Autor Thema: Presseschnipsel - Rechtsextremismus  (Gelesen 227802 mal)

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Offline Reichsschlafschaf

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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2490 am: 5. August 2026, 14:11:10 »
Die Bundesanwaltschaft hat in Thüringen zwei mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe »Letzte Verteidigungswelle« festnehmen lassen.


In HH hat's mit der Vertedigung auch nicht so recht geklappt.  ???


Zitat
Haftstrafen von bis zu fünf Jahren
Gericht verurteilt Mitglieder rechtsextremer Terrorgruppe "Letzte Verteidigungswelle"

05.08.2026, 12:48 Uhr

Im Hamburger Prozess gegen acht mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der rechtsextremistischen Gruppierung "Letzte Verteidigungswelle" werden Haftstrafen zwischen anderthalb und fünf Jahren verhängt.

Im Prozess gegen sieben Mitglieder und einen Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe "Letzte Verteidigungswelle" hat das Hamburger Oberlandesgericht Haftstrafen zwischen anderthalb und fünf Jahren verhängt.

Die Schuldsprüche gegen die Angeklagten, die zur Tatzeit zwischen 14 und 21 Jahre alt waren, wurden neben Mitgliedschaft beziehungsweise Unterstützung einer terroristischen Vereinigung unter anderem wegen versuchten Mordes, Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung gefällt. Die Verurteilungen nach den zur Tatzeit jugendlichen und heranwachsend Angeklagten ergingen nach Jugendstrafrecht. Die Strafe für den jüngsten Angeklagten, anderthalb Jahre Haft, wurde zur Bewährung ausgesetzt.
Spoiler
Nach Überzeugung des Gerichts verübte und plante die Gruppe Brand- und Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberheime und linke Einrichtungen. Außerdem sollen Mitglieder sogenanntes "Pädo-Hunting" - also Jagd auf Menschen, die sie für Pädophile hielten - gemacht haben.

Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Aufgrund des jungen Alters der Angeklagten war die Öffentlichkeit nach der Anklageverlesung im März bis zur Urteilsverkündung vom Prozess ausgeschlossen worden. Auch die Plädoyers von Bundesanwaltschaft und Verteidigung wurden hinter verschlossenen Türen gehalten. Noch immer sind vier der Verurteilten minderjährig - der jüngste ist 15 Jahre alt. Drei Verurteilte sind heute 17, zwei 19 und zwei 22 Jahre alt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bei einem Brandanschlag der Gruppe auf ein Kulturhaus im brandenburgischen Altdöbern waren im Oktober 2024 die dort lebenden Menschen laut Anklage nur durch Zufall nicht verletzt worden. Das Haus brannte vollständig aus.

Bei einem Anschlag auf eine Asylbewerberunterkunft im thüringischen Schmölln hatten zwei Mitglieder der Gruppe im Januar vergangenen Jahres vergeblich versucht, das Gebäude mittels Pyrotechnik in Brand zu setzen. An der Fassade der Unterkunft hatten sie unter anderem Hakenkreuze und Slogans wie "Ausländer raus" hinterlassen.

"Stern"/RTL-Recherche deckt Gruppenaktivität auf
Drei Mitglieder der Gruppe hatten laut Anklage einen Brandanschlag mit sogenannten Kugelbomben auf eine Asylbewerberunterkunft im brandenburgischen Senftenberg geplant, der aber offenbar aufgrund von Hinweisen eines Reporterteams von "Stern" und RTL verhindert werden konnte.

Fünf der Angeklagten waren nach großangelegten Razzien in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hessen im Mai vergangenen Jahres festgenommen worden. Drei weitere saßen da schon in Untersuchungshaft. Durchsuchungen hatte es zuvor schon in Sachsen und Thüringen gegeben.

Wenige Tage nach Prozessbeginn hatte die Bundesanwaltschaft bei einer Razzia gegen insgesamt zehn weitere Beschuldigte Räumlichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein durchsuchen lassen. Ende Juni waren in Thüringen zwei weitere Jugendliche als mutmaßliche Mitglieder der "Letzten Verteidigungswelle" verhaftet worden.

Quelle: ntv.de, als/AFP
[close]
https://www.n-tv.de/politik/Gericht-verurteilt-Mitglieder-rechtsextremer-Terrorgruppe-Letzte-Verteidigungswelle-id31161696.html


Vermutlich war es das Hanseatische Oberlandesgericht ...
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2491 am: 9. August 2026, 07:08:59 »
Zitat
Schweiz
Justiz macht der rechtsextremen Jungen Tat den Prozess

Hass, Gewalt, Propaganda: Jahrelang ermittelte die Zürcher Justiz gegen die aktivste rechtsextreme Gruppierung der Schweiz. Jetzt kommt es zum Showdown vor Gericht.

Publiziert: 08.08.2026 um 21:14 Uhr
Aktualisiert: 08.08.2026 um 22:20 Uhr

Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft

Anführer der rechtsextremen Jungen Tat vor Zürcher Gericht am 4. September
Staatsanwaltschaft fordert Freiheitsstrafen: 15 Monate, davon 6 unbedingt
Schäden von 9000 Franken durch Aktionen, darunter gestürmter Pride-Gottesdienst

Fabian Eberhard
Stv. Chefredaktor SonntagsBlick

Steht die Junge Tat vor der Zerschlagung? Am 4. September müssen sich die Anführer der rechtsextremen Gruppierung vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt sie einer Reihe von Straftaten und fordert happige Sanktionen.
Spoiler
Blick liegen die Anklageschriften vor. Besonders hart soll es die zwei Köpfe der Gruppe treffen: Manuel Corchia (25) und Tobias Lingg (24). Die beiden haben die Junge Tat zur international vernetzten Truppe aufgebaut und gerieten dabei immer wieder in Konflikt mit dem Gesetz.

Müssen die Anführer ins Gefängnis?
Jetzt kommt es zum grossen Prozess. Den Rechtsextremisten Corchia und Lingg drohen aufgrund früherer Taten Freiheitsstrafen von 15 Monaten – sechs davon unbedingt.

