Autor Thema: Presseschnipsel - Rechtsextremismus  (Gelesen 188905 mal)

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Offline SchlafSchaf

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Weichreite bekommt in den Niederlanden einen Platzverweis, ausserdem akzeptiert man seinen Yps-Ausweis nicht

https://x.com/MaltusPanda/status/2056029171143389418?s=20
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Offline Anmaron

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Der sieht aus wie ein Möchtegerninfluencer.
Oh, ist er? Gute Zurschaustellung.

Und er kann so wenig Englisch, dass er lieber in Deutschland bleiben sollte.
Wer sich politisch nicht engagiert, hilft im Grunde jenen, die das Gegenteil von dem wollen, was man selber für wichtig und richtig hält. (Alain Berset)
Die Demokratie ist so viel wert wie diejenigen, die in ihrem Namen sprechen. (Robert Schuman)

Anmaron, M. Sc. univ. Universität Youtübingen
 
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Offline Reichsschlafschaf

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Für Flüchtling Liebich entscheidet sich wohl heute, ob er weiterhin die Gastfreundcshaft in Tschechien genießen darf oder ob Remigration angesagt ist:



Zitat
Die wichtigsten Fragen und Antworten
Wird Rechtsextremist Sven Liebich nach Sachsen ausgeliefert? – Tschechisches Gericht entscheidet am Montag

Nach monatelanger Fahndung wurde Rechtsextremist Sven Liebich gefasst. Seit einigen Wochen sitzt er in Tschechien in Haft. Ein Gericht dort will voraussichtlich am Montag über eine Auslieferung entscheiden.

Deutsche Presse-Agentur dpa
18.05.2026, 07:59 Uhr
 
Pilsen. Der verurteilte Rechtsextremist Sven Liebich sitzt seit Anfang April in tschechischer Haft. Eigentlich muss er aber in Deutschland eine Strafe verbüßen, floh jedoch vor Haftantritt und konnte erst einige Monate später festgenommen werden. Nun soll das Landgericht im tschechischen Pilsen darüber entscheiden, ob Liebich nach Deutschland ausgeliefert werden soll. Wie es dann für den Rechtsextremisten weitergehen könnte.
Spoiler
Der Fall Liebich
Wo ist Liebich momentan?
Warum entscheidet ein Gericht über die Auslieferung?
Ist davon auszugehen, dass Liebich nach Deutschland gebracht wird?
Wie würde es für Liebich nach der Auslieferung weitergehen?
Warum wurde Liebich verurteilt und später europaweit gesucht?
Wie haben Behörden auf die Kritik an der Änderung von Name und Geschlecht reagiert?
Was würde passieren, wenn Liebich wieder als Mann gilt?
Wo ist Liebich momentan?
Liebich befindet sich derzeit Behördenangaben zufolge im Gefängnis von Pilsen, einer Stadt im Westen Tschechiens. Dort sitzen auch Menschen ein, die schwere Straftaten begangen haben. Für die Gerichtsverhandlung am Montag ab 13 Uhr wird erwartet, dass der Rechtsextremist anwesend ist.

Warum entscheidet ein Gericht über die Auslieferung?
Nach Liebichs Festnahme am 9. April dieses Jahres im tschechischen Schönbach bei Asch nahe der Grenze zu Deutschland war er zunächst in Polizeigewahrsam gebracht worden. Wenig später hatte Liebich dort seine Auslieferung abgelehnt – weshalb die Staatsanwaltschaft Halle einen Antrag auf Auslieferung stellte, über den nun das Landgericht in Pilsen entscheiden muss. Die Staatsanwaltschaft in der Saalestadt im Süden Sachsen-Anhalts ist derzeit auf deutscher Seite für den Fall zuständig.

