Autor Thema: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art  (Gelesen 1753 mal)

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Offline Sonnenstaatland®

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Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art

waldorfschule einladung freistaat preussen 1Quelle: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art


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Offline BlueOcean

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #1 am: 7. März 2016, 23:17:22 »
??? ? Hatten wir das nicht schon? Das war doch der Artikel bei dem ich das Fehlen der notwendigen Quellen moniert hatte.

Quellen sind jetzt reichlich vorhanden. Aber insbesondere der Kommentar (vom Bund der Freien Waldorfschulen) ist auch deutlich und steht dem Inhalt des Artikels stark entgegen. Wer dem im Kommentar genannten Link folgt, findet eine recht plausible Darstellung des Vorfalls von den Schulzuständigen.

Wenn die Darstellung der Waldorfschule korrekt ist, dass die Veranstalter sich zu einem ganzen anderen Thema eingemietet haben und die Schule alles sofort gestoppt hat, als die Zusammenhänge klar wurden, ist der Schule aus meiner Sicht kein großer Vorwurf zu machen.
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Offline Gutemine

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #2 am: 8. März 2016, 03:00:26 »
Der Artikel ist vom Februar. Soweit ich sehe wurde auch nichts geändert und er wurde auch nicht neu eingestellt. Ich würde mal einen Softwarefehler vermuten, warum er jetzt wieder auftaucht.  :scratch:
 

Offline Reichsschlafschaf

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #3 am: 30. März 2018, 20:24:18 »
Artikel der taz von heute:

Zitat
Rechtsdrehend an der Waldorfschule
Das autoritäre Erbe

Die Rendsburger Waldorfschule hatte einen Geschäftsführer, der den Reichsbürgern nahe stand. Ein Einzelfall – oder strukturell bedingt?
Spoiler
RENDSBURG taz | Die Herren, die auf dem Pausenhof standen, waren auffallend kräftig, aber sehr freundlich. „Wir sind von der Polizei und machen hier ein Treffen“, hätten sie erklärt, so erinnert sich Arfst Wagner, damals Eurythmielehrer an der Waldorfschule Rendsburg. „Wir haben uns nett unterhalten.“ Aber die kräftigen Herren waren mutmaßlich Mitglieder des „Deutschen Polizei Hilfswerks“, einer rechtsextremen Gruppe. Dass sie in der Schule in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt einen Raum mieten konnten, war nur einer in einer Reihe seltsamer Vorfälle.

„Die Bundesrepublik Deutschland ist kein Staat, sondern geschäftsführender Justiziar einer Ländersimulation. Es gibt de jure und de facto keinen Staat Bundesrepublik Deutschland“ – so steht es in einem Flugblatt, das der damalige Geschäftsführer der Freien Schule am 26. April 2013 im Lehrerzimmer verteilte. Das zweiseitige Blatt, das der taz vorliegt, stammt von einer „Deutschen Pressestelle für Völker- und Menschenrechte“ und verkündet in der Titelzeile: „Wissen, was wirklich abgeht. Nichts ,Braunes’ – nur offenkundige Fakten“. Zu diesen „Fakten“ zählt: Es gibt keine legitime Regierung im Land, Finanzbehörden und Polizei arbeiten illegal. Typische Argumente der Reichsbürgerbewegung.

„Da muss man doch reagieren, da müssen die Alarmglocken läuten“, sagt Wagner. Aber nach seiner Erinnerung hätten mehrere Mitglieder des Kollegiums das Blatt schulterzuckend zur Kenntnis genommen. Wagner und eine Gruppe weiterer Lehrkräfte und Eltern forschten nach. Der buchstäblich krönende Abschluss ihrer Suche: Sie entdeckten den Schulangestellten, der seit 2010 im Amt war, auf einem Youtube-Filmchen, in dem ein Reichsbürger zum „König“ gekrönt wurde.
Angst vor Hetze gegen „Verräter“

Wagner schlug Alarm, im September 2014 wurde der Geschäftsführer entlassen. Also alles gut? Nein sagt Wagner. Nein sagen auch andere, die gegenüber der taz zwar viel von „ihrer“ Schule erzählen, aber anonym bleiben wollen – aus „Angst“, es könne „Hetze gegen Verräter“ geben.

