Autor Thema: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"  (Gelesen 77804 mal)

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Offline Gutemine

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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #525 am: 20. April 2016, 11:45:33 »
Mal was altes in Sachen Frühwald Opfer ---> Spedition Schneider. Die Videos wurden hier wohl noch nicht verlinkt (ich habe alle Seiten des Threads durchgesehen). Wirklich lustig.

Die Meute während der Verhandlung vor dem Gerichtssaal....soll man den Hut rumgehen lassen oder nicht...und Diskussionen mit der Wortmarke.


Eine kurze Sequenz aus dem Gerichtssaal vom Anfang der Verhandlung mit Peterchen in Aktion.

 

Offline Tonto

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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #526 am: 20. April 2016, 15:30:40 »

Im zweiten Video sind sie jedenfalls ihrer Zeit voraus, da hat jemand bei Programmierung der Kamera das Jahr 2112 gewählt.  :scratch:
Tritt der Wille, in fremdem Namen zu handeln, nicht erkennbar hervor, so kommt der Mangel des Willens, im eigenen Namen zu handeln, nicht in Betracht.
 

Online dtx

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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #527 am: 17. Juli 2016, 15:27:29 »
waren die nicht auch mit dem jüdischen Pseudoverein zugange, um sich vorm Zugriff der BRD zu schützen?
(oder verwechsle ich da was?)

War das nicht die hessische CDU?

Auch. Aber die Vorstellung, der Wittgensteiner und Koch seien von Frühwald angestiftet worden, hat was.
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Offline A.R.Schkrampe

Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #528 am: 17. Juli 2016, 15:47:53 »
waren die nicht auch mit dem jüdischen Pseudoverein zugange, um sich vorm Zugriff der BRD zu schützen?
(oder verwechsle ich da was?)
War das nicht die hessische CDU?
Auch. Aber die Vorstellung, der Wittgensteiner und Koch seien von Frühwald angestiftet worden, hat was.

Diese Vorstellung ist völlig abwegig. In Wahrheit steckt das Sonnenstaatland® mit seinen Systemtrollen hinter allen Umtrieben.

Das behaupte ich mal so, ohne Beweise vorlegen zu können. Aber sonst sind wir es ja eh immer, warum nicht auch hier?
 

Offline Evil Dude

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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #529 am: 24. September 2016, 10:53:16 »

Im zweiten Video sind sie jedenfalls ihrer Zeit voraus, da hat jemand bei Programmierung der Kamera das Jahr 2112 gewählt.  :scratch:

Das ist einfach ein prophetisches Video. Auch in hundert Jahren fallen die Reichsdeppen noch mit ihren Wahnvorstellungen vor Gericht auf die Nase!
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Offline Gutemine

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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #530 am: 17. Februar 2017, 15:32:22 »
Es gab mal wieder Haft- und Bewährungsstrafen. Irgendeiner findet hier bestimmt die Namen raus. :D

http://www.bild.de/news/inland/reichsbuerger/reichsbuerger-prozess-passfaelscher-50477286.bild.html



 
Spoiler
   Von: JÖRG VÖLKERLING
    veröffentlicht am
    17.02.2017 - 13:57 Uhr

Günzburg (Bayern) – Sie wollten Staat spielen, nannten sich „Minister für Haushalt und Finanzen“ und „Leiter Bürgeramt“ – am Freitag mussten sich Rentner Heinz O. (45) und Hausmann Hubert B. (62) als Passfälscher vor dem Amtsgericht Günzburg verantworten. Sie sollen Ausweise der fiktiven „Republik Freies Deutschland“ (RFD) vertrieben und damit 32 483 Euro von „Reichsbürgern“ in ganz Deutschland abgegriffen haben.

Staatsanwalt Simon Rimpel: „Dieser am 1. Mai 2012 gegründete Zusammenschluss bestreitet die rechtliche Existenz der BRD, warb über eine Homepage Mitglieder an und bot die Ausstellung von Ausweisen zum Preis von 50 Euro, Reisepässen zu 80 Euro und Fahrerlaubnisse zu 50 Euro an.“
„Reichsbürger“-Pass
Solche ähnlich aussehenden Dokumente haben die Fälscher angeboten (Archivfoto)Foto: Patrick Seeger / dpa

Bei der Gestaltung der Fantasie-Ausweise sollen sich die Angeklagten an den Dokumenten der von ihnen so verhassten Bundesrepublik orientiert haben!

