Alles, was Attolf Hildler an Schmutz von sich gegeben hat, ist doch zur Genüge im Internet ersichtlich. Was müssen die da noch Festplatten auswerten?
Genauer hinschauen ist bestimmt nicht verkehrt. Möglicherweise hat er ja nicht alle seine Pläne im Netz breitgetreten.
Zugegeben, für wirklich schlagkräftige Untergrundaktionen ist er zu dumm und zu feige, aber schaden kann's ja auch nicht.
Zumal Äußerungen im Netz bis zur Verhandlung eh keinen Wert mehr haben. Nicht, weil wir keine anlasslose Vorratsdatenspeicherung haben, sondern weil die Ermittler nicht wissen, daß es etwas wie das anlassbezogene Quick Freeze gibt.
Ist vielleicht auch Faulheit: Warum soll ich JETZT den Provider bitten, die Daten aufzubewahren, wenn ich das immer noch machen kann, wenn es wider Erwarten tatsächlich vor Gericht landet?
Und vor Gericht heißt es dann lapidar: Das war vor 10 Jahren, wir (als Provider) können heute nicht mehr bestätigen oder widerlegen, daß das vom Angklagten kam.
Wenn jetzt nicht irgendwer 'ne billige Festplatte für Zuhause braucht, dann besteht immerhin noch die Chance, daß die Daten bis zur Verhandlung nachvollziehbar Attolf vor die Füße fallen.