Autor Thema: Martin Sellner - eine Rarität  (Gelesen 189885 mal)

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Offline theodoravontane

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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1575 am: 11. März 2026, 19:53:52 »
Rechtsextremist Martin Sellner siegt vor Gericht

Dazu die Badischen Neuesten Nachrichten hinter Bezahlschranke:

"Zwar habe die Gemeinde unter Verweis auf das vom Kläger vertretene „Remigrationskonzept“ nachvollziehbar dargelegt, dass Sellner verfassungswidrige politische Meinungen äußern werde. Konkrete Tatsachen, dass er bei der Veranstaltung Straftaten begehen oder hierzu beitragen werde, habe sie indes nicht hinreichend benannt."

Verfassungswidrige Aussagen zu tätigen ist also keine Straftat? Vor Publikum? Mit der klaren Forderung, die verfassungswidrigen politischen Meinungen Realität werden zu lassen? Gegen die Verfassung?

Gut, ich bin keine Juristin, aber zumindest ein komisches Gefühl hätte ich dabei schon. Und dann hätte man sich ja mal anschauen können, was Sellner sonst so gesagt hat. Ist ja nicht so, dass es keine Berichte über seine Auftritte gäbe.

Karlsruhe, Stadt des Rechts. Mal sehen, wie lange noch und es dann heißt, Karlsruhe, Stadt der Rechten.

Ok, der war böse. Karlsruhe ist eine Hochschulstadt, bunt und vielfältig. Ich hoffe, das bleibt so, ich bin gerne in Karlsruhe.

Off-Topic:
Pro-Tip: Nur mit dem ÖPNV hin, mit dem Auto ist es Horror.
Manchmal habe ich das Gefühl, die Karlsruherinnen haben nur deshalb ein Auto, damit sie es auf ihrem Parkplatz vor dem Haus stehen lassen können, damit den niemand anderes zuparkt. Wenn nicht gerade gebaut wird oder ein Tunnel unter der Bahnstrecke einstürzt, ist KA wirklich super mit dem Zug zu erreichen und mit der Straßenbahn zu erschließen.
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Offline kairo

Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1576 am: 11. März 2026, 20:55:06 »
Zitat
Die Identitäre Bewegung Deutschland organisiert sich neu. Die Gruppierung ist künftig nicht mehr als Verein registriert, sondern als Partei. Das bestätigte die Bundeswahlleiterin der Plattform "TableBriefings".
Eine Partei ist zunächst mal ein politischer Verein. Eine Partei wird er dadurch, dass er an Wahlen teilnimmt. Dafür muss man sich beim Landes- bzw. Bundeswahlleiter registrieren lassen, so weit noch nicht geschehen. Beim ersten Mal muss man darlegen, dass man ein Programm besitzt, Kandidaten nominieren kann und andere Eigenschaften hat, die eine Partei eben so hat. Aber durch den Eintrag ins Parteienregister des Wahlleiters wird man nicht erst eine Partei, das muss man schon vorher seinn.
 
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Offline Aloysius

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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1577 am: 12. März 2026, 07:02:11 »
Kommt jetzt der große Moment, wo der Führer aus Österreich Deutscher werden soll? Ah, Erinnerungen!
 
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Offline BlueOcean

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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1578 am: 14. März 2026, 00:10:05 »
Zitat
Die Identitäre Bewegung Deutschland organisiert sich neu. Die Gruppierung ist künftig nicht mehr als Verein registriert, sondern als Partei.

Au, prima, das gibt Mecker. Wenn die erst Mal realisieren welche umfangreichen Klimmzüge mit vielen Fallstricken dafür nötig sind... für Null Komma Kaumwas Prozent oder so viel Promille wie deren Bundesburschelegiertenversammlung insgesamt intus hat.
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Offline Reichskasper Adulf Titler

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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1579 am: 14. März 2026, 00:11:17 »
Fing das damals nicht auch so an?
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Offline Aloysius

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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1580 am: 14. März 2026, 07:03:53 »
Fing das damals nicht auch so an?

