Autor Thema: Hitler, ein Alliiertenfehler  (Gelesen 1885 mal)

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Hitler, ein Alliiertenfehler
« am: 9. April 2014, 12:01:03 »
In einem ansonsten eher unbedeutenden blog eines Verwirrten, der nicht genannt sein soll, findet sich folgende Aussage, die doch Erwähnung finden soll, weil sie ein nicht nur unter explizit Rechten ein häufig anzutreffendes Gedankenmuster darstellt:
Zitat
Im übrigen war Adolf Hitler ein Fehler der Alliierten und das Ergebnis eines vorschnellen Friedensvertrages 1918. Dieser Fehler hatte sein volles Ausmaß in den Jahren 1943 – 1945 für diesen Alliertenfehler durften dann die Deutschen bezahlen und nicht die Macher, im übrigen hatte dieser Alliiertenfehler 6 Millionen jüdische Todesopfer zur Folge und mehrere Millionen Kriegsopfer und Zivilisten.
Quelle

Das Argument findet sich auf derselben Ebene wie das eines Unfallverursachers, der dem Hersteller seines Kraftfahrzeuges die Schuld an dem durch eigene Unfähigkeit herbeigeführten Zusammenstoß gibt.
Hier wird versucht den eigenen Nationalstolz zu wahren, der an dieser Stelle völlig unbegründet ist.
Hitler wurde in demokratischen Wahlen gewählt und er begann seinen Krieg gegen Europa und die Welt als die Folgen des Versailler Vertrages für Deutschland zum größten Teil verkraftet waren.
Hitler ist auch nicht alleine in der Tschechei, in Polen, in Belgien, in Holland, in Frankreich, in den Balkan und schließlich in Russland einmarschiert; es waren Millionen verblendeter Deutscher.
Aber so ist er der reichsdeppische Querulant; sein Lebenmotto:
Immer erst die Schuld bei den anderen suchen.
 

Offline BlueOcean

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Re: Hitler, KEIN Alliiertenfehler
« Antwort #1 am: 9. April 2014, 16:01:44 »
Wobei all die grotesken Lügen über Hitlers Herkunft, seiner Protegierung samt seinen angeblichen Unterstützern und Finanziers ohnehin keinen Einfluss auf die zentrale Frage haben warum diese Gestalt in Deutschland derart populär und mächtig werden konnte. Der Verantwortung, dass Hitler mit der überwiegenden Zustimmung der Bevölkerung in die Position gebracht wurde, die er dann ausgenutzen konnte, bleibt ungemindert. Auch die Verantwortung seinen Aufstieg zum Führer und Diktator über Jahre unterstützt zu haben sowie ihm letztlich ohne laut vernehmbare Kritik in einen Krieg nach den anderen gefolgt zu sein bleibt ungemindert.

Weder die Alliierten noch die Juden oder gar die Freimaurer hatten Einflussmöglichkeiten, um ein ganzes Volk überzeugen (geschweige denn, dass sie es versucht hätten). Und HAARP, RFID-Chips, Chemtrails etc. waren damals auch weder erfunden noch technisch möglich (sind sie heute noch nicht). An den Verantwortlichkeiten gibt es also gar nichts zu deuteln.

Eigentlich verstehe ich schon rein theoretisch nicht wie mit so halbgarer und blühend erlogener Kleinkrittelei an Nuancen eine auch nur ansatzweise glaubwürdige Abwälzung der Schuld auf die Opfer funktionieren soll.

Und warum überhaupt manche darin so eine Notwendigkeit sehen, ist mir auch unklar. Ist es so schwer zu ertragen, dass es in der Geschichte des Volkes aus dem man stammt auch ein paar ganz finstere Kapitel gibt? Es mag sein, dass solche Tatsachen einen bei erster Kenntnis überraschen und bestürzen. Aber wenn man sich damit dann auseinander gesetzt hat, verstehe nicht wieso geschichtliche Tatsachen ein ernsthaft dräuendes Problem darstellen sollen.
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Offline Das Chaos

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Re: Hitler, KEIN Alliiertenfehler
« Antwort #2 am: 9. April 2014, 17:15:59 »

