Hallo liebe Freunde der Friedens- und Freiheitsbewegung. Hallo liebe Interessenten, Zuschauer und hallo liebe Musiker. Ich möchte euch ganz recht herzlich begrüßen zu unserer Dokumentation des Musikers "Der Fall des Arne Schmidt, Pianist und Straßenmusiker". Aber bevor wir so richtig in die Dokumentation einsteigen, zuerst unser Jingle von "Musiker stehen auf". Bis gleich! Ich hoffe, euch hat unser Jingle von Musiker stehen aufgefallen und jetzt starten wir mit der Dokumentation. Und dazu haben wir einen Studiogast eingeladen, unsere liebe Andrea Henning. Andrea, herzlich willkommen! Ja, hallo Joe! Schön, dass wir heute mal so richtig in Media Race gehen. Ja, Media Race hört sich sehr gut an. Die Andrea Henning ist eine Journalistin, sie ist Buchautorin und auch Mutter von drei Kindern. Und warum wir sie eingeladen haben, und da sind wir ganz stolz und glücklich drauf, sie ist eine ganz eng Vertraute von Arne Schmidt. Und sie wird uns heute einiges aus dem Nähkästchen erzählen, denn sie begleitet Arne schon seit einigen Jahren und sie kann uns erzählen, wie es zu diesem Fall, zu dieser Causa Arne Schmidt überhaupt kam. So, und jetzt aber für alle, die zum ersten Mal heute dabei sind und zum ersten Mal auch von Arne Schmidt gehört haben, haben wir einen kurzen Trailer vorbereitet. Und den schauen wir uns erst mal gemeinsam an, was bisher geschah. Also, Trailer ab! Hallo, liebe Freunde der Friedens- und Freiheitsbewegung. Musiker und Pianist Arne Schmidt wurde am 3. September 2025 während einer laufenden Verhandlung am Berliner Landgericht unerwartet, verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Mein Name ist Joe von Musiker Stehen Auf. Die plötzliche Verhaftung von Freund und Musiker Arne Schmidt ist ein Schock für die gesamte Friedens- und Freiheitsbewegung. Es ist ein Skandal. Kunst- und Kulturschaffende setzen sich friedlich für ihre Rechte, Wahrheit und Freiheit ein und werden mit der vollen Härte der Justiz bestraft. Stehen wir jetzt alle gemeinsam auf und fordern die sofortige Freilassung von Arne Schmidt. In Kürze veröffentlichen wir, Musiker stehen auf, eine Dokumentation über den Friedensaktivisten und Musiker Arne Schmidt. Wir haben die Hintergründe und Zusammenhänge, die zu der Verhaftung von Arne Schmidt am 3. September 2025 geführt hat, verständlich, nachvollziehbar und mit Beweisen dargestellt. Also, bleibt dran, folgt uns, um nichts zu verpassen. Denn die Wahrheit wird zum Schluss immer siegen. So, jetzt wisst ihr, um was es geht. Arne Schmidt wurde am 3.9.2025 verhaftet, mitten in einem Prozess. Und wir möchten in der folgenden Dokumentation aufarbeiten, was sind die Ursachen und die Folgen. Wir werden es verständlich, nachvollziehbar und mit Beweisen belegen. Und deswegen bin ich ganz glücklich, dass heute unsere liebe Andrea da ist. Sie wird mir nämlich dabei helfen. Liebe Andrea, aber bevor wir dann starten, sag doch mal ein bisschen was zu dir. Wo kommst du her? Was machst du beruflich? Ja, ich komme aus Ostfriesland, bin also Niedersachsen. Und ich bin gelernte Fotografin, freie Journalistin und Autorin inzwischen und bin seit fünf Jahren ungefähr durch die Corona-Geschichte ein wenig bedingt in die juristische Ebene gerutscht, die mich sehr interessiert. Und in diesem Sinne haben wir dann auch den Bezug zu Arne Schmidt. Ja, und hier, es ist kein Zufall, ich habe auch Andreas' neustes Werk da, nämlich Juristisch ein Skandal. Hier beleuchtet sie den Fall von Dr. Rainer Füllmich. Ja, liebe Andrea, das Buch hast du geschrieben. Kannst du ein bisschen was dazu sagen? Ich möchte vielleicht einen Stichpunkt geben, Justizradar. Ja, also ich habe in den letzten verschiedenen Geschichten, die da so laufen mit Ärzten, mit Journalisten auch, mit Anwälten und eben jetzt auch Arne Schmidt festgestellt, dass sich in meinen Augen ein bestimmtes Muster ergibt. Also für mich gesehen ist die Justiz nicht komplett am Ende. Wie viele sagen, gibt es noch einen Rechtsstaat, darf jeder für sich selbst entscheiden. Aber wenn ich mit einem Radar gucke, kommen immer so Highlights auf. Das sind eben diese genannten Berufe dann teilweise auch. Und deswegen Justizradar, vielleicht mal genau hingucken, wo läuft die Justiz ein wenig aus dem Ruder. Sehr interessant. Liebe Andrea, kann man das Buch auch erwerben? Ja, natürlich. Das ist in jedem Buchhandel zu bestellen oder bei Amazon oder bei mir direkt. Es gibt auch eine E-Mail-Adresse dafür. Also jederzeit, überall erwerbbar. Sehr gut. Ja, und dieses Buch ist auch deshalb so interessant. Und ich habe es auch bewusst jetzt hier in die Kamera gehalten, weil ich auch ein Muster erkenne, nicht nur bei Musikern, bei Rechtsanwälten, auch bei Ärzten, Pflegehelfern. Wir haben ja in der Corona-Zeit so einiges erlebt. Und deswegen machen wir auch die Dokumentation, weil dieses Mal, heute geht es ja natürlich um den Musiker, Straßenmusiker Arne Schmidt. Was ist mit ihm geschehen? Warum hat man aus einer Mücke ein Elefant gemacht? Und das werden wir heute doch leuchten. Und deswegen haben wir die Dokumentation in fünf Teile aufgebaut. Und jetzt starten wir mal mit dem ersten Teil. Der erste Teil beleuchtet den Straßenmusiker Arne Schmidt. Wer ist der? Wo kommt er her? Seine Emotionen, seine Leidenschaft, seine Liebe zur Musik. Und wir werden ihn jetzt ein bisschen besser kennenlernen. Wir haben das Archiv erforscht und haben viele, viele schöne Dinge über ihn gefunden. Richtig schöne Sachen, ja. Ja, also schauen wir uns mal gemeinsam den Musiker, den Straßenmusiker Arne Schmidt an. Video ab. Mein Name ist Arne Schmidt und ich bin Straßenmusiker. Seit 1997 reise ich mit meinem Klavier durch die Welt und bringe den Menschen etwas Entspannung in den hektischen Alltag. Ich bin in Hamburg zurück. und sie drückt * Musik * Musik *Applaus* Guten Abend, meine Damen und Herren. Am Anfang habe ich keine Spaziergänge für Sie. Ich versuche, auf Polnisch zu sprechen. *Applaus* Mein Name ist Arne Schmidt. Ich begrüße euch alle auf meinem ersten Solo-Konzert in der Konzertsaal. Normalerweise spiele ich im Hintergrund, aber heute haben wir ein Treffen im "Hotel" Ich wünsche euch einen schönen Abend! Applaus Musik Als das See, das mit der Sonne schlank, in der Spree, die Musik blieb. Untertitelung des ZDF, 2020 So viel wie Some say love It is a modern And endless Again and again I say love It is a flower Er dient so wie sie Wahnsinn. Und wenn man sieht, wo der schon überall auf der Welt war, ich glaube, ich habe in seiner Biografie gelesen, 500 Städte, über 2000 Konzerte und jetzt erklärt sich auch der Name Piano Across the World. Genau das. Genau das macht jetzt Sinn. Ja, und wenn man sich mal überlegt, jeder Musiker da draußen, ihr wisst doch, wie das ist, wenn man sein Instrument mal mitnimmt, aber ein Piano um die ganze Welt herum, also da merkt man schon, Arne hat sehr viel Leidenschaft und ihm ist auch kein Weg und kein Geld zu teuer. Er möchte einfach sich präsentieren. Hast du gesehen im Video die Stimmung von den Menschen, wie er die entschleunigt hat? Ja, das ist genau das Gleiche, was ich immer wieder feststelle. Und das gilt halt weltweit. Musik verbindet und Musik bewirkt was. Ja, so empfinde ich es auch. Musik baut Brücken zu den Menschen, zu den Herzen. Und das macht Arne mit Bravour. Also ich war wirklich begeistert. Jetzt liegt es auch nicht nur bei Arne. Alleine in seiner Familie sind mehrere musikalisch Begabte. Aber bei ihm ist halt diese Leidenschaft, das als Beruf auszuleben, wohl größer. Ja, ich glaube, er hat ja zehn Geschwister. Ja, ja, die sind mit elf Kindern. Und sind die alle musikalisch oder nur der Arne? Nicht alle. Also es sind schon einige auch dabei, aber dass sie das als Beruf ausleben wie Arne, das ist da eher nicht. Aber musikalisch sind sie schon. Und die Eltern, spielen die auch ein Instrument? Ich glaube, so weit nicht. Das ist für Eltern auch wieder anders. Wenn man ein Kind hat, das Musik übt und jeden Tag ganz viel spielt, hat man vielleicht auch eine andere Sicht darauf. Inzwischen hören sie ihn aber wieder sehr gern spielen. Das glaube ich. Und jetzt habe ich mich noch als Musiker gefragt, wenn man es so wie er Musik macht, hat er das studiert? Oder hat er einfach nur Talent? Er hat eine wirklich tiefe Leidenschaft und Talente in meinen Augen. Er hat es nicht studiert, das ist nichts Erlerntes. Es ist tatsächlich von innen heraus autark sich selbst beigebracht. Ja, wunderbar. Liebe Musiker, also ihr seht, man muss nicht immer studieren, um ein Instrument spielen zu können. Es gehört Talent dazu, sicherlich, aber auch eine Portion Talent. So, und dieses Talent hat natürlich Arne Schmidt. Viele Menschen zugänglich machen wollen. Und so wie es halt ist, wenn man viel unterwegs ist, lernt man viele Menschen kennen. Man lernt natürlich auch dann Behörden kennen oder auch die Justiz lernt man kennen. Denn es ist da natürlich einiges vorgefallen und es gibt eine Dokumentation vom Hessischen Rundfunk. Die haben über den Arne Schmidt eine Dokumentation gemacht und so wie es halt in Deutschland ist, auf kurz oder lang kommt der Arne in Kontakt mit den Justizbehörden. Ja, und das schauen wir uns jetzt mal an. Und jetzt kommen wir nämlich zum zweiten Teil unserer Dokumentation. Ein Musiker, ein Straßenmusiker, der für seine Kunst, Kultur und für seine musikalische Freiheit kämpft. Schauen wir uns das Video jetzt mal gemeinsam an. Also, bis gleich. Wenn Arne Schmidt mit seinem E-Piano in der Fußgängerzone Musik macht, dann sind die allermeisten Passanten eigentlich begeistert und hören ihm gern zu. Er spielt gut, die Songs sind schön, aber es ist nicht erlaubt, weil sein Klavier nämlich einen Verstärker hat. Und so gab es heute einen Gerichtstermin beim Amtsgericht in Frankfurt. Der endete mit einer Entscheidung, die nicht nur der 40-jährige Straßenmusikant nicht versteht. Er tut es in Nordrhein-Westfalen. Er tut es in Hamburg. Und er tut es auch am Ostseestrand. Der Pianist und Straßenmusiker Arne Schmidt. Er würde so gerne auch mal hier spielen, bei uns in Frankfurt auf der Zeil. Aber er darf nicht. Und das ärgert ihn gewaltig. Frankfurt ist geil. So einfach mal so. Frankfurt ist eine riesenlange Fußgängerzone. Und gerade für meinen Flügel, diese Breitenplätze, die Zeil ist neu. Jetzt haben wir die Musikmesse. Heute Termin beim Amtsgericht. Denn als Arne Schmidt doch einmal versucht hat, in Frankfurt zu spielen, kassiert er einen Bußgeldbescheid. 