Speaker 1 Arne, ich bin gerade im live. Ich weiß nicht, ob das erlaubt ist. Speaker 2 Geh doch mal in zwei Minuten raus aus dem live. Speaker 1 Das geht, ja, kleinen Moment, ich komme direkt rein. Liebe Leute, es ist hier heute vor dem Landgericht in Berlin gerade die Verhandlung zu Ende gegangen. Arne Schmidt ist soeben weiterhin rechtskräftig verurteilt, denn die erste Verhandlung ist jetzt rechtskräftig wegen Landfriedensbruch. Und ich komme jetzt gleich ans Mikrofon. Bis dahin teilt, abonniert und liked, das ist brandneu. So, hallo Arne. Arne, kann ich nur die Kamera aufbauen, dass man Katja Böhmer hört? Kleinen Moment mal, kannst du erst eine Sekunde? Kannst du das mal filmen, bitte? Die kann einfach das in Richtung Anwältin halten. Einfach das bitte, danke. Speaker 3 Ich kann auch mal ein bisschen einsichtig sein und vernünftig halten. Er hat es ja selbst auch so gesagt. Speaker 4 Ich war im Übrigen am nahesten dran bei diesem Schöpfung. Speaker 3 Ach, das waren Sie, der auch zu sehen ist. Speaker 4 Insofern würde ich mich da auch als Zeuge zur Verfügung stellen. Speaker 3 Ja, das wäre doch gut. Das wäre vielleicht ganz gut, dass wir dann diesmal eher die Zeugen einsammeln, als dass das dann so schwierig wird wie hier in dem Verfahren. Da war es jetzt, glaube ich, ein bisschen schwierig. Da wusste man überhaupt nicht mehr. Speaker 5 Also außer die, die man kennt aus dem Video, wer dabei war. Speaker 3 Ja, Sie waren jetzt die rühmliche Ausnahme. Speaker 5 Aber das Ganze ja auch schon vier Jahre her ist mittlerweile oder sogar fünf. Es ist dann natürlich schwer, wenn man dann erst versucht, wer war das denn? Ach, Sie hatten deswegen auch ein Gesetzverfahren? Okay, das habe ich mich nämlich auch... Speaker 3 Ah, ich habe mich das die ganze Zeit gefragt, ob kein anderer deswegen Speaker 6 ein Verfahren hatte damals. Speaker 7 Ich war auch vorgerichtet im Tiergarten. Speaker 3 Ah, okay. Und Sie hatten wie... Speaker 7 Ich war angezeigt, weil ich die 30. Hundertschaft verprügelt haben soll. Zugleich. Speaker 3 Alleine? Speaker 7 Ja. Im T-Shirt. Speaker 3 Hut ab. Die waren ja alle etwas größer und stämmiger. Speaker 7 Naja, Speaker 3 mein Personschützer, das ist Speaker 7 vom Beruf. Speaker 3 Ah, okay. Da hat man Ihnen das zugetraut. Speaker 7 Ich muss die Frage vielleicht noch mal stellen. Ich war nachher zu spät gekommen. Wie kam es denn jetzt zur überraschenden Wende? Wieso hat der Herr Schmidt jetzt die Berufung zurückgezogen? Speaker 3 Ja, das hatte jetzt mehr oder weniger halt taktische Gründe. Unter anderem auch im Hinblick auf das Verfahren, wo ja auch die Haftsache im Hintergrund ist, was zur Untersuchungshaft geführt hat, auf die Situation mit dem Chef. Und da sind ja noch ein paar andere Situationen auch mit inbegriffen. Und das war jetzt im Endeffekt die Lösung, um das Ziel zu erreichen, dass der Arne Schmidt so schnell wie möglich aus der U-Haft entlassen werden kann. Speaker 7 Kann man jetzt vielleicht sagen, die U-Haft hatte jetzt doch so ein bisschen zu Einschüchterungen geführt, dass er sagt, Mensch, ich will jetzt nicht mehr weitermachen, ich will jetzt so schnell wie möglich aus der Haft raus. Also Einschüchterung hört sich gleich wieder so negativ an. Er hat es ja selber auch als vernünftige Lösung bezeichnet, dass man manchmal einfach den Weg der Vernunft geht. Speaker 3 Wir haben halt manchmal so ideelle Vorstellungen, die dann aber nicht so richtig in die Lebensrealität passen. Und ja, man weiß einfach, wie man vielleicht schnellstmöglich hier aus der Haft entlassen werden kann, was sich positiv auswirkt, was sich negativ auswirkt. Und ich glaube, niemand von uns wünscht sich, dass Arne hier noch Weihnachten sitzt, alleine im Gefängnis und weitere Anträge schreibt, die vielleicht vom Inhalt her auch ganz richtig sind und gar nicht so falsch sind, aber die möglicherweise überhaupt keinen Anklang finden hier in der Lebensrealität, vor allem Strafgericht. Weil es ist halt auch immer unbenommen, die Kamera oder der Richter können das Ganze anders sehen und die Staatsanwaltschaft sieht es möglicherweise erst recht anders. Und wenn man da einfach weiß, dass ich da nicht weiter durchkomme und dass es vielleicht auch manchmal einen vernünftigen Weg gibt und auch nicht jeder macht immer alles richtig von uns, dann ist es, glaube ich, sinnvoll, erstmal Prioritäten zu setzen und zu sagen, ich möchte als erstes wieder ein freier Mensch sein. Und dann kann ich immer noch auch in Interviews darüber reden oder irgendwas machen. Wie gesagt, man darf nicht vergessen, dass es das zweite Strafverfahren ja auch noch gibt. Und dass das Verhalten hier auch gewisse, ja, dass das eine Prioriswirkung im Endeffekt hat. Ja, das hat einfach gewisse Einflüsse darauf, wie ich mich jetzt hier gebe, weil Leute wieder als Zeugen geladen werden, die hier beteiligt waren etc. Und weil, das habe ich auch gerade schon erklärt, da waren sie auch noch nicht hier. Es gibt hier einfach in Berlin die Situation, dass es hier so ein Gesetzesvorhaben gibt, wo man halt gerade Schöffen und Justizmitarbeiter besonders schützen möchte. Das liegt wahrscheinlich eher an irgendwelchen Mafia- oder Clankriminalitätsprozessen, also an richtig großen Strafsachen, wo möglicherweise Schöffen auch bedroht werden, zu Hause aufgesucht werden etc. und versucht wird, auf die wirklich massiv Einfluss auszuüben mit Bedrohungsszenarien. Und da hat man vielleicht auch nur darauf gewartet, dass so ein Fall mal wieder eskaliert, der dann aufgebauscht wird, durch die Presse geht und wo man dann was draus ziehen kann für das gewünschte Gesetzesvorhaben. Und ich glaube, da müssen wir den Arne irgendwie hier nicht zum Präzedenzfall machen. Dann kocht man das Ganze lieber wieder so ein bisschen runter. Speaker 4 Er wollte ja nicht mehr als den Namen erfahren. Speaker 3 Ja, klar. Aber das habe ich ja gerade auch schon erklärt. Da hätte es möglicherweise, das ist hier halt eine Besonderheit in Berlin, die man natürlich so nicht kennt, wenn man von anderen Gerichten kommt, dass die Schöffen hier auch schon besonders geschützt werden, dass es die ganzen Namen irgendwie gar nicht mehr gibt. Möglicherweise nur die Nachnamen, manchmal auch nur eine Nummer. Das muss man dann speziell erfragen außerhalb der Öffentlichkeit. Und das hätte man vielleicht auch besser erklären können. Gerade wenn sich jemand selber vertritt, ich glaube, das war hier auch ein ganz wesentlicher Punkt. Erstmal, wenn man sich selbst vertritt, ist das immer sehr schwer. Da spielen ja auch immer Emotionen mit etc. Und wenn man dann selber auch sich das selber quasi angeeignet hat, das Wissen, und nicht jetzt seit 30 Jahren hier als Anwalt aus- und eingeht und weiß, wie das hier genau in Berlin funktioniert, dann wäre es vielleicht auch gut gewesen, wenn man das dann erklärt bekommt. Dann wäre das Ganze vielleicht auch nicht so eskaliert. Speaker 7 Sehen Sie jetzt den Fall? Ich meine, klar, er hat jetzt die Berufung zurückgezogen, aber das Video, sagen ja viele, spricht für sich. Wie beurteilen Sie als Verteidigerin diesen Fall? Hätte man ihn eigentlich freisprechen sollen? Nach dem Video zum Beispiel, nach den Beweisen? Speaker 8 Es geht hier gerade nicht um die Haftsache. Speaker 3 Ach, die raus und rein gehen? Ja, das ist nicht so gut. Speaker 4 Wir können hier zehn Meter weiter gehen. Wir gehen hier zehn Meter weiter um die Ecke. Speaker 9 Warum nicht zu dem Kaffee? Speaker 4 Ich muss nicht mal irgendwo ins Warme sitzen. Da muss man natürlich in der Karte stehen. Die Frage kann ich nicht beantworten. Bitte lösen Sie es. Bitte lösen Sie es mit der Karte. Bitte lösen Sie es mit der Karte. Speaker 10 Ich habe mal eine Frage. Hat er sich jetzt in der Karte gemeldet, dass diese Wohnbarn-Sache weg ist? Speaker 1 Ja, liebe Freunde, wie ihr gehört und gesehen habt, sind wir jetzt erstmal weggeschickt worden vom öffentlichen Straßenland, aber eben vor dem Haupteingang des Land- und Amtsgerichtes in Berlin. Und jetzt geht es hier an der Seite weiter. Es ist hochinteressant, ich werde auch gleich mein selbst dazu abgeben. Aber im Moment lasse ich mal noch die Rechtsanwältin, die Wahlrechtsanwältin von Anne Katja Würmer zu Wort kommen und folge den Worten hier auf der Straße. Speaker 9 Du hattest dich angeboten. Das war eine wichtige Frage. Ja, also da muss man halt auch wieder Speaker 3 entscheiden, ist jetzt nicht klar, um welches Video es geht. Es gibt ja einmal das Video damals zum Landfriedensgrupp und dann gibt es das Video hier zu der Sache mit dem Chef. Speaker 7 Achso, genau, denn das mit dem Chef ist ja heute gar nicht entschieden worden. Ich dachte, Speaker 3 sie meinten jetzt das Video. Ja, das war dann Tumult. Das Video ist hier angeschaut worden. Ich war ja nicht dabei, wie die Kammer das gewertet hat. Aber wir haben halt aus der Situation, konnten wir jetzt ersehen, dass die Kammer das Video nicht so