Autor Thema: Kunst und Kultur: der Reichsbürger  (Gelesen 3430 mal)

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Offline Leela Sunkiller

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Re: Kunst und Kultur: der Reichsbürger
« Antwort #15 am: 15. Februar 2019, 01:07:45 »
Kunst, Kultur und Zusammenleben ist eben nicht erwünscht, Ausgrenzung ist nun die Richtung. Ich hoffe, dass es der CDU auf die Füße fällt, mit der AfD zu paktieren und dass sie mit der Aktion Wähler vergraulen. Sich den Rechten zu nähern ist schon den Bayern auf die Füße gefallen, das hätte eigentlich abschrecken müssen. :think: Es dürfte auch dort einige konservative, aber nicht rechte Wähler geben, denen das unschön aufstößt. Man kann nur abwarten wie und ob sich Widerstand formiert...

Aber der Bezug zu Reichsbürgern ist mir hier nicht wirklich klar :scratch:
"Das ist alles legal, sonst säße ich schon längst im Knast!" Peter Fitzek, rechtskräftig verurteilt und eingeknastet.
 
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Offline Syssi

Re: Kunst und Kultur: der Reichsbürger
« Antwort #16 am: 15. Februar 2019, 12:49:24 »
Wie passend dazu der Twitter Hashtag #NieMehrCDU: https://twitter.com/hashtag/NieMehrCDU?src=hash
 
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Re: Kunst und Kultur: der Reichsbürger
« Antwort #17 am: 15. Februar 2019, 13:21:01 »
Aber der Bezug zu Reichsbürgern ist mir hier nicht wirklich klar :scratch:

In der Tat ist das hier etwas weiter hergeholt und legitimiert sich zunächst nur aus der Tatsache, dass sich "die AfD [...] endgültig für eine Aufnahme in unseren Kundenkreis qualifiziert" hat.
Des weiteren aber auch daraus, dass Menschen, die keine kulturellen Angebote mehr nutzen können - also aus Diskursen ausgeschlossen sind, anfälliger für destruktive Theorien aller Art werden können.
Kommen wir nun zu etwas völlig anderem.
 
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Offline dieda

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Aktuelle Termine für den "Reichsbürger" am Societätstheater Dresden (Gutmannsaal)

Zitat
Das Societaetstheater ist das älteste, durch bürgerschaftliches Engagement getragene Theater Dresdens. Societaet und Theater wurden 1776 gegründet und trugen auf diese Weise das erste Laientheater Dresdens. Wikipedia

Adresse: An der Dreikönigskirche 1A, 01097 Dresden
Telefon: 0351 8036810

https://www.societaetstheater.de/Stueckdetail/p/DER-REICHSBRGER-453

Zitat

Annalena und Konstantin Küspert
DER REICHSBÜRGER


Termine

Do, 28.03.2019, 20.00 Uhr

Sa, 13.04.2019, 20.00 Uhr

So, 14.04.2019, 20.00 Uhr

Fr, 10.05.2019, 20.00 Uhr

Sa, 11.05.2019, 20.00 Uhr

Karten

Voll: 16.00€
ermäßigt: 12.00€
Schüler, Studenten, Theatercard: 6.50€
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)

Inhalt

Was hier wie eine Werbeveranstaltung aussieht, ist ein handfester Theaterabend. Annalena und Konstantin Küspert haben gründlich recherchiert und stellen mit ihrem jüngsten Stück ein Portrait auf die Bühne, das es in sich hat. Denn: sie sind mitten unter uns, sie sehen aus wie jeder andere, verhalten sich zumeist wie jeder andere, und doch sind sie nicht wie jeder andere. Sie sind Reichsbürger.

Mitwirkende

Regie: Michael Funke | Darsteller: Philipp Otto | Aufführungsrechte: Suhrkamp Theater Verlag | Spieldauer: ca. 70 Minuten


Zitat
Pressestimmen

„Großartiges Ein-Personen-Stück“ (...) „Was sich wie der reine Horror in Theaterform liest, ist durch das großartige Agieren von Philipp Otto unter der Regie von Michael Funke durchaus unterhaltsam. Immerhin kann man dann doch – im Gegensatz zu dem Zustand, irgendwelchen seltsamen Onkeln auf Familienfeiern ausgesetzt zu sein – die relative Distanz des Publikumsraums genießen und einfach nur neugierig darauf sein, wo das hinführen soll.“ (…) „Der genialste Schachzug jedoch ist, das Publikum selbst am Nasenring vorzuführen. Was vielleicht in Dresden noch nicht so ausgeprägt ist, in richtigen Großstädten jedoch schon, ist die Diskrepanz zwischen Denken und Handeln von links-liberalen Eltern, wenn es darum geht, in welcher Schule sie ihr Kind anmelden – ob Multi-Kulti dann noch eine positive Facette des Lebens ist.“ (DNN)