Es geht um strafbare Handlungen, die sie und vier weitere Mitglieder der Jungen Tat zwischen Februar 2022 und April 2024 begangen haben sollen: Diskriminierung, Aufruf zu Hass, Nötigung, Sachbeschädigung, Vergehen gegen das Sprengstoffgesetz, Landfriedensbruch, Hausfriedensbruch und mehr.

Die Taten
Konkret wirft die Staatsanwaltschaft Zürich den Köpfen der Jungen Tat vor, sich im Februar 2022 an gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Linksextremen beteiligt zu haben. Im Juni 2022 sollen sie vermummt einen Gottesdienst des Pride-Festivals in Zürich gestürmt haben. Laut den Ermittlern verursachten sie dabei Schäden von knapp 9000 Franken und riefen zur Diskriminierung nicht heterosexueller Personen auf.

Im Oktober 2022 störte die Gruppe um Corchia und Lingg eine Vorlesestunde von Dragqueens für Kinder im Zürcher Tanzhaus. Hinzu kommen diverse illegale Propagandaaktionen, zum Beispiel das Entrollen von Transparenten von Bahnhofsdächern herab.

Junge Tat siegessicher
Haftstrafen für die Köpfe der Jungen Tat würden die Gruppe empfindlich treffen. Corchia und Lingg sind sowohl gegen innen als auch gegen aussen die treibenden Kräfte. Ohne sie dürfte die Gruppe zumindest vorübergehend deutlich geschwächt werden.

Die Junge Tat, die vom Nachrichtendienst des Bundes (NDB) beobachtet wird, sieht im Gerichtsprozess gegen sie eine gezielte Kriminalisierung durch den Staat. Gegenüber SonntagsBlick geben sich die Rechtsextremen siegessicher: «Wenn in der Schweiz die Meinungsfreiheit noch besteht, werden die Anschuldigungen nicht zu einer Verurteilung führen», sagt Manuel Corchia.
[close]
https://www.blick.ch/schweiz/rechtsextreme-vor-gericht-anfuehrer-bald-im-gefaengnis-justiz-macht-der-jungen-tat-den-prozess-id22162641.html
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2492 am: 10. August 2026, 17:19:06 »
Hat er's wieder geschafft ...


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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2493 am: 11. August 2026, 20:41:25 »
Naomi Seibt macht den weiblichen Reichelt und baut ein amerikanisches NIUS auf, geldgeber dabei - die amerikanische Regierung

Zitat
AfD-nahe Influencerin Naomi Seibt will mit Geldern der US-Regierung Netzwerk aufbauen

ie AfD-nahe deutsche Influencerin Naomi Seibt bereitet laut einem Bericht des Düsseldorfer „Handelsblatt“ die Gründung eines Netzwerks mit dem Titel „Freedom Alliance of the West (FAW)“ vor. Finanzieren will sie dieses demnach aus Mitteln der US-Regierung. Bei dem Vorhaben wolle sie „mit alternativen Medien und Umfrageinstituten“ zusammenarbeiten, zitierte sie die Zeitung.

Seibt war durch Social-Media-Posts gegen eine angebliche Masseneinwanderung bekannt geworden. Unterstützt wird sie unter anderem durch den Tech-Milliardär Elon Musk, was der 25-Jährigen den Beinamen „Musk-Flüsterin“ einbrachte.

Sie leugnet den menschengemachten Klimawandel und lehnt Klimaschutz demzufolge ab. In Videos wirbt sie für die AfD und weitere Organisationen der extremen Rechten. Im vergangenen Jahr beantragte sie Asyl in den USA, wo sie auch vorwiegend lebt.

Das neue Vorhaben Seibts beinhalte nach ihren Angaben unter anderem den Aufbau eines Social-Media-Senders mit der Bezeichnung „Freedom TV“ und eine Kooperation „mit europäischen Anwälten, die Meinungsfreiheitsfälle vertreten“, hieß es weiter im „Handelsblatt“.

Zur Finanzierung bewerbe sich die rechtsgerichtete Aktivistin um Geld aus einem Fonds von 4,9 Millionen Dollar. Mit diesem will die US-Regierung von Donald Trump europäische Organisationen unterstützen, die sich „gegen Zensur“ einsetzen sowie die „Folgen von Massenmigration“ behandeln.

https://www.welt.de/politik/ausland/article6a7b0b685a14d83b293f0338/bericht-afd-nahe-influencerin-naomi-seibt-will-mit-geldern-der-us-regierung-netzwerk-aufbauen.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter

An Rüdiger Hoffmann: Der Faschist sagt immer, da ist der Faschist  (in Anlehnung an die Signatur des geschätzten MitAgenten Schnabelgroß)

Wir kamen
Wir sahen
Wir traten ihm in den Arsch
 
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2494 am: 11. August 2026, 23:27:45 »
Die Heimat hat ein Sommerfest
in Berlin veranstaltet. Es gab eine Festnahme.


Zitat
Kriminalität: Polizeieinsatz bei Sommerfest von rechtsextremer Partei
Anwohner beschwerten sich über Lärm, später kam es zu einem Polizeieinsatz: Beim Sommerfest der Partei Die Heimat in Berlin-Köpenick wurde ein Teilnehmer nach einer Auseinandersetzung festgenommen.

Bei einem Sommerfest der rechtsextremen Partei Die Heimat in Berlin-Köpenick ist es zu einem Polizeieinsatz gekommen. Ein 52-jähriger Teilnehmer sei am Samstag festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Polizei. Gegen den Mann sei ein Strafermittlungsverfahren eingeleitet worden. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ berichtet.