Ich denke, sie werden dafür aber nicht in München ein Bierlokal nehmen für den großen triumphalen Moment, sondern etwas eher in der deutschen Ostmark, vulgo, die neuen Bundesländer. Gegend Nordsachsen oder Thüringen
 
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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1581 am: 16. März 2026, 06:59:51 »
Rechtsextremist Martin Sellner siegt vor Gericht
Martin Sellner ist Führungsfigur der als rechtsextremistisch eingestuften Identitären Bewegung. Am Verwaltungsgericht Karlsruhe hat sich der Österreicher nun erfolgreich gegen ein Aufenthaltsverbot gewehrt. Damit hatte die Gemeinde Neulingen (Enzkreis) im August 2024 eine Lesung des 37-Jährigen verhindert.

Die Gemeinde hatte laut dem Gericht etwa argumentiert, dass von Sellner wegen seiner verfassungswidrigen Positionen in Verbindung mit seiner hohen Reichweite eine Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung ausgehe. Dagegen klagte Sellner - und bekam recht.

Das Aufenthaltsverbot sei rechtswidrig gewesen, heißt es nun aus Karlsruhe. Die Gemeinde habe keine hinreichenden Anhaltspunkte genannt, dass eine strafrechtlich relevante Äußerung zu befürchten gewesen sei.

Quelle:ntv

Wer die Gerichtsentscheidung im Wortlaut lesen möchte:

https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/document/NJRE001636243
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Offline Aloysius

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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1582 am: 20. März 2026, 08:24:28 »
Der Verfassungsschutz Hessen informiert heute:

Zitat
Analyse
IB-Aktivist Martin Sellner und das Projekt "GegenUni"


Die Aufgabe der Organisation und Theoriebildung, die aus unzufriedenen Massen erst politische Potentiale macht, kann bis auf Ausnahmen nur von einer (Bildungs-)Elite geleistet werden. Diese Erkenntnis Lenins verschärft sich bei Gramsci“.

Mit dieser Äußerung rezipiert nicht etwa ein Linksextremist den russischen Revolutionär Wladimir I. Uljanow (Lenin) und den marxistischen Kulturphilosophen Antonio Gramsci, sondern ein maßgeblicher Rechtsextremist: Martin Sellner, ein führender Kopf der Identitären Bewegung (IB) bzw. der Neuen Rechten. Das Zitat stammt aus seinem Beitrag „Der Verrat der Intellektuellen und die Gegenuni“, der am 25. Oktober 2021 in der Zeitschrift Sezession erschien. Zusammen mit mehreren Buch- und Schriftenreihen wird diese Publikation vom Institut für Staatspolitik (IfS) herausgegeben, welches das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) als rechtsextremistischen Verdachtsfall im Kontext der Neuen Rechten führt. Das BfV kommt zu dem Schluss: „Das IfS wirkt auf breite Kreise der Neuen Rechten und nimmt eine diskursbestimmende Rolle innerhalb dieses Spektrums ein“.

...

https://lfv.hessen.de/analysen-und-aktuelles/martin-sellner-und-die-gegenuni
 
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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1583 am: 3. April 2026, 08:53:58 »
Ein Auftritt von Sellner in einer Vereinsgaststätte hat jetzt für den Pächter Konsequenzen.

Zitat
Bewirtung bei Heimspielen vorerst geregelt
Nach Sellner-Auftritt: FV Ettlingenweier trennt sich von Esskultur-Wirt

Der FV Ettlingenweier beendet das Pachtverhältnis mit dem Betreiber der Esskultur. Nach dem Auftritt von Martin Sellner bleibt das Clubhaus vorerst geschlossen.

Spoiler
Die Esskultur ist Vergangenheit: Wie der FV Ettlingenweier auf seiner Homepage und in Social Media erklärt, hat sich der Verein von seinem bisherigen Pächter des Clubhauses, Nail Ekic, getrennt. Das Restaurant bleibt ab sofort geschlossen.

„Das Pachtverhältnis zwischen dem FV Ettlingenweier und der Esskultur wurde im gegenseitigen Einvernehmen zum 01.04.2026 beendet“, schreibt der Verein. Den Post hat Esskultur-Wirt Nail Ekic auf seinem Instagram-Profil repostet. Auf der Homepage des Restaurants ist bisher noch nichts davon zu lesen.

Sellner-Auftritt im Clubhaus Ende März

Zu der Trennung von Verein und Pächter ist es gekommen, nachdem der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner am 28. März in der Esskultur aufgetreten war. 190 Personen sollen nach Angaben der Ettlinger AfD bei der Veranstaltung zum Thema „Remigration oder Kalifat“ anwesend gewesen sein.