Der Staatsanwalt: „Als Aussteller wurde das zentrale Passamt genannt, es war ein blaues Geheft, welches vom Format und Papier mit dem Reisepass der BRD vergleichbar ist, auch der Adler und die Schrift entspricht dem staatlichen Reisepass.“
„Reichsbürger“-Bewegung

Die beiden bereits wegen Urkundenfälschung vorbestraften Angeklagten bestritten vor Gericht jede Täuschungsabsicht: „Das waren Klub-Karten“, behauptete „Staatssekretär“ Hubert B. „Dann müssten Sie ja jedem Mitglied eines Taubenzüchtervereins verbieten, Vereinskarten zu haben.“ Auf Reisen habe er stets seine bundesdeutschen Dokumente benutzt.

Und die „Republik Freies Deutschland“? Die habe lediglich eine „alternative Staatsform“ darstellen sollen, erklärte der aus U-Haft vorgeführte „Minister“ Heinz O.: „Das Volk der RFD wollte diese Dokumente haben.“

Er selbst sei ja längt ausgetreten. An Namen von Komplizen wollten sich beide nicht mehr erinnern. „So lange her, sorry!“, sagte Hubert B., der schon zwölf Vorstrafen im Bundeszentralregister stehen hat.

Bei einer Razzia am 18. März 2014 wurden einige falsche Pässe sichergestellt. Eine Druckerei im Bayerwald hatte sie nach den Vorgaben des RFD-Kabinetts erstellt.

Drucker Martin H. (35) als Zeuge: „Die haben Druck gemacht, dass die fertig werden. Die Reisepässe könne man nicht benutzen, die seien dilettantisch. Sowas könne man vor den ausländischen Botschaften nicht verwenden, um die Republik Freies Deutschland einzutragen.“

► Das Urteil: Das Gericht spricht Hubert B. schuldig wegen vier Fällen der Urkundenfälschung, der „Reichsbürger“ muss ein Jahr und vier Monate ohne Bewährung ins Gefängnis. Heinz O. wird wegen vier Fällen der Urkundenfälschung zu neun Monaten Gesamtfreiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.
[close]
 

Offline Tuska

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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #531 am: 17. Februar 2017, 15:37:07 »
 :spekulatius: Das könnten Heinz Oppel und Hubert Back sein.

Die wurden 2012 zusammen mit Voßbruch beim Honigmann wüst beschimpft.

https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2012/09/18/justiz-entlarvt-geldschopfung-unbekannt/
Ein Blick in's Gesetz erspart viel Geschwätz.

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Online dtx

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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #532 am: 24. Februar 2017, 18:47:37 »
Morgen (15.5.) hat Schneider junior Verhandlung vorm Arbeitsgericht. Und Peterle rührt die Werbetrommel:

Zitat
Prozeßbeobachter am 15.05.2014 um 9 Uhr am Arbeitsgericht Bautzen gesucht

Der Arbeitsgerichtsprozeß von Henry Schneider findet am 15.05.2014 um 9 Uhr im Saal 42 des Arbeitsgerichts Bautzen statt.

Prozeßbeobachter sind ausdrücklich erwünscht. Nachfolgend für alle Interessierten die Klage im Text:


Henry Dietmar S c h n e i d e r
An den Horken 13, OT Dubrauke, 02694 Malschwitz

__________________________________________________________________

Arbeitsgericht Bautzen
Lessingstraße 7
02625 Bautzen
FAX 03591/ 36 13 33

In der Angelegenheit

Henry Dietmar S c h n e i d e r,
- Kläger -
vertreten durch Peter Frühwald,
- Prozeßbevollmächtigter -
gegen

Andrew S e i d l, c/o ANDREW SEIDL Rechtsanwälte, Tiergartenstraße 38
01219 Dresden – Beklagter –

wegen Kündigung und Forderung

erhebe ich

Klage
und beantrage eine mündliche Verhandlung, mit folgenden Anträgen:
...
7. Es wird beantragt zu überprüfen, inwieweit die Zuständigkeit der Gesetzgebung der Bundesrepublik, insbesondere des Arbeitsgerichtsgesetzes sowie die Sozialgesetzgebung für den Betrieb des Klägers und die Zuständigkeit des Beklagten rechtlich überhaupt gegeben ist.

Gründe:

Der Kläger schloss mit dem Fuhrbetrieb Dietmar Schneider im Jahre 1996 einen mündlichen Arbeitsvertrag. Dieser wurde nach Einführung des Nachweisgesetzes schriftlich abgefasst.

