Speaker 1 ihr lieben wir sind hier ganz in der nähe von gera das ist ja die heimat von björn und haben uns entschlossen ein interview zu machen wo wir einfach mal schauen was ist björn eigentlich für Mensch. Also viele kennen ihn von den Demos auf dem Lkw, auf der Bühne. Immer auch ein bisschen gute Laune verbreitend für die Menschen, die auf so einer Demo einfach zwischendurch auch mal auftanken wollen. Kaum jemand weiß, was Björn privat so bewegt. Und ich möchte ihm heute gerne mal fragen stellen nach seiner kindheit nach seinen träumen ich würde ihn auch gerne fragen wovor er am meisten angst hat und ich würde sagen björn setzt dich doch mal zu uns Speaker 2 das ist ja hier richtig ist mal andersrum ja ja genau das verkehrt rumtag wir und ich möchte gleich dazu sagen, das war deine Idee. Ja. Und ich habe auch erst mit mir gehadert, ob ich das gut finde, denn ich bin doch der rasende Reporter und du hast gesagt, ich möchte dich Speaker 1 mal interviewen, Björn. Ja. Speaker 2 Und jetzt ist es soweit. Jetzt sitze ich hier nicht unweit von meiner Geburtsort, von meinem Geburtsort Gera. Bin in Thüringen jetzt fünf Jahre im Widerstand und die Sätze will ich gar nicht formulieren, sondern du bist ja die Moderatorin. Ich freue mich, dass ich mal die Möglichkeit habe, auch mal befragt zu werden. Ja. Speaker 1 Ich möchte das kurz erklären für alle, die zuschauen. Hallöchen. Was mich dazu bewogen hat. Wir haben uns auf sehr vielen Demos gesehen, miteinander geredet. Und was mir aufgefallen ist. Und ihr Lieben, ich denke, dem einen oder anderen von euch gehen diese Fragen auch durch den Kopf. Björn ist jemand, der sehr unterstützend ist und auch sehr wohlwollend. Ich habe von Björn noch nie ein schlechtes Wort über einen anderen Sänger, über einen anderen Streamer gehört. Und ich vermisse manchmal den Zusammenhalt bei uns im Widerstand. Und ich denke, wenn der Widerstand sich untereinander bekämpft oder in Konkurrenz geht, dann ist das die falsche Richtung. Wir müssen zusammenhalten und wir müssen die bekämpfen, die uns den Krieg erklärt haben. Nun ist es schwierig. Da gibt es dann hier ein Gerücht und da gibt es da Gequatsche. Und es ist unglaublich schwierig, das für mich, es ist schwierig, das aus dem Weg zu räumen. Ich kann ja nicht zu jedem hingehen und sagen, hast du gerade. Und deswegen dachte ich, es wäre vielleicht ganz schön, wenn die Menschen mal den Björn Winter kennenlernen und nicht nur den Björn Banane. Und du bist ja nun ein geborener Entertainer. Eine meiner Fragen ist eigentlich die Frage meines Mannes gewesen. Er hat gesagt, mich würde es unglaublich interessieren, welche Ausbildung Björn gemacht hat. Und was ihn dann dazu bewogen hat, war das eine Ausbildung in diese Richtung? Speaker 3 Also aus der Musikbranche, kann man ja auch studieren. Speaker 1 Oder war es was völlig anderes? Aber die erste Frage, die ich hätte, ist, wovon hast du eigentlich als Kind geträumt? Was waren denn deine Träume, als du noch der kleine Björn warst? Speaker 2 Also ich wollte tatsächlich durch die Colcebers-Serien unbedingt Stuntman werden. Und weil ich auch die Jodie so schön fand, habe ich gedacht, das muss ein tolles Leben sein. Das habe ich mir dann irgendwann später anders überlegt, als ich gemerkt habe, dass das auch ein unfassbares Risiko ist. Speaker 1 Aber deine Jodie hast du gefunden, ne? Die ist genauso schön. Speaker 2 Das stimmt, meine Frau ist blond und ist auch genauso schön. Speaker 1 Ja. Speaker 2 Natürlich. Die uns übrigens auch gerade filmt. Danke, Schatz. Ja, und später hat das dann schon angefangen auf jeden Fall, dass ich immer irgendeine Art von Entertainment gemacht habe, dass ich auch gern irgendwie gesungen habe, dass ich damals den Bands wie die Ärzte und die Toten Hosen, die ich heute verfluche, nachgeeifert bin und gedacht habe, sind die authentisch, ist das schön, so viel Wahrheit, so viel Widerstand gegen das Establishment. Ich habe das total gefeiert und das hat mich geprägt, bis dann irgendwann diese Zeit kam, wo es wirklich darum ging, mal zu zeigen, wie ehrlich und authentisch das wirklich ist. Ist das noch Punkrock? Und da habe ich gemerkt, Punkrock ist systemkonform. Punkrock ist überhaupt nicht das, was ich mir die ganzen 30 Jahre darunter vorgestellt habe. Und das hat mich auch ganz schön aufgewühlt und auch durch meine ganze Lebensanschauung hat das nochmal verändert. Und zu der Ausbildung möchte ich auch gleich nochmal Bezug nehmen, weil es waren ja zwei Fragen in einer. Ich habe in den 90er Jahren tatsächlich eine Bäckerslehre angefangen. Da bin ich aber dann rausgeflogen nach drei Monaten. Wie es hieß, war ich zu faul. Und ich habe dann wirklich ganz, ganz lange Zeit nichts gehabt und habe auch wirklich als DJ und Entertainer ab den späten 90ern in Berlin mein täglich Brot verdient und war also ohne Ausbildung. Und habe mich dann aber 2014 entschieden, als Personal Trainer, als Ernährungsberater, mich an der Sportakademie in Zehlendorf in Berlin anzumelden. Und habe dann sämtliche Zertifikate gemacht, die auch dann einer Ausbildung gleichkommen. Ich habe die ABC-Lizenz als Trainer, ich habe Ernährungsberater und ich bin dadurch ein Fitnessfachwirt. Und das habe ich erst viel, viel später gemacht und habe auch in diesem Beruf nebenbei gearbeitet, neben der Tätigkeit als DJ, womit ich am Wochenende mein täglich Brot verdient habe, als DJ und als Entertainer dann später auch auf Mallorca ab 2018 und in der Woche dann halt noch Menschen gecoacht und trainiert, bis unser Sohn geboren ist. Meine Frau lachte immer und sagt immer, es klingt immer so, als ob du entbunden hast. Aber ganz einfach habe ich dann keine Lust mehr gehabt, so knallhart durchzuziehen und so viel zu arbeiten, sieben Tage die Woche. Und habe gesagt, irgendwas muss weg und habe dann 2019 die Trainertätigkeit an den Nagel gehangen. Und dann kam 2020 und alles war weg. Auch das gutverdiente Business des Entertainers. Speaker 1 Diese Ernährungsberatungsgeschichte, hast du die gemacht als Stinkefinger gegen die Bäckerinnung, die dich rausgeschmissen hat? Speaker 2 Nein, weil ich auch schon immer mit Transformation auch an mir selber zu tun habe. Jetzt habe ich gerade durch meine Rückenschmerzen zehn Wochen keinen Sport gemacht. Ich merke, wie die Ringe immer mehr werden. Ich weiß, dass es nicht nur an Sport und Bewegung hängt, sondern dass das auch ganz, ganz viel mit Schlaf und Ernährung zu tun hat. Das sind ganz wichtige Grundpfeiler, um gesund und schlank zu sein. Und das sind dann Dinge, die mich fasziniert haben. Ich habe schon 28 Kilo abgenommen. Jetzt habe ich wieder 10 mehr. Jetzt wiege ich wieder um die 100. Mit 1,90 m ist es nicht schön, aber auch nicht ganz so schlimm, wie wenn ich jetzt 1,60 m wäre und würde 100 Kilo wiegen. Aber es ist halt so, dass man das immer wieder im Auge behalten muss. Und da bin ich in diesem Bereich fachwissend. Speaker 3 Schön. Speaker 1 Neben der Tatsache, dass du Cold Severs 2 werden wolltest, was hattest du denn, wie hast du denn, übrigens sehr interessant, wenn ich das zwischendurch mal sagen kann, Ärzte, also ich war nie ein großer Ärzte-Fan, mir gefällt einfach dieser Musikstyle nicht, Campino fand ich tatsächlich auch cool. Ich fand auch den Priol toll in einer Anstalt. Und als wir hier diesen, wie hat es der Scholz genannt, Zeitenwende, tatsächlich, als das hier anfing, da habe ich, also zumindest entstand für mich der Eindruck, das sind gar keine Systemkritiker, das sind einfach Linksradikale, die permanent alles kritisieren, was nicht linksradikal ist. Denn auch die Aufgabe von Kabarettisten oder von Bands, die sich als System kritisch verkaufen, sollte ja immer sein, die da oben zu kritisieren. Das, was wir aber sehen, auch bei Blödermann beispielsweise, es wird ja gar nicht da oben kritisiert, es wird ja nur nach unten kritisiert, weil es einfach Systemhuren sind. Speaker 2 Oder jeder Andersdenkende, wie du schon richtig sagst. Speaker 1 Genau. Speaker 2 Jeder, der nicht diesem Narrativ entspricht. Speaker 1 Aber was hattest du? Du bist ja direkt in Gera groß geworden. Also schon sehr städtisch auch. Speaker 2 Ja, das kann man. Bist du auch ländlich geprägt? Überhaupt nicht. Ich habe irgendwie in Weihnachtsmarktbuden gespielt und als Stadtjunge mir immer irgendwas ausgedacht. Das war ja auch eine 120.000 Menschen belebte Stadt, in der ich da groß geworden bin. Und da habe ich bis zu meinem 16. Lebensjahr gewohnt. Und meine Eltern sind dann nach Oberfranken, also Nordbayern, gezogen. Und genau in der Pubertät haben die mich aus meiner Szene rausgerissen. Speaker 3 Und da habe ich noch ein Jahr in Bayern gelebt. Speaker 2 Heute bin ich sehr, sehr gern auch mal in Bayern. Genieße die Natur aber als Ossi mit so einem leichten Dialekt, den man noch hatte als Thüringer. Das kam nicht gut an. Es war für mich eine sehr, sehr prägende und schwere, schwere Zeit. und nach circa einem Jahr habe ich die Bäckerslehrer, also die habe ich nach drei Monaten abgebrochen, ein Jahr habe ich dort gewohnt und dann habe ich meine Schwester um Unterstützung gebeten, die dann ihre Studentenwohnung, ihre zweite, weil sie hat mit ihrem Freund zusammen gelebt und er hat Architektur studiert, sie Medizin und sie hat die zweite Wohnung für mich gemietet und ich konnte für sehr wenig Geld in Berlin leben und habe dann angefangen, 400 Clubs und Diskotheken anzurufen und habe gesagt, ich