Malik 00:00 Extrem, das denken wir schnell. Über andere, über das, was wir nicht verstehen. Über Menschen, die anders glauben, die anders leben, die anders denken. 00:12 Aber was, wenn das, was wir für extrem halten, in Wahrheit einfach nur normal ist? Willkommen bei "Extrem normal", dem Podcast über Vorurteile, Begegnungen und Aha-Momente. Ich bin Shazia Normalik, Kulturgeografin, Bildungsreferentin, Mutter und eine Frau mit Meinung. 00:31 Hier spreche ich mit Menschen, die anecken und mit denen, die lernen wollen. Über Schubladen, die wir zu oft aufmachen und Realitäten, die wir zu selten sehen. Lass uns gemeinsam reden. 00:43 Ehrlich, respektvoll, extrem, normal. Ja, heute habe ich eine ganz besondere Gesprächspaterin bei mir. Eva Rosen sitzt vor mir. 00:53 Viele kennen sie als atfriedensfreunde2024 auf Instagram. Du bist Mutter, du bist Bäuerin. Du beschreibst dich selbst als Friedensaktivistin und Humanistin, die sich für Gerechtigkeit und Freiheit einsetzt. 01:07 Du hast über 60.000 Follower auf Insta und teilst dort nicht nur politische Inhalte, sondern auch sehr persönliche Einblicke. Du hast deutsche und griechische Wurzeln, lebst inzwischen im Exil in Griechenland und setzt sich, wie ich auch immer wahrgenommen habe, mit Leidenschaft für Frieden ein. Heute möchte ich über deine Geschichte mit dir sprechen, über deine Erfahrungen, über deine Kontroversen und vor allem über deine Vision einer friedlichen Welt. 01:32 Herzlich willkommen, Eva. Schön, dass du dir die Zeit genommen hast. Vielen, vielen Dank für die Einladung. 01:37 Sehr gerne. Ja, man muss ja sagen, wir sitzen heute leider nicht zusammen in einem Raum, sondern wir sprechen ja virtuell miteinander. Du in Griechenland und ich hier in Deutschland. 01:47 Wie ist denn das Wetter gerade bei dir? Schön. Rosen 01:50 Also es ist sehr, sehr warm. Es ist noch locker über 30 Grad, wo ich hier gerade bin. Und sehr sonnig und das Klima ist gut. Also ich kann mich wirklich überhaupt nicht beschweren. Ich hätte mir kein schöneres Exil aussuchen können. Malik 02:06 Das glaube ich dir. Also 30 Grad sieht hier leider nicht danach aus. Das Wetter ist sehr trüb. 02:14 Ich wäre auch gerne in Griechenland gerade. Du bist herzlich eingeladen jederzeit. Oh, danke schön, danke schön. 02:20 Sehr gerne, irgendwann mal. Ja, Eva, am Anfang würde ich gerne ein Stück zurückgehen zu deiner persönlichen Geschichte und deiner Familie. Deine Mutter ist 2014 gestorben und du sagst in einem deiner Reels, sie war Lehrerin. 02:35 Du schreibst, dass dein Vater Bergsteiger war, er war Abenteurer. Welche Bedeutung hatten deine Eltern für dich und welche Spuren haben sie in deinem Leben hinter sich? Gleich so eine tiefe Frage. Rosen 02:47 Also meine Eltern haben einen großen Einfluss auf mich gehabt als Person und als Charakter auch. Und die haben sich zu einer Zeit kennengelernt, wo es recht unüblich war, dass eine deutsche Frau einen griechischen Mann heiratet. Also meine Mutter ist 1945 geboren, ist also in dieser kalten Erziehungsmethode der Nazis groß geworden, hatte sehr viele Sprengereltern, die sie ja auch geprägt haben. 03:20 Mein Vater ist in einer durch und durch kommunistischen griechischen Bauernfamilie aufgewachsen und ist dann als junger Mann der Lamprakis-Jugend beigetreten von Mikis Theodorakis. Lamprakis war ein linker Aktivist, der von den Rechten ermordet wurde, als die rechte Militärdiktatur in Griechenland installiert wurde. und ist dann mit dem Schiff über Hamburg geflohen aus Griechenland, weil sein Leben bedroht war und ist dann in Frankfurt am Main gelandet, wo meine Mutter gerade im Referendariat war und die Cousine meines Vaters war Schülerin bei meiner Mutter. 04:01 Nach der Poolfeier haben die beiden sich dann kennengelernt und sich sofort ineinander verliebt und tatsächlich nur sechs Monate nach ihrer ersten Begegnung haben sie geheiratet. Malik 04:12 Okay. Rosen 04:14 Und sind auch viel über politische Gemeinsamkeiten zusammengekommen und den Widrigkeiten meiner deutschen Großeltern, zum Trotz die absolut nicht begeistert waren, dass die Tochter einen Griechen heiraten wollte, haben sie zusammengefunden und waren 25 Jahre verheiratet. Wow. Ja, also und meine Mutter als Lehrerin, wir waren damals in einem kleinen Dorf in der Nähe von Frankfurt Und sie war hauptsächlich Deutschlehrerin. 04:45 Und es war so eine Zeit, dass relativ viele Flüchtlinge aus Eritrea auch gekommen sind. Und wir ja auch quasi so eine der ersten migrantischen Mischfamilien, sage ich mal, im Dorf waren. Und sie hat halt angefangen, auch vielen Flüchtlingskindern Deutschunterricht zu geben. 05:02 Und ein Ereignis, was mich geprägt hat mit meiner Mutter, war, sie hat mich gefragt, möchtest du mal gucken, wie die Leute leben? Und dann in dieses Containerdorf gebracht als Kind. fünf, sechs Jahre alt. 05:16 Und da war ein Mädchen auch aus Eritrea. Da hat sie mich in diesen Container gebracht und da standen irgendwie acht Betten drin und ganz wenig Platz. Und keiner hatte ein eigenes Zimmer, natürlich. 05:27 Ich hatte ein eigenes Zimmer schon als Kind. Und da habe ich gesagt, na, wo ist denn das Zimmer von der Rachwe? Und da hat sie gesagt, die haben kein eigenes Zimmer. 05:35 Das ist nicht okay, sage ich. Sollen wir nicht die Rachwe fragen, ob sie mit uns wohnt? Die kann bei mir mit dem Zimmer. 05:41 Ja, okay. Und dann hat sie gesagt, das geht nicht. Aber das hat mich natürlich beeindruckt als Kind. 05:47 Ja, weil man einfach fühlend erleben konnte, wie es Flüchtlingen geht, wenn sie nach Deutschland kommen und dass sie wirklich mit nichts kommen und auch nicht wirklich aufgefangen sind, wenn sie nach Deutschland kommen, sondern in so einen Container da gesteckt werden zu acht. Und ja, all solche Dinge, meine Eltern waren sehr offen. Wir hatten immer irgendwie ein volles Haus, viele verschiedene Kulturen bei uns. 06:09 Mein Vater hat dann später eine Wäscherei eröffnet und hat auch viele Menschen eingestellt, die einfach noch nicht wirklich gut Deutsch konnten, weil es auch nicht relevant war für den Beruf. Und somit haben wir einfach immer irgendwie Kontakt gehabt mit allen Menschen aus allen Teilen der Welt. Und ich glaube, das war für mich der größte Gewinn als Kind. 06:31 Und das hat mich auf jeden Fall sehr geprägt. Also meine Eltern waren sehr sozial, sehr engagiert. Und man konnte alle Fragen stellen. 