Die rechtsextreme Partei hatte etwa 250 Gäste bei ihrem Sommerfest, wie die Sprecherin der Polizei sagte. Am Nachmittag habe es infolge eines regen Zulaufs und entsprechender Lautstärke erste Anwohnerbeschwerden gegeben.
Der 52-Jährige habe am Abend eine nationalsozialistische Parole geäußert und sei mit einem Pressevertreter aneinandergeraten. Das Ermittlungsverfahren wurde wegen des Verdachts des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger und terroristischer Organisationen eingeleitet. Eine weitere Eskalation der Lage sei durch die Polizei verhindert worden, hieß es. Dem „Tagesspiegel“ zufolge gab es bei dem Sommerfest ein Rechtsrock-Konzert mit bekannten rechtsextremen Liedermachern.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/kriminalitat-polizeieinsatz-bei-sommerfest-von-rechtsextremer-partei-15932905.html


Bild berichtet, dass eine Teilnehmerin mit Ku-Klux-Klan-Kapuze auftaucht:
https://m.bild.de/politik/inland/berlin-rechtsradikale-feiern-mit-kapuze-von-ku-klux-klan-6a7ad5f8630361c8992286d2?t_ref=https%3A%2F%2Fduckduckgo.com%2F
Niemand sollte diskreditiert werden, weil er anderer Meinung ist. Aber wer Blödsinn erzählt, hat kein Recht darauf, ernst genommen zu werden.
 
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2495 am: 12. August 2026, 19:54:59 »
Der "normale" Presseschnipsel ist ja zu und sonst wüßte ich nicht wohin damit. Da die Petry drin vorkommt pack ichs mal hier rein. Bei Bedarf gerne verschieben...

Man will mit "Zero Staat" und ziemlich einfallslosen Slogans zurück an die Töpfe - die man ja eigentlich nicht braucht wenn man stark genug ist?

Zitat
Die FDP ist ihnen zu links und zu brav. Seit gut einem Jahr ist der von Frauke Petry gegründete Verein „Team Freiheit“ als wählbare Partei gelistet. Mit dem früheren FDP-Politiker und kurzzeitigen Ministerpräsidenten von Thüringen, Thomas Kemmerich, steht der libertären und anti-etatistischen Kleinpartei ein bundesweit bekanntes Gesicht vor. „Wir machen Politik, damit du reich wirst – und der Staat verarmt“, gab dieser unlängst als Losung vor, „weil wir nur so seine Macht brechen und unsere Freiheiten wiedererlangen können“.

Am Montag hat Kemmerich gemeinsam mit der einstigen AfD-Vorsitzenden Petry die Kampagne für die kommende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Die minimalistisch gestalteten Plakate warten mit Slogans wie „Ganz MV hasst das Finanzamt“, „NGO-Sumpf trockenlegen“, „Steuern sind Raub“, „Die kürzen bei dir, wir kürzen bei denen“, „Brauchst du den Staat, bist du zu schwach“ oder „Staats-abtragend“ auf.

Quelle Welt.de

As usual, I'm writing slowly because I know you can't read fast.

(Radar writting a letter to his Mom an me, writting Comments for our Customers)
 
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2496 am: 15. August 2026, 11:54:16 »
Bernd ist nicht nur Experte für Deutschtum, sondern auch Strafexperte:

Zitat
Höcke will bewaffnete Neonazis wieder in die AfD aufnehmen
Der thüringische AfD-Vorsitzende Björn Höcke hat nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in drei Reden seit Sommer 2025 die als Rechtsterroristen angeklagten mutmaßlichen Mitglieder der „Sächsischen Separatisten“ für unschuldig erklärt. Er will ihnen Prozesshilfe zukommen lassen und erwirken, dass die drei bisherigen AfD-Mitglieder unter ihnen wieder mit vollen Mitgliedsrechten ausgestattet werden. Die „Sächsischen Separatisten“ sind laut Bundesanwaltschaft eine bewaffnete Neonazigruppe, die mit Waffengewalt Gebiete in Sachsen erobern wollte, um dort Vertreter der bisherigen staatlichen Ordnung zu ermorden und ethnische Säuberungen durchzuführen. Danach wollten die Terroristen laut Bundesanwaltschaft einen „an der Ideologie des Nationalsozialismus“ ausgerichteten Staat errichten.

Spoiler
Am 21. Juni 2025 vertrat Höcke beim Sommerfest des AfD-Kreisverbandes Greiz die Theorie, dass die „Sächsischen Separatisten“ nur deshalb verhaftet wurden, um 2024 eine Koalition zwischen AfD und CDU in Sachsen zu verhindern. Am 17. Juni 2026 sagte Höcke bei einer Rede vor dem Landesamt für Verfassungsschutz in Erfurt: „Bitter ist für mich das Schicksal der sogenannten ,Sächsischen Separatisten‘. Das sind junge Leute, die sich Gedanken gemacht haben, was passiert, wenn dieser Staat irgendwann kollabiert, und die Anzeichen stehen ja im Raum, dass er irgendwann kollabiert; die sich Gedanken gemacht haben, was mache ich dann mit mir und meiner jungen Familie. Junge Familienväter, seit zwei Jahren in Untersuchungshaft, für nichts."

Über den Entzug der Mitgliedsrechte und die Ausschlussverfahren gegen drei AfD-Mitglieder unter den Angeklagten sagte Höcke: „Es war eine Fehlentscheidung meiner Partei, dass man die AfD-Mitglieder der sogenannten ,Sächsischen Separatisten‘ in vorauseilendem Gehorsam mit Parteiordnungsmaßnahmen überzogen hat. Es gilt in einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung, und als Rechtsstaatspartei müssen wir das ganz oben ansetzen. Ich werde mich im Rahmen meiner Möglichkeiten in dieser Partei dafür einsetzen, dass diese Fehlentscheidung korrigiert wird und dass man den sogenannten ,Sächsischen Separatisten‘ die Prozesshilfe zukommen lässt, die ihnen gebührt. Das sind Justizopfer!“

Am 20. Juni 2026 wiederholte Höcke beim diesjährigen AfD-Sommerfest in Greiz, die Verhaftung sei nur erfolgt, um der AfD zu schaden. Auf Anfrage der F.A.S. widersprach das sächsische Innenministerium dieser Darstellung: „Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen war über die Exekutivmaßnahmen der Bundesbehörden am 5. November 2024 gegen Mitglieder der Gruppierung ,Sächsische Separatisten‘ im Vorfeld informiert und hat die Durchführung des Einsatzes mit elf Polizeikräften unterstützt.“

Höcke beklagte in seiner Rede weiter, dass der Angeklagte Kurt H. bei seiner Festnahme in den Kiefer geschossen wurde. In einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft heißt es: „Im Zuge seiner Festnahme richtete Kurt H. ein geladenes und entsichertes Gewehr gegen einen Polizeibeamten, um auf ihn zu schießen. Hierzu kam es nicht, da der betroffene Polizeibeamte zuvor in Gegenwehr Schüsse aus seiner Dienstwaffe abgab. Die Schüsse trafen den Angeschuldigten im Gesichts- und Schulterbereich und machten ihn handlungsunfähig.“
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Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/liveblog-bundespolitik-bsw-in-thueringen-bundespartei-wird-nicht-ueber-koalition-entscheiden-faz-110093143.html

Ganz normal in der künftigen AfD-Republik.
 
