Autor Thema: Presseschnipsel - Reichsbürger  (Gelesen 82436 mal)

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Offline Seb

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Re: Presseschnipsel - Reichsbürger
« Antwort #645 am: 30. Juli 2026, 16:30:29 »
Zitat
Mit Trommeln und Reichsfahne durch Darmstadt
Bei ihren „Bundesstaatentreffen“ zeigt sich die Reichsbürgerszene selbstbewusst in der Öffentlichkeit. Nun wird für einen Aufmarsch in Darmstadt geworben. Verfassungsschutz und Stadt sind alarmiert.

Zwei Reiter sind dabei. Und eine Gruppe Trommler. Manche tragen altertümliche Kleider oder Schärpen, andere knallgelbe Warnwesten. Etwa 500 Teilnehmer hat die Polizei gezählt, gemeinsam marschieren sie Anfang Juli über die kopfsteingepflasterten Straßen der Stadt Greiz im Südosten Thüringens. Vor allem ein Slogan ist immer wieder zu hören: „Frieden, Freiheit, Souveränität“. Und eine Flagge ist besonders häufig zu sehen: die schwarz-weiß-rote Fahne des Deutschen Kaiserreichs, das Erkennungszeichen der Reichsbürgerszene.

„Großes Treffen der 25 + 1 Bundesstaaten“ wird die Kundgebung genannt. Bemerkenswert ist sie, weil Aufmärsche von Reichsbürgern in dieser Größe eine absolute Seltenheit sind. Viele Angehörige der Szene scheuen das Licht der Öffentlichkeit. Dazu kommt: Inhaltliche Differenzen zwischen den Gruppen und Protagonisten sind unter Reichsbürgern eher die Regel als Ausnahme – was gemeinsame Aktionen erschwert.

Zum „Bundesstaatentreffen“, das ein bekannter Reichsbürger aus Brandenburg ins Leben gerufen hat, kommen trotzdem regelmäßig zahlreiche Anhänger der Ideologie. Neun Treffen hat es seit der ersten Kundgebung im August 2023 in Magdeburg bereits gegeben. Mal versammelten sich etwa 350 Reichsbürger, mal kamen mehr als 1000 Demonstranten zusammen.

Reichsbürger sprechen Deutschland die Legitimität ab
Die Kundgebungen stiften in der Szene ein Gemeinschaftsgefühl – vor allem aber dienen sie dazu, sich untereinander zu vernetzen. Das zehnte „Bundesstaatentreffen“ soll nun im Rhein-Main-Gebiet laufen: Für den 26. September wurde eine Kundgebung auf dem Karolinenplatz in Darmstadt angemeldet. Seit Ende Mai liegt dem Ordnungsamt der Stadt eine Anmeldung vor. Beim Treffen im thüringischen Greiz Anfang Juli wurden die Teilnehmer aufgerufen, sich im September in Darmstadt zu versammeln.

Was Reichsbürger eint: Sie sprechen der Bundesrepublik die Legitimität ab, sie bestreiten, dass das heutige Deutschland rechtmäßig existiert. Die Teilnehmer der bisherigen „Bundesstaatentreffen“ werden vom hessischen Landesamt für Verfassungsschutz dabei als Anhänger der „1871er-Bewegung“ eingestuft. Die Demonstrationsteilnehmer würden „den Fortbestand des Deutschen Kaiserreichs von 1871 propagieren“.

Sie gingen davon aus, „dass sowohl die Staatsstruktur als auch die Rechtsgrundlagen aus dem Jahr 1871 weiterhin Gültigkeit besitzen würden“, beantwortet die Behörde eine Anfrage der F.A.Z. Die lose miteinander verbundenen Teilnehmer der „Bundesstaatentreffen“ würden „eindeutige geschichts- und gebietsrevisionistische Tendenzen“ vertreten, sagen die Verfassungsschützer. Sie lehnten sowohl den „Verlauf der bundesdeutschen Geschichte“ sowie die „heute gültigen Landesgrenzen“ ab.
...
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/bis-zu-1000-teilnehmer-reichsbuerger-planen-aufmarsch-in-darmstadt-201079691.html

Rest des Artikels:
Spoiler
Trotzdem werden Reichsbürger bis heute oft als „harmlose Spinner“ angesehen. Ihre Ideologie wird zwar als krude und aus der Zeit gefallen wahrgenommen, als besonders gefährlich gelten sie vielen dennoch nicht. Szenebeobachter dagegen bewerten das Gewaltpotential von Teilen der Bewegung als hoch. Sie gehen auch davon aus, dass zahlreiche Reichsbürger Waffen horten. Das Bundesamt für Verfassungsschutz zählte zuletzt deutschlandweit rund 26.000 Anhänger der Ideologie.

