Autor Thema: Strafanzeige aber richtig  (Gelesen 3785 mal)

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Offline dtx

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Re: Strafanzeige aber richtig
« Antwort #15 am: 3. November 2018, 14:41:04 »
Einmal wurde eingestellt (§ 86 + § 130 StGB), weil in anderem Zusammenhang eine Strafe zu erwarten gewesen sein sollte, gegen die die zu erwartende Strafe angeblich nicht in's Gewicht fallen würde! (Dabei kam der dann mit lächerlichen 7 Monaten auf Bewährung davon!)  :thumbdown:

Da stellt sich die Frage, ob und ggf. wie man am geschicktesten auf die Sache zurückkommt, ohne jemandem allzu sehr auf die Füße zu treten, wenn sich die arbeitsmindernde Erwartung erwartungsgemäß wieder einmal nicht realisiert hat.
Wir verbreiten Dunkelheit.

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Offline Der viereckige Trompeter

Re: Strafanzeige aber richtig
« Antwort #16 am: 8. November 2018, 13:34:09 »
Ich bin gerade schwer am überlegen, ob ich dem Volksentleerten eine Anzeige vor den Latz knallen möchte. Allerdings nur dann, wenn ich dabei völlig anonym bleiben kann und eine Anzeige unter dieser Voraussetzung von der Berliner Staatsanwaltschaft auch "ernst genommen" wird.


Kurz: Ist es überhaupt sinnvoll, wenn ich der Staatsanwaltschaft Berlin per Post eine Strafanzeige (oder einen Strafantrag?) zukommen lasse ohne der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit zu geben, bei mir rückzufragen? Wie gesagt möchte ich unbedingt anonym bleiben.
« Letzte Änderung: 8. November 2018, 13:50:59 von Tuska »
 
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Offline Tuska

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Re: Strafanzeige aber richtig
« Antwort #17 am: 8. November 2018, 13:42:05 »
Jupp, das geht und ist nicht für die Katz. In der BRiD GmbH sagen die Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren (RiStBV) im ersten Abschnitt (Nr. 8 ):

Zitat
Auch bei namenlosen Anzeigen prüft der Staatsanwalt, ob ein Ermittlungsverfahren einzuleiten ist. (...)
.

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« Letzte Änderung: 8. November 2018, 13:53:49 von Tuska »
Ein Blick in's Gesetz erspart viel Geschwätz.

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Re: Strafanzeige aber richtig
« Antwort #18 am: 8. November 2018, 14:51:45 »
Wie gesagt möchte ich unbedingt anonym bleiben.

Wenn es sich um ein Offizialdelikt handelt, ist das kein Problem, habe ich auch schon öfters praktiziert.
Anlaß sind meist Verstöße gegen 86, 86a, 130.
Man kriegt dann halt von der StA keine Rückmeldung per Post.

Das macht aber bei Foren nix, weil die Herrschaften dann einen neuen Thread aufmachen mit dem Titel "Ich wurde von einem Denunzianten-Schwein bei der Staatsanwaltschaft hingehängt und bekam einen Strafbefehl".

So hat man auch eine Rückmeldung.

 ;D
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Offline Pantotheus

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Re: Strafanzeige aber richtig
« Antwort #19 am: 8. November 2018, 17:23:31 »
Wenn es Nikolang angeht, kann man ja auch die Bildungsverwaltung informieren. Diese ist für Material, das sie einerseits zur Anzeige bringen, andererseits zur Stützung der Kündigung verwenden kann, durchaus dankbar.
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Re: Strafanzeige aber richtig
« Antwort #20 am: 8. November 2018, 17:25:59 »
Ist es überhaupt sinnvoll, wenn ich der Staatsanwaltschaft Berlin per Post eine Strafanzeige (oder einen Strafantrag?) zukommen lasse...

Strafanzeige ja, Strafantrag wäre unwirksam.
"Es handelt sich hier um Völkermord!"

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Re: Strafanzeige aber richtig
« Antwort #21 am: 8. November 2018, 22:13:48 »
Off-Topic:
Ist es überhaupt sinnvoll, wenn ich der Staatsanwaltschaft Berlin per Post eine Strafanzeige (oder einen Strafantrag?) zukommen lasse...

Strafanzeige ja, Strafantrag wäre unwirksam.
Aufgrund der unterschiedlichen Verwendung des Begriffs "Strafantrag" durch den Gesetzgeber ist diese Aussage in ihrer Pauschalität so nicht korrekt.