« Letzte Änderung: 19. März 2019, 18:12:35 von dieda »
D adaistische I lluminatinnen für die E rleuchtung D es A bendlandes

Tolereranzparadoxon: "Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, (...) dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“ Karl Popper
 
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Re: Kunst und Kultur: der Reichsbürger
« Antwort #19 am: 13. September 2019, 14:52:38 »
Die Debatte um den angefeindeten Neo Rauch ist längst wieder abgeflaut, trotzdem sollten wir sie im Hinterkopf behalten. Die im nachstehenden Artikel implizit mit diskutierte Frage lautete: ab wann wäre ein künstlerisches/kulturelles Wirken als 'reichsbürgerlich' zu bezeichnen?

Zitat

Bild von Allie Caulfield via Flickr [CC BY-SA 2.0]

Neo Rauch bricht den Konsens
Von Redaktion - 29. Juni 2019

Ein Maler, der Brad Pitt zu seinen Käufern zählt, bisher unter anderem im New Yorker Metropolitan Museum ausgestellt hat und dessen Werke international für Millionenbeträge gehandelt werden, taugt denkbar schlecht zum wehrlosen Opfer einer feuilletonistischen Provinzposse. Wohlmeinende Chefredakteure hätten deshalb gut daran getan, den Münchner Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich in seinem notorischen Denunziationseifer zumindest versuchsweise auszubremsen.

Ein Beitrag von Tano Gerke und Jonas Mahraun

Doch irgendwann im Lauf des vergangenen Monats war es schließlich zu spät für gesichtswahrende Redigate: In der ZEIT holte der wackere Ordinarius in einem assoziationsfreudigen Pamphlet unter dem Titel ‘Auf dunkler Scholle‘ zum philosophisch verbrämten Generalangriff auf den mit Abstand bedeutendsten Repräsentanten der ihrerseits nicht vollends irrelevanten Neuen Leipziger Schule aus: Den auch anderweitig vielfach preisgekrönten Bundesverdienstkreuzträger Neo Rauch.

Neo Rauch, ein Reichsbürger?
Unter den wesentlichen Vorwürfen, die Ullrich bei dieser Gelegenheit ins brachliegende kunsttheoretische Diskursfeld zu führen wusste, fand sich bizarrerweise auch und gerade Rauchs Neigung zum unbefangenen Entwurf imaginärer Gegenkosmen:

„Er weicht der verhassten Gegenwartsgesellschaft aus. Im Spiel mit leicht surrealen Bildräumen schafft er eine autonome Gegenwelt, mit viel Platz für unerfüllte Sehnsüchte.“

Im Folgenden entblödet sich Ullrich tatsächlich nicht, eine Verbindung herzustellen zwischen traditioneller bohemienhafter Distanz des Künstlers zur Mehrheitsgesellschaft einerseits und der sich aktuell auf ihre Weise aus dem Sozialgefüge entkoppelnden Reichsbürger-Klientel andererseits. Für Ullrich reicht folglich bereits das Unbehagen am Vorgefundenen und ein daraus erwachsender ästhetischer Fluchtimpuls zur Aufnahme in den beträchtlich erweiterten Kreis von “Reichsbürgern und Preppern.”

„Die Distanz zur Gesellschaft lebt man nicht mehr als Bohemien aus, sondern begibt sich in eine Wahlverwandtschaft zu Reichsbürgern und Preppern, die sich in ihrem Bunker auf die finale Katastrophe vorbereiten.“

Doch als wäre der Bogen des Zumut- und Hinnehmbaren bis hierher noch immer nicht entschieden überspannt, versucht Ullrich in seinem Beitrag außerdem, Rauch mit vage gehaltenen Verweisen auf “Motive rechten Denkens” in seinen Bildern an der Seite anderer, vereinzelt auch aktivistisch hervorgetretener “rechter Künstler” zu verorten. Empfindlicher soll jedoch der Vorwurf treffen, Rauch nutze seine Prominenz ganz bewusst, um “das politische Klima in Deutschland zu verschieben.” Eine These, auf deren Begründung auch der aufmerksamste Leser im Weiteren allerdings vergebens wartet.

