Autor Thema: ZeitZeichen meint...  (Gelesen 5852 mal)

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Offline Zeichen_der_Zeit

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ZeitZeichen meint...
« am: 3. Juli 2018, 23:43:44 »
Ein - wie ich meine - lesenswerter Text, der wieder einmal in mehrere Unterforen passen würde. Jetzt stelle ich ihn mal hierher, weil die Diskussion grad hier läuft.

Aber halt! Kann ein Text von Anetta Kahane denn überhaupt gut sein? Allein bei Nennung des Namens kriegen ja schon einige Leute Pickel ...   ;)

Die gehört doch zu den "Linksfaschisten", von denen in letzter Zeit immer mehr entdeckt werden!


Zitat
Flüchtlingspolitik
Die Apokalyptiker sind schuld
Hierzulande wird so heftig über die Flüchtlingspolitik gestritten, weil Rassismus und Antisemitismus wieder erstarkt sind. Die Kolumne.

Vor 18 Stunden
Von Anetta Kahane

Nicht die Flüchtlinge haben die schlechte Stimmung im Land ausgelöst, sondern jene, die gezielt auf die mühsam heilende Narbe Deutschlands eindreschen. Welche Narbe? Vernichtungskrieg und Holocaust sind noch sehr nah an der Gegenwart, ganz gleich was unsere schnelllebige Zeit uns suggeriert. Sie sind noch verbunden mit unseren Familiengeschichten.

Spoiler
Jeder hier hat eine. Und sie wirken, ob sie nun verdrängt werden oder nicht. Das ganze Land hat nach 1945 mit diesem riesigen Paket an Geheimnissen, Blut, Schuld, Trauma, Verdrängung, Abwehr, Rechtfertigung und immer wieder das Wir-und-die-Anderen angefangen. Immer wieder das. Rassismus, Antisemitismus – tief eingegraben in das Gedächtnis.

Dann ging es bergauf. In guten wie in schlechten Zeiten, mit guten wie mit schlechten Entscheidungen bei der Aufarbeitung. Und die große klaffende Wunde begann sich zu schließen. Eine dünne Haut überzog die Stelle erst, später wurde sie dicker. Manche meinten, man dürfe nicht dran rühren, damit da etwas heilen kann. Sieht nicht schön aus und die Gefahr, dass sie wieder aufbricht ist zu groß. Schonhaltung mit Minimalbehandlung. Aber eigentlich ist es egal. Nun sieht sie so aus, diese Narbe. Die Frage ist nur: was wird mit dem, was darunter brodelt?

Nicht die Flüchtlinge sind schuld. Nicht die Migrationspolitik in Deutschland, die eben keine ist. An der Stimmung politisch verdienen zu wollen, sie anzuheizen, die Debatten zu verdrehen, alles miteinander zu vermengen, so dass kein Stück Vernunft übrigbleiben soll, das ist das Gift unserer Tage. Wer das tut, spielt mit der Düsternis einer noch nicht lang zurückliegenden Apokalypse. Ist es wirklich so reizvoll, in diesen Abgrund zu schauen?

Das Problem Rassismus in Deutschland wurde nie richtig angepackt. Spätestens seit den Morden des NSU müsste das klargeworden sein. Doch passiert ist seitdem noch immer viel zu wenig. Das gleiche gilt für Antisemitismus. Hier wurde behauptet, dass es ihn nicht gebe, was nicht stimmt, doch wirklich auseinandergesetzt hat sich Deutschland damit nicht. Wie sollte also beides verschwunden sein? Wie sollte es nicht unter der der dünnen Schicht des Zivilen brodeln?

Einwanderungspolitik und Fragen von Asyl, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und ihrer Werte, darüber muss gestritten werden. Hier ist sehr viel nachzuholen, was – auch wegen einer falsch verstandenen Schonung vor der Narbe – versäumt wurde.

Rassismus widerspricht dem Grundgesetz
Sicher sind hier Fehler gemacht worden. Die Politik von Appeasement etwa gegenüber fundamentalistischen, antidemokratischen und antisemitischen Islamverbänden, die so ihren Einfluss ausdehnen konnten. Doch Rassismus gibt es trotzdem.