130 Euro wegen ruhestörenden Lärms. Seine Musik Lärm zu nennen, das ist das Schlimmste daran. Das tut wahnsinnig weh. Ich bin großer Musikliebehaber und ich habe Arne Schmidt auch schon in Frankfurt spielen hören. Das ist eine äußerst angenehme Musik und das tut einem wirklich das Herz weh. Warum die Stadt Frankfurt ihn nicht spielen lassen will? Der Flügel von Arne Schmidt funktioniert elektrisch. Und elektrisch verstärkte Musik ist nach Ansicht der Stadtverwaltung immer Lärm und deshalb verboten. Aber es ist ja gar nicht gerecht, wenn ich jetzt Trompete spielen würde. Ich kann ja viel, viel lauter als mit meinem Flügel spielen und das wäre erlaubt. Von der Stadt dazu heute kein Kommentar. Weil es auf der Zeil verboten ist, lassen wir Arne Schmidt seinen 700 Kilo schweren Flügel am Stadtrand abladen und im Industriegebiet ein kleines Konzert geben. Und siehe da, sofort kommen begeisterte Zuhörer aus den Büros. Also ich kenne es jetzt aus Konzerthallen oder so vielleicht mal, aber dass es im Freien so einen schönen Klang hat, finde ich sehr faszinierend. Und was sagen Sie dazu, wenn das Ordnungsamt sagt, das ist Lärm? Völliger Blödsinn. Meinen Augen völliger Quatsch. Die Richterin am Amtsgericht erlässt Arne Schmidt heute zwar das Bußgeld und stellt das Verfahren ein, sagt aber gleichzeitig, dass es weiter verboten bleibt, mit dem E-Flügel auf der Zeil zu spielen. Beim nächsten Mal setzt es also wieder Bußgeld. Ärgerlich für den begeisterten Freiluftpianisten, der jetzt überlegt, ob er sich weiter mit den Frankfurter Behörden rumärgern will oder einfach woanders spielt. Schade eigentlich. Unglaublich, dass man diese schöne Musik von Arne Schmidt als Lärmbelästigung bezeichnet hat und jetzt musste er sogar vor Gericht. Also ich bin wirklich erstaunt. Typisch deutsch, oder? Recht bürokratisch, ja. Ja. Und darf ich dich mal fragen: Findest du das gerecht? Nein, ich bin da ebenso wie Arne der Meinung, dass das doch sehr ungerecht ist. Und Arne wäre nicht Arne, wenn er nicht eine Lösung gefunden hätte. Ah, Lösung. Ja, wie könnte denn so eine Lösung aussehen? Also ich bin ja selber auch Musiker und wir haben ja auch früher mit unserer Band und ich auch alleine auf der Straße gespielt und da war immer so im Hinterkopf: Kommt jemand vorbei? Kommt die Polizei? Kommt die Behörde? Kostet es wieder Strafe? Muss ich wieder vor Gericht? Also ich kenne das alles, was Arne durchgemacht hat. Aber ich habe damals keine Lösung gefunden. Aber es gibt eine Lösung, oder? Ja, es gibt eine Lösung. Welche? Die Meinungsfreiheit, Artikel 5 im Grundgesetz. Und der Arne hat sich logischerweise darauf dann bezogen und ist für sich genutzt. Auf eine ganz schöne Weise, wie ich finde. Ja. Und zwar dem Recht entsprechend. Ah, das ist ja clever. Klar, wir haben Artikel 5 des Grundgesetzes, die Meinungsfreiheit. Und das gilt sowohl Schrift, Bild, Plakate, auch in Form von Texten, von Liedern und von Musik. Und das war die Lösung. Und dazu gibt es auch ein paar schöne Videos und die schauen wir uns jetzt mal alle gemeinsam an. Also, bis gleich. Es gibt auch das Gesetz der Kunstfreiheit und das Gesetz des Schutzes der Kunst. Die Städte machen manchmal Regeln von oben, wird über den Kopf hinweg entschieden. Und die Regeln sagen zum Beispiel im Sommer hier, darf man den ganzen Platz nur für 30 Minuten, und das ist ja, finde ich, viel zu wenig. Das ist ja eigentlich fast ein Kunstverbot. Weil irgendwie wollen die die Musiker dann vielleicht doch zuwährend einschränken. Und deswegen habe ich das Recht der Demonstration genommen. Und man muss sich auch mal wehren, das ist ja so. Und deswegen kann ich jetzt darauf aufmerksam machen und gleichzeitig meine Musik auch präsentieren, um was es geht. Und ich habe auch gemerkt, die Stadt schmeckt das nicht. Die wollten mir das so absprechen. Nein, das ist, ob das einen Demo-Charakter hat und so. Dann habe ich gesagt, jetzt mache ich es erst recht. Das hat auch ein Druckmittel, genau. Mein Piano vermittelt eine Meinung zur Straßenkunst und deswegen ist es für mich ein Demonstrationsmittel, das zugelassen ist. * Musik * * Musik * Ich hoffe, es hat was gebracht mit der Demonstration. Auf jeden Fall hat es vielen Leuten hier gefallen. Ja, hiermit beende ich die Demonstration für heute. Ja, muss ich so sagen, das ist alles, muss ja seine Vorschrift haben. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend, vielen Dank. Ja, ich bin zufrieden, weil das eine tolle Sache ist, was wir machen hier. Für eine gute Sache, trotz Kälte. Wir haben einen tollen Tag gleichzeitig gehabt. Und vielleicht werde ich das mal öfters machen, so sagen, damit sich da was tut. Wie clever ist das denn? Liebe Amel, er hat das Demonstrationsrecht kombiniert mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung, Artikel 5 des Grundgesetzes. Und das war die Lösung. Ja, besonders clever, weil durch die Anmeldung einer Demonstration war er zeitlich nicht mehr begrenzt, wie als Straßenmusiker, und konnte den ganzen Tag spielen. Ja, das habe ich gesehen. Er hat nämlich am Schluss, es war schon dunkel, hat er die Versammlung offiziell dann auch beendet. Das sind halt die Behörden-Schritte, dass man, wenn man eine Demonstration anmeldet, die auch offiziell beenden muss. Das ist es halt. Sehr, sehr clever. Also, liebe Arne, Daumen hoch. Hast du gut gemacht. Ja, und jetzt kommen wir zu unserem dritten Teil der Dokumentation. Arne Schmidt hat sich jetzt nicht nur als Straßenmusiker etabliert, sondern auch als Aktivist. Nicht nur für sich, sondern auch für die Friedens- und Freiheitsbewegung, nämlich in der Corona-Zeit 2020. Ich sage die Corona-Plandemie-Zeit. Man sieht ganz genau, wie Arne wieder auf ein neues Level gekommen ist. Jetzt stand nicht nur er im Fokus, sondern er hat sich auch für die Gemeinschaft eingesetzt. Ja, also hat er vorher ja auch schon mal, dass er für Obdachlose gespielt hat. Aber jetzt kommt es aktiv dazu, deswegen eben auch Aktivist. Ja, wir haben im Archiv einige sehr bewegende Bilder aus 2020 gefunden. Und wenn ihr Taschentücher habt, legt die mal auf die Seite. Es wird sehr, sehr emotionell. Deswegen bin ich dafür, wenn die Polizei gleich irgendwas anfängt, zieht euch lieber die Masken auf, bis Abstand halten, weil es ist wichtig, dass wir hierbleiben. * Musik * * Jubel * * Musik * * Musik * * Jubel * * Musik * * Musik * * Stimmengewirr * * Stimmen Entweder ist dieses Virus, wie dargestellt, nicht weiter schlimm und braucht keine Maßnahmen. Oder aber wir müssen schon bei dem leisesten Verdacht, selbst ohne wissenschaftliche Basis, Maßnahmen ergreifen. Beides zusammen geht nicht. Beides geht nicht. Und deswegen: Ihnen geht es am Ende immer nur um eins. Egal ob so rum oder so rum. Hauptsache Krawall. Und wir schützen derweil unsere Bürgerinnen und Bürger. Halten Sie Abstand! Halten Sie Abstand! 150 Abstand bitte! Schauen Sie ab hier! Sie haben nichts zu melden! Sie sind mir gegen eine Impfpflicht. Und das darf ich sagen. Und jetzt lassen Sie mich in Ruhe. Hauen Sie ab! Sie belästigen mich hier! Da muss ich jetzt einmal tief durchatmen. Sehr emotionell. Unfassbar. Ja. Du sag mal, bei den Wasserwerfern, war da nur Wasser drin? Weil die Leute sahen aus, die haben so geweint, oder? Ja, ich selber bin vom Wasserwerfer nicht getroffen worden, aber die Leute, die da das Wasser abbekommen haben, haben teilweise sehr starke Hautreizungen und Augenreizungen gehabt. Also war Reizgas drin, oder? Es sieht so aus, ja, es ist anzunehmen. Und natürlich, wenn man sich vorstellt, bei Minusgraden von einem Wasserwerfer angegriffen zu werden, nur wenn man da steht und um Frieden bettelt. Hast du gesehen, wie stark der Wasserwerfer auch war? Da hat sogar die Ampel verbogen. Ja, das ist eine unwahrscheinliche Kraft. Und wenn ich mir vorstelle, ich vertraue auf meinen Staat und die, die mich beschützen sollen, greifen mich an, als wäre ich der schlimmste Verbrecher überhaupt. Das müsst ihr euch mal vorstellen. Da gehen Menschen auf die Straße. Artikel 5 des Grundgesetzes, freie Meinungsäußerung. Und warum sind sie auf die Straße gegangen? Weil am 18.11.2020 wurde das Infektionsschutzgesetz verabschiedet. Die Folge wäre dann eine sogenannte Impfpflicht für alle. Und genau deshalb sind die Leute auf die Straße gegangen. Sie haben ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen und so ging der Staat mit denen um, mit Wasserwerfern, mit Reizgas. Es hatte Minusgrade. Unfassbar. Und es waren ja auch Kinder dabei. Ja, alte Leute, Kinder. Da wird dann gesagt, ihr müsst Masken tragen, um alte Leute nicht anzustecken. Und dann bewerfen die alten Leute und Kinder mit Wasser bei Minusgraden. Passt gar nicht zusammen. Wahnsinn, Wahnsinn. Und Arne Schmidt war auch sehr, sehr aktiv. Man sieht ja auch schön in diesen Videos, dass der Arne Schmidt wirklich ein Aktivist für die Friedens- und die Freiheitsbewegung wurde. Er war überall drin, auch mittendrin, wo die Wasserwerfer gespritzt haben. Der hatte eine Taucherbrille aufgehabt, oder was war das? Wahnsinn. Wussten die schon, dass da Wasser kommt? Ja, also tatsächlich, wer in Berlin war, konnte dann auch sehen, wann Wasserwerfer geplant waren. Ob die immer zum Einsatz kommen sollten, wusste man nicht, aber man musste damit rechnen. Ja, die standen an strategisch wichtigen Punkten, da standen die. Also ich muss schon sagen, sehr, sehr, sehr mutig und es war richtig kalt. Ja, und dann natürlich Arne, viele Szenen. Und das Verrückte fand ich natürlich, wo er auf dem Klavier stand, mit dem Zollstock. Da muss ich sagen, da habe ich sofort eine Corona-Regel. Und zwar die AHA-Regel. Kennst du sie noch? Ja, ich kenne sie noch. Abstand halten, Hygiene und Atemschutzmaske. Und Arne hat gespiegelt. Wahnsinn. Abstand halten. Das gilt natürlich auch für Polizisten, die auf einen zukommen. Ja, schon verrückt. Und da fallen mir noch andere Corona-Regeln ein. Ich glaube, erster Lockdown, zweiter oder Lockdown light. Dann gab es den Wellenbrecher, den dritten Lockdown und dann gab es die Notbremse. Also Wahnsinn. Wahnsinn. Und dann die Beschränkungen, die wir erlebt haben, Ausgangssperren, viele öffentliche Einrichtungen. Kontaktverbote. Kontaktverbote. Du bringst deine Oma um, wenn du die besuchst. Wahnsinn. Man darf nicht drüber nachdenken. Es ist so irre. Wenn man da nochmal Revue passieren lässt, was haben die mit uns gemacht? Wer hat alles mitgemacht? Ja, und da muss ich bei den Zollstöcken, da muss ich jetzt auch wirklich schmunzeln, weil das ist mir nämlich als Musiker auch widerfahren. Aber diesmal umgekehrt von den Polizisten. Das war im Februar bei einer Demonstration in Frankfurt. Februar 2021 in Frankfurt. Da haben wir eine lustige Szene. Schaut euch das mal an. Untertitelung des ZDF, 2020 Ja, wow, da habe ich dich jetzt ja auch endlich mal live gesehen. In der Masse hat man das ja meist nicht gehabt. Cool, du mit der Trommel und sogar in der Deutschlandfahne. Ja, ein richtiger Patriot. Und ich muss sagen, ich erinnere mich gern an diese Zeit. Es war wirklich lächerlich ohne Ende. Wir standen da auf dem Platz und die Polizei hat uns gestoppt in voller Montur. Und man hat regelrecht gesehen, wie peinlich das denen war, durch die Menschenmenge zu laufen. Hast ja gesehen, die haben die Zollstöcke auch gar nicht richtig hochgehoben, also praktisch in die Horizontale, sondern es war alles so vertikal. Und da war eine junge Polizistin und ich habe gemerkt, ich habe sie angeschaut, es war ihr mega, mega unangenehm. Es ist einfach irre, oder? Es ist einfach irre, genau. Und irre, das ist vielleicht ein Wort, das wir uns auch merken sollten, Das wird später noch ein bisschen Gewicht haben. Wir haben das Wort Irre jetzt gefunden mit den Maßnahmen und den Sachen, die passiert sind. Wir sind ja immer noch im Part 3 und jetzt kommen wir zu diesem Tag, wo der Fall, die Causa Arne Schmidt beginnt. An diesem Tag wurde Arne Schmidt der schwere Landfriedensbruch mit Klavier vorgeworfen. Und da beginnt jetzt sozusagen der Fall, die Causa Arne Schmidt. Wir haben das alles auf Video dokumentiert und das schauen wir uns jetzt mal gemeinsam an. Ja, jetzt sehen wir hier, wie der Demonstrationszug sich mit ganz, ganz dezenter Schrittgeschwindigkeit Richtung dieser Säule bewegt. Auf der Straße des 17. Julis in Berlin. Ah, das ist doch der Dr. Fichtner. Ja. Ja? Ja, der war vorne mit dabei. Ah, guck, schau mal. So, Achtung. Ah. Das ist der schwere Landfriedenskampf. Das? Das. Die Polizei hat doch hier das Klavier nach vorne gestoßen, aber wie massiv. Da fragt sich, wer hat den Landfriedensbruch begangen? Das würde ich jetzt aber auch mal in Frage stellen. Ah ja, und das ist jetzt eine andere Perspektive, oder? Genau. Ah, schauen wir uns mal an. Da kann man dann gleich sehen, dass man sieht die Polizisten. Ja, ganz entspannt. Jetzt gehen sie ran, jetzt gehen sie ans Klavier ran. Und zack, nach vorne. Oder besser nach hinten. Also wenn ich mir das anschaue, so ein Klavier wiegt ja wirklich einige hunderte von Kilos und die werden einfach gegen die Demonstrationen gestoßen. Aber schau mal