Der hallesche Oberstaatsanwalt Dennis Cernota hatte erklärt, dass das Landgericht Pilsen unter anderem prüfen wird, ob Polizei und Staatsanwaltschaft in den vergangenen Monaten richtig agiert haben. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass es in diesem Prozess zu größeren Problemen kommt, so Cernotas Einschätzung. „Das ist ein geübtes System zwischen europäischen Ländern. Das klappt in der Regel recht reibungslos“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Ist davon auszugehen, dass Liebich nach Deutschland gebracht wird?
Ja. Unklar ist allerdings, ob das tschechische Gericht schon am ersten Prozesstag eine Entscheidung trifft. Sollte eine Auslieferung rechtskräftig entschieden werden, ist denkbar, dass Liebich nur wenige Tage später von den tschechischen Behörden an der Grenze an deutsche Kolleginnen und Kollegen übergeben wird.

Wie würde es für Liebich nach der Auslieferung weitergehen?
Ist der Rechtsextremist auf deutschem Boden, ist davon auszugehen, dass er auf schnellstem Wege in die Justizvollzugsanstalt nach Chemnitz gebracht wird. Ab diesem Zeitpunkt wäre dann die sächsische Justiz für den Fall zuständig.

Möglich ist dann, dass noch einmal darüber entschieden wird, ob Liebich wirklich im Frauengefängnis einsitzen soll. Er hatte Ende 2024 seinen Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich und den Vornamen in Marla Svenja ändern lassen. Diese Entscheidung trifft der Anstaltsleiter des Frauengefängnisses, in das Liebich geladen wurde. Dabei geht es auch darum, abzuwägen, ob Liebich eine Gefahr für andere Insassinnen darstellt und wie sie untergebracht werden soll.

Warum wurde Liebich verurteilt und später europaweit gesucht?
Liebich war im Juli 2023 vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Berufung und Revision gegen das Urteil scheiterten.

Nach der Verurteilung hatte Liebich das Geschlecht von männlich auf weiblich ändern lassen. Außerdem wurde der Name von Sven in Marla Svenja angepasst. Kritiker hielten das für eine Provokation und sprachen von einem Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes. Da Liebich rechtlich trotzdem seitdem als Frau gilt, ist für ihn das Frauengefängnis, das dem Wohnort Liebichs am nächsten liegt, zuständig.

Wie haben Behörden auf die Kritik an der Änderung von Name und Geschlecht reagiert?
Der Saalekreis hatte eigenen Angaben nach schon im Dezember rechtliche Schritte für eine Berichtigung des Eintrags eingeleitet. Der Landkreis im Süden Sachsen-Anhalts kann einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht Halle stellen, weil das Standesamt, dessen Geburtenregister berichtigt werden würde, im Saalekreis liegt. Die Änderung der Einträge durch Liebich war Anfang 2025 bekanntgeworden.

Im März dieses Jahres hatte das Amtsgericht Halle angekündigt, darüber zu entscheiden, ob die Änderungen von Vorname und Geschlecht Liebichs rückgängig gemacht werden können. Bislang ist keine Entscheidung darüber öffentlich geworden. Für die Entscheidung gibt es laut Gerichtssprecher keine feste Frist. Dass Liebich nun gefasst wurde, könnte laut Gerichtssprecher einen Einfluss darauf haben, wie und wann das Amtsgericht eine Entscheidung trifft.

Was würde passieren, wenn Liebich wieder als Mann gilt?
Eine mögliche Berichtigung von Namen und Geschlecht Liebichs hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft Halle erst einmal keine Auswirkungen auf das weitere Vorgehen.

Bei der Festnahme Anfang April dieses Jahres trug Liebich einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung nach Männerklamotten und hatte einen kahlgeschorenen Kopf. Während Gerichtsprozessen in Deutschland war Liebich zuletzt in Frauenkleidung erschienen, war geschminkt und hatte lackierte Fingernägel.

Unter anderem Liebichs Auftreten und Aussehen könnten eine Rolle spielen, wenn es darum geht, ob die 55-Jährige als Mann oder Frau gilt und wo sie die Haft absitzen muss.
[close]
https://www.lvz.de/politik/regional/wird-rechtsextremist-sven-liebich-nach-sachsen-ausgeliefert-tschechisches-gericht-entscheidet-am-XXT6DYMDABD5HO5MZGB5YRXRT4.html

Darauf ein Pils!

