Autor Thema: Reichsbürger-Bericht in der französischen Presse  (Gelesen 1426 mal)

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Offline Das Chaos

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Reichsbürger-Bericht in der französischen Presse
« am: 28. Januar 2017, 00:32:13 »
... wie's der Zufall so will, hat der Auslands-Geheimdienst des SonnenstaatlandesSSL einen Bericht in der französischen Presse zugespielt.



http://www.la-croix.com/Monde/Les-Reichsburger-allemands-neonazis-complotistes-esoteriques-2017-01-26-1300820276http://www.la-croix.com/Monde/Les-Reichsburger-allemands-neonazis-complotistes-esoteriques-2017-01-26-1300820276

Eine Abteilung Billiglohnkräfte in der Dechiffrier-Abteilung hat die Übersetzung vorgenommen. Wer besser Französisch kann, soll's für sich behalten.

Zitat
Die deutschen "Reichsbürger"' eine Mischung aus Neonazis und Verschwörungsgläubigen

Die "Reichsbürger", die eine heterogene Mischung aus Nostalgikern für das Kaisertum, Verschwörungsgläubigen und Menschen mit esoterischen Überzeugungen bilden,  beunruhigen die deutschen Behörden wegen der wachsenden öffentlichen Aufmerksamkeit und Prädisposition für Gewalt dieser Bewegung' welche die Demokratie und die Republik ablehnen.

Donnerstag, wurden zwei Personen in Untersuchungshaft genommen. Sie wurden im Rahmen einer Durchsuchungsaktion der deutschen Polizei festgenommen, bei der eine kleine Gruppe von extremen Rechten betroffen waren, die den Reichsbürgern nahe stehen - Bürger des Deutschen Reiches - die in Verdacht standen antisemitische Angriffe gegen Flüchtlinge oder Polizisten zu planen.

- Wer sind sie?

Die "Reichsbürger" sind ein nebulöses Gebilde von Einzelpersonen und Vereinigungen mit blumigen Namen wie "Exilregierung des Deutschen Reiches", das "Königreich Deutschland" oder die "Freie Republik Deutschland."

Sie "glauben, dass die Bundesrepublik Deutschland nicht existiert, weigern sich, Steuern zu zahlen und wollen ein Deutschland wiederherzustellen, das große Teile des aktuellen Polen umfasst", sagt Jan Rathje, ein Experte der extremen Rechten der Amadeu Antonio Stiftung, an dieser Bewegung in einer Broschüre.

Für eine lange Zeit hat man ihr Schadenpotenzial herabgespielt, sie als "Verrückte und Querulanten" angesehen, sagte er.

Die Reichsbürger widmen einen bedeutenden Teil ihrer Zeit die deutschen Behörden mit Briefen zu überschwemmen, in denen sie ihre Ideologie und ihre Weigerung, zum Beispiel der Besteuerung darlegen. Sie zahlen ihre Geldstrafen und ihre Sozialbeiträge nicht.

Sie fabrizieren sich auch eigene Ausweispapiere, ihren Führerschein und erfinden neue Kraftfahrzeug-Nummernschilder.

Einige erheben nicht unbedingt Anspruch auf dem Reich des Kaisers oder Adolf Hitlers anzugehören, sondern wollen ihren eigenen souveränen Staat oder ihre eigene Gemeinschaft etablieren. Im Jahr 2009 wurde das "Fürstentum Germania" in einem ehemaligen Herrenhaus n der Provinz des ehemaligen Ost-Deutschland errichtet und erhielt eine breite Berichterstattung in den Medien trotz der Existenz von kurzer Dauer (drei Monate).

Zu den den "Reichsbürger" gehörten die Verschwörungsgläubigen aber auch [Holocaust-]Leugner, darunter der ehemalige Rechtsanwalt Horst Mahler, der Mitbegründer der linksextremistischen Organisation Rote Armee Fraktion in den 70er Jahren' der seitdem sich der Neonazi-Ideologie zugewandt hat.

- Wieviele sind es?

Laut dem Leiter des Inlandsgeheimdienstes, Hans-Georg Maassen, gibt es weniger als etwa 10.000, von denen 500 bis 600 Rechtsextreme sind. Aber für einige Experten ist es schwierig, die genaue Zahl zu bestimmen, vor allem, weil sie für eine lange Zeit überhaupt nicht im Visier der Behörden waren.

 "Die Bewegung des" Reichsbürger hat ein großes Potenzial der Anziehungskraft und gewinnt fortlaufend neue Anhänger" sagt der Präsident des Amtes für Verfassungsschutz.

Da sie keine gemeinsame Struktur haben, haben sie auch keine wirklich bestimmende Persönlichkeit. An der Spitze des "Königreichs Deutschland", hatte der ehemalige Koch Peter Fitzek in der Stadt Wittenberg, die Stadt Martin Luther im Jahr 2008 den Einstieg in die Politik versucht. Er ist derzeit der schweren Untreue angeklagt.

- Besteht Gefahr?

Die deutschen Behörden sind besorgt über "das Potenzial für erhebliche Gewalt und die zunehmende Aggressivität" der "Reichsbürger". Sie sind besonders interessiert an der  Bewegung wegen mehrerer jüngsten bewaffneten Zwischenfälle.

Während einer Razzia im Oktober wurde ein Polizist getötet und drei andere von einem dieser bis  auf die Zähne bewaffneten Aktivisten in dessen Haus verletzt. Im August hatte  ein ehemaliger Gewinner des Schönheitswettbewerbs "Mister Germany", der sich "Reichsbürger" nannte, das Feuer auf die Polizei eröffnet, die  kam, um ihn aus seinem Haus zu vertreiben. Er wurde schwer verwundet und verhaftet.

Einige Politiker fordern ein scharfes Vorgehen.

"Wir müssen prüfen, ob - und wenn ja, in welchem ​​Umfang - die Bewegung der 'Reichsbürger' durch den Verfassungsschutz überwacht werden", sagte im Herbst der Sprecher der bayerischen Konservativen Fraktion, Stephan Mayer.

Laut Heiko Homburg, einem Beamten der Nachrichtendienste von Brandenburg, in Bild zitiert: Manch einer der Reichsbürger gehört in die Psychiatrie." "Wenn sie dazu noch Zugang zu Waffen haben, ist dies äußerst gefährlich."

afp
In orientalischen und westlichen Schöpfungsmythen ist der Drache ein Sinnbild des Chaos, ein gott- und menschenfeindliches Ungeheuer

Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner Offenb. 12,3
 
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Re: Reichsbürger-Bericht in der französischen Presse
« Antwort #1 am: 5. Februar 2017, 04:09:57 »
Nur unwesentlich verändert hat der Schliffel von der AFP in Berlin (sicher einer von uns), den Artikel ins Spanische übersetzt und an eine bolivische Zeitung verkauft. Jetzt wissen wenigstens auch die, wie's bei uns zugeht.



http://www.paginasiete.bo/miradas/2017/1/27/reichsbrger-grupo-reconoce-estado-aleman-125142.html
In orientalischen und westlichen Schöpfungsmythen ist der Drache ein Sinnbild des Chaos, ein gott- und menschenfeindliches Ungeheuer

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Re: Reichsbürger-Bericht in der französischen Presse
« Antwort #2 am: 5. Februar 2017, 12:31:57 »
Nur unwesentlich verändert hat der Schliffel von der AFP in Berlin (sicher einer von uns), den Artikel ins Spanische übersetzt und an eine bolivische Zeitung verkauft. Jetzt wissen wenigstens auch die, wie's bei uns zugeht.

Man sollte dergleichen auch mal den Behörden in Paraguay zugänglich machen.