Autor Thema: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden  (Gelesen 5655 mal)

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Re: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden
« Antwort #75 am: 13. Mai 2018, 11:47:42 »
Auch von mir ein herzliches Dankeschön und 1000 Küsse zurück  :bounce:

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Offline SchlafSchaf

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Re: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden
« Antwort #78 am: 22. Mai 2018, 17:28:20 »
Der Heuchler

Peter?
Bist du es?

Scheint als wenn der gute Tobias ins Schwarze getroffen hat
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Re: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden
« Antwort #79 am: 22. Mai 2018, 17:38:29 »
Der Heuchler

Hast du für diese Behauptung auch eine Begründung oder willst du einfach nur einen Karma-Negativrekord aufstellen?


 
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Re: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden
« Antwort #80 am: 23. Mai 2018, 14:38:57 »
@Der viereckige Trompeter Da muss er aber noch ein paar dämliche Kommentare nachlegen. Ein eifriger Mitbewerber hat -55.  :whistle:
 
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Offline Neubuerger

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Re: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden
« Antwort #81 am: 23. Mai 2018, 14:40:43 »
@Der viereckige Trompeter Da muss er aber noch ein paar dämliche Kommentare nachlegen. Ein eifriger Mitbewerber hat -55.  :whistle:

Wenn du unseren letzten Troll R.L. meinst, der hat alktuell -62.
Tuska über den Bezopften: Ich habe jetzt knapp eine Stunde durch. Er springt fröhlich vom RuStag zum Finanzsystem und faselt ohne Punkt und Komma über jede noch so abstruse Verschwörungstheorie.

Diagnose: Rüdiritis im Anfangsstadium.
 
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Re: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden
« Antwort #82 am: 5. Juni 2018, 12:34:40 »
Es gibt weitere Lesungen mit Tobias Ginsburg in Sachsen, organisiert von der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
Veranstaltungsorte sind Dresden (19.06.), Bautzen (20.06.) und Chemnitz. Eine Anmeldung ist erforderlich und muss bis zum 15.06. erfolgen, siehe dazu die Einzellinks zu den Veranstaltungen. Das ganze ist kostenfrei.
Tuska über den Bezopften: Ich habe jetzt knapp eine Stunde durch. Er springt fröhlich vom RuStag zum Finanzsystem und faselt ohne Punkt und Komma über jede noch so abstruse Verschwörungstheorie.

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Re: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden
« Antwort #83 am: 18. Juni 2018, 09:40:59 »
Zur Lesung in Kandel ein Bericht.

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Leserbrief zur Lesung von Tobias Ginsburg: „Entlarvend gut beschrieben“
18. Juni 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Leserbriefe und Kommentare

Das Bündnis „Wir sind Kandel“ organisierte vom 7. – 16.06.18 eine Themenwoche unter dem Titel „Aktiv für die offene Gesellschaft“. Die Veranstalter dürften mit dem Zuspruch bei den Veranstaltungen sehr zufrieden sein.

Mit großem Interesse und einer ausgeprägten Vorfreude bin ich am vergangenen Freitag, den 15.6., erneut nach Kandel gefahren. Angekündigt war der Autor Tobias Ginsburg, der aus seiner Dokumentation „Die Reise ins Reich – Unter Reichsbürgern“ lesen sollte.

Die Reichsbürger waren auch Bestandteil eines Vortrags, den ich gemeinsam mit einem Kollegen bei der Auftaktveranstaltung der Themenwoche am 07.06. halten durfte.

Was ich mich im Vorfeld fragte: „Wie wird der Autor die Reichsbürger beschreiben, diese einordnen? Wird er zu grundlegend anderen Einschätzungen und Bewertungen kommen, als ich und mein Kollege?“

Gegen 20 Uhr waren die Stuhlreihen in der Stadtbücherei bereits nahezu vollständig belegt und es kamen immer noch Menschen, die wie ich an dem Thema interessiert waren. Wenige Minuten nach zwanzig Uhr ging es dann los.

