Autor Thema: Presseschnipsel - Rechtsextremismus  (Gelesen 209317 mal)

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Offline Reichsschlafschaf

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Ist auch bei GuteFrage und bei RTL angekommen

https://forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=8379.msg516118#msg516118

Bei GuteFrage ist die Moderation des verstehenden Lesens nicht mächtig,  beim InstaReel von RTL geht es richtig zur Sache ("In manche Hotels darf nan auch keine Hunde mit nehmen").
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Offline Rolly

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Die NPD Heimat Freien Sachsen werden keinen BM stellen

Zitat
Mit dem Wahlsieg von Marcus Hoffmann bleibt Aue-Bad Schlema in CDU-Hand. Der Kandidat der rechtsextremen "Freien Sachsen" scheitert an der Wahlurne.


Quelle T-online.de

Wobei 4.499 Stimmen für sowas? Das macht Sorgen...

Edith sieht grad, das @Rolly den gleichen Gedanken hatte
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Offline SchlafSchaf

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Natürlich waren die Briefwähler Schuld daran

In dieser tiefstbraunen Ecke haben die AfD-Wähler sich nach noch weiter rechts orientiert nach der ersten Runde

https://x.com/freiesachsen_/status/2063674182538269058?s=20
An Rüdiger Hoffmann: Der Faschist sagt immer, da ist der Faschist  (in Anlehnung an die Signatur des geschätzten MitAgenten Schnabelgroß)

Wir kamen
Wir sahen
Wir traten ihm in den Arsch
 
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Offline Reichsschlafschaf

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Zitat
Augsburg
Bekannter Rechtsextremist heiratet mit Segen der Kirche: Bistum Augsburg prüft Trauung in Wallfahrtskirche

Der Anführer der Identitären Bewegung lässt sich in der Wallfahrtskirche Violau im Kreis Augsburg auf spezielle Weise trauen. Die Hochzeit wird zum Treffen von Rechtsextremisten. Was sagt die Kirche dazu?

Von Max Kramer, Holger Sabinsky-Wolf und Daniel Wirsching | 10.06.26, 18:00 Uhr

Erhaben thront die Kirche St. Michael an diesem Mittag auf ihrer Anhöhe. Oben reckt sie sich in den makellos blauen Himmel, unten ziehen zwei Pferde eine festlich geschmückte Kutsche heran. Ein bayerisch-schwäbisches Idyll, umgeben von Wäldern, fast kitschig, jedenfalls ein perfekter Rahmen für zwei Ja-Worte. Im beschaulichen Wallfahrtsort Violau sind solche Szenen Gewohnheit. Doch diese Hochzeit ist außergewöhnlich. Sie verläuft nach dem Ritus der „Alten Messe“ auf Latein. Und sie wird zum Treffen von Rechtsextremisten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. So wird sie auch eine Veranstaltung, die für das Bistum Augsburg grundsätzliche Fragen aufwirft.
https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/augsburg-rechtsextremist-heiratet-in-wallfahrtskirche-violau-bistum-prueft-trauung-114380254


Schöne Kirche in Violau.

Wessobrunner Stuck, vom Feinsten. :)

Das RSS war einmal dort, aber nicht fürs Wallfahren (das RSS hält davon nichts), sondern mit der Klassensprecherkonferenz.

Ist also schon lange her, das war früher™.

Die Trauung ist halt leider kirchenrechtlich gültig (weil: caracter indelibilis und so).

Aber für den assistens matrimonii (vulgo Priester) könnte es tatsächlich kirchenrechtliche Konsequenzen geben. Wenn der keinen Patronus im Kardinalkolleg hat oder wenigstens in der Bischofskonferenz ... ???
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Offline kairo

Die Trauung ist halt leider kirchenrechtlich gültig (weil: caracter indelibilis und so).
Nach deutschem Recht ist das aber völlig gleichgültig. Die kirchliche Trauung hat allenfalls Bedeutung im Rahmen der Kirche. So kann z. B. der Mann jetzt nicht mehr Priester werden. Aber das ist Privatsache.
« Letzte Änderung: 11. Juni 2026, 12:19:07 von kairo »
 
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Offline Reichsschlafschaf

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Natürlich waren die Briefwähler Schuld daran


Man versucht es ihnen mit einfachen Worten zu erklären, aber ob sie's verstehen?  :think:


Zitat
13.06.2026 07:00
OB-Wahl in Aue: Darum schnitten die "Freien Sachsen" bei der Briefwahl so schlecht ab

Von Julian Winkler

Aue-Bad Schlema - Bei der OB-Wahl in Aue-Bad Schlema setzte sich der CDU-Kandidat Marcus Hoffmann (41) knapp gegen Stefan Hartung (37, rechtsextreme "Freie Sachsen") durch. Die Briefwahl-Ergebnisse verhinderte den Hartung-Sieg. Doch warum schnitten die "Freien Sachsen" bei der Briefwahl so schlecht ab?