Szenebeobachter sehen ein hohes Gewaltpotential
Vor zehn Jahren, im Oktober 2016, hatte in Georgensgmünd ein Reichsbürger den Polizisten einer SEK-Einheit erschossen, der dessen Haus durchsuchen wollte. In Frankfurt wird am Oberlandesgericht derzeit der sogenannte Reichsbürgerprozess verhandelt: Einer Gruppe um den adligen Prinz Reuß wird vorgeworfen, sie habe einen Umsturz und einen Angriff auf den Bundestag geplant. Mindestens einer der bisherigen Redner bei den „Bundesstaatentreffen“ stand auch mit dem Netzwerk um Reuß in Kontakt. „Großes Treffen der 25 + 1 Bundesstaaten“ wird die Kundgebung genannt, weil die Teilnehmer Deutschland als einen Bund aus 26 Königreichen und Fürstentümern definieren – und dazu auch die historische Region Elsass-Lothringen (als „+ 1“) zählen.
In Darmstadt wird derzeit ein Verbot der geplanten Kundgebung geprüft. Die Versammlungsbehörde stimme sich dabei mit der Polizei und den Sicherheitsorganen „mit maximaler Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit“ ab, teilt die Stadt mit. Sehr wahrscheinlich ist ein Verbot des Aufmarsches jedoch nicht – auch die Reichsbürgerideologie ist von der Meinungsfreiheit gedeckt, die bisherigen „Bundesstaatentreffen“ verliefen friedlich. Man werde, heißt es vonseiten der Stadt, aber auf jeden Fall „strikte Auflagen“ für die Kundgebung anordnen. Und am Veranstaltungstag eine „Null-Toleranz-Strategie“ anwenden: „Jeder Verstoß gegen Auflagen, jede Volksverhetzung und das Zeigen verbotener Symbole wird sofort konsequent unterbunden und strafrechtlich verfolgt.“

Sehr wahrscheinlich ist außerdem, dass es in Darmstadt zu zivilgesellschaftlichen Protesten gegen das Reichsbürgernetzwerk kommen wird, die größer ausfallen werden als etwa in der thüringischen Provinz. Ist dann womöglich auch mit Auseinandersetzungen auf den Straßen, einer Konfrontation zwischen Reichsbürgern und radikalen Antifa-Aktivisten, zu rechnen? Das hessische Landesamt für Verfassungsschutz will das nicht ausschließen. Es bestehe die Gefahr, „dass Linksextremisten versuchen werden, die bürgerlichen Proteste in ihrem Sinne zu unterwandern, beziehungsweise zu instrumentalisieren“, sagen die Verfassungsschützer.
[close]
Niemand sollte diskreditiert werden, weil er anderer Meinung ist. Aber wer Blödsinn erzählt, hat kein Recht darauf, ernst genommen zu werden.
 
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Offline dieda

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Re: Presseschnipsel - Reichsbürger
« Antwort #646 am: 19. August 2026, 08:40:28 »
Diese Dresdner Familie:
https://forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=229.msg150026#msg150026
hat es nun "erfolgreich" bis zur Zwangsversteigerung und Zwangsräumung und damit nun auch in die lokale Presse geschafft:

Zitat
Polizei unterstützt Zwangsräumung von Familie in Dresden-Leuben
18.08.2026 20:00
"Freie Familie" wird in Dresden zwangsgeräumt
Von Jakob Anders

Dresden - Frühmorgens klopfte es an der Tür, doch nicht nur der Vollstreckungsbeamte wollte Zutritt. Auch die Dresdner Polizei unterstützte die Zwangsräumung einer sechsköpfigen Familie an der Stephensonstraße in Dresden-Leuben wegen möglicher Gewaltanwendung des Familienvaters.

Die sechsköpfige Familie um den Vater Mike P. (57) musste am Montagmorgen ihre Wohnung verlassen. © xcitepress

Mike P. (57) hatte mit seiner Familie seit Jahren ein Gegenmodell zum bestehenden Staatssystem gelebt. So gingen die minderjährigen Töchter im Kampf für die "völlige Freiheit für alle Kinder" nicht mehr zur Schule.