Und auch hier wurde zu lange zu viel geschont. Die beiden Dinge sind nicht miteinander zu begründen. Rassismus widerspricht dem Grundgesetz dieses Landes – egal wen er mit welcher Begründung trifft. Er soll sich auch nicht gegen Islamisten richten. Und schon gar nicht gegen alle Muslime. Doch gleichwohl darf niemand mit der Begründung Opfer von Rassismus zu sein, selbst gegen die Regeln des ebendieses Grundgesetzes verstoßen.

Die Zeit ist hart. Der Firnis über der deutschen Wunde ist zu dünn um darauf mutwillig einzudreschen. Nicht die Flüchtlinge sind daran schuld. Es sind die Apokalyptiker, die wirklich wollen, dass alles ineinanderfließt und der Schrecken wieder aufbricht.

Anetta Kahane ist Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung.
[close]

http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/fluechtlingspolitik-die-apokalyptiker-sind-schuld-a-1535832?utm_campaign=Echobox&utm_medium=Social&utm_source=Facebook#Echobox=1530533328


Soso, "die Apokalyptiker" sind es also, wer immer das auch sein mag. Aber wenn sie denn meint, die Frau Kahane. Sie sagt ja manchmal viel, wenn der Tag lang ist. Z.B. dass es der größte Fehler im Zuge der Wiedervereinigung gewesen sei, dass "der Osten" Deutschlands "zu weiß" geblieben wäre. Ist das nicht rassistisch? Wie wäre es, wenn jemand sagen würde, Nigeria sei leider immer noch viel zu schwarz?

 

Offline Wildente

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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #1 am: 3. Juli 2018, 23:51:45 »
Ist das nicht rassistisch?
Magst du bitte erklären, was du damit meinst? Mir ist der Zusammenhang nicht klar, übrigens auch nicht zum Thema Folxleerer.
Wir Reichsbürger erklären hiermit einstimmig,
daß es uns nicht gibt, und zeichnen hochachtungsvoll:
Die vereinigten Reichsbürger der Erde. -
(frei nach Christian Morgenstern)
 
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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #2 am: 4. Juli 2018, 00:12:24 »
Ist das nicht rassistisch?
Magst du bitte erklären, was du damit meinst? Mir ist der Zusammenhang nicht klar, übrigens auch nicht zum Thema Folxleerer.
Da diese neuerliche Sockenpuppe von Nikolai dazu nicht in der Lage sein wird, helfe ich mal kurz aus:
Nikolai hat nicht verstanden, dass Rassismus nicht nur bloße Diskriminierung (gleiches wird ungleich behandelt oder ungleiches wird gleich behandelt) bedeutet, sondern immer auch eine Komponente struktureller Unterdrückung (soll heißen: Eine Gruppe übt systematisch und strukturell Macht über eine andere aus) beinhaltet. Oder er will es negieren, weil er glaubt, die Tatsache, dass er als weißer heteronormativ codierter, westlicher und studierter Mann zur privilegiertesten Schicht der Welt gehört, würde ihm wieder irgendeine :nikolai: SCHULD einhämmern.

In jedem Fall versucht er mit der Gleichsetzung von plakativer Kritik an ungleich verteilter Demographie auf der einen und einer neo-kolonialistisch-anmutender Sentenz auf der anderen Seite die Grenzen des Sagbaren wieder nach rechts zu verschieben. Ziemlich plump, wie ich anmerken darf. Ich hätte echt mehr von einem erwartet, der ein ganzes Volk irgendetwas lehren will. Jedenfalls, wenn der Anspruch ist, dass der Lehrstoff irgendwo ansatzweise sinnvoll sein soll… :facepalm:

Außerdem, Nikolai: Kannst Du noch was anderes als billigen Whataboutismus? Laaaangweilig!

Edit: SmileyFratze gefixt.
« Letzte Änderung: 4. Juli 2018, 00:33:14 von Rechtsfinder »
Eine von VRiBGH Prof. Dr. Thomas Fischer erfundene Statistik besagt, dass 90% der Prozessgewinner die fragliche Entscheidung für beispielhaft rechtstreu halten, 20% der Unterlegenen ihnen zustimmen, hingegen von den Verlierern 30% sie für grob fehlerhaft und 40% für glatt strafbar halten.
 