Der CDU-Kandidat erhielt 1885 Brief-Stimmen, der "Freie Sachsen"-Herausforderer 976.

Politikwissenschaftler Prof. Eric Linhart (50) von der TU Chemnitz weiß: Es gibt Unterschiede zwischen Brief- und Urnenwählern. Unter anderem wissen Briefwähler meist schon einige Wochen vor der Wahl genau, wem sie Ihre Stimme geben.

"Es lassen sich aber auch Unterschiede zwischen Parteien feststellen", sagt Linhart. Vor allem bei der AfD sei zu beobachten, dass es besonders wenig Briefwähler gibt.

"Das ist kaum verwunderlich, da AfD-Politiker häufig die angebliche Unsicherheit von Briefwahlen betonen", erklärt der Politik-Experte.
Spoiler
Bei den "Freien Sachsen" sei das Muster ähnlich. Wähler der rechtsextremen Kleinstpartei sehen die Briefwahl skeptisch, geben daher ihre Stimme eher direkt im Wahllokal ab.

"Unterschiedliche Ergebnisse zwischen Brief- und Urnenwahlergebnissen in der vorliegenden Form sind daher völlig plausibel", so der Uni-Professor.

"Hartung"-Anhänger kritisieren Briefwahl
Sowohl Stefan Hartung als auch einige seiner Anhänger schimpfen auf die Briefwahl. Einige Unterstützer fordern im Netz sogar, dass diese abgeschafft werden soll.

Dabei ist das Verfahren extrem wichtig für die Demokratie. Es ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern die Teilnahme an einer Wohl - unabhängig von Zeit, Ort oder körperlichen Einschränkungen.

Zudem betont der Politik-Experte: "Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz dafür, dass bei Briefwahlen verstärkt manipuliert würde."
[close]
https://www.tag24.de/sachsen/erzgebirge/ob-wahl-in-aue-darum-schnitten-die-freien-sachsen-bei-der-briefwahl-so-schlecht-ab-3507410
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Komisch, ich dachte ich hätte diese beiden Beiträge zum Thema Pack schlägt sich

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestag-planspiel-jugend-und-parlament-eklat-um-white-power-geste-a-494a5cdf-ca34-46d0-9845-a703e9d5e364
(Bezahlschranke, kann mit archive.ph lesbar gemacht wewrden)

und

https://www.youtube.com/watch?v=wK1UKwswW9I&pp=0gcJCT4LAYcqIYzv

mangels AfD Faden hier gepostet. Scheint aber nicht geklappt zu haben. Inzwischen ist ein weiterer Artikel beim Spiegel dazu gekommen, Fischer mal wieder sehr nett zu Frau Weidel
https://www.spiegel.de/kultur/alice-weidel-rede-im-bundestag-offenbart-elend-der-afd-a-6e45d5e7-9b8b-44de-9310-4ac5964bc43b

(ebenso Bezahlschranke, archive.ph hilft auch hier)
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Deutsche Kleingartenidylle:


Zitat
Reichsflaggen über Kleingartenverein: „Nachbarschaft kann sich ruhig aufregen“

Duisburg. Mitglieder eines Duisburger Kleingartenvereins haben Reichsflaggen gehisst. Anwohner sind empört. Der Chef des Stadtverbands macht eine brisante Entdeckung.

Von Sabine Ring, Redakteurin
16.06.2026, 15:14 Uhr

„Wir distanzieren uns ausdrücklich davon und werden alle Maßnahmen ausschöpfen, die uns rechtlich zur Verfügung stehen.“ Karl Ernst Steinwerth, als Vorsitzender des Duisburger Stadtverbands oberster Kleingärtner, zeigt klare Kante gegen Reichsfahnen, die im Kleingartenverein „Am Goetheplatz“ in Obermarxloh gehisst wurden.

