Autor Thema: Presseschnipsel  (Gelesen 1530071 mal)

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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7770 am: 16. Juli 2020, 05:28:50 »
Zitat
Eigene Soziale Netzwerke für gesperrte Rechtsextreme

Warum die „Identitäre Bewegung“ von Twitter weltweit gesperrt wurde und welche Netze den Hinausgeworfenen jetzt offenstehen. Ein Blick hinter die Kulissen von „The Gab“.

Von Erich Moechel

...

https://fm4.orf.at/stories/3004828/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
 
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7771 am: 16. Juli 2020, 08:45:12 »
Gestern gab es wohl mal wieder ein Urteil gegen eine unserer Kundinnen. Vielleicht hat ja jemand die Zeitung und weiß mehr.


Reichsbürgerin verurteilt
Zitat
Frau hatte Drohbriefe an Gemeinde geschickt

Sie hat nicht nur wiederholt Bürgermeister Toni Brugger und anderen Gemeindemitarbeitern schriftlich gedroht, sondern ihnen möglicherweise auch echten Schaden zugefügt. Eine 67-jährige Reichsbürgerin hatte sich immer wieder an die Gemeinde mit ihrer Rechtsauffassung gewandt und, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, den Bürgermeister und andere Angestellte der Kommune in ein amerikanisches Schuldnerregister eintragen lassen. Nun befürchtet Brugger Nachteile bei Auslandsreisen. Jetzt stand die Frau deshalb vor dem Augsburger Amtsgericht. Sie selbst erkannte dabei Amtsrichter Dominik Wagner gar nicht als für sie zuständig an – schließlich gibt es in der Rechtsauffassung der sogenannten Reichsbürger die Bundesrepublik Deutschland überhaupt nicht. Damit konnte sie das Amtsgericht freilich nicht von einem Urteil abhalten. Wie der Prozess ausging, lesen Sie auf "Seite 44
https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Reichsbuergerin-verurteilt-id57741091.html

Teil 1 ist hier zu finden
https://forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=27.msg294292#msg294292

_______________

Bei dem gestern Suizid begangenen "Unterstützer Mitglied" der "Terrorgruppe S" soll es sich (außer Thomas Niemann) um einen weiteren unserer Kunden zu handeln, Ulf R.. Wobei ich mir das fast nicht vorstellen kann, ein "Reichsbürger" der 50.000 Euronen haben will?  ::)

Spoiler
    Politik Gruppe S

Terrvorverdächtiger Nazi tot in Zelle gefunden
46-jährige soll der »Gruppe S« 50.000 Euro für Waffenkäufe versprochen haben

    Von Sebastian Weiermann 16.07.2020, 07:57 Uhr Lesedauer: 3 Min.

Ulf R. gehört zu den Unterstützern der Gruppe S, über den wenig bekannt ist. Andere Mitglieder der Gruppe, die im Februar vom Generalbundesanwalt als mutmaßliche Rechtsterroristen festgenommen wurden, haben ein gut dokumentiertes Vorleben in der Neonazi-Szene oder unter Reichsbürgern. Über andere, wie den Verwaltungsmitarbeiter der Polizei in Hamm Thorsten W. wurde seit der Verhaftung immer mehr bekannt. Um Ulf R. blieb es ruhig. Der 46-jährige soll der Gruppe um Werner S. zugesagt haben, 50.000 Euro für Waffenkäufe beizusteuern. Bei seiner Festnahme im ostwestfälischen Porta Westfalica fanden die Polizeibeamten außerdem Waffen und selbst gebaute Handgranaten. Diese waren so fragil, dass der Kampfmittelräumdienst anrücken musste.

Ulf R. soll sich in den Kreisen der Reichsbürger bewegt haben. Die Polizei entzog ihm deswegen 2018 den Waffenschein. In welchen Zusammenhängen des vielfältigen Reichsbürger-Milieus er sich bewegt hat, ist nicht bekannt. Am vergangenen Montag wurde Ulf R. tot in seiner Zelle in der JVA Dortmund, wo er in Untersuchungshaft saß, aufgefunden. Anzeichen auf ein Fremdverschulden soll es nicht geben. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat eine Obduktion des Leichnams angeordnet.

Im Netz kursierten schon kurz nach der Todesmeldung wilde Verschwörungstheorien. In einer neonazistischen Gruppe des Messengers Telegram wurde auf Rudolf Hess angespielt, über dessen Selbstmord sich in der Szene bis heute eine Mordtheorie hält. Von Linken wurde an das »Zeugensterben« im NSU-Komplex hingewiesen.

Nun sitzen noch elf Mitglieder und Unterstützer der Gruppe S in Untersuchungshaft. Der Generalbundesanwalt wirft ihnen vor, sich im September 2019 zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen zu haben. Ihr Ziel soll es gewesen sein, durch Anschläge auf Politiker, Geflüchtete und Muslime einen »Rassenkrieg« zu provozieren. Bei Treffen soll die Gruppe Schießübungen veranstaltet haben. Gruppenfotos zeigen die Personen, wie sie mit Äxten posieren.

Die Sicherheitsbehörden waren durch einen Informanten, der Teil der Gruppe war, auf sie aufmerksam geworden. Aus dem Umfeld der Gruppe S wurde der Informant nach den Festnahmen im Internet bedroht. Unklar ist, wie groß die Gruppe wirklich war und wie viele Personen aus ihrem Umfeld in die Terrorplanungen eingeweiht wurden.

Brisant ist die Mitgliedschaft des Verwaltungsmitarbeiters der Polizei Hamm Thorsten W. Möglicherweise wäre es ihm möglich gewesen an Maschinenpistolen zu kommen. Außerdem prahlten Mitglieder der Gruppe, dass Polizisten und militärisch ausgebildete Personen sie unterstützen würden, wenn sie mit ihren Anschlägen beginnen. Gute Verbindungen soll die Gruppe S zur Bruderschaft Deutschland haben, einer rechten Gruppierung mit Schwerpunkt in Düsseldorf, die ihre Mitglieder unter Hooligans und Rockern rekrutiert.

Bei einem führenden Mitglied der Bruderschaft gab es im April eine Hausdurchsuchung, die laut dem nordrhein-westfälischen Innenministerium in einem Zusammenhang mit den Terrorermittlungen gegen die Gruppe S. stehen.
[close]
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1139213.gruppe-s-terrvorverdaechtiger-nazi-tot-in-zelle-gefunden.html

Siehe auch:
https://forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=27.msg298857#msg298857

https://forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=27.msg301037#msg301037
« Letzte Änderung: 16. Juli 2020, 09:04:06 von Gutemine »
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7772 am: 16. Juli 2020, 12:20:22 »
Das waren also die "haushaltsüblichen Mengen" von 2 kg PETN, die im sächsischen Collm gefunden wurden.
 :shifty:

"Haushaltsüblich" deswegen, weil mit den 2 kg PETN kann der gemeine "Herrenmensch" leider nur ein bisschen die "bösen Nachbarn" vergrämen. Wo ist also der bescheidene "Rest" von den insgesamt bei der KSK verschwundenen 62 kg Sprengstoff?
:scratch:

Zitat
POLITIK
16.07.2020 05:50 Uhr

Ist vermisster KSK-Sprengstoff in Sachsen?

Der bei einem Soldaten gefundene Sprengstoff ist identisch mit dem, der aus KSK-Beständen verschwunden ist. Was das mit Rechtsradikalismus zu tun hat.

Die Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) hat etliche Probleme.
Spoiler
Die Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) hat etliche Probleme. 

© Kay Nietfeld/dpa
 2 Min. Lesedauer

Berlin. Bei den aus den Beständen des Kommandos Spezialkräfte (KSK) vermissten 62 Kilogramm Sprengstoff handelt es sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums ausschließlich um PETN. Der gleiche Stoff war auch bei einem inzwischen inhaftierten Soldaten in Nordsachsen gefunden worden war.