06:39 Wieso sieht jemand so aus? Wieso hat die Frau ein Kopftuch? Was passiert hier? 06:44 Also es wurde nie irgendein Geheimnis draus gemacht. Es wurde nie getuschelt. Es war immer alles sehr offen bei uns. 06:51 Aber dadurch gab es auch nie so Berührungsängste. Und ich glaube, deswegen habe ich auch später feststellen können, dass ich einfach davon profitiert habe, so aufwachsen zu dürfen. Und natürlich habe ich dann die Unterschiede ja auch gesehen mit Kindern, wo die Eltern eher die Kinder separiert haben oder so. 07:09 Ja, also sehr geprägt und in viele verschiedene Richtungen, also auch künstlerisch, musikalisch, war bei uns irgendwie immer viel. Meine Mutter liebte klassische Musik sehr und mein Vater war ganz toll im Malen. Also wir haben immer viele schöne Sachen miteinander gemacht. Malik 07:28 Würdest du jetzt im Allgemeinen sagen, dass für dein Engagement deine Eltern schon ein großes Vorbild waren? Absolut, 100 Prozent. Ja, also wenn wir jetzt noch ein Stück weiter zurückschauen. 07:40 Dein Großvater spielt ja in deiner Familiengeschichte auch eine besondere Rolle. Er war im Zweiten Weltkrieg Funker bei den Nazis gewesen. Und da würde mich interessieren, wie gehst du eigentlich mit der Familiengeschichte um und wie siehst du im Allgemeinen die Aufarbeitung dessen in Deutschland? Rosen 07:58 Also ich finde, dass es wichtig ist, dass wir uns unserer familiären Geschichte bewusst sind, weil wir tragen das ja in unseren Genen. Und ich glaube, dass Deutschland mit der Aufarbeitung einfach einen Riesenfehler gemacht hat. Wenn wir über das Wort Völkermord sprechen und Genozid, dann ist das für uns ein abstrakter Begriff, weil wir sagen, Deutschland hat diesen Völkermord begangen. Aber wer ist denn Deutschland? 08:26 Das sind im Zweiten Weltkrieg Einzelpersonen gewesen, die faschistisches Gedankengut hatten und das ausgelebt haben und Menschen umgebracht haben. Und ich glaube, je abstrakter man ein Verbrechen darstellt, desto schwieriger ist es zu greifen. Und ich glaube, dass das besonders, also wenn wir jetzt, ich denke immer, wenn wir jetzt in unserer Umgebung sind und wir merken, okay, da hat jemand Gedanken, gut, das geht gerade in eine ganz falsche Richtung und das könnte für die Person enden. 09:00 Was macht die Person? Wir isolieren die Person, wir machen eine Intervention, wir setzen uns zusammen und sagen, hey, wir haben dich gern, aber das, was du da machst, da stimmt was nicht, das läuft absolut in die falsche Richtung. Und wer das Individuum auch dahinter sehen, glaube ich, ist es möglich, zum einen Verbrechen zu verhindern und anderen auch es greifbar zu machen. Und ich glaube, was der Fehler ist in Deutschland, ist, wir machen das nicht greifbar. 09:29 Und wir haben Generationen von Menschen, die in so einer Schuldspirale gefangen sind, die sie aber auch gar nicht selber greifen können und diesen asfakten Begriff des Völkermords. Und wir haben Menschen, die paralysiert sind durch diese Schuld, durch diese Angst, vielleicht auch abgestempelt zu werden als Antisemit, als hasserfüllter Faschist. Aber diese Angst sehen wir heute, dieses Paralysierende ist genau falsch. 09:59 Wenn es dazu führt, dass wir eben nicht das tun, was man uns gelehrt hat in der Schule, nämlich faschistische Strukturen zu erkennen und dagegen zu gehen, das kriegen wir hin als Kollektiv in Deutschland gerade, weil wir paralysiert sind von den Geschehnissen des Holocaust. Und ich glaube, überall dort, wo eine geschichtliche Aufarbeitung falsch läuft, führt es genau dazu. Es führt dazu, dass die Leute ohnmächtig sind, gelähmt sind, paralysiert sind und das nicht verhindern können. 10:28 Und dann im entscheidenden Moment die Mechanismen, die wir eigentlich haben, Faschismus, Völkermord, diese Dinge zu verhindern, nicht mehr greifen. Und das finde ich erschreckend. Weil wir genau, wir haben quasi Listen gehabt, die wir durchschauen können. 10:43 Wie beginnt der Faschismus? Was wäre den Anfängen? Wie funktioniert das? Warum kam es zum Holocaust? 10:49 Und wir sehen heute, es tut sich ja doch nichts. Es ist ja nichts wert, offenbar, dieses ganze Paket an Warnsignalen, was wir bekommen haben, weil wir es nicht anwenden können, weil wir paralysiert sind. Und da ist alles falsch gelaufen und ich glaube, dass das Trauma auch noch viele Generationen anhaften wird, wenn sich da in der Aufarbeitung nicht was ändert. Und ich habe mich deshalb entschieden, auch über meinen Großvater zu sprechen, weil ich denke, dass er anfängt, ehrlich zu sein, zu sagen, natürlich, jeder Mensch, der deutsche Wurzeln hat, hat auch irgendwo die deutsche Geschichte mit in seiner Familie. 11:26 der meint, Großvater war Funker für die Nazis. Ich finde das nicht gut. Ich würde es auch gerne abschütteln, kann ich aber nicht. 11:32 Ich kann auch die Vergangenheit leider nicht ändern. Aber ich kann es versprechen und sagen, auch das ist Teil meiner Geschichte. Auch das ist wichtig zu nennen, weil ich eben aufgrund dessen, dass ich mit Ehrlichkeit an das Thema gehe, versuche, eine Aufarbeitung zu leisten. Malik 11:48 Okay, ja, interessant. Ja, ich würde jetzt weitergehen wollen zu deinem eigenen politischen Weg. Also ich habe gehört, dass du mit 15 schon auf deiner ersten Demo gegen rechts warst. Da würde mich interessieren, das ist ja sehr jung, mit 15. Was hat dich dann damals dazu bewegt, für deine Überzeugung auf die Straße zu gehen? Rosen 12:11 Wir lebten damals in einem ziemlich kleinen Ort, also verhältnismäßig klein. Es war jetzt keine Großstadt, war auch nicht wirklich deutlich, so ein Mittelding, würde ich sagen. Okay. 12:21 Und es war einfach schon vorher, überall tuschelten die Leute, ja, hier wollen die, ich glaube, es war sogar tatsächlich NPD, also es ist richtig. Die wollten bei uns durch den Ort marschieren und ich fragte mich natürlich, warum eigentlich? Wir sind ein Ort gewesen, es war immer sehr friedlich bei uns. 12:38 Wir hatten nie Stress mit irgendjemandem, auch untereinander nicht als Jugendliche. Und ich fragte mich, warum eigentlich? Hier passiert doch gar nichts. 12:47 Also hier ist kein sozialer Brennpunkt, hier ist alles in Ordnung, keiner streitet sich miteinander. Wir hatten kein Problem mit irgendwie irgendwas und dann wollen die da durchmarschieren. Also ich habe es auch nicht verstanden einfach in dem Moment. 