„Wir haben alles sauber aufgearbeitet“, sagt dagegen Thomas Felmy, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Waldorfschulen in Schleswig-Holstein. Die LAG und die Bundesvereinigung der Waldorfschulen wurden 2014 zu Hilfe geholt. Ein Interimsvorstand übernahm die Verantwortung im Trägerverein. Die Schule informierte die Eltern, ging an die Öffentlichkeit. Auch fachlich sei das Thema angegangen worden, sagt Felmy. Der Bundesverband stellte eine Broschüre mit Tipps rund um die Reichsbürgerbewegung zusammen, ein Arbeitskreis „Waldorf gegen Rechts“ entstand.

„Das Kollegium in Rendsburg hat sich einmütig gegen den Reichsbürger gestellt, als er enttarnt war“, sagt Otto Ohmsen, der 2015 als Schulleiter geholt wurde. „Mit so einem wollte niemand zusammenarbeiten, das war ganz klar.“

Auch Arfst Wagner sagt: „Die Schule ist nicht rechts.“ Wagner ist Mitglied der Grünen, war eine Zeit lang Landesvorsitzender und Bundestagsabgeordneter und hat seit der Enttarnung des Reichsbürgers in Texten und Interviews Stellung zu der möglichen Verbandelung von Anthroposophie und rechtem Gedankengut bezogen.

Nicht ganz abwegig, schließlich stehen in Steiners Texten einige eindeutig rassistische Zitate, etwa über das „starke Triebleben des Negers“, der „in seinem Inneren von der Sonne gekocht“ werde. Von diesen kruden Ideen sieht Wagner die heutige anthroposophische Bewegung weit entfernt. Auch in Rendsburg sei keine inhaltliche Nähe der handelnden Personen „zur Reichsbürgerei“ vorhanden, wohl aber zu „Reichsbürger-Strukturen“. Er benutzt einen Vergleich: „Wenn jemand Fieber und hohen Blutdruck hat, können diese Symptome auf verschiedene Krankheiten hinweisen.“

Auch Otto Ohmsen sagt, die Pro­b­leme hätten nichts mit dem Reichsbürger zu tun. Und auch er denkt bei der Rendsburger Schule an einen Kranken: „Eine Grippe ist da, Mumps kommt dazu. Der Mumps wird behandelt, die Grippe bleibt.“

Heißt: Die Schule war bereits dysfunktional. Und wie ein geschwächter Organismus anfällig für Keime ist, war sie damals anfällig für eine Person mit eigener Agenda. Liegt diese Schwäche im System oder trafen in Rendsburg mehrere Faktoren unglücklich zusammen?

Der Zusatz „frei“, den alle Waldorfschulen im Namen haben, steht für ein Weltbild. „Als Freie Schulen haben die Waldorfschulen die hierarchisch organisierte Außenlenkung der staatlichen Schulen durch eine freiheitliche Verfassung ersetzt“, heißt es auf der Homepage der Bundesvereinigung der Waldorfschulen. „Die Selbstverwaltung erfolgt durch Eltern und Lehrer und stellt ein zukunftsorientiertes soziales Erfahrungsfeld dar.“
Entscheidungen beim Pinkeln

In Rendsburg, so erinnern es Wagner und andere Lehrkräfte, sei aber unter dem Logo der Selbstverwaltung eine hie­rarchische Struktur entstanden, sogar noch bevor der als Reichsbürger enttarnte Geschäftsführer ins Amt kam. Fragen bis hin zu Personalangelegenheiten seien im kleinsten Kreis – „beim Pinkeln auf dem Klo“ – entschieden worden. Dagegen seien andere angegangen, sie wollten die Selbstverwaltung stärken.