"Die Feststellung des Unterbestandes ist als vorläufiges Ergebnis zu betrachten, das sich aus einem Abgleich zwischen Ist-Bestand vor Ort und Soll-Bestand im logistischen Buchungssystem ergeben hat", stellte das Verteidigungsministerium in einer Antwort auf eine schriftliche Frage der Innenpolitikerin Martina Renner (Linke), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, weiter fest. PETN-Pulver kommt etwa in Handgranaten oder als Bestandteil des Plastiksprengstoffs Semtex zur Anwendung.

Zwei Kilogramm PETN (Pentaerythrityltetranitrat) waren Mitte Mai in einem Waffenversteck eines 45-jährigen Soldaten der Bundeswehr-Eliteeinheit KSK in Collm entdeckt worden. Bei der Razzia fand die Polizei damals auch ein SS-Liederbuch und Aufkleber mit Nazi-Motiven. Der Mann, der das geheime Waffendepot auf seinem Privatgrundstück angelegt hatte, war 2017 Teilnehmer der Party für den Chef der zweiten Kompanie gewesen, die zum Auslöser der Rechtsextremismus-Affäre beim KSK wurde. Bei der Feier wurden Schweineköpfe geworfen, Rechtsrock gehört und der Hitlergruß gezeigt.

Über den Verbleib des fehlenden Sprengstoffs solle eine Generalinventur Klarheit verschaffen, die bis zum Beginn des kommenden Jahres abgeschlossen sein werde, heißt es in der Antwort des Ministeriums. Die "Bewährungsfrist" für das KSK endet schon früher - am 31. Oktober. Dann will Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) entscheiden, ob die bis dahin unternommenen Reformschritte ausreichend sind oder das Spezialkommando ganz aufgelöst wird.

Weiterführende Artikel
AKK beschließt Teilauflösung des KSK
AKK beschließt Teilauflösung des KSK
Laut Medienberichten greift Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer gegen rechte Tendenzen durch: Ein Viertel des Spezialkräfteverbands wird aufgelöst.

"Zentrale Fragen an die Bundeswehr und die Strafverfolgungsbehörden lauten: Wo sind die restlichen 60 kg dieses hochgefährlichen Sprengstoffs? Was wurde unternommen, diesen zu finden?", sagte Renner. Die Aufklärung dazu werde Maßstab dafür sein, inwieweit die Ministerin an Konsequenzen aus dem KSK-Skandal interessiert sei "und ob die Ermittlungsbehörden die rechten Strukturen tatsächlich ausleuchten oder zerschlagen wollen". (dpa)

[close]

https://www.saechsische.de/vermisster-ksk-sprengstoff-in-sachsen-5232700.html
D adaistische I lluminatinnen für die E rleuchtung D es A bendlandes

Tolereranzparadoxon: "Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, (...) dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“ Karl Popper
 
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7773 am: 16. Juli 2020, 14:12:36 »
War da nicht mal was mit Polizeigewalt bei S21? Polizisten beim KuKluxKlan? Und vielen, vielen anderen (kleinen) Vorfällen?

Aber nein, die Polizei (BaWü) hat kein Problem mit Rassisten, Rechten oder anderem patrid.iotischen Fußvolk. Es würde mich nicht wundern, wenn der Polizist Mitglied bei einer gewissen braunblauen Partei wäre.

Zitat
Randale in Stuttgart: Ermittlungen gegen Polizisten wegen Tonmitschnitt

Update 16. Juli: Die Krawalle in der Stuttgarter Innenstadt vor knapp vier Wochen seien Zustände wie im "Krieg" gewesen. Verantwortlich dafür seien "Kanaken". Und als Polizist sei man sowieso nur deren "Opfer". Was nach trunkenen Stammtischparolen klingt, sind Äußerungen, die ein Beamter der Stuttgarter Polizei als Ton-Mitschnitt aufgezeichnet und über soziale Netzwerke verbreitet haben soll. Mittlerweile sei bekannt, welcher Polizist diese mehr als fragwürdigen Aussagen getätigt haben soll. Und nun ist die Staatsanwaltschaft am Zug.

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, hat ein Anti-Rassismus-Aktivist nun Strafanzeige gestellt. Grund: In dem Audio-Mitschnitt werde die Würde des Menschen verletzt sowie Diskriminierung, Verleumdung und Volksverhetzung betrieben. Zudem sei der Audio-Mitschnitt mit den Aussagen eines Beamten der Polizei Stuttgart ein "Alarmsignal für den Rechtsstaat gerade weil die Polizei Hüter der Rechtsordnung ist".
https://www.echo24.de/region/stuttgart-polizei-ermittlungen-polizist-rassismus-krawalle-randalierer-13811626.html

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.audio-mitschnitt-bei-stuttgarter-krawallen-strafanzeige-gegen-polizeibeamten.3206d4a9-14cf-4ce0-8ec2-4ac95cd3960c.html?reduced=true

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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7774 am: 16. Juli 2020, 16:18:57 »
Wenn ich es richtig interpretiere, gab es wohl 7 Monate Haft ohne Bewährung für die "Reichsbürger"-Rentnerin aus Thierhaupten.

Siehe auch:
https://forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=27.msg301100#msg301100

Zitat
Die sogenannten Reichsbürger haben eine eigene Rechtsauffassung und erkennen geltende Gesetze nicht an.
Bild: Alexander Kaya (Archiv)

Plus Das Amtsgericht verurteilt eine Reichsbürgerin aus Thierhaupten zu sieben Monaten Haft – nicht zum ersten Mal. Sie schadete nicht nur dem Bürgermeister Toni Brugger.
Von  Michael Siegel

Sieben Monate soll eine 67-jährige Rentnerin aus Thierhaupten ins Gefängnis, weil sie den örtlichen Bürgermeister und weitere Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung erpresst hat. Soll deswegen, weil der Verteidiger der Reichsbürgerin unmittelbar nach dem Urteilsspruch Rechtsmittel angekündigt hat, um seiner Mandantin eine Haftstrafe zu ersparen.
https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Buergermeister-fuehlte-sich-bedroht-Rentnerin-soll-ins-Gefaengnis-id57739381.html
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7775 am: 16. Juli 2020, 16:23:31 »
Wenn ich es richtig interpretiere, gab es wohl 7 Monate Haft ohne Bewährung für die "Reichsbürger"-Rentnerin aus Thierhaupten.


Jupp!
Der bekannte „Blödsinn“, wie sich der Richter ausdrückte.


Zitat
THIERHAUPTEN  14:30 Uhr
Bürgermeister fühlte sich bedroht: Rentnerin soll ins Gefängnis

PLUS Das Amtsgericht verurteilt eine Reichsbürgerin aus Thierhaupten zu sieben Monaten Haft – nicht zum ersten Mal. Sie schadete nicht nur dem Bürgermeister Toni Brugger.

VON
MICHAEL SIEGEL
Sieben Monate soll eine 67-jährige Rentnerin aus Thierhaupten ins Gefängnis, weil sie den örtlichen Bürgermeister und weitere Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung erpresst hat. Soll deswegen, weil der Verteidiger der Reichsbürgerin unmittelbar nach dem Urteilsspruch Rechtsmittel angekündigt hat, um seiner Mandantin eine Haftstrafe zu ersparen.




Spoiler
Michael Siegel
Immer wieder bekämen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, auch er selbst, Post von der Angeklagten, schilderte Thierhauptens Bürgermeister Toni Brugger dem Gericht im Zeugenstand. Darin fordere die 67-jährige Gemeindebürgerin Dinge, die ihrer eigenen Rechtsauffassung entstammten, die aber mit bundesdeutschen Gesetzen und Verordnungen nicht vereinbar seien.