Rauch beklage ferner – und abermals zu Unrecht, so Ullrich  -, dass sich die realexistierende Bundesrepublik in geistigen und kulturellen Belangen zusehends dem repressiven Klima der DDR angleiche. Schon im 2007 produzierten Filmporträt ‘Ein Deutscher Maler’ hatte Rauch neue “Politkommissare” innerhalb der alarmistischen “Generation Golf” ausgemacht. “Rechts gesinnte Künstler”, so Ullrich, würden sich heute ausgehend von diesem deutsch-deutschen Vergleichsszenario geschickt “als letzte Verteidiger der Kunstfreiheit” inszenieren: Allen voran der Leipziger Neo Rauch.

Unangesteckt von der Verderbnis der Zeiten
Die ästhetischen Anwürfe in Rauchs Richtung, wonach in den Bildwelten des Malers vielfach eskapistischen Gegensphären großzügig Platz eingeräumt werde, könnten dabei ebenso gut zur nachträglichen Kriminalisierung einiger der profiliertesten Kunsttheoretiker überhaupt herhalten: So müsste sich beispielsweise, falls man in Ullrichs Essay mehr erblicken wollte als eine lässliche Farce, auch Friedrich Schiller posthum betreten in die kontinentweite Warteschlange der Entnazifizierungsbedürftigen einreihen: “Hier aus dem reinen Äther seiner dämonischen Natur“, hatte der Freiheitsdichter 1793 über den Künstler als Typus dekretiert, “rinnt die Quelle der Schönheit herab, unangesteckt von der Verderbnis der Geschlechter und Zeiten, welche tief unter ihr in trüben Strudeln sich wälzen.”

Weit pikanter noch als Schillers ästhetische Lehrsätze nehmen sich in Bezug auf Ullrichs abenteuerliche Anklageführung indes vielgesungene Verse aus der Feder von Friedrich Gundolf aus, mit denen sich der jüdische Dichter und einflussreichste Germanist der Weimarer Republik kurz vor seinem Tod ungeniert als Apologet autonomer Gegenwelten und damit nach Ullrichs Urteil womöglich als potentieller Reichsbürger ante litteram aus der Deckung wagte. Dass Sophie Scholl an Gundolfs kontemplativem Ausweichen vor der “verhassten Gegenwartsgesellschaft” genügend Gefallen fand, um sein letztes Gedicht als ‘Lied der Weißen Rose’ in die Annalen eingehen zu lassen, entstellt Ullrichs kalkulierten Zynismus dabei nur noch deutlicher zur Kenntlichkeit.

Schließ Aug und Ohr für eine Weil

Vor dem Getös der Zeit.

Du heilst es nicht und hast kein Heil

Als wo dein Herz sich weiht.

Bildlicher Gegenangriff: Der Anbräuner
Dafür, dass der zurecht weithin unbekannte Kunstwissenschaftler nun voraussichtlich für gottlob nur kurze Zeit in aller Munde sein wird, zeichnet freilich nicht zuletzt Neo Rauch selbst verantwortlich: Nach Ullrichs mühsam zusammengeschusterter Attacke ließ sich der Leipziger Maler – vielleicht auch unter dem verstörenden Eindruck des kürzlichen Wirbels um seinen langjährigen Weggefährten Axel Krause – zu einer Antwort im einzig angemessenen Idiolekt, nämlich der Bildsprache hinreißen: In der ZEIT veröffentlichte Rauch vor wenigen Tagen eine gemalte Replik unter dem Titel “Der Anbräuner”. Das Gemälde kann hier berachtet werden.

In dieser unzweideutigen Erwiderung sind Künstler und Kritiker offenbar zu einer Figur verschmolzen, die auf dem beengten Dachboden mit ihren eigenen Fäkalien eine Silhouette auf die Leinwand schmiert, deren rechter erhobener Arm in Richtung des Atelier-Fensters ausgerichtet ist, durch das Hitler von außen aufmerksam – und wahrscheinlich auch mit Genugtuung ob seiner unverminderten Gegenwart im bundesdeutschen Diskurs – hineinzublicken scheint, während sich am unteren linken Bildrand Ausgaben der taz stapeln.