Der neue Geschäftsführer habe anfangs einen guten Eindruck gemacht, „ein charmanter Mann“, heißt es über ihn. „Ein Macher.“ Aber einer, der keinen Wert darauf legte, andere einzubeziehen: „Bei einer Versammlung mit Eltern sagte er sinngemäß: Lasst mich mal machen“, erinnert sich jemand.

Tatsächlich, da sind sich alle Seiten einig, gab es viel zu tun. Die Schule, ein Backsteinbau mit abgerundeten Fensterrahmen liegt in einer ruhigen Nebenstraße. Sie gründete sich 1950 als bundesweit erste Waldorfschule mit Internat und habe damit einen hohen Stellenwert für die Waldorfbewegung, sagt ein Elternteil. Die Schule ist für 750 Kinder ausgelegt, auch einige Nachbarhäuser, die ehemaligen Internatsgebäude, sind im gleichen Stil errichtet, der für die anthroposophische Lehre Rudolfs Steiners typisch ist. Doch die Kinderzahlen sanken bei gleichbleibend großem Kollegium. Die Schule geriet in finanzielle Schieflage.

Der Geschäftsführer verkaufte die Nachbargebäude – ob zu billig, bleibt strittig. Eine weitere Entscheidung betraf das Café, das eine Pächterin auf dem Schulgelände betrieb. Sie erhielt die Kündigung. Grundlos, ungerechtfertigt, fanden Eltern und Kinder: „Das Café war das Herz der Schule.“ Die Bitte, eine Schulversammlung abzuhalten, lehnte der Vorstand des Trägervereins ab. Eltern sammelten Unterschriften, um eine Versammlung zu erzwingen. Am Ende zogen sie vor Gericht und gewannen: Die Versammlung fand statt, eine Mehrheit stimmte für den Erhalt des Cafés.

Dass Eltern gegen die eigene Schule klagen, das sei „schon abenteuerlich“, sagt Thomas Felmy von der LAG der Waldorfschulen. „Vorsichtig gesagt: Es herrscht eine gewisse Streitfähigkeit.“ Er bestätigt Ohmsens Eindruck: Die Wurzeln der Konflikte reichten tiefer, und sie wurden durch den Abgang des Geschäftsführers nicht gekappt.

Wagner, aber auch Eltern kritisieren, die Schule werde heute undemokratischer denn je geführt: „Personen, die eng mit dem Geschäftsführer zusammengearbeitet hatten, sind im Amt geblieben“, so ein Elternteil. Auch andere klagen, der Bund und die LAG hätten „den Kurs des Reichsbürgers nahtlos fortgeführt“.

Verdächtigungen werden laut: „Kurz nachdem der Geschäftsführer enttarnt war, wurde ein Aktenschredder angeschafft, ein Papiercontainer stand auf dem Schulhof“, erinnert sich Arfst Wagner. Kein ungewöhnlicher Akt für eine Schule – aber warum ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt? Bis heute „gibt es keine Transparenz, alles wird geheim gehalten“, so ein Elternteil. Es entstehe der Eindruck einer „mittelalterlichen Ständestruktur“, bei der „Eltern nichts gelten, Schüler schon gar nichts“.
Kein Franchise-System

Schulleiter Otto Ohmsen dreht den Spieß um: „Die Rendsburger Schule hat es verschlafen, sich modern aufzustellen.“ Die alte Selbstverwaltungs-Idee in Reinform habe in den Schulen „zu einem Chaos geführt“ – durchaus sympathisch, aber gefährlich. Alle reden mit, keiner trägt Verantwortung, „das war eine Strukturschwäche vieler Waldorfschulen“, sagt Ohmsen. Bereits vor 20 Jahren seien die meisten Vereine umgestellt worden, auch mithilfe von Beratungsfirmen. Aber, so Felmy: „Waldorf ist kein Franchise-System. Jeder Verein entscheidet über seine Struktur allein.“

Heute ist die Schule insolvent. Ein neuer Trägerverein, gebildet aus den Personen des alten Vereins, oder ein Träger von außen könnten übernehmen, aber noch sind Fragen offen. So muss das Land zustimmen, trotz Trägerwechsels weitere Zuschüsse zu zahlen. Gestritten wird um einen Arbeitsrechtsfall. Außerdem geht es um Altschulden, unter anderem für die Pensionen der Lehrkräfte, die seit Jahren nicht komplett gezahlt wurden.