Die "Reichsbürgerin" drohte in mehreren Briefen
Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, drohe die Angeklagte mit Haftungsansprüchen. Sie sei wohl auch dafür verantwortlich, dass der Bürgermeister selbst, mehrere Gemeindemitarbeiter sowie weitere Personen des öffentlichen Lebens ohne ihr Wissen und Zutun in ein amerikanisches Schuldnerverzeichnis eingetragen worden seien. Ja, er selbst fühle sich durchaus bedroht, so der Gemeindechef, sollte ihm beispielsweise bei geplanten Auslandsreisen zum Nachteil gereichen, unrechtmäßig in Schuldnerverzeichnisse welcher Art auch immer eingetragen worden zu sein.

Angezeigt worden ist die Rentnerin zusätzlich wegen Sachbeschädigung: Deswegen, weil sie den für sie neu ausgestellten Reisepass beschädigt hatte. Sie hatte von dem Dokument, das Eigentum der Bundesrepublik Deutschland ist, die Ecken abgeschnitten und ihre Unterschrift aus dem Reisepapier herausgeschnitten.

Die Thierhaupterin gab sich einen neuen Namen
Die Angeklagte selbst hatte zuvor in ihrer Äußerung zur Anklage Einblicke in ihre Gedankenwelt gegeben. Sie selbst habe zu erreichen versucht, durch Streichen ihrer Person aus dem Melderegister gleichsam eine andere Rechtsform zu erlangen. Seither sei sie nicht mehr das vormals amtlich eingetragene Lieschen Müller (Name geändert), sondern sie nannte sich freier Souverän.

Um diese gewünschte Änderung von der Gemeindeverwaltung zu erreichen, hatte sie mindestens drei längere Briefe geschrieben, die unter anderem auch die Ankündigung von Eintragungen in Schuldenregister aufgezeigt haben. Die Rentnerin erklärte gegenüber Richter Dominik Wagner, dessen Zuständigkeit für ihre Person sie im Übrigen nicht akzeptierte, dass er keine Verfügung über ihren Körper als freier Souverän habe.

Richter Wagner machte in seiner Verhandlungsführung und in seiner Urteilsbegründung keinen Hehl daraus, was er vom Tun der Angeklagten halte. „Das ist doch alles Blödsinn“, sagte er an die Adresse der 67-Jährigen. „Wenn Ihnen die Gesetze hier nicht gefallen, dann können Sie ja woandershin gehen.“ Ansonsten habe sie sich in Deutschland genauso an hier geltendes Recht zu halten wie jeder hier, auch Amerikaner, Franzose, Grieche.

Richter: Es war Nötigung und Erpressung
Wagner sah durch die Handlungen der Angeklagten nicht nur den Tatbestand der versuchten Nötigung, sondern sogar den Tatbestand der versuchten Erpressung verwirklicht. Er sah die von Staatsanwältin Andrea Hobert geforderte Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Monaten für berechtigt an. Und Wagner sah keine Gründe, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Das hatte der Verteidiger der Angeklagten, Marco Müller, gefordert, der eine Haftstrafe für die begangenen Taten jedenfalls nicht als verhältnismäßig erachtete.

Die Bewegung der Staatsverweigerer ist sehr heterogen. Sie umfasst mehrere sektenartige Gruppen von Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen, die seit den 1980er Jahren entstanden und untereinander zerstritten sind.

Nur in einem sind sie sich einig: Deutschland sei kein echter Staat, das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 bestehe fort.

Die erste bekannte Organisation von „Reichsbürgern“ wurde 1985 als „Kommissarische Regierung des Deutschen Reiches“ gebildet. Gründer war Wolfgang Gerhard Günter Ebel, ein Westberliner Eisenbahner, der sich fortan „Reichskanzler“ nannte.

Schwerpunkte in der Region sind das Allgäu, das Ries und die Städte um Augsburg.
Die Germaniten wurde im Dezember 2010 von einer gewissen Ulrike Kuklinski auf der Schwäbischen Alb gegründet.
Sie sieht sich als Opfer der deutschen Justiz und bildete mit Gleichgesinnten die Behindertenfürsorge „Deutsche Ringvorsorge“, die Keimzelle des „Staates Germanitien“.
Die Bewohner verstehen sich allen Ernstes als souveränes Staatsvolk mit einem eigenen Staatsgebiet in den Grenzen von 1937.
[close]
https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Buergermeister-fuehlte-sich-bedroht-Rentnerin-soll-ins-Gefaengnis-id57739381.html
„Nur weil es Fakt ist, muß es noch lange nicht stimmen!“ (Nadine)

„Wenn die verdorbenen Leute sich zusammentun und dadurch eine Macht werden, dann müssen die anständigen Leute nur das gleiche tun. So einfach ist das. (Leo Tolstoi, Krieg und Frieden)
 
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7776 am: 16. Juli 2020, 19:34:38 »
Ach ja, unsere Polizei (mal wieder).

So langsam wird klar, dass Yves Rausch wohl doch ein ganz besonderer "Herrenmensch" war/ist. Er hat wohl schon mit 15 die ersten Urteile gesammelt.

Zitat
Donnerstag, 16.45 Uhr: Der flüchtige Yves R. ist 2005 vom Landgericht Freiburg wegen Volksverhetzung zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten verurteilt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Offenburg am Donnerstag mit. Bei ihren Ermittlungen hatte sie auch Einsicht in das Bundeszentralregister genommen. Aus den Verfahrensakten gehe laut Staatsanwaltschaft hervor, dass R. damals Berufung gegen drei verschiedene gegen ihn ergangene Urteile eingelegt hatte. Zu der Verurteilung wegen Volksverhetzung kam es, weil er im Jahr 2004 den öffentlich sichtbaren Schriftzug eines Jugendwerks so veränderte, dass "Juden weg" zu lesen war. R. war damals 15 Jahre alt. In der ersten Instanz hatte das Amtsgericht Freiburg außerdem eine rechtsradikale Gesinnung bei ihm festgestellt. Während seines Aufenthalts in dem Jugendwerk habe er Hakenkreuze und SS-Symbole verwendet und sich judenfeindlich geäußert. 2007 wurde die Bewährungsstrafe wegen guten Verhaltens erlassen. Seither sei er nicht mehr wegen politisch motivierter Straftaten aufgefallen, so die Staatsanwaltschaft Offenburg.

Die Polizei müsste doch einige "Überlebensexperten" und/oder Prepper in ihren eigenen Reihen haben, oder?
Zitat
Donnerstag, 14.13 Uhr: Die Polizei setzt bei ihrer Suche nach Yves R. auch auf die Hilfe von Überlebensexperten, Polizeipsychologen und ortskundigen Förstern. Insbesondere die Psychologen sollen sich in den 31-Jährigen hineinversetzen, um Anhaltspunkte zu seinem Verbleib zu bekommen, wie Polizeisprecher Yannik Hilger am Donnerstag sagte. Der Gesuchte kennt sich nach Einschätzung der Einsatzkräfte gut in dem unwegsamen Gelände aus.

...und mit dem Gebrauch von Schusswaffen steht diese Polizei eindeutig auf Kriegsfuß. Erst sich Waffen abnehmen lassen, dann "aus Versehen" schießen.

Zitat
Donnerstag, 8.08 Uhr: In Oppenau ist in der Nacht ein Schuss gefallen. Der SWR berichtet, dass sich dieser beim Entladen eines Mannschaftswagens aus der Waffe eines aussteigenden Polizisten gelöst habe. Die Polizei bestätigt den Vorfall. Verletzt wurde dabei niemand. Die Ursache war wohl ein Bedienfehler.
https://www.badische-zeitung.de/polizist-schiesst-in-oppenau-aber-nur-aus-versehen
_______________

Das mit der unberechtigten Datensuche/-weitergabe ist wohl nichts Neues. Allerdings auch wenig überraschend, sieht man sich an, wieviele "Reichsbürger", AfDler und sonstige "völkische Mischpoke" dort letztendlich doch zu finden ist. Aber ganz bestimmt nicht nur bei der Polizei in Hessen.