13:00 Für mich war da so ein riesengroßes Fragezeichen. Okay. Und ich dachte mir, okay, das ist doch nicht recht. 13:07 Also warum wollen die denn jetzt hier langlaufen? Und natürlich, wie ich dann immer so bin, wenn ich nicht hundertprozentig genau Bescheid weiß, weshalb habe ich meine Mutter gefragt. Ich sage, was wollen die hier? Was machen? 13:17 die eigentlich? Was ist deren Forderung so ungefähr? Das ist NPD, das sind Nationalsozialisten. 13:25 Die sind gegen alle Ausländer, die sind gegen alle Juden, die sind gegen alles, was irgendwie ein bisschen anders ist. Ich sage, ja gut, dagegen müssen wir eigentlich gehen. Dann sagt sie, ja, geh, geh. 13:35 Und dann hatte ich eine Truppe zusammengetrommelt aus meiner Schulklasse, hab gesagt, wollt ihr nicht auch? Und dann sind wir da zusammen hingegangen und es gab eine Kundgebung auf so einem großen Parkplatz, wo halt gesagt wurde, dass wir diese Leute hier nicht wollen und dass wir hier friedlich miteinander zusammenleben wollen. Und die sind auch nicht marschiert. 13:56 Also die Polizei war dann damals tatsächlich sehr auf unserer Seite, sage ich mal, auf der Seite der Mehrheit dieser kleinen Stadt und hat es dann auch verboten. Zum Glück. Malik 14:07 Mich würde eine Sache da sehr interessieren. Ich habe dich ja verfolgt über die Zeit und ich habe auch eine Phase mitbekommen, wo du politisch auch etwas anders gedacht hast, also wo du zeitweise auch dich positiv zur AfD geäußert hast. Und da wollte ich natürlich wissen, warum war das so und was hat deine Haltung eigentlich schließlich dann verändert? Rosen 14:31 Ja, während der Covid-Zeit habe ich versucht, mich politisch auf jeden Fall zu engagieren. als das so losging mit Covid und den Maßnahmen und so und diesen ganzen Grundrechtseinschränkungen, die da kamen, ist mir einfach echt ganz anders geworden. Also ich habe mich wirklich wie in eine andere Zeit zurückversetzt gefühlt und ich habe gedacht, es kann auch sein, dass die Grundrechte einschränken. 14:57 Und viele ehemalige Bekannte, die auch eher so meine politische Einstellung vertreten hatten, waren ja dann auch, sage ich mal, kritisch den Sachen gegenüber. 2021 gab es ja dann schon, ich beschäftige mich ja jetzt schon auch länger mit dem Thema Palästina, weil das bei uns zu Hause oft Thema war, fing es an, dass es brodelte irgendwie. Ich kann hier nicht irgendwie allen Ernstes sagen, ich gehe für Freiheit auf die Straße, während die Menschen in Palästina sich gar nicht frei bewegen können. 15:30 Und ich fing dann an, ab 2021 Kufia zu tragen, auf die Demos, auf die ich gegangen bin. Die sagten, sie wären für Frieden und Freiheit. halt. 15:39 Böse, weil die sind nur für ihren eigenen Frieden und für ihre eigene Freiheit auf die Straße gegangen natürlich und nicht für einen universellen Frieden und für universelle Freiheit, was ich damals für mich interpretiert habe. Und an diesem Tag, wo ich meine Koffe trug, bin ich auch einem Menschen in Berlin wieder begegnet, nämlich Fuhrt, und der guckte mich an und sagte, ey, du trägst ja Koffe. Und war ein bisschen schockiert, als er mich sah, weil der kannte mich ja auch so, wurde ja auch gut geframed, rechtsradikale Rosen und so. 16:08 Ja, natürlich. Und das war so ein bisschen ein Wendepunkt, glaube ich, erstmal bei uns, dass da irgendwie noch auch vielleicht was anderes ist. Und ich hatte mit Fuad, obwohl er sehr gegen mich geschossen hatte, auch zu der Zeit, zu Recht, hatte ich immer irgendwie Kontakt. 16:23 Und wir haben viel gesprochen. Und er sagte, du bist doch gar nicht so. Warum machst du das denn überhaupt? 16:27 Und hat mir auch dann gesagt, die Person, guck mal, google mal das und das über die Person und du redest mit denen. Und er war so ein bisschen mein Wegbegleiter in dem Moment, der mich ein bisschen auch, sag ich mal, in die Realität geholt hat und aus meinem Wolkenwirr war raus und gesagt hat, das geht nicht. Mach dich nicht mit solchen Leuten gemein, so bist du nicht. 16:50 Ja, und irgendwie so habe ich dann mich immer weiter auch entfernt. Und dann bin ich ja, wie gesagt, auch ins Exil gegangen und hatte mal die Möglichkeit, von außen drauf zu schauen. Und dann dachte ich, oh dear. 17:01 Aber was genau hat dir damals die AfD gegeben? Gar nichts. Ich hatte mit der AfD selber ja gar nicht wirklich was zu tun. 17:11 Ich hatte zu dem Zeitpunkt, ich fand ein paar Positionen von denen gut. Also fand ich gut, dass sie gegen diese Maßnahmen geschossen haben. Das fand ich natürlich gut und das war es. 17:22 Ansonsten mit den politischen Dingen, was die AfD machte, habe ich mich gar nicht näher beschäftigt, muss ich sagen. Ich war hier wie mit Scheuklappen. Ich habe mich nur auf die fokussiert, die gerade das vertreten haben, wo ich sage, das ist richtig und so. 17:35 und ohne den nötigen Weitblick einfach zu haben. Malik 17:40 Aber glaubst du, dass viele der Anhänger der AfD genau so ticken, also dass sie wirklich nicht sich sehr stark damit auseinandersetzen, sondern immer so die Oberflächlichkeiten vor sich haben und dann denken, oh ja, das ist die Partei für mich? Rosen 17:54 Ja, absolut, 100 Prozent. Ich glaube, dass nicht einer der AfD-Wähler, oder vielleicht einer tatsächlich, das Wahlprogramm. Ich glaube auch, ich meine, ich lese auch immer wieder Kommentare, dass ja, es sollen ja nur kriminelle Migranten abgeschoben werden und so weiter, was ja nicht stimmt, das ist ja einfach gelogen. 18:13 Wir sehen ja Aussagen, wir können stundenlanges Material zusammenstellen, dass es eben nicht nur gegen migrantische Menschen geht, die straffällig werden, schwer straffällig werden in Deutschland, die sie hier nicht haben wollen, sondern die wollen gar keine Migranten haben in Deutschland. Und all diese Sachen, da muss man sich einfach halt mal mit beschäftigen. Und die, die heute AfD-Anhänger sind, das sind Leute aus der Mittelschicht und aus der Arbeiterklasse. Ich würde sagen, eigentlich, die hätten vor 20 Jahren eher SPD gewählt oder vor 30 Jahren. 