Wie aus Unterlagen hervorgeht, die TAG24 exklusiv vorliegen, waren der Grund für die Räumung fehlende Zahlungen bei anhaltenden Sanierungen der Familienwohnung. Zudem sah es das Amtsgericht Dresden als möglich an, dass vom betroffenen Mike P. die "Androhung eines Suizids" bei Gefährdung der Familienangehörigen vorlag.

Das Amtsgericht ließ an der Stephensonstraße in Dresden-Leuben eine Zwangsräumung vollstrecken. © xcitepress

Ein Dresdner Polizeisprecher erklärt, es handle sich um "Selbstverwalter aus der Reichsbürger-Szene". Zeitweise war die Stephensonstraße während des Einsatzes gesperrt und der öffentliche Nahverkehr fuhr eingeschränkt.
https://www.tag24.de/dresden/crime/polizei-unterstuetzt-zwangsraeumung-von-familie-in-dresden-leuben-3524842
Zitat
18.08.2026 19:10
Am Montagmorgen zwangsgeräumt: Sechsköpfige Familie wohnt jetzt unter freiem Himmel

Von Jakob Anders

Dresden - Wer nicht mitmacht, verliert! Eine sechsköpfige Familie lehnte jahrelang staatliche Förderungen ab, zahlte aber auch keine Grundsteuer fürs Eigenheim. Seit der Zwangsräumung am Montagmorgen sind sie obdachlos in Leuben.

Sitzen nun wortwörtlich auf der Straße: Mama Annette Rednik mit den Töchtern Michelle (25), Jenny (27), Zarina (10) und Anna (24). Daneben der am Kopf verletzte Familienvater Michael (57).  © Petra Hornig

Tomaten, Paprika und Kartoffeln gedeihen rund ums Haus. 2009 kauften die Redniks, wie sie sich selbst nennen, ihr Familienhaus an der Stephensonstraße, sanierten und bewirtschafteten es eigenhändig, zerrissen die Personaldokumente - und versorgten sich selbst. Am Montag wurden sie um 6 Uhr morgens per Zwangsräumung aus ihrem Zuhause geholt: "Ich habe etwas klicken gehört und dann einen maskierten Beamten mit Gewehr hinterm Busch gesehen, der mit so einem roten Punkt auf mich gezielt hat", berichtet Michelle (25), eine der vier Töchter.

Ein Spezialkommando stürmte das Haus. Der Vater sei dabei mit "übermäßiger Gewalt" gegen die Wand gedrückt worden. Eine Platzwunde an seinem Kopf ist nach dem Einsatz sichtbar. "Sie haben unsere Fenster zerschlagen, unser Tor zerstört, obwohl alles bei uns offen ist, unsere Haustür hat nicht mal ein Schloss", berichtet Mutter Annette schockiert.

Seit diesem Morgen ist die sechsköpfige Familie ohne Obdach und sitzt unter einem Balkon am Straßenrand, unweit des einstigen Familienhauses: "Wir gehen doch nicht in eine Notunterkunft von den Verbrechern, die uns vor die Tür gesetzt haben", poltert Familienoberhaupt Michael (57).

Töchter und Vater schlafen jetzt auf der Straße.  © Eric Münch
Das Familienhaus wurde komplett leergeräumt.  © Petra Hornig
Am Montag wurde die Familie per Zwangsräumung aus dem Haus in der Stephensonstraße 21 gebracht.  © Petra Hornig

Hilfe aus der Nachbarschaft war sofort da

Die vertraute Nachbarin Saskia Schulz (27) hat sofort Hilfe angeboten.  © Petra Hornig

Die erste Nacht haben die drei volljährigen Töchter mit ihrem Vater auf der Straße geschlafen. Die Mutter kam mit der zehnjährigen Tochter bei Nachbarin Saskia Schulz unter. Für die 27-Jährige "eine Selbstverständlichkeit".

Familienoberhaupt Michael hat seit 2015 keine Grundsteuer mehr für das Haus bezahlt. Ein Jahr später wurde ein Verfahren zur Zwangsversteigerung eingeleitet. "Am 24. November letzten Jahres wurde unser schuldenfreies Zuhause angeblich verkauft, für 350.000 Euro." Die Redniks blieben jedoch im Haus wohnen. Bis Montag.