Spoiler
Polizei Hessen Bereits 2017 illegale Datenabfragen

Stand: 16.07.2020 13:31 Uhr

Offenbar haben Polizisten in Hessen bereits 2017 unrechtmäßig Daten abgefragt. Es bestand der Verdacht des "Sympathisierens mit Reichsbürgern". Dem SWR liegen entsprechende Unterlagen vor.

Von Eric Beres und Mona Botros, SWR

Es habe den "Verdacht des Sympathisierens mit Reichsbürgern gegeben" und es sei zu "unzulässiger Abfrage im Polizeisystem" gekommen. Zwei solcher Fälle listet der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) in einer Vorlage vom 3. Juni dieses Jahres für den Innenausschuss im Landtag auf.

 Das Papier ist die Antwort auf eine Anfrage der Linkspartei im hessischen Landtag. Es gibt einen Überblick über den Stand der Ermittlungen zu Polizeibeamten mit mutmaßlichen rechtsextremen Gesinnungen in Hessen und liegt dem SWR vor. Demnach kam es bereits 2017 zu den illegalen Datenabfragen. Ein strafrechtlicher Anfangsverdacht habe in beiden Fällen damals nicht bestanden, heißt es in dem Papier. Gegen einen Beamten sei jedoch eine Geldbuße verhängt, dem anderen seien die Dienstbezüge gekürzt worden.
Hintergrund der Datenabfrage noch unklar

Unklar ist, auf welche Personen sich die Datenabfrage damals bezog und ob sie womöglich sogar in Zusammenhang mit Drohmails stehen könnte. Der Innenexperte der Linkspartei-Fraktion im hessischen Landtag, Hermann Schaus, hält die neuen Enthüllungen dennoch für brisant. Dem SWR sagte er: "Wir fordern, dass im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen diese beiden Fälle neu aufgerollt werden."

 Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass im Februar ein Polizist in einem Revier in Wiesbaden private Daten der Linken-Politikerin Janine Wissler abgefragt hatte. Die Abfrage stand in engem zeitlichem Zusammenhang zu Drohmails an Wissler, die mit "NSU 2.0" unterzeichnet worden waren und private Daten der Politikerin enthielten. Ein Polizeibeamter, mit dessen Anmeldedaten die Abfrage stattfand, soll angegeben haben, die Daten nicht selbst abgefragt zu haben. Von der ermittelnden Staatsanwaltschaft wird die Person demnach nicht als Beschuldigter, sondern als Zeuge geführt.
Kaum Aufklärung bei illegalen Datenabfragen

Nicht nur Linken-Politiker Schaus fragt sich, warum es immer wieder zu illegalen Datenabfragen durch Polizisten kommt, die im Nachhinein nicht aufgeklärt werden können. Bereits 2018 war es zu solchen Abfragen im Fall der Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz gekommen. Sie hatte ebenfalls Drohmails bekommen, die mit "NSU 2.0" unterzeichnet waren. "Diese Drohmails sind seit nunmehr zwei Jahren bekannt, und es ist in keinem einzigen Fall ermittelt worden, wer bei der Polizei die Daten abgefragt hat", beklagt Schaus gegenüber dem SWR.

 Nach Recherchen des SWR in Polizeikreisen ist es in Polizeirevieren mitunter Praxis, dass ein Computer, in dem sich ein Beamter zu Beginn einer Schicht einloggt, durch weitere Kollegen im Laufe des gemeinsamen Dienstes genutzt wird. Das erschwere die Zuordnung zu einem Nutzer im Falle des missbräuchlichen Abrufes persönlicher Daten. Allerdings gebe es zu diesem Vorgehen derzeit kaum Alternativen, heißt es. Denn: Wenn sich ein Polizist, der auf einen gemeinsam genutzten Computer zugreife, jedes Mal neu anmelden müsse, sei dies kaum praxistauglich.
Maßnahmen gegen Missbrauch

Nach dem Fall Basay-Yildiz hatte das Innenministerium Hessen Maßnahmen eingeleitet, um die Datensicherheit bei polizeilichen Abfragen zu erhöhen. Laut dem Beuth-Papier hat etwa das Hessische Polizeipräsidium für Technik (HPT) Ende 2018 sämtliche Polizeibehörden zum Thema "Informationsmanagement- Nutzung der IT-Systeme der hessischen Polizei" über die "Einhaltung der Regularien" informiert.

 Zudem seien "Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen" im Umgang mit dienstlichen Daten intensiviert worden. Ferner gebe es beim polizeilichen Informationssystem "POLAS" auf der Startseite nun einen Hinweis, dass "Zuwiderhandlungen" bei der Abfrage "disziplinar- oder arbeits- und gegebenenfalls strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen" könnten.

Nach SWR-Informationen wurde zudem ein System eingeführt, wonach Polizistinnen und Polizisten - nach einer bestimmten Zahl von Zugriffen auf die Systeme - gesondert den Anlass ihrer Datenabfrage begründen müssen.

Landesdatenschutzbeauftragter: Bußgelder für nachlässige Polizisten

Der hessische Landesdatenschutzbeauftragte Michael Ronellenfitsch hält das für "aus damaliger Sicht ausreichend", kann sich allerdings weitere Maßnahmen vorstellen. Gegenüber dem SWR verweist er auf einen Pilotversuch bei der Frankfurter Polizei, wonach derzeit geprüft werde, ob ein weiterer Schutzmechanismus die Sicherheit verbessern könnte. Getestet werde, ob für einzelne Abfrageportale eine gesonderte Anmeldung eingerichtet werden könne. Dazu sagte Ronellenfitsch: "Falls das Pilot-Projekt erfolgreich ist, gehe ich davon aus, dass es auch flächendeckend eingeführt wird."

Und: Ronellenfitsch fordert ein schärferes Vorgehen gegen nachlässige Polizeibeamte: "Wenn ein Polizeibeamter es zulässt, dass eine Kollegin oder Kollege dessen Computer nutzt und dann eine illegale Datenabfrage durchgeführt wird, dann wird das bisher als Dienstvergehen angesehen. Spätestens nach dem jüngsten Vorfall muss klar sein, dass es dafür künftig auch Bußgelder geben sollte."
[close]
https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/polizei-hessen-109.html
________________

Aber, es gibt auch gute Nachrichten: Krolzig ist jetzt endlich eine Weile auf "Kururlaub" in einem der schönen JVA-Häuser.  ;D


Zitat
Bekannter Dortmunder Neonazi muss in Haft - und es laufen weitere Verfahren
Gerichtsurteil

Sascha Krolzig muss ins Gefängnis. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte eine gegen den Neonazi ausgesprochene Haftstrafe. Und es droht weiterer Ärger.
von Matthias Henkel

Der bekannte Dortmunder Neonazi Sascha Krolzig ist seit Mittwoch in Haft. Der Landes- und Bundesvorsitzende der Partei „Die Rechte“ war unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt worden. In der vergangenen Woche bestätigte das Bundesverfassungsgericht den Schuldspruch und die sechsmonatige Haftstrafe. Nun wurde das Urteil umgesetzt.

Auch laufen noch weitere Verfahren. Krolzig drohen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung noch weitere 14 Monate Freiheitsentzug. Das hatte damals das Landgericht Dortmund geurteilt.

Für die 2015 von der Dortmunder Polizei eingerichtete Sonderkommission „Rechts“ bedeutete das die 46. Verurteilung eines Rechtsextremisten seit Bestehen der Ermittlungseinheit. „Die Bilanz zeigt, dass der Kampf gegen die Demokratiefeinde in Dortmund erfolgreich ist“, so der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange in einer Mitteilung der Behörde.