Und warum überhaupt manche darin so eine Notwendigkeit sehen, ist mir auch unklar. Ist es so schwer zu ertragen, dass es in der Geschichte des Volkes aus dem man stammt auch ein paar ganz finstere Kapitel gibt?
Nunja, wenn man selbst schon uneingestandenermaßen ein Lebensversager ist, bei dem der (O)GV wöchentlich auf der Matte steht, dann wünschte man sich wenigstens einem makellos großartigen Volk anzugehören. Man gründet "Notregierungen" in historischen Ländern (Preussen, Sachsen-Meiningen, Württemberg) um an eine vermeintlich gloriose Vergangenheit anzuknüpfen und verleumdet die gegenwärtige Staats- und Regierungsform, die wiewohl sie erfolgreicher ist als jede andere in der Geschichte Deutschlands, was soziale und kulturelle Errungenschaften angeht, doch vermeintlich Schuld trägt am individuellen Schicksal des Reichsdeppen.
In orientalischen und westlichen Schöpfungsmythen ist der Drache ein Sinnbild des Chaos, ein gott- und menschenfeindliches Ungeheuer

Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner Offenb. 12,3
 

Offline Das Chaos

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Re: Hitler, ein Alliiertenfehler
« Antwort #3 am: 10. April 2014, 09:42:22 »
Hier eine aktuelle Abwandlung des Argumentationsmusters durch Ultrarechte:

Zitat
Renate Knoll-Heinrichs via Ferdinand Karnath
8. April um 13:34 ·
Adolph Hitler aus Oesterreich, als ein von aussen durch die Alliierten eingeschleuster Sozialist zur Verwirklichung der alliierten Planvorgaben, das "Deutsche Reich 1871" zu vernichten, in der Nacht vom 23./24.4.1945 im Besprechungsraum des Fuehrerbunkers:
"Politik? ich mache keine Politik mehr, das widert mich so an.Wenn ich tot bin, werdet ihr noch genug Politik machen muessen."
General Dethleffsen
Alle Fuehrer der NSDAP wussten, dass sie sterben mussten, als ihre Aufgaben fuer die Alliierten erfuellt waren. Aus diesem Grund trugen alle Zyankalikapseln im Mund oder erschossen sich rechtzeitig, bevor das deutsche Volk ihnen tatsaechlich habhaft werden konnte.
Auch Hitler und Goebbels - die groessten sozialistischen Kriegstreiber, die das friedliebende und friedfertige Preussen erfolgreich von innen zu vernichten versuchten, war dies bewusst.
Das deutsche Volk ist im Geiste Bismarcks aufgerufen, wieder Politik fuer sich und die deutsche Nation, das "Deutsche Reich 1871" zu machen.
Bitte wenden Sie sich dazu an uns:
www.die-dnv.de
oder
www.deutsche-nationalversammlung.de
(Quelle: https://www.facebook.com/renate.knollheinrichs/posts/727143020639598?stream_ref=10)


Kollege theobald.tiger hat seinen schönen Fund an anderer Stelle kommentiert:

http://forum.sonnenstaatland.com/index.php?action=post;quote=6954;topic=198.0
In orientalischen und westlichen Schöpfungsmythen ist der Drache ein Sinnbild des Chaos, ein gott- und menschenfeindliches Ungeheuer

Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner Offenb. 12,3
 

Offline BlueOcean

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Re: Hitler, ein Alliiertenfehler
« Antwort #4 am: 10. April 2014, 16:08:57 »
Zitat
Renate Knoll-Heinrichs via Ferdinand Karnath
8. April um 13:34 ·
Adolph Hitler aus Oesterreich, als ein von aussen durch die Alliierten eingeschleuster Sozialist zur Verwirklichung der alliierten Planvorgaben, das "Deutsche Reich 1871" zu vernichten...

So viel Unfug in so wenig Worten. Zum einen haben sich die Alliierten überhaupt erst gebildet als Hitler schon jahrelang Krieg geführt hat. Mit ein wenig Bildung wäre Entente wohl der passendere Begriff gewesen.
Und nach dem ersten Weltkrieg konnte man nur die "Weimarer Republik" und dann das "Nazi-Regime" vernichten. Das "Deutsche Reich 1871" lag da längst auf dem Müllhaufen der Geschichte, wo es die Deutschen selbst hinbefördert hatten.
Wie und warum welcher "Alliierte" den vorgeblichen "Sozialisten" eingeschleust hatte liegt natürlich auch in dem durch das Hirn wabernde Nebel des Unwissens.

Und dass "alle Führer" der NSDAP (mehrere Führer? LOL) als Selbstmordkommando im Auftrag der Alliierten unterwegs waren, ist völlig abstruse History Fiction.

Wer so etwas glaubt muss sein Hirn an der Garderobe abgegeben haben.

PS: Die Falschschreibung des Vornamens hatte ich noch vergessen.
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