Das Amtsgericht Dresden war an der Zwangsräumung beteiligt. Ein Sprecher erklärt: "Der Ersteigerer des Grundstücks beauftragte den Gerichtsvollzieher direkt." Das Dresdner Jugendamt ist eingeschaltet. Am Abend nach der Räumung erhielt die Familie eine Nachricht.

Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (57, CDU).  © Eric Münch

Jan Donhauser (57, CDU), Bürgermeister für Bildung, Jugend und Sport, sagt auf Nachfrage: "In der Regel ist das Jugendamt bei solchen besonderen Situationen begleitend angefragt." Die Möglichkeit, sich Hilfe zu holen, wird die Familie wohl jedoch ablehnen.

Die Rückkehr ins Eigenheim ist undenkbar, ein Neuanfang an einem anderen Ort unvorstellbar: "Wir wollen ja nur in Ruhe gelassen werden", grübelt Michael leise vor sich hin. "Wir gehören zu keinen Reichsbürgern oder Querdenkern und wollen hier auch keinen Schrecken verbreiten. Wir ...", dann versagen der Mutter die Worte und ihre Tochter Jenny ergänzt mit Tränen in den Augen "... wollen nur unser Zuhause zurück."
https://www.tag24.de/dresden/crime/am-montagmorgen-zwangsgeraeumt-sechskoepfige-familie-wohnt-jetzt-unter-freiem-himmel-3525058?utm_source=x.com&utm_medium=social&utm_campaign=x-post-tag24dd
D adaistische I lluminatinnen für die E rleuchtung D es A bendlandes

Tolereranzparadoxon: "Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, (...) dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“ Karl Popper
 

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Re: Presseschnipsel - Reichsbürger
« Antwort #647 am: 21. August 2026, 08:21:05 »
Hilfe aus der Nachbarschaft war sofort da


Nicht nur:



Zitat
Dresden
Dresden Crime
Zwangsgeräumte Dresdner Familie: Neonazi Max Schreiber bietet seine Hilfe an

21.08.2026 05:28

Von Jakob Anders

Dresden - Während am Donnerstag ein Unwetter über Dresden hinwegzog, war Familie Rednik eine weitere Nacht ohne Obdach. Auch am vierten Tag nach der Zwangsräumung im Eigenheim an der Stephensonstraße 21 geht die "alternativlose Demonstration gegen das kaputte System" weiter.

Bei Regen, Blitz und Donner versteckte sich die Familie am Abend im Eingangsbereich eines Supermarktes in der Nähe: "Wir bleiben hier, bis wir unser Zuhause wiederhaben", so Anna Rednik (24) kraftvoll.

Auch die Nächte zuvor seien zwar extrem "kräftezehrend" gewesen. Aber von ihrem Willen, weiterzukämpfen, lässt sich auch Michelle (25) nicht abbringen: "Wir haben keine Angst vor der Nacht, aber fühlen uns halt nicht behütet auf der Straße, wachen permanent auf. Wir sind alle auf Alarmzustand die ganze Nacht lang."

Familien-Mama Annette steht langsam von der Decke auf, die auf dem Straßenboden liegt: "Die ersten Tage konnte ich noch gar nicht denken. Heute ist der Schmerz da. Ich hasse es hier an dieser Kreuzung."

Währenddessen kommen in kurzen Abständen Menschen vorbei, bieten Hilfe an - Schlafsäcke, Zelte oder Wohnmobile: "Das war sehr rührend, als wir einen Döner geschenkt bekommen haben. Aber wir essen gar kein Fleisch, also haben wir den Döner wieder weitergeschenkt", erzählt Annette Rednik und lacht ein wenig.

Anna (24) will durchziehen, bis das Zuhause wieder da ist.  © Petra Hornig

Michelle (25) hat keine Angst vor der Nacht auf der Straße, aber kommt nicht zur Ruhe.  © Petra Hornig

Die Familie träumt von der Rückkehr in ihren Garten und ihr Zuhause.  © Screenshot/freiefamiliedresden.wordpress.com

Familienoberhaupt Rednik: Alternativlose Demonstration
Unter denen, die ihre Hilfe anboten, war Neonazi Max Schreiber (39), der sich rund zwei Stunden mit der Familie unterhielt: "Wir haben das Hilfsangebot nicht angenommen. Wir bedienen keine Schubladen. Wir sind fern von jeder Gewalt", erklärt die vierfache Mutter.