Glücklicherweise lief die Klimaanlage. Körper und Geist fühlten sich, obschon des schwierigen Themas, gut an. Nach den obligatorischen Begrüßungsreden durch eine Vertreterin von „Wir sind Kandel“ und der Leiterin der Bücherei ergriff Tobias Ginsburg das Wort.

„Die Kaperung des vermeintlichen Mordes (durch Rechte) seien eine Katastrophe für Kandel“, war einer der ersten Sätze, die der Autor sprach und der mir besonders gut im Gedächtnis geblieben ist.

Er sprach mir aus der Seele, als er begann zu erläutern, wer oder was denn Reichsbürger überhaupt sind. Denn dies ist alles andere als einfach zu fassen und ungefährlich sind diese Leute schon gar nicht.

Tobias Ginsburg erläuterte, dass man in dieser Szene bspw. Menschen findet, die fest daran glauben, dass die BRD eine GmbH sei und folglich den Personalausweis (Ausweis für das GmbH-Personal) ablehnen. Stattdessen besorgt man sich bei Behörden einen „gelben Schein“, der die Staatszugehörigkeit zum deutschen Reich stand 1913 bestätigt.

Andere Mitglieder von Reichsbürger-Gruppierungen folgen diversen Verschwörungstheorien, z.B. der über 9/11., oder sind felsenfest davon überzeugt, dass die NWO (New World Order) der Gegner, das Böse schlechthin, sei, also das internationale Großkapital, westliche Marionetten-Regierungen, die Juden und alle, die nicht so ticken wie sie, die Reichsbürger.

Andere wiederum glauben, dass z.B. unsere Bundesregierung durch den CIA fremdgesteuert sei und dies alleinig aus dem Zweck den großen Austausch, die Umvolkung, zu vollziehen. Sprich die weiße, mehrheitlich christliche Bevölkerung durch Menschen zu ersetzen die u.a. den Islam als Religion gewählt haben, Araber oder Afrikaner sind und so noch einiges mehr.

Die Systemmedien, die Lügenpresse, gehören auch zum Feindbild. „Total irre.“, dachte ich mir. Der Autor äußerste sich in ähnlicher Weise, was mich sehr beruhigte.

Dann erzählte Tobias Ginsburg, der 2017 rund 9 Monate undercover in der Reichsbürger-Szene verbrachte, über seine Erfahrungen in einem Königreich. Eines hatte ich bei meinen Recherchen zum Thema bereits gelernt: Reichsbürger, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung pauschal ablehnen, tendieren gerne dazu ihre eigenen „Reiche“ zu gründen.

Ein solches Reich kann dann auch schon Mal eine 2,5 Zimmer-Wohnung sein oder das Einfamilienhaus des Reichsbürgers. Wiederum andere gründen gleich ein Königreich und erwerben hierzu mit Spendengeldern ein ehemaliges Krankenhaus. So geschehen in Wittenberg. Der selbsternannte König und Imperator, Peter Fitzek, sitzt nun, verurteilt wegen diverser Delikte, hinter Gittern, wusste der Autor zu berichten.

Tobias Ginsburg lernte während seiner „Querfront-Reise“ den Dauer-Demoanmelder in Kandel Marco Kurz kennen. Marco Kurz war damals noch voll und ganz mit seinem inzwischen gescheiterten Projekt „Marsch 2017“ beschäftigt und extrem bemüht die bundesweite Vernetzung voran zu treiben und eine Taktik zu finden, um die Bundesregierung zu stürzen.

In seinem Buch schreibt der Autor über ein konspiratives Treffen in Kassel, zu dem Kurz eingeladen hatte und welche Menschen er dorthin mobilisiert hatte. Zimperlich war Marco Kurz bei seiner Auswahl nicht, so der Autor, vom gewaltbereiten Anarchisten, über vegane, esoterische Verschwörungstheoretiker bis hin zu einem ehemals für das öffentlich-rechtliche Fernsehen arbeitenden Reporter und furchteinflößend wirkenden „Männern aus einem Dorf“ war so ziemlich alles vertreten, was man sich vorstellen könne.