wertet, dass sie ihn freigesprochen Das war wohl relativ klar, das hat der Ahnemehr auch so bestätigt. Und wenn eine Situation erstmal sehr verfahren ist, dann weiß man, dass die Staatsanwaltschaft hätte auch nicht der Einstellung zugestimmt. Das haben wir gerade auch nochmal, wir hatten ja das Rechtsgespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Rechtsgespräche finden immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, also nur mit den Verteidigern, Angeklagten und Staatsanwaltschaft und Kammer oder Einzelrichter. Und da haben wir das alles nochmal intensiv besprochen. Ob das hier zum Beispiel eine Einstellung geben könnte etc. Dazu muss aber immer die Staatsanwaltschaft zustimmen. Die Staatsanwaltschaft wollte jetzt nicht mehr zustimmen, vor allem weil das Verfahren halt so weit fortgeschritten ist und weil man jetzt schon zwölf Verhandlungstage hatte und das auch wohl am Anfang des Verfahrens schon mal besprochen hat und sich da auch nicht einigen konnte. Und wenn die Staatsanwaltschaft nicht zustimmt, kann auch das Gericht nicht einstellen. Und ja, deswegen war es jetzt im Endeffekt auch Kosten, von den Kosten her die günstigste Variante. Und vor allen Dingen wegen dieser positiven Wirkung auf das andere Verfahren, weil das einfach auch eine vernünftige Entscheidung war, war es am besten, die Berufung hier zurückzunehmen. Es gab zwar ein Verböserungsverbot, die Staatsanwaltschaft hätte hier, also es hätte keine höhere Strafe geben können, aber trotzdem ist es dann immer noch sinnvoller zurückzunehmen. Und das sollte vor allen Dingen hier auch deeskalierend wirken. Unabhängig davon, was in dem Video vielleicht zu sehen ist. Weil es war ja offensichtlich zumindest aus Sicht des Gerichts nicht so eindeutig, dass die sofort gesagt hätten, alles klar, ist ein klarer Freispruch. Speaker 4 Wir sind ja bei den anderen vorigen Verhandlungen dabei gewesen. Und da hatte der in dem Video, nachdem wir gesehen haben, das Klavier hat ja nicht die Polizeikette durchbrochen. Speaker 3 Und der zweite Vorwurf, ahne, hätte dazu auch... Speaker 4 Und er hat es an Seite geschoben. Und der zweite war ja, dass Arne angeblich dazu aufgerufen hätte, aber die Polizeikette mit dem Klavier zu durchbrechen. Auch das war in dem Video klar. Er hat ganz im Gegenteil zu der Menge gesagt, wir bleiben friedlich. Also er hat deeskalierend gewirkt. Also beide Vorwürfe sind null und nichtig. Er ist eigentlich 100% unschuldig. Und nachdem wir das Video gesehen hatten, hat der Arne sogar mit dem Richter gesprochen und hat gesagt, und jetzt können wir eigentlich das Verfahren einstellen. Und da sagte der Richter, ja, aber wir haben ja gesehen, dass das Klavier gerollt ist. Ja, und das war ja wohl die Begründung. Also wir haben daraus geschlossen, dass er gerne eine Verurteilung eigentlich auch ausgesprochen hätte. Obwohl wir ganz klar gesehen haben, er ist unschuldig, 100 Prozent. Aber er will aber unbedingt, wenn jetzt das Verfahren nicht so gelaufen wäre, wie es jetzt gelaufen ist mit der Rechtsgültigkeit des ersten Verfahrens, wäre dann heute ein Urteil ausgesprochen worden? Speaker 3 Möglicherweise wäre einfach das Urteil in der ersten Instanz bestätigt worden. Speaker 5 Und was ich, das hätte sein können. Da müssten wir natürlich auch noch plädieren. Speaker 3 Dann hätten wir vielleicht geguckt, ob wir erst noch Beweisanträge stellen. Vielleicht hätten wir sie auch noch als Zeugen vernommen. Das kommt ja dann immer darauf an, ob das alles noch stattfindet. Und selbst wenn es heute nicht ausgesprochen worden wäre, wäre es möglich gewesen, dass die Entscheidung dann lautet, dass das erstlich instanzliche Urteil quasi bestätigt wird. Aber dass es bei der Verurteilung bleibt und so wie ich das verstanden habe, sollte hier zumindest, auch wenn es ein Verbösungsverbot gibt, Aber sollte hier ja das Klavier dann quasi wieder intrigiert werden, sozusagen. Und das wäre halt im Hinblick auch auf mögliche Schadensersatzansprüche nicht positiv gewesen. Also deswegen sage ich ja immer, man muss ein bisschen pragmatisch danach denken und die Realität anerkennen. Wenn man genau weiß, dass man bei der Kammer hier keinen Freispruch erreichen kann, und Sie haben es mir ja gerade bestätigt, dass es so gelaufen ist, dann kann ich mir das, wer weiß wie wünschen oder als Betroffener selber denken, dass das ungerecht ist. Aber in der Realität gibt es dann im Zweifel das Urteil. Dann hätte Arne noch in Revision gehen können. Und was dann daraus wird, ist halt auch die Frage, ob die positiv wird. Aber wichtig war halt, dass man hier nicht vorher, dass die Gefahr läuft, eine Vorstrafe zu riskieren. Speaker 4 Wie wäre der nächste Schritt gewesen, wenn es eine Revision gegeben hätte? Wo wäre es weitergelaufen? Speaker 3 Bitte? Speaker 4 Achso, Entschuldigung. Wenn es weitergelaufen wird, die angesprochene Revision, wo wäre die, hätte die Stattung von welchem Gericht? Speaker 3 Wir sind ja hier schon beim Landgericht. Also eigentlich das zweite Instanz-Landgericht ist beim Oberlandesgericht meines Erachtens. Also es ist auf jeden Fall ein anderes Gericht, aber die Problematik ist einfach, dass es möglicherweise dann eine Vorstrafe gegeben hätte. Das war der entscheidende Grund hier. Es gibt halt noch eine kleinere Sache aus Hannover und da hätte man hier eine Gesamtstrafe im Zweifel gebildet und hätte man eine Vorstrafe gehabt und dann ist die Gefahr sehr groß, dass er hinterher dann keine Bewährungsstrafe mehr kriegt in dem anderen Verfahren, wenn es schlecht ausgeht, sondern dass es dann vielleicht eine Haftstrafe gibt, die er auch absitzen muss. Speaker 1 Ich kann hier ranhalten, wenn du gerade redest, sonst hört man dich nicht. Speaker 4 Ja, alles klar. Speaker 7 Vielleicht noch eine Frage. Sie haben es ja gerade erwähnt. Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Schuhe. Und jetzt hat man das Gefühl, seit der Corona-Zeit wird es eindeutiger. Ist die bundesdeutsche Justiz am Ende? Ist sie überhaupt noch rechtstaatlich? Was haben Sie da für eine Meinung? Speaker 3 Also ich glaube eben, erst mal bin ich Anwältin und zweitens, ja, das kommt nach wie vor schon sehr auf den Einzelfall an, auch auf die Einzelumstände. Das muss man beurteilen, man muss die einzelnen Richter, die einzelnen Staatsanwälte, den einzelnen Fall und Angeklagten immer sehen. Natürlich gab es gerade bei den Fällen mit Corona-Bezug sehr viele Urteile, wo man sich dann wirklich fragt als Zuschauer oder auch als Beteiligter. Das war jetzt nicht so das, wie ich mir das Rechtssystem hier vorgestellt hätte oder das Urteil, was ich unter normalen Umständen erwartet hätte. Ja, das ist natürlich ganz oft passiert. Da denke ich, das betrifft gerade natürlich auch diese Situationen auf den Demonstrationen. Das war ja hier die Ausgangslage auch mit dem Landfriedensbruch, betraf aber auch diese ganzen Situationen mit Ärzten, ausgestellte Maskenatteste oder Impfunfähigkeitsbescheinigungen etc. Oder halt auch das Verfahren, was ich jetzt hier vorher mit dem Rainer Föhmig geführt habe. Also wo man auf jeden Fall den Eindruck hat, dass gerade Strafen auch exorbitant hoch angesetzt werden und dann auch hoch durchgeführt und verurteilt werden, was außer Verhältnis steht. Also da kann man schon ins Zweifeln teilweise gelangen. Und dann hat man ja hier andererseits Aussagen, dass es angeblich in Deutschland alleine 15.000 Haftbefehle geben soll, die aufgrund Überlastung der Justiz nicht vollzogen werden können, dass es 100.000 ausstehende Urteile gibt. Und das sind dann möglicherweise Straftaten, die im Gewaltbereich liegen. Und das ist für mich persönlich zumindest immer ein Bereich, wo es um Gewaltstraftaten gegen Leib und Leben geht, den ich als sehr viel höherrangig ansehe und sehr viel eher verfolgungswert und bestrafenswert finde als andere Dinge. Gerade zum Beispiel hier auch irgendwelche Verfahren gegen Ärzte, die nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben und ihre Patienten ja auch schützen wollten durch die Ausstellung diverser Atteste. Und die Rechtslage hat das damals auch hergegeben und die werden jetzt verfolgt wie Straftäter. Also das geht schon in Bereiche, wo man sagt, das sind politische Urteile auch, weil das so gewünscht ist. Meines Erachtens ist meine persönliche Auffassung auch dazu, wenn ich das so sagen darf. Speaker 4 Was muss sich denn ändern, damit das wieder in Ordnung kommt, damit hier wieder recht gesprochen wird? Speaker 3 Naja, eine gewisse Einigkeit. Man muss die Corona-Zeit vielleicht dann auch wirklich mal aufarbeiten. Ja, da gibt es ja immer wieder Ansätze, die aber in der Praxis dann nicht so richtig fruchten bisher. Dann gibt es die entschwerzten RKI-Protokolle, die weitgehend von vielen Gerichten einfach überhaupt nicht zur Kenntnis genommen werden. Ich muss aber sagen, es gibt auch in der Praxis immer wieder rühmliche Ausnahmen. Es gibt tatsächlich