Familienoberhaupt Michael Rednik (57) unterstreicht dabei: "Das ist eine alternativlose Demonstration, weil wir auf der einen Seite nicht in unseren Lebensraum zurückkehren dürfen und auf der anderen Seite die sogenannte Hilfe aus dem kaputten System nicht annehmen werden."
https://www.tag24.de/dresden/crime/zwangsgeraeumte-familie-jetzt-sprechen-die-frauen-3525791



Bald wird es etwas kühler ... da ist die Süstem-Wohnung vielleicht doch komfortabler als die Straße ...  :whistle:
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Re: Presseschnipsel - Reichsbürger
« Antwort #648 am: 21. August 2026, 13:38:30 »
Zur Erinnerung: Der Thread ist ausschließlich für Presseberichte da.

Anscheinend fällt es nicht auf, dass Beiträge, die keine Presseschnipsel enthalten, auf rätselhafte Weise verschwinden.

Diskussionen werden in diesem Thread nicht zugelassen.

Wenn ihr zu den Presseschnipseln diskutieren wollt, sucht den passenden Thread zu der Gruppierung, um die es geht, und diskutiert dort. Oder macht einen neuen auf (im passenden Bereich).

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Re: Presseschnipsel - Reichsbürger
« Antwort #649 am: 9. September 2026, 18:43:22 »

https://youtu.be/z5c2huTM-b4

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/die-k8-chronik-der-streit-um-eine-flensburger-kreisstrasse,k8-100.html

Aha, und wie ist das jetzt genau?

Wenn Bauer Knop für die 17 Hektar die geforderten 17 Mio bekommt, ist der „Einpersonenbauernaufstand“ beendet, weil mit der Zahlung die Behörden gleichzeitig die Staatlichkeit nachgewiesen haben?

Muss Schäf da noch zustimmen und braucht jemand einen Affen Davids oder wie ist das dann?  :scratch:

 :facepalm:


Ok, ich ziehe die Fragen zurück ...
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Re: Presseschnipsel - Reichsbürger
« Antwort #650 am: 17. September 2026, 15:33:18 »
Ups, ein Dorf im echten vereinigten Königreich möchte sich unvereinigen und scheint vom verbotenen Königreich inspiriert:

Zitat
Residents of an Oxfordshire village have voted to become independent from the UK in a symbolic referendum held in protest at plans to house more than 1,000 migrants at a former military base.

Spoiler
Villagers in Piddington, near Bicester, voted on Tuesday over Home Office proposals to house up to 1,256 male asylum seekers at nearby MoD Bicester.

The referendum was organised by the parish council and out of 312 votes cast, 285 voted to leave, 26 voted no, and one ballot paper was spoiled.

The culture secretary told BBC Breakfast the government would not reconsider the migrant housing proposal.

Piddington's 350 residents were invited to cast their ballot in a small box outside the village hall.

Delivering the result, parish council vice chair Susannah Parden said: "We are Piddington the village that roars."

Parish council chair Tim McNally added: "This is an example of democracy in operation.

"We went into this village hall as the underdogs - we had a plucky idea. We have given a message to the world."

PA Media Piddington villagers at sign celebrating after voting overwhelmingly to become an independent state in a symbolic “referendum”.PA Media
Villagers voted overwhelmingly to become an independent state in a symbolic referendum
Prime Minister Andy Burnham said he understood the village's "strength of feeling" but there needed to be fairness across the country.

"The only thing to do is to get the numbers down, the number of crossings down," he said. "And they are significantly down. They are now at a seven-year low.

"We also made a commitment to people to end the use of hotels to house refugees and asylum seekers, and that commitment needs to be honoured, and I think the vast majority of people say 'yeah, that really does need to proceed'.

"So this involves difficult difficult decisions. It's about fairness across the country. I'm not saying that only one part of the country or one group of communities should do all of the work."

Shadow Home Secretary Chris Philp said the vote should be a "wake-up call" for the government.

Philp, who visited the village earlier this week, said it was "sending a message on behalf of the whole country".

"The whole country is sick of illegal immigrants being allowed to enter our country and get accommodated, whether it's in hotels, flats or military sites," he added.

PA Media A “Principality of Piddington” sign is placed on the village boundary in Piddington, Oxfordshire, after local residents voted overwhelmingly to become an independent state in a symbolic “referendum”PA Media
A "Principality of Piddington" sign has been placed on the village boundary
Culture Secretary Lisa Nandy said that reconsidering the MoD Bicester plan would not be fair.