bin der beste DJ der Welt, Speaker 3 Ich würde gerne hier auflegen. Speaker 2 Und zwar jeden Freitag und jeden Samstag. Und irgendein Entenkeller in Frohnau hat mir einen Job beschafft. Und dann auch noch zwei andere Diskotheken. Und obwohl ich es noch gar nicht drauf hatte und irgendwie das alles noch ganz schwierig war, habe ich dann meine Mama weinend angerufen und habe gesagt, bitte, auch wenn ich noch nicht ganz volljährig bin, zwing mich nicht wieder zurück nach Oberfranken zu kommen. Ich bin Künstler, ich bin Entertainer. Ich kann nicht in einer 8000 Mann großen Gemeinde, 8000 Menschen, nicht, dass ich wieder einmal benachteiligt fühle, in einer Gemeinde, wo 8000 Menschen leben, kann ich nicht glücklich werden als Stadtjunge. Und ich will größer, höher und weiter und das passt nicht zu mir und sie hat es akzeptiert. Und seitdem lebe ich in Berlin bis 2020 und seit 2019 oder 2020 sind wir dann nach Brandenburg gezogen, Speaker 3 in dem Speckgürtel von Berlin und leben seitdem mit unserem heute sechsjährigen Sohn etwas entspannter Speaker 2 als in der Großstadt, die viele Vorteile hatte zu ihrer richtigen Zeit. Aber heute ist für mich Berlin Speaker 1 oft nur noch eine Abreise wert. Also ich habe ja auch in Berlin gelebt und das ist jetzt über 30 Jahre her. Also direkt nach der Wende hingegangen und da war noch eine Aufbruchstimmung und das war auch alles schön. Aber ja, also auch Menschen, US-Amerikaner beispielsweise, die dort Militärdienst dann dort geblieben sind, weil sie da verbandelt sind, sagen, mittlerweile alle übrigens auch Afroamerikanische, sagen mittlerweile alle, Berlin ist abartig. Also die gehen auch nicht mehr ohne Messer oder Pfefferspray vor die Tür, weil man ja immer sagt, ist so ein Ding der Weißen. Ist es aber nicht. Ja, wie empfindest du, empfindest du eine, einen mangelnden Zusammenhalt, jetzt nicht, dass niemand zusammenhält, aber hast du das Empfinden, dass so gewisse Aufsplitterungen immer stärker werden? Und falls ja, bist du der Meinung, dass das irgendwo auch gesteuert ist? Also es gibt sicherlich die, die einfach nur ein Riesen-Ego haben und sagen, wenn ich hier nicht die Nummer eins bin, dann finde ich alles doof. Aber manchmal kann man sich ja nicht erklären, warum so, warum bestehende Gruppen sich auf einmal aufteilen, warum eine Demo, ich habe das zum Beispiel erlebt in Greiz. Da war der Micha Witwer, den kennst du ja auch. Der hatte gefilmt. Und dort waren 800, 900 Leute auf der Montags... Nee, die sind freitags, glaube ich. Also es war halt nicht Montag, irgendwann in der Woche. Und das waren richtig viele Leute. Und ich war hier bei meinem Frank und ich sagte, Mensch, so ein Abend ohne Demo ist irgendwie auch blöd. Er lacht dann immer und sagt, bist ganz schön krank? Irgendwie so ein bisschen. Aber cool, wir fahren nach Greiz. Jetzt sind wir da hingekommen. Da standen 13 Leute. Und zwei Wochen vorher waren das noch 800. So, und dann habe ich mit denen geredet und haben die gesagt, ja, na ja, es war wegen den schwarz-weiß-roten Fahnen. Wo man dann auch fragt, ja, was ist jetzt das Problem? Die sind ja nicht verboten. Also wollen wir uns noch zusätzlich Verbote auferlegen? Ist ja auch so ein Ding. Speaker 3 Es ist ja die Fahne des Kaiserreiches. Speaker 1 Es hat ja mit dem Dritten Reich gar nichts zu tun. Sie ist nicht verboten. Warum? Wir haben doch schon genug Auflagen. Warum müssen wir uns selber noch Auflagen verpassen? Und was bringt es am Ende? Jetzt sind ein Haufen, es waren ja nicht 780 Menschen, 1871er. Aber natürlich haben andere gesagt, wenn die nicht mehr kommen, das ist unsolidarisch, dann kommen wir auch nicht mehr. Ich glaube, die haben sich mittlerweile wieder zusammengefunden. Aber das sind so Sachen, die kann ich halt ganz oft nicht nachvollziehen. Und dann gibt es eben so diesen, ja, es ist schon fast ein Konkurrenzkampf unter den Streamern, den ich manchmal bemerke. Wie empfindest du das? Also du bist ja nun unmittelbar betroffen oder auch nicht betroffen. Also das würde mich mal interessieren. Speaker 2 Ja, also ich empfinde es ganz klar als nicht gut und als falsch, dass man auf Demonstrationen, die für Freiheit, für Souveränität, für eine neue Gesellschaft, für Aufarbeitung dieser schrecklichen Jahre, Damit spreche ich von der Bratwurstzeit, von der ganzen sexuellen Desorientierung oder auch von dem Krieg, der mit so vielen Desinformationen behaftet ist. Das sind ja Gründe, das muss man ja dazu sagen, weswegen wir auf die Straße gehen, Leute unseresgleichen. Und ich denke, sobald eine Fahne da nicht verboten ist und verfassungsfeindlich eingetragen, sollte man das erlauben. Ich habe auch diese Argumente schon gehört, dass man gesagt hat, ja, auch bei unserer Demo bitte keine AfD-Fahnen, auch wenn wir zu 99 Prozent d'accord sind mit der Programmatik der AfD, wollen wir auch die Wagenknecht-Wähler mit in unserer Demoszene haben und nicht den Eindruck vermitteln, dass wir nur rechtskonservativ offen sind. und deswegen haben die das verboten und da ist dasselbe passiert, wie du es gerade in Kreis beschreibst. Da ist die Demoszene zersetzt und die Menschen haben sich nicht nur halbiert, sondern geachtelt von der beteiligten Zahl von Menschen, die da hinkommen. Und das ist ein Problem. Ich kann die Menschen schon ein Stück weit verstehen, die sagen, ich demonstriere hier für Souveränität, ich demonstriere dafür, dass mir hier keiner meine Freiheit einschränken kann. Und du hast die Demo angemeldet und glaubst deswegen, dass du mir meine Fahne, mein T-Shirt oder mein Transparent verbieten kannst. Geht nicht. Und deswegen, Freiheit darf man nicht nur nach außen immer wieder publizieren, sondern man muss Freiheit auch leben. Und zur Freiheit gehört auch, dass ich das akzeptiere, dass jemand bei meiner Demo dabei ist, der eine Fahne hat, die nicht 100% meiner Meinung entspricht, die aber definitiv nicht verfassungsfeindlich ist, wo ich keinen Stress mit der Polizei habe, habe ich das Recht nicht, den davon abzuhalten, aus meiner Anschauung heraus, diese Fahne zu verbieten. Das sehe ich ganz genauso. Es ist ja bei uns in Aschersleben auch so. Du warst ja da. Speaker 1 Wir haben ja auch die 1871er. Wir haben die Menschen, die sagen, wir wählen die AfD. Wir haben auch die Menschen, die sagen, die Parteien sind nicht die Lösung, sondern die Ursache des Problems. Ich habe das auch mal versucht auf einer Demo zu erklären und gesagt, ja, wir müssen doch aber trotzdem erst mal für Rahmenbedingungen sorgen, in denen wir überhaupt wieder aufklären können. Dann können doch die Menschen immer noch entscheiden, welchen Weg wollen wir weitergehen. Aber wenn es so weitergeht, dann sind wir natürlich, ich weiß nicht, manchmal denke ich, wir sind schon einen Schritt über den Abgrund hinaus. Also es fühlt sich teilweise wirklich nur noch an wie freier Fall. Und ich, nur um das nochmal klarzustellen. Speaker 2 Auch unsere Hunde sind im Widerstand. Die ärgern sich auch gerade. Speaker 1 Ich kann absolut... Speaker 2 Wir sind im Interview. Speaker 1 Ich kann absolut verstehen, dass Menschen dann von der Demo fernbleiben. Also ich habe jetzt nicht die kritisieren wollen, die fernbleiben, sondern es ist halt eher dieses... Das ist live, meine Damen und Herren, und in Farbe. Speaker 2 Wir nehmen alles mit, wir sind unvorbereitet. Es gab auch keine Möglichkeit, dass wir beide uns groß absprechen konnten. Das muss man auch dazu sagen, weil wir hier noch beschäftigt waren. Speaker 1 Und ich zeige auch mal ganz kurz, zwischen der Versorgung der Landwirtsfamilie heute mit dem Mittagessen, habe ich mir einen kleinen Stichpunktzettel gemacht. Also das ist ja kein großes Tamtam. Du hast ja... Speaker 2 Hört auf jetzt. Speaker 1 Also weil es ja Menschen gibt, die dir gerne mal vorwerfen, durch die Musik, die ja sehr fröhlich ist, wärst du oberflächlich. Speaker 3 Das hast du ja sicherlich auch schon gehört. Speaker 1 Das ist für dich keine Überraschung, dass solche Sachen erzählt werden. Das erste Mal, dass du mich wirklich so berührt hast, dass ich Gänsehaut hatte, war auf einer Demo. Als du gesprochen hast, da war dieser tolle Typ, die immer seine Katze oder seinen Kater mit dabei hat noch. Dann die, ich glaube, das ist eine Ärztin mit dem roten Hut, die auch singt. Speaker 2 Frau Dr. Deneckli heißt sie, glaube ich. Speaker 1 Genau, auch eine tolle Frau. Speaker 2 In Dresden war das. Speaker 1 Und ihr standet dort und du hast mit diesen Sicherheitsleuten, die da aufpostiert waren, gesprochen. Speaker 2 Die Polizei war das. Speaker 1 Ja, Sicherheitsleute. Und das hat mich so berührt, weil die Verzweiflung so aus dir gesprochen hat über das, was dort passiert und über diese Ohnmacht, die man ja manchmal empfindet, dass man sich sagt, wir hatten zum Beispiel in Sondershausen eine Demo, da gab es dann auch ein Riesengewaltding. Und das war während meiner Rede, unterbrichst du natürlich, ich habe auch geguckt, bin dann wieder zurück, habe mich umgedreht, weil die Polizisten hinter der Bühne standen und habe gesagt, seit über vier Jahren seid ihr auf unseren Demos dabei. Warum kommt bei euch nichts an? Wir stehen, wir kämpfen doch auch für euch, für eure Eltern, für eure Kinder. Wenn es dahin geht, wo die oben das hin wollen, dann sind wir hier alle verloren. Das war so das erste Mal, wo es mich richtig gepackt hat, hatte ich dir auch erzählt. Da hat mein Vater auch gesagt, ich