18:44 die einfach keine Lobby mehr haben in Deutschland und die sehen, dass ihnen der Wohlstand flöten geht. Und die sehen aber nicht, dass das, was sie versprochen bekommen, erstens mal gar nicht umsetzbar ist und zum anderen, dass es erstunken und erlogen ist, weil die AfD genau mit diesem kapitalistischen Scheiß weitermachen wird, den wir von der jetzigen Bundesregierung sehen. Und es geht um... 19:06 Die wünschen sich alle mehr soziale Gerechtigkeit und die wünschen sich alle das für sich selbst aber nur. Das ist mit der Covid-Bewegung. Die laufen rum, Frieden, Freiheit, aber nur für sich selbst, nicht universell. Und AfD-Anhänger sind genauso. 19:22 Wohlstand, aber nur für mich selbst, nicht für die anderen. Und das ist das Problem. Und es wäre einfach dieses ganze Thema universell zu behalten. Frieden und Freiheit für alle Menschen, Wohlstand für alle Menschen. Das ist machbar. 19:36 Aber mit der AfD geht das nicht. Und ich glaube, dass sie den Weitblick nicht haben. Und ich glaube, dass diese Menschen gehijackt sind. Die sind Die werden belogen und die lassen sich auch belügen, weil sie nicht verantwortlich genug sind für sich und ihr Leben, um zu erkennen, dass es ganz woanders anfangen müsste, bei ihnen selbst nämlich. 19:54 Und gibt die Verantwortung jemandem zu, der wird das schon machen für mich, ist, glaube ich, auch ein Problem, was wir haben. Menschen sind sehr, sehr in Abhängigkeiten geraten und da ist es schwer, wieder so in die Eigenverantwortung zu kommen. Und ja, die Sachen, die wir hören, sind manchmal gar nicht schlecht, so auf den ersten Blick. 20:12 Aber wenn du dahinter schaust... Malik 20:13 Wie erklärst du dir das? Weil ich habe, also was ich immer mehr höre, ist, dass auch Menschen, die selber einen Migrationshintergrund haben, die AfD wählen. Das ist für mich manchmal so unverständlich, wenn man wirklich die AfD, also die ganzen Hintergründe kennt und wofür sie stehen. Wie erklärst du dir das? Wie kann das sein? Rosen 20:34 Ich glaube auch, dass sie nicht dahinter schauen. Malik 20:37 Okay. Rosen 20:38 Ich glaube auch, ich meine, wir sehen jetzt gerade in den USA, das beste Beispiel. Für mich ist es eine Blaupause dessen, was passiert, wenn in Deutschland jemals Gott bewahre, die AfD an die Macht kommt. Und ich glaube, dass es dringend an der Zeit wäre, auch die AfD zu verbieten jetzt, wo es noch die Möglichkeit gibt. Weil es ist, wie ich gesagt habe, wir haben am Anfang gesprochen über Genozid, über Faschismus. Wenn wir nicht die Leute, die auf dem falschen Weg sind, isolieren und eine Intervention mit denen starten, dann passiert eine Katastrophe. Malik 21:06 Also denkst du auch, dass ich auch sehe, also dass es Eltern Haus auch eine sehr, sehr große Rolle spielt, weil, wie du auch von dir erzählt hast, man konnte frei offen über alles reden, man hat sozusagen alle Perspektiven vor sich gehabt. Wenn ich an mein Elternhaus denke, war das auch genauso gewesen. Man hat viel von den Eltern, also in alle Richtungen sozusagen erzählt bekommen und gezeigt bekommen und alle politischen Meinungen irgendwie auch, die wurden sichtbar gemacht, ja. Und mir kommt es auch so vor, dass das in vielen Familien einfach fehlt, dieses Zusammensitzen, damit darüber reden und offen darüber sprechen können und nicht Angst davor zu haben, etwas zu sagen. Also würdest du auch sagen, dass das Elternhaus eine große Rolle spielt bei dem Ganzen? Rosen 21:49 Auf jeden Fall. Das Elternhaus spielt eine große Rolle. Und wenn die es nicht auffangen können, dann müssen es die Bildungsstätten auffangen für die Kinder. 21:57 Weil wir haben einfach einen Wandel in den Familien. Die Eltern sind viel arbeiten, damit sie sich das Leben noch leisten können. Das war in den 80ern. Meine Mutter war Halbtagsarbeiterin. 22:07 die war ja Grundschullehrerin, das heißt, die ist dann mittags nach Hause gekommen und den Rest des Tages hatte ich meine Mama. Und ich hatte aber auch meine Handelore. Also ich hatte eine ältere Dame, die dann auch gekommen ist, wenn ich aus dem Kindergarten kam, dass da irgendwie jemand war und ich was gegessen habe. 22:23 Also fast alle, glaube ich, mit kreatischen Familien hatten irgendwie eine Handelore oder so. Und ja, ich glaube, dass das einfach aufgefangen werden muss. Von irgendwo. 22:33 Und wenn es sich Familien selber nicht mehr leisten können, dann muss das Bildungssystem so angepasst werden, dass das Bildungssystem es leistet für die Kinder. Das ist wichtig. Das ist unfassbar wichtig. 22:43 Und gerade auch dieses debattieren mal zu Hause, dass man abends am Tisch sitzt und sagt, hey, ich kann mal alles fragen. Ich wusste ja auch nicht. Ich weiß noch, ich habe meine Mutter gefragt, als die Nachrichten liefen, Gaza-Streifen hieß es. 22:55 Da sagte ich, was ist denn der Gaza-Streifen? Da habe ich gefragt. Das ist doch gar kein Streifen. 23:01 Also so, komm her. Dann sagt sie, nee, ist kein Streifen. Und dann hat sie mir das halt erklärt, was das ist, wie es dazu kam. 23:08 Alter, und sie wusste auch echt gut Bescheid. Betrachtet jetzt, ja, wo man sich doch extrem mit der Geschichte auch auseinandersetzt. Ja, oder Mama, warum isst denn der Ali kein Schweinefleisch? 23:18 Oder keine Ahnung, warum isst die Frau mit den Händen? Warum dies, warum das? Ja, also man konnte irgendwie fragen. 23:24 Oder auch Griechenland war ja auch ein bisschen abstrakt als Kind erst mal. Und bei uns haben ja auch viele Omas Kopftuch getragen, noch bis vor zehn Jahren so ungefähr, weil das im Dorf immer so. Und solche Sachen, also egal, um was es ging, konnte man immer fragen. 23:40 Und die Eltern waren da immer da. Malik 23:43 Ja, Eva, du lebst ja jetzt in Griechenland und hast ja auch erzählt, dass du jetzt in Exil lebst. Was bedeutet das eigentlich für dich, in Exil in Griechenland zu leben? Und wie beeinflusst das im Allgemeinen dein Leben? Ich lebe auf jeden Fall zurückgezogener als in Deutschland. Rosen 23:58 behaupten und auch dieses sehr landwirtschaftlich Leben, also das eigene Obst und Gemüse anbauen und so, das sind Sachen, ich glaube, das beeinflusst so die innere Einkehr so ein bisschen, den inneren Frieden und man sieht einfach auch, was in Deutschland falsch läuft, um ehrlich zu sein, wenn man mal woanders ist, über einen längeren Zeitraum, nicht von Urlaub, sondern tatsächlich von dem Leben, weil man natürlich, also ich lebe ja ganz einfach, ich habe einen sehr Kleines altes Häuschen mit einem Garten, den ich irgendwie pflegen muss und so. Viele Bäume, Olivenbäume. Mir gefällt diese Einfachheit. 