Verurteilungen wegen mehrerer anderer Delikte

Krolzig, der innerhalb der nordrhein-westfälischen Neonazi-Szene als einer der führenden Köpfe gilt, hatte sich schon früher vor Gericht verantworten müssen. Der gebürtiger Hammer wurde bereits mehrere Mal wegen Volksverhetzung angeklagt. Hinzu kommen Urteile wegen Körperverletzung.
https://www.hellwegeranzeiger.de/dortmund/bekannter-dortmunder-neonazi-muss-in-haft-1538427.html
« Letzte Änderung: 16. Juli 2020, 19:40:17 von Gutemine »
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7777 am: 16. Juli 2020, 19:53:20 »
Zitat
Die Ursache war wohl ein Bedienfehler.

Das werde ich das nächste Mal als Angeklagter auch behaupten.

Frage: wie kann man eine - vorschriftsmäßig gesicherte - Waffe beim Aussteigen aus einem Fahrzeug durch einen Bedienfehler auslösen?
Man hat mir meine Waffen zwar inzwischen abgenommen, aber so weit ich mich erinnere, muss man erst die Sicherung lösen und dann den Abzug betätigen. Dies sind zwei willkürliche motorische Aktionen.

Ein eindeutiger Bedienfehler...

P.S.: Warum hat er beim Aussteigen die Waffe überhaupt in der Hand?
« Letzte Änderung: 16. Juli 2020, 20:04:42 von Knallfrosch »
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7778 am: 16. Juli 2020, 20:32:07 »
aber so weit ich mich erinnere, muss man erst die Sicherung lösen und dann den Abzug betätigen. Dies sind zwei willkürliche motorische Aktionen.
Die Polizei BW hat die HK P2000. Die hat keinen Sicherungshebel und wird teilgespannt geführt (heißt bei HK Combat Defense Action).
Spoiler
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« Letzte Änderung: 16. Juli 2020, 20:48:39 von Gerichtsreporter »
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7779 am: 16. Juli 2020, 21:28:52 »
Man hat mir meine Waffen zwar inzwischen abgenommen...

Unzuverlässigkeit wegen Reichsdeppentums?
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!
 
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Offline Gutemine

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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7780 am: 16. Juli 2020, 21:31:28 »
Ach ja....  ::) ::) ::)

Zitat
Stand: 16.07.2020 16:39 Uhr  - NDR Info
Rechtsextreme Burschenschaftler unter Waffen?
von Stefan Schölermann, NDR Info

Waffen in der Hand von Rechtsextremisten - spätestens seit dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist das ein Thema, das Sicherheitspolitiker in Alarmstimmung versetzt. Zu den im Hamburger Verfassungsschutz unter dem Kapitel "rechtsextrem" erwähnten Organisationen zählt auch die studentische "Hamburger Burschenschaft Germania", die ihren Sitz in einer Villa in der Sierichstraße hat.

Sieben Burschenschaftler dürfen scharfe Waffen besitzen

Mindestens sieben Personen, die dem Potential der Burschenschaft zugerechnet werden, dürfen scharfe Waffen besitzen - das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Fraktion die "Linke" hervor. Von diesen sieben Personen, so schreibt die Behörde weiter, haben zwei einen Wohnsitz in Hamburg. Ob die Berechtigungen entzogen werden können, werde fortlaufend geprüft. Grundsätzlich seien die zuständigen Behörden bestrebt, Extremisten den Besitz von Waffen zu untersagen.
Behörden kennen nicht die genaue Mitgliederzahl

Doch was wissen die Behörden wirklich über das Innenleben und die Mitgliederzahl der Burschenschaft und damit über die tatsächliche Zahl der potenziellen Waffenbesitzer im Haus an der Alster? Nicht viel - wenn man die Antwort liest: Schon vor drei Jahren mussten die Behörden nach einer Parlamentsanfrage einräumen, dass sie weder die genaue Anzahl noch die Namen aller Mitglieder kennen. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Man habe immer noch keine genauen Informationen über die Mitgliederzahl.
Bündnis gegen Rechts geht von bis 60 Burschenschaftlern aus

Szenekenner wie Felix Krebs vom Hamburger Bündnis gegen Rechts schätzen das Mitgliederpotential der Burschenschaft auf bis zu 60 Personen. Sein Bündnis hatte die Anfrage unter der Überschrift "Tödliche Schusswaffen und Reservisten bei der Burschenschaft Germania" im Auftrag von Denis Celik, dem innenpolitischen Sprecher der Linken in der Hamburger Bürgerschaft formuliert.
Wehrsportübungen mit Neonazis

Für Krebs sind weder die Unkenntnis der Behörden über die Mitgliederzahl noch die tatsächlich erteilten Waffenerlaubnisse an die Burschenschaftler hinnehmbar: In den 1990er-Jahren gab es Wehrsportübungen von Mitglieder der Burschenschaft Germania mit militanten Neonazis und vor drei Jahren mit der neurechten "Identitären Bewegung". Angesichts dessen sei es fahrlässig, eine solche Lage nicht zu verhindern.
Linke kritisiert mangelnde Prüfung seitens der Behörden

Linkenpolitiker Celik bezeichnet die Antwort des Senats als "erschreckend, angesichts der Enttarnung von rechten Netzwerken in den Sicherheitsbehörden." Die Behörden hätten zu wenig geprüft, inwieweit Rechte in Hamburg Zugang zu Waffen haben.
Seit 2017 zwei Waffenerlaubnisse entzogen

Aus der Senatsantwort ergibt sich außerdem, dass seit 2017 insgesamt zwei waffenrechtliche Erlaubnisse von Rechtsextremisten entzogen worden sind, in den vergangenen zehn Jahren habe es 21 solcher Fälle gegeben.
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Rechtsextreme-Burschenschaftler-unter-Waffen,burschenschaft158.html
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7781 am: 17. Juli 2020, 08:14:53 »
P.S.: Warum hat er beim Aussteigen die Waffe überhaupt in der Hand?


Die deutschen Polizisten sind zwar besser ausgebildet als die us-amerikanischen, aber manchmal wundert man sich.

In Würzburg ist jetzt derjenige Polizeischüler der BePO verurteilt worden, der einen Kollegen und Freund letztes Jahr erschossen hat, "weil noch eine Kugel im Lauf", also eigentlich eine Patrone im Patronenlager, die nicht herausrepetiert worden war und den jungen Fanten wohl niemand gesagt hatte, daß Geschosse in geschlossenen Räumen leicht Abpraller produzieren können oder sie die Belehrung nicht geglaubt haben:

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/schuetze-und-opfer-waren-freunde-polizei-azubi-erschiesst-kollegen-und-kommt-mit-bewaehrung-davon/26004694.html


Ob die Berechtigungen entzogen werden können, werde fortlaufend geprüft.

Damit ist wohl die spätestens alle drei Jahre durchzuführende Prüfung auf waffenrechtliche Zuverlässigkeit gemeint, also ein Blick, ob sie Verurteilungen haben, ob im staatsanwaltlichen Verfahrensregister was steht etc.
„Nur weil es Fakt ist, muß es noch lange nicht stimmen!“ (Nadine)

„Wenn die verdorbenen Leute sich zusammentun und dadurch eine Macht werden, dann müssen die anständigen Leute nur das gleiche tun. So einfach ist das. (Leo Tolstoi, Krieg und Frieden)
 
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Offline Gutemine

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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7782 am: 17. Juli 2020, 08:24:12 »
Heute soll es wohl ein Urteil geben gegen den "indigenen Herrenmenschen", der ja letztendlich nur echt "völkische Traditionen" (Drogenanbau, -handel und Kindesmißbrauch) "gepflegt" hat.