Richter, die auch wirklich sagen, die Sache stelle ich jetzt einfach ein, weil wir wissen jetzt mehr, als wir damals wussten. Und damals hat man sich vielleicht auch beeinflussen lassen, so würde ich heute nicht mehr urteilen. Speaker 5 Und deswegen nehme ich das jetzt hiermit auch zurück. Speaker 3 Die gibt es, also es gibt die wirklich, aber das ist halt tatsächlich nicht die überwiegende Zahl. Und da muss erstmal eine Aufarbeitung stattfinden. Also das waren ja, das wissen wir ja mittlerweile, dass das größtenteils politische Entscheidungen und keine medizinischen waren. Und das ist in der Realität halt nach wie vor nicht angekommen. Speaker 2 Katja, hattest du, als ihr rausgegangen seid, konntest du noch mit Arne reden? Der war ja jetzt in der Kabine, in diesem Glaskasten. War das wie bei Rainer Föhmig, dass ihr nicht mehr reden konntet oder konntet ihr noch reden? Speaker 3 Doch, wir haben ja zwischendurch auch geredet, also als ihr draußen war. Wir konnten uns, da waren ja auch quasi Schlitze, das war ja nicht zu. Wir konnten uns da durch unterhalten und ich gehe vielleicht gleich auch noch vorbei. Speaker 2 Gut, ich möchte dann schon mal sagen, weil er hatte gerade ihm angerufen und hatte dann auch ausrichten lassen, also dass er sich dabei jetzt besser und erleichtert fühlt, dass er dir sehr dankt. Das war ihm ganz wichtig, dass du dabei warst. Und er ist natürlich jetzt auch sehr froh über den Fonds, der zusammengekommen ist, über GoFoundMe, Speaker 5 dass die Sachen damit auch gleich gedeckt werden können, dass das jetzt kein Problem ist und das unterstützt ist. Speaker 2 Und er bedankt sich da erstmal bei allen, die auch jetzt immer ihn begleitet haben. Und seid bitte nicht sauer darüber. Er hatte nie geplant, Märtyrer zu sein. Er möchte sein Recht durchsetzen. Das kann er besser, wenn er ein freier Mann ist. Speaker 5 Und darum ist er auch froh, dass er eben mit den Anwälten dann noch in Ruhe sprechen konnte. Speaker 2 Und ja, er ist froh darüber, dass er sich überwinden konnte, seinen dicken Kopf mal nach hinten zu machen. Und es fühlt sich gut und ich denke, darum geht es eigentlich. Er fühlt sich gut und er gibt aber deswegen nicht auf und wird der Justiz weiter auf die Finger kümmern. Speaker 3 Genau. Sehr gut. Speaker 9 Danke. Und er sollte die Novelle von Kleist lesen, Michael Kohlhaas. Speaker 3 Ich denke immer an der Soldat Schweig oder so. War das nicht auch von so einem Justizrupfer? Ja, das ist, ich kenne die auch nicht. Speaker 9 Michael Kohlhaas ist ein Mensch, der Recht hatte, aber nicht recht bekam. Der aber so weit bis zum Tod, glaube ich, gegangen ist. Das ist nicht so lustig. Nee, und ich glaube, das möchte einfach niemand. Das ist die Sache auch nicht wert. Speaker 3 Ich habe den heute nur ein bisschen anders gesehen. Ich habe den ein bisschen zerbrechlich gesehen. Speaker 1 Der hat auch wirklich Rückenschmerzen. Das ist ja wirklich auch kein Spaziergang. Speaker 3 Ja, ich habe es zu weit genommen, dass er für die anderen es war. Aber ich hoffe, dass Arne rauskommt. Speaker 1 Ja, liebe Freunde der Freiheit, es ist ganz schön windig. Aber ihr habt es so ein bisschen mitbekommen, das hat jetzt gerade Katja Würmer, seine Wahlrechtsanwältin, mitgeteilt. Das ist ihre Einschätzung der Situation. Also um es nochmal zusammenzufassen, es ist so, dass das, worum Arne jetzt gekämpft hat in zwölf Verhandlungstagen, da hat er sich jetzt schon darauf geeinigt, dass da das erste Urteil rechtskräftig wird. Also dass ein nicht vorhandener Landfriedensbruch jetzt verurteilt wurde zu einer Geldstrafe von um die 1000 Euro. Und ja, das ist jetzt ein nächstes Verfahren, wo es dann geht um die unglückliche Situation, die hier passiert ist mit dem Schöffen im 2025 am 20. August. Also alles in allem bin ich und kann man mit dieser Situation nicht zufrieden sein. Und trotzdem bin ich froh, dass Arne jetzt eine reelle Chance hat, bald aus der Untersuchungshaft zu kommen, sein Leben wieder in Freiheit genießen zu können. Und in einem nicht funktionierenden Rechtsstaat kann man nicht mehr erwarten. Denn wie ich auch in dem Musikvideo auch bereits sagte von Esteban Cortes oder zeigte mit meinem Transparent, dieses System interessiert sich nicht für die Wahrheit. Und das ist das, was ich auch meinem Freund Arne immer wieder mitgeben wollte und versuchte, dass hier die besten Beweise und die besten Paragrafen nichts nützen, wenn wir keine richtige Gewaltenteilung haben. Und die sehe ich halt nicht. Und in dem Moment entscheide ich mich dann für das kleinere Übel. Ich habe das gar nicht zu entscheiden, falsch ausgedrückt. Ich freue mich, dass er vernünftig geworden ist und einfach versteht, dass man hier um seine eigene Existenz kämpfen muss und dass man nicht mit Gerechtigkeit und Wahrheit hier siegen kann. Das ist meine feste Überzeugung. Und so ist heute vor unseren Augen ein Landfriedensbruch verurteilt worden, unter Druck und unter Zwang. Denn sonst hat man so viele Baustellen, dass man gar nicht mehr ein Land in Sicht hat. Und obwohl man erkennen konnte, dass da niemals ein Landfriedensbruch stattgefunden hat, kann Arne Schmidt sich jetzt auf den Haftprüfungstermin konzentrieren, der in den nächsten zwei Wochen wohl stattfinden soll. und bei diesen Haftprüfungsterminen sind jetzt auch die Hürden beseitigt. Es gibt jetzt einen festen Wohnsitz, es besteht keine Verdunklungsgefahr. Man muss sich auch die Frage stellen, was ist da überhaupt passiert, was ist das für eine strafrechtliche Relevanz, wenn man einen Schöffen ziemlich genau auf diesen Punkt hier kurz am Rahmen festhält. Er hat sich dafür heute übrigens auch entschuldigt, ob er das aus tiefer Überzeugung gemacht hat oder auch um hier die Kurve am Eis zu kriegen, das sei mal dahingestellt. Aber ich persönlich bin als Freund von Arne zufrieden, dass ich ihn bald wieder in den Arm nehmen kann und dass ich weiß, dass hier der Kampf auf anderen Ebenen stattfindet und wir nicht erwarten dürfen, dass in einem Gerichtsgebäude, wo draufsteht, im Namen des deutschen Volkes, wie hier, dass da Recht im Namen des deutschen Volkes gesprochen wird. Und ich sehe mich nicht als Reichsbürger, ich sehe mich als klaren Beobachter und habe da eine ganz andere Auffassung. Denn allein wie die Zeitzeugen, die Öffentlichkeit, das Publikum heute behandelt wurde hier, Das ist kaum an Hohn und an Verachtungen zu überbieten. Es war so eine schlechte Luft oben, kein Fenster. Die Menschen wurden aus dem Saal wiedergebracht nach kurzer Besprechung, dass man sagte, es wird jetzt ein Rechtsgespräch stattfinden. Und da hat man die Öffentlichkeit wieder ausgeschlossen und haben die dann in so einem schmalen Gang gewartet. Kein Getränkeautomat, nicht mal ein Snackautomat, klar Toiletten, so haftähnliche Toiletten. Und da wurde man wieder ausgeschlossen. Ja, und das sind halt einfach Punkte, die haben so gar nichts mit die Würde des Menschen ist unantastbar zu tun. Das heißt vielmehr für mich Verachtung. Und ich wurde auch veräppelt, es hieß erst von Seiten des Rechtsanwaltes, dass mir ein Zugang als Medienschaffender, der ich ja bin, Medienblocker, garantiert wird. Dann bin ich hier mit meiner Bandscheibe ums Haus gelaufen. Dann hieß es doch nicht. Und hätten dann nicht die Menschen, die Herzmenschen, mich durchgelassen und mich wieder vorn anstellen lassen, wäre ich gar nicht dabei gewesen. Also hat man auch irgendwie versucht, freie Presse zu unterdrücken. Anders kann ich das heute nicht deuten für mich. Ja, natürlich können wir auch immer darüber debattieren, ob das so richtig ist oder ob man da standhaft bleiben muss. Aber dann sage ich eben mit voller Härte, du denkst auch nicht in der Gefängniszelle darüber nach, über die Gerechtigkeit. Du siehst auch nicht deinen Vater vielleicht zum letzten Mal. Du bist auch nicht Weihnachten vielleicht in einer Zelle, umgeben von Mördern und Vergewaltigern. Du musst keine Angst haben, dass du in die Klapsmühle kommst, sondern du konsumierst Telegramm und du findest es natürlich blöd einzuknicken, aber hinterfrage mal wirklich, was du machen würdest in so einem System, wo Gerechtigkeit ein Fremdwort ist und Wahrheit. Das möchte ich einfach mal die Öffentlichkeit fragen, die Community. Was hättest du gemacht, wenn es darum geht, dich möglicherweise irgendwann für Jahre einzusperren und mit irgendwelchen scheinheiligen Argumenten Haftbefehle zu konstruieren, die dann einfach eine never-ending-Story hinter sich, nach sich bringen. Das ist einfach das. Michael, möchtest du noch was sagen dazu, als Freund vom Arne? Ich habe hier noch eine Mitstreiterin, möchte ich sagen, die auch den Arne nicht nur gut kennt, sondern wo er ja sogar auf deiner Hochzeit, wenn ich das sagen darf, habe ich ja jetzt gesagt, spielen durfte. Und ich möchte mal wissen, wie du das heute hier wahrgenommen hast. Speaker 8 Also er hat mir nicht gefallen. Seinen Kampfgeist, den ich sonst