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Offline Reichsflugscheibe

Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2497 am: 17. August 2026, 14:02:03 »
Bernd agitiert weiter für Neonazis: Anstatt sich vom braunen Nachwuchs zu distanzieren, baut er den Strohmann der Diktatur auf und faselt von Putsch und drohenden Kollaps des Staates.


Zitat
Björn Höcke: Jetzt verteidigt er bewaffnete Neonazis

Es ist der 21. Juni 2025, und wie jedes Jahr feiert der Greizer AfD-Kreisverband sein Sommerfest. Björn Höcke ist eingeladen, aber er fährt nicht direkt dorthin, sondern macht einen Umweg, der seine Fahrzeit um zwei Stunden verlängert. Nach Grimma, zur Familie H. – gemeint sind Frau und Tochter des inhaftierten mutmaßlichen Rechtsterroristen Kurt H., der im November 2024 von einem Kommando der GSG 9 festgenommen wurde und seitdem in Untersuchungshaft sitzt.

Warum? Weil er Mitglied in der terroristischen Vereinigung „Sächsische Separatisten“ gewesen sein soll, die laut Bundesanwaltschaft mit Waffengewalt einen nationalsozialistischen Staat errichten wollte.

Spoiler
Die Bundesanwaltschaft beschreibt die Separatisten als „militante Gruppierung, deren Ideologie von rassistischen, antisemitischen und in Teilen apokalyptischen Vorstellungen geprägt war. Ihre Mitglieder verband eine tiefe Ablehnung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.“
Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

H. war früher AfD-Stadtrat in Grimma, Schatzmeister der AfD-Parteijugend in Sachsen, AfD-Kreisvorstand in Leipzig und Mitarbeiter eines AfD-Landtagsabgeordneten. Höcke hat Sympathien für H., er hat 2022 mal ein Gruppenfoto mit ihm gemacht, auf dem Marktplatz von Grimma.

Auf der kleinen Bühne im Schlossgarten von Greiz erzählt er einige Stunden später davon, was ihm der Besuch bei H.s Familie bedeutet. Wie die ganze Sache ihn aufwühlt. Warum es ihn wütend macht, dass H. im Gefängnis sitzen muss. Man kann ein Video der Rede im Internet anschauen. Höcke ruft: „Ich bin selbst Opfer politischer Justiz geworden! Dieser Staat, dieser Rechtsstaat, ist im Jahre 2025 mit Sicherheit kein voll entwickelter Rechtsstaat mehr!“

Die Familie H. aus Grimma ist für ihn ein weiterer Beleg für seine These. „Was für eine anständige Familie! Freunde, ich habe den Eindruck, da ist eine junge, anständige Familie, der man übel mitgespielt hat. Die AfD-Mitglieder, die dort hochgenommen worden sind in einer konzertierten Aktion, die sind erst, so hörte ich heute, nachträglich mit in diese Anklage eingefügt worden nach den Landtagswahlen. Entschuldigung, das stinkt doch zum Himmel! Kann das vielleicht sein, dass man die Annäherung von CDU und AfD in Sachsen mit diesem Putsch verhindern wollte?“

Höcke sagt also, dass H. falsch beschuldigt wurde, um nach der sächsischen Landtagswahl eine Zusammenarbeit von CDU und AfD zu verhindern. Die Wahl war im September 2024, H. wurde im November verhaftet. Er wäre somit das Bauernopfer eines korrupten Regimes, das selbst vor der Inhaftierung von Unschuldigen nicht zurückschreckt, um eine Oppositionspartei von der Macht fernzuhalten. Aber noch ist Höcke nicht ganz sicher. Er sagt: „Versteht mich nicht falsch. Ich weiß es im Detail nicht. Aber das hat ein Geschmäckle!“
„Untersuchungshaft, für nichts“, sagt Höcke

Es ist jetzt der 17. Juni 2026, fast ein Jahr später, der Jahrestag des Volksaufstands gegen das DDR-Regime. Auch davon gibt es ein Video. Höcke steht im dunklen Anzug auf dem Grünstreifen zwischen Gehweg und Straße vor dem thüringischen Landesamt für Verfassungsschutz und spricht bei einer kleinen Kundgebung: „Bitter ist für mich das Schicksal der sogenannten ,Sächsischen Separatisten‘. Das sind junge Leute, die sich Gedanken gemacht haben, was passiert, wenn dieser Staat irgendwann kollabiert, und die Anzeichen stehen ja im Raum, dass er irgendwann kollabiert; die sich Gedanken gemacht haben, was mache ich dann mit mir und meiner jungen Familie. Junge Familienväter, seit zwei Jahren in Untersuchungshaft, für nichts.“

Höcke sagt also drei Dinge, an die er glaubt. Erstens: Ein Kollaps unserer Gesellschaft zeichnet sich ab. Zweitens: Sich darauf vorzubereiten, ist nichts Verwerfliches. Drittens: Die Separatisten haben keineswegs etwas Schlimmes getan, sondern „nichts“, und sitzen trotzdem dafür in Haft.