wie massiv. Mann, wenn da einer mit seinem Fuß unter die Räder kommt, boah. Und das ist der Landfriedensbruch. Ja, und wie geht's nun an diesem Tag weiter? Man sieht doch alle friedlich, in gut gelaunter Stimmung. Kennst du das Lied? Ja, The World. Ja, bekannt, ne? Auf jeden Fall deeskalierend. Auf jeden Fall. Arne möchte hier definitiv die Menschenmenge beruhigen. Und ich habe von einem Interview von ihm gehört, dass er sehr emotionell berührt war, wo er das Lied spielte "Gänsehaut". Ja, so ist Arne. Arne hat ein Gefühl für die richtige Situation. Und dann macht er genau das Richtige. Das Leben als Straßenmusiker lehrt einen so einiges. Da kommt jetzt seine Erfahrung heraus, er entschleunigt den Menschen, er bringt die Gemüter zur Ruhe. Das ist das, was es braucht. We are the world, Gemeinsamkeit. Sehr schön. Das hinterher hat Dr. Fisch mal ganz nervös, oder? Dr. Lang hat es dahinter. Ja, habe ich auch gesehen. Ja, den kenne ich auch. Ja, da ist er, mit Einzug und Krawatte. Gentleman. So, das waren mal ein paar ruhige Töne, um zum Runterkommen. Guck mal, die Polizisten. Die Hände schön auf die Helme, entspannte Haltung. Tja. Und das so ein paar Minuten nach schwerem Landfriedensbruch. Das muss man sich mal vorstellen. Der Landfriedensbruch. Und die Polizisten ganz entspannt. So sieht also ein ganz gefährlicher Landfriedensbruch aus. Und so ist die Reaktion der Polizisten. Interessant. Richtig interessant. Da fällt mir was ein, wenn die Wahrheit zur Lüge wird und die Lüge wird zur Wahrheit. So ist es. Symbolisch, oder? Ja, absolut. "Sie werden nur mit ihm reden, wie ein Emissär." "Was macht Arne da?" "Er spricht mit dem Einsatzleiter und der skaliert weiter." "Also er war stets bemüht, einfach vorzusehen." viel Ruhe zu sorgen. Ja, genau, das Beweisvideo lag auch vor und das muss man wissen, das haben auch Richter und Schiffen gesehen. Ich habe ungefähr eine Uhrzeit im Kopf, circa zwei Stunden später, so gegen 12.40 Uhr, da merkt man die Menge schon ein bisschen jetzt aufgebracht, oder? Ja. Weil immerhin standen die ja zwei Stunden jetzt sozusagen gestopft von der Polizei, oder? Richtig. Und so langsam sieht man, was sich da jetzt gerade beim Klavier tut. Ja, man sieht die Polizei umzingelt, sie haben noch keine Helme auf, aber ihre Masken schon hochgezogen. Und der Arne ganz oben und der Herr Fichtner, den wollen sie vom Klavier wegreißen. Also man kann sagen, die Stimmung kippt, oder? Die Stimmung kippt. Und da sind auch die ersten behelmten Polizisten, die ankommen. Also ganz klar. Und hier reißen sie alle am Klavier. Und der Arne versucht hier wieder zu deeskalieren, aber sieht ein bisschen hilflos aus. Ja, die Geschichte, man muss sich nochmal dran erinnern. Dieses hier ist nicht der schwere Land für Innsbruck. Ja, der war zuvor. Genau. Und das ist alles, was danach kam. Oh, da reißen sie jemanden der Hose. Mama mia. Unfassbar. Unfassbar. Und der Herr Fichtner, der wehrt sich, der klammert sich da fest. Und mit Gewalt, haben die Leute mich auch mit Gewalt vom Flügel mehr oder weniger holen wollen. Und jetzt bleibt der stehen, den kriegen sie jetzt so einfach nicht weg, weil der Joystick ist abgerissen, den kann man jetzt, Ich weiß gar nicht, ob sie ihn wegtragen können. Der wiegt über eine halbe Tonne. Und ich bin leider zu spät dran gewesen. Ich wollte mit einem Menschen noch nach vorne marschieren. Und das habe ich halt jetzt nicht mehr geschafft. Schwer bewaffnet, oder? Und Arne mittendrin. Er sieht jetzt wirklich hilflos aus. Und guck mal, die haben alle blaue Helme, volle Montur. Hallo liebe Leute. Bei der Demo am Mittwoch in Berlin wurde tatsächlich mein Flügel beschlagnahmt von der Polizei. Da sind letztendlich circa 30 Polizisten mit Helm, haben den Flügel umstellt. um ein Piano mitzunehmen. Und ich danke euch wirklich, dass die Leute da rumstanden und haben laut protestiert, haben sich auf den Boden gesetzt. Und da war ein Riesengerangel wegen einem Piano. Ja, das war nun der schwere Landfriedensbruch mit Klavier. Und ihr habt es alle genau gesehen. Das Klavier von Arne Schmidt stand. Die Stimmung war friedlich. Sie haben alle wirklich eine gute Stimmung produziert und der Arne hat stets deeskaliert. Die Polizei hat das Klavier, ca. 500 Kilo schwer, gegen das Volk gedrückt. Also hier ist völlig klar, wer den schweren Landfriedensbruch gemacht hat. Es war die Polizei. tatsächlich derjenige, der das Klavier bewegt hat, mit Schwung und das auf viele Leute zu. Man kann das tatsächlich so sehen. Kann man so sehen. Du, da fällt mir eins ein, George Orwell, 1984. Wenn die Lüge zur Wahrheit wird, und die Wahrheit wird zur Lüge. Ja, und da hat man auch den Polizisten gesehen, nach dem schweren Landfriedensbruch mit Klavier, haben sie ihre Hände auf die Helme gelehnt, alles war entspannt. Haben sie sich unterhalten. Haben sie sich unterhalten. Es wurde deeskaliert. Absolut. Und dann, zwei Stunden später, hat man gesehen, wie die Stimmung gekippt ist. Genau. Die Polizisten alle mit ihren Helmen in voller Montur. Und da haben sie das Klavier umzingelt, als ob sie das Klavier beschützen wollten. Ich denke mal, das Klavier hat verdächtig geglänzt. Es ist ja jetzt eine Tatwaffe. Ja, das ist nämlich der nächste Punkt. Weil wir haben ja auch im Video gesehen, das Klavier wurde ja abtransportiert mit zwei LKWs. 500 Kilo. Ja. Und wollte man dann jetzt den Arne existenziell vernichten? Oder was war der Grund, warum das Klavier abtransportiert wurde? Naja, wenn es eine Tatwaffe ist, muss es ja gesichert werden. Aha. Das ist wie das Beispiel mit einer Pistole einen Überfall machen, dann wird die Pistole eingezogen. Richtig. Ah ja. Und daher kommt auch der Tatvorwurf, schwerer Landfriedensbruch mit Klavier, weil das Klavier eine Tatwaffe ist. Ah ja, interessant. Auch wenn es nicht so leicht in die Tasche passt. Also, jetzt haben es alle verstanden. Schwerer Landfriedensbruch mit Klavier. Und das Klavier wurde abtransportiert, weil es eine Tatwaffe darstellt. Verrückt, aber es ist so. Und die Folgen? Mittellosigkeit für einen Pianisten. An einem Pianisten sein Werkzeug, mit dem er auf der Straße arbeitet, kann er nicht arbeiten. So ist es. Und dann, wir haben ja recherchiert, zwei Tage lang ist nichts. Entschuldigung. zwei Jahre lang ist nichts passiert. Und zwar fast auf den Tag genau am 27. 4. 2023 kam es nun endlich, also zwei Jahre später, zu der Verhandlung gegen den schweren Landfriedensbruch mit Klavier. Und dazu haben wir ein Statement persönlich vom Arne. Und das schauen wir uns jetzt alle geschwind gemeinsam an. Also, schaut mal rein. Liebe Grüße, hier sind alle Prozessbeobachter fast noch da. Langsam, langsam. Das erste Etappensiedling ist erreicht. Es ist keiner schwerer Landfriedensbruch. Der Staatsanwalt hat nicht recht behalten. Und es ist zwar zu einer jetzigen Verurteilung gekommen, 70 Tagessätze mit 15 Euro. Aber natürlich gehe ich in den Beruf. Natürlich mache ich weiter, weil das muss einen Freispruch geben. Und die Richterin hat auch gesagt, der Flügel, der weggenommen wurde, ist nicht einzubziehen. Also ist das alles rechtswidrig, was die da machen. Und ich muss sagen, ich bin sehr dankbar. Ein Anwalt hat mir noch im Hintergrund geholfen. Ein sehr guter Anwalt in der Pause. Ich habe da noch eine Pause beantragt, dass ich auf Plädoyer mich vorbereite. Ich bin euch allen sehr dankbar, dass ihr hier wart. Tschakka! Berlin-Iron! Heil! Heil! Heil! Berlin! Wie wir aus dem Video von Arne Schmidt jetzt freudig entnehmen können, gab es zumindest einen Teilerfolg. Nicht für Arne Schmidt, aber für das Klavier. Das Klavier, das festgesetzt war, wurde jetzt freigesprochen. Und jetzt wird es ein bisschen juristisch. Deswegen habe ich meine liebe Andrea da. Andrea, kannst du uns das ein bisschen jetzt entwirren? Ja, ich bin zwar keine Juristin, aber um das mal auf den Punkt zu bringen, der schwere Landfriedensbruch war kein schwerer Landfriedensbruch, sondern einfacher, weil das Klavier nicht beteiligt war. Das Urteil sagt, das Klavier ist unschuldig und war auch in Haft genommen worden unverhältnismäßig. Also das war nicht angebracht, das Klavier einzuziehen. Und das ist natürlich schon ein großer Erfolg, wenn man sagen kann, kein schwerer Landfriedensbruch, sondern einfacher wurde verurteilt. Das bedeutet also, das Klavier war ungerechtfertigt zwei Jahre lang in Haft und wird jetzt sozusagen entlassen in die Freiheit. Ja, es ist auch nicht sofort entlassen worden, es hat dann noch ein bisschen eine Weile gedauert, aber dann durfte es tatsächlich wieder in die Freiheit. Und auch das haben wir natürlich festgehalten. Wir haben euch eine Videosequenz zusammengestellt. Das Klavier auf dem Weg in die Freiheit. Seht selbst. Guckt ihr mal an, wie runter der gekommen ist. Warte mal ganz kurz. Ich muss mal ganz kurz alles dokumentieren. Weil das Ding da sehr blöd eingeparkt ist. Das heißt, ich müsste jetzt erstmal ein paar Drogen rein. Aber ich müsste dann auch weggehen. Du kannst ja schon mal holen. Ja, ja, muss ich schon mal holen. Also mehrmals, ich muss doch hier das alles mal testen können. Da hat er doch gar nichts zu entscheiden. Das ist eine Gängelung. Wir müssen eigentlich einen roten Teppich hier hinlegen. Wir müssen sagen, Herr Schmidt, sollen wir Ihnen Kaffee bringen? Das ist ein Unrecht getan. Das war nun die Entlassung des Klaviers in die völlige Freiheit. Aber ich muss sagen, Andrea, das Klavier sah schon ziemlich ramponiert und schmutzig aus. Ja, war auch demoralisiert, kann man im Grunde sagen. Ein wenig verstimmt, auch wenn es elektronisch lief. Aber wenn wir gesehen haben, wo es untergebracht war, ist es überhaupt kein Wunder. Kein geschützter Raum, alles offen. Temperaturen möchte ich gar nicht drüber nachdenken, was da war. Feuchtigkeit und was da drumherum stand, sah aus wie Sperrmüll. Absolut. Und ich glaube, wir haben es schon auch ein paar Mal angesprochen, das Klavier bewegt sich zwischen 20.000 und 30.000, 40.000 Euro. Ja, es war natürlich viel Selbstbau, Sonderarbeiten und sonst was dabei. Also das ist schon eine hohe Schadenssumme. Und wenn das dann nicht funktioniert, sowas wiederzubekommen nach über tausend Jahren Entzug, das wiederzubekommen in einem Zustand, wo man immer noch nicht mitarbeiten kann, war schon heftig. Andrea, du sagtest gerade tausend Jahre, du meintest tausend Tage. Habe ich tausend Jahre gesagt? Ja, genau. Also nochmal zur Berichtigung, tausend Tage. Wir können es Datum genau nennen. Am 21.04.2021 war ja sozusagen der Tatvorwurf und dann wurde ja, ihr wisst noch, das Klavier abtransportiert und dann war es wirklich auf den Tag fast genau zwei Jahre im Gefängnis, in Verwahrung. Und es wurde ja dann an dem 27.04.2023 freigesprochen, aber erst im August in 23 freigelassen. Also es war noch eine Weile sozusagen in Verwahrung im Knast. So, und man muss dazu sagen, Arne hat in der Zeit kein Geld verdient mit seinem Flügel. Ist das richtig? Ja, das ist richtig. Also mittellos, gell? Weiterhin mittellos. Ja. Und was ist jetzt danach passiert? Das Klavier war frei und was hat Arne nun gemacht? Also der Ungerechtigkeit wegen, muss man sagen, hat er jetzt sich wirklich als Kämpfer gegen das Unrecht bewährt. Das heißt, er hat Berufung eingelegt, er hat es sich nicht gefallen lassen. Das heißt, er hat im ersten Prozess das Urteil nicht angenommen und hat gesagt, ich zahle das nicht. Ich glaube, es waren 70 Tagessätze auf 15 Euro. Okay. Das bedeutet also, Arne geht jetzt in die Berufung. Arne ist in die Berufung gegangen und hat gesagt, ich möchte einen Freispruch. Sehr mutig. Und auch das haben wir natürlich festgehalten. Und zwar, hebt euch fest, es hat wiederum zwei Jahre gedauert. Nämlich am 2.4.2025 war der erste Prozestag in der Berufung wegen schwerem