Autor Thema: AfD im Bundestag  (Gelesen 116638 mal)

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Offline BlueOcean

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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2370 am: 28. März 2020, 02:05:00 »
Fitze ist bei der Afd?
Der Könich steht doch über den Parteien. Aber das wäre vielleicht was für den Giftzwerg Sven L. aus Halle.

Der Giftzwerg hatte nur mal kurzfristig seinen Haus- und Hofpinscher Donatus zum AfD-Stadtrat und Orchester-Aufsichtsrat machen lassen, was dieser aber binnen weniger Wochen völlig versemmelt hat.  :o

Der göttliche Imperator hat hingegen mal noch viel kleinere Brötchen gebacken und ist ausgerechnet dem AfD-Rechtsaußen Andre Poggenhorst (o.ä.) auf einer Demo diensteifrig hinterher gestiefelt - in einer AfD-Ordner-Jacke. "Um mal zu hören, was die so zu sagen haben," wie er sich später gerechtfertigt hat, nachdem ihm wohl aufgefallen war, dass seine servilen Lakaiendienste nicht ganz so royal und souverän gewirkt haben mögen.  :snooty:

Drei Tage später hat Fitzek seine Überparteilichkeit aber dann demonstrativ zur Schau gestellt: Da war er auf einer Demo der NPD.  :clap:
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Offline Reichsschlafschaf

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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2371 am: 28. März 2020, 08:38:27 »
Zitat
AfD: "Leute mit unterdurchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten"

Der emeritierte Hamburger Wirtschaftsprofessor Jörn Kruse war Gründungsmitglied der AfD. Er zweifelt an der Auflösung des rechtsradikalen Flügels um Björn Höcke.

Interview: Frank Drieschner, Hamburg

27. März 2020, 15:42 Uhr
Spoiler
Jörn Kruse war Landesvorsitzender der AfD in Hamburg und Fraktionsvorsitzender in der Hamburgischen Bürgerschaft. Er blieb in der Partei, als viele andere Gründungsmitglied sich schon abwandten. Vor knapp zwei Jahren kam es doch zum Bruch. Im Interview erklärt der emeritierte Wirtschaftsprofessor, warum der rechtsradikale Flügel sich seiner Meinung nach gar nicht auflösen kann, für wie gefährlich er deren Gesichter Björn Höcke und Andreas Kalbitz hält – und warum er glaubt, dass moderate Konservative wie er selbst den Mitgliedern des rechten Flügels intellektuell überlegen seien.

DIE ZEIT: Herr Professor Kruse, offiziell hat der rechtsradikale Flügel der AfD sich Mitte der Woche aufgelöst, Sie bezweifeln das. Wie tief ist Ihr Einblick in die Aktivitäten des Flügels?

Professor Jörn Kruse: Mit den eigentlichen Haupttätern aus dem Osten, Herrn Kalbitz, Herrn Höcke und Konsorten, habe ich keinen persönlichen Kontakt. Aber ich kenne natürlich andere AfD-Leute immer noch, aus der Zeit der Parteigründung 2013 und kurz danach. Gelegentlich telefoniert man oder man schreibt sich eine E-Mail.

ZEIT: Sie haben auch ostdeutsche Kontakte?

Kruse: In Ostdeutschland weniger. Die meisten sind aus dem Westen. Und natürlich aus Berlin, das ist ja zur Hälfte so und zur Hälfte so, auch in der AfD.

ZEIT: Sie kritisieren schon die Vorstellung, es sei möglich, eine Organisation wie den Flügel aufzulösen. Warum?

Kruse: Das ist einfach lächerlich. Einen Beschluss zu fassen, man wolle den Flügel jetzt nicht mehr, hat null Wirkung. Nur jemand, der überhaupt keine Ahnung hat, was der Flügel ist, könnte auf die Idee kommen, eine solche Maßnahme könne etwas bewirken.

ZEIT: Was ist der Flügel denn?

Kruse: Man darf sich den Flügel nicht vorstellen wie eine strukturierte Organisation, etwa wie eine Parteigliederung. Es ist eher ein loser Zusammenhang mit zwei Führungsfiguren und einigen E-Mail-Verteilern.

