
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