"The alternative would be to ask communities who have already seen their local community quadruple in size to take more of the load - and I think that's deeply unfair," she said.

Nandy said Piddington was "not actually" unusual, adding: "In my constituency there are particular streets where that has happened to the community."

But she said the government was listening to the Piddington campaigners.

"I do really understand that when changes are made that affect your community it can be very distressing.

"We inherited an enormous asylum backlog, we are processing claims much more quickly, we are removing people who don't have the right to be here.

"Small boat crossings fell this summer for the first time in many years because of the action we have taken.

"While we get a grip on the asylum chaos that we inherited we do need to make sure that we live up to our obligations and house people coming to this country seeking safety."

PA Media Aerial view of Piddington, Oxfordshire, after villagers voted overwhelmingly to become an independent state in a symbolic “referendum”.PA Media
The village is home to about 350 people
Women in the village said "life as we know it will be destroyed" if the plans went ahead.

More than 130 female residents have written to every female Member of Parliament to share their concerns.

"As fellow women, you will understand the serious risks this will expose us to. Our safety, our security and our freedoms will be under threat.

"We will not feel safe walking our streets," they said.

Local politicians and charities have said they were "astounded" by the government's proposals and said the location was not suitable for such use.

Hari Reed, from the Oxfordshire-based charity Asylum Welcome, said: "They [asylum seekers] will be distant from the kind of support that they usually need and that will put additional burden on the public services that are there to accommodate them."

PA Media Local residents cast their votes in the ballot box attached to the door of Piddington Village Hall, in Piddington, Oxfordshire, where residents are holding a referendum on whether it should remain part of the UK after the Government said it wanted to set up a migrant camp close by.PA Media
Villagers voted in the symbolic referendum on Tuesday
Piddington resident Christina Gower, 26, said she was disappointed villagers had to do something "so drastic and desperate" to get the prime minister's attention, adding he would be welcome to join them for a cup of tea to discuss the issue.

She said: "You see this kind of stuff on the telly, in front of 10 Downing Street, not in plucky Piddington, in the middle of Oxfordshire.

"It doesn't make sense, but then I just think it's such a symbol for the rest of the UK, and I think the residents here in Piddington are so proud that they can pull off something so wacky and out of place and really impactful."

Ian Darby said he was "extremely emotional" listening to the result being read.

The 63-year-old said: "I haven't seen a press frenzy like that over a little village, it's quite extraordinary."

He added it has made the village think "wow, our voice can be heard".

Joe Marshall, a Piddington parish councillor, said the village could elect leaders for its new "principality" and even create ID cards.

Asked how far it could take its independence campaign, Marshall said it depends on how much the government was willing to listen.

He added its main aim was to encourage other communities unhappy with local decisions "to push for similar things".

He cited the Principality of Sealand as inspiration - a former military platform in the sea off East Anglia declared an independent territory in 1967.


Tap the questions below
How many people are in asylum accommodation?

Numbers of asylum seekers in hotels by council area

How many people apply for asylum in the UK?

How big is the asylum backlog?

See more key stats on hotels, small boats and asylum
Tim Beader, Oxfordshire County Council leader, said the campaigners had done an incredible job at highlighting their concerns about the proposed asylum centre.

"It's partially about the proposal itself, and partially about how the government has gone about this without engaging with the local community or looking at the feasibility of this site," he said.

"It's the wrong site for the local communities, for the asylum seekers themselves, and for the taxpayer."

The Home Office announced the plans in June as part of wider proposals to move migrants out of hotels.

Known as "Site A", MoD Bicester is located between the villages of Piddington and Upper and Lower Arncott.

In 2005 it was the target of similar plans for an asylum seekers accommodation centre, which were abandoned by the then-Labour government.

This year's announcement sparked widespread criticism, including from the district council and human rights groups, with many residents expressing shock.

Piddington falls within the constituency of Lib Dem MP for Bicester, Calum Miller. He previously said the plans had been "veiled in secrecy" and the process did not guarantee public participation "beyond a narrow list of statutory bodies".

However, earlier this month the government published an Urgent Crown Development application.

A public consultation on the plans is now running until midnight on 17 September.

Miller called the consultation a "clear win for local democracy and for every resident who refused to be shut out of a decision with profound consequences for our communities".
[close]

https://www.bbc.com/news/articles/ckz7zyn1lwypo
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