24:36 Mir gefällt es, dass es nicht diese Rennerei gibt. Mir gefällt es, dass man eigentlich den ganzen Tag draußen sein kann, weil irgendwie die Sonne scheint. Und ganz andere Sachen hat, die die Lebensqualität verändern und man nicht wirklich jedem Euro so hinterher rennt wie in Deutschland, um irgendwie seine Rechnungen zu bezahlen. 24:55 Sondern es ist mehr Leben, es ist mehr Gemacht, viel weniger Luxus. Deutschland ist Luxus, muss ich sagen. Du hast nicht mal drei Stunden Stromausfall, wie hier bei uns. 25:07 Und hast immer warmes Wasser aus der Leiche. Ja, es ist luxuriös in Deutschland in vielerlei Hinsicht, aber es ist auch sehr, sehr arm. Und dann ist immer die Frage, woran macht man Luxus fest? 25:21 Heute mache ich Luxus daran fest, gesund zu sein, in einem Land zu sein, wo Frieden herrscht und ein Stück Erde vor der Haustür zu haben, was ich bewirtschaften kann im Notfall. Malik 25:33 Aber Eva, warum bist du eigentlich genau aus Deutschland nach Griechenland? Rosen 25:37 Ich hatte zum einen fast täglich die Polizei vor der Haustür stehen, also mit irgendwelchen Bußgeldern versucht hat, mich zu triezen und dann auch sagte, sie würden mich also in den Knast bringen. Und dann hatte ich noch zum Ende hin auch einen Stalker, Irgendwie so ein durchgeknallter Reichsbürger. Keine Ahnung. Was mit dem nicht stimmt, die Polizei ist dem nicht Herr geworden. Also sie hat nicht geschafft, den irgendwie in seine Schranken zu weisen. Malik 26:04 Okay. Rosen 26:05 Und das war einfach eine bedrohliche Situation. Malik 26:08 Ja, dann würde ich gerne zum Thema Frieden nochmal kommen, weil du bezeichnest dich ja auch als Friedensaktivistin. Da wäre für mich sehr interessant, einfach zu wissen, was Frieden für dich bedeutet. Also politisch gesehen, aber auch gesellschaftlich gesehen und auch für dich ganz persönlich. Rosen 26:25 Frieden. Frieden bedeutet für mich politisch gesehen, dass wir es schaffen, dass wir ein politisches System haben, was eine Friedensverpflichtung hat tatsächlich. Also wir reden immer über den Kriegsfall und gerade jetzt ist ja Deutschland auch wirklich in der Kriegsrhetorik ganz furchtbar. Also es ist erschreckend. 26:49 Und ich glaube, dass eine Politik, in der man sich als Partei, als politisches System zum Frieden verpflichtet, das wäre ein neues. Und ich glaube, dass es auch gesellschaftlichen Frieden geben kann, wenn diese ganzen kapitalistischen, imperialistischen, kolonialistischen Machtinteressen eben nicht mehr da sind. Und ich glaube, da müssen wir gucken, dass wir da hinkommen und dann werden sich auch andere Probleme dadurch wieder lösen. 27:21 Also ich glaube, dass wir einfach gerade in Deutschland ein großes Problem haben durch den Kapitalismus mit sozialer Gerechtigkeit. Wir sehen, dass die Schere immer weiter auseinander geht. fühle das auch. Die Menschen sind unzufrieden und die haben auch Recht damit, unzufrieden zu sein. Es ist ja nicht so, dass sie grundlos unzufrieden sind. Aber wir müssen halt einen anderen Weg gehen, um das zu erreichen. Und das funktioniert nur, indem man wirklich soziale Gerechtigkeit allen Menschen gleichermaßen zukommen lässt. Ansonsten wird es immer mehr Gerechtigkeit geben, weil der eine hat mehr, der andere hat weniger. 27:58 Und ich glaube, das ist der Weg. Und für mich persönlich ist Frieden natürlich, mein Kind ist für mich absoluter Seelenfrieden und Glaube ist für mich Seelenfrieden. Und ich merke das auch immer wieder, wenn ich diese innere Einkehr schaffe, also wenn ich so ein bisschen diese Zeit habe zum Beten und so weiter, dann merke ich auch, dass in mir wieder Frieden ist. 28:21 Und ich glaube, das ist das, was ich dann auch nach außen spiegeln möchte. Malik 28:24 Aber glaubst du, dass im Allgemeinen die innere Zufriedenheit auch verknüpft ist mit der Friedenheit außen? Rosen 28:30 Ja, ich glaube schon. Ich glaube, sobald man einen gewissen Hass in sich trägt oder Unzufriedenheit, sagt es ja schon, sich und der allgemeinen Lebenssituation, dann spiegelt man das auf jeden Fall nach außen. Ich glaube, dass der innere Frieden vielleicht ein bisschen wie ein Puzzle ist. 28:47 Das besteht aus verschiedenen Teilen. Wenn die zusammenkommen, dann fühlt man sich friedlich und zufrieden und warm. Und ich glaube, dass man diese Puzzlestücke für sich finden muss, um diesen inneren Frieden zu haben. 28:59 Das ist, glaube ich, auch für jeden Menschen ein anderes Puzzle. Also für, das ist Geborgenheit, es ist mit anderen Menschen zusammenzukommen, die gleich denken, die gleich fühlen. Das besteht immer, glaube ich, aus verschiedenen Teilen. 29:11 Und wenn man diese Teile aber schafft zusammenzusetzen, dann, glaube ich, kann man den inneren Frieden erreichen und den auch dann nach außen tragen. Und für mich ist innerer Frieden auch Gerechtigkeit. Also ich habe sofort inneren Unfrieden, wenn ich Ungerechtigkeit sehe. 29:25 Ich habe sehr gutes Gerechtigkeitsempfinden. Und dieses Gefühl zu haben, dass man sich für Gerechtigkeit einsetzt und für seine Mitmenschen einsetzt, das gibt mir ein gutes Gefühl und das gibt mir auch inneren Frieden. Malik 29:37 Wir sehen ja jeden Tag die Bilder aus Gaza. Ich sehe auch bei Insta, dass du das immer wieder postest. Und da sind wirklich Bilder dabei, da kann man schon gar nicht hingucken. Und da würde mich interessieren, ja, du postest sehr viel zu Gaza und es gibt so eine Kritik, die ich auch immer wieder höre, dass einige Menschen sagen, dass dieser Konflikt einfach zu viel Aufmerksamkeit bekommt, während mir andere Konflikte oder Kriege eher fast vergessen werden. Und da würde mich interessieren, warum ist Gaza vor allem für dich so zentral und wie würdest du mit dieser Kritik umgehen? Rosen 30:17 Also zum einen, ich arbeite mit einer Organisation auf Instagram zusammen, mit deren Inhalt ich auch teile, eine kongolesische Organisation. Und das Problem ist einfach, dass Gaza sehr präsent ist, weil wir eben diese Bilder bekommen. Und tragischerweise sind die Menschen im Kongo, im Sudan, im Jemen und in anderen Teilen der Welt einfach so arm, dass sie sich ein Telefon nicht leisten können und die Infrastruktur es auch nicht hergibt. 30:46 in dieser Intensität die Bilder um die Welt zu schicken. Tatsächlich, das ist die tragische Wahrheit erstmal, hinter dem Ungleichgewicht der Bilder, die wir zu sehen bekommen. Und Palästina ist einfach sehr, sehr präsent. 