Verband der Duisburger Kleingartenvereine: „Wir distanzieren uns ausdrücklich“
Die Fahnen rufen auch Anwohner auf den Plan. Ein Mann, der anonym bleiben möchte, hat unsere Redaktion darauf aufmerksam gemacht. Ein anderer rief am Sonntag sogar die Polizei. „Die Kollegen waren vor Ort und haben festgestellt, dass keine Straftat vorliegt“, erklärt Sprecherin Julia Tekock. Auch der Staatsschutz habe an der Anlage vorbeigeschaut und sei zu dem gleichen Ergebnis gekommen: Die gehisste Flagge ist nicht verboten.
Dazu muss man wissen: Die schwarz-weiß-rote Reichsfahne stammt aus der Kaiserzeit, wurde von den Nationalsozialisten aber 1933 zunächst neben der Hakenkreuzflagge wieder zur Nationalflagge erklärt. Da das Zeigen von NS-Symbolen wie dem Hakenkreuz in Deutschland strafbar ist, weichen Rechtsextremisten, Neonazis und nationalistische Gruppierungen oft auf Schwarz-Weiß-Rot aus, um ihre Gesinnung öffentlich zu zeigen. Daher sieht man die Reichsfahne häufig bei Aufmärschen oder Demonstrationen. Auch die Reichsbürger-Szene verwendet die Fahne.
Spoiler
KGV-Vorsitzender erklärt: „Es ist nicht illegal“

Als Polizei und Staatsschutz der Kleingartenanlage am Sonntag einen Besuch abgestattet hatten, war eine zweite Reichsfahne bereits abgehängt. „Ich habe den Besitzer gebeten, die Flagge herunterzunehmen“, erklärt Friedhelm Kazubek, Vorsitzender des KGV „Am Goetheplatz“ auf Nachfrage der Redaktion.
„Er kann sie aber wieder aufhängen, denn so lange kein Hakenkreuz oder ein anderes Symbol darauf zu sehen ist, ist sie nicht verboten.“ Dass sich Menschen trotzdem an einer Reichsflagge stoßen, kann er nicht nachvollziehen. „Bei uns im Verein ist alles ruhig. Die Person aus der Nachbarschaft kann sich ruhig aufregen. Es ist nicht illegal.“

Nachbar wertet die Reichsflaggen als Provokation
Der Nachbar sagt: „In unserem Viertel leben viele Familien mit Migrationshintergrund. In so einem multikulturellen Viertel hat eine solche Fahne erst recht nichts zu suchen.“ Die Menschen könnten sich provoziert fühlen. „Außerdem grenzt direkt ein städtischer Kindergarten an das Gelände des Kleingartenvereins.“

Dass die zweite Reichsfahne freiwillig heruntergenommen wurde, deckt sich nicht mit seinen Beobachtungen. Er habe mitbekommen, dass es am Samstag einen Streit auf der Anlage gegeben habe. „Dann habe ich einen Mann mit einem Teil der Fahne wegrennen sehen. Ein anderer ist mit blutendem Kopf hinterhergelaufen.“

Polizei und Rettungswagen seien vor Ort gewesen. Danach habe nur noch ein Fetzen der Reichsfahne am Mast gehangen. Inzwischen hat jemand den Mast auf ein Dach eines Gartenhäuschens gelegt. Von der Fahne ist nichts mehr zu sehen.

Polizei bestätigt Einsatz an der Kleingartenanlage
Die Polizei bestätigt einen Einsatz an der Kleingartenanlage am Samstag. Ein 41-jähriger Mann soll einen 36-Jährigen geschlagen haben. Als die Sirenen zu hören waren, sei er weggerannt und in einem Hinterhof entdeckt worden. Da ein freiwilliger Drogentest positiv gewesen sei, habe ein Richter einen Bluttest angeordnet.

Der Tatverdächtige schilderte den Polizisten, dass es einen Streit gegeben haben soll und er in Notwehr gehandelt habe. Von einer Fahne ist der Polizei nach eigenen Angaben nichts bekannt. Aktuell laufen weitere Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Karl Ernst Steinwerth war selbst auf der Anlage und hat dabei auf einer dritten Parzelle einen gemauerten Grill entdeckt, der ihn empört. Neben einem Schild mit Adler und dem Schriftzug „Deutsches Reich“ gab es ein zweites, auf dem zu lesen ist: „Achtung! Wer plündert wird erschossen!“ „Solche Symbole haben auf unseren Anlagen nichts zu suchen.“ Das gelte auch für die Fahnen, „die man in anderen Zusammenhängen sieht“.