Zitat aus einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft: „Nach Überzeugung der ‚Sächsischen Separatisten‘ stand außer Zweifel, dass Deutschland vor dem ‚Kollaps‘ stehe und an einem, wenngleich zeitlich noch unbestimmten ‚Tag X‘ der staatliche und gesellschaftliche Zusammenbruch eintreten werde. Die Mitglieder der Vereinigung waren fest entschlossen, bei dieser Gelegenheit mit Waffengewalt möglichst große Gebiete in Sachsen zu erobern, um dort einen eigenständigen, an der Ideologie des Nationalsozialismus ausgerichteten Staat zu errichten. Hierzu war eine Liquidierung von Vertretern der bisherigen staatlichen Ordnung der Bundesrepublik geplant. Ebenso sollten unerwünschte Menschengruppen – insbesondere Angehörige ethnischer Minderheiten und politische Gegner – durch ethnische Säuberungen aus der Gegend entfernt werden.“

Laut Bundesanwaltschaft übten die Separatisten den Häuserkampf, das Schießen mit scharfen Waffen, Patrouillengänge. Sie kauften Gefechtshelme, Gasmasken und Schutzwesten. In den Beständen der Gruppe wurden Macheten gefunden, Funkgeräte, NS-Devotionalien, 30 Kilogramm Munition.
Chrupalla widerspricht Höcke nicht

Drei der mutmaßlichen Separatisten waren AfD-Mitglieder:  Kurt H., Kevin R. und Hans-Georg P., sie stammen aus dem Raum Leipzig. Ihnen wurden von der AfD nach ihrer Verhaftung sofort die Mitgliedsrechte entzogen, es wurde aber nie öffentlich bekannt, ob sie auch ausgeschlossen wurden. Offenbar läuft das Schiedsverfahren bei der sächsischen AfD noch, die F.A.S. bekam auf diese Frage keine Antwort von der AfD.

Höcke hingegen spricht das Thema offen an: „Es war eine Fehlentscheidung meiner Partei, dass man die AfD-Mitglieder der sogenannten ,Sächsischen Separatisten‘ in vorauseilendem Gehorsam mit Parteiordnungsmaßnahmen überzogen hat. Es gilt in einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung, und als Rechtsstaatspartei müssen wir das ganz oben ansetzen. Ich werde mich im Rahmen meiner Möglichkeiten in dieser Partei dafür einsetzen, dass diese Fehlentscheidung korrigiert wird und dass man den sogenannten ,Sächsischen Separatisten‘ die Prozesshilfe zukommen lässt, die ihnen gebührt. Das sind Justizopfer!“

Höcke kritisiert also nicht nur die Untersuchungshaft, er will Prozesshilfe für die Beschuldigten, das heißt: ihre Anwaltsrechnungen bezahlen. Und er will Männer, die als bewaffnete Neonazi-Terroristen angeklagt sind, wieder zu vollen Mitgliedern seiner Partei machen. Die F.A.S. hat den AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla gefragt, was er davon hält, aber keine Antwort bekommen. Chrupalla widerspricht Höcke also nicht.

Höcke redet weiter, ruhig, aber merklich empört: „Wenn ich das alles zusammennehme: der Missbrauch des Inlandsgeheimdienstes, der leider – und natürlich hinken Vergleiche immer  – in einer schlechten Tradition unterwegs ist; der Missbrauch der Herrschenden durch oder mit dem NGO-Komplex; die politische Justiz –  dann darf man, das möchte ich abschließend tun, die Frage stellen: Ist das noch eine Demokratie? Oder ist das eine neue Art von Diktatur, in der wir leben?“

Diese Frage hat es in sich. Wäre Deutschland eine Diktatur, wie Höcke nahelegt, könnte man sagen: Notwehr ist gerechtfertigt, auch in bewaffneter Form.
Höcke begründet seinen Verdacht mit einer Falschbehauptung

Es ist der 20. Juni 2026, genau ein Jahr später. Wieder ist Sommerfest in Greiz, wieder steht Höcke im Schlossgarten, wieder trägt er ein enges weißes Hemd und  blaue Jeans, wieder macht er den Umweg über Grimma vor der Rede. Er sitzt mit H.s Tochter auf dem Sofa und erzählt später davon: „Genau dieselbe Tour bin ich heute gefahren, wie ich sie letztes Jahr gefahren bin, um mir berichten zu lassen: Wie läuft’s denn in diesem rechtsstaatlichen Prozess?“ Bei dem Wort „rechtsstaatlich“ setzt Höcke mit seinen Fingern Anführungszeichen in die Luft.

Wieder erzählt er seine Theorie, dass der Putschplan fingiert wurde, als eine CDU-AfD-Regierung drohte in Sachsen.  „Was passierte dann? Ein Zugriff der Bundespolizei auf ein Haus in Sachsen. Und interessanterweise wusste die sächsische Polizei gar nichts von dem Bundespolizeizugriff. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“

Die F.A.S. hat beim sächsischen Innenministerium nachgefragt. Antwort: „Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen war über die Exekutivmaßnahmen der Bundesbehörden am 5. November 2024 gegen Mitglieder der Gruppierung ,Sächsische Separatisten‘ im Vorfeld informiert und hat die Durchführung des Einsatzes mit elf Polizeikräften unterstützt.“

Höcke spricht weiter. Er kann nicht fassen, wie mit H. umgegangen wurde: „Und dann hat man dort in einer Überrumpelungsaktion, die man normalerweise nur dann durchführt, wenn es wirklich Terroristen sind, die Leib und Leben und die Sicherheit des Staates bedrohen, einen jungen Mann dingfest gemacht, ihm auch noch in den Kiefer dabei geschossen, ein Mann (...), der noch nie in seinem Leben einer Fliege etwas zuleide getan hat.“

In einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft heißt es: „Im Zuge seiner Festnahme richtete Kurt H. ein geladenes und entsichertes Gewehr gegen einen Polizeibeamten, um auf ihn zu schießen. Hierzu kam es nicht, da der betroffene Polizeibeamte zuvor in Gegenwehr Schüsse aus seiner Dienstwaffe abgab. Die Schüsse trafen den Angeschuldigten im Gesichts- und Schulterbereich und machten ihn handlungsunfähig.“
„Das stinkt zum Himmel!“, sagt Höcke über den FBI-Tipp

Eines wurmt Höcke besonders: dass der Hinweis auf die Separatisten aus dem Ausland kam. Die amerikanische Bundespolizei FBI war auf eine Chatgruppe gestoßen, in der Neonazis den bewaffneten Kampf planten – und hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz informiert. Die Deutschen schleusten daraufhin einen V-Mann in die Chatgruppe ein und sammelten Informationen, die zur Festnahme führten. Höcke: „Das stinkt zum Himmel!“
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Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bjoern-hoecke-verteidigt-saechsische-separatisten-der-afd-accg-201111187.html
 
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2498 am: 19. August 2026, 10:04:02 »

https://www.derstandard.at/story/3000000335382/warum-in-oesterreich-autos-mit-naz1-kennzeichen-fahren-duerfen


Wenn man jetzt Ignaz heißt und mehrere Autos fährt, dann darf man demnach mit seinem Lieblings-Auto Nr 1, also Naz1 nach Vorstellung der linksgrünversifften Lückenpresse jetzt nicht mehr fahren?!!1!!!11!!!!