habe den Korn. Da war so ein... auf YouTube und das war richtig packend. Speaker 2 Also wir haben hier wirklich für Ruhe gesorgt. Speaker 1 Jetzt kommt die Bacca vorbei. Die Rundrassen aus. Die werden geschickt. Am Montag... Speaker 2 Ihr seid doch alle vom Verfassungsschutz. Speaker 1 Am Montag in Aschersleben ging genau zu meiner Rede der Alarm los für drei Minuten. Am Rathass. Haben wir auch gedacht. Jetzt wird es lustig. Björn, du hast ja Sachen gemacht und das wundert mich halt, warum das so in Vergessenheit gerät. Weil, hätte ich das gewusst, hätte ich euch Leckerlis mitgebracht. Jetzt ist wirklich Schluss. Speaker 2 Gasthund und eigener Hund, Schluss. Gasthund und eigener Hund. Speaker 1 Noch ein Trecker, bitte. Das läuft im Sommerinterview aber auch nicht viel professioneller bei Alice Weidel, wie du ja weißt. Speaker 2 Das sind einfach nur andere Störfaktoren. Hier wurde halt die NGOs haben unsere Hunde bezahlt in diesem Falle. Bei dem Bundestag war es die Antifa, die bezahlt wurde. So wird immer jemand dazu geholt, der stören soll. Richtig. Ich bezahle besser, hört auf damit, bitte. Es ist Ruhe. Platz! Mein Hund hört perfekt. Ich wollte es nicht sagen. Speaker 1 Herrlich. Björn, du hast ja mit der Kamera draufhalten, hast du ja für Dokumentation des fürchterlichen Zeitgeschehens gesorgt. Ich denke an Sabrina Kölmorgens Hausdurchsuchung, wo du mit in einer Notfallaufnahme warst und, wie ich fand, sehr pietätvoll gefilmt hast. Du bist ja nicht reingestürmt und hast da irgendwo ihre Wunden. Aber man hat ihr ja, also du hättest nur das Gesicht filmen brauchen. Was man ihr dort angetan hat. Du warst auch bei Familie Elsässer ganz früh mit vor Ort, als dort die Hausdurchsuchung stattgefunden hat, wo man die rechtsradikalen Bürostühle verhaftete und abführte. Ich finde es toll. Es kommt Flugzeug. Speaker 2 Die sind auch fantasievoll. Speaker 1 Wir sind erschwerte Bedingungen gewöhnt. Das ist klasse. Speaker 2 Ich warte jetzt auf den Panzer. Ich wollte gerade sagen, ich komme da hin. Wir haben uns hier extra eine ruhige Ecke gezogen. Da rasten die Hunde aus, weil hier ein Eichhörnchen über den Rasen gerannt ist. Oder ein Trecker. Hat geklappt, jetzt kommt von da ein Jeep. Speaker 1 Jetzt kommt ein Jeep jetzt. Mit Hänger. Speaker 2 Also ich bin sehr froh, dass es jetzt endlich professioneller wird. Speaker 1 Ja, schön. Speaker 2 Ich schlug Kaffee noch. Aus Thermos keine. Danke nochmal, dass du Kaffee mitgebracht hast. Speaker 1 Naja, du hattest ja gesagt, die Lokalität ist geschlossen. Und dann habe ich noch schnell einen durchlaufen lassen. Speaker 2 Du warst gerade bei der Familie Elsässer. Speaker 1 Genau. Man kann trotzdem über die Kamera gar nicht alles darstellen, was da abläuft. Wie gehst du damit um, wenn du nach Hause kommst? Brauchst du da noch eine ganze Weile, bis du das verarbeitet hast? Sprichst du mit deiner Frau viel drüber? Sucht ihr euch da ruhige Momente oder schnappst du dir einen Hund und musst dir einfach mal zwei Stunden den Kopf freilaufen? Weil es ja unfassbar ist, in einer Gesellschaft, die sich als beste Demokratie aller Zeiten verkauft, Zeuge und wirklich live, nicht wie wir. Wir gucken es dann zu Hause über den Stream, dort zu stehen. Wie verarbeitest du das? Speaker 2 Das ist eine sehr schöne Frage und danke, dass du die stellst, denn das ist wirklich live und vor Ort etwas ganz anderes als auf dem Monitor, wie du schon richtig sagst. Und auch ich musste das feststellen, denn ich habe einen Anruf bekommen an dem Tag vom Tobias Fink aus Anweiler, der auch im Widerstand sich sehr viel Mühe gegeben hat und sehr viel beigetragen hat in den letzten Jahren. Der hat gesagt, du musst sofort nach Falkensee zur Kompaktzentrale. Dort ist gerade eine Hausdurchsuchung. Also war ich der zweite alternative Medienblocker, wenn man mal den Antifa-Fotografen davon absieht, der wirklich 6 Uhr durch einen Riesenzufall auch dabei war und den Jürgen Elsässer im Bademantel fotografiert hat, wo die Polizei doch so unabhängig ist, stellt man sich bis heute die Frage, woher der die Information hatte oder ist der immer 6 Uhr vor der Zentrale von Kompakt TV. Speaker 1 Aber Björn, ganz kurz, du weißt, diese Maßnahmen dürfen niemals hinterfragt werden. Speaker 2 Deswegen, genau so ist es. Ich war dann 9 Uhr da, war also der zweite rasende Reporter, der zweite Medienblocker. Und habe gedacht, klar, fahre ich da hin und habe das erstmal ganz normal aufgenommen, dass da jetzt irgendwas Spannendes mich erwartet. Und ich muss dir sagen, obwohl ich mich als relativ unerschrocken bezeichnen würde, hat das was mit mir gemacht. Als ich schon in die Straße reinfuhr und dann so circa 20 Männer gesehen habe, die wirklich voll maskiert sind, wie Ninjas aussahen. Speaker 3 Und dann beim Umdrehen nur dieses fette Polizei auf dem Rücken. Speaker 2 Und da ist schon so ein Moment, wo man denkt, das sind aber doch meine Freunde und Helfer mal gewesen. Ich habe die Riesenpartys geschmissen in Berlin und habe mega Polizeipartys gerockt. Und jetzt sehen die aus wie Einbrecher, sehen so aus. Speaker 3 Sind sie natürlich nicht. Aber das sah aus wie eine Straftat, wie ein Überfall ein Räuberlicher. Speaker 2 So sah es zumindest aus. Und im Nachgang, wenn man jetzt ganz, ganz viel übertreibt, nachdem das Gericht kompakt weiterhin erlaubt, ist es ja nichts anderes gewesen als ein räuberlicher Überfall. Speaker 3 Denn es war rechtswidrig. In dem Sinne, wo kompakt jetzt weiter existieren darf, Speaker 2 war es von Nancy Faeser, der damaligen Innenministerin, ein Vorbrechen, Was definitiv rechtswidrig war und damit genau meinem Augenschein entspricht, dass da ein räuberischer Überfall passiert ist, den das Staatsorgan Polizei in diesem Fall umgesetzt hat. Und es war ein Schock, weil es wurden private Dinge rausgetragen. Der Jürgen Elsässer ist relativ cool geblieben, aber ich habe auch gesehen als Menschenkenner, dass es in ihm drin anders aussah, als er nach außen getan hat. Und die haben da eben irgendwelche Gegenstände, Laptops und Monitore rausgetragen vor meinen Augen, aber auch Sachen, die für mich sehr privat aussahen, irgendwelche Bücher, irgendwelche Körbe, die auch aussahen wie Wäsche-Körbe, also wo du denkst, das muss doch nicht rausgetragen werden. Und dann kam das große Medienspektakel, dass es eine Pressekonferenz geben sollte, wo dann RBB und ARD und ZDF alle da auf der Straße standen. Und das war für mich auch ein schöner Moment, der diesen Zusammenhalt schon einmal dargestellt hat. Die standen alle da, Jürgen Elsässer vor seinem Haus. Und die, okay, Herr Elsässer, und er fing ja wirklich an, wortwörtlich, das habe ich auf Video zu sagen, ich fange hier gar nicht an, bevor nicht der wichtigste Reporter mir zur Seite steht. Und das ist Björn Banane. Björn, kommst du bitte? Und dann stand ich mit meinem kleinen roten Mikrofon und habe ihm das immer unter den Mund gehalten. und die Reporter haben im Strahlgeek. Denn die mussten komplett mich mit aufnehmen mit meinem kleinen rote Mikrofon, was ich dem Jürgen Elsässer die ganze Zeit unter dem Mund gehalten habe, um eben alternativ aufzuzeichnen, dass es nicht aus dem Zusammenhang Speaker 3 geschnitten werden kann. Und das war halt Speaker 2 schon einer der Momente, die einen nachdenklich machen, aber da gab es viel Schlimmere. Das war einer von vielen. Speaker 1 Und bei Sabrina hat das... Speaker 2 Bei Sabrina war es so, das hat mir halt unglaublich leid getan, weil ich finde, die Sabrina ist nicht nur eine gute Freundin von mir, sondern auch objektiv eine sehr wortgewandte, gepflegte Frau, die das Herz auf der Zunge hat und auch die Wahrheit in sich trägt. Speaker 3 Für mich zumindest, subjektiv. Speaker 2 Subjektiv, liebes YouTube-Team, trägt sie die Wahrheit in sich. und dass ihr sowas angetan wird. Sie hat lange Zeit danach noch auf der Couch geschlafen und nicht mehr in ihrem Schlafzimmer, weil sie in ihrem Schlafzimmer überrascht wurde beim Aufwachen. Ihr Sohn hat die Tür geöffnet, der Labrador wurde durch den Gang geschoben auf der Matte. Und bevor ich mich da jetzt wieder an den Kopf und Kragen rede und die Polizisten die nächste Anzeige machen, weil sie alle meine Videos sehen, möchte ich es gar nicht detaillierter ausführen. Aber es hat mir sehr, sehr leid getan. Und man denkt sich natürlich in dem Moment, Busfahrer Thomas, Sabrina Kohlmorgen, Hausdurchsuchung. Wer könnte nur der Nächste sein? Und dadurch geht man auch immer mit so einem mulmigen Gefühl ins Bett. Und ich bin schon immer natürlich, ich will nicht sagen, darauf vorbereitet. Das kann man, glaube ich, nicht sich darauf vorbereiten. Aber ich habe es immer im Hinterkopf, dass es irgendwann diesen Rechtsbruch auch bei mir geben könnte. Denn wir leben in einem Deutschland, das hat man jetzt an dem Bürgermeister gesehen, Joachim Paul. den ich gestern interviewt habe, der jetzt plötzlich seine Kandidatur nicht antreten kann in der schönen Stadt Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz, dass die unangenehme und unbequeme Opposition oder andersdenkende Meinung nicht mehr gewollt ist in Deutschland 2025 und auch schon die letzten fünf Jahre zuvor. Und da kriegt man halt Riesenrepressalien und ich sage immer zu jedem, der sagt, du bist doch frei, das stimmt, Aber nur wenn du dieselbe Meinung hast wie dieses Establishment, wenn du die nicht hast und die dann auch noch nach außen