Die Interpretationsspielräume sind in diesem Fall vom ansonsten mitunter als unzugänglich geltenden Maler sowohl durch die Signatur “W.U.” als auch durch den Titel “Der Anbräuner” verhältnismäßig eng gezogen: Einschlägige Medien und Kritiker, so die einzig naheliegende Lesart, prägen und verzeichnen in zunehmendem Maß und unter leichtfertigem, ja mittlerweile hobbymäßigem Rückgriff auf die Gespenster der Vergangenheit das öffentliche Bild des Künstlers. Ob die taz, deren Print-Ausgabe dem Vernehmen nach bis 2022 eingestellt werden soll, hier als Lektüre oder als Mittel der Wahl bei Verrichtung der Notdurft bereitliegt, muss offen bleiben. Für den letzteren Fall könnte der dargestellte Schmierer, sollte er bis dahin sein Atelier noch nicht geräumt haben, ab 2023 bedenkenlos auf die ZEIT ausweichen.

Längst bekannte Bruchlinien
So wenige Fragen das Bild an sich offen lässt, so sehr mag man sich doch darüber wundern, dass der seit Jahren angelegte Konflikt zwischen Neo Rauch und den publizistischen Inquisitoren des Justemilieu erst jetzt zum Austrag kommt: Immerhin hatte der Maler schon 2006 Lithographien zu einigen Kalendergeschichten des – 1993 stilecht aus der Gemeinde der Rechtgläubigen ausgeschiedenen – Schriftstellers Botho Strauß beigesteuert.

Jüngeren Datums ist Rauchs zugegebenermaßen anfechtbarer Vergleich des seit 2017 öffentlich gegen die Regierungspolitik aufbegehrenden Dresdner Romanciers Uwe Tellkamp mit Claus von Stauffenberg sowie eine Wortmeldung des Malers, wonach der Feminismus in seiner gegenwärtigen Ausprägung eine “Talibanisierung der Gesellschaft” befördere. Auf diese bisherigen Standortmarkierungen folgte anstelle der üblichen konzertierten Entrüstung mit Blick auf Rauchs erhebliches Renommee jeweils bloß zähneknirschendes Schweigen.

Die Deutungshoheit fällt
Die nunmehrige Zuspitzung verdankt sich nicht zuletzt einem geistigen und kulturellen Klima, in dem auch die letzten verbliebenen Rückzugsräume zur Einnahme einer neutralen oder unpolitischen Haltung verbaut scheinen: Die täglich aggressiver durchgefochtene One-World-Ideologie, so heißt es im aphoristischen Werk des Schriftstellers Michael Klonovsky, habe in letzter Instanz ein Gefängnis zum Ziel, aus dem kein Weg mehr ins rettende Exil führe. Nachdem man über die letzten Jahre hinweg zunächst vorrangig politische Fluchtrouten durch die per definitionem postdemokratische Vokabel der “Alternativlosigkeit” um den Preis einer erfolgreichen Parteineugründung zu blockieren versuchte, beginnt man nun auch ästhetische Schleichwege als “völkisch” (Ullrich) oder reichsbürgerlich zu brandmarken.

Dabei spielen die Strategen dieser Anbräunung, was Rückschlüsse auf ihre zunehmend prekäre Position zulässt, vermehrt auf Risiko: Ließen sich unliebsame Abweichler vor wenigen Jahren noch vergleichsweise lautlos kaltstellen, so erwiesen sich bereits die Fälle Tellkamp und Krause als ernstere Belastungsproben für die bröckelnde Deutungshoheit der altlinken Schalthebelbesetzer: Krause etwa, der jüngst auf dem Neuen Hambacher Fest mit einem eigens gestifteten Preis für Zivilcourage ausgezeichnet wurde und daneben die aktuelle Sommer-Ausgabe der von Frank Böckelmann herausgegebenen Vierteljahresschrift TUMULT bebilderte, gewann durch seine letztlich missglückte Verfemung sicherlich mehr neue Bewunderer, als ihm an alten verloren gingen.

