Hohe Töne schlägt bereits der von der AfD geladene Experte an, der Toxikologe Helmut Sterz, bis zu seiner Pensionierung 2007 bei Pfizer Deutschland tätig.
Janos hat vor ein paar Tagen erklärt, dass Sterz rein gar nichts mit der Entwicklung von Impfstoffen zu Covid-19 zu tun hatte.
Bei der Entwicklung der mRNA Impfstoffe ist Pfizer 2007 auch noch überhaupt nicht beteiligt gewesen sein. Damals waren die Impfstoffe Jahre von der Marktreife entfernt, wir hatten 2020 Glück, dass es dann soweit war. Pfizer war als Industriepartner von Biontech maßgeblich daran beteiligt, die Phase 2 und 3 Studie für die Zulassung durchzuführen, die Produktion hochzuskalieren und ein Vertriebsnetz zu haben. Die hatten das Wissen und die Erfahrung in dem Bereich, das Biontech (damals) nicht hatte. Und sie hatten Geld, das sie auf Probleme werfen konnten, um sie zu lösen.
Sterz hat als "Cheftoxikologe" sicher nie die mRNA-Impfstoffe zu bewerten gehabt, auch deshalb nicht, weil er ab 2007 nicht mehr bei Pfizer war. Das ist einfach ein Wichtigtuer.
Die haben bei Biontech also schon vor 2007 an einem Impfstoff für die Pandemie 2020 gearbeitet und getestet?
Ja, da hat der Sterz wohl Recht, wenn er sagt, dass nicht ausreichend getestet wurde.
Was unsere "Experten" gerne übersehen (oder ignorieren) ist, dass man bei ausreichend politischem Willen und vorhandenem Geld klinische Studien sehr stark beschleunigen kann. Beides war während der Pandemie vorhanden. Dann dauert eine Zulassung eben nicht Jahre, weil die Zulassungsstudie solange braucht, um die nötige Anzahl an Patienten zu rekrutieren, sondern eben Monate. Wenn man dann den Auswertungs- und Bewertungszyklus beschleunigt, indem man Daten sofort bewertet und nicht erst abwartet, bis alles vorhanden ist, hilft das zusätzlich. Ich hatte mit Leuten zu tun, die als klinische Monitore in dieser Studie gearbeitet haben. Da waren 24/7 Leute im Dienst und haben sich sofort um alle auftretenden Probleme gekümmert. Die meinten, das wäre anstrengend gewesen, aber die Arbeitsbedingungen supergut.