trägst, die andere Meinung, dann lernst du mal richtig kennen, wie demokratisch Deutschland noch ist in den letzten Jahren. Speaker 1 Also Bärbel Bollay, eine der großen Widerständlerinnen in der DDR, die hat das ja, da gibt es ja dieses ganz berühmte Zitat von ihr, wo sie sagt, die Methoden werden nur immer perfider werden und so weiter und es wird immer schlimmer. Was mir am häufigsten durch den Kopf geht, ist eigentlich Ignatius Silone, der gesagt hat, der neue Faschismus wird nicht sagen, ich bin der Faschismus, er wird sagen, ich bin der Antifaschismus. Und es ist die immer, immer, wir müssen ja aufpassen, wegen StGB 130, es ist immer die schweigende Mehrheit, die das alles möglich macht. Die halt glaubt, so schlimm wird es schon nicht. Das läuft schon alles. Und wenn man sich auch überlegt, wie man gegen uns vorgeht mit diesem, also Aluhut war ja so das Erste, aber eigentlich geht es ja immer in die Richtung Verschwörungstheoretiker. und dieser Begriff der Verschwörungstheorie, das wissen viele nicht, was nicht weiter schlimm ist, aber der wurde ja vom CIA erst mal entwickelt in den 50er Jahren und zwar maßgeblich durch die größten Alt-Nazis, die über die Operation Paperclip damals rübergeflogen wurden und die ja bei dem Aufbau des CIA maßgeblich mitgeholfen haben und die halt den Amerikanern erstmal erklärt haben, wie funktioniert es, dass ich eine Gruppe von Menschen so diffamiere, dass die Menschen auf der Straße vorbeilaufen würden, wenn du die zusammenknüppelst, abstichst oder sonst irgendwas. So wie es ja mit den Juden gewesen ist. Und das ist jetzt kein Vergleich zu dem, was heute passiert. Aber die Methodik, wie ich Menschen unglaubwürdig mache, funktioniert eben über diesen Verschwörungstheoriebegriff. Und in Amerika hat man es so gemacht, dass man jede Lächerlichkeit, also alles, was absolut lächerlich war, hat man über mehrere Jahre im amerikanischen Fernsehen immer gezeigt mit Verschwörungstheorie. Verschwörungstheorie, Verschwörungstheorie. Das heißt, die Menschen haben gelernt, alles, was lächerlich ist, alles, was dämlich ist, alles, was dumm ist, ist Verschwörungstheorie. Und dann hat man es angewendet gegen die Kritiker und hat bei den völlig gerechtfertigten Aussagen einfach nur gesagt, Verschwörungstheorie und automatisch haben die Leute es einsortiert bei dämlich, bekloppt, lächerlich. Und das funktioniert leider hier genauso. Speaker 2 Inzwischen ist es ja schon die zweite Liga. Jetzt ist dieser Schwurbelbegriff und dieses, du bist ein Verschwörungstheoretiker, der ist ja abgelutscht und ausgeleiert, weil vieles nur ein paar Monate später wahr wurde von diesen Thesen. Speaker 3 Jetzt ist es eher die Nazi-Keule, dass man einfach sagt, was, du glaubst nicht an 72 Geschlechter, dann bist du ein Nazi. Speaker 2 Du glaubst nicht an den menschengemachten Klimawandel, dann bist du ein Nazi. Du möchtest nicht Waffen liefern, um den heiligen Frieden herbeizuführen, dann bist du ein Nazi. Und das ist halt die neue Methodik, mit der viele Leute auch eingeschüchtert sind, die jetzt denken, ich wähle die AfD, aber ich behalte es lieber für mich, denn ich will nicht von meinen Nachbarn als Nazi bezeichnet werden. Und das ist so ein inflationärer Begriff, wenn man sich mal überlegt, was das auch für eine Verharmlosung ist, das Holocaust, dass man jetzt jeden einfach inflationär so bezeichnen kann, weil ihm die Meinung nicht gefällt, oder? Speaker 1 Vor allen Dingen, was ja besonders perfide ist, Björn, denke ich, siehst du genauso. Man hat ja in 22 den Paragraf 130 Strafgesetzbuch verschärft mit der Begründung, es dürfen keine Vergleiche mit dem Dritten Reich und so weiter, um das Dritte Reich und den Holocaust, also die Shoah, nicht zu verharmlosen. Und während uns jeglicher Vergleich verboten ist, der ja in Teilen offensichtlich ist, nicht 40 bis 45, aber 33, Gleichschaltung der Medien, Indoktrination der Kinder, Diffamierung von Kritikern und so weiter. Speaker 2 Kaufen nicht bei einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe. Speaker 1 Richtig. Diese Parallelen sieht man. Es waren ja damals auch, als das mit diesen Corona-Restriktionen losging. Da wurden die auch mehrere Menschen als Antisemiten bezeichnet. Und sie haben sich dann geoutet, dass sie selbst Überlebende des Holocaust sind, beziehungsweise Kinder von Überlebenden. Und da hat sich ernsthaft jemand erdreistet zu sagen, ja auch ein Jude kann ein Antisemit sein. Bumm, fertig. Also die wischen ja alles komplett weg, egal was du halt sagst. Aber ich finde die Entwicklung sehr gruselig und das wäre jetzt auch meine nächste Frage. Ich kenne es von mir, dass Menschen auf die andere Straßenseite gehen. Ich kenne die gut, die haben teilweise auch bei mir gearbeitet und die schicken mir dann im Anschluss eine Nachricht über E-Mail, über SMS, WhatsApp, was auch immer. Und sagen, Colette, es tut mir sehr leid, aber da war ein Arbeitskollege dabei und wenn ich dich gegrüßt hätte, hätte der mich auf Arbeit angeschissen. Also wo sind wir denn hingekommen? Speaker 2 Du hast erleb ich auch. Speaker 1 Richtig, das wäre jetzt meine Frage. Und du hattest das mal angedeutet in deinem familiären Umfeld. Das ist dir natürlich vorbehalten, darüber zu sprechen oder eben nicht. Aber wie haben sich denn deine familiären Strukturen verändert und möchtest du da? Speaker 2 Ja klar, gerne, ich mache da kein Geheimnis draus. Ja, meine Schwester ist Allgemeinmedizinerin, ihr Mann Internist. Wir haben eine große Arztpraxis, groß für die Verhältnisse in Oberfranken, eine der größeren Arztpraxen, die es gibt in Nordbayern. Und die haben sich natürlich an der Hilfe, an der Solidarität sehr beteiligt, obwohl ich sie angefleht habe, das nicht zu tun, wo heute und hier ja ganz, ganz viel aufgeklärt ist und ganz, ganz viel klar ist. Meine Mutter, die mir am nächsten steht, ist auf unserer Seite, aber ich spüre es nicht. Das heißt, sie hat sich mit allen Restriktionen dagegen entschieden und weiß auch genau, was dahintersteckt, hat auch den ganzen Sachverhalt verstanden. Aber ich habe es nie gefühlt und mehr möchte ich dazu nicht ausführen, weil das ist mir dann zu privat. Aber ich habe eine gespaltene Familie auf jeden Fall. Das hat einen Riesenkeil in unsere Familie gezogen. Und ich sehe mich heute eher so, dass ich mich als Beschützer meines Sohnes auch sehe und den einfach auch vor Fehlinformationen und vor Übergriffigkeiten wie körperlicher Unversehrtheit und Co. schützen möchte. Und deswegen garantiert haben möchte, dass sowas nie wieder passieren kann. Ich habe in meiner Familie sieben Monate in Montenegro gelebt. Wir haben uns als politisch Verfolgte gefühlt. In der Zeit hat die Kripo trotzdem, wie ich heute weiß, im 14-tägigen Abstand alle Nachbarn bei uns in Michendorf durchgeklingelt und hat Verhandlungsbilder von mir hochgehalten. Er hat gesagt, wir suchen diesen Mann in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Ich bin immer davon ausgegangen, wenn ich irgendwann mir wieder traue, zurück nach Deutschland zu kommen, weil vielleicht Corona vorbei ist oder nicht mehr so schlimm, falls es das irgendwann gibt, werde ich sofort an der österreichischen Grenze verhaftet. Und was soll ich dir sagen, es hat sich keine Sau mehr für mich interessiert. Es war nichts als eine Stasi-Methodik, um mich zu diffamieren, um genau dafür zu sorgen, dass wenn ich wiederkommen sollte, dass die Nachbarn die Straßenseite wechseln und denken, ich bin ein Schwerkrimineller. Das hat sich auch so eingeprägt in den Köpfen bei vielen. Und das schafft man damit. Man schafft diesen gesellschaftlichen Unmut nach vorn zu bringen. Und ich habe alle Prozesse mit einem Top-Anwalt durchstanden, der auch ein guter Freund heute ist von mir. Der hat übrigens auch mit dem Freispruch von Michael Ballwig zu tun und war einer der Strafverteidiger, der mit maßgeblich an dem Freispruch von Michael Ballwig zu tun und der damit einzuordnen ist, das wollte ich sagen. Und genau mit dem habe ich das alles durchstanden und der hat mich da total gestützt und hat gesagt, das stehen wir zusammen durch. