Mangels jeglicher Neuigkeit zur nun verbotenen Reichsbürgergruppierung "Königreich Deutschland" und ihres Mimimiminimonarchen hier mal etwas völlig anderes:
https://grilleau.blogspot.com/2026/04/teil-iii-rom-ist-nicht-untergegangen.htmlIch habe das Pamphlet - und schon garnicht die Teile I, II und IV - nicht gelesen und Teil III nur überflogen. Zu lang, fürchterlicher Pseudointelektüllenstil, keine Lust.
In Teil III der "fortlaufenden Analyse" (Bitte nicht!) führt man als Beleg für die These "Macht ist Geld und der Staat gibt beides nicht gerne weg" (oder so)
Trommelwirbel PIFelchen an. Jahaa, richtig gelesen! Denn kaum hatte der seine Rübennase aus dem Elbuferschlamm erhoben, hat der phöse Staat mit aller Macht auf ihn eingedroschen:
Der Gegenbeweis: Was passiert, wenn jemand es nachmacht
Es gibt einen einfachen Test für die Frage, ob das Geldschöpfungsmonopol tatsächlich der Schlüssel zur Macht ist: Man schaut, was passiert, wenn jemand versucht, es zu umgehen.
Peter Fitzek, der selbsternannte „König von Deutschland", hat genau das versucht. Er gründete eine eigene Bank, gab eine eigene Währung aus, baute eigene Versicherungsstrukturen auf, ein eigenes Bildungssystem, eine eigene Gerichtsbarkeit. Ich sage es klar: Fitzek ist nicht ganz koscher. Seine Strukturen haben sektenhafte Züge, seine Selbstkrönung ist grotesk, und es geht hier nicht darum, ihn oder seine Bewegung zu verteidigen. Es geht um etwas anderes. Es geht darum, was der Staat getan hat.
Der Staat hat sofort zugeschlagen. Bankgeschäfte ohne Erlaubnis. Versicherungsgeschäfte ohne Zulassung. Steuerhinterziehung. Fitzek sitzt im Gefängnis. Das System hat ihn vernichtet — nicht weil er ein schlechter Mensch ist, sondern weil er eine parallele Clearing-Struktur aufgebaut hat. Er hat versucht, genau das zu tun, was die Adelsfamilien seit Jahrhunderten tun: eigene Finanzstrukturen, eigene Ordensstrukturen, eigene Jurisdiktionen. Der Malteserorden hat Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen und gibt eigene Pässe aus. Die City of London hat ein eigenes Rechtssystem. Die BIZ genießt diplomatische Immunität. Aber wenn ein Bürger dasselbe versucht, ist es eine Straftat.
Das ist kein Einzelfall. 1932, mitten in der Weltwirtschaftskrise, führte der Bürgermeister der österreichischen Kleinstadt Wörgl ein umlaufgesichertes Lokalgeld ein — Freigeld nach Silvio Gesell. Das Geld verlor monatlich an Wert, wenn man es nicht ausgab, was den Umlauf erzwang. Das Ergebnis: Die Arbeitslosigkeit sank dramatisch, die Gemeinde blühte auf, Dutzende andere Gemeinden in Österreich wollten das Modell übernehmen. Das Experiment von Wörgl wurde international beachtet. Und was geschah? Die Österreichische Nationalbank klagte. Das Experiment wurde verboten. Nicht weil es gescheitert war — sondern weil es funktioniert hatte. Weil es bewies, dass Geld als neutrales Tauschmittel funktionieren kann, ohne private Geldschöpfung, ohne Zins, ohne die Konzentration, die das bestehende System zwangsläufig produziert. Es wurde niedergeschlagen, weil es die Systemlogik selbst in Frage stellte.
Fitzek und Wörgl haben nichts miteinander zu tun — der eine ist ein fragwürdiger Sektenführer, der andere war ein sozialdemokratischer Bürgermeister mit einem ökonomischen Experiment. Aber die Reaktion des Systems war in beiden Fällen identisch: sofortige Vernichtung. Und das ist der Beweis. Nicht was das System tut, verrät seine Natur, sondern was es nicht zulässt.
Spötter mögen beispielsweise und im Prinzip einwenden, dass allein zwischen der ersten Veröffentlichung zur "NeuDeutschen Gesundheitskasse (ehemals der
GemüseGesundheitsfond)" im Dezember 2010 und dem letzten dokumentierten Staatsbesuch im Mai 2025 schlappe 14 1/2 Jahre lagen, was ich jetzt eher nicht als "sofort" empfände, aber hey! Warum nicht. Solange das Ergebnis in das eigene Weltbild passt!
Abgesehen davon: das Bloggende schreibt, dass der PIF nicht "vernichtet" wurde, weil er "ein schlechter Mensch" sei, sondern weil er eine "alternative Clearingstelle" errichtet habe. Da kommt mir doch glatt das Frühstücksei wieder hoch: Erstens sollten Staaten niemanden "vernichten", denn auch "schlechte Menschen" haben ein Existenzrecht. Und zweitens wurde hier niemand "vernichtet", sondern Fitzek sitzt nach jahrenlangen Rechtsverstößen aufgrund eines durch einen Richter nach Recht und Gesetz erlassenen Haftbefehls in U-Haft. Nix köpfen, nix Rädern und vierteilen, nix Asche in alle Winde zerstreuen und Namen aus den Annalen der Geschichte streichen, nur U-Haft. Die auf die Strafe angerechnet werden wird, die in einem hoffentlich bald kommenden, fairen und rechtsstaatlich geführten Verfahren bestimmt werden wird, sollten die Straftaten zur vollen Überzeugung ser Richter festgestellt werden. Nach Haftverbüßung würde ihm das Schweinesystem sogar helfen, wieder in die Gesellschaft zurückzufinden. Und sollte Fitze freigesprochen werden, würde er für die erlittene Haft sogar entschädigt. Wahrlich: ein eindeutiges Beispiel für die sofortige, totale und vollständige Vernichtung der Gegner des Geldsystems