Erster Teil:
https://forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=27.msg292616#msg292616

Artikel mit Video, in welchem aus sein (Pflicht?)Verteidiger Rene Neumeister zu Wort kommt.
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Stand: 17.07.2020 05:47 Uhr
Stralsund: Urteil wegen sexuellen Missbrauchs erwartet

Am Landgericht Stralsund wird heute das Urteil im Prozess gegen einen 42-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs erwartet. Dem Mann wird vorgeworfen sich in insgesamt 13 Fällen an zwei minderjährigen Mädchen vergangen zu haben. Eines der beiden Opfer ist seine leibliche Tochter. Sie hatte Anzeige erstattet, nachdem sie vom Missbrauch eines anderen Mädchens erfahren hatte, so ihre Aussage vor Gericht.

Zusätzliche Ermittlungen wegen illegalen Drogenhandels

Beide Opfer haben im knapp sieben Wochen andauernden Prozess ausgesagt. Die Taten sollen zwischen den Jahren 2014 und 2018 passiert sein. Der 42-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Bei seiner Verhaftung im Dezember vergangenen Jahres fanden SEK Beamte im Schlafzimmer des Mannes außerdem eine Cannabis-Plantage. Darum wird gegen den Angeklagten zusätzlich wegen illegalen Drogenhandels ermittelt. Im Missbrauchs-Prozess spielen die Drogen-Vorwürfe noch keine Rolle.
Anhänger der sogenannten Reichsbürger-Bewegung

Der Greifswalder wird der sogenannten Reichsbürger-Bewegung zugeordnet. Deren Anhänger erkennen die Bundesrepublik Deutschland als legitimen Staat nicht an und lehnen ihre Rechtsordnung ab.
[close]
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Stralsund-Urteil-wegen-sexuellen-Missbrauchs-erwartet,missbrauch2102.html
________________________

Niedersaschen ist (im Moment) ein Eldorado für Waffennarren. Es reicht eine Selbstauskunft. Bekanntlich ist unsere Klientel ja weder dem "Reichsbürgerwahn" verfallen, noch rechtsextrem. Sind alles "indigene Herrenmenschen" die ja ein Recht auf Selbstverteidigung haben.

Man sieht, der Verfassungsschutz arbeitet schnell, zuverlässig und überaus effektiv.  ::) ::)

Zitat
Dieses Verfahren sei „unzweckmäßig und rechtsstaatswidrig“, beschwerte sich nun ein Jäger aus Gieboldehausen (Landkreis Göttingen) bei Ressortchefin Barbara Otte-Kinast (CDU). Es sei also derzeit ausreichend, dass ein bewaffneter Extremist einfach eine Eigenauskunft unterschreibe und seinen Jagdschein vorerst behalten dürfe. Auf der anderen Seite stelle man alle rund 60 000 Jäger in Niedersachsen unter Generalverdacht, bringe sie mit „verabscheuungswürdigsten extremistischen Verbrechen, beispielsweise aus dem Umfeld der Mörder von Walter Lübcke“, in Verbindung. Der Kasseler Regierungspräsident war vor einem Jahr mutmaßlich von einem Neonazi erschossen worden.

Die Ministerin dagegen rechtfertigte ihr Vorgehen. Ohne diese „Zwischenlösung“ hätten rund 20 000 Jäger ab dem 1. April nicht mehr auf die Pirsch gehen dürfen; alle zu diesem Datum neu abgeschlossenen Jagdpachtverträge wären nichtig geworden. Dies sei nicht zuletzt wegen der Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest „unvertretbar“, antwortete Otte-Kinast dem Mann, der nach eigenen Angaben seit 2008 aktiver Jäger ist und im Frühjahr seinen Jagdschein verlängern lassen wollte.

Zitat
Inzwischen befinden sich nach Auskunft des niedersächsischen Verfassungsschutzes die Regelanfragen über Waffenbesitzer in Arbeit. Die Inhaber der vorläufigen Jagdscheine würden jetzt nach und nach überprüft. Erste Erkenntnisse seien dabei auch schon herausgesprungen, teilte die Behörde mit. „Da sind natürlich Treffer dabei.“ Über Anzahl und Ausmaß schwieg sich der Geheimdienst jedoch aus.

„Es ist höchst peinlich und gefährlich, dass Niedersachsen die beschlossene Regelabfrage beim Verfassungsschutz für Waffenscheine nicht umsetzt“, kritisierte Ex-Agrarminister Christian Meyer (Grüne). „Wir wissen, dass vor allem Rechtsextreme Waffen horten und damit schwere Verbrechen und Mordtaten begehen.“

Spoiler
Probleme bei Anfrage für Waffenbesitzer
Selbstauskunft reicht für einen Jagdschein in Niedersachsen
Peter Mlodoch 17.07.2020 0 Kommentare

Wer in Niedersachsen einen Jadschein erwerben will, muss derzeit nur eine Selbstauskunft ausfüllen. Bund und Länder waren technisch nicht auf das neue Waffenrecht vorbereitet.

Weil der Verfassungsschutz nicht mit der seit Februar vorgeschriebenen Regelanfrage für Waffenbesitzer hinterherkommt, reicht für Jäger in Niedersachsen derzeit die Abgabe einer Selbstauskunft zum Erhalt oder zur Verlängerung ihres Jagdscheins. „Es ist mir nicht bekannt, dass bei der zuständigen Verfassungsschutzbehörde Tatsachen vorliegen, die Bedenken gegen meine Zuverlässigkeit gemäß Waffengesetz begründen“, heißt es in dem Formular, das dem WESER-KURIER vorliegt. Die Grünen im Landtag warnen, dass damit gefährlichen Verfassungsfeinden der Zugang zu Jagdwaffen erleichtert werde.

Wer das Papier unterschreibt, bekommt seinen Jagdschein ohne weitere Prüfung unter Widerrufsvorbehalt ausgestellt. Sollte der Verfassungsschutz später Hinweise auf Ex- tremismus, beispielsweise Verbindungen zur Reichsbürger-Szene oder Mitgliedschaften bei rechtsradikalen Kameradschaften feststellen, verfällt der Schein. Ein gerichtliches Eilverfahren dagegen ist nicht möglich, mit der Unterschrift ist gleichzeitig ein Verzicht auf solche juristischen Schritte besiegelt.

Dieses Verfahren sei „unzweckmäßig und rechtsstaatswidrig“, beschwerte sich nun ein Jäger aus Gieboldehausen (Landkreis Göttingen) bei Ressortchefin Barbara Otte-Kinast (CDU). Es sei also derzeit ausreichend, dass ein bewaffneter Extremist einfach eine Eigenauskunft unterschreibe und seinen Jagdschein vorerst behalten dürfe. Auf der anderen Seite stelle man alle rund 60 000 Jäger in Niedersachsen unter Generalverdacht, bringe sie mit „verabscheuungswürdigsten extremistischen Verbrechen, beispielsweise aus dem Umfeld der Mörder von Walter Lübcke“, in Verbindung. Der Kasseler Regierungspräsident war vor einem Jahr mutmaßlich von einem Neonazi erschossen worden.

Die Ministerin dagegen rechtfertigte ihr Vorgehen. Ohne diese „Zwischenlösung“ hätten rund 20 000 Jäger ab dem 1. April nicht mehr auf die Pirsch gehen dürfen; alle zu diesem Datum neu abgeschlossenen Jagdpachtverträge wären nichtig geworden. Dies sei nicht zuletzt wegen der Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest „unvertretbar“, antwortete Otte-Kinast dem Mann, der nach eigenen Angaben seit 2008 aktiver Jäger ist und im Frühjahr seinen Jagdschein verlängern lassen wollte.
Software ließ auf sich warten

„Ich habe Verständnis für Ihre dargelegten Kritikpunkte, werde aber an der Rechtsmittelverzichtserklärung bis zum Vorliegen einer praktikablen Verfahrensweise festhalten“, gab sich Ministerin Otte-Kinast unnachgiebig. Der Schriftwechsel liegt dem ­WESER-KURIER vor.

