Autor Thema: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert  (Gelesen 2424 mal)

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Offline hair mess

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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #30 am: 30. Januar 2026, 23:49:54 »
Der Verteilungstermin war auch schon. Da hat mir die Richterin mitgeteilt, dass der mittlere 5-stellige Betrag, der für ihn übrig bleibt nicht ausgezahlt werden kann, weil er jegliche Gerichtspost mit Stempel eines erfundenen Staats zurückschickt und schreibt, dass das Gericht nicht zuständig sei. Erschreckend, dass jemand auf so viel Kohle aus Verblendung verzichtet. Andererseits hat die Richterin mir gesagt, dass man die Vollstreckungskosten aus diesem Geldtopf einklagen könnte. Das nimmt uns etwas die Sorge, dass wir auf den Kosten für das Spektakel sitzen bleiben.
Wenn da wirklich Geld da ist, dann hast Du sogar eine weitere Möglichkeit, Dich schadlos zu halten.
Du kannst ihn ja zivilrechtlich verklagen, dem Zwangsversteigerungverfahren nicht zuwider zu handeln und ihm analog eines Abmahnverfahrens pro Tag Zuwiderhandlung einen hohen Betrag in Rechnung stellen, den Du dann auch aus dem hinterlegten Betrag holen könntest.
Ob er Deine Post annimmt ist auch hier irrelevant.
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Offline BlueOcean

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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #31 am: 31. Januar 2026, 01:23:25 »
Die Wirrheit der Story von dem Zusammenbruch der Weltordnung sowie die Tatsache, dass er sich daran nicht erinnern kann (oder möchte), deutet für mich darauf hin, dass der Mann kein ideologisch gefestigter Reichsbürger ist, sondern eher ein unorganisierter Querulant, der mutmaßlich alle möglichen Wahnideen verfolgt oder sich zusammen spinnt. Vorteilhaft daran ist, dass keine besonders durchdachte Gegen-Strategie mit realen juristischen Kniffen zu erwarten ist.

Angesichts dem Ausmaß seiner Verblendungen ist es fast überraschend, dass er bisher nicht negativer aufgefallen zu sein scheint als mit wirren Reden, widersinnigen Entscheidungen und vergeblichem Briefgeschreibsel. Daher ist es möglich, dass er bei der Konfrontation mit unangenehmen Realitäten zwar zuerst wutschnaubend aufheult aber sich letztlich doch murrend in sein Schicksal fügt. Aber sicher ist das keinesfalls und angesichts der Tatsache, dass ihm sein Haus aus seiner Sicht "ungerechterweise" weggenommen wird, könnten ihm in der Situation leider auch ein paar der Sicherungen durchbrennen, die bisher noch gehalten haben. Darauf muss man vorbereitet sein!

Unter Umständen (die ich nicht kenne und nicht einschätzen kann!!!) kann es sogar sinnvoll sein, dem Mann zu helfen. Ihn beispielsweise dabei zu unterstützen, dass er das ihm zustehende Geld erhält. Das wären vermutlich ein paar Stunden Aufwand, die bewirken könnten, dass er nicht sofort auch noch mittellos auf der Straße steht und möglicherweise verhindern, dass er einen persönlich als seinen absoluten Feind oder Endgegner wahrnimmt. Also ein Spagat aus: Auf seinem Recht bestehen, Distanz wahren, Respekt behalten und Härten vermeiden (in dieser Reihenfolge!).

Da ich die Sache und die Personen nicht gut kenne, ist mein letzter Vorschlag ausdrücklich keine Empfehlung, sondern nicht mehr als ein Denkanstoß. Solche Angebote können auch ganz falsch ankommen oder unmöglich sein und eine Gewähr auf die Reaktionen wahnhafter Personen gibt es leider nicht.
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Offline hair mess