Aber ein originales!  ;)
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Die Freien Sachsen trommeln jedenfalls ganz laut für den Cross-Dresser, natrülich nicht ohne Bettelei - und selbst dafür sind sie zu blod und hauen Fehler in IBAN/BIC

https://x.com/KoelnAnonymous/status/2056028110487699805?s=20
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Offline Ba_al

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« Letzte Änderung: 18. Mai 2026, 14:32:14 von Ba_al »
 
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Auch bei n-tv will man dem Charme der liebreizenden Marla Svenja huldigen.
https://www.n-tv.de/politik/Marla-Svenja-Liebich-spult-vor-Gericht-ein-wirres-Programm-ab-id30833055.html
Das wird bestimmt richtig gemütlich, wenn die harten Jungs im Knast die zarte Dame als "Tunte" einstufen.
 
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Offline desperado

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As usual, I'm writing slowly because I know you can't read fast.

(Radar writting a letter to his Mom an me, writting Comments for our Customers)
 
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Offline Reichsschlafschaf

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Offline Mr. Devious

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Dieses Bild. ;D


Schneewittchen und der achte Zwerg.
Liberté, Egalité, FCKAfDé
 
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Offline Reichsschlafschaf

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Schunke schreibt unter anderem Kolumnen für die Schweizer „Weltwoche“.




Also die übliche Karriere …

Reicht's dann doch nicht zum (menschenwürdigen) Leben?

Worin genau besteht jetzt der Unterschied zu den von ihr so verachteten Beziehern von Bürgergeld/ Grundeinkommen/ Sozialleistungen?
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Worin genau besteht jetzt der Unterschied zu den von ihr so verachteten Beziehern von Bürgergeld/ Grundeinkommen/ Sozialleistungen?

Neid. Auf alle außerhalb von ihr selbst, die mehr, weniger oder überhaupt was bekommen.
Fällt Dir nur Unsinn ein und immer,
erzähle nichts, sonst wird es schlimmer.
 
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Offline kairo

Reicht's dann doch nicht zum (menschenwürdigen) Leben?
Es kommen noch dunkle Zeiten? Wenn ihr das Geld knapp wird, werden die Zeiten eher besser.
 
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Offline Peta1

Wieder mal hatten deutsche Nazis Beihilfe aus Österreich.
Kommentiert haben AUF1 und der Sellner-Bub.
Genutzt hats nix. :dance:
Verbotene „Artgemeinschaft“: Neonazi-Sekte mit österreichischer Beihilfe https://share.google/CFNXTQYiNjn3WhgcA
don't buy american
 
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Offline Reichsschlafschaf

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Neid


Ja, vermutlich haben diese Menschen nicht mehr drauf.

Und so viele Kolumnen will man dann doch nicht vor ihr ...
___________________________

Die Definition eines Erfolgsprojektes ist fließend.  ;D
Zitat

Tiefrote Bilanz
Verluste bei Reichelts "Nius" weiten sich aus

Von  Lars Wienand
Aktualisiert am 19.05.2026 - 07:12 Uhr

Das Portal "Nius" um Julian Reichelt bleibt ein wirtschaftliches Verlustgeschäft zur politischen Stimmungsmache. Eine gerade veröffentlichte Bilanz gibt Einblick ins Minus und verrät die geringe Zahl treuer Abonnenten.

An prominenter Stelle am oberen Rand des rechten Krawallportals "Nius" hat sich in den vergangenen Wochen etwas Bemerkenswertes getan: Die Seite von Julian Reichelt nennt sich dort nicht mehr "Stimme der Mehrheit", wie sie es seit den Anfängen im Juli 2023 getan hatte. Das Motto dort wurde im März ersetzt durch "Verlässlich. Überparteilich. Populär". Und seit dem 1. Mai ist "Verlässlich" gestrichen. Was man aber verlässlich über das Portal sagen kann: Es türmt Riesenverluste auf.

