Autor Thema: Soldiers of Odin  (Gelesen 13464 mal)

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Offline Schnabelgroß

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Re: Soldiers of Odin
« Antwort #105 am: 16. Februar 2020, 09:21:47 »
Zitat
Mutmaßliche rechte Terrorzelle
Verdächtiger galt als Gefährder
Stand: 16.02.2020 08:29 Uhr

Nach den Razzien und Haftbefehlen gegen mutmaßliche Rechtsterroristen werden immer neue Details bekannt. Einer der Männer wurde offenbar seit Monaten als Gefährder geführt. Zudem gibt es Bezüge nach Finnland.

Zwei Tage nach den Razzien gegen mutmaßlich Rechtsextreme in mehreren Bundesländern sind neue Details bekannt geworden. Die Gruppe agierte nach Informationen der "Welt am Sonntag" unter dem Namen "Der harte Kern". Sie soll Bezüge zur rechtsextremen Gruppierung "Soldiers of Odin" gehabt haben - eine ursprünglich 2015 in Finnland gegründete rechtsextreme Bürgerwehr mit Ablegern in Deutschland. Die Zeitung beruft sich auf Ermittlerkreise.

Spoiler
Einem Bericht des "Spiegel" zufolge wurde der mutmaßliche Anführer der Gruppe, Werner S., von den Sicherheitsbehörden bereits seit Monaten als rechtsextremer Gefährder eingestuft. Bundesweit zählte die Polizei zuletzt 53 rechtsextreme Gefährder, denen sie schwere Gewalttaten bis hin zu Anschlägen zutraut.

Waffen sichergestellt
Bei der Razzia in mehreren Bundesländern am Freitag hätten die Ermittler zudem Waffen gefunden, darunter eine sogenannte selbst gebaute Slamgun. Eine ähnliche Waffe besaß auch der antisemitische Attentäter von Halle, der im Oktober in eine Synagoge eindringen wollte und zwei Menschen getötet hatte. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" wurden zudem Handgranaten und verfassungswidrige NS-Symbole sichergestellt.

Die Bundesanwaltschaft hatte am Freitag vier mutmaßliche Mitglieder der Gruppe und acht mutmaßliche Unterstützer festnehmen lassen. Werner S., Tony E., Michael B. und Thomas N. sollen sich im September 2019 zusammengeschlossen haben. Gegen sie erging Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Sie wurden den Ermittlungen zufolge von acht Männern unterstützt, die ebenfalls am Freitag vorläufig festgenommen worden waren.

Anhörungen der Bundesanwaltschaft
Die Anhörungen der zwölf Festgenommenen erstreckten sich über den gesamten Samstag. Ziel der Gruppierung soll es nach Angaben der Bundesanwaltschaft gewesen sein, "die Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik zu erschüttern und letztlich zu überwinden". Dazu sollten durch Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Muslime "bürgerkriegsähnliche Zustände herbeigeführt werden".

Kontakt persönlich oder in Chats
Die Gruppe soll sich zur Umsetzung ihres Vorhaben mehrfach in unterschiedlichen Besetzungen persönlich getroffen haben. Anberaumt und koordiniert wurden diese Treffen laut Bundesanwaltschaft durch S., der in einigen Fällen durch E. unterstützt worden sein soll. Zudem standen die Beschuldigten demnach untereinander über Chatgruppen verschiedener Messengerdienste sowie telefonisch in Kontakt.
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https://www.tagesschau.de/inland/terrorzelle-ermittlungen-101.html
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