Und wenn man den Spruch Nur Sozen Dürfen Alles Plattmachen als Abkürzung auf dem Auto hat, ist man jetzt NAZI oder was?!1!!11!!!!
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2499 am: 19. August 2026, 19:24:33 »
Zitat
Weitere Haftstrafe für Ex-Soldaten Franco A.
Der wegen Terrorplanung verurteilte Franco A. muss länger im Gefängnis bleiben. Wegen gewaltsamen Widerstands gegen Polizisten verurteilte ihn das Landgericht Darmstadt zu weiteren sechs Monaten Haft.

Im Juli 2022 wurde Franco A. wegen der Planung einer Terrortat zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Wenige Monate zuvor war er am Offenbacher S-Bahnhof Ledermuseum mit Polizeibeamten aneinandergeraten. Dafür hat ihn das Landgericht Darmstadt am Mittwoch zu weiteren sechs Monaten Haft verurteilt.

"Das war nicht nur passiver Widerstand, das war Widerstand durch Gewalt", sagte die Richterin in der Urteilsbegründung. Das Gericht folgte damit der Einschätzung der Staatsanwaltschaft. Demnach wollte der 37-Jährige der Polizeikontrolle im Februar 2022 zunächst entfliehen.
Anschließend sei es zu einem Gerangel gekommen. Polizeibeamte hatten während des Prozesses als Zeugen ausgesagt, dass sich der ehemalige Bundeswehroffizier ruckartig bewegt, die Arme gestreckt, sich gewunden, losgerissen und zwei Fluchtversuche unternommen habe.

Sechs Polizeibeamte für Festnahme nötig
Es habe insgesamt sechs Polizisten gebraucht, um ihn festzunehmen. Das Gericht wertete aber zugunsten von Franco A., dass die Polizeikräfte nicht angegriffen worden seien. Laut Staatsanwaltschaft soll er versucht haben, nach den Beamten zu treten und ein Messer zu ziehen.

Franco A. hatte diesen Darstellungen zuvor widersprochen. Er habe "auf keinen Fall" getreten und nicht nach seinem Messer gegriffen. Nach Angaben der Richterin führte der Angeklagte ein Taschenmesser mit einer sieben Zentimeter langen Klinge mit sich.

Die Verteidigung hatte die Reaktionen des 37-Jährigen damit begründet, dass er schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht habe und auf 150 Euro Geldstrafe plädiert.

Strafen werden zusammengefasst
2022 hatte das Oberlandesgericht Frankfurt den Ex-Soldaten bereits wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, unerlaubten Waffenbesitzes und Betrugs verurteilt. Es attestierte ihm eine rechtsextreme, völkisch-nationalistische und rassistische Gesinnung.

Weil die Widerstandshandlung von Franco A. nicht in das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt vom Sommer 2022 eingeflossen war, musste die Darmstädter Kammer dies nachholen. Aus beiden Urteilen wird nun eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren gebildet.

https://www.hessenschau.de/panorama/gerangel-mit-polizisten-weitere-haftstrafe-fuer-ex-soldaten-franco-a-v2,franco-a-prozess-108.html


FAZ berichtet auch, einige Auszüge des Artikels (hinter Bezahlschranke):
Zitat
...Nach Überzeugung der Richter wehrte sich der heute 37 Jahre alte Mann heftig, als Polizisten ihn in der S-Bahn-Station am Ledermuseum in Offenbach kontrollieren wollten. Damit wollte er eine Tüte mit „Devotionalien“ mit Hakenkreuzsymbol verteidigen, die er bei sich trug, wie es am Mittwoch in der Urteilsbegründung hieß. Dafür verhängte das Gericht eine Strafe von einem Jahr Gefängnis.
...
Die „Devotionalien“ aus der Zeit des Nationalsozialismus habe Franco A. am selben Tag aus Straßburg geholt. Weil ihm im damals laufenden Prozess in Frankfurt Terrorvorbereitung vorgeworfen worden sei, habe er die Orden mit Hakenkreuz vor den Ermittlern verbergen wollen. ...
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/darmstadt-rechtsterrorist-franco-a-abermals-verurteilt-201140133.html
« Letzte Änderung: 19. August 2026, 19:29:17 von Seb »
Niemand sollte diskreditiert werden, weil er anderer Meinung ist. Aber wer Blödsinn erzählt, hat kein Recht darauf, ernst genommen zu werden.
 
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2500 am: 19. August 2026, 20:09:28 »
Anti-Nazi-Merchandising
Rechtsextreme scheitern mit Onlineshop-Beschwerde vor Gericht
Das rechtsextreme Unternehmen Druck18 hat am Oberlandesgericht Hamburg eine juristische Niederlage erlitten. Es wollte dem Verein »Laut gegen Nazis« den gleichnamigen Onlineshop verbieten.


Läuft immer noch nicht so recht bei Tommy?   :think:


Zitat
Kreis Hildburghausen
Aktion gegen Frencks Hitler-Shop erfolgreich

Christiane Bosch  • 19.08.2026 - 05:00 Uhr , aktualisiert am 19.08.2026 - 12:00 Uhr

Sie kaperten den Namen des Adolf-Hitler-Versands des Südthüringer Rechtsextremisten Tommy Frenck und verkauften Anti-Nazi.Ding. Nun ziehen die Hamburger Aktivisten eine positive Bilanz dieser Aktion. Auch finanziell.