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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #32 am: 31. Januar 2026, 01:40:30 »
Da ich die Sache und die Personen nicht gut kenne, ist mein letzter Vorschlag ausdrücklich keine Empfehlung, sondern nicht mehr als ein Denkanstoß. Solche Angebote können auch ganz falsch ankommen oder unmöglich sein und eine Gewähr auf die Reaktionen wahnhafter Personen gibt es leider nicht.
Das kann man nicht genug betonen.
Dennoch ist das der Weg der am kürzesten zum Ziel führen kann.
Doch was kommt dann?
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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #33 am: 31. Januar 2026, 08:57:36 »
Wir hatten nach einem halbstündigen Gespräch eigentlich einen Deal. Und zwar wenn - wie er sagte am 1.1. die Weltordnung zusammenbricht, Nesera/Gesera beginnt, Dollar und Euro aufhören zu existieren und alle Menschen 12.000.000 der neuen Weltwährung Brics bekommen, dann geht er nach Südafrika, weil es da Med Beds gibt, die alle Krankheiten heilen und ich geb ihm meine 12 Mio Brics und kriege das Haus. Wenn das alles am 1.1. nicht Eintritt, übergibt er wie gefordert das Haus am 31.01.

Das klingt nach einem fairen Angebot.

Leider erinnert er sich heute nicht mehr an den Deal, hat ein Übergabe abgelehnt und beschimpft mich als bösen Menschen, der zu viel Druck ausübt.

Das dürfte die zukünftige Einstellung seinerseits bleiben. Er ist das Opfer, du gehörst zum System(TM).

Trust the plan!

Bleibe tatsächlich beim Vorgehen und ziehe das formal bestmöglich durch. Er wird sich nicht an irgendetwas halten, was ihm gerade nicht in den Krams passt. Und sollte er wirklich so verwirrt sein, dann wird man keine realistische Planung mit ihm zusammen gestalten können. Seine "(tages-)aktuelle Realität" wird man nicht vorhersehen können.
Dein/euer Vorgehen ist das einzig verlässlich planbare, ihr müsst die Richtung und das Tempo vorgeben.
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Offline Rabenaas

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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #34 am: 31. Januar 2026, 09:13:37 »
Ich würde mit dem Mann gar nicht mehr reden. Man kann sich bei manchen Leuten halt nur darauf verlassen, dass auf sie kein Verlass ist.
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!
 
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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #35 am: 31. Januar 2026, 10:06:31 »
Unter Umständen (die ich nicht kenne und nicht einschätzen kann!!!) kann es sogar sinnvoll sein, dem Mann zu helfen. Ihn beispielsweise dabei zu unterstützen, dass er das ihm zustehende Geld erhält. Das wären vermutlich ein paar Stunden Aufwand, die bewirken könnten, dass er nicht sofort auch noch mittellos auf der Straße steht und möglicherweise verhindern, dass er einen persönlich als seinen absoluten Feind oder Endgegner wahrnimmt. Also ein Spagat aus: Auf seinem Recht bestehen, Distanz wahren, Respekt behalten und Härten vermeiden (in dieser Reihenfolge!).
Würde ich nicht machen. Er hat schon einmal gezeigt, dass er sich später an Deals, nicht mehr erinnern kann.
Ich würde auch sagen, nicht mehr mit ihm reden. Alles durchziehen und bei Verstößen des Exbesitzes sofort die Polizei hinzuziehen.

Was vielleicht helfen kann, sofern du es nicht bereits machst ist alle Nachrichten von ihm zu sichern und von allen Treffen, Telefonaten etc. Protokolle zu schreiben, falls es doch irgendwann zu einer Gerichtsverhandlung kommen sollte. Was ich nicht hoffe.
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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #36 am: 31. Januar 2026, 12:08:17 »
Ist schwierig, als Außenstehender dazu einen Rat zu geben. So wie ich den Kandidaten einschätze, lebt der in einer eigenen Realität, in der man ihm nicht oder nur sehr eingeschränkt folgen kann. Solche "Realitäten" dürften sich kurzfristig ändern, wenn man auf diese Weise unangenehme Wahrheiten "abwenden" kann. Das hast Du ja bei dem Deal zur Übergabe erlebt, sollte die Weltordnung wie von ihm prognostiziert zusammenbrechen, dann und nur dann.....
Ich gehe davon aus, dass jegliche Vereinbarung sinnlos ist, weil der Kandidat sie niemals einhält, sobald er das Haus räumen muss. Daher bleibt eigentlich keine andere Lösung, als auf dem Rechtsweg die Räumung durchzusetzen und die zusätzlichen Kosten aus dem vorhandenen Vermögensrest einzuklagen. So würde ich vorgehen. Ich bin froh, dass ich nicht in Deiner Situation bin. Viel Erfolg!
 