kannte, den habe ich heute nicht gesehen. Und ich weiß, du bist froh, er hat sich darauf eingelassen. Am Ende war es sicherlich auch die richtige Entscheidung, weil 1000 Euro sind es nicht wert, dass er jetzt noch länger in dieser Zelle bleibt. Zumal es ja, wenn ich es richtig verstanden habe, jetzt auch keine Vorstrafe ist, wenn er diese 1000 Euro bezahlt, ist das Ding vom Tisch. Speaker 1 Ich glaube, 90 Tagessätze oder sowas. Speaker 8 Ja. Speaker 1 Oder noch weniger. Genau. Also ab 90 Tagessätzen ist mein, glaube ich, vorbestraft. Schreibt es mal in den Chat, ob ihr das wisst. Aber es ist drunter, genau. Speaker 8 Somit ist das Ding quasi vom Tisch. Es ist nicht recht, es ist unfair, es ist scheiße. Und jegliche moralische Maßstäbe sind da einfach nicht getroffen. Aber ich glaube, und das sagte auch die Anwältin, vorhin die Katja Würmer, egal welche Aussage noch gekommen wäre, und hier ist in den Publikumsreihen ein Zeuge, der ganz genau hätte bestätigen können, von wem die Aufforderung zu dem Landfriesensbruch damals gekommen ist. Und selbst wenn dieser Zeuge gehört worden wäre, wäre es keine Entlastung für Arne gewesen, so sagte es die Anwältin. Weil einfach vollkommen feststand, dass er hier nicht als freier Mann rausgehen soll. Und Recht haben und Recht bekommen ist nun mal nicht das Gleiche. Speaker 1 Mir geht es tatsächlich genauso wie dir. Ich hatte Gänsehaut und musste auch mit den Tränen kämpfen, wenn ich meinen Freund Arne so sehe. Und er hat das meiner Meinung nach mit sehr viel Spagat formuliert, ohne dass er total jetzt gekrochen kam. Er hat das trotzdem versucht, so ein bisschen interpretationsweise zu formulieren. Sag ich mal so, als Patriot, als Aktivist kann einem das nicht gefallen. Aber ich sage das wie jetzt gerade im Chat. Wenn du im Gefängnis sitzen würdest und deinen Vater vielleicht nie wieder siehst, wegen eines Unrechtssystems. Ist es das denn wert? Dann zu sagen, ey, damit mich alle bewundern, damit alle immer mehr Drops senden. Speaker 8 Er will kein Märtyrer sein. Speaker 1 Ist es das dann wert? Oder können wir nicht von draußen viel mehr diesen perfiden System auf die Finger schauen und viel, viel mehr bezwecken und zeigen? Natürlich, wenn man Speaker 8 einmal in der Situation ist, in der Arne jetzt ist, da rückt viele es in eine andere Perspektive. Ich möchte nicht mit ihm tauschen und auch, ich freue mich sehr, dass es immer wieder heißt, es geht ihm gut. Aber ich schätze ihn auch so ein, dass er sehr, sehr freiheitsliebend ist und einen großen Freiheitsgeist hat. Nicht umsonst reist er in einem Wohnwagen durch die Welt. Von daher macht das wahrscheinlich schon viel mit einem. So kann ich es mir vorstellen, wenn man dann auf einmal diese Freiheit genommen bekommt. Wir sind gerade im Interview. Konzentration. Speaker 1 Danke. Einfach mit offenen Augen durchs Leben gehen. Danke. Kein Problem. Ja, das gibt es dazu zu sagen. Klar, ich weiß, hier gibt es auch Reihen, die sagen, ja, das ist nicht gerecht und das hätte man durchziehen sollen. Aber wie gesagt, das ist immer ganz einfach, Speaker 8 als freier Mensch das so zu sehen. Es wird für ihn die richtige Entscheidung sein, aber gerecht ist es nicht. Und das brauchen wir uns auch nicht einbilden, dass es gerecht wäre. Speaker 1 Ja, jetzt möchte ich gleich nochmal den Bernd sprechen, der ja hier genau vorzugehen war, wo es am 20. August zu dieser Situation kam mit dem Chef, zu dieser unglücklichen Situation, denn es ist nicht mehr und nicht weniger. Anders kann man es gar nicht ausdrücken. Es ist eine unglückliche Situation, wo man unseren Freund und Entertainer, der manchmal über die Stränge schießt, bei seiner Freakshow sehen konnte, die niemandem was tut. Speaker 8 Ja, richtig. Er hat nichts Schlimmes gemacht. Diesem Chef ist nichts passiert. Ich habe mich auch vorhin im Saal gefragt, wie merkt der sich jetzt fühlen? Er weiß, dass wegen ihm jetzt ein Mensch hinter Gittern sitzt. Keine Ahnung, was das für ihn mit seinem Gefühl jetzt macht, ob der jetzt ein schlechtes Gewissen hat oder nicht. Ich würde mich ganz schön schlecht fühlen an seiner Stelle. Ja, eben weil absolut nichts passiert ist, was eine Haft rechtfertigen würde. Speaker 1 So sehe ich das auch, liebe Maike. Ja, der Arne hat mich auch schon vorhin in der Live-Sendung angerufen aus dem Gefängnis. Er kann dank euch sehr oft telefonieren. Wir schicken ihm 300 Euro jede Woche auf sein Haftkonto, damit er seine täglichen Bedürfnisse befriedigen kann. Nahrungsmittel, Zahnpasta, Fernsehen schauen und die Telefonkarte aufladen, damit man nicht von der Außenwelt abgeschirmt ist. Und das geht nur durch euch, dank eurer Unterstützung, dank des GoFundMe, der 8000 Euro durch euch hat. Und ja, das werden wir jetzt in Arne immer auszahlen und hoffentlich nicht mehr lange, denn ich glaube, so wie heute die Richtung gelaufen ist, wird er bald hier wieder vor uns stehen und kann damit die Rechtsanwälte bezahlen, seine laufenden Kosten, die gerade passiert sind in der ganzen Zeit. Und er hat gemerkt, dass eine Wärme von draußen kommt, dass ihnen Briefe täglich erreichen und dass eben 8000 Euro einfach mal so gespendet und unterstützt wurden für ihn. Und da bin ich auch sehr stolz und möchte euch auch nochmal ganz toll danken dafür. Speaker 8 Ich rechne auch damit, dass er bei diesem Haftprüfungstermin rauskommt. Also das wirkte zumindest positiv heute. Ich gehe nicht davon aus, dass das noch sehr viel länger dauern wird. Ich hoffe, dass diese Haftprüfung so schnell wie möglich passiert. Es heißt, innerhalb der nächsten zwei Wochen hat sie stattzufinden. Je eher, desto besser. Und aus meiner Perspektive, in meiner Hoffnung, ist er dann draußen. Speaker 1 Das sehe ich genauso, liebe Maike. Danke, dass du so lieb bist und dass du mir auch noch mal ein Interview gegeben hast. weil du stehst Arne schon näher als auch viele andere und kennst ihn auch länger. Denn es gibt auch Menschen, das möchte ich jetzt einfach mal so noch als Verschwörungstheorie in diese Kamera sagen, es gibt auch Menschen, die plötzlich aus dem Nichts kamen und die Arne sehr, sehr nahe waren ganz plötzlich. Und ich mir die Frage immer wieder stelle, wo waren die denn in der Zeit, wo es hier wirklich gebrannt hat, wo wir gemeinsam vor dem Wasserwerfer standen, wo wir auf so vielen Demonstrationen waren in Polizeimaßnahmen. Da kenne ich Gesichter wie deins. Da kenne ich auch andere Gesichter. Aber ich habe auch bestimmte Leute erst seit einem, maximal seit zwei Jahren auf dem Schirm. Ich stelle mir die Frage, wo waren die denn? Und warum haben die jetzt auf einmal so viel Einfluss gewonnen? Und das muss man schon mal hinterfragen dürfen. Speaker 8 Das weiß ich nicht. Aber da habe ich auch eine etwas andere Sicht als du. Speaker 1 Wie ist deine? Speaker 8 Ich weiß, von wem du sprichst und die betreffende Person macht mir einen sehr guten Eindruck. Speaker 1 Ich spreche aber von mehreren Menschen, nicht nur von einer. Speaker 8 Ich habe eine im Sinn und die macht auf mich einen sehr positiven Eindruck. Speaker 1 Und das ist doch schön. Wir sind doch alle so meinungspluralistisch. Danke, Maike. Kommst du auch noch mal kurz ins Mikrofon? Du kannst gerne dabei bleiben. Dieser Mann mit seiner Frau hat heute dafür gesorgt, dass ich überhaupt dabei sein durfte. Das sind nämlich Herzmenschen. Die haben stundenlang vorher angestanden und Banane darf einfach um die Ecke kommen, weil er verarscht wurde und man hat das eingesehen. Speaker 6 Und haben ihn vorgelassen. Speaker 1 Und haben ihn vorgelassen, obwohl etliche Menschen gar nicht mehr rein durften. Danke nochmal dafür. Ja, kein Problem. Speaker 6 Also, da habe ich jetzt, ja, stell mir eine Frage. Das wollte ich gerade tun. Wie siehst du das heute? Speaker 1 Ist das ein Segen oder ein Fluch für Arne? Speaker 6 Ja, Arne ist sichtlich gebrochen gewesen. Also allein schon seine Ansprache, die er gehalten hat, da hat man das schon gemerkt, sich entschuldigt beim Schöffen und so weiter. Das war, ja, aber ich kann ihn verstehen, absolut. Also ich habe selber auch schon mal in Untersuchungshaft gesessen. Ach, tatsächlich? Ja, das ist allerdings in den 90er Jahren gewesen. 