Autor Thema: Presseschnipsel - Rechtsextremismus  (Gelesen 227798 mal)

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Offline Sandmännchen

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2505 am: 21. August 2026, 13:40:15 »
Zur Erinnerung: Der Thread ist ausschließlich für Presseberichte da.

Anscheinend fällt es nicht auf, dass Beiträge, die keine Presseschnipsel enthalten, auf rätselhafte Weise verschwinden.

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Ansonsten wird hier zuverlässig gelöscht.
« Letzte Änderung: 14. September 2026, 15:49:41 von Sandmännchen »
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2506 am: 25. August 2026, 10:29:27 »
Der dumme Kanisterkopp macht mal wieder Ärger:
https://www.morgenpost.de/politik/article412940337/rechter-streamer-schubst-reporter-auf-afdE28091familienfest-dann-wird-es-laut.html

Rechter Streamer schubst Reporter auf AfD‑„Familienfest“ – dann wird es laut
Merseburg. Unschöne Szenen in Sachsen-Anhalt: Ein Team des „Spiegel“ wird nicht nur verbal attackiert. Es wird geschrien – und geschubst.

Hatte Westphal nicht noch alte Rechnungen offen? Ich meine von einmal rund 10.000 und einmal von rund 3000 Euro gelesen zu haben. Gelernt hat er offenbar nichts. Vielleicht fühlte er sich, umgeben von rechtsextremem Pack, auch relativ sicher.
«Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie ich auf diesem verdammten Planeten inmitten all des Bösen und der Ungerechtigkeit gelandet bin...»
 
(Oleksij Jukow, †2026. Er suchte seit 2014 mit seinem Team in der Ukraine gefallene Soldaten um sie zu bergen, und sie ihren Familien zurück zu geben)
 
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2507 am: 26. August 2026, 16:03:42 »



Man darf auf die Ausreden gespannt sein.

Mausgerutscht?

Satire?

„Das war nicht ich als Mensch, sondern nur meine Person!“?

„Wollte mal sehen, wie die Öffentlichkeit reagiert“?

„War nur ein Test und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Bin dann mausgerutscht.“?
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Offline SchlafSchaf

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2508 am: 26. August 2026, 17:10:52 »
Zitat
Uff. Das ist deutlich heftiger, als die Überschrift zunächst vermuten lässt. Der NDR-Bericht ist von heute, 26. August, und inzwischen wurde der Artikel sogar aktualisiert.

Es geht um einen Oberarzt der Universitätsmedizin Rostock, laut NDR einen Palliativmediziner. Ihm werden über einen längeren Zeitraum veröffentlichte rassistische und gewaltbilligende Beiträge zugeschrieben. Besonders wichtig: Laut Klinik wurde er mit den Vorwürfen konfrontiert und bestätigte mündlich die Urheberschaft. Daraufhin wurde er mit sofortiger Wirkung freigestellt. Arbeitsrechtliche und strafrechtliche Konsequenzen werden geprüft.

Die Beispiele sind wirklich jenseits von allem. Der NDR berichtet unter anderem von Aussagen über Migranten, die er „remigrieren oder kremieren“ wolle, von Menschen als „Heizmasse“, die in „Lager“ gehörten, sowie einer Äußerung über Schüsse in den Kopf. Die Vorwürfe waren offenbar gestern Abend von Hooligans gegen Satzbau öffentlich gemacht worden.

Und bei einem Arzt bekommt die Sache noch eine zusätzliche Dimension. Die Unimedizin schreibt ausdrücklich, dass alle Patienten unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Identität oder Weltanschauung dieselbe Behandlung erhalten müssen. Beschäftigte und Patienten, die im Zusammenhang mit diesem Arzt Diskriminierung erlebt oder beobachtet haben, sollen sich vertraulich bei der Klinik melden.

Auch die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern prüft den Vorgang und kündigt bei Bestätigung berufsrechtliche Konsequenzen an. Wissenschaftsministerin Bettina Martin fordert ebenfalls harte Konsequenzen und eine Prüfung strafrechtlicher Schritte.