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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #37 am: 31. Januar 2026, 12:56:48 »
Wir hatten nach einem halbstündigen Gespräch eigentlich einen Deal. Und zwar wenn - wie er sagte am 1.1. die Weltordnung zusammenbricht, Nesera/Gesera beginnt, Dollar und Euro aufhören zu existieren und alle Menschen 12.000.000 der neuen Weltwährung Brics bekommen, dann geht er nach Südafrika, weil es da Med Beds gibt, die alle Krankheiten heilen und ich geb ihm meine 12 Mio Brics und kriege das Haus. Wenn das alles am 1.1. nicht Eintritt, übergibt er wie gefordert das Haus am 31.01.

Es war sehr nett von dir, dass du auf ihn eingegangen bist, dass er wirklich einen Termin einhält auch so er seinem Wahn folgt war aber nicht zu erwarten.
Denn es ist fester Bestandteil solcher Glaubenssysteme, dass Hoffnung durch ein konkretes Datum erzeugt wird und man dann nach Allem sucht was dieses bestätigt.
Wenn es dann kommt und geht ohne, dass etwas passiert ist kann man nicht zugeben falsch gelegen zu haben und da gibt es dann genau zwei Wege damit umzugehen.
Entweder man sucht nach Begründungen warum nun doch nicht oder man ignoriert, dass man jemals an das Datum geglaubt hat. Letzteres kostet weniger Energie und ist daher beliebter.

Wir erinnern uns in der Pandemie, wo irgendwelche Klug♥♥♥r verkündeten, dass die Geimpften zu einem bestimmten Datum sterben.
Auch deren Ansatz baut darauf auf, dass ihre Anhänger schlicht nicht zugeben können Unfug aufgesessen zu sein. Daher gibt es so manchen der von damals bis heute regelmäßig ankündigt, dass es nächsten Monat los geht.
Deren Popularität in diesem Milieu tut das wenig ab.

Ich persönlich halte es daher für Zeitverschwendung auf solche Leute einzugehen.
NWO-Agent auf dem Weg zur uneingeschränkten Weltherrschaft

*mMn - meiner (ganz persönlichen) Meinung nach
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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #38 am: 31. Januar 2026, 18:40:37 »
Vorteilhaft daran ist, dass keine besonders durchdachte Gegen-Strategie mit realen juristischen Kniffen zu erwarten ist.

Durchdachte Gegenstrategien und reale, juristische Kniffe … gab es das schon mal bei der Kundschaft?

Ich frage ganz ernsthaft. Ich bin noch jung und unerfahren, was das angeht, aber ich erinnere mich an keinen Fall, in dem Papierstapel, egal ob mit blutigem Daumen- oder A*schabdruck ein Gericht oder dessen Vollzieher umgestimmt hätten.
"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler wieder machen, aber ein bisschen früher anfangen, damit ich mehr davon habe."

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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #39 am: 1. Februar 2026, 00:59:07 »
Off-Topic:
Ein wenig OT zur Auflockerung?
Ich habe auch gerade ein "Reichsbürger" Problem. Wir haben in der Familie 25 % Schwurbler. In Zahlen 1 von 4. Dummerweise haben wir noch eine Erbengemeinschaft und es geht um ein Grundstück. Zum Glück ist der Wert ausnehmend gering. Für 3000 m² von denen jeweils die Hälfte Unland und Wald sind, werden allerdings die unterschiedlichsten Werte angenommen.

Marktpreis laut Förster für Wald in der Gegend 120 €/ha. Für unser Stück also 18 €. Geteilt durch 4 sind das 4,50 €.
Laut Finanzamt ist der Bodenrichtwert 0,95 € für Ackerland, was es aber sicher nicht ist, dort wächst nicht mal Gras freiwillig, also 2.850 € /4 712,50 € pro Besitzer als Grundlage für die Besteuerung.
Nur einer ist der Meinung, dass die Bäume mindestens 10.000 € wert sind.