Weder der Verein noch der Wirt wussten im Vorfeld der Veranstaltung, wer da kommen würde. Es sei lediglich von einer privaten Geburtstagsfeier mit einer Lesung die Rede gewesen.

Nachdem der Verein erfahren hatte, wer da in seinem Clubhaus aufgetreten war, hatte er sich deutlich von den Thesen Sellners distanziert. „Wir sind entsetzt“, sagte Vereinsvorsitzende Simone Wein gegenüber dieser Redaktion.

Die Distanzierung des Esskultur-Wirts Ekic fiel weniger klar aus. Zwar betonte Ekic, „dass mein Betrieb für Neutralität, Offenheit und ein respektvolles Miteinander steht“. Gleichzeitig schloss er nicht aus, künftig einen Stammtisch der AfD Ettlingen zu bewirten.

„Einvernehmliche Trennung“ von Verein und Pächter

Die AfD hatte die Sellner-Veranstaltung in ihren Kreisen intensiv beworben, der Ettlinger AfD-Stadtrat Thomas Möckel ist auf Fotos der Veranstaltung gemeinsam mit Sellner am Mikrofon zu sehen. Die Partei hatte ihre Mitglieder zudem dazu aufgerufen, dem Restaurant auf Google möglichst viele gute Bewertungen zu geben – was auch geschehen ist.

Jetzt ist es zur Trennung von Verein und Pächter gekommen. Die Information auf Social Media diene vor allem dazu, mögliche Besucher darüber aufzuklären, dass das Lokal am Sportplatz über die Feiertage geschlossen bleibt.

Unter seinem Post bekommt der Verein für den Schritt viel Zuspruch: „Respekt. Wenn nur alle Verantwortlichen so konsequent wären“ oder „Das ist eine gute Entscheidung“ ist dort zu lesen.

Doch es gibt auch Anspielungen auf die DDR und deren Staatssicherheit und Aussagen wie: „Ich wünsche euch Abstiege ohne Ende und happy Insolvenz.“

Vereinsmitglieder müssen nun selbst bewirten

Die Rückmeldungen bei den Vereinsvorsitzenden auf den Schritt sind dagegen positiv. „Viele haben sich bei uns gemeldet, wollten wissen, was da genau los war, und haben uns ihre Unterstützung angeboten“, sagt FVE-Vorsitzende Wein.

Eine Unterstützung, die der Verein nun auch brauchen wird: Ostermontag und am Dienstag sind Spieltage auf dem Vereinsgelände. „Da werden wir selbst für den Getränkeausschank und Bratwürste sorgen.“ Auf Dauer werde das allerdings nicht funktionieren.

    Das können wir gar nicht stemmen.
    Simone Wein
    zur Eigenbewirtung des Clubhauses

Nail Ekic hatte das Clubhaus erst im Januar 2025 übernommen. Zuvor hatte der FVE bereits einen mehrmonatigen Leerstand überbrücken müssen. „Wir hatten an vier, fünf Tagen die Woche abends geöffnet, das über Monate“, erinnert sich Wein. Anfangs seien viele dabei gewesen, am Ende sei es immer schwieriger geworden, die Schichten zu besetzen.

Wie lange der Verein nun selbst das Clubhaus bewirten muss, wird sich zeigen. Auf keinen Fall soll daraus eine Dauerlösung werden, so Wein. „Das können wir gar nicht stemmen.“ Die Erfahrung der letzten Pächtersuche habe gezeigt, dass es zum Jahreswechsel meist leichter sei, einen Nachfolger zu finden.

Esskultur-Wirt wollte den Standort ohnehin aufgeben

Die Nachfolgersuche wäre im Übrigen auch ohne den Sellner-Auftritt zum Thema geworden, erklärt der bisherige Pächter Nail Ekic gegenüber dieser Redaktion. „Ich hatte sowieso geplant, im Laufe des Jahres aufzuhören.“ Das wäre aber nur gegangen, wenn ein Nachfolger gefunden worden wäre. Ekics Vertrag wäre eigentlich bis Ende 2027 gelaufen.