So laut wie das Portal bei der Stimmungsmache auftritt, so zurückhaltend sind die Macher mit Zahlen zum wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg. Doch es gibt Veröffentlichungspflichten zum Schutz von Gläubigern und Geschäftsverkehr. Und der jetzt abrufbare Jahresabschluss verrät: Das Portal hat im dritten Jahr seines Bestehens den Verlust noch ausgebaut. Gesundheitsdaten-Millionär Frank Gotthardt musste wieder einen zweistelligen Millionenbetrag nachschießen. Die Abo-Einnahmen sind dagegen vergleichsweise winzig, und die Zahl der Leser ist zuletzt auf ein Rekordtief gefallen.

"Nius" wird von der Vius SE & Co. KGaA betrieben, eine Gesellschaft, an der eine Firma des Compugroup-Gründers Gotthardt 87 Prozent hält. Er und seine Galionsfigur Julian Reichelt sind nach eigenen Darstellungen mit dem politischen Ziel angetreten, ein Gegengewicht zu linken Medien zu schaffen und Deutschland nach rechts zu verschieben. Die Seite arbeitet mit rechtspopulistischen Skandalisierungen und auch frei erfundenen Behauptungen und Zitaten.

Gotthardt hält die Firma am Leben und hat sich dafür im Gesellschaftsvertrag zusichern lassen, dass ein eventueller zukünftiger Gewinn so lange nur an ihn fließt, bis von ihm zugeschossenes Geld zuzüglich sechs Prozent Zinsen ausgeglichen sind. t-online hat Vius Fragen zu der Bilanz geschickt und wollte wissen, was das Unternehmen zu den Zahlen und deren Interpretation sagt, hat aber keine Antwort erhalten.
Spoiler
Minus von 16,2 Millionen Euro
Doch wie mit "Nius" Gewinn gemacht werden soll, ist angesichts der Zahlen völlig unklar. Die Gesellschaft hat im Unternehmensregister ihren Jahresabschluss für 2024 vorgelegt, und der sieht tiefrot aus: Bei einer Bilanzsumme von gut sieben Millionen Euro lag 2024 das Minus, der Jahresfehlbetrag, bei knapp 16,2 Millionen Euro. Den Kosten stehen weiterhin kaum Erlöse gegenüber.
In der Bilanz wird auch das Minus seit Gründung im Herbst 2022 mitgeschleppt als Verlustvortrag: 3 Millionen im ersten Rumpfjahr, 13,8 Millionen im Jahr 2023. Macht für die drei Jahre zusammen ein Minus von bislang 33 Millionen Euro. Mit den Banken hat die Firma aber keine Probleme, sie ist bilanziell nicht überschuldet: Gotthardt hat etwa in Höhe des Verlustes die Kapitalrücklage aufgestockt – ein Mittel, um einen Betrieb am Laufen zu halten. Dafür wurden bis Ende 2024 37,4 Millionen Euro in das Unternehmen gesteckt.

Vius ist zudem im Jahr 2024 mit 75 Prozent in das österreichische Portal Exxpress eingestiegen, das ähnlich auftritt wie "Nius". Die Portale kooperieren eng und sind vielfältig verflochten. Der Kauf belastet die Bilanz von Vius zunächst nicht direkt, weil der gezahlte Preis als Beteiligung an Exxpress auf der Vermögensseite erscheint.

Eine Summe von 2,45 Millionen Euro findet sich in der Bilanz 2024 unter "Finanzanlagen". Der laufende Betrieb kann aber auch Kosten für Vius bedeuten: Exxpress verbuchte 2024 laut der österreichischen Zeitung "Standard" selbst einen Verlust von 6,92 Millionen Euro. Ob und in welchem Umfang Vius deshalb Zuschüsse nach Österreich überwiesen hat, ist aus der Bilanz nicht ersichtlich.

Da es bei beiden Portalen aber keine erkennbaren Zeichen gibt, dass sich im vergangenen Jahr an ihrer Einnahmenseite etwas grundsätzlich verbessert hat, dürfte das für Gotthardt bedeutet haben, dass er auch im Jahr 2025 wieder zweistellig nachschießen musste, damit es weitergeht. Ob das stimmt, wird die Bilanz für 2025 zeigen. Es passt aber zu Angaben aus seinem Umfeld, laut derer von ihm bereits mehr als 50 Millionen für Vius geflossen sind.