Das Bemerkenswerte ist für mich deshalb gar nicht nur, was jemand privat ins Internet rotzt. Bei einem Palliativmediziner stellt sich zwangsläufig die Vertrauensfrage: Wie soll sich beispielsweise ein Patient mit Migrationsgeschichte darauf verlassen können, dass der Mann, der solche Menschen öffentlich derart entmenschlicht, ihm in einer extrem verletzlichen Lebensphase vollkommen unvoreingenommen gegenübertritt?

Und offenbar hat die Klinik genau dieses Problem erkannt. Das ist weit entfernt von der üblichen Diskussion „Darf ein Arbeitgeber jemanden wegen seiner privaten politischen Meinung sanktionieren?“. Hier reden wir laut NDR über Äußerungen, in denen Gewalt gegen bestimmte Menschengruppen gebilligt beziehungsweise angedroht wird, und gleichzeitig über einen Beruf, dessen Kern der Schutz menschlichen Lebens ist.


Der NDR dazu
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/rassismus-vorwuerfe-unimedizin-rostock-stellt-oberarzt-frei,uniklinik-102.html?utm_source=flipboard&utm_content=topic%2Fde-nachrichten


https://x.com/schlafsheep/status/2092617501146247426?s=46&t=DrXE2YUiu-l88FJRQE4VlA


Hey Wolfi hat ein Video dazu gemacht

https://www.youtube.com/watch?v=Mj0BMSJeqos
« Letzte Änderung: 26. August 2026, 18:20:04 von SchlafSchaf »
An Rüdiger Hoffmann: Der Faschist sagt immer, da ist der Faschist  (in Anlehnung an die Signatur des geschätzten MitAgenten Schnabelgroß)

Wir kamen
Wir sahen
Wir traten ihm in den Arsch
 
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2509 am: 26. August 2026, 18:12:21 »


Kuscheljustiz!
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2510 am: 27. August 2026, 10:58:31 »
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sachsen-anhalt-durchsuchungen-bei-mutmasslichen-anhaengern-der-neonazi-sekte-artgemeinschaft-a-36aedc8f-3cab-418b-a4c3-08b43d431d79

Polizei geht mit Durchsuchungen gegen verbotene Rassistensekte »Artgemeinschaft« vor
Die »Artgemeinschaft« sah sich als Hüterin einer »germanischen Rasse«. Nun durchsucht die Polizei nach SPIEGEL-Informationen 15 Objekte mutmaßlicher Anhänger und Sympathisanten des verbotenen Vereins.

Sind das jetzt rassistische Reichsbürger oder reichsbürgernde Rassisten in meinem Lieblingsdemokratischen Bundesland?
"Gibt man einem Mann Feuer, dann ist er für einen Tag gewärmt; zündet man ihn aber an, dann ist ihm für den Rest seines Lebens warm."
— Solid Jackson, Fischer aus Ankh-Morpork
 
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2511 am: 27. August 2026, 11:13:20 »
Zitat
Razzia bei zwei AfD-Landtagskandidaten aus Sachsen-Anhalt wegen verbotener Rassistensekte
Die »Artgemeinschaft« sah sich als Hüterin einer »germanischen Rasse«. Nun hat die Polizei nach SPIEGEL-Informationen 15 Objekte mutmaßlicher Anhänger des verbotenen Vereins durchsucht. Auch zwei AfD-Kandidaten sind betroffen.

Rund drei Jahre nach dem Verbot der völkisch-rassistischen »Artgemeinschaft« gehen Sicherheitsbehörden in fünf Bundesländern gegen mutmaßliche Anhänger und Sympathisanten des aufgelösten Vereins vor. Seit dem frühen Morgen durchsucht die Polizei nach SPIEGEL-Informationen insgesamt 15 Objekte in Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Halle (Saale). Nach Angaben einer Behördensprecherin gegenüber dem SPIEGEL werde wegen des »Vorwurfs des Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot« ermittelt. Nach Informationen des SPIEGEL betraf die Razzia auch die AfD-Landtagskandidaten Simon Lansmann und Sebastian Koch aus Gardelegen in Sachsen-Anhalt. Durchsucht wurden zudem Objekte in Lippstadt (NRW) und im brandenburgischen Zossen.