Beweis: Kopie Anlage 1 Arbeitsvertrag

Am 23. Oktober 2013 überfiel der Beklagte, zusammen mit Bediensteten der Firma Polizei und einem behaupteten Gerichtsvollzieher den Arbeitgeber. Bei diesem Überfall wurden die gesamten Geschäftsgrundlagen (Fuhrpark der Firma Inventar und Unterlagen) durch den Beklagten entwendet.

Der Beklagte behauptet rechtmäßig zu handeln und einen angeblichen Auftrag der Firma Amtsgericht Dresden (Anlage 2 – UPIK-Auszug Amtsgericht Dresden) unter dem Aktenzeichen 530 IN 1699/13 für seine Handlungen zu haben.
Nach den sachlichen Erkenntnissen des Klägers hat aber der Arbeitgeber des Klägers zu keinem Zeitpunkt einen Vertrag mit dem Beklagten abgeschlossen.
...

Der deutsche Boden ist gemäß Artikel 7 des Zwei-plus-vier-Vertrages vom 29.09.1990 frei. Der zwei-plus-vier-Vertrag ist kein Friedensvertrag. Mit dem Begriff Deutschland ist nach Shaef-Gesetz Nr. 52 Artikel 7 Ziffer 9e – Deutschland in den Grenzen des deutschen Reiches vom 31.12.1937 völkerrechtlich definiert.

Die Shaef-Gesetzgebung gilt für die Struktur der Bundesrepublik Deutschland in Deutschland bis zu einem Friedensvertrag weiter, siehe § 2 Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (“Überleitungsvertrag”). Dort lesen wir

(1) Alle Rechte und Verpflichtungen, die durch gesetzgeberische, gerichtliche oder Verwaltungsmaßnahmen der Besatzungsbehörden oder auf Grund solcher Maßnahmen begründet oder festgestellt worden sind, sind und bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht in Kraft, ...

Aus diesem Grund ist die Bundesrepublik Deutschland und ihre Konzernfirmen für den Arbeitgeber des Klägers unzuständig.
...

Nun, demzufolge konnte der Arbeitsvertrag des Buben tatsächlich weder außerordentlich noch ordentlich gekündigt werden. Aber das nicht etwa, weil das Amtsgericht Dresden in der Insolvenzsache nicht für Schneiders Laden zuständig wäre, wie Frühwald meint, sondern weil mit einer illegalen Firma nie ein rechtswirksamer Arbeitsvertrag zustande kommen konnte. Damit fehlt es natürlich auch an einer Rechtsgrundlage für die eingeklagten Löhne.

Der dem Frühwald entgangene Witz ist ja, daß die Schneiders ihren Laden auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone hatten. Die Gründung einer privaten Spedition kann aber schon deshalb mit den fortgeltenden Anordnungen der sowjetischen Ortskommandantur nicht in Einklang zu bringen sein, weil die die LKW beschlagnahmt und als Reparationsgut in die Sowjetunion verbracht haben würde. 
« Letzte Änderung: 24. Februar 2017, 18:49:18 von dtx »
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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #533 am: 24. Februar 2017, 20:44:26 »
Mit dem Schriftsatz wird er sicher durchdringen.
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Offline Danny black

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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #534 am: 25. August 2017, 22:38:31 »
Es gab mal wieder Haft- und Bewährungsstrafen. Irgendeiner findet hier bestimmt die Namen raus. :D

http://www.bild.de/news/inland/reichsbuerger/reichsbuerger-prozess-passfaelscher-50477286.bild.html

In dem Bild-Artikel links ist Heinz Oppel, rechts ist Hubert Back.

« Letzte Änderung: 25. August 2017, 22:40:41 von Danny black »
 
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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #535 am: 20. September 2017, 15:04:06 »
Urteil gegen den "Innenminister" der "Republik Freies Deutschland"

Spoiler
„Regierungsgeschäfte“ im Fantasiestaat
Von Sebastian Lipp
20.09.2017 -

Der ehemalige „Innenminister“ der „Republik Freies Deutschland“ wurde am Dienstag als Passfälscher verurteilt.
„Amtliche“ Dokumente der „Republik Freies Deutschland“ ausgestellt; (Screenshot: S.L.)

„Papier anfassen, das war meine Mitarbeit.“ Mehr will der ehemalige Leiter des „Passamtes“ der „Republik Freies Deutschland“ (RFD) nicht zur Herstellung von Dokumenten beigetragen haben, die der Fantasiestaat als vermeintliche Reisepässe, Ausweise und Führerscheine herausgegeben hat. Dennoch musste sich Thomas N. am 19. September vor dem Amtsgericht Memmingen wegen Urkundenfälschung verantworten.