1996 habe ich fünf Monate in Untersuchungshaft gesessen. Wegen was, wenn ich fragen kann? Wegen Hanf. Eigentlich nur, ich bin politisch aktiv gewesen, habe mich für die Legalisierung eingesetzt. Was er jetzt ist. Ja, aber auch nur eine Teilegalisierung kann man auch nicht. Das ist zwar schon ein großer Vorteil im Gegensatz zu vorher, aber es ist nicht wirklich... Und dann habe ich auch noch mal ein zweites Mal, 99, 2000 für 18 Monate in Untersuchungshaft gesessen. Und deswegen weiß ich, wie man sich in der Untersuchungshaft fühlt, auch wie Rainer Föhlmich sich da fühlen muss. Und kann das alles sehr, sehr gut nachvollziehen. Und jetzt bei Arne, ja, er ist sichtlich gebrochen und ich hätte mich wahrscheinlich genauso entschieden. Weil in Haft zu sein, das ist schon eine Sache, ist was anderes. Das ist ein ganz anderes Leben in einer Haftanstalt. Da gelten ganz andere Gesetze. Da hat man kein Geld. Das Geld sind die Drogen, Kaffee oder Schokolade und solche Zigaretten und so weiter. Das sind ganz speziell die Sachen. Und ich kann das wirklich nachvollziehen. Also ich würde da auch nicht drin, wenn das der Weg war, mit den Anwälten besprochen. Man kann auch sagen, vorher hat Arne halt immer die KI benutzt als Anwalt. Also er hat sich die ganze Woche lang praktisch mit der KI immer auf seine Verhandlungen vorbereitet. Und als er dann in U-Haft gekommen ist, da ist das nicht mehr möglich. Und als ich damals 1999 in U-Haft gekommen bin, da ist gerade das Internet aufgeploppt. Und das Internet, ich war bereit da rein zu investieren, war gerade dabei Geld zu verdienen in einer Cateringfirma. hätte also mindestens 100.000 Mark da am Jahresende gehabt. Und man hat mich einfach finanziell zerstört. Und ich habe mich seitdem, das ist jetzt 25 Jahre her, auch nicht wieder erholt, muss man sagen. Und habe aber daraus gelernt, dass man auch ohne Geld viel bewegen kann. Und manchmal hat das auch sogar einen Vorteil, wenn man kein Geld hat, dann kann man einem nichts wegnehmen. Und man kann dadurch ganz anders agieren. Und so hat der Arne eigentlich auch immer agiert, aus einer Position heraus, mir kann man eh nichts wegnehmen. Und die Sache, dass sie ihn jetzt da mit dieser Lächerlichkeit in Haft gebracht haben, das hat ihn gebrochen. Das kannst du auch nachvollziehen. Und das ist auch genau das System, wie das System vorgeht. Man bricht die Leute, indem man sie in Haft nimmt oder andere möglichen. Und das ist halt, jeder Einzelne, der gebrochen wird, klar, so an sich wird Arne jetzt auch wieder aufstehen. Aber im Prinzip bleibt das bei ihm irgendwo. So wird man fertig gemacht. Ich respektiere das und ich danke dir. Speaker 1 Ich wäre jetzt so, wäre jetzt startklar. Ja, und jetzt hören wir nochmal kurz Arnes Wahlverteidigerin Katja Würmer, die jetzt auch nochmal kurz mir zwei, drei Fragen dazu vielleicht beantworten wird. Und die spannendste Frage, die ich dabei habe, ist, was jetzt realistisch aus ihrer Sicht ist, wann Arne wieder vor uns und neben uns steht. Aber ich fand das sehr wichtig und gut, jetzt gerade das Statement. Und ich wäre jetzt, wenn du noch mal kurz bereit wärst, mir zu sagen, du hast, glaube ich, schon zwei, drei Mal beantwortet, wann ist jetzt der Haftprüfungstermin, wann ist es realistisch, dass Arne jetzt wieder neben uns steht in den nächsten Tagen oder Wochen? Ja, genau. Deswegen haben wir ja heute so eine schöne, vernünftige Lösung gefunden, Speaker 3 damit wir da gut vorarbeiten und gute Stimmung und quasi das schon mal vorbereiten. Und wir stellen heute noch einen Haftprüfungsantrag. Dann muss innerhalb von zwei Wochen spätestens ein Haftprüfungstermin stattfinden, den wir auch schon vorbereitet haben im Hintergrund mit entsprechenden Dokumenten etc. Gerade was hier die Fluchtgefahr betrifft. Und dann hoffen wir, dass wir innerhalb von zwei Wochen den Termin haben und dass er dann auch positiv verläuft. Und dann wäre Arne wieder frei. Speaker 1 Ja, und wie wertest du es? Ich denke, du hast jetzt einige Mal Entschuldigung, dass ich nicht schnell genug dabei war. Wie wertest du jetzt dieses Eingeständnis, dass man natürlich jetzt den Landfriedensbruch jetzt in gewisser Weise zugibt, der ja in erster Instanz eine vertrauenswürdige Frau, der ja laut Videobeweis und eigentlich den widersprüchlichen Zeugen nicht stattgefunden hat. Ist das jetzt einfach um die Kuh vom Eis zu bringen oder wie drückt man das juristisch aus? Speaker 3 Ja, also er hat ja im Endeffekt nichts zugegeben oder eingestanden. Er hat einfach die Berufung zurückgenommen, um das Ganze hier, ja, um den Druck daraus zu nehmen und vor allen Dingen auch um zu verhindern, dass hier möglicherweise in Kombination mit anderen Dingen noch Vorstrafen gebildet werden, ja. Und genau, deswegen, was soll man das hier weiter eskalieren? Speaker 5 Wir haben gemerkt, wir haben ja gerade intern auch unter Ausschuss der Öffentlichkeit Speaker 3 im Rechtsgespräch da dann auch nochmal gesprochen mit der Staatsanwaltschaft und dem Gericht, dass im Endeffekt die Staatsanwaltschaft einer Einstellung nicht zustimmen wird, nicht mehr zu diesem Zeitpunkt, das war wohl mal am Anfang des Prozesses in der Diskussion, da war ich wie gesagt nicht dabei, mit einem Freispruch war jetzt in dieser Situation ja einfach nicht mehr zu rechnen und dann ist es für ihn am preiswertesten und auch am vernünftigsten, die Berufung einfach zurückzunehmen. Also da hat er nichts mit zugestanden, aber es ist eine pragmatische Lösung, die sich wie gesagt positiv auch auswirkt, um hier nicht schon irgendwelche Tagessätze vorher zu haben. Speaker 1 So viele Tagessätze war er dann verurteilt beim ersten Verhandlungstermin des Landfriedsbruchs, war es da jetzt rechtskräftig. Wie viele Tagessätze, weißt du das im Kopf? Speaker 3 Er wird es ja jetzt sofort begleichen. Ich bin mir nicht ganz sicher, es können 70 gewesen sein, aber ich will jetzt auch nichts Falsches sagen. Speaker 1 Und ab 90 Tagessätze ist man in Deutschland vorbestraft, richtig? Speaker 3 Ab 91, wenn man sich vorher noch nicht zu Schulden kommen hat lassen. Speaker 1 Das heißt, Arne Schmidt ist nach wie vor erst einmal unvorbestraft. Er kann sich jetzt auf das neue vorgeworfene Delikt, was ziemlich genau auf diesen Punkt hier stattgefunden hat am 20. August 2025 konzentrieren. Was sind da jetzt die Anklagepunkte? Hast du da schon einen Einblick, was ihm da jetzt vorgeworfen wird in diesem neuen Verfahren? Speaker 3 Es gibt ja noch gar keine Anklage. Also im Moment gibt es nur den Haftbefehl. Da steht natürlich schon einiges drin, auch über die Situation, die hier vor dem Gericht stattgefunden hat. Aber in dem Haftprüfungstermin geht es jetzt erstmal wirklich nur darum, die beiden Haftgründe, und das sind hier Fluchtgefahr und Verdunklungsgefahr auszuräumen, und einfach nur sich darauf zu konzentrieren, dass er aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Und das zugehörige Strafverfahren würde dann ganz normal verhandelt, wie halt alle anderen Verfahren auch. Und da wird dann irgendwann terminiert und dann kann er halt auch eben sich in Ruhe darauf vorbereiten, in Freiheit quasi. Und dann hat man da auch nicht mehr diesen Druck hinter. Wenn ein Strafverfahren aus der Haft heraus verhandelt wird, dann gibt es ja auch immer diesen Beschleunigungsgrundsatz, weil es halt eine Haftsache ist. Und der fällt dann halt auch weg. Dann ist es halt einfach nur noch ein ganz normales Strafverfahren, Ermittlungsverfahren. Und man muss ja auch immer im Hinterkopf haben, dass der Chef, um den es hier geht, dass der dann da auch als Säuge aussagen wird. Speaker 1 Ja, meine letzte Frage noch. Jetzt bist du ja von weit her angereist und begleitest Verhandlungen oder fürs Verhandlungen. Begleitest du nicht fürs Verhandlungen deutschlandweit. Was hast du denn für einen Eindruck von unserer deutschen Hauptstadt und deren Justiz? War das hier freundlich? War das zuvorkommend? Kam dir das gerechter vor als woanders oder schlechter? Speaker 3 Das kann ich jetzt so nicht sagen nach einer Verhandlung. Aber das Ambiente war jetzt ganz in Ordnung für meine Begriffe. Der Saal war schon abenteuerlich, aber das ist natürlich ein Saal, den die hier wahrscheinlich auch bei schweren Kriminalfällen dann... Es ist ja hier ein reines Kriminalgericht, also hier werden offensichtlich nur Strafverfahren verhandelt mit direkten Durchgang zur JVA. Das ist eher heutzutage eine Seltenheit, ist ein historisches Gebäude, insofern für mich dann immer ganz eindrucksvoll, weil da gibt es halt auch lieblose neue Gebäude in Deutschland für Gerichte. Aber die Stimmung war jetzt auch vor allem dessen einigermaßen entspannt, weil wir ja hier auch jetzt als weiteren Pflichtverteidiger zur Verfahrenssicherung den Kollegen Röder dabei hatten, der hier schon sehr, sehr lange tätig ist und der dann natürlich so ein bisschen nonchalant die Sachen darlegen kann. Und man kennt sich, das kann einen positiven Einfluss haben, kann natürlich auch einen negativen Einfluss haben. Aber ich denke, er hat das im Rechtsgespräch, auch als wir intern saßen, ganz gut deeskalierend begleitet. Speaker 1 Und das war, glaube ich, auch ein ganz guter Punkt, wenn ich das mal so sagen darf. Also ich persönlich freue mich sehr. Vielen lieben Dank auch für deine Arbeit und dass du so weit angereist bist. Und dass es jetzt in eine positive Richtung für meinen Freund Arne geht. Ich sehe das ja eher aus der privaten Sicht und habe mit ihm gewacht, geweint und gelacht. Speaker 3 hier zu sehen und irgendwie eben im Zweifel, was soll er, wie hatte sich der Kollege ausgerückt, was soll er hier Heiligabend alleine in der JVA sitzen