Der Hamburger Verein "Laut gegen Nazis" hat vor einem Jahr einen Onlineshop mit Anti-Nazi-Artikeln gestartet, der den gleichen Namen trägt, wie der rechtsextreme Onlineshop "Druck18" von Tommy Frenck aus dem Landkreis Hildburghausen. Für dessen Namen hatte sich der Verein zuvor die Markenrechte gesichert. In den vergangenen zwölf Monaten hat er mit dem Shop www.druck18.com mehr als 25.000 Euro Umsatz gemacht; etwa 600 Artikel wurden verkauft, wie Vereinsvertreter  in Hamburg sagten.

"Jeder Cent und jeder Euro, den wir mit dem Shop einnehmen, hilft uns dabei, Anwalts-, Gerichts- und weitere Prozesskosten zu tragen und unsere Arbeit zu finanzieren. Gerade angesichts des allgemeinen Spendenrückgangs von über 80 Prozent sind wir wirklich froh, dass wir diese Summe erreicht haben."

Am besten liefen dabei Artikel, die sogenannte Nazi-Codes und -Abkürzungen in positive Botschaften verwandelten. Beispiele dafür sind "PrincESSESS", "Ausländer Maus" und "opENNESS", wie es weiter hieß.
Spoiler
Rechtsextremer Shop derzeit nicht erreichbar
Der in Brattendorf in der Gemeinde Auengrund ansässige rechtsextreme Onlineshop "www.Druck18.de" gilt dem Hamburger Verein zufolge als einer der wichtigsten Vertriebskanäle der rechtsextremen Szene. Die Zahl 18 steht in der Nazi-Szene für AH, die Inititialien Adolf Hitlers. Im Angebot sind zahlrekiche Kleidungsstücke, Aufkleber und andere Gegenstände mit Slogans und Motiven, die die NS-Zeit und den Vernichtugnskrieg der Wehrmacht verherrlichen.

Frencks Adolf-Hitler-Shop ist allerdings derzeit nicht erreichbar. Stattdessen erscheint ein weißer Bildschirm. Der Webshop werde aktuell überarbeitet und in Kürze wieder verfügbar sein, sagte Geschäftsführer Tommy Frenck auf Anfrage.
Der 41-Jähirge Rechtsextremist hatte 2024 im Kreis Hildburghausen als Landrat kandidiert und bekam damals in der Stichwahl mehr als 10.000 Stimmen (30,5 Prozent). Er wurde bundesweit bekannt, weil er eine Reihe großer Neonazi-Konzerte in Themar organisiert hatte, zu denen auch Rechtsextremisten aus anderen europäischen Ländern anreisten.

Druck-18-Auseinandersetzung beschäftigt auch die Gerichte
Bereits im Dezember 2024 hatte sich der Verein die Markenrechte an dem Namen Druck18 sichern lassen, um den weiteren Verkauf von Nazi-Artikeln über den rechtsextremen Online-Shop "www.druck18.de" zu verhindern. Seit einem Jahr gibt es den Konter-Shop von "Laut gegen Nazis" und mehr als 30 weiteren Initiativen.

Dagegen war Frenck mit seinem Unternehmen Druck18 GmbH mit einem Antrag auf einen Verbotserlass vor Gericht gezogen, allerdings bislang erfolglos. Nun geht das Verfahren in die nächste Runde. Dem Landgericht Hamburg zufolge ist mittlerweile ein Hauptsacheverfahren anhängig. Die Klägerseite habe Anfang Juni eine Klage eingereicht. "Laut gegen Nazis" hat am Montag die Klageerwiderung eingereicht. Es gibt dem Gericht zufolge noch keinen Termin zur mündlichen Verhandlung.

Markenrechte an mehreren rechtsextremen Kürzeln gesichert
In den vergangenen Monaten hat sich der Hamburger Verein "Laut gegen Nazis" auch die Markenrechte an rechtsextremen Kürzeln und Codes wie "Döp dö dö döp", "VTR LND" und "enness" gesichert.

"Döp dö dö döp" ist eine Anlehnung an die Melodie des Songs "L’amour toujours", die immer wieder für rassistische Parolen genutzt wird. Die Abkürzung "VTR LND" steht für Vaterland und "enness" ist Lautschrift für NS und damit für Nationalsozialismus. Beide sind ebenfalls als Codes unter Rechtsextremen beliebt.

Ziel der spendenfinanzierten Aktionen ist, den Verkauf von Nazi-Artikeln mit diesen Aufdrucken zu verhindern und damit der Branche einen wichtigen Finanzierungsweg zu versperren.
[close]
https://www.insuedthueringen.de/inhalt.kampf-gegen-rechts-verein-mit-konter-aktion-zu-rechtsextremem-shop-zufrieden.7e0d50f9-1a82-4330-8149-1998394f48ca.html


:biggrin:
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2501 am: 20. August 2026, 09:48:10 »


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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2503 am: 20. August 2026, 19:08:06 »
Zitat
Jungen zum Mord verleitet?
Bundesanwaltschaft ermittelt gegen deutschen Onlinesadisten

Kai M. soll Rädelsführer in einer terroristischen und einer kriminellen Vereinigung sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Er soll Mitglied der Com-Szene sein, die versucht, sehr junge Menschen zu Selbstverletzung oder sogar Suizid zu bringen.

Er soll über Chats einen minderjährigen Jungen in Russland dazu gebracht haben, an einer Schule ein Kind mit einem Messer zu töten und Jugendliche in den USA und in Schweden dazu, Fahrzeuge in Brand zu setzen. Und das ist längst nicht alles: Die Bundesanwaltschaft ermittelt nun gegen einen jungen Mann, der als Jugendlicher und Heranwachsender Mitglied in einer terroristischen und einer kriminellen Vereinigung gewesen sein soll. Jeweils als mutmaßlicher Rädelsführer habe er Menschen zu Straftaten bewegt.

Der Mann wurde am 17. März festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Sie hat das Verfahren von der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz übernommen. Der Mann soll deswegen auch einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Zuerst hatte der Südwestrundfunk darüber berichtet.