Seit 2011 bezweifelt der Angeklagte, ob Deutschland wohl ein richtiger Staat sei. Im Jahr zuvor verlor der heute 50-Jährige seine Anstellung in seinem Ausbildungsberuf als Maschinenbautechniker. Seit dem lebt er von Zuwendungen seiner Eltern, sagt er. Zweifel an der Existenz Deutschlands als Staat – das ist auch das Lieblingsthema so genannter „Reichsbürger“, die die Bundesrepublik gerne etwa als Firma im Griff dunkler Mächte vorstellen oder sie anderweitig verschwörungsideologisch verklären. Für den Angeklagten sei Deutschland „de facto“ ein echter Staat, das sei nicht zu leugnen. Das jedenfalls erklärt der Verteidiger des Angeklagten für seinen Mandanten. Er selbst äußert sich öffentlich nicht dazu, das Etikett „Reichsbürger“ weist er vehement von sich. Man darf davon ausgehen, dass die Formulierung des Berliner Juristen ganz bewusst für den Angeklagten gewählt wurde.
Putsch in der „Republik Freies Deutschland“

Die Betreiber des „1. echten Staates auf deutschen Boden, nach 1945“, als die sie die „Republik Freies Deutschland“ verstanden, verkündeten einst auf ihrer Homepage, das Deutsche Reich bestehe „völkerrechtlich“ weiter. Man habe „einen Staat gegründet, damit Deutschland nach fast 70 Jahren endlich frei werden kann“ – in den Grenzen von 1937 versteht sich. Der Leipziger „Mentaltrainer“ und Verschwörungsideologe Peter Frühwald, der sich zuerst unter „staatliche Selbstverwaltung“ gestellt haben will, startete das „Reichsbürger“-Projekt am 1. Mai 2012 und ließ sich zum „Kommissarischen Präsidenten“ ernennen. Frühwald wurde aber bereits am 17. September 2012 wieder abgesetzt. Er reagierte mit einer Meldung, die „Putschisten“ aus der Regierung zu entlassen und die Republik als „Freies Deutschland“ ohne den Zusatz „Republik“ weiter zu führen. (bnr.de berichtete)

Im Folgejahr machte sich die Staatsschutzabteilung der Memminger Kriminalpolizei daran, diese „Parallelwelt“ zu „beleuchten“. So schilderte es der 48-Jährige Kripo-Beamte M. am Dienstag vor Gericht. 2013 sei seine Abteilung erstmals auf die RFD aufmerksam geworden. Als die Polizei einen der Anhänger des Schein-Staates mit einem der gefälschten Dokumente aufgriff, begannen die Ermittlungen. „Damals waren die ‚Reichsbürger‘ noch nicht so der Hype wie jetzt“, erklärt der Polizist, für den sich das Phänomen der Staatsleugner und -gründer zu der Zeit noch „im Verborgenen“ abspielte. Also begann er zu recherchieren – und fand den öffentlichen Internetauftritt der „Republik Freies Deutschland“. Über eine auf der Homepage angegebene Telefonnummer nahm die Polizei erstmals Kontakt zu einer der Betreiber auf. Sie lieferte offenbar Hinweise auf weitere Beteiligte.
„Kabinettsitzungen“ im Internet-Chat

In der Folge durchsuchten Ermittler mehrere über das Bundesgebiet verstreute Objekte, in denen die „Regierungsgeschäfte“ abgewickelt wurden – darunter das vom „Staatssekretär Haushalt“ geleitete „Bürgeramt Allgäu“ im schwäbischen Krumbach und die Anschriften vom „Minister für Haushalt und Finanzen“ sowie einer Buchhalterin der RFD. Schriftverkehr, diverse Siegel, Dokumentenpapier, Vordrucke und falsche Ausweise füllten mehrere Kisten. Das Material war derart umfangreich, dass die Ermittler eine Digitalisierung der Asservate veranlassten. Um nicht jedes Dokument lesen zu müssen, durchsuchten die Sachbearbeiter der Memminger Kripo die Daten zur Auswertung nach Schlagworten.