Landfriedensbruch. Und wenn man sich mal die Zeitspanne anschaut, reden wir jetzt schon insgesamt von über vier Jahre. Vier Jahre mittellos, was den Arne Schmidt betrifft, keine Einnahmen. Darf ich dich mal fragen, wie hat Arne das überhaupt geschafft in der Zeit? Wie hat er überlebt? Na ja, hat dann sich ein neues Piano noch bearbeitet, das es für die Straße tauglich ist. Das ist natürlich vom Konzept her ganz anders. Das ist nicht wie ein Flügel, wenn man jetzt mit dem Klavier dann ankommt. Das ist nicht mehr das gleiche Konzept. Und hat natürlich dann versucht, zu überleben. So, und nun kommen wir zu unserem vierten Part, zu unserem vierten Teil der Dokumentation. Und zwar Arne Schmidt geht jetzt in die vielen, vielen Prozestage und Arne Schmidt, ganz wichtig, verteidigt sich selber ohne Rechtsanwalt in der Berufung wegen dem einfachen Landfriedensbruch. Und dazu schauen wir uns eine Videoserie an, die die Gerichtsreporterin Claudia Jaworski erstellt hat und sie hat es perfekt gemacht. Schaut selbst. Rechnen Sie mit einem Freispruch? Ja, unbedingt. Also wenn man sich das überlegt, was damals abgelaufen ist. Und ich habe mich so ein bisschen da eingefragt in diesen Prozess. Also Freispruch muss sein. Was sagen Sie dazu, dass Herr Schmitz sich selbst verteidigt? Ja, ich habe ihn selber schon in Aktion gelebt bei anderen Verfahren, wo er andere Leute verteidigt. Und ich muss sagen, der hat in einigen Bereichen sich so tief da reingefuchst, dass ich ihm das durchaus zutraue, dass er da glatt durchgeht. Was sagen Sie zum Vorwurf des Landfriedensbruchs? Ich finde es immer großartig, wenn ich mich mit dem Prozess beschäftigt habe und dann Landfriedensbruch las. Ich habe dann immer gesagt, Landfriedensbruch mit Piano. Also den Zusatz bitte nicht vergessen, weil das ja schon außergewöhnlich ist. Also mir ist es völlig rätselhaft, wie man überhaupt ein Musikinstrument Landfriedensbruch begehen kann. Also wenn überhaupt, kann man sagen, einem gefällt die Musik vielleicht nicht. Aber ich meine, das sollte das Maximum sein an Kritik und ich glaube, dagegen gibt es noch kein Gesetz, oder? Von da an, also ich kenne ein bisschen die Umstände, ich kenne ja auch den Angeklagten ein bisschen und sein Werdegang ist ja auch eine öffentliche Person. Das heißt, also hier kann man nicht einfach was konstruieren und es passt ja überhaupt nicht in seinen Verhaltensmuster, in seinen Charakter. Also der Modus operandi ist ein ganz anderer, er argumentiert normalerweise und natürlich, er ist schon sehr bestimmt damit, wenn er sein Recht durchsetzen möchte, als Bürger einfach nur und als Straßenmusiker, aber aus dem Straßenmusiker quasi einen Terroristen zu machen, das heißt es ja im Grunde. Das hat schon eine absurde Faszination für mich. Und ich denke, deswegen sind auch so viele hier und wollen sich das ansehen, was da passiert. Ihnen wird Landfriedensbruch vorgeworfen, als Sie auf einer Demo Piano gespielt haben. Wie ist das möglich? Das ist, alles ist immer möglich bei den Sachen, wenn man Dinge verdrehen kann oder erfinden kann, ist auch möglich, so etwas etwas zu erfinden. Das war am 21.04.2021 in Berlin, eine große Demo, waren viele tausend Menschen. Und ich hatte mein Klavier mit, mein Flügel. Das war der letzte Tag, wo sie den nicht eigentlich da hatte. Wurde er mir weggenommen für fast 1000 Tage. Wurde er weggenommen. Irgendwann kam er zurück, konnte ich ihn abholen und der ist immer noch jetzt beschädigt und kaputt. Aber um die Sache zu kommen, um auf den Vorwurf Landfriedensbruch, es wurde mir sogar vor der ersten Verhandlung vorgeworfen, ich hätte den Flügel, den schweren Landfriedensbruch gemacht. Das ist nicht ein Vergehen, das ist ein Verbrechen, bis zehn Jahre Gefängnis. Aber in erster Instanz kam das dann raus. Die Richterin hatte gesagt, der Flügel ist halt nicht, das schwere Land Friedensburg ist weg. Aber sie hat mich noch verurteilt mit, ich hätte gesagt, lasst uns durch. Haben ja auch viele gesagt, ich auch, lasst uns durch, wir wollten halt durch, lasst uns durch. Weil das war versprochen bis zur Siegessäule von der Polizei, wohl, hatte man gehört. Und hätte mit dem Arm gewunken Richtung Siegessäule. Das ist der Landfriedensberuf. Da ist keiner zu Schaden gekommen zu dem Zeitpunkt. Nichts, wüsste ich nicht. Für mich ist das alles Wahnsinn, alles konstruiert, fake. Und das werden wir gleich mal die Wahrheit Stück für Stück auf den Tisch bringen und mal viele Sachen ausdiskutieren. Ich habe der Justiz lange auf die Finger geschaut, vier Jahre und jetzt bin ich bereit dafür, um mal ein bisschen die Dinge richtig offen darzulegen. Das deutet sich an, dass das hier viele, viele Tage werden. Wie bei anderen Verfahren wird das auch sehen, weil ich werde hier nicht klein beigeben. Für mich ist das eine Schule hier, der Justiz auf die Finger zu schauen. Danke für alle Prozessbeobachter, die da sind und gekommen sind. Wir werden das hier Stück für Stück analysieren. Ich gehe hier für mich nicht als Angeklagter, ich fühle mich als jemand, der der Justiz hier genau auf die Finger schaut und alles aufdecken wird. Und da ist auch der Staatsanwalt, den Namen muss ich jetzt nicht nennen, der ist der gleiche Staatsanwalt wie in erster Instanz, der den Flügel für immer einbehalten wollte. Natürlich haben die einen Vorteil, die werden hier von der Staatskasse bezahlt und sagen sich, wenn wir viele Tage machen, dann bezahlt das die Staatskasse. Finde ich nicht gut, weil sie haben sich an Recht und Ordnung zu halten. Wir werden das Stück für Stück aufdecken und ich habe sie auch schon vorbereitet. Es gibt noch was in der Akte. Ich muss ja nicht sagen, was. Das ist meines Erachtens ein Scheinverfahren, das dürfte gar nicht stattfinden. Und wahrscheinlich machen sie deswegen so viele rechtswidrige Dinge. Ich finde es großartig, was Arne Schmidt macht. Er demonstriert nämlich hier, dass jeder Bürger die Möglichkeit hat, seine Rechte wahrzunehmen. Das ist nämlich das, was viele durch Einschüchterung sich gar nicht trauen oder sich gar nicht dessen bewusst sind. Man muss nicht einen Anwalt haben, man muss auch keinen Star-Anwalt haben. Man hat prozessuale Rechte und man kann nicht einfach von einem Gericht übergangen werden und verurteilt werden. Arne zeigt hier einen Gerechtigkeitssinn und auch einen Kampfgeist für Gerechtigkeit. Er geht ja wirklich bis zum Äußersten, was prozessual möglich ist. Und das ohne, darf ich das nochmal sagen, ohne abgeschlossenes Anwaltsstüben. Und das ist etwas, was, denke ich, eine Inspiration auch sein kann für viele Menschen, sich einfach mit der Sachlage auseinanderzusetzen, mit den Gesetzen auseinanderzusetzen zu allen Rechten und das dann umzusetzen für sich und auch für andere wie Peter. Und nicht zum Schluss: "Ihr wart schon mal Verteidiger, die haben mich schon mal verteidigt." Wir haben ihn schon mal gemeinsam verteidigt, auch hier am Landgericht. Hier bei der Rechterin, dann ist er eingeknickt, danach am nächsten Wochenende eingestellt. Finito, aus! Das war nun der erste Prozestag vom Fall Arne Schmidt wegen Landfriedensbruch, wegen einfachen Landfriedensbruch im Berufungsverfahren. Auch hier ein großes Dankeschön an die Gerichtsreporterin, die Claudia Jaworski. Sie hat es wunderbar dokumentiert. Liebe Andrea, wie ging es nun weiter? Kannst du uns ein bisschen, was in der Dokumentation nicht gesagt oder erklärt wurde, vielleicht noch hinzufügen? Ja, es wurde ja angedeutet, soweit ich das jetzt noch im Kopf habe, wurde ja angedeutet, dass wir auf formale Dinge gegangen sind. Das heißt, inhaltlich zur Verhandlung lief gar nichts am ersten Prozestag. Es wurde erstmal darum gekämpft, dass die alternativen Pressevertreter zugelassen werden, weil die normalerweise nicht erwünscht sind. Und wie ist es mit den Kosten, die Anfahrtskosten? Habt ihr auch da was geregelt? Hat Arne Entschädigung bekommen oder Vorschuss? Genau das ist die Geschichte, die dann sehr lange verhandelt werden musste. Der erste Prozestag war für 9 Uhr angesagt. Nun hat der Arne ja einen weiten Anfahrtsweg und das zu schaffen mit Busbahn oder Auto bedarf schon einem ziemlichen Zeitaufwand. Das heißt, wenn um 9 Uhr begonnen wird, muss der in der Nacht losfahren, ist natürlich nicht zuzumuten und da wäre eine Übernachtung angebracht gewesen. Dazu ist aber das Gericht nicht bereit gewesen. Das ist eigentlich klar, wenn man so weit anreist. War es sonst noch irgendetwas oder ging es da jetzt wirklich nur noch um Formalitäten? Tatsächlich nur um Formalitäten. Ah ja, okay. Dann würde ich sagen, dann gehen wir über in den zweiten Prozestag am 10. April 2025. Auch hier hat die Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin Claudia Jaworski eine super Arbeit abgeliefert. Sie hat hier eine schöne Zusammenfassung zusammengestellt und das schauen wir uns jetzt gemeinsam an. Also, ab geht's. Was erwarten Sie von der heutigen Verhandlung? Ich erwarte wie immer einen feurigen Gerichtstag, denn Arne Schmidt mit seinem roten Jackett steht für Widerstand und für Gerechtigkeit und die wird er auch durchsetzen, davon bin ich überzeugt. Ja, ich denke, dass wir heute dann auch mal ans Inhaltliche gehen können, weil die Formalitäten ja inzwischen geklärt sind. Und ja, bin gespannt, wie es angeht und was die Zeugen auszusagen haben. Ja, wie wird das Verfahren weiter ablaufen? Können Sie da eine Prognose abgeben? Es ging ja doch der Turbulenz zu gegen Ende. Also ich habe eher den Eindruck hier, ich habe da oft immer gesagt, Mensch, ich habe eher da ein bisschen Angst vor, dass das Gericht hier einknickt und das Verfahren vielleicht verschleppt. Ich habe dem Richter gesagt, nicht, dass Sie hier meines Erachtens das Verfahren verschleppen wollen. Wenn ich merke, dass er von mir fordert, oder fast schon wie Zwang, ich könne doch morgens um 4 Uhr anreisen, hier 7 Stunden, damit er hier vielleicht 1, 2 Stunden oder so verhandelt, dann wieder 7 Stunden zurück, das ist doch kein verfehres Verfahren. Will er mich hier aus, wie sagt man das, müde machen oder so? Das ist doch unverhältnismäßig. Die sollen sich mal stellen, morgens um 9 Uhr wird angefangen, 9 Uhr, dann gucken wir uns mal die Augen, dann werden wir das hier ausdiskutieren. Das wollen die scheinbar nicht. Oft ist es ja andersrum, dass man sagt, Mensch, die Angeklagten wollen sich drücken. Will das Gericht sich hier drücken oder wie sieht das denn aus? Die sollen ja mal in die Augen gucken, ob sich das ausdiskutiert. Und dann werden wir gucken, wie die Lösung aussieht. Aber ich habe das Vertrauen so verloren. Ich werde nicht einfach dem Richter vertrauen, in ein Urteil jetzt hier ins Urteil zu kommen. Wir werden das hier knallhart Stück für Stück ausdiskutieren. Das wird auch protokolliert. Und ich freue mich drauf. Ich bin echt gespannt, Herr Richter und der Staatsanwalt, was Sie hier vielleicht wieder für Tricks anwenden, um sich zu dem Verfahren zu entledigen. Das kommt alles an die Öffentlichkeit, bis Reitschuster und alles. Ich stehe für viele Verfahren hier. Es geht nicht um mich, nur es geht um viele andere Verfahren, auch Rainer Füllmich und so weiter. Und ich bin hier entschlossen mit meinen Freunden, dass hier die Wahrheit ans Licht zu bringen. So sieht es aus. Das war nun der zweite Prozestag am 10. April 2025. Auch wieder super zusammengestellt von der Gerichtsreporterin Claudia Jaworski. Liebe Andrea, du warst natürlich auch an diesem Tag persönlich anwesend. Kannst du deine persönlichen Eindrücke, und jetzt möchte ich vielleicht mal auf die emotionelle Seite gehen, auf dieses Gerichtsgebäude, auf die Richter, auf die vielen Anwesenden, was hat das für einen Eindruck auf dich gemacht? Also das Gerichtsgebäude ist schon sehr imposant. Es ist das größte