30:59 Zum einen, weil dieses Apartheids-Regime schon so lange besteht und man quasi damit ja auch aufgewachsen ist. Also ich bin, du auch wahrscheinlich, wir sind damit aufgewachsen. Wir haben immer gehört, Gaza-Streifen, Palästina. 31:12 Und es ist nun mal auch so, dass es gerade, dass Rasa in aller Deutlichkeit zeigt, was falsch läuft mit dieser Welt. Mechanismen, die wir eigentlich haben, um Genozide zu verhindern, im Ernstfall nicht greifen. Keine Völkerrechtskonvention, keine Genozidkonvention greift. 31:31 Die Papier nicht wert, auf dem sie steht, weil sie es nicht schaffen, nicht mal Sanktionen zu verhängen. Deutschland mit seiner Schlüsselrolle eben durch den Holocaust hat in meinen Augen das größte Versagerabzeichen verdient überhaupt, weil man das Gefühl hat, vor allen Dingen, wenn man in Deutschland aufgewachsen ist und auch mit den Bildern des Holocaust aufgewachsen ist und mit den Tausenden von während den Anfängen, während dem Faschismus Sprüchen aufgewachsen ist, man hat ein bisschen das Gefühl, die haben uns verarscht. sorry, wenn ich das jetzt so sage, während den Anfängen und während dem Faschismus ist nicht auf eine bestimmte Völkerungsgruppe reduziert, sondern es gilt doch für alle Menschen gleichermaßen. 32:11 Und offenbar in Deutschland nicht. Und Palästina zeigt uns einfach, wir haben uns doch alle irgendwann mal gefragt, was wäre denn, wenn die damals im Holocaust oder wenn die Nama und Herero, wenn die Kameras gehabt hätten, das zu dokumentieren und wir das alles so gesehen hätten, wie wir es jetzt sehen, was würde denn passieren, was würde sich denn passieren? Und heute sehen wir, selbst wenn die Menschen es wissen, selbst wenn es nicht hinter verschlossenen Türen passiert, selbst wenn es live gestreamt wird auf unsere Telefone, selbst dann kriegt die Welt es nicht hin, einen Genozid zu verhindern. 32:45 Also diese ganzen Ausreden, die wir damals gehört haben mit dem Holocaust, ja, die Menschen wussten das ja nicht und es ist ja alles hinter verschlossenen Türen passiert. Das erste Mal kann mir das keiner erzählen, das glaube ich nicht. Ich glaube, dass hier dann genau etwas passiert. 32:55 Und zum anderen sehen wir aber heute, selbst wenn es live übertragen wird im Fernsehen, es passiert nichts. Da ist ein Land, ein Staat, die haben völlige Immunität, sich jedes Kriegsverbrechen neu auszudenken, das wir noch nicht gesehen haben auf dieser Welt und das zu vollbringen und nichts passiert. Und das ist erschreckend. Das ist einfach nur erschreckend. Und leider Gottes können wir das auch auf alle Genozide, die aktuell stattfinden, genauso anwenden, dieses Prinzip. 33:24 Weil wir sehen es, wir wissen es und es passiert dabei. Wir sehen den Genozid in Palästina, wir wissen vom Genozid im Sudan, Wir wissen vom Genozid im Kongo. Wir wissen von der Hungersnot im Jemen. 33:34 Wir wissen, was in Syrien passiert ist. Wenn da eine halbe Million Menschen abgestachtet werden im Mossad-Regime, können wir durchaus eigentlich auch von einem Genozid sprechen. Tun wir aber nicht. Warum nicht? 33:43 Also irgendwie, diese ganzen Dinge, die greifen nicht. Und das ist das Schlechte. Alles, was wir nach dem Holocaust gelernt haben, was implementiert wurde, um es zu verhindern, greift nicht. Malik 33:54 Ja, also du versuchst ja auch durch verschiedene, ja, unterschiedlich sozusagen Aufmerksamkeit zu erzeugen Thema. Und ich habe ein Reel von dir gesehen, wo du beginnst mit, hallo, ich bin Eva und ich bin Antisemitin. Und da würde ich gerne wissen wollen, was wolltest du damit ausdrücken? Rosen 34:10 Die pro-palästinensische Bewegung wird ja sehr schnell, also es wird ja mittlerweile alles als Antisemit geframed, was eben nicht dem politischen Narrativ entspricht. Und ich habe irgendwann auch aufgegeben, das irgendwie versuchen, also erstmal nicht in die Rechtfertigung zu gehen natürlich, zu sagen, okay, sollen sie doch von mir denken, was sie wollen. Und es ist tatsächlich so. Dann wird man dem ja auch überdrüssig, dann denkt man, okay, was soll das? 34:33 Dann bitte ich halt, ja gut, ich bin Antisemit. Ja, ich bin aber lieber geframed als Antisemit, als dass ich ein Kindermörderbefürworter bin. Und wenn Antisemit bedeutet heutzutage, dass man sich gegen den Völkermord auflehnt, dass man sich gegen ein Apartheidsregime und gegen Faschismus auflehnt, ja, dann bin ich Antisemit, als mit denen in einen Topf geworfen zu werden, die diesen Genozid befürworten und die ihn begehen. 35:00 Und ich glaube, das war die Intention dahinter. Und auch mal den Menschen die Angst davor zu nehmen, als solches abgestempelt zu werden. Was ist das? Das ist Wort und es wird missbraucht, dieses Wort. Seit bestimmt, weiß ich nicht, fünf, sechs Jahren wird dieses Wort für Sachen missbraucht, für das es nicht gedacht ist. 35:18 Und Semiten, semitische Völker sind eben auch Araber, Palästinenser sind auch Semiten. Aber das rachen die Leute nicht. Und dieser Begriff wird ständig missbraucht. 35:28 Und ich glaube, das war die Intention dahinter. Einfach mal Zu sagen, lass die Leute dich framen, wenn du zu deiner Überzeugung stehst und gegen Genozid bist, lass sie dich framen. Dann bist du halt in deren Augen Antisemit. Das ändert ja nichts daran, dass der da oben weiß, wer du bist und der dein Herz kennt und weiß, dass du nicht hasserfüllt bist und dass du nicht irgendeine bestimmte Menschengruppe aufgrund ihrer Religion hast. Malik 35:48 Und da würde mich schon interessieren, was für eine Rolle spielt Spiritualität und Glauben in deinem Leben? Rosen 35:53 Ich bin am 17. Februar, ich habe das nicht öffentlich gemacht, ich bin am 17. Februar zum Islam konvertiert und habe das aber bewusst nicht so öffentlich gemacht, weil ich das nicht zum Thema machen wollte, weil ich nicht ablenken möchte von dem, was eigentlich auf dem Kanal passiert. 36:10 Aber ich hatte den Koran 2016 von einer Freundin ausgeliehen bekommen und hatte ihn recht halbherzig gelesen, muss ich sagen. Also ich fand alles schön auf jeden Fall, was drin stand, aber ich war noch nicht so mit dem Herzen dabei. Und hat mich das tief, tief, tief beeindruckt zu sehen, wie die Menschen in Palästina mit ihrem Leid umgehen und wie sie trotzdem täglich Gott danken für alles, was sie haben, für alles, was ihnen passiert. 