Eigentümerin des Geländes ist die Stadt. „Die Stadt prüft aktuell mit Juristen, welche Handhabe wir haben. Wir sind neutral. Parteipolitische Fahnen haben bei uns kein Zuhause“, betont Steinwerth. „Das Hissen einer Reichsflagge ist nach geltender Rechtslage nicht grundsätzlich verboten. Gleichwohl steht dieses Symbol nicht für die Werte, die unsere Gemeinschaft prägen“, erklärt Stadtsprecher Falko Firlus.

Die Stadt Duisburg bekenne sich ausdrücklich zu Weltoffenheit, Vielfalt, Respekt sowie einem demokratischen Miteinander und trete entschieden gegen jegliche Form von Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung ein. „Die Reichsflagge wird heute leider vielfach von Personen und Gruppierungen genutzt, die diese Werte ablehnen oder infrage stellen. Daher prüfen wir, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen, um gegen entsprechende Darstellungen vorzugehen und gegebenenfalls eine Entfernung der Flagge zu veranlassen“, so Firlus

Politikwissenschaftler Prof. Dr. Achim Goerres von der Universität Duisburg-Essen (UDE) ordnet das Geschehen ein: „Diese Flagge ist ein Symbol für eine starke nationalistische Gesinnung. Man will damit Gleichgesinnten vom rechten Rand sagen: Ich bin einer von euch. Und sie kann eine Provokation der Menschen sein, die nicht so denken.“

Durch das Erstarken der AfD trauten sich Leute, Dinge zu sagen, die sie sich früher nicht getraut hätten. So sei es auch mit Symbolen wie Flaggen. „In den Köpfen der Menschen hat sich nicht viel geändert, sondern nur, was sagbar und machbar ist. Die Reichsflagge spielt mit dem Verbot und geht in den Bereich eines Normbruchs“, erklärt der Wissenschaftler. Dass man eine Norm bricht, werde allerdings immer schwächer wahrgenommen.
[close]
https://www.waz.de/lokales/duisburg/article412292463/reichsflaggen-in-kleingartenverein-werden-alle-massnahmen-dagegen-ausschoepfen.html
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Nazis haben Waffen und Sprengstoff?

Ach ...


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Zitat
Mordaufrufe gegen Politiker
Todesliste im Netz: Rechtsextremer muss drei Jahre in Haft

"Strafakten" von Politikern, Anleitungen zu Mordanschlägen und Einwerbung von Kopfgeldern - der Betreiber einer Plattform im Darknet, die diese Inhalte hatte, erhält nun vor Gericht seine Strafe. Der rechtsextreme Deutsch-Pole muss für drei Jahre ins Gefängnis.

Für den Aufruf im Darknet zur Ermordung deutscher Politiker, Richter, Staatsanwälte und Wissenschaftler ist ein Rechtsextremist aus Dortmund zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den 50 Jahre alten Informatiker schuldig.

Er habe die Plattform "Assassination Politics" (Politik der Attentate) geschaffen und betrieben, auf der Politiker-Todeslisten veröffentlicht, Krypto-Kopfgeld für deren Ermordung eingeworben und Anleitungen zu Mordanschlägen und Bombenbau mitgeliefert wurden. Das Bundeskriminalamt hatte die Plattform abgeschaltet.

"Der Angeklagte ist überzeugter Rechtsextremist und vorbestraft", sagte der Vorsitzende Richter. Er habe selbst auf der Plattform geschrieben, dass diese der gewaltsamen Einflussnahme auf die Politik diene. Seine Behauptung im Prozess, es habe sich lediglich um eine Provokation der Justiz gehandelt, sei eine "äußerst fernliegende" Schutzbehauptung. Das Gericht sprach den Deutsch-Polen wegen Terrorfinanzierung, Anleitung zum illegalen Waffenbau und Anleitung zu Terroranschlägen schuldig.

Der 50-Jährige hatte fiktive Strafakten erstellt und zu Attentaten etwa auf Ex-Kanzler Olaf Scholz und Ex-Kanzlerin Angela Merkel aufgerufen. Besucher der Plattform sollten in der Kryptowährung Monero Geld spenden, das an erfolgreiche Attentäter ausgezahlt werden sollte. Die Bundesanwaltschaft hatte für den Angeklagten fünf Jahre Haft gefordert, der Verteidiger Freispruch. Er kündigte Revision an.

https://www.n-tv.de/politik/Todesliste-im-Netz-Rechtsextremer-muss-drei-Jahre-in-Haft-id30987879.html
Ich liebe Sarkasmus. Es ist wie jemandem die Tastatur in die Fresse zu hauen, nur mit Worten.
 