Die Liste der Vorwürfe ist lang: Der Beschuldigte soll spätestens Ende März 2024 eine Vereinigung gegründet haben, die von einer rechtsextremen Ideologie geprägt sei. Es sollten besonders schwerwiegende Straftaten wie Mord oder Totschlag begangen oder dazu aufgerufen werden, um den Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung herbeizuführen. "Bild- und Videomaterial solcher Taten werden in Chatgruppen bewusst geteilt, um Werbung für die Vereinigung sowie für künftige Anschläge zu machen."

Außerdem geht es den Angaben nach um Anstiftung zu Mord und mehrfacher Brandstiftung, um Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch eines Kindes, um bandenmäßige Verbreitung kinderpornografischer Inhalte, die öffentliche Aufforderung zu Straftaten, Billigung von Straftaten und Gewaltdarstellung.

Beschuldigter soll Teil der Com-Szene sein

Konkret nennt die Bundesanwaltschaft die Beispiele aus Russland, den USA und der Schweiz. Ferner soll der Beschuldigte mutmaßlich in einer Chatgruppe zur Tötung eines US-Bürgers aufgerufen haben. "Schließlich besteht der Verdacht, dass der Beschuldigte über das Internet mit einem Kind im europäischen Ausland in Kontakt getreten ist und dieses dazu veranlasst hat, mit einem Messer sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen", heißt es in der Mitteilung. Das Opfer habe schwere Verletzungen erlitten. Von einigen Taten habe der Beschuldigte Videozusammenschnitte im Netz verbreitet.

Die Bundesanwaltschaft rechnet die beiden Gruppierungen der sogenannten COM-Szene zu, oder sieht zu ihr zumindest eine Verbindung. Die Szene habe sich vor einigen Jahren im Internet entwickelt, erklärt die Behörde in ihrer Mitteilung. "Ihre Mitglieder suchen zielgerichtet in sozialen Medien oder auf Gaming-Plattformen etwa nach sehr jungen, meist weiblichen Personen, die durch Manipulation und Zwang zu erniedrigenden Handlungen und/oder Selbstverletzungen bis hin zum Suizid gedrängt werden sollen."

Der aktuelle Fall erinnert an ein Verfahren, das derzeit vor dem Landgericht Hamburg verhandelt wird. Der dort angeklagte, unter seinem Foren-Namen "White Tiger" bekannt gewordene mutmaßliche Pädokriminelle soll laut Anklage mehr als 200 Straftaten über das Internet begangen haben. Laut Staatsanwaltschaft war er Kopf des internationalen Sadisten-Netzwerks "764". Er soll in Internetforen gezielt nach psychisch labilen Kindern und Jugendlichen gesucht haben, um ihr Vertrauen zu gewinnen und sie dann zu missbrauchen.


https://www.n-tv.de/politik/Bundesanwaltschaft-ermittelt-gegen-deutschen-Onlinesadisten-id31215396.html

Ziemlich üble Geschichte.

« Letzte Änderung: 20. August 2026, 20:41:42 von Gerntroll »
Ich liebe Sarkasmus. Es ist wie jemandem die Tastatur in die Fresse zu hauen, nur mit Worten.
 
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Re: Presseschnipsel - Rechtsextremismus
« Antwort #2504 am: 21. August 2026, 06:32:10 »
Wieder ein armer Künstler der gecancelt wurde, weil er seine Meinung gesagt hat, Kunst ist immerhin stets neutral! /Sarkasmus aus


Beizudrehen, wenn die Einnahmen sinken, ist jedenfalls nicht die schlechteste Strategie ...  ;D


Zitat
Äußerung über Merz
Kabarettist Uwe Steimle unterschreibt Unterlassung nach Stauffenberg-Aussage

Der Kabarettist Uwe Steimle hat mit scharfen Sprüchen bei einer AfD-Veranstaltung provoziert – und dabei auch den Hitler-Attentäter Stauffenberg erwähnt. Jetzt gibt es eine Unterlassungserklärung.

Deutsche Presse-Agentur dpa
20.08.2026, 18:37 Uhr

Dessau-Roßlau/Berlin. Der Kabarettist Uwe Steimle hat nach einer umstrittenen Äußerung bei einer AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau eine Unterlassungserklärung abgegeben. Sein Rechtsanwalt Peter-Michael Diestel sagte der Deutschen Presse-Agentur, Steimle habe sie unterschrieben, „aber nicht, weil sie richtig ist, sondern weil er gespürt hat, dass er in seinem Beruf als politischer Kabarettist etwas berührt hat, was rechtlich zulässig ist, was aber andere verletzt hat.“ Verletzungen Dritter habe Steimle nicht gewollt. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über die Erklärung gegenüber dem Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg berichtet.

Steimle hatte bei der Veranstaltung in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt gesagt: „Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht.“

Stauffenberg-Enkel: „Mein Großvater wird in den Schmutz gezogen“
Der Enkel des Hitler-Attentäters von Stauffenberg hatte die Erwähnung seines Großvaters durch Steimle auf der Veranstaltung Mitte Juli scharf kritisiert. „Ich bin sprachlos. Das ist Geschichtsklitterung par excellence“, sagte Karl Graf von Stauffenberg damals der „Bild“. Sein Großvater habe versucht, „Recht, Ordnung und Freiheit wiederherzustellen“ – und nun das. „Mein Großvater wird in den Schmutz gezogen – es ist ganz grauenhaft.“

Claus Schenk Graf von Stauffenberg war ein deutscher Wehrmacht-Oberst und zentraler Kopf des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler. Er ist vor allem bekannt für das gescheiterte Bombenattentat auf Hitler am 20. Juli 1944.

Nun sagte der Enkel der „Bild“: „Ich akzeptiere die Einlassung von Herrn Steimle und begrüße, dass der die Unterlassung unterschrieben hat. Eine öffentliche Entschuldigung hätte ich jedoch für angebracht empfunden. Steimle hat immerhin dem gewählten Bundeskanzler gedroht.“

Nach Steimles Aussagen über Merz und auch die frühere Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) leitete die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau Ermittlungen gegen den Kabarettisten ein. Dabei geht es um die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

SZ
https://www.saechsische.de/sachsen/uwe-steimle-unterschreibt-unterlassung-nach-stauffenberg-aussage-VZVASORITBBBDEYREMFCIJYI4Y.html
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