36:39 Und es waren viele Sachen auch immer mit Begriffen, die die Leute dann kommentiert haben, wo ich nicht wusste, was bedeutet das Sabr zum Beispiel. und ich habe dann immer Issam angeschrieben, Issam Bayan, der mir dann auch wirklich alles haarklein erklärt hat und erzählt hat und ich konnte ihm alle Fragen stellen, die mich interessiert haben und so bin ich immer interessierter gewesen. Ich habe gesagt, nee, jetzt musst du noch mal den Koran lesen. 37:04 Okay. Und diesmal habe ich mit Herz gelesen und diesmal hat mein Herz die Worte verstanden. Jetzt muss ich hoffen. 37:14 Und es hat sich wirklich und es war wie eine Offenbarung für mich. Ich hatte so viele Fragezeichen in mir, die immer Fragezeichen waren und die haben sich auf einmal aufgelöst. Und ich habe, und es war wirklich wie, dass meine Seele nach Hause gekommen ist. 37:33 Dieses Gefühl wie, auf einmal eine Leichtigkeit wieder auch zu haben, die ich vorher nicht hatte. Und ja, und jetzt bin ich Muslima und lerne jeden Tag dazu Ich bin noch eine Anfängerin. Man lernt ja dann. 37:49 Ich weiß ja immer noch nicht alles. Es ist ja ganz viel, was man dann lernt. Ich fange ganz null an. 37:57 Es war einfach wirklich, meine Seele wollte nach Hause kommen. Malik 38:04 Wie schwer war die Entscheidung für dich, dich zu konvertieren? Gar nicht. Rosen 38:10 Es war wirklich in meinem Inneren Es war wie eine Glocke, die geläutet hat. Und dann habe ich keine zehn Minuten gewartet, als mein Herz gesagt hat, du musst das jetzt tun, du musst das jetzt machen. Das ist das, was jetzt wichtig ist. 38:24 Als allererstes. Wer weiß, was morgen ist, sondern jetzt. Jetzt, wirklich. 38:30 Und dann habe ich Issam gefragt, wie mache ich das denn? Was muss ich denn jetzt tun? Und so weiter. 38:36 Dann die Shahada geschickt. Und ich habe immer wieder angehört, angehört, gelernt, gelernt, gelernt. Und dann habe ich von den USA angerufen und habe gesagt, du bist jetzt meine Zeugin. 38:44 Okay. Und du hilfst mir jetzt, dass ich kommentiere. Du musst das nicht mit einem Imam machen. 38:52 Du kannst das einfach auch so machen, aber du machst es mit einem Zeugen, der bezeugt. Und das habe ich gemacht. Malik 38:59 Und wie hat dein Umfeld reagiert? Rosen 39:01 Ganz normal eigentlich. Also ich meine, mein Umfeld ist hier relativ klein. Malik 39:05 Ja. Rosen 39:06 Ich gehe natürlich, mein Sohn ist ja griechisch-orthodox, ich gehe mit dem in die Kirche und alles. und ich habe auch mein Kreuz nicht weggelegt oder so, weil es einfach die Glaubensbedeutung nicht für mich, es ist einfach ein Schmuckstück, was ich halt das letzte Schmuckstück von meinem Vater, bevor er verstorben ist und was hat sich verändert? Also mein Umfeld hat sich nicht verändert dich hat sich verändert Wie hast du dich verändert? 39:35 Ich bin glaube ich in vielen Sachen gelassener geworden sagt man zumindest Die sagen alle, du bist zu passend, was ist denn los? Alles gut. Und es ist wirklich so, sobald ich merke, okay, da ist irgendwas, was mir schwer auf der Seele liegt oder so, und ich dann bete oder im Koran lese, ich merke wirklich, ich kann es einfach in die Hände von Allah geben und ich fühle mich leichter. 40:04 Und ich kann es auch gar nicht so richtig beschreiben, aber ich habe auch das Gefühl, dass das Glück leichter zu mir fließt. Also ganz viele Sachen, wie so eine Blockade, wie so ein Schleier, der weggenommen ist von mir. Und ich habe das Gefühl, dass meine Gebete endlich mal erhört werden. 40:20 Also ich habe jetzt nicht so das Gefühl, das klingt jetzt komisch, ich habe ja vorher auch gebetet, auch viel gebetet, aber manchmal noch so das Gefühl gehabt, vielleicht ist die Connection nicht gut oder so. Ich habe mich gehört gefühlt und jetzt fühle ich mich gehört. Malik 40:36 Ja, danke Eva, dass du das mit uns geteilt hast. Finde ich super interessant. Danke. 40:43 Ich würde einmal kurz zurück zu deiner Arbeit nochmal kommen. Ich habe in einem Interview gesehen, da hast du erzählt, dass sogar dein Kind wegen deiner Arbeit in Gefahr war. Und fand ich sehr krass, was du da erzählt hast. 40:56 Magst du vielleicht kurz erzählen, was da passiert ist? Und im Allgemeinen vielleicht auch erzählen, wie der Einsatz für Frieden für dich, also was das auch persönlich für dich bedeutet und ob du dich auch bedroht fühlst. Also wie ist es für dich? Rosen 41:08 Also zum einen solche Drohungen per E-Mail oder per Nachricht kommen recht häufig. Also auch Morddrohungen und Gewaltandrohungen und solche Sachen. Das tangiert mich jetzt ehrlich gesagt immer nicht so, wenn das virtuell ist. 41:23 Was jetzt aber tatsächlich passiert ist, ich bin morgens in den Garten, ich wollte in die Garage rein. Also wir haben uns vorgestellt, du kommst vom Garten, ist so eine Tür, da geht es dann halt in die Garage rein. Und das ist auch ein bisschen in einem Knick drin. 41:38 Also man sieht es nicht von außen oder so. Ich habe auch so einen Sichtschutz am Zaun. Das heißt, es ist nicht wirklich einsehbar. 41:44 Da stand eine Tüte mit Süßigkeiten in der fallen Sonne irgendwie. Und ich gucke mir das so an. Ich denke, was ist das denn jetzt? 41:54 Und habe direkt irgendwie gedacht, das kann jemand von mir gewesen sein, die keinen Menschen so blöd entstellt, in die griechische Sonne eine Tüte Schokolade. Kinderschokolade. Okay. 42:05 Und ja, direkt irgendwie alle Alarmglocken am Schrillen gewesen. Und dann guckte ich mich halt weiter um. Und dann waren überall rote Dotzer auf dem Boden, weil jemand den, ich habe vor der Garage einen Granatapfelbaum stehen. 42:17 Ah, okay. Da hat jemand die Granatäpfel abgerissen und halt so richtig reingedotzt, dass die halt so wie so explodieren. Und überall habe ich Granatapfelkerne dann noch gehabt und diese Dotzer und meine schönen Granatäpfel kaputt. 42:30 Und habe dann aber auch erst mal gar nicht so drüber nachgedacht, habe aber trotzdem mir Handschuhe besorgt, also Gartenhandschuhe, und habe dann diese Tüte genommen und bin draußen im Container entsorgt. Und bin zurückgekommen und schon im Zurückgehen dachte ich so, ja, aber wer stellt denn das da hin? Wer soll das denn gewesen sein? 42:46 Also wenn dein Kind das findet und du weißt ja nicht, wer das da hingestellt hat und wer... Und habe in meinem Bekanntenkreis rumgefragt, ob da jemand halt irgendwelche Schokolade bei uns in den Garten gestellt hat und es war niemand natürlich von meinem Umfeld. Und das ist erschreckend. 