Autor Thema: Martin Sellner - eine Rarität  (Gelesen 211396 mal)

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Offline Anmaron

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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1635 am: 9. August 2026, 21:35:53 »
Vielleicht möchte er Remigration im Kleinen testen, damit er sagt, es wäre nicht so schlimm.
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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1636 am: 10. August 2026, 13:28:09 »
Der " wackere Wirt"  ;) hat soeben ein Mail erhalten.
Und jetzt schaun wir uns an wer der Vogel Frank Ulrich Kotte ist.
don't buy american
 
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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1637 am: 10. August 2026, 14:03:09 »
Zitat
STANDARD-WATCHBLOG
"Verzupf dich": Rechtsextremist Sellner in Wiener Lokal abgewiesen

Anführer der Identitären versuchte Stimmung gegen das Restaurant zu machen, andere feiern es

Markus Sulzbacher
10. August 2026, 13:00

Es begann mit einem verweigerten Kaffee und endete mit einem digitalen Drama. Martin Sellner, Anführer der rechtsextremen Identitären Bewegung, behauptet, am vergangenen Samstag im Wiener Rooftop-Lokal "Oben" wegen seiner politischen Gesinnung nicht bedient worden zu sein. Ein "über und über tätowierter" Koch habe ihm erklärt, er bekomme "nichts".

Sellner, der sich wie in diesem Fall gerne als Opfer inszeniert, veröffentlichte anschließend einen ganzen Schwall an Beiträgen auf Telegram und X und teilte ein selbst aufgenommenes Video aus dem Lokal. Darin ist zu hören, wie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihn zum Gehen auffordern. "Verzupf dich", ist zu hören. Sellner verbreitete danach ein Video und die Adresse des Lokals und rief dazu auf, dort vorbeizuschauen.

Der angekündigte Besucherstrom blieb aus – das Lokal war geschlossen. Die Auseinandersetzung verlagerte sich stattdessen ins Internet. Auf Google häuften sich negative Bewertungen, auf Instagram gingen wütende Kommentare ein. Auch rechtsgerichtete Medien griffen den Vorfall auf.

Bei seinen rassistischen Remigrations-Fans dürfte der Vorfall nicht so gut angekommen sein, weil das Lokal für thailändisches Essen bekannt ist, weshalb sich Sellner auf X offensichtlich genötigt sah, zu erklären, dass er nur "inländisches oder zumindest europäisches" Personal angetroffen habe. "Das Ganze ist weder von außen noch von innen als thailändisches Restaurant zu erkennen. Ich dachte, es sei einfach ein Café", schreibt er auf Musks Plattform.
Spoiler
Zulässiges Hausverbot
Rechtlich können Lokale grundsätzlich selbst entscheiden, wen sie bewirten. Ein Hausverbot ist zulässig, solange es nicht gegen das Diskriminierungsverbot verstößt. Geschützt sind unter anderem Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Behinderung, heißt es seitens des Klagsverbands zum STANDARD, der sich für die Durchsetzung und Weiterentwicklung des Rechts auf Gleichstellung und Antidiskriminierung einsetzt. Im Gegensatz zur Arbeitswelt sind Weltanschauung und Religion in der Gastronomie nicht geschützt.

In ähnlichen Fällen wurde seitens Juristen betont, dass es in Ordnung ist, wenn Lokalbesitzer ein Zeichen setzen und dadurch ihrer Meinung Ausdruck verleihen.

Auf der Instagram-Seite des Lokals finden sich inzwischen allerdings auch zahlreiche Unterstützungsbekundungen. "Ich finde es großartig, dass ihr Sellner rausgeschmissen habt", schreibt ein Nutzer. Die Schriftstellerin und Cartoonistin Stefanie Sargnagel zeigte sich von der Küche begeistert, andere loben das "stabile" Personal. Der Inhaber des Lokals, Georg Wallisch, meinte gegenüber dem STANDARD: "Ich stehe zu meiner Belegschaft."

Beziehungsstatus zur FPÖ: Schwierig
Der Vorfall fällt für Sellner in eine schwierige Phase. (Ehemaligen) Aktivisten der Identitären wird vorgeworfen, mutmaßlich an tätlichen Angriffen beteiligt gewesen zu sein, was für eine Distanzierungswelle seitens der FPÖ sorgte. Einige Identitäre verloren ihre Jobs als parlamentarische Mitarbeiter. Die traditionelle Sommerdemonstration der Gruppe schrumpfte zuletzt zu einem kleinen Umzug weit außerhalb der Wiener Innenstadt; die Polizei führte 35 Identitätsfeststellungen durch und erstattete Anzeigen.

Dass ihm die FPÖ nahesteht, zeigt Sellner auch bei der Szene im Lokal, wo er auf sehr unangenehme und übergriffige Art und Weise nicht müde wird, das Personal zu fragen, ob sie Kickl und sonstigen FPÖ-Politikern auch den Kaffee verwehren würden, bis er dann doch abzieht. Es ist nicht das erste Mal, dass Sellner ein Problem in der Gastronomie bekam: 2019, nachdem bekannt wurde, dass er eine Spende vom späteren Christchurch-Attentäter bekommen hatte, konnte der Identitären-Chef einen geplanten Auftritt in einem Café in Wien-Währing nicht abhalten. Auf einem vor dem Lokal aufgestellten Schild stand zu lesen: "Hier kann man gerne Kaffee trinken – aber wir bieten keine Bühne für politische Inszenierungen!" (Markus Sulzbacher, 10.8. 2026)
[close]
https://www.derstandard.at/story/3000000334959/verzupf-dich-rechtsextremist-sellner-in-wiener-lokal-abgewiesen


:)
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