Hintergrund für die Probleme ist, dass die Verfassungsschutzämter in Bund und Ländern technisch nicht rechtzeitig auf das neue Waffenrecht vorbereitet waren. Die Regelanfragen sollen über ein sogenanntes Massendatenverfahren laufen; doch die entsprechende Software für den automatischen Abgleich stand nach Informationen dieser Zeitung erst kurz vor Beginn der neuen Jagdsaison zur Verfügung. „Das kann man ja nicht per Hand eingeben, das Programm musste erst aufgebaut werden“, berichtet ein Sicherheitsexperte.

nzwischen befinden sich nach Auskunft des niedersächsischen Verfassungsschutzes die Regelanfragen über Waffenbesitzer in Arbeit. Die Inhaber der vorläufigen Jagdscheine würden jetzt nach und nach überprüft. Erste Erkenntnisse seien dabei auch schon herausgesprungen, teilte die Behörde mit. „Da sind natürlich Treffer dabei.“ Über Anzahl und Ausmaß schwieg sich der Geheimdienst jedoch aus.

„Es ist höchst peinlich und gefährlich, dass Niedersachsen die beschlossene Regelabfrage beim Verfassungsschutz für Waffenscheine nicht umsetzt“, kritisierte Ex-Agrarminister Christian Meyer (Grüne). „Wir wissen, dass vor allem Rechtsextreme Waffen horten und damit schwere Verbrechen und Mordtaten begehen.“ Nun schaffe es die Landesregierung nicht, die geltende Rechtslage umzusetzen, und verzichte bei 20 000 Jägern auf jegliche Überprüfung. „Das ist mehr als fahrlässig und gefährdet den Rechtsstaat“, erklärte der Abgeordnete und kündigte eine Parlamentsanfrage seiner Fraktion an. „Dass das Agrarministerium diese rechtswidrige Praxis noch per Erlass ausdrücklich einräumt und lediglich eine Selbsterklärung von potenziellen Rechtsextremisten verlangt, ist eine Farce.“
[close]
https://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-selbstauskunft-reicht-fuer-einen-jagdschein-in-niedersachsen-_arid,1923901.html

________________

Und noch ein Sportschütze, der dank seines "GEZ-Wahns" und den herausragenden "Youtube-Facebook-Juristen" in die "Reichsbürgerszene" gerutscht und seinen "Waffenschein" losgeworden ist.

Zitat
Vier Jahre ist es her, dass Moritz K. (Name geändert) sich über die seiner Meinung nach ungerechtfertigten Rundfunkgebühren ärgerte. Also stellte er die monatlichen Zahlungen ein und begann, freilich erfolglos, die Bescheide anzufechten. Irgendwann aber schickte die GEZ in Köln eine Gerichtsvollzieherin, um die ausstehende Summe zu pfänden. Da kam Moritz K. auf eine abstruse Idee. Er machte sich auf den Weg ins Rathaus und beantragte einen Staatsangehörigkeitsausweis. Von diesem "Gelben Schein" erhoffte er sich, so erklärte es nun sein Rechtsbeistand, etwas mehr juristische Beinfreiheit in der Auseinandersetzung mit der GEZ. Auf dem Antrag vermerkt Moritz K. aber auch, er habe die deutsche und preußische Staatsangehörigkeit. Das hat er so im Internet gelesen, und auch, dass die Masche angeblich erfolgreich sei.
Spoiler
Waffennarr hat Nachsehen
Ein Sportschütze aus Bamberg klagt vergeblich gegen den Entzug seines Waffenscheins. Das Gericht rechnet den 47-Jährigen der sogenannten Reichsbürger-Bewegung zu.

 Beim Versuch, seine Schusswaffen behalten zu dürfen, ist ein 47-jähriger Mann aus Bamberg vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth gescheitert. Er hatte gegen den Entzug seiner beiden Waffenbesitzkarten, des kleinen Waffenscheines und der sprengstoffrechtlichen Erlaubnis durch das Ordnungsamt der Stadt Bamberg geklagt. Die Behörde hatte damit argumentiert, der Sportschütze und Jäger sei der sogenannten Reichsbürger-Bewegung zuzuordnen und damit nicht zuverlässig genug, um mit Waffen und Munition umzugehen.
Die Vorgeschichte

Vier Jahre ist es her, dass Moritz K. (Name geändert) sich über die seiner Meinung nach ungerechtfertigten Rundfunkgebühren ärgerte. Also stellte er die monatlichen Zahlungen ein und begann, freilich erfolglos, die Bescheide anzufechten. Irgendwann aber schickte die GEZ in Köln eine Gerichtsvollzieherin, um die ausstehende Summe zu pfänden. Da kam Moritz K. auf eine abstruse Idee. Er machte sich auf den Weg ins Rathaus und beantragte einen Staatsangehörigkeitsausweis. Von diesem "Gelben Schein" erhoffte er sich, so erklärte es nun sein Rechtsbeistand, etwas mehr juristische Beinfreiheit in der Auseinandersetzung mit der GEZ. Auf dem Antrag vermerkt Moritz K. aber auch, er habe die deutsche und preußische Staatsangehörigkeit. Das hat er so im Internet gelesen, und auch, dass die Masche angeblich erfolgreich sei.

Dass er dadurch Probleme mit dem Waffenrecht bekommen könnte, das erkannte Moritz K. damals noch nicht. Die Aktion nahm das Ordnungsamt im September 2018 zum Anlass, ihm seine zwei Waffenbesitzkarten, den kleinen Waffenschein und die sprengstoffrechtliche Erlaubnis zu entziehen. Darunter fallen Schreckschuss-, Reizgas- und Signalpistolen. Auch der Jagdschein, den er seit 23 Jahren besitzt, ging verloren. Für den bislang unbescholtenen Bürger ein schwerer Schlag. Die Beamten machten geltend, dass es ihm als vermeintlichem Reichsbürger an der notwendigen Zuverlässigkeit im Umgang mit Waffen und Munition mangele.
Vergebliche Argumentation

Die mündliche Verhandlung vor der Ersten Kammer dauerte indes nur knapp eine Stunde. So berichtet es die stellvertretende Pressesprecherin Maria Kögel. Die für öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie Waffenrecht zuständigen fünf Richter unter Vorsitz von Angelika Schöner machten dabei klar, dass der Argumentation Moritz K.s kein Erfolg würde beschieden sein. Der persönlich anwesende Ingenieur, der sich nach eigener Aussage nicht zur Reichsbürger-Bewegung zählt, nahm daraufhin seine Klage zurück, auch um zusätzliche Kosten zu sparen, und verzichtete damit letztlich auch auf den weiteren Rechtsweg. Er habe erkannt, so sein Rechtsanwalt, dass er in die Irre gegangen sei.

Seine insgesamt neun Waffen, darunter Langwaffen für die Jagd und Kurzwaffen für das Sportschießen, lagern derzeit bei einem Waffenhändler. Das Ordnungsamt Bamberg hatte sie Moritz K. bereits vor dem Gerichtsverfahren entzogen. Dagegen hatte sich der Ingenieur mit seinem Bamberger Rechtsanwalt in einem Eil-Verfahren bis zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München gewehrt, aber den Weg durch die Instanzen chancenlos verloren.

Seine Erlaubnis-Dokumente verwahrt sein Rechtsanwalt treuhänderisch. Es wird wohl noch einige Jahre dauern, in denen sich Moritz K. juristisch unauffällig verhalten muss, damit er wieder eine Chance hat, die ihm entzogenen Erlaubnisse zurückzubekommen. Falls nicht, bliebe ihm nur, die Gewehre, Flinten und Pistolen zu verkaufen.
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https://www.infranken.de/lk/gem/waffennarr-hat-nachsehen-art-5036726
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7783 am: 17. Juli 2020, 11:08:16 »
"Nazihände beschmieren Dach und Wände", aber nein, "der Osten" hat überhaupt kein Problem mit Rechtsextremisten. Niemals nie nicht. Alles nur "Einzelfälle".