Auch hier lägen die Wurzeln länger zurück als in die Zeit des Reichsbürgers, sagt Felmy. Aber besser gemacht hat der „charmante Macher“ die Sache nicht: Laut dem Bericht einer Unternehmensberatung, der der taz vorliegt, habe ein Mitarbeiter der Rentenkasse den Geschäftsführer im Jahr 2013 auf das Problem hingewiesen und Sonderzahlungen vorgeschlagen. Doch „leider unterblieb das“.

Den ganzen Schwerpunkt der taz nord über Rechte an Waldorfschulen lesen Sie in der taz am Wochenende – im Zeitschriftenhandel oder am eKiosk.
[close]
http://www.taz.de/Rechtsdrehend-an-der-Waldorfschule/!5492905/
Merke: Es genügt natürlich nicht, dämlich zu sein. Es soll schon auch jeder davon wissen!
 
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Offline Pantotheus

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #4 am: 31. März 2018, 13:52:26 »
Zitat
Ein Einzelfall – oder strukturell bedingt?
Hüstel, ehm, ja, wie soll ich es ausdrücken?
Bei den Steinerianern gilt halt nach wie vor das "autos epha" der Pythagoreer. Das fördert irgendwie schon autoritäre, doktrinäre und eher rechts stehende Gesinnung, oder umgekehrt: Bei den Steinerianern schlagen eher nur diejenigen auf, die schon eine autoritäre, doktrinäre und eher rechts stehende Gesinnung haben.
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Offline echt?

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #5 am: 31. März 2018, 14:18:03 »
Perfektes "Sowohl als auch". Man beruft sich auf Steiners Ideen als Grundlage und übersieht die problematischen Teile seiner Ideologie. Im Zweifelsfall war er eben - wie Luther - ein Kind seiner Zeit und da kann man ihm wohl das kleine "Neger"-Zitat nachsehen.
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Offline klingsor3

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #6 am: 31. März 2018, 14:28:09 »
...siehe unser "deutscher Sellner" Leonard Fregin. Rechtschreibung scheint an den Waldorfschulen nicht ganz oben zu stehen, sonst wüsste er, wie man "Symptom" schreibt. Aber thoitsche Volksreden halten ....


"Als kommissarischer SHAEF-Souverän in staatlicher Selbstverwaltung ist es meine heilige Pflicht, die Menschenrechte der BRiD-Insassen gemäß der Haager Landkriegsordnung gegen die Wortmarke-Schergen der EU-SSR und der NWO GmbH zu verteidigen - so wahr mir Putin und die Bereinigungsgesetze helfen!"
 

Offline Herr Dr. Maiklokjes

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #7 am: 31. März 2018, 15:03:58 »
Was hat der nur gegen Selbsthass? Das begegnet mir jeden Morgen im Spiegel. Und deutsch bin ich vermutlich auch, irgendwie, irgendwo.
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Offline Pantotheus

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #8 am: 31. März 2018, 16:13:37 »
Klingt Maiklokjes nicht eher niederländisch?

Duck und wech ...
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Offline BlueOcean

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #9 am: 1. April 2018, 00:55:51 »
Zitat
Ein Einzelfall – oder strukturell bedingt?
Hüstel, ehm, ja, wie soll ich es ausdrücken?
Bei den Steinerianern gilt halt nach wie vor das "autos epha" der Pythagoreer. Das fördert irgendwie schon autoritäre, doktrinäre und eher rechts stehende Gesinnung, oder umgekehrt: Bei den Steinerianern schlagen eher nur diejenigen auf, die schon eine autoritäre, doktrinäre und eher rechts stehende Gesinnung haben.