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass du ins Gefängnis kommst. Und das hat mich total beruhigt. Unwahrscheinlich. Komm zurück, denn es ist unwahrscheinlich. Er hat Recht behalten und er hat mich so stark und so gut verteidigt, dass ich sage, wenn es ein Rechtsstaat wäre, ein funktionierender Rechtsstaat, dann wäre ich überall freigesprochen worden. Da es aber noch ein kleines bisschen Zucken gibt in diesem Rechtsstaat, wie man einen Ball wie man wenn man kompakt zieht, ist alles eingestellt worden gegen mich. Und ich habe bis jetzt, und wie ich hier sitze, ein topaktuelles Führungszeugnis, wo tatsächlich trotz 20 Gerichtsprozessen, die ich roundabout durchlebt habe und durchleben musste, trotzdem keine Eintragung in meinem Führungszeugnis und bin nicht vorbestraft. Speaker 1 Aber dieses System, was ja die Menschen permanent in Angst hält, ja, und ich kenne, also natürlich, wenn man mehr unterwegs ist, Ich will es mal so sagen, es geht gar nicht um Bekanntheit. Wenn man mehr unterwegs ist und man hat mit so vielen Menschen Kontakt. Und ich bin ja auch so jemand, ich knuddle gerne, ich rede gerne. Wahrscheinlich so ähnlich wie Björn. Hat ja auch keine Angst vor Körperkontakt. Also, dann kommen die Menschen auch und erzählen dir ihre Geschichten. Und was ich da gehört habe, also von einem älteren Herrn beispielsweise, der hatte unter einem Video, das ist jetzt schon ein paar Jahre alt, da sieht man einen Menschen, der irgendwann aus Afrika hierher kam und der verprügelte Mädchen, also ganz übel und ihre Freundin will der Freundin natürlich helfen, springt ihm von hinten so auf den Rücken um den Hals, weil sie ihn zurückhalten möchte, weil er wirklich ihre Freundin dort übel zurichtet und der greift so rum, also so Hühner, greift so rum, schnappt die am Arm, knallt die runter auf den Boden und du hörst nur plopp. Speaker 3 Und du denkst so, oh scheiße, Speaker 1 hoffentlich hat die nicht einen Schädelbasisbruch oder irgendwie, hoffentlich lebt die überhaupt, es ist fürchterlich. Und dieses Video war irgendwo online und dieser ältere Mann, der doch mit ganz anderen korrekten Wertigkeiten, wie ich finde, groß geworden ist, dass die Männer die Frauen auch beschützen ein Stück weit, wir sind ja nicht Uns haben sie ja nicht die Arme amputiert. Aber natürlich hat ein Mann andere körperliche Voraussetzungen. Und das hat doch über Jahrtausende auch so funktioniert. Was bilden wir uns jetzt alle ein, dass wir Frauen, sollen wir uns jetzt vor unsere Kerle stellen und anfangen zu boxen? Also ich möchte Lulli, Kopp und ich haben. Und der hatte dort drunter geschrieben, wir müssen unsere Frauen und Mädchen vor solchen Gewalttätern schützen. Es war also keine allgemeine Aussage, sind alle so und so. Er wurde zu über... Er wurde zu über 3.000 Euro verdonnert, weil er das dort drunter geschrieben hat. Also da stimmt doch irgendwas. Und ich freue mich natürlich für dich, dass du heil aus der Sache... Ich freue mich auch, dass der Ballweg nicht sitzen muss. Natürlich... Speaker 2 Der saß ja schon neun Monate. Speaker 1 ...nicht noch weiter sitzen muss. Klar, neun Monate für eine Fußmatte, für eine Hundematte. Speaker 2 Für eine falsch abgesetzte Hundematte. 19,53 Euro. Speaker 1 Ja, und für einen Raumduft. Ich finde das schon angebracht, wenn man überlegt, was andere Leute so veruntreuen. Mehr möchte ich dazu mal nicht sagen. Nein, aber das, normalerweise müssten sich doch die Staatsanwälte, die Richter lassen außen vor, die Staatsanwälte machen, die Anklage fertig, die müssten sich doch normalerweise entschuldigen. Also es geht ja nicht darum, dass man sagt, die sollen alle weggesperrt werden. Es war immer so, dass Staatsanwälte irgendwo auch Diener des Systems waren. Das war auch in der DDR so. Und die, die nicht totale Hardliner gewesen sind, die haben ja dann auch die Möglichkeit bekommen, über eine Weiterbildung dann als Rechtsanwälte zu arbeiten. Als Staatsanwälte hat man sie, glaube ich, nicht gelassen, aber sie konnten sich dann eine Kanzlei aufbauen. es ist doch trotzdem nicht befriedigend und die menschen immer mit mit anzeigen wegen volks verhetzung wegen weiß ich nicht was immer so zu versuchen in schachzeit nicht irgendwann entwickelt man da glaube ich eine gewisse abgebrühtheit und sagt sich ja dem sehe ich mal gelassen entgegen aber Aber was ist das für ein System? Es gibt doch mittlerweile keine Schaltstelle mehr, wo die die Leute nicht hin platziert haben. Was denkst du? Das ist doch nicht passiert in den letzten fünf Jahren. Die müssen doch vor 30 Jahren mindestens schon angefangen haben. Ach so, noch was, weil du vorhin gesagt hattest, du als Ossi bist drüber gegangen. Fällt mir gerade ein. Ich finde, wir ehemaligen DDR-Bürger sollten uns das Wort Ossi gar nicht angewöhnen, dass uns die Menschen aus dem Westen gegeben haben, weil wir sind Mitteldeutsche und keine Ossis. Und jetzt sag mal, was du glaubst, wie lange das schon läuft. Speaker 2 Also ich gehe da mit dir nicht mit. Ich glaube nicht, dass das so lange schon läuft. Ich gehe davon aus, dass es 2020 eine große, große, die größte Charakterprüfung der letzten 100 Jahre gab. Das war ein Charaktertest, ein Intelligenz und ein Charaktertest. Ich will nicht genau ausführen, was ich damit meine, aber das war 2020 im März. Und ich glaube, dass man da ganz leicht Menschen dazu bekommen hat, die sich durch Politik und Medien legitimiert gefühlt haben, zu modernen Faschisten zu werden. Das ist meine Meinung. Und ich glaube, dass Menschen gesagt haben, mir ist meine Existenz und mein Materialismus so wichtig und so essentiell, dass ich da auf Moral und Ethik komplett pfeife. Speaker 1 Aber dass es so flächendeckend funktioniert hat, dafür müssen doch die Leute schon vorher dort installiert gewesen sein. Speaker 2 Das glaube ich nicht, weil die sind mit ihren Aufgaben gewachsen. Speaker 1 Geschrumpft. Speaker 3 Das kommt auf die Perspektive an. Aus meiner Perspektive sind sie geschrumpft. Speaker 2 Aus der Perspektive von der Nancy Faeser gewachsen, aus unserer Perspektive geschrumpft. Aber sie sind natürlich zu sehr, sehr schönen, ich möchte das Wort hier nicht sagen, ich würde es gerne sagen, ich sage es nicht, aber zu sehr, sehr gut einzusetzenden Nazis geworden. Das sehe ich so. Und da nehme ich das Wort nicht inflationär. Da meine ich das tatsächlich so, weil ich einfach sage, wenn man die Würde des Menschen in so einer Art angreift, die körperliche Unversehrtheit in so einer Art angreift, dass ich mir anmaße, die alleinige Wahrheit zu besitzen und über dich und dein Leben, deine sozialen Gewohnheiten richten zu dürfen, dann finde ich, hat das schon ganz, ganz viel. Ich schätze nichts gleich, aber ich vergleiche. Speaker 3 Und das möchte ich mir auch nicht nehmen lassen. Speaker 2 Ich vergleiche das mit ganz dunklen Zeiten, die Deutschland schon durchlebt hat. Und ich weiß, dass wir Angst hatten. Meine Frau und ich, wir hatten einfach Angst. Angst nach den Hausdurchsuchungen, die bei Freunden von mir passiert sind. Angst nach den vielen ausgedachten Anzeigen, auch von Polizisten, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Infektionsschutzgesetz, dies, jenes und das. habe ich gedacht, wir sind die Nächsten. Schatz, schnapp einen Wohnwagen. Den haben wir von der Riester-Rente dann bezahlt. Und sind mit unseren letzten Mücken nach Ex-Jugoslawien-Montenegro gereist, weil wir gesehen hatten in einem Video, dass Boris Reitschuster dort auch ganz glücklich lebt und dass es dort keine Restriktionen gibt. Und das war so. Wir haben dann alles nur aus der Ferne beobachtet. Und ich war schon so verbrannt durch 2020 und Mitte 2021, dass meine ganze Energie schon raus war, bevor die großen Widerstandsdemos hier in Deutschland begonnen haben, mit einer Zahl 2.400 Montagsspaziergängen in ganz Deutschland. Das hat dann irgendwann dafür gesorgt, dass die Polizeigewerkschaft auch gesagt hat, liebe Politiker, lasst euch was einfallen. Wir können hier nicht Zehntausende von Menschen maßregeln. Das funktioniert nicht, wenn man das aufs gesamte Bundesgebiet sieht. Und das hat dann dafür gesorgt, dass die AfD und der Straßenwiderstand dafür gesorgt haben, dass so manche geplante Aktion nicht so gekommen ist, wie ich es in meinen schlimmsten Träumen schon vermutet hatte. Okay. Speaker 1 Hier ging die ganze Zeit. Achso, ja, was, wenn du einen Song schreibst. Wir haben ja schon mal darüber geredet und jeder, der mich kennt, weiß, ich bin ehrlich. Also ich bin nicht verletzend, aber ich bin ehrlich. Ich stehe ja so auf Blues und Jazz und solche Geschichten. Ist halt so geprägt. Ich finde trotzdem, dass deine Songs, ich kenne sehr viele Leute, die deine Songs toll finden. Und ich habe so ein Aschersleben erlebt. Weißt du es noch? Also da gab es tatsächlich, also ich will jetzt nicht sagen Widerstand im Widerstand. Speaker 3 Aber war schon so, kann man schon so sagen. Speaker 1 Ja, unsere Jungs, unsere Harten, die auch immer für meinen Schutz sorgen, wofür ich sehr dankbar bin, die haben natürlich mit mir gesprochen, gesagt wie jetzt björn kommt was wird das für eine veranstaltung und habe ich gesagt es wird die nächste demo ja und ich meine ihr spielt hier eure harten sachen auf dem umzug aufzug und unsere älteren damen ertragen das tapfer das ist auch nicht deren musik und lasst doch die freunde dann hast du ja frei gesprochen da habe ich schon gesehen wie bei manchen von uns so klack klack klack, klack, die Kinnlade runterging und dann dachte ich so, krass, hab doch nicht gedacht. Halt auch ein bisschen einseitig. Hab mal zwei, drei Songs gehört und euch eigentlich nie damit beschäftigt, wer ist ein Björn? Und dann bist du ja den gesamten Spaziergang mitgelaufen und dann waren wir doch danach noch alle zusammen essen. Und ich kriegte wirklich nachts reinweise Nachrichten, ey, der Björn, der ist so cool und der ist Mensch. Das hätte ich nie gedacht. Was für ein feiner Mensch. Hat sich komplett ehrlich, hast du auch, wir haben über verschiedene Sachen dort gesprochen, hat sich komplett ehrlich gemacht. Das hat mich natürlich für dich gefreut, weil, mal ganz ehrlich, wir sind nicht auf der Straße, weil wir ein Problem haben, per se, mit Menschen, die zur SPD gehören oder zur CDU oder zum Grünen. Wir sind auf der Straße, weil wir Ungerechtigkeiten nicht ertragen können. Und das ist ja nicht nur im Großen so, es geht mir auch im Kleinen, also wenn über jemand ungerecht gesprochen wird, dann kriege ich Speaker 3 eine Krawatte. Und dann muss ich, Speaker 1 ich kann ja nicht anders. In dem Fall brauchte ich es aber gar nicht, weil die alle von sich aus, das habe ich Ihnen hier schon angesehen, war halt schön. Aber was ist deine Intention, wenn