Illegales Treffen eines verbotenen Vereins?
In Gardelegen-Ipse war die Polizei bereits im Juni wegen einer sogenannten Sonnwendfeier im Einsatz gewesen. Nach SPIEGEL-Recherchen fand die als »privat« deklarierte Veranstaltung  am Anwesen des AfD-Landtagskandidaten Simon Lansmann statt. Die Polizei kontrollierte damals die Zufahrt und stellte Gäste aus dem Dunstkreis der »Artgemeinschaft« fest. Einige der Teilnehmer hielten eine Zeremonie mit Tierhörnern und Sprüchen ab, die stark an Rituale der »Artgemeinschaft« erinnerte. Auch ein Lied der Hitlerjugend (HJ) wurde gesungen.

Vom SPIEGEL befragt, ließ der AfD-Mann im Juli seinen Anwalt mitteilen, bei ihm habe keine Fortführung des verbotenen Vereins stattgefunden. Dass im Verlauf der Feier ein HJ-Lied angestimmt wurde, wollte Lansmann allerdings nicht ausschließen, es sei jedoch nicht Teil eines »organisierten Programms« gewesen. Er distanziere sich von der Ideologie der »Artgemeinschaft« und von »nationalsozialistischem Liedgut«.

Auch der AfD-Politiker Sebastian Koch, der ebenfalls zur Landtagswahl im September antritt, war am Abend der umstrittenen Sonnenwendfeier in Gardelegen-Ipse. Er habe dort an einem »informellen, kleinen Beisammensein« teilgenommen, ließ Koch über einen Anwalt ausrichten und distanzierte sich wie Lansmann von der »Artgemeinschaft«. Für aktuelle Stellungnahmen waren Lansmann und Koch am Donnerstagmorgen zunächst nicht erreichbar. Ihr Anwalt kündigte auf Nachfrage des SPIEGEL ein Statement an.

Die Polizei, die am Abend der Sonnwendfeier im Juni die Zufahrtsstraßen kontrollierte, stellte damals offenbar gleich mehrere Personen aus dem Dunstkreis des verbotenen sektenhaften Vereins fest – darunter einen völkischen Aktivisten aus Nordrhein-Westfalen und ein früheres »Artgemeinschaft«-Mitglied aus Brandenburg.

Verein forderte »gleichgeartete Gattenwahl«
Der Rassisten-Verein ist seit 2023 verboten. Seine Anhänger, die auch in Sachsen-Anhalt aktiv waren, sahen sich als Hüter einer germanischen Rasse, ihre »Sittengesetze« erinnerten an den »Arier«-Wahn der Nazis. Der Verein forderte beispielsweise eine »gleichgeartete Gattenwahl« als »Gewähr für gleichgeartete Kinder«. Der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt bezeichnete die Gruppe als »wichtige Schnittstelle der deutschen Neonaziszene«, sie habe ein Verbot von »Rassenmischung« propagiert.

Das Bundesinnenministerium begründete das Verbot damit, dass sich die »Artgemeinschaft« gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet habe.

Eine Klage des Vereins gegen das Verbot scheiterte im April vor dem Bundesverwaltungsgericht. Die »Artgemeinschaft« habe eine »aggressiv-kämpferische Haltung gegenüber der verfassungsmäßigen Ordnung« eingenommen, so das Gericht. Sie identifiziere sich mit der Rassenideologie im Nationalsozialismus. In seiner Urteilsbegründung  argumentiert der 6. Senat, die Werteordnung der »Artgemeinschaft« habe im Widerspruch zum Grundgesetz gestanden, »rassistische Diskriminierung« habe zum »zentralen Kern« ihrer Glaubenslehre gehört.

Wegen des Verbots durften Anhänger der »Artgemeinschaft« die Vereinsaktivitäten nicht mehr weiterführen, auch die Gründung sogenannter »Ersatzorganisationen« ist ihnen seit rund drei Jahren untersagt.