Das hängt völlig von der Schule und den dort wichtigen Personen ab. Im Westen häufiger verknöchert, konservativ und gestrig (aber oft moralisch und wertkonservativ, was radikalen Gesinnungen entgegen wirkt); im Osten eher modern, offen und reformpädagogisch, meist wenig anthroposophisch aber oft esoterisch angehaucht (und gelegentlich ohne Kompass, was sich dann manchmal böse rächt).

Ein Grundproblem ist die so gern proklamierte Freiheit, die fast immer zu intransparenter Struktur, Führung, Verantwortlichkeit und Zuständigkeit führen. Die Hierarchien entstehen weitgehend in Eigenwuchs und es hängt dann schlicht von den Qualitäten der Personen ab, die sich die Sache aufbürden, sowie ihrem Umfeld. Es gibt Waldorfschulen, wo Kollegium, Elternschaft und Geschäftsführung mehr Aufwand in ihre Fehden stecken als in die Entwicklung der Schule. Und es gibt wirklich haarsträubende Einzelfälle, wo der Mangel an Verantwortung und Verantwortlichkeit zu hemdsärmeligen Entscheidungen führen, die woanders undenkbar wären.

Wobei das Problem schon lange bekannt ist und es sogar aus der Waldorf-Ecke selbst schon ganze Bücher mit Lösungsansätzen dazu gibt (z.B. von Valentin Wember). Aber letztlich steht und fällt doch alles mit den handelnden Personen. Wenn Kollegium, Geschäftsführung und Elternschaft auch ohne rigides Regelwerk gut zusammen arbeiten, können sie den Freiraum sehr gut für viele Dinge nutzen, die an einer normalen Schule nicht machbar wären. Wenn es hingegen schlecht läuft, unterbieten sie mühelos jede noch so problembeladene "Staatsschule", weil ihnen schlicht die Struktur und die Regularien fehlen, die ein Mindestmaß von Funktionalität absichern.
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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #10 am: 7. September 2019, 15:33:06 »
In der letzten Woche wurde in den Medien ein lobender Ton angeschlagen und Waldorf als "erfolgreicher Export" präsentiert, Z.B.:
https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/pressemeldungen/Waldorf-global-Eine-Schule-geht-um-die-Welt-45-minuetige-Doku-von-SWR-Autorin-Esther-Saoub-Donnerstag,swrfernsehen-waldorf-global-2019-112.html

Trotz Kritik wurde ein Glückwunsch zum 100.Jubiläum überbracht:
https://taz.de/Waldorfschulen-werden-100-Jahre-alt/!5621534/

https://www.deutschlandfunk.de/100-jahre-waldorfschule-stark-weltanschaulich-gepraegt-und.1939.de.html?drn:news_id=1046628


In der SZ berichtet ein ehem. Waldorflehrer heute, warum er sich von dieser Schulart abwandte:

Zitat
7. September 2019, 10:31 Uhr
100 Jahre Waldorfschule
:
"Waldorf hat den Charakter einer Sekte"

Protokoll von Bernd Kramer

 
Die Waldorfschulen begehen ihren 100. Geburtstag, und kritische Töne an der vom Hellseher und Okkultisten Rudolf Steiner im Schnellverfahren ersonnenen Pädagogik sind in diesen Tagen eher selten zu vernehmen. Beim Festakt in Stuttgart am Samstag hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Waldorfschulen gar als "eine der erstaunlichsten und erfolgreichsten deutschen Bildungsideen des letzten Jahrhunderts" bezeichnet. Die "Tagesthemen" der ARD lobten sie vor einigen Tagen und sahen offenbar keinen Interessenkonflikt darin, dass die Autorin des Films selbst äußerst eng mit der Waldorfszene verbandelt ist.

Nicholas Williams, Jahrgang 1981, kennt die Binnensicht gut. Er war Waldorflehrer in Baden-Württemberg - und hat der Schule inzwischen den Rücken gekehrt. Ein Protokoll.
Spoiler
"Ich habe Waldorf aus verschiedenen Perspektiven kennen gelernt. Meine Mutter war Lehrerin an einer Waldorfschule; ich habe dort mein Abitur gemacht und später selbst an drei Waldorfschulen unterrichtet. Was ich da zuletzt erlebt habe, hat mich verstört: Es geht in den Waldorfschulen viel esoterischer zu, als ich mir das früher je gedacht hätte. Waldorf hat den Charakter einer Sekte, und mittlerweile bin ich überzeugt: Waldorf richtet Tag für Tag Schaden an. An fast jeder Schule findet sich ein harter Kern an Leuten, die Rudolf Steiner wie einen Religionsgründer behandeln.