Europas, soweit ich weiß, als Landgericht. Und man hat dann schon so das Gefühl, in ein erhabenes Gebäude zu kommen. Und wenn man dann im Gerichtssaal ist und diese Erhabenheit sich nicht widerspiegelt in dem Benehmen der dort angestellten Personen, dann ist das schon eine Diskrepanz. Ja, das sah auch sehr, sehr schön aus, muss ich ja so wirklich sagen. Absolut. Und da geht man davon aus, dass dort auch Recht gesprochen wird. Da geht man von aus. Jetzt hat Arne außerhalb des Gebäudes mit der Claudia Jaworski wieder ein Interview gegeben. Und da ist mir aufgefallen, er hat auf den Punkt der Protokollierung so großen Wert gelegt. Kannst du uns da ein bisschen Näheres dazu erklären? Warum ist eine Protokollierung so wichtig und warum wurde es nicht gemacht? Ja, eine Protokollierung ist generell wichtig, wenn ich in eine Revision zum Beispiel gehen will. Dann wird in der Revision nur geguckt, was steht im Protokoll. Wenn etwas nicht im Protokoll steht, hat es nicht stattgefunden. Das heißt, möchte ich etwas Entscheidendes hinterher widerlegen oder mich darauf beziehen, muss ich darauf bestehen, dass es ins Protokoll kommt. Ja, das bedeutet, wenn es nicht drinsteht, hat es nicht stattgefunden. Okay, dann verstehe ich den Arne Schmidt, dass er da seinen Finger in die Wunde legt. Und wenn die Protokollierung nicht gemacht wird, welche Möglichkeiten hat man dann, dass es vielleicht doch irgendwann gemacht wird? Wenn wir jetzt diesen speziellen Fall sehen, hat der Herr Arndt seine Reaktion dahingehend gemacht, dass er einen Befangenheitsantrag gestellt hat. Und dass er halt gesagt hat, diese Nichtprotokollierung ist für ihn ein deutliches Zeichen. dass eine Befangenheit vorliegt und dass verfolgt werden müsste. Okay, das verstehen wir. Und das ist auch das gute Recht von Arne. Wenn er hier kein Vertrauen hat, dann muss er eben Vertrauen schaffen. Ja, und jetzt haben wir natürlich Stimmen eingefangen von Prozessbeobachtern, von Zuschauern und auch von Freunden, die anwesend waren. Und da schauen wir jetzt mal rein, was die zu dem zweiten Prozesstag gesagt haben. Kleines Feedback? Also die Einhaltung der Formalien sind Grundvoraussetzung dafür, dass überhaupt sichergestellt wird, dass das Recht auf ein faires Verfahren eingehalten wird. Und ich glaube, das ist auch der Grund, warum Arne Schmidt so sehr darauf achtet. Weil wenn er jetzt nicht darauf achten würde, dann würden sie alles wieder verdrehen und dann kann man das ganze Ding an den Nagel hängen. Wie bewerten Sie die Einvernahme des Zeugen bisher? Ja, das ist halt ein Polizist. Dem Polizisten wird halt immer geglaubt. Und es ist halt wichtig, auch mal darzulegen, dass die auch nicht immer die Wahrheit sagen. Und das versucht der Herr Schmidt halt. Und da bin ich voll hinter ihm. Sehen Sie jetzt hier Tatbestandsmerkmale für den Landfriedensbruch nach den bisherigen Schilderungen? Nee, überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Also eher, ja, kann ich in keiner Weise sehen. Nein, kann ich nicht sehen. Welchen Eindruck haben Sie vom bisherigen Verlauf der Verhandlungen bekommen? Ja, ich war schon beim ersten Termin da, also in der ersten Instanz. Und es ist genau dasselbe Spiel, was sie machen. Sie verzögern, sie tarnen und täuschen. Sie stellen Behauptungen auf, die nicht den Tatsachen entsprechen. Also zumindest die KM kommt dann zur Auffassung, dass das alles so anders ist, wie es wirklich ist. Also es ist meiner Meinung nach ein komplett politischer Prozess, weil es geht ja darum, die Corona-Maßnahmen waren völlig ungerechtfertigt. Das geben ja die RKI-Falls mittlerweile her. Das heißt aber, die Justiz nutzt, also die Politik nutzt weiter die Justiz, um Leute wie uns zu bestrafen. Das heißt, wir lagen ja richtig, wir haben uns nicht impfen lassen. Also es ist mittlerweile eigentlich alles bewiesen, aber die deutsche Justiz macht immer noch das Gleiche. Wie vor vier, fünf Jahren. Wir sind halt Schwurbler, wir sind Spinner. Und der Arne ist halt ein Symbol für den Widerstand. Also sie wollen ihm natürlich das Leben schwer machen. Herr Björn Banane, Sie waren am 21.04.2021, haben Sie auch Teil an dieser Corona-Demonstration genommen. Sehen Sie den Vorwurf der Aufwiegelung seitens des Angeklagten? Nein, ich sehe diesen Vorwurf nicht als begründet. Und ja, ich war zugegen an diesem 21.04.2020 in Berlin. Herr Weilers, was ist eigentlich Ihre Rolle hier in diesem Verfahren? Ja, meine Rolle ist hier, den Herrn Arne Schmidt, ich sag mal Herr Arne Schmidt, wo wir uns eigentlich besser kennen, ihm beiseite zu stehen. Arne Schmidt ist ja bei mir auch schon als Wahlverteidiger aufgetreten. Ich in seinen Prozessen auch schon. Und wenn es jetzt darauf ankommt, dann sind wir auch bereit, das mal eben klar zu machen, dass einer von uns, also von seinem Wahlverteidigerteam, sofort einspringt. Interessant, was wir da von den Prozessbeobachtern und Zuschauern gehört haben. Andrea, kennst du einige von diesen Menschen und die diese wirklich mutigen Aussagen getroffen haben? Ja, sicherlich. Wir haben uns schon öfter dann da bei den Prozesstagen getroffen und man erkennt die Gesichter. Teilweise kannte man die auch schon von vorher. Das sind alles durchaus wirklich sehr tolle Menschen. Ja, muss man auch sagen, die Aussagen sind fundiert. Vor allen Dingen Peter, glaube ich, heißt er mit der Mütze, sieht aus wie ein Soldat, ein richtiger Kämpfer. Auf jeden Fall kann er gut als Leibgarde sozusagen dahin gehen. Aber er ist auch tatsächlich schon Verteidiger von Arne gewesen. Ah, das heißt, die kennen sich schon länger. Ja, ich möchte oder wir möchten diesen Statements auch nichts mehr hinzufügen. Es ist eigentlich alles gesagt. Jetzt folgen natürlich viele weitere Prozestage. Es sind jetzt insgesamt acht, die jetzt folgen. Und wir haben Folgendes gemacht. Die acht Prozestage haben wir in einem Schnelldurchlauf zusammengefasst. Arne gibt jeweils eine Kernaussage von jedem einzelnen Prozestag. Wir haben es ein bisschen lustig dargestellt. So ernst auch die ganze Sache ist. Es ist spannend und ich wünsche euch viel Spaß. Schaut euch das an. Und heute war schon sehr, war schon hart heute das Ganze, energetisch würde ich sagen. Ich merke auch schon, es ist schon eine Energie auch für mich da so vorzugehen. Aber ich bin mein Element. Ich habe das Vertrauen verloren, aber da müssen wir halt weiter verhandeln und werden wir sehen. Ich glaube, das hat denen heute auch nicht so geschmeckt. Die haben schon gemerkt, hier ist Widerstand und ich kann auch noch eine Schippe drauflegen. Diese Unnachgiebigkeit, die bewundere ich. Dankeschön, Peter, auch dass du unseren lieben Freund Arne begleitest und Bodyguard bist. Du siehst ja wirklich aus, als ob du hier gleich kampfbereit bist. Ich habe heute Morgen gedacht, das ist Jean-Claude Van Damme. Er sieht ja auch so aus, ein bisschen von Weitem. Das hör ich öfter. Ins Alltag gekommen ist er, Pandam auch. Ich habe noch nie gesehen, dass jemand sich privat, ohne Jura studiert und Anwalt ist, so vorbereitet und ins Zeug gelegt hat. Er hatte einen mobilen Drucker dabei, mit dem er Befangenheitsanträge in der Cafeteria ausgedruckt hat. Er hat Paragraphen aus dem FF angeführt, die mancher Richter oder mancher Jurist sicherlich nicht mal nach zehn Jahren könnten. Also ich gehe davon aus, du machst nichts anderes mehr. Spielst du auch noch Klavier? Hat es mir wirklich die Schuhe ausgezogen. Und deswegen möchte ich euch mal zeigen, wie es bei den Arne Schmidt so als Verteidiger bei sich selbst aussieht. Schaut euch das mal an. Musik *Musik* Wegen angeblichem Landfriedensbruch ist heute schon der seächste Ein auf juristischer Ebene ein richtig harter Schlagabtausch. Das ging hin und her. Meine Damen und Herren, wir sind heute bei der siebten Prozestag. Heute hat es stattgefunden vom Landgericht Berlin, dem angeblichen Landfriedensbruch, mit Piano ursprünglich angeblich. Heute hat es wieder nochmal eskaliert. Wir wollen partout nicht, dass ich die Zeugen noch mal zu Ende vernehme. Weil die wissen, hier ist der Arzt, in Anführungsstrichen, mit dem Skalpell, der genau herauskristalliert die Widersprüche. Das wollen die nicht. Die wollen doch die behalten. Warum wohl? Um mich freizusprechen, warum wohl? Warum wohl? Ich hab das schon längst durchschaut. Ich darf das so machen. So, durchschaut. * Musik * 'n bisschen zurück. Wir gehen weiter vor. Sie muss vor. Genau, du musst vor. Jetzt werden wir immer mehr gleich groß. Dirk Sattelmann hat sich auch gesagt an seinen E-Mode-Stand, fand er nicht lustig. Das hättest du nicht sagen dürfen. Ja, ich hätte dir nicht sagen dürfen. Du bist ja auch eine gute Freundin von Rainer Füllmich, vom Doktor Rechtsanwalt Rainer Füllmich, der jetzt so lange im Gefängnis sitzt. Und Arne Schmidt ist jetzt irgendwie auch dein gefühlter Wegbegleiter geworden. Fasst du mal zusammen, was heute passiert ist und wie du das siehst und ob das hier alles zielführend ist, was Arne da so auf die Beine stellt mit dir zusammen zum großen Teil. Also sagen wir es mal so, wenn meine Eltern das wüssten, dass ich nur noch mit Verbrechern vor Gericht bin, würden sie sagen, guck mal auf deinen Umgang. Ich schaue oder wir schauen der Justiz genau auf die Finger, um den schwarzen Schafen in der Justiz das Handwerk zu legen. Das dürfen wir mit Freude machen. Wir sind nicht Opfer, sondern wir sind Gewinner. Wir sind für die Gerechtigkeit. Herzlich willkommen zu klare Sicht. Ich freue mich heute einen Musiker bei mir zu haben und zwar Arne Schmidt. Viele von euch kennen ihn vielleicht durch die vielen Demonstrationen, an denen er teilgenommen hat mit seinem großen Flügel. Denn man hat ihn fast überall gesehen, wo es um Menschenrechte geht, um Freiheit und um Frieden. Und vor allem in dieser merkwürdigen Plandemie-Zeit. Sein Flügel wurde ihm öfters entwendet, mit Gewalt teilweise, wurde auch schlecht behandelt. Wir werden natürlich Fragen stellen, warum und wieso. Wichtig ist mir zu sagen, am Anfang dieser Sendung, dass die Macht immer in euch liegt, wie ich das am Schluss der Sendung immer sage und gebt es niemals her, denn ihr seid der Mut und die Kraft und Arne Schmidt ist nicht nur ein Musiker, sondern er ist ein Freiheitsmensch, der sich seine Menschenrechte einfach nimmt, die er hat und mutig ist. und sogar Menschen vor Gericht verteidigt und sogar Einstellungen erwirkt der Fälle. Und deswegen bin ich so froh, dass es solche Menschen gibt wie Arne Schmidt. Das waren jetzt die zehn Prozestage im Schnelldurchlauf. Ich hoffe, sie haben euch gefallen. Arne hat wie immer eine kernige Aussage hinterlassen. Lieber Andrea, weißt du, was mir am meisten gefallen hat? Und zwar die Szene mit dem Drucker vom Arne. Du warst da auch immer mit anwesend. Kannst du ein bisschen was dazu erzählen? Ja, also das war wirklich toll. Das hat doch einige beeindruckt. Wenn jetzt ein Antrag spontan gestellt werden sollte, hat der Richter dann irgendwie, wahrscheinlich um zu ärgern, darauf bestanden, dass dieser Antrag schriftlich gestellt wird. Was normalerweise ja bedeutet, du gehst raus, schreibst per Hand einen Antrag und brauchst dafür eine Zeit oder machst es fürs nächste Mal. Der Arne hatte tatsächlich einen Drucker mit und hat diesen Antrag sehr schnell auf dem PC geschrieben, ausgedruckt oder vielmehr auf dem Handy ausgedruckt und sofort abgeben können. Ja, das hat natürlich eine Not-for-Nots. Er hat sein Büro schon in der Gerichtskantine. Das war schon beeindruckend. Das hat ja der Björn auch mit seinem Handy in die Kamera geholt. Das war toll, ja. Also das war schon. Das war richtig. Aber weißt du, was ich auch ganz witzig fand? Die Aussage von deiner Mutter. Du sagtest ja, wenn die das wüsste, kannst du dazu was sagen. Ja, aber nicht mehr. Man