Spoiler
NAZI-SCHMIEREREIEN
Hakenkreuze und SS-Runen auf Neubrandenburger Dach
Sie waren nur aus der Luft zu entdecken. Unbekannte haben die Halle des ehemaligen Berufsausbildungszentrums in Neubrandenburg großflächig mit verfassungswidrigen Kennzeichen übersät.
Tim Prahle Tim Prahle

Neubrandenburg.

Auf einem Dach in Neubrandenburg wurden mehrere rechtsextreme Parolen gesprüht. Eine Fliegerstaffel der Bundespolizei hat auf dem Dach einer ehemals beliebten Veranstaltungshalle des Berufsausbildungszentrums (BAZ) mehrere Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen festgestellt. Das teilte das Polizeipräsidium Neubrandenburg am Donnerstag mit.

Ein Sportflieger hatte bei seinem Rundflug über die Stadt die Hakenkreuze und Runen auf dem Gebäude in der Oststadt entdeckt. Er wandte sich an die Fliegerstaffel der Bundespolizei, die vom Außenstützpunkt in Trollenhagen aus dann selbst los flog und erste entsprechende Bilder erstellte.
SS-Runen, Hakenkreuze, Nazi-Symbole und rechtsextreme Zahlencodes

Auf denen ist zu erkennen, dass Unbekannte unter andrem mit weißer und roter Sprühfarbe „Fuck Humans” (zu deutsch in etwa: Scheiß Menschen), „Sieg Heil”, 88 (Zahlencode für HH, also Heil Hitler) sowie Hakenkreuze und SS-Runen geschmiert haben. Auch der Satz: „Ihr habt uns so gemacht. Scheiß auf eure Welt”, ist zu erkennen.

Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat die Ermittlungen aufgenommen. „Zunächst gilt es dabei, auf dem Dach selbst Beweise zu sichern”, erklärt Sprecherin Nicole Buchfink. Die Ermittlungen könnten sich schwierig gestalten, ein Tatzeitraum kann zurzeit nicht angegeben werden.

Die Halle war einst ein beliebter Ort für Tanz- und Sportveranstaltungen in Neubrandenburg. 2017 wurde sie über eine Aktion von der Stadt an einen Privatbesitzer verkauft. Passiert ist seither wenig, der bauliche Zustand verschlechtert sich zunehmend.
[close]
https://www.uckermarkkurier.de/neubrandenburg/hakenkreuze-und-ss-runen-auf-neubrandenburger-dach-1640049107.html

_________________

Etwas off topic und doch nicht, schließlich träumt unsere Klientel ja von der Herrschaft der "Kaiserabkömmlinge" und der "Prügelprinz" ist ja schließlich einer der Urenkel des Kaisers der dazu noch nichts gegen eine Inthronisation hätte.  ;) Vor allem, nachdem es in Monacco ja nicht so geklappt hat.  ::)

Ist die "Königin Österreichs", die "unabwählbare Präsidentin" nicht auch in Vöcklabruck untergebracht? Vielleicht war es ja nur ein Meeting unter "Staatsoberhäupertn"?  :scratch: ;D

Spoiler
Schlug er einen Polizisten?Polizist verletzt! Prinz Ernst August wird schwere Körperverletzung zur Last gelegt

Donnerstag, 16.07.2020, 12:05

Im Jagdhaus von Prinz Ernst August von Hannover im oberösterreichischen Grünau hat es am Mittwochabend einen Polizeieinsatz gegeben. Der „Welfenprinz“ selbst berichtet, er sei von zwei Polizisten geschlagen worden. Polizei und Staatsanwaltschaft zeichnen ein anderes Bild. Nach dem Einsatz sei Ernst August kurzzeitig in eine Psychiatrie eingeliefert worden.

Gegen ein Uhr in der Nacht soll die Polizei in Oberösterreich einen Notruf von Ernst August erhalten haben. Das berichtet die „Kronen Zeitung“. Demnach habe der Prinz der Polizei gesagt, er liege im Graben und werde ermordet. Am angegebenen Ort hätte die Polizei dann zwei andere Personen angetroffen. Ernst August habe man später in seinem Haus entdeckt. Auf die zwei Personen aus dem Graben habe er „allergisch reagiert“. Er sei aus dem Gebäude gestürmt und habe sie des Grundstücks verwiesen.

Laut Polizeibericht, der der „Kronen Zeitung“ vorliegt, sei der Urenkel des letzten deutschen Kaisers immer aggressiver geworden, habe einen der Beamten am Kopf gepackt. Mit einem 30 Zentimeter langen Messerschleifer habe er gedroht. Die Beamten hätten ihn ihm aus der Hand geschlagen und ihn am Boden fixiert. Zuvor habe Ernst August gesagt, der Mann aus dem Graben habe ihn schon dreimal töten wollen, indem er ihm seine Medikamente nicht gegeben habe.

Nachdem Ernst August aus der Fixierung gelöst wurde, habe er einem Beamten ins Gesicht geschlagen. Dabei habe er den Polizisten laut Staatsanwaltschaft Wels an der Lippe verletzt. Anschließend sei er auf Anordnung eines Arztes in die Psychiatrie im Klinikum Vöcklabruck eingeliefert worden.

Die Staatsanwaltschaft Wels sagte am Donnerstag gegenüber FOCUS Online: "Dem rechtlich Beschuldigten wird gefährliche Drohung, schwere Körperverletzung, versuchte schwere Körperverletzung und versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt zur Last gelegt. Schwer, weil ein Beamter verletzt wurde." Der Prinz habe die Beamten mehrmals mit dem Tode bedroht.

Österreicher Polizei will Ernst August von Hannover jetzt Waffenschein abnehmen

Der „Kronen Zeitung“ erzählte Ernst August am nächsten Tag eine ganz andere Geschichte. Demnach hätte der „Welfenprinz“ eine Unterzuckerung gehabt und deswegen den Notruf gewählt. „Ich sagte, dass sie sich beeilen sollen, weil es mir sehr schlecht geht. Warum aber die Polizei mitgekommen ist, weiß ich nicht.“ Die Beamten seien dann angeblich grundlos auf ihn losgegangen, einer habe ihm ins Gesicht geschlagen. Ernst August dazu: „Ich habe wahrscheinlich zurückgeboxt. Ich war so erstaunt. So ein unverschämter Lümmel.“

Dazu sagte er dem Blatt: „Ich glaube, die waren besoffen, die machten zumindest den Eindruck.“ Sie hätten ihn dann „in einer Ambulanz angekettet“ und fünf Stunden nicht rausgelassen. „Sie wollten mich in ein Zimmer bringen und mich niederspritzen. Ich stand die ganze Nacht. Ich hab’ ihnen gesagt, das tun sie mit mir nicht, ich bin ein ganz normaler Mensch. Ich hab’ so lange geschrien, bis ich raus durfte“, soll der 66-Jährige der Zeitung gesagt haben.

„Auf einmal soll ich der Schuldige sein? Ich bin unschuldig, war nie handgreiflich“, so Ernst August. Jetzt droht er mit Klagen gegen Polizei und Psychiatrie. Laut Staatsanwaltschaft wurde jetzt ein Waffenverbot gegen Ernst August ausgesprochen. Die zuständige Behörde werde ihm die Waffen abnehmen.
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Re: Presseschnipsel
« Antwort #7784 am: 17. Juli 2020, 11:22:55 »
Zitat
"Prügelprinz"

Ernst-Haugust eben.
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