Ich atmete tief durch und sagte zu mir selbst „Schau an, genau das was du auch herausgefunden hast. Mit u.a. solchen Leuten zieht Marco Kurz durch Kandel.“

Tobias Ginsburg vertritt die Auffassung, dass es Marco Kurz in Kandel weder um Trauer geht, noch um den Schutz von Frauen und Kindern. Sein einziges Ziel sei es, seine Absichten, die er schon mit dem Marsch 2017 versuchte umzusetzen, jetzt unter neuem Deckmantel und einer perfiden Taktik zu realisieren.

Einer Taktik, mit der versucht wird, mit reichsbürger-typischen Verschwörungstheorien gepaart mit Hetz- und Hasspropaganda, die sich ausschließlich auf Gewaltverbrechen begangen durch zu uns Geflüchtete, fokussiert.

Ich vermute dahinter ein Geschäftsmodell, welches mir so gar nicht gefällt, da demokratiefeindlich, gesellschafts-spaltend, unnötig – kann weg. Parolen wie „Merkel muss weg, Poß und Tielebörger müssen weg“, fielen mir in diesem Zusammenhang und wie ich sie seit Januar 2018 mehrfach in Kandel hören musste ein.

In seinem Buch beschreibt Ginsburg auch was der völkische Flügel der AfD mit Reichsbürgern zu tun hat. Welche AfD-Politiker er bei seiner Reise ins Reich getroffen hat und welche Reichsbürger-Thesen diese vertreten. Einer dieser AfD-Politiker sitzt nun im Bundestag und leitet den Haushaltsausschuss. Auch dies deckt sich mit meinen Beobachtungen, erinnerte ich an diesem Abend.

Bis zu dieser Stelle war der Leseabend bereits schon sehr erkenntnisreich gewesen, für mich und die etwa gut 70 BesucherInnen in der Stadtbücherei.

Während der Diskussionsrunde kamen noch jede Menge an weiteren Informationen hinzu und es wurden sehr viele Fragen gestellt. Ein Besucher fragte, ob denn das Finanzamt nicht genau hinschauen würde, wenn Leute wie Marco Kurz Spenden sammeln würden. Der Autor antwortete, dass dies natürlich eine berechtigte Frage sei, über die sich die zuständigen Stellen kümmern müssten.

(…)

Welche Empfehlungen der Autor geben könne, um die rechten Aufzüge in Kandel abzustellen, fragte eine andere Person. Ginsburg sagte, er könne hier keine konkreten Ratschläge geben. Richtig und wichtig findet er, solche Themenwochen oder andere Formate zu wählen, um die MitbürgerInnen weiter zu informieren und zu sensibilisieren. Auch der Protest auf der Straße sei legitim.

Spontan fiel mir der Spruch „Kein Fußbreit den Faschisten“ ein und wie sehr auch ich solche Veranstaltungen für eine bunte und offene Gesellschaft schätze.

Ungeheuerlich finde ich, als Tobias Ginsburg darüber berichtete, was im Vorfeld der Autorenlesung seitens der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ erfolgt ist.

Die Zeitung hatte Passagen aus seinem Buch an „Rechte“ geschickt und um Kommentar gebeten. Das dies weder journalistisch verantwortlich war, noch irgendwie sonst vernünftig erklärbar ist, liegt auf der Hand. Der Autor kommentierte dies sarkastisch mit „Danke, liebe Rheinpfalz“.

Um 22:15 Uhr war die Veranstaltung, bei der erneut Störer versuchten, diese zu besuchen, aber von OrdnerInnen zielorientiert abgewiesen wurden, zu einem Ende gelangt. In Kandel wollte oder konnte Tobias Ginsburg nicht übernachten. Unter Personenschutz wurde er zu seinem Auto begleitet. „Danke Rheinpfalz“, dachte ich mir später.