Erstmal hört sich ja Wald gut an. Holz ist ja "teuer", zumindest auf dem Baumarkt. Zumal man das Holz tatsächlich einschlagen könnte. Die Bäume sind vor dem Krieg gepflanzt, dem 1. WK als wir noch einen Kaiser hatten. Allerding kann dort kein Harwester fahren, weil es zu steil ist und der ganze Berg in kleine Parzellen wie unsere geteilt ist. Das bedeutet Handfällung und komplizierter Transport. Dann muss das Holz gesägt werden und dann verkauft. Sägewerke nehmen nichts an, weil sie keine Kapazitäten freihaben. Die ganzen Besitzer müssten zustimmen und es erstmal finanzieren, wegen 1500 m² kommt keine Firma man müsste also alles (ca. 5 ha) fällen. Die Holzpreise sind jedoch so niedrig, dass man also nur verdient, wenn man selber fällt, schneidet und transportiert. Und das auch nur, weil mein Sohn Zimmermann ist und das Holz selbst verwenden könnte. Der Holzhändler würde das auch nicht kaufen, weil er zu viel liegen hat.

Nur einer sieht das anders! Er ist der Meinung, wir wollen ihn enteignen und da stecken ganz andere dahinter. Klar, mein Sohn ist Linker und will sich nur sein Demogeld aufbessern. Das Argument, dass er mit seinen 75 Jahren nicht mehr in den Wald gehen kann, um Holz zu machen, zählt nicht. Er heizt mit Holz und hat auch für 10 Jahre Vorrat gelagert. Und wenn die Russen kommen, um uns zu befreien, werden wir schon sehen, was wir davon haben.

Die Konsequenz wird sein, da wir endlich die Erbegemeinschaft auflösen wollen, dass ich auf das Grundstück verzichte und es dem Land zufällt. Er bekommt es auf jeden Fall nicht.


Dummheit schützt vor Strafe nicht!

Captain Andra für die USSF
 
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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #40 am: 1. Februar 2026, 01:07:14 »
Off-Topic:
Ein wenig OT zur Auflockerung?
Ich habe auch gerade ein "Reichsbürger" Problem. Wir haben in der Familie 25 % Schwurbler. In Zahlen 1 von 4. Dummerweise haben wir noch eine Erbengemeinschaft und es geht um ein Grundstück. Zum Glück ist der Wert ausnehmend gering. Für 3000 m² von denen jeweils die Hälfte Unland und Wald sind, werden allerdings die unterschiedlichsten Werte angenommen.

Marktpreis laut Förster für Wald in der Gegend 120 €/ha. Für unser Stück also 18 €. Geteilt durch 4 sind das 4,50 €.
Laut Finanzamt ist der Bodenrichtwert 0,95 € für Ackerland, was es aber sicher nicht ist, dort wächst nicht mal Gras freiwillig, also 2.850 € /4 712,50 € pro Besitzer als Grundlage für die Besteuerung.
Nur einer ist der Meinung, dass die Bäume mindestens 10.000 € wert sind.

Erstmal hört sich ja Wald gut an. Holz ist ja "teuer", zumindest auf dem Baumarkt. Zumal man das Holz tatsächlich einschlagen könnte. Die Bäume sind vor dem Krieg gepflanzt, dem 1. WK als wir noch einen Kaiser hatten. Allerding kann dort kein Harwester fahren, weil es zu steil ist und der ganze Berg in kleine Parzellen wie unsere geteilt ist. Das bedeutet Handfällung und komplizierter Transport. Dann muss das Holz gesägt werden und dann verkauft. Sägewerke nehmen nichts an, weil sie keine Kapazitäten freihaben. Die ganzen Besitzer müssten zustimmen und es erstmal finanzieren, wegen 1500 m² kommt keine Firma man müsste also alles (ca. 5 ha) fällen. Die Holzpreise sind jedoch so niedrig, dass man also nur verdient, wenn man selber fällt, schneidet und transportiert. Und das auch nur, weil mein Sohn Zimmermann ist und das Holz selbst verwenden könnte. Der Holzhändler würde das auch nicht kaufen, weil er zu viel liegen hat.

