@DerAgent Hmmmm...also Biologie kann auch ziemlich politisch sein, auch in Bezug auf das dritte Reich. Gleiches gilt für Erdkunde, die Kolonialisierung und ihre Folgen (also bei uns war das seinerzeit zumindest so).

Auch Fremdsprachen können, z.B. wenn man sich vom Stoff/Vokabeln mit Wahlen beschäftigt durchaus politische Themen beeinhalten. Noch mehr, wenn da Erd-/Sozialkunde, Geschichte und Fremdsprachen Hand in Hand arbeiten und man politische Systeme, Handel und seine Auswirkungen, Bodenschätze, Nahrungsmittel etc. mit einbezieht.
Also, im Idealfall zumindest. Bei meinen Kids habe ich mitbekommen, dass das durchaus nicht Usus ist oder viele Lehrer auch kein wirkliches Interesse daran haben.
Meine Abitur ist knapp 15 Jahre her, also so ein paar Erinnerungen an die Schulzeit und die Lehrer habe ich noch. Ich jedenfalls könnte von keinem einzigen meiner damaligen Lehrer die politische Orientierung bestimmen.
Gut, selbst das Abi/Schulabschluß meiner Kids ist schon länger her, aber ich muss sagen, ich könnte bei jedem meiner (und ihrer) ehemaligen Lehrer ziemlich genau sagen was sie wählen bzw. welchen Parteien sie nahe stehen.

Ausnahme: Die Nonnen, die haben uns zwar zur Wahl und politischen Systemen ziemlich vorbildlich aufgeklärt und herausragenden Medienunterricht gemacht, allerdings hieß es bei Diskussion (auch später bei Ehemaligentreffen) immer: "Wir wählen nicht, wir haben einmal gewählt und das reicht für das ganze Leben."
Aber auch da war von liberal über grün bis erzkonservativ alles zu finden.

Aber ich würde durchaus zustimmen: Grün/Alternativ hat sehr überwogen.