würde sich ja vorstellen, wenn ich jetzt viel vor Gericht bin und nur Freunde habe, die vor Gericht gezogen werden, dann würden meine Eltern natürlich schon sagen, wenn sie leben würden, guck mal auf deinen Umgang. Allerdings wären sie auch diejenigen, die die Ersten werden und sagen würden, mit denen solltest du dich abgeben, weil die versuchen, was Gutes zu tun. Aber es wäre tatsächlich, also was früher gut war, ist heute schon teilweise verboten. Einfach für Rechte und andere Menschen einzustehen. Also du kommst aus einem kämpferischen Hause? Aus einem sehr ehrlichen und nicht druckmeurerischen Haus. Tatsächlich, meine Eltern haben immer gesagt, jeder geht auf Toilette und sie nackt auch nicht anders aus wie andere. Und in diesem Sinne bin ich erzogen worden. Ja, die Andrea hat mir jetzt eine schöne Überleitung gegeben. Gleichheit und auch Gerechtigkeit in der Familie, so wurde sie erzogen. Und genau das ist das, was Arne sich immer im gesamten Verlauf des Prozesses gewünscht hat. Ein faires Verfahren. Er möchte auch gleich behandelt werden und er möchte sein Recht bekommen. Und deshalb ist es jetzt so wichtig, jetzt kommen wir zum 11. Prozestag. Am 11. Prozestag ist etwas passiert. Es ist vor dem Gerichtsgebäude etwas geschehen, was Arne verursacht hat. Und das war dann die Folge, dass Arne am 3. September 2025 verhaftet wurde. Ja, jetzt schauen wir mal zunächst mal ins Gerichtsgebäude, was ist da passiert. und dann betrachten wir, was ist draußen vor dem Gerichtsgebäude geschehen. Andrea, du warst ja auch wieder an dem 11. Prozestag mitten im Geschehen. Im Gerichtssaal warst du anwesend. Kannst du uns erläutern, auch für die Zuschauer, damit man es besser versteht, was ist da geschehen? Ja, es hat sich im Gerichtssaal ergeben, dass der Eindruck entstehen konnte, dass von Seiten der Kammer, also des Richters und der Schöffen, eine Rechtsbeugung oder Straftat begehen werden könnte. Also es war ein Verdacht drauf und der Arne hatte halt wiederholt gefragt nach dem Namen der Schöffen, um eine Strafanzeige zu erstellen. Die wurden ihm wieder verweigert, woraufhin er sich in einer Pause informierte bei der Polizeidienststelle, ob die Polizei denn kommen könnte zum Gerichtssaal zur Personalienfeststellung. Hat die Polizei natürlich angegeben, nein, ins Gerichtsgebäude rein, nicht, sie dürften aber vor dem Gerichtsgebäude, dürften sie das machen. Und dementsprechend hat der Arne im, wirklich während des Prozesses, dem Schöffen, dem Richter, Staatsanwalt, allen mitgeteilt, dass er vorhat, wenn er den Namen nicht erfährt, die Polizei zu rufen, die dann die Personalien der Schöffen aufnehmen. Das war also eine angekündigte Handlung, das war keine Spontangeschichte. Das war etwas, was er sagte, was sein einziges Mittel wäre, die Personalien jetzt zu bekommen für die Strafanzeige. Und jetzt versteht man den Zusammenhang ja auch viel, viel besser. Ja, der Prozestag war dann beendet. Alle haben sich wie immer vor dem Gerichtsgebäude getroffen, versammelt. Es wurden Interviews gegeben, wie immer. Und dann sieht man in einer Szene, die auch der Arne selber veröffentlicht hat, auf seinem Telegram-Kanal. Er gibt gerade ein Interview und dann springt er auf einmal los. Und das schauen wir uns jetzt mal an. Musik Lässt uns folgen, Herr Mann, lässt uns folgen. Ich möchte gleich vorab dich fragen, was bringt dich dazu, dass du glaubst, dass es in Ordnung ist und dass es rechtlich Bestand hat, dass du einen Schöffen, also einen Richter, einen Hilfsrichter, das ist ja ein Richter, der mit dazu beitragen soll zur Entscheidungsfindung. dass du den vor der Tür festhältst und in dem Fall hast du ja ihn auch, also es gab ein kurzes Gerrall. Berührung. Berührung, eine Berührung. Bitte erklär uns das mal, denn das ist für die Leute natürlich unverständlich und ich möchte es auch gern wissen. Danke. Wir können das ganz kurz erstmal anschreiben, dann werden wir natürlich nachher ausführlicher. Erstmal ist der Chef ein strafmütiger Mensch, wie jeder andere hat er sich an Gesetz und Ordnung zu halten. Und das mal ganz kurz auf den Punkt zu bringen, nach § 127 StPO wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richtige Anordnung vorläufig festzunehmen. Da muss man jetzt die ganzen Randnummern dazu lesen, das würde viele Minuten bedeuten. Ich habe mich auch vorher bei der Polizei erkundigt, ob das zulässig ist, wurde mir alles bestätigt. Natürlich würde jetzt jeder ganz kurz sagen, aber der Name der Schöffe, der ist doch im Gericht oder im Geschäftsverteilungsplan, das wissen die doch. Es ging darum, ich hatte eine Anzeige angekündigt wegen verschiedenen Strafzulägen, Rechtsbeugung, Strafvereidlung etc. Und mir wurden die partout nicht genannt, die Namen nach elf Verhandlungstagen, die Schöffen nahmen, wurden mir nicht genannt. Die stehen mir zu, gerade wenn ich einen Befangenheitsantrag machen will und mindestens für eine Anzeige müssen natürlich die Personalien dann da sein. Und ganz ehrlich an dieser Stelle, es hört sich wirklich verrückt an, auch für die Leute, die das jetzt gucken. Ich habe ganz schön das Vertrauen in einige Leute in der Justiz verloren. Ihr habt jetzt gesehen, was am 11. Prozestag nach der Verhandlung vor dem Gerichtsgebäude geschehen ist. Arne ist dem Schöffen hinterhergelaufen und wollte ihn festhalten, bis die Polizei die Identität des Schöffen feststellt. Ja, das Interview, das er dann mit Björn Banane geführt hat. Björn Banane ist ein Musiker, ein YouTuber, auch ein guter Freund von Arne Schmidt, geführt hat. Da hat ja Arne sehr klar und deutlich erklärt, warum er das getan hat. Björn hat auch sehr gute Fragen gestellt. Und jetzt wollte ich dich fragen, liebe Andrea, zu dem Interview, das der Arne mit dem Björn geführt hat, gibt es da noch etwas hinzuzufügen, was noch ganz ein wichtiges Detail ist? Ja, eigentlich zwei Details. Zwei? Ja, zwei Details. Wir hatten ja schon gesagt, es war angekündigt vorher im Gerichtssaal von Arne. Und der Richter hatte ja auch gefragt, warum wollen Sie den Schöffen zur Not festhalten, bis die Polizei kommt, was Arne ja auch bejaht hat. Das heißt, der Schöffe, der da rauskam, wusste, dass nichts anderes passieren würde, als dass die Polizei gerufen wird, wenn er gesehen wird, die die Personalien von ihm aufnimmt. Also statt nun allein da rauszugehen, was ich übrigens auch noch nie mitgesehen hatte, kam er ja mit Leitung von Justizbeamten. Die vor der Tür übrigens keinerlei Rechte haben. Wenn der Richter den hätte wirklich schützen wollen, hätte der Richter zum Schutz Polizei rufen müssen. Das wollten die aber ja nicht. Das muss man mal bedenken. Das heißt, wovor ist der Schaffer jetzt weggerannt? Er wusste, Arne würde ihn festhalten wollen, um die Personalien festzustellen und dafür die Polizei rufen. Genau, und dass er sozusagen den Strafantrag stellen kann. Richtig. Das heißt, also wenn ich es jetzt, ich möchte es mal in einfache Worte erklären, das bedeutet, könnte es vielleicht sogar eine Falle gewesen sein, weil du hast ja gesagt, die Schöffen wurden nie begleitet mit Justizwachtmeistern oder geschweige denn von einer Polizei, sondern das ist euch jetzt zum ersten Mal aufgefallen. Ja, jetzt muss man sich vorstellen, elf Verhandlungen oder zehn Verhandlungen und nach jeder Verhandlung, ihr habt das gesehen, immer an der gleichen Stelle rechts von dem Ausgang oder links vom Ausgang, wenn man davor steht, wurde das Interview live übertragen. Das heißt, die wussten oben im Gericht ganz genau, da unten stehen die jetzt. Da stehen die immer zusammen. Genau, und dann schicken sie den Schöffen direkt dran vorbei in einem Abstand von drei Metern. Also abgesehen davon, dass ich nie gesehen habe, wann oder wie der Schöffe ging, schon gar nicht mit Leitung von Justizbeamten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wenn man weiß, ihr steht nach der Verhandlung immer an derselben Stelle. Und wenn man Arne, der ja sehr emotionell ist, vielleicht eine Falle stellen möchte, dann genau an der Stelle. Weil man sieht ja, wie er regelrecht aufschreckt. Er sieht den Schöffen ganz erstaunt. Hallo, was macht denn der da? Und folgt ihm natürlich sofort. Und das erklärt auch, warum er so schnell und hektisch ihm hinterherläuft. Er wollte ihn festhalten, bis die Polizei kommt. Und dann ist mir noch aufgefallen, der Schöffe, der ist auf seinen Roller gestiegen und der ist ja regelrecht geflüchtet. Warum ist er geflüchtet? Hat er Angst vor Arne gehabt? Ja, anscheinend nicht vor Arne. Das muss man ja sagen. Vor wen dann? Davor, dass er festgehalten wird, bis die Polizei kommt. Ah, das war die Ursache. Weil genau genommen die Justizbeamten selber, die den Mann begleitet haben, hätten ja auch, wenn einer ankommt und sagt, ich brauche die Personalien, wenn sie schon Polizeimaßnahmen machen, was sie nicht dürfen, hätten auch sagen müssen, zur Klärung werden wir jetzt die Polizei rufen. Genau. Also nein, die wollten alle verhindern, dass die Polizei kommt. Ja, und genau diese Situation, die auch wirklich unglücklich aussieht, wenn man die Szene aus dem Kontext reißt, könnte das wie eine wilde Aktion aussehen. Aber wenn man die Zusammenhänge kennt, dann ist es nur das gute Recht von Arne, weil er hat es ja auch im Gerichtssaal angekündigt. Wir haben nicht damit gerechnet, dass der tatsächlich bei uns vor der Nase langläuft, weil wir es vorher nie erlebt hatten. Und das war jetzt sozusagen die Ursache, dass am darauffolgenden Prozestag, das war nämlich der 3. September 2025, der 12. Prozestag, wurde Arne Schmidt in seinem laufenden Berufungsverfahren wegen Landfriedensbruch mitten in der Verhandlung verhaftet. Und du warst mit dabei. Kannst du uns dazu was erzählen? Ja, dazu muss man ja erstmal sagen, die Verhandlung war im anderen Teil des Gerichtes, und zwar an der Seitenstraße, wo der Neubau ist und wo Hochsicherheitsmaßnahmen getroffen werden für Verhandlungen. Darf ich kurz einfügen? Das heißt, ihr wart nicht immer wie gewohnt in dem normalen Gerichtsgebäude. Diesmal hat es stattgefunden in einem Hochsicherheitstrakt. Also das muss man sich mal auf der Zunge gehen lassen. Bisher immer im normalen Gerichtsgebäude, pompös, schön. Und dann auf einmal da, wo die Schwerverbrecher verurteilt werden und dann direkt in Haft gesteckt werden, richtig? Kannst du seine Wortlaute vielleicht wiedergeben? Was hat der Richter genau an diesem Tag in dem Moment gesagt? Ursprünglich war geplant, dass es keine neue Verhandlung gibt. Das hatte der Richter eine Stunde vorher gesagt. Es gibt keine weitere Verhandlung. Sagte dann aber in einem Moment, die Verhandlung wird jetzt unterbrochen und Sie, Herr Schmidt, werden den Saal hier nicht verlassen. Gegen Sie liegt ein Haftbefehl vor. Die Öffentlichkeit hat weder vom Tatvorwurf noch von dem Haftbefehlgrund erfahren. Arne Schmidt wurde abgeführt und direkt in Einzelzelle-Untersuchungshaft gesteckt. Und dazu gibt es dann auch eine kleine Dokumentation von einem ganz großen Medium, Epoch Times. Und das schauen wir uns jetzt mal gemeinsam an. Der Musiker und Friedensaktivist Arne Schmidt wurde am 3. September während einer Gerichtsverhandlung in Untersuchungshaft genommen. Am Verhandlungstag zuvor hatte Schmidt versucht, die Personalien eines Schöffen festzustellen. Dabei soll es laut Berliner Staatsanwaltschaft zu einem tätlichen Angriff auf einen Schöffen und Justizbeamten gekommen sein. Ein Video zu dem Vorfall veröffentlichte der Angeklagte selbst auf YouTube. Darin sieht man, wie Schmidt den Schöffn auf der Straße verfolgt. Zwei Justizbeamte schimmen ihn ab. Mit dem Handy in der Hand greift Schmidt mit der rechten Hand nach dem Arm des Schöffn. Doch ein Justizbeamter drängt ihn ab und sagt, jetzt reicht's. Schmidt selber wollte Strafanzeigen