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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #3 am: 4. Juli 2018, 00:29:15 »
Zumal es so ein entstelltes Zitat ist. Wirklich gesagt hat sie:

Zitat von: Anetta Kahane
„Im Osten gibt es gemessen an der Bevölkerung noch immer zu wenig Menschen, die sichtbar Minderheiten angehören, die zum Beispiel schwarz sind. Und es gibt einen Strukturwandel, ganze Gegenden entvölkern sich...“

„Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich sagen: Es ist Zeit für die zweite Wende und einen neuen Aufbau Ost, infrastrukturell, emotional, kulturell.“

„Das muss man wollen, man muss sich darüber klar werden, dass es im Osten mehr Unerfahrenheit mit Fremden, mehr Abwehr gibt.“

„Die größte Bankrotterklärung der Politik ist, dass Rechte ein Klima erzeugen konnten, das Migranten aus dem Westen Deutschlands davon abgehalten hat, in diese Regionen zu ziehen.“

So wie auch der oft falsch zitierte Halbsatz vom Fehler „dass ein Drittel des Staatsgebiets weiß blieb“ in den viel umfangreicheren Kontext einer Kritik von Kahane an Willy Brandt gehört.

Und jetzt zitiere ich mal: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen. Oder etwa nicht? :)
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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #4 am: 4. Juli 2018, 01:42:15 »
Es ist zum kotzen lesen zu müssen wie so " Zeichen_der_Zeit" Deppen (sorry) an einem einzigen Wort "Apokalyptiker" aufhängen.

Zitat:

Zitat
Das ganze Land hat nach 1945 mit diesem riesigen Paket an Geheimnissen, Blut, Schuld, Trauma, Verdrängung, Abwehr, Rechtfertigung und immer wieder das Wir-und-die-Anderen angefangen.

Und war das ganze Land auch dazu verpflichtet, und zwar meiner Meinung nach nur aus einem Grund: was ist da seit 1933 falsch gelaufen?

Zitat
Und die große klaffende Wunde begann sich zu schließen. Eine dünne Haut überzog die Stelle erst, später wurde sie dicker. Manche meinten, man dürfe nicht dran rühren, damit da etwas heilen kann. Sieht nicht schön aus und die Gefahr, dass sie wieder aufbricht ist zu groß. Schonhaltung mit Minimalbehandlung. Aber eigentlich ist es egal. Nun sieht sie so aus, diese Narbe. Die Frage ist nur: was wird mit dem, was darunter brodelt?

Ja, die Narbe wird wohl aufbrechen wenn die zuständigen Instanzen nicht die Reissleine ziehen. Und dazu gehört meiner Meinung nach, dass die AFD und deren Exponenten vom Verfassungschutz beobachtet und verfolgt werden.

Zitat
An der Stimmung politisch verdienen zu wollen, sie anzuheizen, die Debatten zu verdrehen, alles miteinander zu vermengen, so dass kein Stück Vernunft übrigbleiben soll, das ist das Gift unserer Tage. Wer das tut, spielt mit der Düsternis einer noch nicht lang zurückliegenden Apokalypse (extra für @Zeichen_der_Zeit schwarz

Wer macht denn sowas? Ach ja...die AFD und der ganze Reichsbürgersumpf...und wenn es ganz schlecht geht die CSU

Zitat
Das Problem Rassismus in Deutschland wurde nie richtig angepackt.

Diese Aussage finde ich schlecht. Rassismus in Deutschland war mMn ja kein Problem bis zur Flüchtlingskrise und dem damit verbundenen Erstarken der "nationalen* Stimmen  der NSAFD

Jetzt möchte ich als Schweizer doch mal etwas Positives für Deutschland sagen. ( versteht mein "etwas" nicht falsch. Ich habe überhaupt keine negativen Gedanken/Gefühle gegen Deutschland. Auch beim Tourismus, wo ich meinem Lebensunterhalt verdient habe. Und da habe ich in jungen Jahren auch deutsche Nazis...naja...nicht unbedingt Nazis aber Geschichtsrelativierer kennengelernt und mit ihnen auch diskutiert. War schon damals sinnlos.

Wobei ich die Deutschen die die Schnauze voll von Kriegsschuld haben verstehe.

Überall wird geschrieben, gefilmt, im TV gesendet was für eine Schuld die Deutschen sich durch den 2. WK aufgeladen haben.

Vielleicht sollten mal einige TV-Sender aufhören jeden 2. Abend Weltkriegsdokus zu bringen.