Nach dem Ausscheiden von Peter Frühwald haben die „Putschisten“ die „Regierungsgeschäfte“ offenbar weitergeführt. Im Internet-Chat von Teamspeak besprach das „Kabinett“ des Fantasiestaates die Herstellung von Führerscheinen, Ausweis- und Passdokumenten. An den „Kabinettssitzungen“ nahm auch der Angeklagte als „Innen-“ und „Verkehrsminister“ teil. „Alle Pässe müssen bei Interpol registriert werden um einen einwandfreien Ablauf an Flughäfen und Grenzen zu gewährleisten“, heißt es in einem von der Polizei zu den Asservaten genommenen Protokoll. Auch den Vereinigten Nationen (UN) hat der Fantasie-Staat demnach angehören wollen.

Die Ansprüche an die Dokumente waren hoch, also musste eine professionelle Druckerei gefunden werden. Fündig wurden die vermeintlichen Staatsgründer im niederbayerischen Landkreis Regen. Die Besucherin einer Veranstaltung der RFD berichtete ihrem Lebensgefährten Michael H. vom Bedarf der „Republik“. Dieser fand das Konzept „sehr interessant“, wie er als Zeuge vor Gericht sagte und bot die Dienste seines Unternehmens an. Als Auftraggeber und Abnehmer sei der Angeklagte in Vertretung der RFD aufgetreten. Zunächst wurden 8000 so genannte KfZ-Scheine als Blanko geordert. Auch Reisepässe sollten hergestellt werden. Thomas N. hat das Papier dafür ausgesucht. Eine Lieferung will der Zeuge persönlich zu N. nach Nürnberg ausgeliefert haben.
Indizien für Druckerei in Österreich

Mit der Ausführung des Auftrages war man bei der RFD aber unzufrieden und verweigerte die Zahlung. Man habe keine „Spielzeugausweise“ bestellt. Der Drucker indes will absichtlich penibel darauf geachtet haben, dass die Dokumente nicht zu echt wirken. Das sei schließlich verboten. Spätere Aufträge wurden über eine Druckerei abgewickelt, die offenbar zufrieden stellende Ergebnisse lieferte. Die Polizei konnte sie nicht ermitteln, wertet aber die Erwähnung einer „Österreichische Staatsdruckerei“ und die dokumentierten Fahrten des Angeklagten als Indizien für einen Druckstandort in der Alpenrepublik.

Die Vereinigung hat offenbar viel Geld umgesetzt. Für Beträge von 50 Euro und mehr wurden die Druckerzeugnisse über die Homepage der RFD vertrieben. In der Anklageschrift sind beinahe 100 solcher Fälle erfasst. Eine Zeugin berichtete der Polizei von einer Art monatlicher Steuer. Jedes Mitglied, von denen es laut Verteidigung rund 240 gegeben haben soll, habe 10 Euro pro Monat an den „Staat“ abführen sollen.

In alledem sah die Staatsanwaltschaft eine Reihe gewerbsmäßiger Urkundenfälschungen und beantragte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung und eine Geldauflage von 2000 Euro. Die Reisepässe aus der niederbayerischen Druckerei bewertete die Anklagebehörde wegen der minderen Qualität als versuchte Urkundenfälschung. Die Richterin konnte die Gewerbsmäßigkeit nicht mit letzter Sicherheit feststellen und verhängte zehn Monate Freiheitsstrafe plus 200 Stunden gemeinnützige Arbeit. Die Strafe wurde auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt. Der Verteidiger hätte gerne eine Geldstrafe für seinen Mandanten erstritten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
[close]
https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/regierungsgesch-fte-im-fantasiestaat

Ob sich irgendeiner von denen mal wirklich fragt, warum es Frühwald selbst nie richtig an den Kragen geht?  :scratch: >:D

Siehe auch:
https://forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=537.msg7723#msg7723
« Letzte Änderung: 20. September 2017, 15:06:01 von Gutemine »
 
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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #536 am: 20. September 2017, 15:44:08 »
Ach waren das noch Zeiten, als wir Frühwald und seiner Republik den Krieg erklärt haben, wie wir uns bei denen eingeschlichen haben und wie wir die Republik von Innen heraus zerlegt haben.
Wie sagte ich damals:
Zitat
Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.
Aber dass wir danach zwei nicht reelle Gebilde haben, das dachte zumindest ich nicht.
War aber nach den Erfahrungen mit diversen Reichsregierungen logisch.
Fällt Dir nur Unsinn ein und immer,
erzähle nichts, sonst wird es schlimmer.
 
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Re: Sammlung der Opfer von Frühwalds "Beratungen"
« Antwort #537 am: 20. September 2017, 17:09:39 »
Sehr präziser äußerst gut recherchierter Artikel von bnr.  :clap: Thomas N heißt übrigens Thomas Neuberger.
Er war eine der Führungsfiguren.
 
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