ZEIT: Sie meinen Herrn Höcke, den Parteisprecher und Fraktionsvorsitzenden in Thüringen, und Herrn Kalbitz aus dem Bundesvorstand.

Kruse: Ja. Herr Höcke ist der, den die Flügelleute anhimmeln, was ich persönlich nicht verstehen kann. Viel gefährlicher ist der Herr Kalbitz, dem würde ich quasi alles zutrauen.

ZEIT: Werden diese Leute ihre Aktivitäten nach der offiziellen Auflösung fortsetzen?

Kruse: Ja, davon gehe ich aus. Ich glaube nicht, dass die sich durch die Aufforderung des Parteivorstands, ihr Netzwerk aufzulösen, irgendwie beeindruckt fühlen.

ZEIT: In der ostdeutschen AfD werden etwa 40 Prozent der Mitglieder zu den Anhängern des Flügels gezählt. Ist das plausibel?

Kruse: Für Ostdeutschland halte ich das für plausibel. Aber eben nur für Ostdeutschland.

ZEIT: Und worin bestehen die Aktivitäten dieses losen Gebildes?

Kruse: Man muss sich das nicht so vorstellen, als würden diese Leute laufend zusammensitzen, diskutieren und strukturierte Beschlüsse fassen. Die meisten Leute, die dem Flügel angehören, sind ja Leute – ich will jetzt nicht beleidigend werden – mit eher mittleren und unterdurchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten, etwas zu durchschauen und zu analysieren. Die freuen sich, wenn sie jemanden haben, der für sie vordenkt und so richtig auf den Putz haut. Da kommt viel aus dem Bauch.

ZEIT: Sie sprechen über 40 Prozent Ihrer ehemaligen ostdeutschen Parteifreunde?

Kruse: In welchem Maße die wirklich dem Flügel zugehörig sind, lässt sich ja schwer abgrenzen. Die fühlen sich dem mehr oder weniger zugehörig, einige zu 90 Prozent, einige zu 50 Prozent, einige zu 20 Prozent. Und je nach Thema sind die Leute da mehr oder weniger empfänglich und würden die entsprechenden Anweisungen der Flügelspitze entgegennehmen oder auch nicht.
"Wenn man noch etwas ändern will, muss man viel massiver vorgehen"

ZEIT: Was für Anweisungen?

Kruse: Das kann inhaltliche Fragen betreffen, aber auch die Verbesserung der eigenen Position, wenn es darum geht, staatliche Gelder zu verteilen, also Abgeordnetendiäten oder die Gehälter von Fraktionsmitarbeitern. Vor allem geht es darum, innerhalb der Partei die eigenen Leute auf Wahllisten zu bringen oder in einen Vorstand und vor allem die missliebigen Leute fernzuhalten, also die moderaten, die ja häufig auch intellektuell etwas besser ausgestattet sind.

ZEIT: Das heißt, wie gut dieses Netzwerk nach der offiziellen Auflösung noch funktioniert, wird sich erst zeigen, wenn die nächste parteiinterne Abstimmung ansteht?

Kruse: So ist es.

ZEIT: Was hat der Flügel denn in der Vergangenheit erreicht?

Kruse: Es sind mehr und mehr Leute in die AfD eingetreten, die von ihrer Gesinnung her normalerweise zur NPD gehören würden oder zu Pro Chemnitz und ähnlichen Organisationen. Das ist ein schleichender Prozess, der schon über Jahre so geht, auch weil die moderate Seite keinen klaren Trennstrich zieht.

ZEIT: Aber das hat sie doch gerade getan. Der Parteivorstand hat doch gerade den Flügel aufgefordert, sich aufzulösen.

Kruse: Selbst Alexander Gauland hat öffentlich gesagt, er wisse nicht, was dieser Beschluss für Folgen haben solle. Ein Trennstrich wäre es gewesen, wenn alle Flügel-Mitglieder aus der Partei ausgeschlossen worden wären. Aber das ist juristisch nicht möglich.