Ehrlich gesagt, so Zeugs schaue ich mir gar nicht an. Ist sowieso nichts Neues dabei. Ob AH schwarz oder in Farbe; hunde♥♥♥braun haben sie leider nicht

Wobei ich eigentlich denke, dass 99, irgendetwas% der Deutschen keine Probleme und mit ihrer Geschichte haben.

Wenn der Hirntod wirklich ein Zeichen für das Lebensende wäre,
dann müsste man bei uns ganze Bevölkerungsgruppen begraben.

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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #5 am: 4. Juli 2018, 07:14:22 »
Zitat von: Wildente
Mir ist der Zusammenhang nicht klar, übrigens auch nicht zum Thema Folxleerer.
das ist doch der Zusammenhang: Nikoling versucht es wieder.
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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #6 am: 4. Juli 2018, 07:20:31 »
Es ist zum kotzen lesen zu müssen wie so " Zeichen_der_Zeit" Deppen (sorry) an einem einzigen Wort "Apokalyptiker" aufhängen.

Das ist dasselbe Cherrypicking, was ich auch in der Medizinesotherikerszene sehe: Man beachtet nur Punkte, die einem selber in den Kram passen und ignoriert alle anderen. Auch wenn diese Punkte "schreien", das die eigene Position nicht haltbar ist. Ignorieren von Tatsachen und Argumenten um Diskussionen zu lenken.
Tuska über den Bezopften: Ich habe jetzt knapp eine Stunde durch. Er springt fröhlich vom RuStag zum Finanzsystem und faselt ohne Punkt und Komma über jede noch so abstruse Verschwörungstheorie.

Diagnose: Rüdiritis im Anfangsstadium.
 
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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #7 am: 4. Juli 2018, 08:32:59 »
Wie wäre es, wenn jemand sagen würde, Nigeria sei leider immer noch viel zu schwarz?


Das wäre dann Whataboutism und somit kein wirkliches Argument.
Was waren die letzten Worte des russischen Dichters Majakowski vor seinem Selbstmord 1930? "Genossen, bitte nicht schiessen!"
 
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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #8 am: 4. Juli 2018, 16:42:17 »
Wie wäre es, wenn jemand sagen würde, Nigeria sei leider immer noch viel zu schwarz?


Das wäre dann Whataboutism und somit kein wirkliches Argument.

Mit Verlaub, aber das mit dem "Whataboutism" müffelt doch arg nach einem berüchtigten "Totschlagargument", ist also auch keins, vor allem nicht in dem Zusammenhang.

Die Kahane nach Tagesspiegel:

Zitat
Es sei „die größte Bankrotterklärung der deutschen Politik nach der Wende“ gewesen, dass sie zugelassen habe, „dass ein Drittel des Staatsgebiets weiß blieb“

Wenn einen also stört, dass in einem Land zu viele Weiße leben, dann finde ich die Frage, ob das nicht etwa Rassismus darstellen könnte, ebenso berechtigt wie diese Argumentation einfach mal umzudrehen. Es wird zumindest die Behauptung aufgestellt, dass ethnisch homogene, insbesondere weiße, Gemeinschaften zu "Rassismus" und "Fremdenfeindlichkeit" neigen. Wenn ich mir aber die Entwicklung der "Regenbogennation"Südafrika nach dem Ende der Apartheid so anschaue, muss ich konstatieren, dass mit dem Schwinden des weißen Einflusses nur die alten Stammeskonflikte wieder blutigst aufflackern und schwarze Zuwanderer von schwarzen Südafrikanern eine überaus brutale Behandlung erfahren, von der Vertreibung bis zum Mord. Also könnte man zu dem Schluss kommen, das schwarze Gesellschaften auch nicht per se toleranter sind als weiße und das das Verquirlen unterschiedlicher Kulturen zwangsläufig das Konfliktpotential erhöht.

Und überhaupt: Wenn ich den Bestand der Schwarzen oder sonstiger POC irgendwo verdünnen/dezimieren möchte, weil die angeblich aggressiv und intolerant wären, wäre ich doch sicher ein Rassist, oder?

Wenn ich das selbe bei Weißen vorhabe, bin ich Antirassist*in und Kämpfer*in für Menschenrechte?