Mit vielen Gedanken im Kopf begab ich mich auf die Heimfahrt. Gedanken, die die meisten BesucherInnen an diesem späten Freitagabend auch mit nach Hause genommen haben dürften.

Ich habe mir das Buch von Tobias Ginsburg in Kandel gekauft. Was ich bislang lesen konnte, war sehr spannend. Definitiv war es kein Fehlkauf, den ich getätigt habe.

Christian Ratz

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https://www.pfalz-express.de/leserbrief-zur-lesung-von-tobias-ginsburg-entlarvend-gut-beschrieben/
 
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Re: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden
« Antwort #84 am: 12. Oktober 2018, 10:30:41 »
Tobias hält einen Vortrag bei der VHS in Großenhain. Erstaunlich, ist die VHS doch für Esotheriker, Chemtrailgläubige und andere VTler oft der Einstieg ins Milieu. Wenn ich mich nicht ganz falsch erinnere gab es auch schon VHSen bei denen Kurse von "Reichsbürgern" angeboten wurden.

Zitat
Aber auch das Thema Reichsbürger wird in Ihrem neuen Quartals-Programm angeboten.

Ja, das gehört zur Reihe „Kontrovers vor Ort“, die wir in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung anbieten. Tobias Ginsburg – ein Journalist, der sich in die Reichsbürger-Szene eingeschlichen hat – referiert dazu am 26. Oktober in Großenhain. Das Thema ist sehr aktuell: Thiendorf ist nicht weit weg.

Sie sprechen damit die Razzia bei einem mutmaßlichen Reichsbürger in Thiendorf Ende September an. Haben Sie da nicht Angst vor Störungen?

Aufgrund anderer Veranstaltungen in anderen Landkreisen wird es besondere Sicherheitsvorkehrungen geben. Die Veranstaltung kann nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden, und vor Ort wird es einen Wachschutz geben.

Sind weitere dieser kontroversen Veranstaltungen geplant?

Ja, 2019 wird es weitere Veranstaltungen geben. Dabei kann es um Themen wie Fake News, Diskussionskultur oder Politik gehen. Das hat aber nichts mit Staatsbürgerkunde zu tun, wo uns jemand erklärt, was richtig ist. Uns geht es darum, Meinungen zuzulassen. Die Veranstaltungen sind immer kostenfrei. Denn für politische Bildung Eintritt zu verlangen, ist Quatsch. Wir verstehen das als unsere gesellschaftliche Aufgabe.
https://www.sz-online.de/nachrichten/wir-machen-keine-staatsbuergerkunde-4030263.html
 
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Re: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden
« Antwort #85 am: 12. Oktober 2018, 11:32:24 »
Erstaunlich, ist die VHS doch für Esotheriker, Chemtrailgläubige und andere VTler oft der Einstieg ins Milieu. Wenn ich mich nicht ganz falsch erinnere gab es auch schon VHSen bei denen Kurse von "Reichsbürgern" angeboten wurden.

Bei der VHS bekommst  Du ein Potpourri aus allem Möglichen und Unmöglichen.
Jeder, der eine Idee hat, kann sich dort melden und seinen "Kurs", Infoabend etc. anbieten.
Und oft sitzen da Leute, die schlimmstenfalls irgendeinen/jeden Schwachsinn aktiv fördern, ihn "bestenfalls" nicht erkennen oder denen es völlig egal ist, wenn Schwachsinn angeboten wird, solange die Beteiligung "passt"!
Zyniker, der - Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten.
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Re: Von einem der auszog ein Reichsdepp zu werden
« Antwort #86 am: 16. Oktober 2018, 14:36:36 »
Tobias tritt am Sonntag in Görlitz auf

https://www.sz-online.de/nachrichten/allein-unter-reichsbuergern-4032822.html

Wenn ich mir das Datum des Artikels ansehe, so ist der wohl verfrüht veröffentlicht worden...


Am 24. tritt er dann in Werdau auf

https://www.blick.de/westsachsen/autor-beleuchtet-die-reichsbuerger-szene-artikel10338350

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