du, du hast ja schon viele Songs gemacht, der letzte war mit Serge Menga, soweit ich weiß, Speaker 2 nee, kam noch einer danach. Darf ich nicht. Alice für Deutschland war davor. Speaker 1 Genau, und dann kam Darf ich nicht. Übrigens cool, und Serge ist ja auch eine coole Socke, ne? was ist deine Intention? Also natürlich und da können wir vielleicht auch mal mit so einem Vorteil aufräumen ich finde das ganz erheiternd die Menschen die einen Haufen Kohle auf der Kante haben die Nase über die rümpfen die versuchen Geld zu verdienen du gehst ja nicht auf eine Demo schleichst dich von hinten an eine Oma ran und klaust dir 10 Euro aus dem Portemonnaie also jeder der dir was gibt möchte dir was geben und weiß auch, er muss es nicht. Deine Frau steht, ich habe den jetzt noch nie gesehen, dass die mit dem Knüppel hinter den Demonstranten steht und alle wüssten, wenn wir die Kohle nicht rauspacken, dann ballert es aber. Das macht ja eher die Antifa. Also natürlich ist das für dich ja auch ein Einkommen. Das ist ja auch das, was du vorher gemacht hast. Es sind ja unabhängig von der Art, der Komposition, der Noten, sind ja die Texte hieb- und stichfest, sage ich jetzt mal. Das ist ja immer eine Beschreibung des gesellschaftlichen Klimas in dem Moment, wo du diesen Song schreibst. Was ist dein Intelligenz? Würdest du lieber nur Musik machen oder würdest du lieber nur filmen oder würdest du es gerne weiter beides machen? Wofür brennst du und warum? Speaker 2 Ich brenne für die Musik. Am allermeisten. Zu den Texten und zu den Kompositionen kann ich sagen, wir haben immer ein sogenanntes Songcamp. Das war zum Beispiel bei meinem Album Neuanfang so, dass wir uns getroffen haben, ein Produzent, der Vollblutmusiker ist und ich. Und ich sage dann, ich möchte gerne ein Lied machen, weil Olaf Scholz gesagt hat, für ihn gibt es keine roten Linien, deswegen auch bis heute die rote Krawatte. ist nicht, weil ich SPD-Mitglied bin, Speaker 3 sondern das stellt die rote Linie Speaker 2 dar, die längst überschritten ist. Und dann setzen wir uns zusammen hin. In dem Fall kam er zu mir. Wir haben uns dann draußen hingesetzt. Er hat die Gitarre mitgebracht. Er spielt mir eine Melodie vor. Ich sage, das wäre es. Dann fange ich an zu summen und wir machen ein sogenanntes Songcamp. Das dauert meist so ein, manchmal zwei Tage. Und dann steht halt eine komplette Songskizze. Wir tun uns Argumente zuwerfen, was in den Song drin sein kann, was nicht. Also ich werde da schon unterstützt, aber ich komme mit der Idee meistens und die Wortreime bilden wir zusammen und da gibt es halt dann auch Diskussionen, weil ich manchmal etwas radikaler in meinen Vorstellungen bin als er beispielsweise und dann findet man da irgendwie so einen Konsens und dann gibt es natürlich aber auch Lieder wie Du bist mein Sohn, wo ich Speaker 3 komplett alleine den Text Speaker 2 geschrieben habe und der ist mir auch innerhalb von zwei Stunden eingefallen, als wir in der Notsituation waren und unser Sohn operiert werden musste wegen seinen Polypen. Und ich mit diesem Vertrauen, was ich an die Medizin habe, Speaker 3 fast gestorben wäre vor Angst. Und dabei ist mir die gesamte Textseile und der gesamte Refrain, Speaker 2 alles eingefallen und ich war nach zwei Stunden mit dem ganzen Text fertig. Und den habe ich zum Beispiel alleine geschrieben. Bei anderen Songs ist es eine Zusammenarbeit aus Idee, Reimen und Musik. Speaker 1 Und ist das so, also du hast ja jetzt beschrieben, wie du es machst. Und bei dem Lied für deinen Sohn, über deinen Sohn, aber in erster Linie ist das ja so eine Botschaft vom Herzen gewesen. Hast du dann, das würde mich interessieren, hast du so einen Druck, dass du sagst, da hat sich jetzt so viel Ungerechtigkeit angesammelt oder ich habe jetzt so viele traurige Sachen gehört. Also das meinte ich halt, ist es etwas, was in dir quasi wächst, immer mehr wächst und dann sagst du, und jetzt packe ich das in ein Lied, weil ich werde halt als Redner nicht eingeladen auf Demos, aber ich kann meine Songs schreiben und kann darüber die Botschaft vermitteln? Speaker 2 Ja, so ist das tatsächlich. Ich habe manchmal eine Idee, zum Beispiel Fernseher aus, da wird sich meine Frau auch noch daran erinnern, der ist entstanden, als wir gerade ganz banal durch den Wald zum Badesee mit unserem Sohn gelaufen sind und auf einmal fing ich so an, mach den Fernseher aus, mach den Fernseher aus, zieh den Stecker, schmeiß die Kiste aus dem Fenster raus. Und sie hat gesagt, hör auf zu prappeln. Und sie musste sich auch sehr daran gewöhnen, wie das Leben ist mit so einem Künstler. Und mein Produzent hat dazu den Beat dann gegeben und dann ist das alles in einem Fluss entstanden. Aber es ist mir letztendlich Fernseher aus, es ist mir einfach auf dem Weg zum See eingefallen. Die besten Ideen habe ich meist in der Phase zwischen Einschlafen und Müde werden. Und bin dann manchmal zu faul, weil ich habe mein Handy grundsätzlich nicht mehr neben dem Nachtschrank, weil ich Angst habe vor den Strahlen und dass mich das in Unruhe versetzt und ärgere mich dann so, weil ich denke, schreibst du morgen früh auf, schreibst du morgen früh auf und früh weiß ich es aber dann nicht mehr. Speaker 1 Ich empfehle dir ein ganz altes Diktiergerät mit so einer kleinen Kassette, kannst du andrücken und dann kannst du rein. Speaker 2 Das muss ich mir angehören. Ich ärgere mich ganz ehrlich, ich weiß nichts mehr davon früh. Das ist immer so. Ja, und zu deiner Frage davor, Gatekeeper, ich bin halt, wie gesagt, in den Widerstand reingewachsen, weil ich halt einfach nur am Anfang demonstrieren wollte und mal gucken wollte, was sind das für Leute, die auf so eine maßnahmenkritische Demonstration gehen und habe dann gleich ganz viel Polizeigewalt gesehen, die ich vorher so live nur aus autokratischen Filmen kannte. Und das hat mich eben da reingeschleust. Ich habe dann angefangen Lieder zu schreiben, mich allein im Wald zu filmen mit meinem Handy und dabei zu singen, du bist, das ist die Wahrheit. Und Bodo Schiffmann, der ja wirklich in dieser Zeit einer der bekanntesten, ich würde sagen, der bekannteste Arzt und Widerständler war, der da mit der Bustour wirklich für Furore sorgte, der hat halt gesagt, das ist Björn Banane und ich empfehle euch alle, die Wahrheit zu hören. und da war dann auch die Überlegung vorbei, möchtest du vielleicht lieber als Aktivist etwas seriöser auftreten und dich Björn Winter nennen? Das war dann vorbei, weil auf jeder Demo, wo ich auftauchte, hat durch Bodo Schiffmann, der so viel Reichweite hatte, jede Art als Banane und da habe ich gedacht, ein bescheuerter Name für so ein ernstes Thema, ein bescheuerter Name, wenn einer sagt, hey Harry, du musst mal zu uns kommen, das sind viele gebildete Leute wie Colette, die ein Psychologiestudium absolviert hat und einen akademischen Hintergrund hat. Und nächste Woche spricht auf unserem Marktplatz Björn Banane. Wir sind keine Schwurble, aber es spricht Björn Banane. Da habe ich immer gedacht, das ist so peinlich. Aber heute denke ich mir, auch müssen wir Deutschen als Gesellschaft von diesen Klischee-Denken weg. Dass das das sein muss und dass jenes sein muss. Und dann habe ich auch das Argument, ich führe die nicht mehr gern an, aber es muss trotzdem erlaubt sein. Wer hätte denn vor 42 Jahren gedacht, dass jemand, der sich wie ein Lutschbonbon, nämlich Campino, nennt, dass der Stadien füllt mit seiner ernsthaften Rockmusik, die heute nur linksfaschistisch aus meiner Sicht ist. Aber wer hätte das gedacht? Das ist also immer ein Klischee und ich benutze meinen Künstlername, weil ich den nun einmal als Marke eingetragen habe und weil das auch ein Stück Zeitgeschichte ist. Es ist ein Stück weit Entwicklung und ich kann meine Vergangenheit als Ballermann-Sänger und als Entertainer nicht leugnen. Und daher ist dieser Name das Einzige, was noch von dem alten Björn übrig ist, dieser Name. Und wer sich daran stößt und sagt, da muss aber Doktor, Professor, Virologe Björn Winterheisen, damit ich ihn ernst nehme, der soll halt gehen und nicht auf den Marktplatz kommen, wenn ich da bin. Speaker 3 Aber ich habe angefangen, das zu akzeptieren, dass das meine Vergangenheit ist. Speaker 2 Und deswegen ist diese Kunstfigur Björn Bananen und auch dieser Kanal weiter so mit diesem Namen bestückt. Das ist doch absolut legitim. Speaker 1 Du hast definitiv recht. Häufig merkt man das nicht, weil man ja genauso sozialisiert ist. Und sich manchmal auch fragt, woran liegt es eigentlich, dass ein Mensch dumm wie Stulle sein kann, trägt so ein Öko-Leinenrock mit solchen Pitti-Platzschuhen und eine schwarze Hornbrille. Ist wirklich blöd wie drei Meter Feldweg. Und steht dann dort irgendwo und ist dann Experte, Expertin für irgendwas. Und andere Menschen, die definitiv intelligent sind, die aber auch gar keine Lust haben, es so raushängen zu lassen permanent. Ich kenne das auch aus meinem persönlichen Umfeld, wo mich so ehemalige Studienkommilitonen, wenn die dann Sachen von mir sehen, wo die immer sagen, du hättest das alles, alles, du hättest das alles viel eloquenter ausdrücken können. Und wo ich dann sage, und wofür? Dass mich dann genauso keiner versteht, wie euch keiner versteht, ich habe darauf keinen Bock. Ich möchte so sprechen, dass die Menschen sagen, alter, die hat mir voll aus der Seele gesprochen. Und das werden sie nicht tun, wenn ich da