gegen den Richter, die Schöffn, eine Polizeibeamtin und Justizbeamte stellen. unter anderem wegen Rechtsbeugung und uneidlicher Falschaussage. Der Pianist steht in einem Berufungsverfahren vor dem Berliner Landgericht, in dem er sich auch selbst verteidigt. Er soll am 21. April 2021 bei einer Demonstration gegen das Infektionsschutzgesetz mit seinem Flügel eine Polizeikette durchbrochen und die Menge aufgewiedelt haben. Hier geht es gar nicht mehr nur darum, hier nur um den Flügel oder hier, ob ich bestraft werde oder nicht. Hier geht es darum, ich möchte hier der Öffentlichkeit zeigen, wie die Justiz hier arbeitet. Nun sitzt ein Untersuchungshaft in der JVA Moabit, die mit einer Flucht- und Verdunklungsgefahr begründet wird. Gegen ihn wurde nun wegen Verdächtigungen und das Vortäuschen einer Straftat ein zweites Verfahren vor dem Amtsgericht eingeleitet. Epoch Times hat es auf den Punkt gebracht und alle wesentlichen Inhalte wiedergegeben. Ich möchte vielleicht noch eins dazufügen. Ungefähr ein, zwei Tage später hat die Wochenzeitung der Demokratische Widerstand aus Berlin beim Gericht angefragt, was war denn jetzt der Tatvorwurf und was war der Haftgrund? Und dann wurde dessen mitgeteilt oder ihnen mitgeteilt, der Tatvorwurf Gewalt gegen einen Schiffen und einen Justizwachtmeister und der Haftgrund Verdunklungsgefahr und Fluchtgefahr. Und wir haben uns ja die Videos ja jetzt alle angeschaut. Also eine Gewalt gegen einen Schöffen sehe ich nicht. Und gegen einen Justizwachtmeister sehe ich auch nicht. Der Justizwachtmeister hat den Arne sogar weggeschubst, richtig? Also wer hat hier Gewalt ausgeübt? Das, was da gezeigt wird, ist kein Angriff auf Staatsbeamte, in meinen Augen. Jetzt bin ich natürlich keine Juristin und deswegen lieber einmal einen kundigen Juristen darüber gucken lassen und das beurteilen lassen. Hätten wir da einen Profi der Juristerei? Ja, tatsächlich ist Prof. Dr. Schwab in meinen Augen als Rechtswissenschaftler sehr gut geeignet. Er hat einen Lehrstuhl in Bielefeld und ich denke, der wird das gut einschätzen können. Wir haben ein Interview über Zoom geführt und da schauen wir uns jetzt an, was er zu dem Fall Arne Schmidt und zu seiner Verhaftung sagt. Er hat auch den Haftgrund, den Haftbefehl vorliegen. Ich möchte aber, bevor ihr das Video anschaut, noch ganz klar zum Ausdruck bringen. Das Interview, das ich mit Prof. Dr. Martin Schwab geführt habe, war außerhalb seiner Arbeitszeit und war rein privatlich. Die Aufnahmen und das Interview waren rein privatlich und stehen nicht im dienstlichen Kontext mit seiner Arbeitsstelle. So, schauen wir uns mal an, was der Prof. Dr. Martin Schwab zu der Verhaftung von Arne Schmidt sagt. Hallo, lieber Martin, schön, dass du dich bereit erklärst, zum Fall des Musikers Arne Schmidt eine fachliche juristische Einschätzung abzugeben. Wir sollten hier zwei Ebenen trennen. Die erste Frage, treffen die Tatvorwürfe nach materiellem Strafrecht zu? Und die zweite Frage, war es gerechtfertigt, wenn denn ein Tatvorwurf hängen bleibt, die Untersuchungshaft anzuordnen? Fangen wir mit der ersten Frage an. Der ursprüngliche Haftbefehl war ausgestellt wegen täglichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen und außerdem wegen Falschverdächtigung. Unverdächtigungen, weil Rechtsbeugung zur Anzeige gebracht worden sei, Missbrauch von Notrufeinrichtungen, weil er angeblich zwischendrin die Polizei gerufen habe, als die Schöpfer ihren Namen nicht nannten und tägliche Angriffe vor Verstreckungsbeamten, weil er den Schöpfer im Arme gepackt und sich wohl auch mit irgendeinem Justizbeamten da angelegt habe. Also, ich muss dazu sagen, Entschuldigung, Ich habe mir den Haftbefehl ja angeschaut. Das, was zum Vorwurf der Rechtsbeugung drin steht, benennt überhaupt nicht die Fakten, auf denen das vorgeworfen ist, dass es hier eine Falschverdächtigung sei. Wenn hier nur eine Strafanzeige gestellt wird, in der die Fakten richtig dargestellt, aber vielleicht rechtlich falsch bewertet werden, dann ist das keine Falschverdächtigung. Falschverdächtigung kann ich nie leisten durch eine falsche rechtliche Bewertung, sondern immer nur durch Vortrag falscher Tatsachen. Dann Missbrauch von Notrufeinrichtungen. Da habe ich von der Verteidigung von Arne gesteckt bekommen, dass Arne zwar die Polizei gerufen hat, aber nicht etwa die Rufnummer 110. Das wäre ja eine Notrufeinrichtung, sondern die Rufnummer der nächstgelegenen Polizeidienststelle. Das ist keine Notrufeinrichtung, deswegen kann man das auch nicht missbrauchen. Übrig bleiben wird wohl nur versuchte Nötigung, denn es ist keine gute Idee, vor Gericht mit dem Kopf durch die Wand etwas zu erzwingen. Es ist keine gute Idee, einem Schöffen hinterherzusteigen und zu sagen, ich halte dich jetzt hier fest, bis du mit deinen Personaldaten rausrückst. Sondern der richtige Weg wäre gewesen zu sagen, wenn ihr mir das hier nicht erzählt, dann komme ich jetzt mit einem Befangenheitsantrag um die Ecke und dann haben wir erstmal eine Vollbremsung. Dann darf ich jetzt erstmal die Kammer in einer anderen Besetzung über diesen Befangenheitsantrag entscheiden. Aber niemals darf ich versuchen, vor Gericht mit Gewalt etwas zu erzwingen. Aber mehr als versuchte Nötigung ist es am Ende des Tages nicht. So, Frage, war der Haftbefehl gerechtfertigt? Erstens mal darf der nicht außer Verhältnis zu der erwartenden Strafe stehen, wenn ein großer Teil der Tatvorwürfe in sich zusammenfällt und nur eine einfache versuchte Nötigung übrig bleibt. Kann man sich schon wegen der Verhältnismäßigkeit der U-Haft erhebliche Fragen stellen. Jedenfalls aber waren Fluchtgefahr und Verdunklungsgefahr in angreifbarer Weise begründet. Verdunklungsgefahr hat man darauf geschlitzt, dass man sagt, er werde ja auf den Schöffen eine unlautere Einflussnahme ausüben, wenn er jetzt schon versuche, ihn festzuhalten. Jetzt ist es so, wo soll diese unlautere Einflussnahme herkommen? Erstens, diese unlautere Einflussnahme konnte ja jetzt nicht in Bezug auf die aktuellen Tatsache sein. und allenfalls in Bezug auf das bereits laufende Verfahren wegen Landfriedensbruchs. Und da ist es dann eben so, da der Arne Schmidt nie in die Nähe von Personaldaten dieses Schöffen gelangt ist, hätte er gar keine Chance gehabt, außerhalb des Gerichtssaal auf ihn Einfluss zu nehmen. Deswegen ist schon die Verdunklungsgefahr angreifbar begründet. Wirklich erschreckt hat mich aber die Art und Weise, wie die Fluchtgefahr begründet wurde. Da stand natürlich das übliche Zeugs drin wie, hat keine Meldeadresse, hat keine sozialen Kontakte, jedenfalls keine Festen, hat keine Arbeitsstelle. Aber dann in den Vordergrund gerückt wurde etwas anderes, nämlich eine gehörende Szene der Staatselegitimierer an. Also jenem Phänomenbereich, der vom Verfassungsschutz unter dem Gesichtspunkt, unter dem Phänomenbereich, Verfassungsschutz rechtlich, Verfassungs, wie nennt man das, unter dem Phänomenbereich, der vom Verfassungsschutz unter dem Gesichtspunkt Verfassungsschutz relevante Delegitimierung des Staates beobachtet wird. Und auch an den Verhandlungstagen, die er schon hatte, die ja seine Bereitschaft zeigten, an Gerichtsverhandlungen teilzunehmen, die also der Fluchtgefahr deutlich entgegenstanden. Da habe er nur teilgenommen, um die Verhandlungen zu sabotieren und seine Staatsdelegitimierung, denn Inhalte zu inszenieren. dann stelle ich mir natürlich die Frage, Leute, wenn das der Vorwurf ist, er kommt zur Verhandlung, aber nicht, um sich durch das Strafverfahren zu stellen, dann erwarte ich von einer Entscheidung, die über vorhanden sein oder nicht vorhanden sein körperliche Bewegungsfreiheit entscheidet. also um den Entzug der körperlichen Bewegungsfreiheit und zwar ohne Urteil, erwarte ich nicht nur eine solche Bewertung, sondern erwarte ich konkrete Tatsachen, die das belastbar begründen. Und davon finde ich in diesem Kraftbefehl überhaupt nichts. Es bleibt der schale Beigeschmack, dass jetzt der Umtrieb des Verfassungsschutzes, Regierungskritiker zu bespitzeln, nichts anderes ist das ja gerade, was hier gerade abläuft, was der Verfassungsschutz unter diesem Delegitimierungsaspekt macht, ist nichts anderes als die Neuauflage der Stasi. Dass das jetzt Eingang in Gerichtsentscheidungen findet, es muss die Strafjustiz sich nur noch irgendeine Straftat ausdenken, die ein Regierungskritiker begangen haben soll und dann steht im Haftbefehl, die legitimierten Staate können sich ja abhauen, also erstmal rein in den Knast. Da geht die Reise und das ist das ganz Bedrohliche an diesem Haftbefehl. Lieber Martin, ich möchte mich ganz herzlich bedanken für deine juristische Einschätzung und natürlich auch hier dein Statement. Das ist sehr, sehr wichtig, dass hier Fachleute, fachmännische Juristen die Sache entsprechend beurteilen. Und ich möchte nochmal auch im Namen von Musiker stehen auf und von Arne Schmidt herzlichen Dank sagen für deinen Beitrag und wir wünschen dir alles Gute und viel Gesundheit. Alles klar, danke schön. Tschüsschen. Tschüss. Wow, was für ein Statement von Prof. Dr. Martin Schwab. Also da gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Das kann man wirklich so stehen lassen. Das sagt deutlich mehr, als wir auch sagen könnten. Absolut. Leben wir noch in einem Rechtsstaat? Oder sind wir jetzt schon mitten in der Willkür? Zumindest sieht es so aus, als wären wir auf einem guten Weg dahin. Ja, jetzt sitzt Arne Schmidt schon seit 21 Tagen im Gefängnis und jetzt kommt der 13. Prozestag. Und der 13. Prozestag ist ein ganz, ganz wichtiger Tag, weil da hat sich etwas noch zugetragen. Es ist unglaublich. Einer seiner Rechtsanwälte hat ihm zugetragen, Liebe Arne, überleg dir ganz genau und gut, was du am 13. Prozestag tust und sagst. Denn es steht im Raum, dass sie dich in die Psychiatrie stecken möchten. Das ist ja... Oh, also ich habe gar keine Worte dafür. In die Psychiatrie stecken möchten. Und jetzt hat Andrea natürlich noch mehr heiße Informationen, Andrea. Ja, das klingt erstmal ein bisschen, ja, ja, das könnte wohl so dahergesagt sein. Aber überleg mal, am Abend vor diesem Prozess stand tatsächlich in der Zeitung, im Tagesspiegel, ich mache mal ungern Werbung für den, im Tagesspiegel am Abend vorher stand genau dieses drin. Das heißt, die Presse wusste schon einen Tag vor dem 13. Prozestag, was hier geschehen wird oder könnte. Sie wussten auf jeden Fall, also dazu muss man sagen, die Justizministerin hat sich eingemischt in ein laufendes Verfahren, das ist unfassbar, das darf nicht sein, hat eine Meinung dazu abgegeben und hat sich erdreistet, eine medizinische Meinung abzugeben. Und zwar hat sie den Arne Schmidt als gefährlichen Irren bezeichnet. Und die Staatsanwaltschaft, wenn ich das alles richtig noch erinnere, hat genau da in dem Artikel auch eingewandt, dass sie eine psychiatrische Untersuchung anregen möchten, um den Arne dann einzuweisen. Also das war wirklich nicht einfach so aus der Tasche gezogen. Das müsst ihr euch mal vorstellen, um hier auch nicht eine Verwirrung zu stiften. Arne Schmidt sitzt im Gefängnis, hat aber noch ein laufendes Verfahren, sein Berufungsverfahren, ihr wisst auch, wegen Landfriedensbruch, sitzt aber im Gefängnis wegen einer ganz anderen Sache. Das heißt, es laufen parallel zwei Verfahren. Ein Verfahren ist nicht abgeschlossen und bei dem anderen Verfahren ist noch nicht mal eine Anklage erhoben. Und es steht im Raum, wenn er nicht gut überlegt, könnte er sogar in die Psychiatrie überwiesen werden. Also Leute, wo sind wir denn da? Es ist ja unfassbar. Ich bin sprachlos. Und das wegen einer Mücke? Ja, könnt ihr euch noch erinnern? Am Anfang der Doku habe ich gesagt, man hat hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Hier