That rug really tied the room together.
Achtung, dass ist ein Spaß muss sein ich schmeiß mich weg Holla die Bolla jetzt habe ich mich eingenässt© Satire-Account!
 

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2512 am: 30. August 2026, 06:29:54 »
Da will man in einer lauen Sommernacht bissl mit Leuten aus dem Protektorat feiern, wählt dazu die Bezeichnung mit Herkunft aus dem perfiden Albion, sorgt also für internationale Verständigung, und schon isses auch wieder nicht recht(s).  ???


Zitat
„Lost Place“ nahe Dresden
Behörden verbieten Rechtsrock-Konzert bei Königsbrück

Die Polizei hat am Samstag ein Rechtsrock-Konzert auf einem ehemaligen Militärgelände bei Königsbrück verboten. Einsatzkräfte kontrollierten das Areal. Angekündigt waren Bands mit Verbindungen zur Neonazi-Szene unter anderem aus Deutschland und Tschechien.

Von hek
29.08.2026, 17:50 Uhr

Königsbrück. Die Behörden haben am Samstag ein geplantes Rechtsrock-Konzert bei Königsbrück untersagt. Ein Sprecher der Polizei Görlitz bestätigte auf Anfrage, dass eine Veranstaltung auf dem Gelände „Neues Lager Königsbrück“ gemeinsam mit der Gemeinde am Vormittag verboten wurde. Es handelt sich dabei um ein ehemaliges sowjetisches Militärgelände, das heute weitgehend verlassen ist.

Mehrere Einsatzkräfte kontrollierten am Samstag das Gelände sowie die Zufahrtsstraßen und wiesen vereinzelt Teilnehmer ab. Wie viele Besucher zu der Veranstaltung erwartet wurden, teilte die Polizei nicht mit. Offenbar war ein Großteil der erwarteten Teilnehmer bereits im Vorfeld vom Veranstalter über die Absage informiert worden.

Rechtsrock-Bands unter anderem aus Tschechien angekündigt
Für das Konzert waren mehrere Bands, unter anderem aus Deutschland und Tschechien, mit Kontakten ins rechtsextreme Musikmilieu angekündigt. Auf einschlägigen Facebook-Accounts der Neonazi-Szene wurde noch bis Donnerstag für die Veranstaltung geworben. „Am 29.08. Stiefel schnüren, Flagge hissen und los geht’s ab in Richtung Dresden“, hieß es dort etwa. Zudem wurde fürs Campen auf dem Gelände geworben.

Auf dem „Lost Place“-Gelände am Rande der Königsbrücker Heide befindet sich ein Wohnmobilstellplatz, außerdem das historische Offizierscasino Königsbrück.

SZ
https://www.saechsische.de/lokales/bautzen-lk/kamenz/koenigsbrueck-behoerden-verbieten-rechtsrock-konzert-nahe-dresden-5SZEZI22HNESPLG23YXVB5BKDQ.html
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2513 am: 31. August 2026, 12:12:18 »
Man schreibt uns aus dem Auslande, wie dass ein Kollege von „ICE“ erfolgreich aus dem Reiche Donald ICE-kalt nach Europa remigriert wurde. :)






 :dance:
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2514 am: 1. September 2026, 18:38:41 »
Die »Artgemeinschaft« sah sich als Hüterin einer »germanischen Rasse«. Nun hat die Polizei nach SPIEGEL-Informationen 15 Objekte mutmaßlicher Anhänger des verbotenen Vereins durchsucht. Auch zwei AfD-Kandidaten sind betroffen.



Und es gibt da Sympathisanten innerhalb der Polizei ...?  :think: Echt jetzt, sowas gibt's?



Zitat
Durchsuchungen in mehreren Bundesländern
Ermittlungen nach Razzia bei »Artgemeinschaft« wegen Geheimnisverrats

Die Staatsanwaltschaft ermittelt, nachdem Beamte mehrere Objekte mit Bezug zu der verbotenen rechtsextremen »Artgemeinschaft« durchsucht haben. Wurden die mutmaßlichen Rechtsextremen vorgewarnt?