    Ich habe gemerkt, dass sich der Standort wirtschaftlich nicht lohnt.
    Nail Ekic
    bisheriger Esskultur-Wirt

„Ich habe gemerkt, dass sich der Standort wirtschaftlich nicht lohnt“, so Ekic. Insgesamt seien zu wenige Vereinsmitglieder regelmäßig zum Essen gekommen, zudem hätten sich seine Kosten teilweise verdoppelt bis verdreifacht. „Das wollen die Kunden nicht bezahlen.“

Zum Juli hätte er gerne einen neuen Weg eingeschlagen. Ob wieder mit einem eigenen Restaurant oder als Angestellter, sei da noch nicht ganz klar gewesen. Jetzt sieht Ekic klarer: „Vermutlich werde ich mich bewerben.“ Auch, um zu verhindern, dass er noch einmal in eine Situation wie nach dem Sellner-Auftritt kommen könnte.
[close]

https://bnn.de/karlsruhe/ettlingen/nach-sellner-auftritt-fv-ettlingenweier-trennt-sich-von-esskultur-wirt (Bezahlschranke)
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Offline theodoravontane

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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1584 am: 3. April 2026, 11:09:29 »
Ein Auftritt von Sellner in einer Vereinsgaststätte hat jetzt für den Pächter Konsequenzen.

Zitat Website:
Zitat
Euer Gastgeber, Nail Ekic, bringt über 10 Jahre Erfahrung in der Gastronomie mit, die von gutbürgerlicher Küche bis hin zu Michelin-Stern-Restaurants reicht. Mit seinen Wurzeln aus Deutschland und Bosnien vereint Nail kulinarische Traditionen und moderne Kochkunst auf einzigartige Weise.

Ich verstehe euch Menschen nicht. Ganz ehrlich. Wie kommt jemand, der Zitat "Wurzeln aus Deutschland und Bosnien vereint" darauf, jemanden einzuladen, der ihn selbst als einen der Ersten "remigrieren" würde und so eine Veranstaltung überhaupt stattfinden zu lassen?

Ehrlich, manchmal denke ich, ich bin nicht nur im falschen Körper, sondern auf dem falschen Planeten. Vermutlich sogar im komplett falschen Universum. Das kann doch alles nicht wahr sein.

Aber ja, wer mit Rechten ins Bett geht und im Rechtsstaat aufwacht, der hat dann vielleicht auch einfach mal Kopfschmerzen …

Verstehen kann ich das nicht, aber zum Glück liegt es nicht an mir, das verstehen zu müssen. Auch wenn ich es gerne verstehen würde.

Und jetzt mal wirklich unter uns:
Zitat
„Ich distanziere mich ausdrücklich.“
Sellner-Auftritt in Ettlingen: Jetzt spricht der Esskultur-Wirt
Nach Martin Sellners Auftritt in Ettlingen weist Nail Ekic politische Nähe zurück. Einen AfD-Stammtisch schließt der Wirt der Esskultur aber nicht grundsätzlich aus.
https://bnn.de/karlsruhe/ettlingen/sellner-auftritt-in-ettlingen-jetzt-spricht-der-esskultur-wirt

Ich meine, das ist doch schon fast … in habe keine Ahnung, was das ist. Irgendwie nicht besonders klug wohl auf jeden Fall. Dass er einen Tag vor der Kündigung der Pacht noch meint, er würde möglicherweise auch in Zukunft Rechtsextremisten empfangen, ihnen einen Stammtisch bieten und sie und reden lassen … also entweder kam die Kündigung sehr schnell oder er hat eine sehr lange Leitung.

Ok, er sagt:
Zitat
Vergleichbare Veranstaltungen seien in der Zukunft nicht geplant, so Ekic schriftlich. Und am Telefon: „Hätte ich das gewusst, hätte ich es nicht zugelassen.“ Man sehe ja, was daraus werde.

Ja, in Zukunft wird wer dort wohl keine Veranstaltungen bewirten.