und Anträge schreiben, wo er vielleicht weiß, ich bin im Recht, ja, aber er sitzt da alleine, die Eltern sind alt, er pflegt seine Eltern, also er möchte die, glaube ich, auch lebend wiedersehen, ja, und das sind eigentlich einfach menschliche Prioritäten, die dann an erster Stelle stehen, meines Erachtens. Speaker 1 Stimmt. Vielen lieben Dank. Das ist Arnes Wahlrechtsanwältin, die er direkt aus der Zelle als erstes anrief. Das ist Katja Würme. Und vielen Dank, dass du mir immer zur Verfügung stehst und die Mitteilungen machst. Speaker 3 Gerne. Speaker 1 Gute Zeit noch in Berlin. Speaker 3 Ja, euch auch. Speaker 1 Ja, wenn ich auch gerne noch mal sprechen würde, wir waren noch ein bisschen unterbrochen. War dir noch was Wichtiges mitzuteilen? Speaker 6 Das wüsste ich jetzt auch nicht. Wie gesagt, das Rechtssystem ist in meinen Augen ziemlich kaputt. Und für die Zukunft denke ich tatsächlich, dass die künstliche Intelligenz über solche Richter und Staatsanwälte und Medienschaffende und Politiker gerecht urteilen wird. Das ist so meine... Sie können sich alle noch irgendwann mal warm anziehen, die ganzen Richter. Das ist so mein Eindruck. Wer soll die Vorteilen? Und das wird die KI wirklich in meinen Augen vernünftig hinkriegen. Da wird dann auf der einen Seite ein Anwaltsteam sein, auf der anderen Seite der Staatsanwalt, so wie es heute auch ist. Da wird aber kein Richter mehr sitzen, sondern da wird eine künstliche Intelligenz sein. Aber ich gehe da mit dir gar nicht mit, aber das ist ja das Schöne an Pluralismus. Speaker 1 Ich glaube, dass das Menschen aus Fleisch und Blut machen werden. Ich glaube, dass es unsere Kinder und Kindeskinder machen werden. Die werden hier aufräumen, weil ich glaube, dass auch Empathie dazu gehört. Speaker 6 Guck dir unsere Kinder an, unsere Kinder und Kindeskinder, die hängen nur noch vom Handy. Speaker 1 Meiner nicht. Meiner geht fünfmal die Woche zum Leistungssport und der ist wissbegierig. Und der hat die Inhalte, die ich glaube, die für ihn wichtig sind und für sein Leben. Und ich glaube, der wird hier aufräumen nach mir. Speaker 6 Weiß ich nicht. Ich bin rebellisch gegen meinen Vater gewesen als Hanf-Aktivist. Er hat mich immer irgendwie verurteilt und mein Sohn, der ist 19, der rebelliert jetzt gegen mich und hat sich freiwillig zur Bundeswehr gemeldet. Also es ist immer so, so ein Generationskonflikt, will ich mal sagen, oder man rebelliert halt gegen mich. Ich habe gegen meinen Vater rebelliert und mein Sohn rebelliert jetzt gegen mich auf diese Art und Weise. Naja, ich sehe trotzdem in der KI eine große Möglichkeit in Zukunft, dass solche Urteile oder solche Gerichtsurteile gar nicht mehr passieren können. Also so eine Ungerechtigkeit, die KI kann da viel gerechter darüber urteilen als dieses. Was mich hier als stört, ist halt dieses Undurchsichtige, dass halt keine Protokollierpflicht im Landgericht besteht und so weiter. Also diese ganzen Sachen, das sollte normalerweise, meines Erachtens nach, wenn es wirklich dem Volk gegenüber wäre, müsste jede Gerichtsverhandlung mitgefilmt werden. Und wenn es öffentliche, auch direkt veröffentlicht werden. Und das wäre eigentlich so, dass sich jeder jedes Gerichtsverfahren, was öffentlich ist, auch öffentlich angucken kann im Internet. Speaker 1 Alleine heute, um das nochmal zusammenzufassen, hier steht draußen dran im Namen des Volkes. Wir werden erstmal die Schuhe ausgezogen, du wirst abgetastet bis auf die Schlüpper, dann findest du in einem stickigen Raum, wirst du eingeschlossen, am Ende, klar, du kannst jederzeit raus, aber rein nicht in den Gerichtssaal, weil man entscheidet im Namen des Volkes, verhandeln wir jetzt ohne euch weiter, weil es in eurem Namen passiert. Speaker 5 Finde mal den Fehler mit logischen Denken. Speaker 1 Es war locker eine Stunde, die wir da draußen rumgehangen haben. Und das war eine stickige Luft, kein Fenster, kein Getränkeautomat, keine Möglichkeit, außer eine Toilette. Speaker 6 Kein Auszug für jemanden, der mit dem Rollator unterwegs ist. Speaker 1 Und dieser Generalverdacht, dass man krimineller ist, weil man sich für das Verfahren interessiert, mit Kopieren des Personalausweises. Du stehst jetzt auf einer Liste. Speaker 6 Bei der Staatsanwalt habe ich eben von einer ehemaligen Staatsanwältin erfahren, dass es dort so eine, wie hieß es, eine, nicht, was hat er einen speziellen Begriff gehabt, weiß ich jetzt nicht. Auf jeden Fall gibt es da eine Liste, wo die ganzen Querulantenlisten, eine Querulantenliste. Und wenn du einmal auf der Querulantenliste draufschießt, durch die Abgabe des Fotokopierers, dann werden alle, wenn du irgendwas anklagst oder irgendjemanden anzeigst oder sowas, wird alles immer direkt unter den Tisch fallen lassen. Das ist bei mir auch so. Bei mir ist meine Hauseingangstüre zu Corona-Zeiten zerstört worden. Die Polizei hat sie kaputt gemacht. Mein Vermieter hat sie bezahlt, letztendlich. Diesen Schaden, der steht immer noch offen. Jetzt möchte ich gerne einen Dokumentarfilm daraus machen. Der soll heißen The Door. Es geht darum, wie die Tür kaputt geht. Wir haben wunderbare Aufnahmen damals gemacht mit der Frieden-Parade. Jetzt haben wir einen offenen Brief, der soll an den Polizeioberrat des Abschnitts 23 gehen. Und da wird dann einfach nur mal geschrieben, wie gehen wir heute mit der Sache um. Ihr habt die kaputt gemacht, stellt eine Sammeldose auf der Wache auf und macht es irgendwo. Dann seid ihr auf der Seite des Volkes. Und wenn ihr das nicht macht irgendwo, dann zeigt ihr euer Gesicht. Und dieser Film, das Ziel ist, der soll international an den Start gehen. Hier in Deutschland, was hier passiert, interessiert keinen mehr. Aber wenn so ein Film in China bei einem Filmfestival einen Preis abräumt, bei einem großen Filmfestival, dann hat das schon einen Eindruck irgendwo so. Und ich möchte einfach nur darauf aufmerksam machen, was hier in Deutschland gerade passiert. Und das ist wichtig, dass in solchen Ländern, wo wir immer sagen, ihr seid die Bösen irgendwo, ihr Chinesen irgendwo, oder ihr Russen seid die Bösen, dass von dort aus da mal gezeigt wird, was hier wirklich abgeht. Und das ist das, was hier passiert in dieser Gerichtsbarkeit gerade. Das geht einfach nicht. Und deswegen bin ich auch der Meinung, wer soll diese Richter irgendwann mal verurteilen oder diese Staatsanwälte, die hier so eine Scheiße machen. Speaker 5 Ich glaube an Menschlichkeit, aber ich lasse deinen Glauben auch. Speaker 6 Wie gesagt, aber es sind gar keine Kapazitäten dafür da, für diese Menschlichkeit. Und diese Kapazitäten wird uns die künstliche Intelligenz da abnehmen. Und da bin ich ganz zuversichtlich. Speaker 1 Sie lässt aber auch ganz viel weg. Und wie Ken Jebsen, K1, Sophie, Siawasch ganz deutlich gezeigt hat, Die ist auch tendenziell. Frag mal, stell der KI mal bestimmte Fragen. Speaker 6 Ich arbeite sehr, sehr viel damit. Speaker 1 Und da kriegst du auch tendenzielle Antworten. Speaker 6 Ja, aber du musst nachhaken. Und der Tipp eigentlich dabei ist, man muss sich erst mal bei der KI anmelden. Und dann hast du deine Stasi-Akte selber gegründet. Ja, auf der einen Seite auch, aber du musst offen sein. Und ich bin ganz offen. Als Berufsrevolutionär gehe ich da ganz offen ran. Ich fütter die gerade mit meinen ganzen Ideen, komplett alles da rein, alles. und kriegt da ganz andere Antworten als jemand, der das nicht macht. Die KI ist ein Werkzeug, ganz klar. Aber man kann dieses Werkzeug auch auf eine ganz andere Art und Weise nutzen. Und ich würde jetzt viel zu viel erzählen über meine Filme. Ich bin halt Drehbuchautor auch und mache Filmideen und so weiter und da kann ich jetzt über meine aktuelle Filmidee gerade mal nicht sprechen. Speaker 1 Mach das lieber nicht, sonst ist es schon weg. Speaker 6 Sagst du mir noch deinen Namen? Olli. Speaker 1 Olli, Dankeschön für das Interview. Hammer. Ja? Okay. Ja, das sind wie gesagt Zeitzeugen, denen ich auch sehr dankbar bin. Hast du noch mal einen Moment? Ich wollte ganz gerne mit dem Bernd erst mal kurz sprechen. Speaker 10 Mit dir auch gleich noch rein. Speaker 1 Ja, komm mal bitte genau neben mir. Oh, du bist ja noch meinen ganzen Kopf größer als ich. Speaker 4 Genau hier an dieser Stelle stand... Manchmal wachst du über mich hinaus. Speaker 1 Genau an dieser Stelle hier... Du kannst gerne dich mit hierhin stellen. Dann hast du das Interview mit drauf. Genau hier standest du mit Arne Schmidt. Am 20. August. Und ich würde von dir gerne mal wissen, was ich dich noch nicht gefragt habe. Hat bei dir jemals der Gedanke auch im Kopf stattgefunden? Hätte ich Arne mal lieber festgehalten? Hätte ich das mal irgendwie unterbunden? Oder ist das ein Gedanke, der gar nicht dabei eine Rolle gespielt hat? Weil er hat sich da mit dir einen riesen Schlamassel reingebracht. Soll nicht heißen, dass es deine Aufgabe gewesen wäre. Aber hat man solche Gedanken? Speaker 4 