Nur einer sieht das anders! Er ist der Meinung, wir wollen ihn enteignen und da stecken ganz andere dahinter. Klar, mein Sohn ist Linker und will sich nur sein Demogeld aufbessern. Das Argument, dass er mit seinen 75 Jahren nicht mehr in den Wald gehen kann, um Holz zu machen, zählt nicht. Er heizt mit Holz und hat auch für 10 Jahre Vorrat gelagert. Und wenn die Russen kommen, um uns zu befreien, werden wir schon sehen, was wir davon haben.

Die Konsequenz wird sein, da wir endlich die Erbegemeinschaft auflösen wollen, dass ich auf das Grundstück verzichte und es dem Land zufällt. Er bekommt es auf jeden Fall nicht.



Sonst schaut euch doch mal im Raum Wittenberg um. Da gibt es doch sicher einen holzverarbeitenden Betrieb mit Säge und Trocknungsregal, der momentanTM keineswegs ausgelastet ist, sondern seit Monaten schmählich brachliegt.
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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #41 am: 1. Februar 2026, 01:35:38 »
Off-Topic:
Laienidee:

Kann man das Grundstück nicht "zur Aufhebung der Gemeinschaft" versteigern lassen? Dazu muss meines Wissens nach kein anderer Miterbe gefragt werden.
Da kann der 25%-Bescheidwisser dann ja fein mitbieten und all das wertvolle Holz zu seinem Eigen machen. Wenn nicht, ist er seinen Anteil halt los. Er und die anderen drei Eigentümer haben jedenfalls vielleicht noch ein paar Mark Fünfzig unterm Strich in der Kasse. Gutachter und Gebühren fallen allerdings auch an.

 
 
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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #42 am: 1. Februar 2026, 03:09:12 »
Wenn da wirklich Geld da ist, dann hast Du sogar eine weitere Möglichkeit, Dich schadlos zu halten.
Du kannst ihn ja zivilrechtlich verklagen, dem Zwangsversteigerungverfahren nicht zuwider zu handeln und ihm analog eines Abmahnverfahrens pro Tag Zuwiderhandlung einen hohen Betrag in Rechnung stellen, den Du dann auch aus dem hinterlegten Betrag holen könntest.
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Ich bin ja kein Experte, aber das klingt für mich eher umständlich.

Aber wenn Geld da ist, dann kann ja auch Miete gezahlt werden. :)

Der erbrechtliche Off-Topic ist ja auch nicht un-interessant, aber eben off-topic. Und sollte dementsprechend in einen eigenen Faden geflochten werden, danke.
Eine von VRiBGH Prof. Dr. Thomas Fischer erfundene Statistik besagt, dass 90% der Prozessgewinner die fragliche Entscheidung für beispielhaft rechtstreu halten, 20% der Unterlegenen ihnen zustimmen, hingegen von den Verlierern 30% sie für grob fehlerhaft und 40% für glatt strafbar halten.
 
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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #43 am: 1. Februar 2026, 10:10:50 »
Hallo zusammen,

Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, Tipps und Meinungen.
Das hat uns wieder interessante Sichtweisen gebracht. Auf Recht bestehen, Distanz wahren, Respekt bewahren und Härten vermeiden find ich besonders gut.

Übrigens werde ich seit vorgestern von ihm regelrecht schwallartig zugeschwemmt mit Nachrichten. Und neben Verschwörungscontent geht er auch auf die Situation ein und versteht glaube ich, dass er ausziehen muss (und denkt dass das Militär ihm dann das Haus wieder gibt und ich schadensersatzpflichtig werde).
Ich habe dann noch einmal geantwortet, dass er sich sehr bald eine Bleibe suchen muss und die Räumung für alle unangenehm wird.