Zitat
Er sei ein eher unpolitischer Mensch, habe den Namen „Sellner“ im Nachhinein googeln müssen, um mehr zu erfahren. In seiner schriftlichen Erklärung schreibt er: „Ich distanziere mich ausdrücklich von den dort vertretenen Inhalten und stelle klar, dass mein Betrieb für Neutralität, Offenheit und ein respektvolles Miteinander steht.“

Das ist super, und ich glaube ihm das sogar. Aber nach allem, was man über "Geburtstagsfeiern" gehört oder gelesen hat, gehört es meiner Meinung nach auch zu den Aufgaben des Betreibers eines Lokals, sich im Vorfeld zu informieren, bevor man zusagt. Im Zweifel lieber absagen - die paar Euro sind den Shitstorm nicht wert. Und der Shitstorm kommt. Immer! Und das kann dann auch schnell unangenehme Konsequenzen haben.
« Letzte Änderung: 3. April 2026, 12:33:39 von theodoravontane »
"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler wieder machen, aber ein bisschen früher anfangen, damit ich mehr davon habe."

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Re: Martin Sellner - eine Rarität
« Antwort #1585 am: 4. April 2026, 10:48:27 »
(...)
Ich verstehe euch Menschen nicht. Ganz ehrlich. Wie kommt jemand, der Zitat "Wurzeln aus Deutschland und Bosnien vereint" darauf, jemanden einzuladen, der ihn selbst als einen der Ersten "remigrieren" würde und so eine Veranstaltung überhaupt stattfinden zu lassen?
(...)

Es gibt auch Bauern, die auf Hilfsarbeiter mit Duldung angewiesen sind und Trump gewählt haben - jetzt ist das Geweine gross, da die Ernte nicht eingeholt werden kann.
Es gibt auch Latinos, welche für Trump geworben haben, manche von ihnen werden nun abgeschoben und anderen wird die Möglichkeit zu wählen deutlich erschwert.
...ich könnte hier eine Vielzahl an Beispielen nennen.

Mancher glaubt halt, dass die nicht so schlimm sind und nur das umsetzten, was sie selbst nicht betrifft, weil... nunja hier bitte Schönreden einfügen.
Auch glauben diesen Menschen oft, dass es sie ja nicht betreffen würde da sie eine Sonderstellung bekämen, weil... auch hier wieder viel Schönreden.

Das ist eine klassische selektive Wahrnehmung, die mir schon länger Sorgen bereitet und die in der Pandemie sehr deutlich wurde.
Man sieht nur was sich gut anfühlt und ignoriert den Rest drum rum.

Interessanterweise ist unsere Kernkundschaft ein sehr gutes Beispiel für dieses Verhalten.
Wir müssen uns nur Rüdi ansehen, der einst glaubte es ginge ihm im Kaiserreich besser und das obwohl Leute wie er dort quasi keine Rechte hätten.

Noch eindrucksvoller sind aber die Anhänger der ehemaligen KRiD GmbH, wo Herr Peter Fitzek und seine Eliten (Kernteam) sehr deutlich gezeigt haben wie sie zu ihren "Untertanen" stehen.
Wir erinnern uns hier an große Anwesen, in denen bestimmt viel leer stand und man alle Helfer bei Veranstaltungen oder Vision wird Pfusch hätte unterbringen können.
Trotz kostenlos eingebrachten Arbeitskraft musste sich das schmutzige niedrige Volk jedoch auf eigene Kosten außerhalb einquartieren, im besten Fall konnte man auf einen Platz für ein Zelt hoffen, während die hohen Herrn es drinnen warm hatten und gross speisten.
Trotzdem fabulierten viele Anhänger wie kameradschaftlich die KRiD GmbH sei und wie toll man sich hier gegenseitig half.

Am Rande: Ich kriege zur Zeit echt einen Hals, wenn ich "unpolitisch" lese, das ist inzwischen echt die Standardausrede dafür geworden, wenn man sich nicht informiert oder heimlich sympathisiert und aufgeflogen ist.
Wer wirklich unpolitisch sein will müsste sich mMn raushalten indem er eben keinerlei politische Veranstaltungen in seinem Betrieb zulässt. Aber vermutlich siegt hier dann doch die Gier, man kann sich ja mit "unpolitisch" rausreden.
Das klappt ja ganz gut, die deutsche Presse stellt "unpoltisch" gefühlt nie in Frage oder setzt es in einen Kontext - das wird fast immer so akzeptiert.
NWO-Agent auf dem Weg zur uneingeschränkten Weltherrschaft

*mMn - meiner (ganz persönlichen) Meinung nach
**XMV - X(ges)under Menschenverstand
 
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