Im August 2024 hatte nius.de sein Hoch
Doch wie wird das vom Publikum belohnt? Nach aktuellen Zahlen des Fachportals meedia.de ist die Seite nius.de im April so selten besucht worden wie noch nie in ihrer Geschichte. 3,5 Millionen Besuche sind sogar weniger als im Juli 2023 (3,65 Millionen), als "Nius" gerade online ging, berichtet meedia.de nach einer Auswertung des Analysedienstes Similarweb. Inzwischen ist "Nius" demnach abgerutscht auf Platz 177 unter den reichweitenstärksten Seiten mit inhaltlichem redaktionellem Angebot.

Die beste Zeit hatte "Nius" demnach 2024, der Rekordwert von 9,54 Millionen Visits wurde im August jenes Jahres erzielt. Im Juli 2025 verkündeten die Macher dennoch: "Unsere Website NIUS.de entwickelt sich rasant: mehr als 5 Millionen Seitenaufrufe pro Monat." Damit wollten sie um Werbekunden werben, eine Erlösquelle. Doch in dem Umfeld wollen seriöse Unternehmen in der Regel nicht auftauchen, weil es der eigenen Marke schaden könnte.

Zuletzt wurde bekannt, dass ein Redakteur bei einem Treffen von AfD-Politikern, Vertreterinnen der sogenannten "Neuen Rechten", rechten Aktivisten und militanten Neonazis eine Lesung gehalten hat. Ein anderer Mitarbeiter postete ein Bild eines Messers, einer Schusswaffe und eines blauen AfD-Kugelschreibers. Dazu schrieb er: "Falls jemand fragt, mit welchem Stift wir unsere Texte schreiben". Den Tweet mit dem nicht selbst aufgenommenen Foto löschte der Autor später. Er war verantwortlich für frei erfundene Behauptungen über ein angeblich vom Steuerzahler bezahltes Fastenbrechen für Bürgergeldempfänger. Diese erschienen auf der Seite, wurden aber auch in anderen Formaten wiederholt.

Auf diese Formate verweisen Reichelt & Co. lieber anstelle der Homepage. Sie sprechen von den Millionen, die sie mit Beiträgen über Radio und auf YouTube oder in anderen sozialen Medien erreichen. Vius hält auch 75,1 Prozent an einer im Februar 2026 in Österreich gegründeten VIUS Radio FlexCo. Welche Pläne es damit gibt, ist offen.

Werbung für "Nius" statt Werbung bei "Nius"
Um im Netz mehr wahrgenommen zu werden, wird für "Nius" kräftig Werbung gekauft: Die Transparenzdatenbanken von YouTube-Konzern Google und Facebook- und Instagram-Mutter Meta zeigen, dass die Mutter Vius von Juli 2023 bis Juni 2025 an die Tech-Giganten mindestens 1,4 Millionen Euro für politische Online-Werbung gezahlt hat. Neuere Daten sind so nicht mehr abrufbar, weil die Transparenzportale umgestellt wurden und Kosten nicht mehr ersichtlich sind.

Werbung wurde für "Nius" aber weiter gemacht: Im Juli 2025 wurden für YouTube allein rund 150 Anzeigen erstellt, um eigene Beiträge sichtbarer zu machen. Nach dem 16. März 2026 gab es der Anzeigendatenbank zufolge keine Anzeigen mehr, "Nius" pausiert seitdem bei Werbung auf YouTube. In den vier Wochen davor hatte "Nius" allein zehn Anzeigen geschaltet, in denen über das ZDF kritisch berichtet wurde, fünf davon zeigten Dunja Hayali im Bild, die von rechten Medien zu einer Hassfigur aufgebaut worden ist. Die Beiträge laufen bei Google in der Anzeigenkategorie "Kunst und Unterhaltung", manche auch in "Schönheits- oder Körperpflege".