einen raushängen lasse. Muss ich auch nicht. Ich muss weder mir noch irgendjemand anderem beweisen, was für einen Bildungshintergrund ich habe. Das Einzige, was ich mir jeden Tag aufs Neue beweisen muss, ist, dass ich ehrlich und geradlinig bin und dass ich meine Bildung auch nicht nutze, um anderen permanent das Gefühl zu geben, blöder zu sein als ich. Und man hat aber so das Gefühl, in unserer Gesellschaft ist das genau der gegenteilige Trend. Die sind total dumm, die ziehen sich ihr vermeintliches Pseudo-Intelligenzkostüm an. Also immer die Hornbrille ist ganz wichtig. Bitte Hornbrille noch kaufen. Die Hornbrille ist ganz wichtig. Und dann musst du unbedingt solche Pitti-Platt-Spangenschuhe als Frau anhaben. Speaker 2 Und Männer diesen Oberlippenbart. Genau, gerne auch so unten, aber so zauselig. Dann wie die Almödi. Aber dieser Trend ist schon wieder vorbei. Jetzt sehen Männer wieder so aus wie in den 70er Jahren und haben junge Männer, die sonst vielleicht ganz nett aussieht. Speaker 1 Ja, wir reden ja nicht von den jungen Männern, die älteren. Speaker 2 Dieser Oberlippenbart ist wieder in. Speaker 1 Ja, und... Speaker 2 Bei der Vogue-Kistensehne. Speaker 1 Also eigentlich Anzüge, die aussehen, als hätten sie den Taucheranzug zum Schneider gebracht und gesagt, mach mir das Ding mal in Baumwolle. Und dann musst du auch immer ganz verkniffen gucken. Auf gar keinen Fall lachen. Lachen ist ja nicht etwa ein Zeichen von innerer Balance oder so. Lachen ist ja ein Zeichen von Blödheit. Wer intelligent ist, lacht nicht. Und das ist aber so ein typisch, so ein urdeutsches Problem, finde ich, diese Selbstkasteiung. Und das ist traurig. Und das merkt man tatsächlich eigentlich erst, wenn man mit Menschen aus anderen Ländern Kontakt hat, die bestimmte Dinge gar nicht mehr nachvollziehen können. Was viele auch nicht nachvollziehen können, ist, wie das deutsche Volk in der Breite sich selbst fertig macht für die Vergangenheit. Also ich habe sehr viele, wenn ich es noch kurz erzählen kann, eigentlich geht es ja um dich, aber es ist ja wichtig. Speaker 2 Erst Interview, du bist die Chefin in dem Fall. Speaker 1 Sehr viele Freunde aus arabischen Ländern, die zum Beispiel bei Al Jazeera auf der Botschaft und so weiter arbeiten. Da gibt es dann solche Chatgruppen, wo wir reden und ich würde mal sagen, so vor 15, 20 Jahren hat so jeder von denen unabhängig voneinander angefangen und hat gesagt, sag mal, Colette, wieso machst du eigentlich dein Land immer so schlecht? Da habe ich gesagt, ich mache doch mein Land nicht schlecht, ich rede nur realistisch und wir hatten halt das und wir hatten das. da haben die gesagt, nee, nee, nee, stopp mal. Also du bist weder die Tochter noch die Enkeltochter von Hitler und selbst wenn es wärst, dann wärst du die Enkeltochter und nicht Hitler. Mit welchem Rucksack läufst du eigentlich rum? So dieses, what is the fucking backpack? Und dann haben die erzählt und haben gesagt, Mensch, wir gucken auf Deutschland. Und dann haben die erzählt und dann sitzt du da und denkst, hey, das stimmt, hab ich eine Meise oder was? Warum mache ich ständig mein Volk so klein? Warum mache ich mich ständig so klein? Also das ist ja auch ein Entwicklungsprozess und ich sage ja auch immer, es ist auch wichtig, das zu kommunizieren, damit nicht irgendjemand denkt, du bist schon so auf die Welt gekommen. Wir alle machen eine Entwicklung durch. Wir haben Erfahrungen und im günstigsten Fall lernen wir dazu und stecken nicht den Kopf in den Sand wie Vogelstrauß und sagen, interessiert mich nicht, bleib trotzdem so. Und das ist ja bei dir sicherlich auch passiert. Also als du an Ballermann gegangen bist, da hattest du Bock auf Party, auf Mucke, auf irgendwie mal einen kleinen Sangria schlürfen oder sowas und ein bisschen Sonne, Wasser, schön. Und dann kam Corinna. Speaker 2 So ungefähr kann man das sehen. Ich war da natürlich schon verheiratet und hatte meine liebe Frau. Und unsere Familie war auch schon nicht mehr in der Planung, sondern unser Sohn war da schon geboren, als ich mit dieser Entscheidung rumging, dass ich dann auch mal am Ballermann singen möchte und auf Mallorca Events hier gab es dann so eine Events in Deutschland, wo ich mit Peter Wackel mal aufgetreten bin und dann eben diese ganzen niveaulosen Texte wie Miau, ich bin schon wieder blau und wuff wuff, ich bin schon wieder truff tolle Reime zu performen. Speaker 1 Ich weiß schon, warum ich die Musik nicht mache. Genau. Speaker 2 Aber ich habe zu meiner Frau gesagt, irgendwie lastet vom Entertainment, das DJ-Business nicht mehr so aus, weil ich habe zu der Zeit 70 Hochzeiten im Jahr gespielt, im 2018. Bin wirklich 70 Mal, haben wir mal in den Terminkalender geschaut, bin ich aufgetreten und ich habe gedacht, das ist zwar wunderschön und man lernt Menschen kennen, die man dann möglicherweise als Kontakt und als Freundschaft im besten Falle sein Leben lang behält. Gut, das hat sich auch inzwischen revidiert durch diese Meinungsunterschiede, aber das war eine sehr schöne Erfahrung auch als ich dann die Hochzeiten Firmenfeiern und Familienfeste gemacht habe und nicht mehr als Klub und Diskotheken DJ schon unterwegs war, aber mir hat sofort was gefehlt und ich habe gesagt, das kriege ich doch auch hin und habe dann mit meinem Produzent, den ich schon von älteren Projekten kannte, geredet und habe gesagt, ich will auch mal was machen, bin dann nach Hamburg gefahren und wir haben dann die erste Platte "Miau" und du hast eine arme Figur und wir Paarschippen aufgenommen und für meine frau und mich war klar das soll genauso wie bei micky krause einfach nur eine elektrische eisenbahn oder golfspielplatz sein andere männer haben neben andere hobbys ja und für mich sollte das einfach so ein ding sein wo ich mein entertainment ausleben kann also ich war auch da nicht irgendwie kacka und habe die ganze zeit noch miau gesagt das war alles eine rolle und ich habe gewusst ich Speaker 3 brauche eine übertrieben peinliche figur damit das am baller mann funktionieren kann und da hat mein Speaker 2 produzent gesagt ich mache das nur die platten mit dir wenn du zwei meter 30 groß bist durch ein ganz hässliches peinliches bananen kostüm und dann bin ich dann durch köln gerannt und habe wuff wuff ich bin schon wieder drauf gesungen und habe leute irgendwie dazu bekommen dass sie sich entweder sehr lustig gefühlt haben oder aufgeregt haben darüber und das haben wir dann die ersten musik videos gedreht und das war wie gesagt alles einfach nur spaß und ein freizeitbereich den ich mir leisten konnte zu der zeit denn das war auch sause teuer die ganzen musik videos aus eigener tasche erst man zu bezahlen die produktionen habe aber dadurch auch schon schnell einen plattenvertrag bekommen beim bekanntesten label zu der zeit und hatte die möglichkeit da eben wirklich mit den ersten nummern aufzutreten war im bierkönig war im grümelstadel habe da überall probeauftritte gemacht und hätte dann in der saison 2020 womöglich dann schon meine ersten gigs dort gemacht aber es Es kam alles, wie wir heute wissen, anders. Denn 2020 gestaltete es sich ganz anders, als ich es je gedacht habe. Speaker 1 Würdest du jetzt sagen, es ist gut, dass... Also wir reden jetzt nicht von den Opfern, wir reden jetzt nicht von den Restriktionen. Für deine persönliche Entwicklung, war es gut, dass es anders gekommen ist? Speaker 2 Ja, ich kann das auch komplett bestätigen, was Bodo Schiffmann auf seinem Buch schreibt. Er sagt, das ist die schlimmste und die beste Zeit in meinem Leben. Und es stimmt, ich habe wirklich auch zwei Engel auf meinen Schultern. Das eine, wo ich halt ganz traurig bin über diesen vielen Streit, beste Freundschaften, 20 Jahre Geschäftspartner, aber besonders die Familie, die mir natürlich fehlt, trotz dieser unterschiedlichen politischen Anschauungen. Das tut sehr, sehr weh und ist traurig und hinterlässt auch Narben, lebenslängliche Narben. Speaker 3 Aber ich sitze mit dir hier, ich habe wirklich besondere Menschen kennengelernt. Speaker 2 Das sagt auch meine Frau jedes Mal. Da kommen Menschen zu uns, die besuchen uns und man hat das Gefühl, man kennt sich schon Jahrzehnte. Wir haben dieselben Gedanken und wir fühlen uns verbunden, obwohl wir uns noch nicht Jahrzehnte kennen. Und das ist eine sehr besondere Energie, die ich sehr schätze und die ich früher nicht hatte. Und meine Frau und ich haben auch gesagt, wenn wir ganz ehrlich mit uns selber sind, wir sind auch früher einsamer gewesen. Speaker 3 Das heißt, da gab es diese zwei Freunde, mit denen man sich über Pflanzen und Urlaube unterhalten hat. Speaker 2 Und da hat man sich in seinen Terminkalendern wichtig gemacht, man hat gesagt, im April schlag mal den 14. Juni auf, ob du da Zeit hast, in acht Wochen, wo ich gar nicht weiß, ob ich Lust habe, mich mit dir zu treffen, ob ich nicht weiß, wo das Wetter ist und ob ich gerade überhaupt zur Gegend bin. Aber diese Freunde hatten wir da eben zu der Zeit und jetzt hat man eben wirklich mit Herzmenschen zu tun. Ich weiß, dass ich an fast jeder zweiten Autobahnabfahrt jemanden hätte, dank euch, den ich fragen könnte, ob er mir mal 500 Euro gibt, wo ich gar nicht sagen kann, wenn ich die wieder zurückgeben kann und dass ich mal schnell ein Dach über den Kopf brauche und mal übernachten müsste dort. Das wüsste ich, dass ich das echt an vielen Autobahnabfahrten habe in Deutschland. Und