Ich will nicht sagen, dass alles Blödsinn wäre, was die Waldorfschulen machen. Theaterprojekte, Kunst und Gartenbau sind gut, aber das wäre genauso an staatlichen Schulen möglich, ohne den ganzen ideologischen Ballast. Vor allem unterrichten selbstverständlich auch an den Waldorfschulen Menschen, die davon beseelt sind, jungen Leuten etwas beizubringen, die unglaublich gebildet und belesen sind und als Lehrer begnadet. Ich habe viel von diesen Menschen gelernt und von ihnen profitiert. Aber die tolle Arbeit leisten sie nicht wegen, sondern trotz der Anthroposophie.

Meine Mutter war keine Steiner-Anhängerin. Zur Waldorfschule kam sie aus der Not heraus. Sie hatte in England studiert und als Lehrerin gearbeitet, aber ihr Abschluss wurde in Deutschland nicht anerkannt. Die Waldorfschule war für sie die einzige Möglichkeit, weiter ihrem Beruf nachzugehen. Mit der Esoterik hat sie sich irgendwie arrangiert.

Mich haben meine Eltern erst an ein normales staatliches Gymnasium geschickt. Ich hatte als Jugendlicher aber vermeintlich Besseres zu tun als zu lernen. Ich hatte Lust auf Revolution und Musik und habe schließlich, mit 16 Jahren, die Schule abgebrochen, um einen Freiwilligendienst zu machen. Danach wollte ich es doch noch mit dem Abitur versuchen und meine Mutter meinte: Warum nicht hier an der Waldorfschule?

Ich fand es toll da. Die Schule strahlte etwas leicht Geheimnisvolles aus. Das fängt schon mit dem Gebäude an: die verwinkelte Architektur, die etwas anderen Formen, die in verschiedenen Farben gestrichenen Klassenzimmer. Die Schule feierte Feste wie den jährlichen Martinsmarkt im November. Das waren schöne Gerüche, Farben und Eindrücke.

Etwas merkwürdig war es für mich als Schüler nur, als ein Lehrer reihum unsere genauen Geburtsdaten mit Geburtsstunde erfragte, um astrologische Berechnungen anzustellen. Ich wurde um 14.30 Uhr geboren und habe ihn mit dieser Angabe ein wenig aufs Kreuz gelegt. Als er mir schilderte, wie gut seine astrologische Diagnose mit meiner Persönlichkeit doch übereinstimmen würde, habe ich gesagt, dass ich in Großbritannien zur Welt gekommen bin, also mit einer Stunde Zeitverschiebung. Da kam er in Erklärungsnöte.

Als ich vor etwa zehn Jahren mit dem Lehramtsstudium fertig war, wurden meine Eltern beide krank. Ich musste mich um sie kümmern. Es bot sich an, dass ich direkt meine Mutter für ein paar Wochen an ihrer Waldorfschule vertreten konnte. Ich hatte ganz gute Erinnerungen an die Schulzeit und habe mich gefreut, ein paar meiner alten Lehrer wiederzusehen und Erfahrungen zu sammeln. Esoterisches habe ich nicht viel erlebt. Befremdlich war für mich nur, dass eine Debatte unter den Lehrkräften damit beendet wurde, dass jemand Rudolf Steiner zitierte. Es ging um irgendeine allgemeine gesellschaftliche Frage, gar nicht mal um die Schule. Aber Steiner hielt sich ja für einen Gelehrten auf allen Gebieten. Damals habe ich noch nicht geglaubt, wie waldorftypisch diese Steiner-Hörigkeit ist. Ich habe das für den persönlichen Spleen dieses einen Kollegen gehalten.

