Ich hab so lange versucht, irgendwo anzukommen Vielleicht sollte ich mich erinnern, wer ich bin Ich stand mein Leben lang im Staub und im Beton Jeden Morgen gleiche Straße, gleiche Schicht, gleicher Ton Hammer in der Hand, doch im Kopf eine Frage Soll das wirklich alles sein, bis zum Ende meiner Tage? Ich hab funktioniert, hab gemacht, was man mir sagt Hab mich selbst verschluckt, wenn ich eigentlich was zu sagen hatte Hab meine Wahrheit versteckt, meine Seele klein gemacht Weil ich dachte, dass man so in dieser Welt überlebt und lacht Schon als Kind hab ich geglaubt, ich wär weniger wert Hab zu anderen hochgeschaut und mich selber nicht verehrt Alle waren irgendwie besser, alle konnten irgendwie mehr Und ich stand da mit dem Gefühl, ich bin nichts, ich bin leer Dann kamen die Pläne, erstes Auto, dann bin ich frei Zehntausend auf dem Konto, dann ist alles vorbei Eine Frau an meiner Seite, dann werd ich glücklich sein Mehr Besitz, mehr Bestätigung, mehr Geld, dann werde ich endlich frei Und jedes erste Mal war, wäre ich wunderschön Doch ich musste irgendwann durch all das hindurchsehen Erstes Geld, erstes Auto, erste Nacht, erster Kuss Doch nach jedem neuen Ziel blieb dieselbe Leere zurück Ich rannte meinem Leben hinterher, doch je schneller ich lieg Desto weiter war ich von mir entfernt, bis eine Stimme tief in mir sagte Du musst nirgendwo hin, du musst dich nur erinnern Ich bin mehr als das, was diese Welt in mir sieht Mehr als Geld, mehr als Arbeit, mehr als irgendein Titel Ich bin mehr als mein Versagen, mehr als meine Angst, mehr als all die Rollen, in die du mich gezwungen hast Ich war nie zu klein, ich hab nur vergessen, wie groß ich bin, ich war nie verloren, ich war nur zu weit weg von mir Und wenn die ganze Welt sagt, du bist nichts wert, dann hör ich tief in mir Du bist hier, du bist echt, du bist mehr Diese Welt misst Menschen gerne zahlen und Leistung Wer produziert, wer verdient, wer besitzt, wer hat Bedeutung Von klein auf lernen wir, sei pünktlich, sei brav Mach gute Noten, such die Arbeit, dann hast du's geschafft Doch wer bringt uns bei, wie man mutig bleibt Wie man liebt, wenn das Leben einen in die Knie zwingt und treibt Wer sagt uns, dass Wahrhaftigkeit mehr wiegt als Applaus Dass ein edler Mensch auch dann noch edel ist, wenn keiner zuschaut Wer misst den Wert von einem Herzen, das vergibt Von einem Menschen, der trotz allem noch wahrhaft dich liebt Von Weisheit, Mitgefühl und innerer Kraft Von einer Seele, die im Dunkeln trotzdem Hoffnung schafft Ich hab Fähigkeiten in mir jahrelang versteckt Weil ich dachte, dass in dieser Welt dafür kein Platz mehr steckt Spiritualität, für manche nur ein Wort Doch für mich war sie die Stimme, die mich immer wiederholt Ich hab Irrwege gebraucht, um meinen Weg zu erkennen Hab mich selbst verloren, um mich endlich zu kennen Und vielleicht war keine meiner Narben umsonst Weil jede mir gezeigt hat, wer ich wirklich bin Jetzt steh ich hier und hab nicht plötzlich alles in der Hand Kein Palast, kein Millionenkonto, keine goldene Wand Doch irgendwas ist anders, ich kann's kaum erklären Zum ersten Mal hin Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!