Bezüglich OT: Ich habe IM-Victoria nicht hier reingeschleppt. Der V-Leerer bin ich übrigens auch nicht, es ist sogar so, dass ich den und seine Leugner-Clique eher abstoßend finde. Aber ihr haltet ja sogar diese "Neu-Avalon" für den Leerer, die eine Jüngerin des, äh, unkonventionellen Juden Wilhelm Reich ist und "Orgon-Karten" vertickt. Ja, schon lustig, was er für Fäns hat, der Nicolai.
« Letzte Änderung: 4. Juli 2018, 16:44:07 von Zeichen_der_Zeit »
 

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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #9 am: 4. Juli 2018, 16:45:09 »
Ist sicher, dass mit "weiß" "hellhäutig" gemeint ist? So nur aus diesem hier erfahrbaren Zusammenhang erkenne ich eher "Landkartenweiß", also dass viele Gegenden, besonders in Brandenburg, auch heute noch nur grob erschlossen sind und besonders der öffentliche Verkehr gelitten hat.
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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #10 am: 4. Juli 2018, 16:54:02 »
Hier der komplette Artikel aus dem Tagesspiegel:

https://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlinge-in-deutschland-es-ist-zeit-fuer-einen-neuen-aufbau-ost/12062620.html

Zitat
Flüchtlinge in Deutschland
„Es ist Zeit für einen neuen Aufbau Ost“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann schlägt vor, mehr Flüchtlinge in östlichen Bundesländern unterzubringen. Nicht bei jedem stößt dieser Vorschlag auf Gegenliebe. Andrea Dernbach Cordula Eubel

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann würde die Verteilung von Flüchtlingen auf die Bundesländer gerne ändern. „Wir können nicht nur nach dem Schlüssel operieren, sondern müssen auch schauen, wo tatsächlich Wohnraum vorhanden ist“, sagte der Grünen-Politiker angesichts steigender Flüchtlingszahlen. Während in Großstädten Wohnungsmangel herrsche, würden im Osten Deutschlands ganze Straßenzüge abgerissen. „Wir werden das anmahnen, wenn die Situation so weitergeht“, sagte Kretschmann am Dienstag. Er gab zugleich zu, dass es nicht einfach sei, vom sogenannten Königsteiner Schlüssel abzurücken, der seit jeher festlegt, wie viele Asylbewerber ein Bundesland aufnehmen muss.
Kretschmanns Südwesten gehört zu den Ländern, die nach diesem Schlüssel einen großen Anteil der Flüchtlinge aufnehmen.

Aus den Ostländern, die Kretschmann ausdrücklich verstärkt in die Pflicht nehmen will, war am Mittwoch nicht nur glatte Ablehnung zu hören: Thüringens Regierungssprecher Alexander Fischer sagte dem Tagesspiegel, die rot-rot-grüne Landesregierung bekenne sich zu einer humanitären Flüchtlingspolitik und „unterstützt alle Überlegungen, die diesem Ziel dienen“. Dazu gehöre auch „die effiziente Ausnutzung der bundesweit vorhandenen Wohnraumkapazitäten“.

Fischer mahnt allerdings die finanzielle Frage an: „Spielraum für eine Debatte über die Verteilung der Flüchtlinge auf die Länder“ könne es nur geben, „wenn der Bund dauerhaft und strukturell in die Finanzierung der entstehenden Kosten einsteigt“, sagte Fischer. „Eine Erhöhung des Anteils an den aufgenommenen Flüchtlingen wäre grundsätzlich nur dann möglich, wenn den Ländern die entstehenden Kosten vollständig ersetzt werden.“

Ein hartes Nein zu Kretschmanns Überlegungen kommt dagegen aus Sachsen: „Wir halten an der bewährten Verteilung nach dem Königsteiner Schlüssel fest“, sagte Martin Strunden, der Sprecher des sächsischen Innenministeriums. Auch Christian Hartmann, Innenpolitik-Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, nennt ihn „ein faires Instrument, das anhand objektiver Kriterien die Verteilung von Asylbewerbern und Flüchtlingen“ regle. Ähnliches wünsche er sich auch zwischen den EU-Ländern. Kretschmann mache es sich zu leicht – und verkenne, „dass es auch in den neuen Ländern Wachstumsregionen gibt – genauso wie sich in den alten Ländern dünn besiedelte Landstriche finden lassen“. Kretschmann solle lieber an „konstruktiven Lösungen“ mitarbeiten, zum Beispiel an der „konsequenten Rückführung abgelehnter Asylbewerber“.