Nach meiner Promotion wies mich eine Bekannte darauf hin, dass an ihrer Waldorfschule gerade dringend Lehrer gesucht würden. Ich dachte: Warum nicht? Ein bisschen Waldorferfahrung hatte ich ja schon und ich war mir unsicher, ob ich wirklich ins staatliche Schulsystem wollte. An dieser Schule habe ich dann so richtig gemerkt, was für ein schräger Verein das ist.

Mit einem Mal saß ich in sogenannten Kindesbesprechungen. Da hocken zehn bis fünfzehn Waldorflehrer zusammen und beratschlagen lang und ausführlich, was mit einem speziellen Kind los sein könnte. Über eine Schülerin hieß es zum Beispiel: Dass sie blonde Haare und braune Augen habe, erzeuge eine innere Spannung in ihr. Sie habe zu viel Schwefel im Körper und brauche spezielle Bewegungsübungen und homöopathische Mittel - für die es natürlich keinen Wirknachweis gibt. Weder die betroffenen Kinder noch deren Eltern haben zuvor etwas von diesen Besprechungen erfahren. Ich glaube, viele hätten nicht schlecht gestaunt, wenn sie gewusst hätten, was dort mit großem Ernst beredet wird.

In einem anderen Fall ging es um ein Kind, das etwas hibbelig war. Im Laufe des Gespräches war eine Kollegin sich schließlich sicher: Dieses Kind ist deswegen so unruhig, weil es zwischen den letzten beiden Inkarnationen nicht genügend Zeit zur Therapie bei den Engeln gehabt hätte. Auf so etwas bauen die pädagogische Diagnosen auf! Eine ernsthafte therapeutische Qualifikation hatte an der Schule niemand. Das trifft auch auf die pädagogische Qualifikation der Lehrerschaft insgesamt zu: Etwa die Hälfte der Kollegen, die mir an Waldorfschulen begegneten, hatte weder ein Studium absolviert noch sonst einen staatlich anerkannten Abschluss.

Widersprochen hat den Annahmen in den Kindesbesprechungen keiner. Es gibt an der Waldorfschule eine informelle Hierarchie, und diejenigen, die besonders anthroposophisch überzeugt sind, geben den Ton an. Das sind die ungeschriebenen Regeln - und das miese Gehalt begünstigt das: Entweder jemand ist von der Sache überzeugt, oder er braucht den Job so dringend, dass er kaum gehen oder kündigen kann. Aber es gibt immer ein paar Leute, die wie ich innerlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen und sich nur denken: Ach, du meine Güte! Aber die bleiben meistens still. Meist gehen sie irgendwann. Auch ich habe nichts gesagt, ich war ja neu und immerhin bauen die Kollegen ihre ganze Lehreridentität auf solchen Vorstellungen auf. Viele mochte ich ja menschlich.

Ich habe mich schnell dafür entschieden, doch ein Referendariat an einer staatlichen Schule zu machen. Das habe ich 13 Monate absolviert, dann musste ich aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Anschließend bin ich wieder an eine Waldorfschule gegangen. Man kann sich fragen, warum ich mich noch einmal darauf eingelassen habe. Vielleicht habe ich die Waldorfschule in einem milderen Licht gesehen, nachdem ich erlebt habe, was alles im staatlichen Schulsystem schiefläuft. Außerdem stand diese Schule im Ruf, weniger esoterisch zu sein, und ich sollte nur in der Oberstufe unterrichten.

Der Versuch ging trotzdem schief. Eine Kollegin aus dem Referendariat ist mit mir an diese Waldorfschule gewechselt und wir waren beide völlig verdattert, als wir zu Schuljahresbeginn mit dem Kollegium mehrstimmig einen Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner einstudierten. Damit sollten wir die Kinder begrüßen. 'Der Weltengeist, er strebet fort, in Selbsterkenntnis neu belebt; und schafft aus Seelenfinsternis des Selbstsinns Willensfrucht.' So etwas. Rudolf Steiner hielt sich ja nicht nur für einen Universalgelehrten, sondern wohl auch für einen Poeten vor dem Herrn. Ich fand das eher zum Fremdschämen - meiner Kollegin und mir wurde dabei regelrecht körperlich unwohl, so sektenhaft wirkte das. Die Anthroposophen glauben aber, dass allein diese Worte schon magische Wirkung auf die Kinder haben. Wie Zaubersprüche.