Also in dem Moment nicht, weil der kam ja von Null raus und er sieht ihn vor mir und schon ist er losgelaufen. Also das hat sich tatsächlich am Tag, als es gewesen ist, die Frage hat sich da nicht gestellt. Im Nachhinein muss man natürlich sagen, ja, die Aktion tatsächlich, wie er jetzt selber gesagt hat, er hat sich heute dafür entschuldigt, die war nicht gut. Da würde ich ihm zustimmen, die Aktion war nicht gut. Ich war hier am nächsten dran und wenn ich mir aber den Vorwurf der Gewalt anhöre, was ist denn da nun eigentlich gewesen? Er hat da nun telefoniert, Arne Schmidt wollte nicht mehr als den Namen des Schöffen wissen. Er wollte nur den Namen wissen und er hat nun gesagt, okay, den Namen kriege ich durch die Polizei und er hat ja in dem Moment auch mit der Polizei telefoniert, Was die gesagt haben, kann man ja erahnen, indem er gesagt hatte, okay, dann halte ich ihn jetzt fest. Er wollte ihn festhalten, bis die Polizei kommt. Das hat er ja wohl als sein Recht gesehen. Ob er damit richtig liegt, ist jetzt mal ein anderes Thema. Aber so hat er es halt gesehen. Es war ja in keiner Weise so, wie jetzt die Anklage lautet, dass er Gewalt ausüben wollte. Ganz im Gegenteil, Arne Schmidt, das wissen wir, ist Friedenspion, er kann ja keine Fliege war zu leide tun. Gewalt liegt ihm ja völlig fern und das Einzige, was er gemacht hat, er hat ganz kurz mit zwei Fingern am Ärmel festgehalten. Und schon war er aber auch wieder los, der Schöffe, und jetzt lautet die Anklage eben, angeblich hat er gegen den Schöffen Gewalt ausgeübt. Also davon kann eigentlich keine Rede sein. Und noch schlimmer ist eigentlich, er hat auch angeblicher Gewalt gegen die Justizbeamten ausgeübt. Und da haben wir, wenn wer sich das Video anguckt, gesehen, der Justizbeamte ist von sich aus und hat Arne weggeschubst. Also wenn hier überhaupt Gewalt ausgeübt wurde, ich würde auch das eher als harmlos bezeichnen und würde das auch nicht weiter verfolgen. Aber von Arne ging hier überhaupt keine Gewalt aus. Also auch hier, und ihr sitzt da jetzt schon drei Wochen deswegen in Urhaft. Drei Wochen in Urhaft, ich muss es leider so sagen, für nichts und wieder nichts. Also ohne, dass hier Gewalt war. Der Vorwurf lautet Gewalt und es wurde keine Gewalt ausgeübt. Und dafür sitzt ihr schon drei Wochen in Urhaft. Und letztendlich ist er nun heute dafür erpresst worden, muss ich leider so sagen. Speaker 5 Da gehe ich auch sogar mit, mit eurem Einschätzung. Speaker 4 dass es besser ist, jetzt diese 1.000 Euro von der ersten Verhandlung zu bezahlen. Das war ja hier schon die zweite. Das war ja schon die zweite. In erster Muster ist er zu 1.000 Euro Geld geboostet. Das war die Berufung, Speaker 1 die nur von seiner Seite ausging. Die Staatsanwaltschaft hat keine Berufung eingelegt. Nur er hat Berufung eingelegt gegen diese 1.000 Euro. Das war der Inhalt der letzten 12 Tage Speaker 4 hier, der Verhandlungstage. Nachvollziehbar, weil wir Also selbst wer nicht dabei war, wer das Video gesehen hat, hat gesehen, Arne ist unschuldig. Also der Vorwurf, angeblich hat das Klavier die Polizeikette durchbrochen, ist ja null und nichtig. Das Klavier hat von seiner Seite die Polizeikette überhaupt nicht berührt. Die Polizei ist auf das Klavier zugegangen und hat dort an Seite geschoben. Speaker 1 So habe ich das auch gesehen. Speaker 4 Und in keiner Weise durchbrochen worden die Polizeikette. Überhaupt null und nichtig der erste Vorwurf. Und auch der zweite, dass er angeblich dazu aufgerufen hat, lasst uns mit dem Klavier die Polizeikette durchbrechen. Nicht wahr. Er stand zwar kurz auf dem Klavier, aber was hat er gesagt? Wir bleiben friedlich. Er hat deeskalierend gewirkt. Er hat gesagt, keine Gewalt, Leute, wir bleiben friedlich. Und wenn überhaupt, das war ja auch der Widerspruch der einen Polizistin, als sie hier mit dem Video konfrontiert wurde. Speaker 1 Du warst fast bei jedem Prozess dabei, ne? Speaker 4 Die ersten sechs nicht an dem siebten Tag, war ich dann bei jedem dabei. Und das war natürlich sehr vieldeutig, dass die Polizistin, die er nun erst gesagt hat und definitiv hat er das gesagt und definitiv war das Arne Schmidt, der dazu aufgerufen hat, die Polizeikette zu durchbrechen mit dem Klavier. Und dann auf einmal sagt er, vielleicht war da auch jemand anders. Dann kamen die Widersprüche von der Polizistin. Und dann wäre eigentlich Aufgabe des Richters gewesen, zu sagen, Moment mal, jetzt haben Sie sich ja mal hier widersprochen. Sie wissen ja, Sie müssen hier die Wahrheit sagen. Nichts von dieser Seite des Richters. Stattdessen hat Arne, der sich hier selbst verteidigt hat, ohne Anwalt bis heute, Der hat dann gesagt, Sie müssen hier aber sonst mit einer Anklage rechnen, wenn Sie nicht die Wahrheit sagen. Und dann fing sie auf einmal, merkte man schon jetzt, wurde es für sie heikel und sagte, ich kann mich hier an nichts mehr erinnern, ich weiß nicht mehr genau, das ist jetzt hier ja schon 21, schon wieder vier Jahre her. Also dann hat sie auf einmal auf Scholz gemacht, ich weiß nichts mehr. Und Arne hat die Anträge gestellt, auch die anderen Zeugen, die beiden Polizisten, nochmal mit dem Video zu konfrontieren. Und denen wäre es sicherlich ähnlich gegangen, weil auf dem Video deutlich zu sehen ist, null und nichtig. Arne ist unschuldig. Wir wissen, er ist unschuldig und es ist zu sehen auf den Videos. Die Anklage hätte es von vornherein nicht geben dürfen. Und spätestens nachdem man das Video gesehen hat, hätte das Verfahren eingestellt werden müssen. Speaker 1 Da bin ich bei dir. Speaker 4 Also was ist denn das hier? Was ist hier gelaufen? Warum hat überhaupt an, es war 21, es war ja die Bratwurstzeit. Speaker 5 Danke, dass du das so ausdrückst. Speaker 4 Wo da noch Tausende auf der Straße waren. Und denen wurde aber ja gesagt, eine angemeldete Demo. Und denen wurde noch über den Polizeilautsprecherwagen gesagt, der Weg ist frei bis zur Siegesäule. Jetzt gehen da tausende Leute friedlich auf in Richtung Siegeszäune und auf einmal eine Sperre, eine Polizeikette. Also was ist denn das? Und jetzt lesen wir ein Protokoll. hat der, nicht der Einsatz, der Staffelleiter von der Polizei auf Seite 3940, hat er dazu Protokoll gegeben, wir haben die Anweisung erhalten, die Demo zu stoppen. Die Anweisung. Da stellt sich natürlich die Frage, wer hat jetzt zum Kuckuck diese Anweisung gegeben. Das ist ja eine riesen Provokation, dieser tausende Menge, die jetzt da friedlich in Richtung Siegesäule marschieren. Keine böse Absicht. Die geben jetzt nur Kund21, dass sie sich nicht impfen lassen wollten. Was man den Leuten alles angetan hat und angehängt, wissen wir alle. Speaker 1 Keine medizinische Information. Seine Meinung, liebes YouTube-Team. Speaker 4 Ich habe ja gar nichts Spezifisches dazu gesagt. Jedenfalls, ich habe es dabei belassen, dass wir... Speaker 1 Liebe Demokraten, liebe Pluralisten und Freunde der freien Meinung. Speaker 4 Also es ist natürlich eine Riesenprovokation, da plötzlich sich der Menge in den Weg zu stellen. Das ist eine Provokation und ich weiß nicht, ob ich hier jetzt den Verdacht äußern soll, aber der liegt natürlich nahe. Vielleicht ist sogar die Hoffnung dabei gewesen, dass jetzt vielleicht sogar aus der... Speaker 1 Dass man die richtigen Bilder bekommt. Ja, und... Habe ich fast gesagt. Speaker 4 Und vielleicht... Habe ich natürlich nicht. Und vielleicht wirklich jemand nicht damit einverstanden ist, dass die da jetzt im Weg stehen und vielleicht sich daraus was geben könnte. Jetzt hat aber zumindest Arne Schmidt überhaupt nicht den Gefallen getan und überhaupt nicht die Polizeikette durchbrochen und ist überhaupt nicht gewalttäglich geworden. Sondern es hat ganz im Gegenteil deeskalierend gewirkt und hat gesagt, wir bleiben friedlich. Wieso ist jetzt trotzdem eine Anklage erhoben worden? Was ist denn hier los? wieso ist hier jetzt eine Anklage, ich muss es so sagen, konstruiert worden, weil es hat ja nicht stattgefunden, es gab ja überhaupt kein Durchbrechen der Polizeikette. Warum ist hier eine Anklage konstruiert worden? Die ist konstruiert. Wir wissen, er ist unschuldig. Jeder kann es im Video immer noch angucken. Die ist konstruiert. Arne Schmidt ist unschuldig und trotzdem ist hier eine Anklage erhoben worden. Speaker 1 Und auch eine Vorurteilung mit dem heutigen Tage. Und ja, mit dem letzten... Eine rechtskräftige. Speaker 4 Mit dem letzten eigentlich die Verurteilung schon im ersten, heute ist ja schon die Berufung gewesen. Speaker 5 Der Berufungsverfahren und jetzt ist aber das erste rechtskräftig. Speaker 4 Und da muss er nun 1.000 Euro bezahlen, obwohl er unschuldig ist. Und das lässt natürlich kein gutes Gefühl und auch kein gutes Aussehen, muss man leider sagen, auf die Justiz. weil er ist unschuldig und er ist jetzt recht kräftig verurteilt. Speaker 1 Dann meine letzte Frage noch kurz, lieber Bernd. Wie fühlst du das? Kannst du verstehen, wie