Aus den Jahresabschlüssen lassen sich auch Rückschlüsse zu den Abonnenten ziehen: Die Bilanz weist passive Rechnungsabgrenzungsposten aus. Das meint: Geld an ein Unternehmen ist schon komplett geflossen, die Leistung aber noch nicht voll erbracht. Und 2023, als "Nius" noch sehr frisch war, schrieb Vius bei einem Betrag von 8.594,07 Euro, er betreffe "die jährlichen Vorauszahlungen von Abonnenten."

Was die Bilanz über Jahresabos verrät
"Nius" verkauft Abos, die Nutzern zusätzliche Inhalte und Funktionen wie etwa das Setzen von Lesezeichen ermöglichen. Und Jahresabos haben eine Besonderheit in der Bilanz: "Die Beträge werden auf den Zeitraum von 12 Monaten gezahlt und dementsprechend abgegrenzt."

Das ist so zu verstehen: Wer zum 1. Juli ein Abo für 100 Euro abgeschlossen und bezahlt hat, hat für sechs Monate Leistung im Folgejahr bereits bezahlt. In einer Bilanz wird das so festgehalten, dass in dem Fall im neuen Jahr noch für 50 Euro Leistung erbracht werden muss. Dieser Anteil an bezahlten Abos, die über das Jahresende hinaus laufen, geht als Teil des passiven Rechnungsabgrenzungspostens in die Bilanz ein.

2024 verfünffachte sich der betreffende Posten auf 45.405,55 Euro. Für Abo-Erlöse bedeutet die Summe: Wenn man unterstellt, dass jeden Monat gleich viele Abonnements abgeschlossen wurden, dann haben diese Abos zum Jahreswechsel im Durchschnitt noch 5,5 Monate Restlaufzeit. Wenn für diese noch laufenden Abos in der Bilanz eine Verpflichtung von 45.406 Euro steht, dann flossen so im Jahr 2024 100.000 Euro und es gab weniger als 1.000 Jahresabos. Ein Tropfen auf den heißen Stein.

Dazu kommen zwar noch die Einnahmen von Monats- und zeitweise angebotenen Wochenabos, auf die die Bilanz keinen Rückschluss zulässt. Ein geleakter interner Datensatz zeigte, dass "Nius" zwischen Juli 2023 und Juni 2025 insgesamt rund 350.000 Euro Einnahmen durch Abonnements generierte. Und zusätzlich wirbt das Portal des Millionärs Gotthardt noch um Spenden.

Aber vielleicht gibt es auch Vorstellungen, wie das Portal doch irgendwann nicht nur für Geld Stimmung macht, sondern Gewinn abwerfen könnte. Vius verrät es bisher nicht.

Verwendete Quellen
Eigene Recherchen
unternehmensregister.de

meedia.de: Top 100 Onlinemedien im April: "Merkur", "Zeit" und "Tagesspiegel" weit über Vorjahr, "Nius" schwach wie nie
standard.at: Schwarzes Portal mit roten Zahlen: Bilanzverlust beim "Exxpress" steigt
correctiv.org: Jens Spahn: Der Minister und der Nius-Investor
[close]
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_101258246/julian-reichelt-nius-rutscht-tiefer-in-die-roten-zahlen.html


Kommt halt drauf an, wie lange sich der Geldgeber das anschaut ...  :whistle:
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Diese ganzen großen Hassportale sind auch ein wenig ein Wohlstandsproblem - zusammen mit den ganzen Impf♥♥♥en, Energetikern, Nahrungsmittelergänzungsvertickern, Coachingclowns (es gibt auch welche, die keine Clowns sind!) Da werfen viel zu viele Leute mit Geld nur so um sich, und die Profiteure davon müssen sich nicht mal bücken, um es aufzusammeln.

Wenn das tatsächlich enden sollte, müssen sich die Hassprediger nach einer anderen Tätigkeit umsehen. Aber das sehe ich noch lange nicht.
˙uuᴉsu∩ ɹǝp ʇsᴉ uǝɥɔsuǝW sǝp uuᴉS ǝʇןǝʞɔᴉʍʇuǝ uǝʇsɥɔöɥ ɯɐ ɹǝᗡ
 
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