Autor Thema: Heike Maria Werdings Osnabrücker Landmark e.V.  (Gelesen 45326 mal)

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Offline Rabenaas

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Re: Heike Maria Werdings Osnabrücker Landmark e.V.
« Antwort #480 am: 27. März 2020, 11:31:16 »
Es ist nur von Vorfahren und Nachkommen die Rede - dazu zälen weder Stiefkinder noch Geschwister.  :P
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!
 
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Offline Gutemine

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Re: Heike Maria Werdings Osnabrücker Landmark e.V.
« Antwort #481 am: 27. März 2020, 17:32:21 »
Bei Belltower gibt es einen schönen Artikel zu "rechtsextremen Frauen". Einmal die Patronen verschickende Heilpraktikerin (sogar mit Bild) und dann noch unsere Heike. Das SSL wird in diesem Teil auch als Quelle angegeben.

https://www.belltower.news/rechtsextreme-frauen-papierterrorismus-als-bewaffnete-bedrohung-97491/
Spoiler
Auch „Reichsbürger“-Frauen sind bewaffnet und bedrohen gern: Mehr als Papierterrorismus

Bewaffnete Frauen gab es übrigens auch in den Reihen der „Reichsbürger“-Gruppierung „Geeinte deutsche Völker und Stämme“, die jüngst von Bundesinnenminster Horst Seehofer verboten wurde (BTN berichtete:)

Wie jetzt bekannt wurde, stellten sich die Mitglieder des Vereins als stärker bewaffnet heraus, als die Polizei vermutet hatte – vor allem die weiblichen. Bei einer Endfünfzigerin im nordrhein-westfälischen Gummersbach der Gruppe fand die Polizei unter anderem drei abgesägte Schrotflinten, drei Armbrüste, zwei Macheten und eine Zwille.

Als Einsatzkräfte die Wohnung einer Anhängerin der Gruppierung in einem Vorort von Dresden durchsuchten, wurden sie nach dpa-Informationen von deren hochbetagter Mutter bedroht. Sie soll vom Nachbargrundstück aus ein Luftgewehr auf sie gerichtet haben.

Bei einer in Berlin ansässigen Frau, die im Namen der Gruppe Videos über Youtube verbreitet, soll ein Dokumentendrucker gefunden worden sein. Dokumentendrucker sind auf Dokumentechtheit zertifiziert, um Manipulationssicherheit für Dokumente etwa im Justizbereich oder in Meldeämtern herzustellen.

Die „Geeinten deutschen Völker und Stämme“ waren seit 2017 vor allem durch bizarre und aggressive Drohbriefe an Behörden und Politiker aufgefallen, die das Ziel hatten, „Amtsträger persönlich einzuschüchtern“. Laut Bundesinnenministerium bringen die Mitglieder des Vereins „durch Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus ihre Intoleranz gegenüber der Demokratie deutlich zum Ausdruck“. In den vergangenen Jahren sei die Gruppierung unter anderem durch „verbalaggressive Schreiben“ aufgefallen. Darin sei den Adressaten „Inhaftierung“ und „Sippenhaft“ angedroht worden. Das „Höchste Gericht“ der Gruppe drohte Regierungsmitgliedern mit Klagen wegen der „Zersetzung hoheitlicher Staatlichkeit“. Die Gruppierung stellte eigene Stempel her und hatte sich als Zahlungsmittel als eine Art Phantomwährung geschaffen.

Diese Strategie bezeichnet man auch als Papierterrorismus. Das meint die Methode von Reichsbürger*innen und Staatsverweigerer*innen, Behörden mit seitenlangen Eingaben in Schriftform, per Fax und E-Mail zu überfluten, um sie damit in ihrer Arbeitskraft zu schwächen und zu behindern. Bei den „Geeinten deutschen Völker und Stämme“ wurde die Grenze zur Bedrohung dabei deutlich überschritten.

Eine federführende Aktivistin ist dabei Heike Werding aus Melle, selbsternannte „Präsidentin der reorganisierten ‚Gemeinde Osnabrücker Landmark e.V.‘ “ und „Generalbevollmächtigte der geeinten deutschen Völker und Stämme“, die in Drohschreiben an Behörden und Politiker*innen eine Erfüllungen fand. Unter anderem schickte sie als „Generalbevollmächtigte der geeinten deutschen Völker und Stämme“ im September 2017 ein Fax an Bundeskanzlerin Angela Merkel und ordnete höchst richterlich unter anderem ein Zutritts- und Tätigkeitsverbot in den Gebäuden des Deutschen Bundestags an. Der Wahlkampf sei zu beenden und die Bundestagswahl abzuschaffen, weil sie illegal seien: Das „Unternehmen Bundesrepublik Deutschland mit allen Filial- und Tochterunternehmen ist aufgrund fehlender Verwaltungsrechte sowie Täuschung im Rechtsverkehr mit sofortiger Wirkung zu schließen.“ Bei Verstößen drohe Merkel Sippenhaft, was bedeute, dass „zum Schadensausgleich drei Generationen der lebenden Vorfahren und drei Generationen der Nachkommen in die finanzielle Verantwortung gezogen werden“. Auch über das Strafmaß gibt das Schreiben Auskunft: mindestens 9.000 Feinunzen Gold (vgl. Sonnenstaatland).

Drohbriefe stellen eine einfache umzusetzende Methode dar, um politische Gegner*innen oder rassistisch, antisemitisch oder islamfeindlich ausgewählten Gruppen in Angst zu versetzen, in ihrer Handlungsfähigkeit zu lähmen und in ihrem Engagement einzuschüchtern. Offenbar ein attraktives Betätigungsfeld für rechtsextreme Frauen – zumal die Waffenfunde in der rechtsextremen Szene immer wieder unterstreichen, dass es schwer auszumachen ist, welche Bedrohungen eine ernsthafte Gefahr darstellen. Umso wichtiger sind konsequente strafrechtliche Ermittlungen, wie in diesen beiden Fällen.
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