Arne Schmidt sich heute präsentiert hat? Und ist das für dich okay als Außenstehender, als Wegbegleiter? Oder sagst du, auf keinen Fall hätte man da einen kleinen Finger reichen dürfen, so wie ja immer die Gangart war hier der letzten Male. Ich schaue der Justiz ganz genau auf die Finger. Ist jetzt der richtige Moment gewesen, ein Stoppschild einzuwerfen oder findest du das blöd, wie es heute gelaufen ist? Speaker 4 Also erstmal ist es natürlich überraschend, so kennen wir Arne nicht. Er hat sich heute tatsächlich, sonst war er immer sehr emotional, heute war er hinter der Scheibe. Also wirklich wie ein Schwerverbrecher ist es hier der Saal, wo normalerweise Verhandlungen von Schwerverbrechern stattfinden. Und er war hinter der Scheibe. Zum Glück nicht in der Hand schälen. Das hätte noch gefehlt. Und Fußfessel, womöglich noch mit Kugel am Bein. Das hat es zum Glück nicht gegeben. Aber er war hinter der Scheibe. Und das hat das Gefühl schon gegeben, obwohl wir wissen, er ist unschuldig. Die tun hier so, als wenn er ein Schwerverbrecher ist. Dass er sich entschuldigt hat, ist natürlich ein völlig neues Empfinden von Arne, der bis jetzt immer, man muss es ja schon so sagen, sehr emotional sehr draufgängig war. Und tatsächlich, natürlich auch den, gerade auch den Staatsanwalt manchmal ja so ein bisschen am Nasenring durch die Manege geführt hat, ihn manchmal provoziert hat und gesagt hat, sie haben hier jetzt gerade Bußgeld verteilt und wollen mich damit einschüchtern. Das geht nicht. Nach § 178 sind Sie dazu überhaupt nicht berechtigt. Jetzt hat er den Staatsanwalt belehrt und das Gefühl ist natürlich, der hat jetzt mit dem angeblichen Gewalt gegen den Schöffen jetzt seine Chance gekriegt, der Staatsanwalt, um hier diesen Haftbefehl jetzt hier zu beantragen. Ja, also war es richtig oder nicht, irgendwo fühlt es sich vielleicht auch wie ein versöhnlicher Abschluss schon an, weil er hat sich nun entschuldigt, er hat seinen eigenen Schweinehund, Arne Schmidt hat seinen eigenen Schweinehund überwunden, natürlich auf Anraten, aber er hat sich sowohl bei dem Schöffen entschuldigt, dass es keine gute Sache war, was er hier gemacht hat, auch wenn es überhaupt keine Gewalt war, aber immerhin ist er ihm ja hinterhergelaufen. Für meine Empfindung war es auch ein bisschen viel. Hätte ich ihm nicht zugeraten zumindest, auch wenn ich in dem Moment nicht festgehalten habe. Speaker 1 Du konntest es nicht wissen, aber das wollte ich dich einfach mal fragen. Speaker 4 Ja, was machst du hier für ein Blödsinn? Aber er hat sich dafür jetzt entschuldigt. Und das ist zumindest gefühlt ein bisschen versöhnlich, weil irgendwo war es richtig zu entschuldigen. Und sogar bei den Staatsanwälten hat er sich auch entschuldigt. Hut ab. Speaker 1 Das wäre mir viel schwerer noch gefallen. Dass er sich dazu überwunden hat. Speaker 4 Hut ab, weil... Also, ja. Speaker 1 Aber wie du schon sagst, bestimmt nicht aus Freiwilligkeit, sondern einfach, weil es der Sache dient und weil man seine Eltern nochmal wiedersehen möchte im Leben. Speaker 4 Ja, natürlich wollen wir alle Arne Schmidt in Freiheit sehen. Und wenn es der Sache dienlich ist, ist es irgendwo nachvollziehbar. Es fühlt sich natürlich ganz schrecklich an, weil wir wissen, er ist unschuldig. Speaker 1 Dann lassen wir nochmal kurz den Ralf nochmal was dazu sagen. Vielen lieben Dank, Bernd, auch, dass du mich mit deinem Motorrad schnell zur Technik gefahren hast. Speaker 5 Und dir lasse ich jetzt nochmal die letzten zwei Sätze kurz in Abschluss. Speaker 1 Du bist auch ein ständiger Prozessbeobachter gewesen. Speaker 5 Genau, du warst immer dabei. Du warst immer dabei. Komm ruhig ein bisschen näher, weil sonst bist du nicht näher zu mir, weil sonst bist du nicht im Bild. Speaker 11 Und jetzt kannst du mir nochmal sagen, Ralf, wie siehst du das heute? Speaker 1 Wie ist für dich der Abgang heute gewesen? Speaker 11 Ja, also ich war ziemlich geschockt, weil das steht ja das Urteil fest. Für Arne wegen Landfriedensbruches angeblichen, ist er bestraft, muss diese 1000 Euro zahlen. Speaker 1 Und den kaputten Flügel. Speaker 11 Und den kaputten Flügel bekommt er es auch nicht ersetzt. Doch, das hat damit nichts zu tun. Speaker 1 Ne? Das habe ich so nicht gehört. Speaker 8 Das hat die Katja Würmer vorhin gesagt. Das hat nichts damit zu tun, dass jetzt dieses Urteil feststeht und bestätigt ist. Er kann trotzdem den Schadenersatz für den Flügel noch geltend machen. Speaker 11 Ah, interessant. Das wäre ja gut. Speaker 1 Das zeigt einmal mehr, wir sind halt keine Juristen. Danke, Maike, für den Einwurf. Speaker 11 Ja, gut, das kenne ich da auch nicht so aus. Aber es tut es trotzdem für Arne leid, weil die ganzen zwölf Tage, wo er also die Monate lang jetzt vor Gericht war und sich so eingesetzt hat, gekämpft hat mit allem Möglichen, was ihm zur Verfügung stand, sein Wissen über die Strafgesetze und alles. Und das war jetzt quasi umsonst, einfach so vom Tisch gewischt. Speaker 1 Das weiß ich nicht, weil ich glaube trotzdem, dass hoffentlich außenstehende Menschen sich Gedanken machen, wie kann denn so ein Landfriedensbruch überhaupt zwölf Tage verhandelt werden, was ist denn da genau vorgefallen. Und ich glaube nicht, dass irgendwas umsonst ist im Leben, aber ich verstehe deine Gedanken. Speaker 11 Ja, ja, klar. Und mir tut es halt leid für Arne. Und weil es ist ja, die Videos haben ja alle genau bewiesen, dass er absolut unschuldig ist. Und eher besänftigend auf die Leute gewirkt hat, dass sie eben nicht auf die Polizeikette durchbrechen. Und das finde ich schon schlimm. Und das ist so ungerecht und sowas von unverhältnismäßig. Wenn man ihn jetzt behandelt, im Glaskasten, wie der schlimmste Schwerverbrecher. auf ihr Zuschauer, die wurden gefilzt bis zum Gehtnichtmehr. Und das ist alles nicht mehr verhältnismäßig. Ich denke, wenn wirkliche Verbrecher was tun, denen geschieht quasi nichts. Kommt, wie ich so die Psychiatrie oder wegen Bewährung bei Vergewaltigung und so. Speaker 1 Oder schuldunfähig. Das ist das neue Schlüsselwort. Schuldunfähig. Speaker 11 Genau, schuldunfähig. Speaker 1 Meine letzte Frage noch an dich, Ralf. Kannst du nachvollziehen, dass Arne jetzt diesen Weg gegangen ist? Ist das aus deiner Sicht nachvollziehbar? Speaker 11 Ja, aus meiner Sicht schon. Weil er ist ein Kämpfer für Gerechtigkeit. Deshalb ist er auch auf alle Demos gegangen. Und er hat sich für Gerechtigkeit eingesetzt, auch besonders in der Corona-Zeit. ja da hat man immer auch übel mitgespielt ja stimmte wasserwerfen und dann das piano entfernt und dann hat man das dann auch so schlecht untergebracht dass es dann alles kaputt ging quasi einen riesen schaden und das ist ja darauf angewiesen dass es sein musikinstrument und sein sein einnahmequelle sein beruf ist der musiker und das finde ich eben furchtbar Speaker 1 Ralf, ich danke dir, dass du dich auch noch mal kurz dazu zu Wort gemeldet hast. Und danke euch auch, dass ihr auch dem Arne so lange die Stange gehalten habt und euch immer wieder herbegeben habt. Denn ihr wart wirklich die Gesichter, die ich immer gesehen habe. Und jetzt drücken wir die Daumen, dass das alles ein gutes Ende nimmt, eine gute Wende nimmt. Und dass wir Arne bald hier persönlich wieder sehen können und dass wir der Justiz von außen auf die Finger schauen können. Und das System von außen kritisieren können und von außen aufräumen können mit rechtsstaatlichen Mitteln, die Arne Schmidt zu jeder Zeit in Anspruch genommen hat. Allerdings, hier ist man jetzt in einer ideologischen Kampfsituation und die muss ganz schnell enden. Deine abschließenden Worte. Speaker 11 Ja, ich möchte Arne bald wieder in die Arme nehmen. Das wäre das Wichtigste. Speaker 1 Ihr auch, oder? Speaker 4 Natürlich, wir stehen natürlich alle hinter Arne. Wir werden ihn weiter verfolgen und natürlich auch in dieser neuen Anklage, wo ihm ja Gewalt vorgeworfen wird, wo ich ja am nächsten dran war, stelle ich mich auch als Zeuge zur Verfügung. Speaker 11 Sehr gut. Speaker 1 Du auch noch was sagen, Oliver? Speaker 6 Ja, Freiheit für Arne. Speaker 1 Kriegen wir hin. Ja, Freiheit für Arne und da ist heute, wenn auch nicht mit rechtsstaatlichen Mitteln, wie man sich das wünschen würde, ein wesentlicher Stein ins Rollen gekommen, um hier eine Veränderung herbeizuführen. Speaker 8 Ja, das auf jeden Fall. Dauert nicht mehr lange, dann ist er wieder draußen. Speaker 1 Danke, bis dann. Tschüss und vergesst mal nicht zu teilen, denn ich habe das Gefühl, Irgendwas hier geht mit dem Teufel zu, dass auf einmal kaum noch Zuschauer da sind. Egal, von was ich berichte. Also irgendwie, das sind meine Themen furchtbar langweilig geworden. Oder irgendjemand hat hier seine Finger im Spiel. Speaker 5 Deswegen brauchen wir euch. Bitte teilt das mal in alle Kanäle. Danke, bis dann. Tschüss. Speaker 1 Dann, tschüss. Speaker 5 Freiheit für alle. Freiheit für alle.