ZEIT: Gerade sagten Sie, der Flügel sei eine Struktur ohne feste Mitgliedschaften. Wie soll man dann Flügel-Mitglieder ausschließen?

Kruse: Das ist gerade deshalb natürlich nicht möglich. Erstens kann man die Leute nicht klar identifizieren und zweitens würden die Schiedsgerichte da nicht mitspielen, in denen viele sehr rechte Mitglieder sitzen. Die Schiedsgerichte würden sagen: "Ihr wollt das Mitglied XY ausschließen, woher wisst ihr denn überhaupt, dass er zum Flügel gehört?" Und dann müsste man sagen: "Hm, ja, so genau wissen wir das gar nicht."

ZEIT: Wenn der Parteiausschluss keine Option ist, hat der Bundesvorstand der AfD dann nicht alles getan, was er überhaupt tun kann?

Kruse: Der Parteivorstand hat schon in der Vergangenheit immer versagt, wenn es darum ging, einen Trennstrich irgendeiner Art zu ziehen. Man hätte sich von den Flügel-Leuten schon viel früher klar, konfrontativ und öffentlich distanzieren und sie damit auch ins Abseits stellen müssen.

ZEIT: Aber die klare öffentliche Distanzierung gibt es ja nun.

Kruse: Heute genügt das aber nicht mehr. Wenn man heute noch etwas ändern will, muss man sehr viel massiver vorgehen. Wenn die paar moderaten, konservativen und bürgerlichen Leute, die noch übrig sind, noch etwas retten wollen, dann müssten sie einen energischeren und mutigeren Schritt machen, einen, der wirklich Wirkung hat. Ich habe eine Spaltung vorgeschlagen. Es wird immer gesagt, das sei schädlich für die Organisation. Aber ich bin der Auffassung, das ist nur schädlich für die Rechtsradikalen. Wenn die AfD nur noch aus dem Flügel bestünde, dann würden sie im Westen sehr schnell aus allen Parlamenten rausfliegen. Das dauerte im Osten länger. Der Osten ist in der Gesamtpartei aber quantitativ nicht besonders relevant. Die haben absolut sehr viel weniger Mitglieder, als man so denkt, die sind nur sehr laut. Und alles, was sie sagen, wird durch die Medien im ganzen Land multipliziert, um der AfD zu schaden.

ZEIT: Es gab schon etliche Versuche, aus der AfD heraus neue rechts-konservative Parteien zu gründen: ALFA beziehungsweise die Liberal-Konservativen Reformer von Herrn Lucke, die Blauen von Frau Petry. Wieso sollte es diesmal klappen?

Kruse: Ob ich wirklich daran interessiert bin, dass es klappt, ist ja noch eine andere Frage. Ich bin mit der AfD weitgehend fertig. Aber wenn die AfD weg wäre, wäre endlich Platz für eine echte liberal-konservative Partei mit seriösem, bürgerlichem Habitus, die wir dringend brauchen. Was ich nur sagen will: Die Phase ist vorbei, in der es genügte, dem Flügel zu sagen, sie sollen den Begriff "Flügel" nicht mehr verwenden. Es ist insbesondere eine Aufforderung an die Leute im Westen, die viel zu passiv und strategielos sind. Wenn sich die westlichen Parteimitglieder in gezielter Weise organisieren würden gegen die Flügler, zum Beispiel durch Austritt und Neugründung, wäre das eine öffentliche Aktion, die dann auch Wirkung hätte.

ZEIT: Wir haben jetzt über drei mögliche Maßnahmen der moderaten Teile der AfD geredet. Die erste ist die Aufforderung des Parteivorstands an den Flügel, sich doch bitte aufzulösen, das finden Sie lächerlich. Die zweite wäre, alle Flügel-Leute auszuschließen, aber das ist juristisch nicht machbar, wie Sie selbst gesagt haben. Und der dritte Weg wäre die Neugründung einer konservativen Partei, was unrealistisch ist. Insgesamt klingt das eher, als gäbe es überhaupt keinen Ausweg.