Mir war schnell klar, dass ich mit der Waldorflehre auf keinen grünen Zweig komme. Deswegen habe ich die Schule Ende vergangenen Jahres verlassen. Inzwischen bin ich in der Forschung und in einer Erwachsenenbildungseinrichtung tätig. Von mir aus könnte man sich durchaus einmal kritisch mit Rudolf Steiner und seiner Anthroposophie beschäftigen. Solange Guru-Zitate eine Debatte anstoßen und nicht beenden und Wissenschaft und Glauben nicht vermischt werden, ist mir das alles recht. An den Waldorfschulen habe ich so etwas allerdings nicht erlebt."
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https://www.sueddeutsche.de/bildung/100-jahre-waldorfschule-erfahrung-kritik-1.4588339
Merke: Es genügt natürlich nicht, dämlich zu sein. Es soll schon auch jeder davon wissen!
 
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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #11 am: 8. September 2019, 10:26:09 »
Wobei die eigentliche Tragödie des Erfolgs der Waldorfschulen darin liegt, dass sie trotz ihrer systemimmanenten Schwächen und der luftigen Schwurbel-Ideologie von Steiner (die den Schülern gottlob meist nur in homöopathischen Dosen verabreicht wird) doch häufig das bessere Angebot darstellen als lieblos unterfinanzierte staatliche Schulen mit einer apathisch-starrköpfig den Mangel verwaltenden Leitung und einer frustriert-resignierten Lehrerschaft, der die Chancen, die Motivation oder schlicht das Interesse fehlt aus den pädagogischen Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zu lernen.

So können die Waldorfschulen leicht glänzen, auch wenn sie im Grunde wenig glanzvoll sind.
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Offline lobotomized.monkey

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #12 am: 8. September 2019, 13:19:45 »
Pädagogen sind schwierig genug, Waldorf-Pädagogen sind noch schwieriger.

Anekdotisch möchte ich das damit begründen, dass ich bei einer Schule bei der Einführung von Notebooks im Unterricht beteiligt war. Eigentlich wäre das kein Problem gewesen, wenn die Pädagogen nicht ihre Bedenken kundgetan hätten. Natürlich stimmt es, dass die Rechner nicht so gut in den Unterricht passen; aus diesem Grund sollten sie diesen ja auch strukturell ändern, damit die Rechner eben mehr Möglichkeiten eröffnen.

Und eben das wurde diskutiert, ob man das gut finden sollte. Interessanterweise waren sogar einige "junge" Lehrkräfte extrem kritisch den Rechnern gegenüber eingestellt, denn man wüsste ja nicht, wie sich der Einsatz solcher Medien auf die Entwicklung der Kindern auswirkt. Es gäbe da noch keine Forschung, welche die Unbedenklichkeit bescheinigte. Mein Hinweis auf die außerschulische Nutzung eben solcher Geräte wurde eher als Affront gewertet.
 
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Offline Schreibtischtäter

Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #13 am: 8. September 2019, 17:54:56 »
Joa, das kenne ich. Zum Glück darf sich bei mir jemand anderes mit dem Pädagogischem Konzept Schul-IT rumärgern, wobei nicht die ITler das Problem sind ;)
 
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Offline Reichskasper Adulf Titler

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Re: Waldorfschulen und ihre Nähe zur Rechtsextremisten jeder Art
« Antwort #14 am: 8. September 2019, 21:05:17 »
also ich weiß gar nicht, wie hier diese pauschalen Urteile über Waldorf-Schulen und die dort tätigen Pädagogen zustande kommen. Ich kenne wenigstens drei Schulen und kann nichts davon bestätigen.
Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt

Thomas Mann
 
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