43:03 Also ich sehe das schon als Drohung, weil jemand hat sich Zugang zu meinem Grundstück verschafft, um da halt eine Tüte Süßigkeiten zu postieren mit der was auch immer, was vielleicht was gewesen ist, vielleicht nichts gewesen ist, kann ich nicht mehr nachvollziehen, weil ich es halt entsorgt habe. Mein Kind weiß zum Glück, dass es nichts vom Boden nimmt und ich habe ihm auch gesagt, wenn du was im Garten findest, nicht anfangen, nicht essen, du sagst mir einfach nur Bescheid, wo es ist und die Mama tut es weg und ich gebe dir dafür was anderes. Er weiß dann, er kriegt irgendwie ein Stück Schoko von mir, aber halt nicht was, was auf dem Boden liegt. Malik 43:33 Wenn du jetzt im Allgemeinen an die Zukunft deines Kindes denkst, was ist eigentlich so deine größte Sorge, aber auch die größte Hoffnung, die du hast? Rosen 43:41 Meine größte Sorge ist, dass er in einem politischen System aufwächst, in dem Menschenleben nichts wert sind. Und in dem es darauf ankommt, wo du geboren bist, um überhaupt als Mensch ein bisschen was wert zu sein. Und das jetzt rein politisch betrachtet. 43:58 Und natürlich ihn zu einem Menschen zu erziehen. Ich versuche, die Sachen, die meine Eltern mir mitgegeben haben, versuche ich ihm einfach auch mitzugeben, dass er offen ist, dass er tolerant ist, dass er verschiedene Kulturen kennenlernt, dass er Menschen nicht nach ihrem Aussehen beurteilt, dass er wertschätzt, was er hat und dass er kritisch sein muss gegenüber allem, was mit Politik zu tun hat. Ich habe nicht so einen Beibring, ich bin auch klein, aber zumindest sehe ich in ihm schon viele Anteile, die meine Eltern mir mitgegeben haben. Er ist sehr empathisch. 44:32 Er spielt mit allen Kindern, unabhängig wie die aussehen. Das, was uns als Erwachsene auffällt, ist sehr schnell, das Kind hat abgeschlissene Kleidung. Ich glaube, Kinder haben die Fähigkeit, das Herz von den Menschen zu sehen, bevor sie den Menschen rundherum sehen. 44:52 Ich glaube, es war wirklich nur das Lichtsehen in einem Menschen und nicht sonst. Ich will, dass er diese Fähigkeit sieht. Ich interveniere überhaupt nicht, sondern ich schirme ihn dann ab, so, dass er sein Ding machen kann und wenn er auf dem Weg bleibt, das würde ich sehr begrüßen und ich hoffe, dass das so bleibt und hinterfragt auch schon viele Sachen, wo ich denke, ja, das geht in eine gute Richtung auf jeden Fall und ich versuche ihm auch das zu erklären, dass es gerade den Menschen in Palästina ganz schlecht geht und dass es da ganz viele arme Kinder gibt und dass er auch sehr, sehr wertschätzen muss, dass er genug zu essen hat und so. Also solche Sachen, da sprechen schon drüber auf kindliche Art. 45:33 Weil ich möchte, dass er das weiß. Und ja, ansonsten ist er vorurteilsfrei einfach. Und wenn du Fragen hast, frag mich alles, was du möchtest. 45:43 Vorurteilsfrei. Wenn er mich beten sieht, dann macht er mit. Dann legt er sich auf den Kopf, auf den Boden und so. 45:49 Also es ist ein typisches Kind einfach, glaube ich. Und ich würde mir für ihn wünschen, dass er seinen Weg findet, dass er ein guter Mensch wird. Und fragen ja die Leute, was willst du denn werden, wenn du groß bist? Und er sagt, ich will glücklich sein. Malik 46:02 Süß. Rosen 46:03 Und das wünsche ich ihm, immer glücklich ist. Und dabei unterstütze ich ihn natürlich. Malik 46:07 Danke, Eva, für die persönlichen Einblicke. Sehr schön. Zeigt auch wieder, wie wichtig Erziehung ist. 46:13 Wie wichtig diese Begleitung der Kinder auch ist. Und denen auch ganz zu präsentieren, auch auf kindliche Art und Weise, dass sie wissen, worum es geht und was gerade passiert und wie gut sie es haben. Ich glaube, das ist wirklich A und O auch für deren Entwicklung einfach. 46:30 Wo manche Eltern vielleicht denken, ja, das ist zu viel für mein Kind. Mein Kind könnte das nicht verarbeiten und dies und das. Aber ich finde auch genauso, wie du sagst, super wichtig, dass man denen das einfach auf dieser Ebene einfach auch von früh auf einfach erklärt, was für Privilegien sie auch haben, wie privilegiert sie sind. 46:47 Absolut. Rosen 46:48 Und wir haben auch immer wieder, sammeln wir auch für Flüchtlinge. Wir haben in der Nähe eine Organisation, wo man Spenden hinbringen kann für Flüchtlinge, also auch Kleidung und so weiter und Spielzeug. Er kriegt extrem viel geschenkt, weil er ein sehr süßes Kind ist und ich finde das eigentlich überhaupt nicht gut und so gehen wir natürlich dann manchmal durch die Sachen. Ich sage, die Sachen, mit denen du nicht spielst, die geben wir weg. 47:10 Und er sagt, die bringen wir zu den armen Kindern. Sag ich, genau, die bringen wir dann zu den armen Kindern. Und das findet er toll und er will dann auch mitmachen und er sammelt dann wirklich alle Sachen ein. Wir waschen die dann ab, dass alles sauber ist, bevor wir es hinbringen. 47:22 Und dann packen wir das in die Tüte und dann bringen wir es zusammen auch dorthin und er gibt die Sachen ab. selbst. Finde ich wichtig einfach, weil das haben wir auch gemacht als Kinder und ich glaube, dass das seinen Charakter prägt. Kinder wollen ja manchmal nicht so teilen oder geben nicht so gerne Sachen her und er ist da anders und auch wenn ich Kuchen gebacken habe, ich mache immer eine Tupperbox, wenn wir dann im Spielplatz gehen und wenn da andere Kinder sind, dann sage ich, du teilst bitte mit den anderen Kindern und er macht das. Malik 47:51 Ja, super, danke Eva. Zum Schluss möchte ich gerne, dass du eine einzige Botschaft, die du hast, also Wenn du den Menschen eine einzige Botschaft geben könntest, die wirklich Frieden in die Welt bringt, was wäre da? Rosen 48:04 Let love have the last word. Malik 48:06 Lass Liebe das letzte Wort haben auf dieser Welt. Vielen Dank, Eva. Danke. 48:11 Dankeschön, dass du dir heute die Zeit genommen hast. Es war wirklich sehr schön, mit dir zu reden und über deine Perspektiven zu erfahren und auch deine klaren Worte. Auch so ehrlich über alles zu sprechen, Das fand ich super, super schön. 48:28 Und ich wünsche dir wirklich alles, alles Gute. Ich glaube, du bist auch eine Inspiration für viele, für viele meiner Zuhörerinnen und Zuhörer. Und ich wünsche dir alles, alles Gute. 48:40 Und pass auf dich auf. Alles Gute auch für deinen Sohn. Rosen 48:44 Dankeschön für das schöne Gespräch. Und ich wünsche dir auch alles Gute. Dankeschön.