Kruse: Die Neugründung einer konservativen Partei wäre nicht unrealistisch, wenngleich es in der Vergangenheit zweimal gescheitert ist, und zwar jeweils aus sehr speziellen Gründen, die mit Personen und Zeitpunkten zusammenhängen.

ZEIT: Sie sagen, Sie wüssten nicht, ob Sie dieser Partei überhaupt Erfolg wünschen sollen.

Kruse: Der jetzigen AfD kann ich keinen Erfolg wünschen, weil sie inzwischen rechts und rechtsradikal ist. Aber aus genau diesem Grund wird sie auch keinen Erfolg haben. Bei einer Neugründung, die den Geist des Gründungsjahrs 2013 atmet, würde ich das anders sehen.
[close]
https://www.zeit.de/hamburg/2020-03/afd-fluegel-aufloesung-joern-kruse-hamburg/komplettansicht



Ein übriggebliebener der Professoren also. Ein Rest-Professor.

Erinnert mich an Pretzell, der seine Parteigenossen

Zitat
„Hirntote und Steroidopfer“

nannte.    ::)
Merke: Es genügt natürlich nicht, dämlich zu sein. Es soll schon auch jeder davon wissen!
 
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Offline Gutemine

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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2372 am: 28. März 2020, 10:16:59 »
Na ja, dass die Auflösung nur Augenwischerei ist, hat sogar der VV bemerkt. Damit hat der VV im Prinzip sogar die Möglichkeit jetzt alle/s zu beobachten, immerhin hatte "Bernd" (oder war es der Kahlkopf  :scratch:) ja auch angekündigt, dass der Flügel jetzt überall ist. Allerdings, es gibt auch eine Neugründung, die natürlich mit dem Flügel üüüüüberhaupt nichts zu tun hat, die "Nationalkonservative Wertgemeinschaft".
Ich finde, das klingt ein wenig nach Mischung aus "Werteunion" und "Flügel". Eben alter Wein in neuen Schläuchen.

https://www.hz.de/politik/aufloesung-rechtsextreme-stroemung-geht-in-der-partei-auf-44974118.html

Spoiler
Auflösung Rechtsextreme Strömung geht in der Partei auf

Berlin / Dorothee Torebko 27.03.2020 Der vom Verfassungsschutz als Beobachtungsfall geführte „Flügel“ wird aufgelöst. Doch die Bestrebungen der Anführer Höcke und Kalbitz bestehen fort. Von Dorothee Torebko

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und der AfD-Vorstand haben etwas gemeinsam: Beide forderten dieser Tage Auflösungen. Schäuble löste am Mittwoch eine Gruppe zusammenstehender AfD-Abgeordneter auf. Der Grund: Er wollte die Abstandsregeln im Bundestag durchsetzen, um eine Ansteckung durch das Coronavirus zu verhindern. Der AfD-Vorstand hingegen sorgt im eigenen Haus für Ordnung. Er hat vom Rechtsaußen-Flügel dessen Auflösung verlangt. Dem kommt das Netzwerk nun nach. Was bedeutet das für die Partei?

In den vergangenen Wochen waren die Stimmen über eine Auflösung des „Flügels“, der von den Landeschefs Björn Höcke in Thüringen und Andreas Kalbitz in Brandenburg angeführt wird, immer lauter geworden. Das hat zwei Gründe: Zum einen fürchten gemäßigte Mitglieder um ihre Existenz, seitdem der Verfassungsschutz den „Flügel“ als rechtsextremistische Bestrebung und damit Beobachtungsfall führt. Sie haben Angst davor, eines Tages könne die gesamte Partei beobachtet werden.

Zum anderen hatte Höcke bei einem „Flügel“-Treffen in Schnellroda die Wut vieler Abgeordneter auf sich gezogen. Er hatte vom „Ausschwitzen“ seiner Gegner gesprochen. Für die Anspielung an Auschwitz war er öffentlich kritisiert worden. Aus Parteikreisen heißt es, dass in der Folge hunderte Mails im Vorstand eingegangen seien. Einer der zentralen Vorwürfe: Der „Flügel“ habe sich immer mehr zu einer Partei innerhalb der Partei entwickelt.