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Offline desperado

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Die IB macht linksgrünökoverschwulte Sachen - und das Folg jubelt! Was ein bigotes Pack....

Zitat
Die rechtsextreme Identitäre Bewegung kopiert Guerilla-Aktionen der linken Szene: Am Wochenende besetzten sie das Hermannsdenkmal. Ein Schweizer harrte stundenlang auf der Statue aus und musste dann zur Polizei.

Quelle Welt.de
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Offener Antisemitismus: Funktionsverbot für zwei FPÖ-Kandidaten fünf Tage vor der Graz-Wahl

Drei Männer, die für die FPÖ antreten, wurden seit Jahresbeginn angezeigt. Zwei davon posteten wiederholt Judenhass. Erst eine STANDARD-Anfrage brachte innerparteiliche Konsequenzen

Colette M. Schmidt
aktualisiert am 23. Juni 2026, 17:35

Es sind menschenverachtende und immer wieder auch antisemitische Sujets, die von Männern, die für die FPÖ Graz zur Wahl am Sonntag antreten, öffentlich geteilt wurden. "Bislang nicht bekannt" sei das bei der FPÖ gewesen. Erst auf Anfrage zog sie Konsequenzen.

Einer der Männer ist Liviu Cristian Apostol, der auf Platz 45 für den Gemeinderat und auf Platz drei für den Grazer Bezirk Gries kandidiert. Er postete eine antisemitische Karikatur im Stil der NS-Zeit. Diese gibt Juden die Schuld für beide Weltkriege und den Terror vom 11. September 2001 und zeigt sie als Hinterleute von Medien, Banken sowie der Porno-Industrie. Das Posting wurde Anfang Mai, nur Tage vor dem offiziellen Wahlkampfauftakt der FPÖ in Graz, von ihm geteilt.

Zu diesem Zeitpunkt wurden zwei junge Kandidaten, die sich gegen die Entmachtung der Stadtpartei durch die Landespartei gewehrt hatten, ausgeschlossen. Von jenen sind allerdings keine antisemitischen Postings bekannt.
Spoiler
Hass auf Jüdinnen und Juden
Einen Monat später, am 1. Juni, teilte Apostol ein Posting mit zwei Fotos. Eines zeigt abgemagerte Gefangene aus dem KZ Ebensee, jenes darunter israelische Soldaten. Dabei steht "Before (Refugee) Then (Criminals)". Die Plattform "Stoppt die Rechten" hat Apostol am 8. Juni angezeigt – unter anderem wegen der Instrumentalisierung der Shoah nach dem NS-Verbotsgesetz.

Apostol teilte auch ein Zitat, das Verständnis für die Hamas signalisiert. Insgesamt strotzt seine Facebook-Seite vor judenfeindlichem Hass.

Außerdem teilte er ein homophobes Logo. Darauf zu sehen sind zwei stilisierte Männchen: Das eine tritt das andere. Die getretene Figur ist in den Farben des Regenbogens eingefärbt. "Stolz statt Pride" steht da zu lesen.

Gehörnter Selenskyj
Ähnlich antisemitisch ist auch die Ästhetik eines Videos, das der auf Platz 13 für den Gemeinderat und Platz zwei für den Bezirk Gries kandidierenden Robert Spörk auf Facebook teilte: Es zeigt einen in abgründiger Manier antisemitisch dehumanisierten und gehörnten Wolodymyr Selenskyj. Der ukrainische Präsident, dessen jüdische Herkunft bekannt ist, wird als Monster dargestellt, das zwischen Kruzifixen Geldbündel an sich reißt, diese gierig verschlingt und auf sie ejakuliert.

Auch bei Spörk finden sich weitere Beiträge auf Facebook, in denen etwa Muslime oder Migranten pauschal kriminalisiert werden. Er wurde von "Stoppt die Rechten" schon im März angezeigt.

Seit Jänner liegt eine Anzeige wegen Verhetzung bei der Staatsanwaltschaft Graz: Sie richtet sich gegen den Chef der Freiheitlichen Jugend Steiermark, Noah Straßbauer. Er ist parlamentarischer Mitarbeiter der FPÖ-Abgeordneten Michaela Schartel und kandidiert selbst auf Platz vier für den Bezirksrat in St. Leonhard.

