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Augsburg
Bekannter Rechtsextremist heiratet mit Segen der Kirche: Bistum Augsburg prüft Trauung in Wallfahrtskirche
Der Anführer der Identitären Bewegung lässt sich in der Wallfahrtskirche Violau im Kreis Augsburg auf spezielle Weise trauen. Die Hochzeit wird zum Treffen von Rechtsextremisten. Was sagt die Kirche dazu?
Von Max Kramer, Holger Sabinsky-Wolf und Daniel Wirsching | 10.06.26, 18:00 Uhr
Erhaben thront die Kirche St. Michael an diesem Mittag auf ihrer Anhöhe. Oben reckt sie sich in den makellos blauen Himmel, unten ziehen zwei Pferde eine festlich geschmückte Kutsche heran. Ein bayerisch-schwäbisches Idyll, umgeben von Wäldern, fast kitschig, jedenfalls ein perfekter Rahmen für zwei Ja-Worte. Im beschaulichen Wallfahrtsort Violau sind solche Szenen Gewohnheit. Doch diese Hochzeit ist außergewöhnlich. Sie verläuft nach dem Ritus der „Alten Messe“ auf Latein. Und sie wird zum Treffen von Rechtsextremisten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. So wird sie auch eine Veranstaltung, die für das Bistum Augsburg grundsätzliche Fragen aufwirft.
https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/augsburg-rechtsextremist-heiratet-in-wallfahrtskirche-violau-bistum-prueft-trauung-114380254Schöne Kirche in Violau.
Wessobrunner Stuck, vom Feinsten.

Das RSS war einmal dort, aber nicht fürs Wallfahren (das RSS hält davon nichts), sondern mit der Klassensprecherkonferenz.
Ist also schon lange her, das war früher™.
Die Trauung ist halt leider kirchenrechtlich gültig (weil: caracter indelibilis und so).
Aber für den assistens matrimonii (vulgo Priester) könnte es tatsächlich kirchenrechtliche Konsequenzen geben. Wenn der keinen Patronus im Kardinalkolleg hat oder wenigstens in der Bischofskonferenz ...