Am Dienstagabend folgten Höcke und Kalbitz der Forderung des Vorstands und forderten die 7000 „Flügel“-Sympathisanten auf, alle Aktivitäten im Namen des Netzwerks einzustellen. Der Grund: Man wolle die Einheit der AfD nicht gefährden. Das heißt: Keine Kyffhäusertreffen mehr, kein Verkauf von T-Shirts mit dem Konterfei von Höcke, kein Verwenden des Logos.

Doch sind die Aktivitäten der Flügel-Anhänger damit verschwunden? Wohl kaum. Wenige Stunden, nachdem Höcke und Kalbitz ihren Aufruf veröffentlicht hatten, wurde die „Nationalkonservative Wertegemeinschaft“ gegründet als „Reaktion auf die Auflösung des Flügels“. Zwar stellte die Gemeinschaft dar, keine „Nachfolgeorganisation“ zu sein, doch manch ein Parteimitglied traut dem nicht. Die Befürchtungen, „Flügel“-Treffen könnten unter anderem Namen stattfinden, sind groß.

Eine Antwort auf die künftigen Bestrebungen gab Höcke vor einigen Tagen selbst. In einem Interview mit dem rechten Vordenker und Verleger Götz Kubitschek betonte er: „Unsere Arbeit weist über den Flügel hinaus.“ Sowohl er als auch Kalbitz und andere Flügel-Anhänger würden den politischen Kurs im Sinne der AfD weiterführen. Was das genau bedeutet, ließ er offen.

Gruppierung wirkte fünf Jahre

Der „Flügel“ ist ein völkisch-nationalistisches Netzwerk von AfD-Mitgliedern. Gegründet wurde die Gruppierung 2015 von Björn Höcke und dem mittlerweile aus der Partei ausgetretenen André Poggenburg. Ziel war es, die Partei gegen den wirtschaftsliberalen Kurs von Ex-Parteichef Bernd Lucke auf einen nationalkonservativen Kurs auszurichten. dot
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Derweil ätzen die Flügelmitglieder gegen die (von ihnen auch nicht ernst genommene) Auflösung des Flügels. Per Social Media und per Youtube. Ein Beispiel ist die "falsche Fürstin".



(Artikel mit Video)
https://www.stern.de/politik/deutschland/afd--verfassungsschuetzer-haelt--fluegel--aufloesung-fuer-augenwischerei-9200990.html
Spoiler
Rechtsextreme GruppierungAfD: Verfassungsschützer hält "Flügel"-Auflösung für Augenwischerei

Der als rechtsextrem eingestufte "Flügel" der AfD will sich auflösen. Ein Verfassungsschützer hat sich nun dazu geäußert – und findet deutliche Worte.

Niedersachsens Verfassungsschutzchef Bernhard Witthaut sieht in der angekündigten Auflösung des als rechtsextrem eingestuften "Flügels" in der AfD eine "reine Augenwischerei". "Unabhängig von einer etwaigen Selbstauflösung des "Flügels", wie sie der Bundesvorstand der AfD kürzlich beschlossen hat, ist zunächst davon auszugehen, dass sowohl die ideologischen Einstellungsmuster der Gruppierung als auch ihre ausgebauten und professionalisierten Strukturen bis auf weiteres bestehen bleiben", sagte Witthaut der Deutschen Presse-Agentur.

Durch die Auflösung einer Organisationsstruktur ändere sich nicht das Weltbild der "Flügel"-Protagonisten, sagte er. Ihr Agieren innerhalb der AfD werde auch künftig von rassistischem Gedankengut geprägt und getragen sein.

AfD-Rechtsaußen Björn Höcke braucht den "Flügel" nicht

Witthaut verwies auf ein auf Facebook veröffentlichtes Schreiben von "Flügel"-Gründer Björn Höcke und dem Brandenburger AfD-Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz. Darin heißt es: "Jede Organisationsform kann nur Mittel zum Zweck sein. Der politische Einsatz geht weiter und fordert unsere ganze Kraft." Damit werde deutlich, dass es sich bei der angeblichen Auflösung des Flügels um einen rein "formalen Akt" für die Öffentlichkeit handelt, so Witthaut.