Video vor Schule
In der Anzeige geht es um ein Video, das im Bezirk Gries gedreht wurde. Heute ist der historische Arbeiterbezirk teils stark gentrifiziert und ein Stadtteil mit stark migrantischen Bevölkerungsanteilen. So gehen auch viele Kinder in die Volksschule St. Andrä, deren Eltern Migranten sind. Dort sprach Straßbauer in eine Kamera, während hinter ihm klar erkennbare, nicht verpixelte Kinder mit ihren Schultaschen in die Schule laufen. Vor ihnen fabulierte Straßbauer über das Verschwörungsnarrativ des "Bevölkerungsaustausches", das einst auch den Massenmörder von Christchurch 2019 bewegt hatte. "Gewalt, Unsicherheit und fehlende Disziplin" waren Teil der Ansage, samt der Aufforderung zur sogenannten "Remigration" zum "Schutz der österreichischen Kinder". Für die Plattform des ehemaligen Grünen-Politikers Karl Öllinger erfüllt das alles den Tatbestand der Verhetzung. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die steirische FPÖ reagierte auf eine STANDARD-Anfrage am Dienstag mit einer "Sofortmaßnahme": Zwei Männer wurden mit einem "Funktionsverbot" belegt, weitere Maßnahmen wolle man "in den entsprechenden Gremien" prüfen. Die FPÖ lehne "Antisemitismus jeglicher Art" ab.

Was das Video mit den Kindern angehe, so trage "ausschließlich der Protagonist" die Verantwortung. Die Landespartei habe "unverzüglich dessen Löschung" eingefordert. Das Video war allerdings mindestens sechs Tage auf FPÖ-Kanälen online. Ob die drei Personen ihre Gemeinderatsmandate annehmen würden, stelle sich "aufgrund ihrer Platzierung auf dem Wahlvorschlag nicht". (Colette M. Schmidt, 23.6.2026)

Update: Der Artikel wurde um 17.35 aktualisiert: Noah Straßbauer ist nicht bei Axel Kassegger parlamentarischer Mitarbeiter, wie irrtümlich in einer ersten Version des Artikels geschrieben, sondern bei der FPÖ-Abgeordneten Michaela Schartel.
[close]
https://www.derstandard.at/story/3000000328472/offener-antisemitismus-funktionsverbot-fuer-zwei-fpoe-kandidaten-fuenf-tage-vor-der-graz-wahl
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Zwei mutmaßliche Unterstützer der »Letzten Verteidigungswelle« festgenommen
Sie sollen unter anderem versucht haben, eine Asylbewerberunterkunft in Brand zu setzen. Die Polizei in Thüringen hat zwei mutmaßliche Unterstützer einer rechtsextremen Terrorgruppe festgenommen.

Die Bundesanwaltschaft hat in Thüringen zwei mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe »Letzte Verteidigungswelle« festnehmen lassen. Die beiden Deutschen sollen laut Mitteilung der Behörde  mit Komplizen versucht haben, eine Asylbewerberunterkunft im Landkreis Altenburger Land in Brand zu setzen.

»Dazu schlug die Gruppe ein Fenster ein und versuchte, mit einer Feuerwerksbatterie entzündete Pyrotechnik in das Innere des Gebäudes zu schießen«, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Ein Feuer sei aber nicht ausgebrochen.
Ihnen werde unter anderem vorgeworfen, als Jugendliche mit Verantwortungsreife, eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben, teilten die Ermittler mit. Außerdem wird ihnen unter anderem versuchter Mord zur Last gelegt.
Ganz Artikel: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/rechtsextremes-netzwerk-zwei-mutmassliche-unterstuetzer-der-letzten-verteidigungswelle-festgenommen-a-b92b482f-4f68-4e6e-90af-f967c8de3ffa

Wo in T: Landkreis Altenburger Land und Gera

PM des Bundesanwalts:
https://www.generalbundesanwalt.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/Pressemitteilung-vom-26-06-2026.html?nn=478184
« Letzte Änderung: 26. Juni 2026, 12:22:02 von Seb »
Niemand sollte diskreditiert werden, weil er anderer Meinung ist. Aber wer Blödsinn erzählt, hat kein Recht darauf, ernst genommen zu werden.
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: desperado, Gerntroll, Reichsschlafschaf, Goliath