Sachsen hat in den vergangenen Wochen durch Übergriffe auf Flüchtlinge in Meißen und Freital nicht nur nationale Schlagzeilen gemacht. In Freital nahe der Landeshauptstadt Dresden gab es wochenlang Proteste, bei einer Bürgerversammlung zum Thema kam es zu Tumulten, Kritiker dieser Aufmärsche wurden beschimpft.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt wertete Kretschmanns Äußerungen auch als Reaktion darauf, dass der Bund im Rahmen des Flüchtlingsgipfels bislang „nichts Substanzielles“ zur überfälligen strukturellen Entlastung von Ländern und Kommunen angeboten habe. „In dem einen Bundesland ist fehlender Wohnraum ein Problem, in einem anderen sind es die Finanzen“, sagte Göring-Eckardt dem Tagesspiegel. Als „verantwortungsvoller Landesvater“ habe Kretschmann zu Recht bemängelt, dass Kommunen und Länder bei der Flüchtlingsunterbringung vor immensen Aufgaben stünden. „Eine Lösung kann es nur über eine substanzielle Beteiligung des Bundes an der Flüchtlingshilfe geben“, sagte die Grünen-Politikerin weiter.
"Wir brauchen die zweite Wende - kulturell und emotional"

Die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, gab Kretschmann – "vonn seinen vermutlich egoistischen Motiven abgesehen“ - recht. Sie hält die geringe Präsenz von Flüchtlingen in den Ostländern für ein großes Problem: „Im Osten gibt es gemessen an der Bevölkerung noch immer zu wenig Menschen, die sichtbar Minderheiten angehören, die zum Beispiel schwarz sind. Und es gibt einen Strukturwandel, ganze Gegenden entvölkern sich“, sagte Kahane. „Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich sagen: Es ist Zeit für die zweite Wende und einen neuen Aufbau Ost, infrastrukturell, emotional, kulturell.“

Das bedeute aber auch größeres Engagement: „Das muss man wollen, man muss sich darüber klar werden, dass es im Osten mehr Unerfahrenheit mit Fremden, mehr Abwehr gibt“. Es sei „die größte Bankrotterklärung der deutschen Politik nach der Wende“ gewesen, dass sie zugelassen habe, „dass ein Drittel des Staatsgebiets weiß blieb“. Kahanes Stiftung engagiert sich seit Jahren gegen Rassismus und für den Aufbau demokratischer Gegenstrukturen, vor allem in den östlichen Bundesländern. „Willy Brandt sprach vom Zusammenwachsen dessen, was zusammengehöre, und meinte die weißen Deutschen“, sagte sie. „Das hat einen nationalistischen Auftrieb ausgelöst. Ein paar Millionen andere wurden glatt vergessen. Wenn damit jetzt Schluss wäre, fände ich das ausgezeichnet.“
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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #11 am: 4. Juli 2018, 16:57:27 »
Demnach doch nicht Landkartenweiß. Danke.
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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #12 am: 4. Juli 2018, 17:09:33 »
Trotzdem meilenweit entfernt von dem, was uns das Volxdeppen-Groupie weismachen will.

Auch trollen will gelernt sein!  ;D
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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #13 am: 4. Juli 2018, 17:19:26 »
Irgendwie scheint man aber in gewissen Kreisen in erster Linie ein Problem mit ethnischer und kultureller Homogenität von Weißen zu haben. Darunter sind dann z.B. Leute, die die Tibet-Fahne spazieren führen und sich für die Bewahrung der Tibeter und ihres kulturellen Erbes aussprechen und ein Ende der"chinesischen Unterdrückung" und des Bevölkerungsaustauschs fordern - wo doch die Chinesen immerhin die Eisenbahn und elektrisches Licht nach Lhasa brachten.
 
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Re: ZeitZeichen meint...
« Antwort #14 am: 4. Juli 2018, 17:25:06 »
Mir "scheint", das Problem liegt viel mehr beim lesen und beim denken!  :whistle:

Wird Zeit, dass die braune Restmülltonne geleert wird.

Eigentlich ein prima Job für Vollxleerer. Demnächst ist ja einer auf Jobsuche.

Ob Helmut schon bereit ist, einen ziemlich hoffnungslosen Fall einzuarbeiten?  :think:
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