Bei Zwangsversteigerungen wird übrigens die Grundschuld im Grundbuch (= gesamter ursprünglicher Kreditbetrag) vollständig an die Bank ausgezahlt. Was auch der wesentliche Teil unseres Gebots ist, das "verteilt" wurde. Da das Haus etwas mehr als 20 Jahre schon abbezahlt wird, gehe ich davon aus, dass die Bank ihm einen knapp 6-stelligen Betrag auszahlen muss. Und ich denke die sind verpflichtet alles zumutbare zu tun, dass er das Geld erhält.
In der Theorie könnte er sich mit dem und dem vom Gericht verwahrten Geld eine Einzimmerwohnung in der Region kaufen. Aber dazu müsste er die Realität annehmen.

Noch eine Frage in die Runde:
Wir haben bei der Räumung  zwei Varianten.
1. Klassische Räumung mit Polizei, Schlosser, GV, Spedition. Wir kriegen das Haus besenrein und GV verwahrt den Kram und muss den bei Nicht Abholung verwerten.
Das wird je nach Einsatzstärke der Polizei irgendwo zwischen 10 und 20k Euro liegen.

2. Das Berliner Modell ohne Spedition. Wir müssten einen Monat den Hausrat verwahren und bei Bedarf herausgeben und ihn danach verkaufen und die Erlöse übergeben.
Kostet ca. 10 - 15k weniger. Je nachdem, welcher Batzen auf Polizei entfällt.

(1) Ist deutlich teurer. Weniger Zeitaufwand, weniger Nerven, weniger Kontakt. Es ist neben den höheren Kosten halt auch brutaler, provozierender und die Räumung an sich vermutlich ein recht langwieriges, tagesfüllendes Spektakel. Da kennt uns dann auch jeden Fall das ganze Dorf. Zumal die Polizei ja vermutlich anwesend sein muss, solange die Spedition tätig ist.

Hat jemand von euch damit Erfahrung bzw. bereits so einer Räumung mit Polizeieinsatz beigewohnt?
« Letzte Änderung: 1. Februar 2026, 10:16:38 von Fibsmaster »
 
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Re: Zwangsversteigerung - Haus inkl. Reichsbürger ersteigert
« Antwort #44 am: 1. Februar 2026, 12:49:07 »
Ich gehe davon aus, dass zur Räumung zunächst der GV klingelt und wenn der nicht reingelassen wird kommt ein Schlosser und evtl. die Polizei dazu, um den Kollegen heraus zu begleiten. Anders sieht es aus, wenn der gewaltsamen Widerstand angekündigt hat oder wegen Gewalt bereits aktenkundig ist.
Die Polizei wird ihm falls erforderlich einen Platzverweis geben und wenn er dem nicht nachkommt ist Handschmuck angesagt.
Ich musste einmal einen zahlungsunwilligen Mieter loswerden. Der hatte mit allen möglichen Winkelzügen versucht, die Räumung zu verhindern. Irgendwann hatte der Elektrizitätsversorger die Abschaltung angekündigt und damit war der Spuk vorüber.
Die Variante (2) ist für den Vorbesitzer sicherlich günstiger, wird Dich aber einiges an Zeit und Mühe kosten, wofür Du kaum eine Entschädigung bekommst. Am Ende steht die teure Entsorgung von viel Sperrmüll an, und die Gegenseite könnte behaupten, das sei alles wertvolles Zeug gewesen.
Variante (1) wäre daher meine Wahl. Sichere Dir dazu den Zugriff auf das bei der Bank oder beim Gericht hinterlegte Geld. Falls der Vorbesitzer Angehörige in der Nähe hat, können die evtl. einen Teil der Sachen verwahren.
Ansonsten sieht so eine Räumung auch nicht viel anders aus, als ein gewöhnlicher Umzug. Da stehen Möbelwagen vor dem Haus, die Möbelpacker bringen die Sachen raus und fahren alles weg. Falls der Vorbesitzer plötzlich Ansprüche stellt, weil seine wertvollen Antiquitäten und unersetzlichen Kunstwerke abhanden gekommen sind, aus dem Zank bist Du raus und für Schäden hat der Möbelspediteur eine Versicherung.
 
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