01.09.2026, 12.29 Uhr

Nach Durchsuchungen bei mutmaßlichen Mitgliedern der verbotenen rechtsextremen Vereinigung »Artgemeinschaft« ermittelt die Staatsanwaltschaft Halle an der Saale wegen möglichen Geheimnisverrats. Es bestehe der Verdacht, dass Beschuldigte im Vorfeld darüber informiert worden seien, dass Durchsuchungen bei ihnen stattfinden sollten, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet.

Die Ermittlungen richteten sich ihr zufolge gegen unbekannt. »Ob es tatsächlich zu vorherigen Warnungen der Beschuldigten kam, bleibt Gegenstand der Ermittlungen«, hieß es.
Spoiler
In der vergangenen Woche hatte die Polizei in Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mehrere Objekte durchsucht. Die Maßnahmen fanden im Rahmen eines Verfahrens statt, das sich laut Staatsanwaltschaft gegen insgesamt 15 Personen richtet. Ihnen wird vorgeworfen, die »Artgemeinschaft« trotz eines bundesweiten Verbots fortgeführt zu haben.

Die Ermittlungen gegen die 15 Beschuldigten hatten ihren Ausgangspunkt in Nordrhein-Westfalen, wie die Staatsanwaltschaft Detmold erklärte. Gegen ein Ehepaar in Horn-Bad Meinberg und einen Beschuldigten in Steinheim liefen Ermittlungen wegen des Verdachts, die verbotene Organisation fortzuführen.

Auch AfD-Politiker unter den Beschuldigten
Betroffen von den Durchsuchungen waren auch zwei AfD-Politiker, die bei der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kandidieren: Simon Lansmann und Sebastian Koch. Sie wiesen die Vorwürfe jeweils über ihren Anwalt zurück.

Bei den Einsätzen am vergangenen Donnerstag sind laut Staatsanwaltschaft Unterlagen und Datenträger sichergestellt worden, die nun ausgewertet werden sollen.

Die »Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung«, so der vollständige Name, wurde 2023 vom Bundesinnenministerium verboten. Verfassungsfeindlich ist der Verein aus Sicht des Bundesinnenministeriums vor allem wegen seiner rassistischen Ideologie.

Die »Artgemeinschaft« wurde nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung 1951 von dem Lehrer Wilhelm Kusserow gegründet. Dem Verein gehörten vor dem Verbot nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden rund 150 Menschen an.
[close]
https://www.spiegel.de/panorama/artgemeinschaft-ermittlungen-nach-razzia-wegen-geheimnisverrats-a-9f41a333-c311-4f3d-989a-45f2d5087b96
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2515 am: 2. September 2026, 09:00:13 »
Der GBA gibt auch keine Ruhe:


Zitat
Anklage gegen zwei mutmaßliche Unterstützer einer rechtsextremistischen terroristischen Vereinigung erhoben

Ausgabejahr 2026
Datum 01.09.2026

Anklage gegen zwei mutmaßliche Unterstützer einer rechtsextremistischen terroristischen Vereinigung erhoben

Die Bundesanwaltschaft hat am 14. August 2026 Anklage vor dem Thüringer Oberlandesgericht in Jena gegen die deutschen Staatsangehörigen

Joel F. und Elias F.

erhoben.

Die Angeschuldigten sind als Jugendliche mit Verantwortungsreife (§§ 1, 3 JGG) der Unterstützung einer inländischen terroristische Vereinigung hinreichend verdächtig (§ 129a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 2, Abs. 5 StGB). Zudem sollen sie Beihilfe (§ 27 StGB) zum versuchten Mord (§ 211 Abs. 2, §§ 22, 23 StGB), zur versuchten Brandstiftung mit Todesfolge (§ 306c, §§ 22, 23, 2 StGB) und zur versuchten schweren Brandstiftung (§ 306a Abs. 1 Nr. 1 StGB) geleistet haben.
Spoiler
In der nunmehr zugestellten Anklageschrift ist im Wesentlichen folgender Sachverhalt dargelegt:

Im April 2024 wurde die rechtsextremistische, auch überregional agierende terroristische Vereinigung „Letzte Verteidigungs Welle“ (L.V.W) gegründet. Die Mitglieder dieser Gruppierung verstanden sich als letzte Instanz zur Verteidigung der „Deutschen Nation“. Ihr Ziel war es, durch Gewalttaten vornehmlich gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems in der Bundesrepublik Deutschland herbeizuführen. Zu solchen Taten zählten insbesondere Brand- und Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberheime und Einrichtungen des politisch linken Spektrums, dies gegebenenfalls auch mit tödlichem Ausgang. Dieser Vereinigung gehörten auch die gesondert verfolgten Claudio S. und Justin W. an.

Am frühen Morgen des 5. Januar 2025 begaben sich Joel F. und Elias F. in Begleitung von Claudio S. und Justin W. zu der bewohnten Asylbewerberunterkunft in Schmölln, um dort einen Brand auszulösen. Dazu schlug die Gruppe ein Fenster ein und versuchte, mit einer Feuerwerksbatterie entzündete Pyrotechnik in das Innere des Gebäudes zu schießen. Ein Feuer brach jedoch nicht aus. Elias F. sicherte das Geschehen ab. Joel F. filmte die Tatausführung.

Die Bundesanwaltschaft hatte gegen Claudio S. und Justin W. sowie andere mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der L.V.W am 3. Dezember 2025 Anklage vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg erhoben (vgl. Pressemitteilung Nr. 81 vom 18. Dezember 2025). Mit Urteil vom 5. August 2026 wurden Claudio S. und Justin W. unter anderem wegen des Geschehens in Schmölln zu Jugendstrafen verurteilt. Das Urteil ist insoweit rechtskräftig.

Joel F. und Elias F. wurden am 24. und 25. Juni 2026 festgenommen (vgl. Pressemitteilung Nr. 37 vom 26. Juni 2026). Elias F. befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen Joel F. wurde am 22. Juli 2026 außer Vollzug gesetzt.
[close]
https://www.generalbundesanwalt.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/Pressemitteilung-vom-01-09-2026.html
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2516 am: 3. September 2026, 06:36:28 »
nach Europa remigriert


Seltsamerweise sieht der Held das völlig anders und heult jetzt rum „wie eine alte Frau“:



https://www.blick.ch/ausland/deportierter-milo-yiannopoulos-41-gibt-erstes-interview-ich-habe-eine-stunde-lang-geheult-wie-eine-alte-frau-id22229565.html

Ein anderer Rechtsextremist hat einen Fan verloren.

So sad.

Wenn sie dann ihre eigene Medizin kriegen ...  :dance:
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2517 am: 3. September 2026, 14:38:06 »
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Offline Rabenaas

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2518 am: 10. September 2026, 16:00:40 »
Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau - Ermittlungen gegen Kabarettisten Uwe Steimle nach AfD-Veranstaltung https://www.deutschlandfunk.de/ermittlungen-gegen-kabarettisten-uwe-steimle-nach-afd-veranstaltung-102.html

M.E. geschmacklos, aber nicht strafbar.

Das Ermittlungsverfahren wurde nun eingestellt.
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!
 
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Offline SchlafSchaf

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2519 am: 14. September 2026, 10:50:46 »
Astrid Hartmann von "Team Menschenrechte" darf 10.500 Kunstgegenstände abgeben

Zitat
Die Leiterin des umstrittenen „Team Menschenrechte“ ist am Amtsgericht Nürnberg wegen Körperverletzung, Nötigung und Volksverhetzung verurteilt worden. In einem Punkt wurde sie jedoch freigesprochen.

https://www.nn.de/region/volksverhetzung-urteil-gegen-leiterin-von-team-menschenrechte-in-nurnberg-gefallen-1.15274892

https://x.com/ER_Bayern/status/2099404311985807669?s=20

An Rüdiger Hoffmann: Der Faschist sagt immer, da ist der Faschist  (in Anlehnung an die Signatur des geschätzten MitAgenten Schnabelgroß)

Wir kamen
Wir sahen
Wir traten ihm in den Arsch
 
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