;)
Eine von VRiBGH Prof. Dr. Thomas Fischer erfundene Statistik besagt, dass 90% der Prozessgewinner die fragliche Entscheidung für beispielhaft rechtstreu halten, 20% der Unterlegenen ihnen zustimmen, hingegen von den Verlierern 30% sie für grob fehlerhaft und 40% für glatt strafbar halten.
 
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Re: Strafanzeige aber richtig
« Antwort #22 am: 9. November 2018, 16:09:06 »
Ach, so: dann gibt es noch die Möglichkeit bei Merldeportalen aktiv zu werden, z.B. bei respect.
Das ist leichter, wenn es z.B. um Screens oder um Links wie in FB geht, die können die dann direkt verarbeiten.
Man erhält immer eine Rückmeldung, selten, die Nachricht, daß eine Sache geschlossen, also nicht weiterbearbeitet wird.
Manchmal wird man gefragt, ob man als Zeuge zur Verfügung steht.

Das fällt mir ein, weil ich eben von denen ein Mail bekommen habe, in dem sie sich entschuldigen:

Zitat
die Meldung mit der Ticketnummer #101068 wurde am 16.07.2018 fälschlicherweise von uns geschlossen. Es handelte sich hierbei um eine Verwechslung, da der halle-leaks-Blog auf Basis mehrerer Meldungen zur Anzeige gebracht wurde. Nun wurde uns mitgeteilt, dass der von Ihnen gemeldete und von uns angezeigte Beitrag an das LKA Sachsen-Anhalt zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet wurde.

Mit freundlichen Grüßen

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Hier die Seite:
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Re: Strafanzeige aber richtig
« Antwort #23 am: 9. November 2018, 18:18:53 »
Wie gesagt möchte ich unbedingt anonym bleiben.

Weil mir's grade auffällt:
Wenn man sich gar nicht auskennt, kann man sich auch an eine (natürlich linlsversiffte!) Grüne Politikerin wenden, die dann macht:   ;)

Zitat
Handybilder zeigen einen Vorfall mit Nazi-Symbolen. Grünen-Politikerin Ulrike Kahl will das nicht unter den Tisch fallen lassen.
Aue/Lauter. Die Hakenkreuzfahne ist über die Sitzlehne drapiert, der rechte Arm eines Mannes zum Hitlergruß erhoben. Diese Szene ist am Samstagabend in einem Zugabteil der Erzgebirgsbahn auf der Fahrt von Aue nach Lauter offenbar von einem unbeteiligten Passagiermit einem Handy aufgenommen worden. "An Dreistigkeit ist das kaum zu überbieten", sagt Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Grünen im Erzgebirge. Sie hat die Bilder zugespielt bekommen und zum Anlass für eine Anzeige genommen.
Ein Mann aus Afghanistan soll die Fotos gemacht haben. Laut Ulrike Kahl hat der aus Angst nicht selbst Anzeige erstattet, sondern sich an sie gewandt. "Ja, ich habe Anzeige bei der Polizei in Aue erstattet. Jeder Bürger hat das Recht dazu, wenn er Kenntnis von solchen Dingen erlangt", sagt sie. Der Mann mit der Hakenkreuzfahne soll allein unterwegs gewesen sein, im Zugabteil seien aber weitere Reisende gewesen. Der Afghane sei in Lauter ausgestiegen und wisse deshalb nicht, bis wohin der andere fuhr.

"Ich kann das einfach nicht unter den Tisch fallen lassen", sagt die Grünen-Politikerin. Sie erinnert an Vorfälle, als vor der Bundestagswahl Plakate der Grünen im Erzgebirgskreis mit Hakenkreuzen beschmiert worden seien. "Da konnte man nie etwas nachweisen." Im Gegensatz dazu wäre beim jetzigen Vorfall die Chance gegeben, etwas Konkreteres zu ermitteln.

Bei der Polizei weiß man von dem Vorfall in der Erzgebirgsbahn. "Die Ermittlungen gegen einen bislang Unbekannten laufen wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen beim Dezernat Staatsschutz", heißt es von der Pressestelle der Polizeidirektion Chemnitz. "Sollte es weitere Zeugen geben, werden diese gebeten, sich bei der Polizei zu melden."

Als Zeuge kann man die Polizei auch bitten, anonym zu bleiben.

https://www.freiepresse.de/erzgebirge/aue/hakenkreuzfahne-in-der-erzgebirgsbahn-artikel10358817?utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR2S3-zqRVo8pkbY6oFPJZc0AUZ4dIN_KvtwpG74LXo_8uj0PhcjSSjsshY#Echobox=1541774428
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