wirklich nochmal George Orwell. Wenn die Lüge zur Wahrheit wird und die Wahrheit wird zur Lüge, also ich kann nichts mehr hinzufügen. Ich bin wirklich sprachlos und deswegen ist es so wichtig, dass wir diese Dokumentation machen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir aufklären, weil der Fall Arne Schmidt ist so verrückt, wirklich verrückt und so verwirrend und so komplex. Und wir haben gesagt, wir machen das. Wir machen die Dokumentation. Und jetzt gibt es noch ein ganz großes Medium aus Österreich auf eins. Die sind natürlich auch auf den Musiker Arne Schmidt aufmerksam geworden und haben eine schöne Reportage über ihn gemacht. Und das schauen wir uns jetzt mal gemeinsam an. Ja, genau. Okay, also dranbleiben. Auch in Berlin änderte nun ein Prozess gegen einen bekannten Maßnahmenkritiker. Der Musiker Arne Schmidt, der auf zahlreichen Corona-Demonstrationen aufgetreten war, zog seine Berufung zurück. Damit ist die Geldstrafe von 1500 Euro wegen angeblichen Landfriedensbruchs rechtskräftig. Bereits am Morgen hatte der Verhandlungstag für Tumulte vor dem Landgericht Berlin gesorgt. Zuschauer wurden teils am Betreten des Gebäudes gehindert. Andere mussten sich besonders strengen Sicherheitskontrollen unterziehen. Einige Betroffene sprachen gegenüber auf eins sogar von regelrechten Schikanen. Verschärfte Sicherheitskontrollen, als ob wir hier alle Schwerverbrecher sind. Die Schuhe müssen ausgezogen werden, Handy müssen abgegeben werden, Tasche muss abgegeben werden. eigene Bleistifte dürfen auch nicht mit reingenommen werden, man bekommt neue ausgehändigt. Und das alles, um die Leute vermutlich hier einzuschüchtern, denn hier ist definitiv kein Gewalttäter vorbei. Und das ist normalerweise so bei Mafia-Prozessen üblich, aber nicht, wenn einer hier ein bisschen anders denkt und wegen eines angeblichen Landfriedensbruchs mit Klavier hier verhandelt wird. Schmidt war schon im Sommer 2022 angeklagt worden. Hier Bilder vom damaligen Prozessauftakt. Ihm wird vorgeworfen, Teilnehmer einer Corona-Demo dazu angestachelt zu haben, eine Polizeikette zu durchbrechen und dabei sogar seinen Flügel als Hilfsmittel genutzt zu haben. Für Aufsehen sorgte Anfang September die überraschende Festnahme im Gerichtssaal. Schmidt soll einen Schöffner attackiert haben. Der Jurist Professor Martin Schwab bezeichnete die Begründung der Festnahme als fragwürdig. Beobachter vermuten nun, dass der Musiker durch diese Haft massiv eingeschüchtert wurde und deshalb seine Berufung zurückzog. War das Verfahren gegen Arne Schmidt ein politischer Prozess? Das ist eine der Fragen, die auf 1 Reporter Roy Grassmann Schmidts Anwältin Katja Wörmer gestellt hat. Wie kam es denn jetzt zur überraschenden Wende? Wieso hat der Herr Schmidt jetzt die Berufung zurückgezogen? Ja, das hatte jetzt mehr oder weniger halt taktische Gründe, unter anderem auch im Hinblick auf das Verfahren, wo ja auch die Haftsache im Hintergrund ist, was zu Untersuchungshaft geführt hat, auf die Situation mit dem Chefen und da sind ja noch ein paar andere Situationen auch mit inbegriffen. Und das war jetzt im Endeffekt die Lösung, um das Ziel zu erreichen, dass der Arne Schmitz so schnell wie möglich aus der U-Haft entlassen werden kann. Auch eine sehr interessante und aufschlussreiche Dokumentation von Auf1. Mit viel Mühen gemacht und waren sehr viele Informationen drin. Und die Katja Wörmer hat ja am Schluss gesagt, aus taktischen Gründen haben sie die Berufung zurückgezogen. Du warst ja an dem Tag auch mit dabei. Wie hat sich Arne dazu geäußert? War das von ihm auch aus taktischen Gründen, die Berufung zurückzuziehen? Ja, tatsächlich hatten wir um 9 Uhr, also eine halbe Stunde vor Beginn noch telefoniert. Vor der Verhandlung? Vor der Verhandlung. Und da hatte er sich noch nicht entschieden, wie genau es macht. Aber in meinen Augen war es die richtige Entscheidung, die im Endeffekt dann ja auch zum richtigen Ergebnis geführt hat. Und was er noch sagte, ganz wichtig, es ist ja vielleicht nicht das Urteil, was zählt, sondern dass wir wissen, was die Wahrheit ist. Das heißt, Arne hat das Urteil anerkannt, aber es ist nicht die Wahrheit. Und da fällt mir nur eins ein. Recht haben heißt nicht immer Recht bekommen. Richtig? Richtig. Ja. Gut, jetzt gibt es aber natürlich noch eine frohe Nachricht. Nach 37 Tagen wurde Arne Schmidt am 10. Oktober 2025 aus der U-Haft entlassen. Also war es eine gute Entscheidung, die er getroffen hat. Wohl überlegt, wenn man bedenkt, er stand im Raum, vielleicht sogar in eine Psychiatrie überwiesen zu werden. Wir freuen uns, Arne Schmidt ist wieder frei. Und dazu haben wir auch ein schönes Video, nämlich sein freund der musiker björn banane hat ihn empfangen hat sofort das erste interview geführt und anna ist ganz aufgelöst aber über glücklich und das schauen wir uns jetzt gemeinsam an also seid gespannt heute ist der große tag gestern stand ich noch alleine hier und habe hier trübsal geblasen auch wenn sich vielleicht schon das eine oder andere angekündigt hat ist heute hier an diesem 10 oktober 2025 unser lieber wegbegleiter und freund arne schmidt wieder frei nach sechs wochen ich habe schon so viel gesagt deswegen ich lass dir die worte ein mikrofon deine kamera erzählt bitte was hast du die letzten sechs wochen fast sechs wochen hier erlebt in der jva berlin moabit ja ich erst mal ich grüße euch alle ich bin ein bisschen wie auf seiner achterbahn und bin natürlich total froh dass ich jetzt auf freiem fuß bin und mir fehlen so die worte erstmal und aber was mir jetzt ganz wichtig ist natürlich dass ich frei bin aber ich bin so dankbar den menschen allen im hintergrund die geholfen haben und es habe ich noch nie so was erlebt hier so viele briefe gekriegt irgendwie 400 500 briefe gekriegt und ja und und ich könnte alles gar nicht sagen ich habe mir die worte erst mal was ich noch zum schluss jetzt gern machen würde am ende des streams ist dass du noch mal mit mir die straße lang läuft ich filme dich und du zeigst der community noch mal dein fenster dass wir uns das noch mal anschauen ich laufe dir hinterher und filmt das und du zeigst uns das. Ja, das können wir machen. Ich gehe mal mit. So, ich begleite mich mal zu dem besonderen Ferienlager, kann man auch sagen, zu der besonderen Stätte. Also hier sind wir jetzt, hier ist jetzt Moabit. Dahinter ist das Gericht, also das Amtsgericht beziehungsweise das landgericht dahinter das ganze ist ein konstrukt die jv ist verbunden daran mit kellern und so weiter und wenn man jetzt guckt mein fenster jemand stück weiter runter ja wir gehen noch ein stück weiter ja komm mal mit wenn wir zwischen den ich gehe mal ein stück weiter die ist den Audi. Wenn du jetzt vom Audi hoch gehst, da ist der Kran, da hinten ist der Kran. Wenn du jetzt links in den Kran gehst, dann siehst du ein weißes Gebäude und ein rotes in der Mitte mit immer drei Fenstern von oben nach unten. Und wenn man das dritte Fenster von oben nimmt, das linke, glaube ich. Das dritte Fenster von oben in der Mitte, in der Mitte das. Zum Glück Arme ist frei. und ja, sein Freund und Musiker, Kollege der Björn Banane. Eigentlich heißt er ja Björn Winter. Der hat ihn sofort interviewt und ich finde, er hat es ganz schön gemacht. Das hat er toll gemacht, ja. Und man hat auch gesehen, er war richtig emotional berührt. Er war emotional sehr berührt. Also da merkt man schon eine richtige Freundschaft. Das spürt man auch durch das Video. Ich habe es regelrecht gespürt. Da möchte ich dir, Björn, sehr, sehr herzlich danken. Daumen hoch. Jetzt gibt es noch eine große Überraschung. Da möchte ich dir gerne das Wort überlassen, weil Arne bekommt einen Preis. In der Zeit, schon bevor er in Haft kam, hatten sich Leute Gedanken darum gemacht, dass sie Arne auszeichnen wollten. Und diese Auszeichnung, dafür wurde er nominiert und auch gewählt. Und das schon bevor er ins Gefängnis kam. Und dann, als sie erfuhren, er ist im Gefängnis, hatten sie natürlich, ups, und jetzt, was machen wir mit dem Preis? Aber Gott sei Dank ist er rechtzeitig wieder rausgekommen. Und es ist, darf man schon sagen, er ist, oder wollen wir es komplett überraschen? Nein, nein, wir sagen es noch nicht, das ist eine Überraschung. Aber sie passt einfach ganz. Aber es ist auf jeden Fall ein Preis, den er wahrlich verdient hat. Definitiv, weil Arne ist als Musiker, als Aktivist mittlerweile über alle Grenzen bekannt. Und er hat sich stets für die Wahrheit mutig eingesetzt. Das kann man wirklich sagen. Ja, er ist ein ganz außergewöhnlicher Mensch. Ich habe viel von ihm lernen können, auch im zwischenmenschlichen Bereich. Er ist immer sehr bemüht, anderen Gutes zu tun, fordert nichts und ist einfach, wie gesagt, ein ganz besonderer Mensch. Ja, Anna ist ein Vorbild und wenn du es eben gleich tun möchtest, dann stehe auch mutig für deine Interessen, aber auch die Interessen der Mitmenschen ein. Es lohnt sich immer für Frieden, für Freiheit und für die Wahrheit zu kämpfen. Ja, jetzt sind wir auch schon am Ende unserer Dokumentation. Liebe Andrea, schön, dass du da warst. Und wenn wir schon bei Überraschungen sind, jetzt habe ich eine Überraschung für unsere liebe Andrea. nämlich du bekommst einen Orden einen Orden? ja und zwar den Orden von Musiker stehen auf das ist sehr schön und den stecke ich dir jetzt gerne an darf ich da? ja ja damit nichts passiert so genau hat wunderbar geklappt ja das ist aber noch nicht alles ich habe nochmal ein kleines Geschenk für dich nämlich ein Schlafkissen von Musiker stehen auf, damit du nachts schöne, viele, gute musikalische Träume hast. Und du weißt, hier steckt viel Wahrheit drin, viel Mut und viel, viel, viel, viel Kraft für die Friedens- und Freiheitsbewegung. Ich danke dir sehr. Ich weiß das zu schätzen. Dankeschön. Ich danke dir, liebe Andrea. Ja, und ich möchte auch den vielen anderen danken, die haben. Ich kann jetzt nicht alle Namen aufzählen. Das seht ihr dann unten in der Verlinkung. Wir werden alle aufschreiben, auch mit ihrer Adresse und der Homepage. Und da nochmal ein herzliches Dankeschön, weil ohne diese viele Unterstützung könnten wir die Dokumentation nicht erstellen. Und ich möchte noch gerne am Schluss erwähnen, Musiker stehen auf sind ein Netzwerk von mutigen Musikern, die ihre Stimme erheben für die Friedensfreiheit und die Wahrheitsbewegung. Und wenn du Musiker bist oder auch nur ein Interessierter, dann schließ dich uns an. Geht auf unsere Webseite und werdet ein Teil von Musiker stehen auf. Denn mit Musik bauen wir Brücken zu den Menschen, zu den Herzen. Musik öffnet und macht frei. Also wir freuen uns, wenn ihr uns unterstützt. Denn vielleicht könntest auch du bald der Nächste sein, der morgens um 6 Uhr einen Bademantel braucht. Ja. Ja, genau. Das System ist außer Rand und Band. Es ist verrückt. Und wir müssen Stärke beweisen. Wir sind die Mehrheit, wir sind das Volk. Gemeinsam zusammen sind wir mächtig, sind wir unschlagbar. Also halten wir zusammen. So, und jetzt zum Schluss möchte ich, ihr habt es schon gesehen, ich habe einen wunderschönen Gong, möchte ich die Dokumentation mit einem Gong beenden. Und bevor ich den Gong betätige, habe ich noch eine Botschaft an den lieben Arne. Liebe Arne, eine Danksagung. Du mit deiner Musik, mit deinem Konzertflügel, bist ein Musiker, der für die Menschenwürde spielt. Als Mensch, als Pianist, bist du ein Akt der Rebellion. Wir sind dankbar, dass es dich gibt. Und wir sagen zu euch alle, tschüss. Bis bald. Macht's gut. Und bitte teilt diese Dokumentation. Es sollen alle erfahren. Der Fall Arne Schmidt. Wenn Musik gefährlich wird. Wenn Musik gefährlich wird. Wir halten zusammen. Ciao. Ciao. * Musik * Arne Schmidt! Arne Schmidt! Arne Schmidt! * Musik * * Musik * Otto! Schmuck!