Mit Neo Rauch, so viel steht unabhängig vom Ausgang dieser Eskalation heute schon fest, wären die Exekutoren der diskursfreien Herrschaft endgültig bei einem Kaliber angelangt, das ihnen eine Niederlage von Symbol-, ja von Fanal-Charakter bescheren könnte.
Quelle: https://www.anbruch.info/neo-rauch-konsens/, Anbruch – Magazin für Kultur & Künftiges / Tano Gerke und Jonas Mahraun, 29. Juni 2019
« Letzte Änderung: 13. September 2019, 15:24:51 von x »
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Nachrichten aus Dresden (Hauptstadt des Freistaates Sachsen):

Zitat
12.01.2020 | 18:11 Uhr | Update
Ausländerfeindliche Zwischenrufe in Dresdner Kabarett - Klepsch von Vorfall erschüttert


Das Kabarett "Herkuleskeule" residiert im Dresdner Kulturpalast.
Bildrechte: dpa

Mehrere Personen haben am Samstagabend eine Kabarett-Veranstaltung in Dresden mit ausländerfeindlichen Zwischenrufen gestört. Wie die Polizei mitteilte, kam es während der Aufführung "aus einer Zuschauergruppe von ca. 15 Personen zu ausländerfeindlichen sowie verachtenden Zwischenrufen". Die Veranstaltung in der "Herkuleskeule" sei daraufhin unterbrochen worden.

Phillip Schaller 3 min
Herkuleskeule-Chef: "Ganz schön schockiert, dass sowas möglich ist"
Der künsterlische Leiter der "Herkuleskeule", Philipp Schaller, ist einiges gewohnt, aber der Ton wird rauer. Und am Samstagabend eskalierte es dann zum ersten Mal bei einer Vorführung.
MDR SACHSEN - DAS SACHSENRADIO
So 12.01.
17:46Uhr
03:10 min
Link des Audios: https://www.mdr.de/sachsenradio/audio-1278178.html
Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK


Störer sind "polizeibekannt"

Zwei Schauspieler haben die Störer nach Veranstalterangaben zur Rede gestellt. Dabei sei es "zu einer verbalen und leider auch tätlichen Auseinandersetzung zwischen unserem Kollegen und der Störergruppe" gekommen, so der künstlerische Leiter der "Herkuleskeule", Philipp Schaller. Einer der Darsteller sei dabei mit einem Bierglas beworfen und am Kopf getroffen worden. Er blieb unverletzt.

Nach Angaben der Polizei hatte ein Großteil der Gruppe die Veranstaltung beim Eintreffen der Beamten bereits verlassen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine "polizeibekannte Störergruppe aus dem Raum Cottbus". Die Kriminalpolizei ermittelt.

Kulturministerin Klepsch verurteilt Übergriff

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hat sich vom Vorfall in der Dresdner "Herkuleskeule" erschüttert gezeigt. Sie sprach am Sonntagnachmittag von einem "unvorstellbaren Angriff auf Menschen und die Freiheit von Kunst". Die Gesellschaft müsse "ein Umfeld und Umgang schaffen, der so etwas nicht zulässt und erlaubt". Meinungsfreiheit und die Freiheit von Kunst seien zentrale Elemente der Demokratie, die es zu verteidigen gilt, so Klepsch.


Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch. (Archivbild)
Bildrechte: Staatsministerium/Christian Hüller

Kabarett thematisiert Umgang mit Medien

In der "Herkuleskeule" ist am Sonnabend um 17 Uhr das Stück "Betreutes Denken" mit Nancy Spiller und Alexander Pluquett aufgeführt worden. Darin geht es nach Angaben der Veranstalter um Themen wie Fake News, soziale Medien und die Überforderung des Bürgers mit Informationen in Medien aller Art.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Artikels hieß es, dass der Darsteller bei der Auseinandersetzung am Kopf verletzt wurde. Diese Darstellung wurde vom künstlerischen Leiter der "Herkuleskeule", Philipp Schaller, korrigiert.

Quelle: MDR/stt/ms

Quelle: https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/auslaenderfeindliche-zwischenrufe-kabarett-herkuleskeule-100.html, 12.01.2020, 18:11 Uhr, Update
« Letzte Änderung: 12. Januar 2020, 20:41:08 von x »
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Re: Kunst und Kultur: der Reichsbürger
« Antwort #21 am: 13. Februar 2020, 02:46:47 »
War das schon bekannt? Gerade zufällig drüber gestossen :-D
https://www.swr.de/swr2/hoerspiel/Im-Koenigreich-Deutschland,av-o1136252-100.html
Möge die Macht der Gedanken mit euch sein!
 
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Offline Tuska

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Re: Kunst und Kultur: der Reichsbürger
« Antwort #22 am: 13. Februar 2020, 13:50:46 »
Ja.
Ein Blick in's Gesetz erspart viel Geschwätz.

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