Angesichts der Verstetigung der rechtsextremistischen Anhaltspunkte und der rhetorischen Radikalität der Protagonisten erscheint eine politische Mäßigung der dem "Flügel" zugerechneten Menschen aus Witthauts Sicht derzeit unrealistisch. In einzelnen Bundesländern decke sich der "Flügel" faktisch mit der AfD. Was dies für Konsequenzen für die Partei habe, werde sich zeigen, sagte Witthaut.
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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2373 am: 28. März 2020, 10:35:21 »
und warum er glaubt, dass moderate Konservative wie er selbst den Mitgliedern des rechten Flügels intellektuell überlegen seien

Wieder einer der von Papen nicht kennt. Ja, ihr verkalkten Professoren seid dem Pöbel intellektuell überlegen. Aber das nützt nichts, weil die Euch an Verschlagenheit überlegen sind. So eine tumbe Masse von Volxpfosten ist hilfreich, wenn sie macht, was man ihnen sagt. Aber nicht ihr drückt die in die Ecke bis es quietscht sondern umgekehrt.
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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2374 am: 29. März 2020, 20:47:12 »
Zitat
Interview: Frank Drieschner, Hamburg

27. März 2020, 15:42 Uhr
Jörn Kruse war Landesvorsitzender der AfD in Hamburg und Fraktionsvorsitzender in der Hamburgischen Bürgerschaft. Er blieb in der Partei, als viele andere Gründungsmitglieder sich schon abwandten. ...

Es mag ja sein, daß Kruse am Anfang vielleicht etwas hat bewegen wollen. Doch beim ersten Abdriften, als sich die meisten der Leute absetzten, die den Laden zunächst hatten als hoffähig erscheinen lassen, gehörte er zu denen, die blieben, um auf ihre alten Tage noch einmal für mehr als eine Viertelstunde Ruhm abzufassen. Und noch später, als es längst nicht mehr eine Frage der Intelligenz, sondern des Charakters war, ob man die Art von Bekanntheit für seine Person akzeptierte, die sich mit öffentlichem Auftreten für den Laden verband, blieb Kruse immer noch.

Wer will ihm also abnehmen, daß er mit er AfD fertig sei? Wenn überhaupt, dann ist er mit den Leuten fertig, die ihm seinen Platz an der Sonne vermasselt haben. Die auf Gaulands "Ihr könnt meinetwegen denken was Ihr wollt, solange Ihr nur die Schnauze haltet" pfiffen. In dem Zusammenhang braucht es auch keine überdurchschnittliche Intelligenz mehr um zu begreifen, welches Wählerklientel heimatlos und mit einer Neugründung noch anzusprechen wäre, würde die AfD eines Tages verboten.

Wieder einer, der von Papen nicht kennt. Ja, ihr verkalkten Professoren seid dem Pöbel intellektuell überlegen.

Auf Gebieten, die gerade nichts zur Sache tun. Denn wer das

Aber das nützt nichts, weil die Euch an Verschlagenheit überlegen sind. So eine tumbe Masse von Volxpfosten ist hilfreich, wenn sie macht, was man ihnen sagt. Aber nicht ihr drückt die in die Ecke bis es quietscht, sondern umgekehrt.

nicht (mehr) erkennt, der soll sich mit seiner im Übrigen unbestrittenen Intelligenz gerne in die Laeiszhalle setzen, aber nicht in die Bürgerschaft.
« Letzte Änderung: 29. März 2020, 21:06:59 von dtx »
Mit jedem Greis, der in Afrika stirbt, verbrennt eine Bibliothek.

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Offline Rolly

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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2375 am: 29. März 2020, 21:40:18 »
Allerdings, es gibt auch eine Neugründung, die natürlich mit dem Flügel üüüüüberhaupt nichts zu tun hat, die "Nationalkonservative Wertgemeinschaft".
Ich finde, das klingt ein wenig nach Mischung aus "Werteunion" und "Flügel". Eben alter Wein in neuen Schläuchen.
Hey, dann lag ich ja gar nicht so schlecht. Immerhin haben es die "Werte" geschafft. Besser wäre noch "Erfurter Werte-Kreis" gewesen, um damit die Benennung der REchten in beiden Parteien einzusammeln :-).

https://www.gutefrage.net/frage/wie-hat-man-sich-die-bei-der-afd-beschlossene-selbstaufloesung-des-so-genannten-fluegels-eigentlich-vorzustellen#answer-342147204

Da kann man doch sagen: "Beim SSL haben wir etwas gelernt!"
https://www.youtube.com/watch?v=9uZLrHiCMhQ
 
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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2376 am: 29. März 2020, 21:43:10 »
Zu Adolfs Zeiten hieß das noch "Harzburger Front".
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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2377 am: 30. März 2020, 11:58:31 »
Heute würde man es Affront nennen.
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Offline Schreibtischtäter

Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2378 am: 30. März 2020, 12:06:56 »
Affenfront? So wie in "Affen f+cken Deutschland"? :D
 

Offline hair mess

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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2379 am: 30. März 2020, 12:21:37 »
Es ist doch egal, wie sie das nennen, was wir beobachten.
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erzähle nichts, sonst wird es schlimmer.
 

Offline Reichsschlafschaf

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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2380 am: Gestern um 08:15 »
Die afd hat einen Gesundheitsexperten!     :rotfl:


Offensichtlich achtet er sehr auf die Volksgesundheit!


Das isser:





Zitat
30. März 2020, 15:52 Uhr
Abgeordnetenhaus - Berlin:AfD: Kontaktbeschränkungen schrittweise lockern

Berlin (dpa/bb) - Die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise müssen nach Überzeugung der Berliner AfD zeitlich klar begrenzt sein. Solche Einschränkungen seien nur für einen gewissen Zeitraum möglich und sollten deshalb schrittweise gelockert werden, erklärte der AfD-Gesundheitsexperte Herbert Mohr auf Anfrage. Die AfD habe die Entscheidung des Senates für eine Verordnung zu Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen mitgetragen. "Das kann zwei, maximal vier Wochen von der Gesellschaft geleistet werden", so Mohr.

Gleichzeitig müsse die Frage der Verhältnismäßigkeit angesichts der Unsicherheiten und des dynamischen Infektionsgeschehens immer wieder neu gestellt und geprüft werden. Daher sei es geboten, weitere Alternativen zu überlegen. Das Ziel müsse sein, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gleichzeitig die gesundheitlichen, ethischen und ökonomischen Auswirkungen für die Gesellschaft möglichst gering zu halten.
https://www.sueddeutsche.de/politik/abgeordnetenhaus-berlin-afd-kontaktbeschraenkungen-schrittweise-lockern-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200330-99-526237

https://www.t-online.de/region/berlin/news/id_87620160/afd-kontaktbeschraenkungen-schrittweise-lockern.html

https://www.tag24.de/berlin/coronavirus-berlin-afd-alternative-fuer-deutschland-kontaktbeschraenkung-1473996


Achtung bei Opa Gauland!  :naughty:   Der gehört zur Risikogruppe!
(Oder is das Absicht ...?
Merke: Es genügt natürlich nicht, dämlich zu sein. Es soll schon auch jeder davon wissen!
 

Offline SchlafSchaf

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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2381 am: Gestern um 16:01 »
Auf einmal doch offene Grenzen?
Das ja wie bei Adenauer - Was schert mich mein Geschwätz von gestern
Ich kam
Ich sah
Ich vergaß was ich wollte
 

Offline Grashalm

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Re: AfD im Bundestag
« Antwort #2382 am: Gestern um 16:57 »
Wie jetzt? Ich dachte ausländische Erntehelfer nehmen Deutschen die Arbeit weg? Doch keine Lust zum Spargel stechen?