das macht mich unglaublich stolz, weil das ist schon etwas, was niemand aus dem Mainstream sagen kann. Niemand von diesen oberflächlichen, höher, weiter, schöner. Das ist eine Sache, die haben wir. Das ist nur bei Herzmenschen so. Und es geht auch ich gern zurück und ich habe auch schon Unterstützung geleistet. Und ich bekomme die eben auch in solcher Form, dass Menschen sagen, Björn, jetzt ist mal Zeit, was zurückzugeben, sag einfach Bescheid. Und dann nicht ständig mich hinterfragen, meint er das so, verarscht er uns gerade, sondern einfach das tiefe Vertrauen haben und auf ihre Intuition hören. Und das ist eine Erfahrung, die ich in meinem Leben vor 2020 so nicht hatte und die mich schon sehr stolz und auch berührt, dass ich so was erleben darf. Speaker 1 Also das meinte ich ja vorhin, da kommt sicherlich auch vieles zurück. Ich habe dich auch als sehr, das habe ich ja vorhin schon gesagt, als sehr wohlwollenden Menschen empfunden. Ich habe von dir noch nie so, es gibt ja die, Männer, wo man denkt, das ist ja Zickenkrieg, was da abläuft. Das habe ich bei dir nie erlebt. Gibt es irgendwie zwei, ein, zwei, drei Fragen von irgendjemandem, was ihm noch auf der Seele brennt? Speaker 2 Können wir mal reinschauen? Speaker 1 Weil ich hätte sonst... Speaker 2 Wir können ja mal schauen, ich kann ja mal hier, ich habe doch den Chat auch hier. Ah, okay. Können wir ja mal schauen. Speaker 1 Aber da kann ich euch gleich mal erzählen, ihr Lieben. Ich weiß, dass ich am Anfang auch, ich bin ja ehrlich, dass ich am Anfang auch, wenn ich von Björn diese Videos gesehen habe, dachte, meine Herren, der guckt doch nicht etwa ununterbrochen auf diesen Bildschirm, um zu sehen, wie er aussieht. Das sah immer aus, als ob du geguckt hast, so liegen meine Haare, bin ich. Speaker 3 Nee. Speaker 1 Und dann bei dem in Cottbus hatten wir das erste Interview und da war dann, jetzt sitzt ja deine liebe Frau und leitet das. Und da war das umgedreht und er ist mir dann aufgefallen, er guckt gar nicht, ob er gut aussieht. Er guckt einfach die ganze Zeit, ob jemand eine Frage hat, irgendwas sagt. Also, falls es da draußen Menschen gibt, die wie ich gedacht haben, Björn checkt immer, ob seine Haare liegen, es sind andere Sachen. Speaker 2 Und auch stand im Chat schon oft, wenn ich Politiker interview, Björn, guck, gefälligst dein Gesprächspartner an. Und dann denke ich mir so, ja, aber ich habe halt, wie gesagt, nicht wie ARD und ZDF zwei Kameramänner und fünf Toningenieure. Das heißt, ich habe das Risiko, wenn ich nicht ab und zu da reinschaue, und das macht jetzt gerade meine Frau, dass dann der wichtige Politiker, der seine Message mitteilen wollte, dass nur das halbe Gesicht drin ist, weil das Stativfall stand oder so. Deswegen höre ich zu, rede und überprüfe dabei immer alles. Und das sorgt dafür, dass ich sehr nervös und sehr ungehalten wirke. Ich hoffe, das war jetzt mal anders, weil jetzt konnte ich die Verantwortung größtenteils abgeben. Speaker 1 Und das ist einfach das ganze Geheimnis an einem Livestreamer. Ich finde übrigens, dass dieses permanente sich in die Augen gucken auch teilweise ein bisschen was Unangenehmes hat. Also es ist so schön, wenn man den Blick mal schweifen lässt. Haben wir hier was? Speaker 2 Ich habe das schon beantwortet. Ich komme aus Gera, bin da geboren. ca. 20 km entfernt von hier, wo wir jetzt gerade sind, in Thüringen. Ja, geht es Colette gut? Nee, im Moment nicht. Speaker 1 Also es ging mir auch schon mal schlechter, aber ich habe sehr mit meinem Wasser zu kämpfen, habe auch festgestellt, es gibt Tage, da sehe ich aus, als wäre ich im 8. Monat schwanger. Ich warte schon, dass mir Kinderwagen geschenkt werden. Es ist tatsächlich das Wasser, was sich dann im Bauchraum ansammelt. Gott, das Land ist am Abkacken, da ist das das Unwichtigste, ob man einen Bauch hat oder ein dickes Gesicht oder aufgeschwollene Hände. Also alles in Ordnung. Ich danke aber für die Frage. Vielen Dank. Speaker 2 Wohntest du noch in Aschersleben, fragt jemand? Speaker 1 Ja, das werde ich, wir wissen ja nicht, wer ist denn das? Speaker 2 Du bleibst geheim. Und danke, Geri, ihr seid beide ein großartiges Team. Dankeschön. Das größte Problem des Widerstands ist der Widerstand selber. Weil er selbst der Widerstand sich spalten lässt. Speaker 1 Ja, das ist das, was wir, wer hat das geschrieben? Speaker 2 Und zwar hier, that's life. Speaker 1 That's life, also that's life, da hast du genau recht. Weiß nicht, ob du von Anfang an mit zugeguckt hast, das war das, worüber wir am Anfang gesprochen haben. Es kann nicht sein, dass der Widerstand sich untereinander bekämpft, Kraft verliert. Und es gibt die, die uns den Krieg erklärt haben. Und in dieser Situation haben wir zusammenzustehen, friedlich. Unsere Waffen sind unsere Worte. Und ob wir jemanden richtig Dolle mögen, ob wir jemanden ins Herz geschlossen haben, ob wir jemanden neutral gegenüberstehen oder vielleicht sogar doof finden, ist völlig unwichtig. Wir haben zusammenzustehen. Wir sollen uns nicht heiraten, wir sollen uns nicht ineinander verlieben. Wir sollen in die gleiche Richtung schauen und für Frieden, Freiheit und Souveränität kämpfen. Speaker 2 Punkt. Ja, Colette sieht aus wie Nina Hagen. Hast du das schon mal gehört? Ja, ich glaube erst 5000 Mal. Oder so. Ja, was kommt noch? Liebe Grüße von Maik und Kerstin. Liebe Grüße zurück, Maik und Kerstin. Ja, Grüße aus Berlin. Christian, liebe Grüße zurück. Also wenn jetzt hier die Grüße-Runde angefangen hat, Vielleicht fällt hier jemand noch eine tolle Frage ein an Björn. Speaker 1 Es geht ja heute darum, dass Björn Rede und Antwort steht. Da wir aber bei der Grüßerunde sind, ich grüße meine Montagsfamilie in Aschersleben, die in ungefähr einer Stunde sich bei uns auf der Protestbrücke wieder versammelt, mitfahren. Wedelt, ich danke allen Kraftfahrern im Land, die unter diesen Brücken durchfahren, mit Lichthupe, Hupe, Winken und so weiter. Das gibt uns unglaublich viel Kraft. Also wenn ihr Freude empfindet, wenn ihr uns mit den Fahnen dort seht, wir empfinden die gleiche Freude, wenn was zurückkommt. Und ich grüße natürlich alle, die heute auf der Straße sind zum Demonstrieren. In den alten Ländern ist das ja häufig am Donnerstag, am Freitag, während es in Mitteldeutschland traditionell eben montags ist. Ich grüße euch alle. Speaker 2 Wird es einen Song mit Colette geben? Speaker 1 Keine Ahnung, könnte man machen. Speaker 2 Ja? Singst du gerne? Ja, ich singe gerne. Okay, dann lasst euch mal überraschen. Nicht so unmöglich. Aber es wird dann bluesig, Leute. Es muss bluesig werden. Das ist genau... Ich habe da schon mit Krehe drüber geredet. Blues ist eine Musikrichtung, die mir auch persönlich nicht besonders gut gefällt, aber wo man auch wirklich was können muss. Da muss man wirklich Musiker sein. Speaker 1 Vollblutmusiker. Speaker 2 Du bist total musikalisch, ne? Speaker 1 Ich bin sehr... Ich habe Schulchor, Kirchenchor mein verstorbener oder vorausgegangener, wie ich immer sage, vorausgegangener Speaker 3 Lebensgefährte, war 40 Speaker 1 Jahre Musiker, Blues, Jazz, Rock Speaker 2 Vielleicht finden wir Speaker 1 irgendwas dazwischen, zwischen Rock und Blues, weil für Blues Speaker 2 halte ich mich nicht talentiert genug Ich bin Endentrainer, Entertainer Speaker 1 Die Endentrainer stehen bei der Antifa, Speaker 2 wir haben das wäre für mich auf jeden Fall eine Liga zu hoch, dass ich mich als Bluesmusiker irgendwie. Ach was hier große Brötchen. Wir kriegen das schon hin. Es bräuchte mehr größere Demos, zum Beispiel in den Landeshauptstädten. Ja, OSI64, melde an und los geht's. Wir kommen vorbei. Wir unterstützen dich, wir unterstützen jeden, der etwas beitragen möchte zu einer neuen Gesellschaft, zu einem faireren Umgang miteinander und zu einem Ende dieser korrupten Politik, die die letzten Jahre Deutschland überflutet, beziehungsweise steuert und regiert. Speaker 1 Björn, ein Anliegen, weil es irgendwie immer untergeht. Diana hat geschrieben, die kennst du auch. Wir grüßen mal die Diana nach Berlin, damit sie beruhigt ist. Speaker 2 Du wirst nicht ignoriert, Diana. Es ist manchmal einfach die Technik, die spinnt. Und ich war auch schon sogar auf deinem Geburtstag. Du kannst auf gar keinen Fall sagen, dass du ignoriert wirst, denn ich kann nicht mehr auf jeden seinen Geburtstag kommen, leider, weil dann hätte ich gar kein Zuhause mehr und würde meine Familie gar nicht mehr sehen. Was mich sehr glücklich macht, dass man so bekannt geworden ist, möchte ich fast sagen. Ich wollte das immer und ich bin auch sehr froh darüber, muss auch sagen, zu 90 Prozent ist das auch positiv. Ich werde eher positiv erkannt als negativ. Speaker 1 Geht mir auch so. Speaker 2 Und das ist okay. Speaker 1 Aber was viele auch nicht verstehen, ist, es macht einen Unterschied. Und da schließt sich wieder der Kreis zu meinem vorausgegangenen Lebensgefährten. Natürlich mussten die auch proben, aber die hatten halt ihr Programm und das haben die gespielt. Wenn wir unterwegs sind, also ich weiß das, für 20 Minuten Rede und jeder, der meinen Mann kennt, kann ihn gern fragen, Um am Montag 20 Minuten Redebeitrag fertig zu haben, beschäftige ich mich 24-7 mit nichts anderem als mit Politik, weil es nämlich nicht darum geht, irgendwo was aufzufangen, sondern man muss es verifizieren. Und zwar in verschiedene Richtungen, damit man komplett abgesichert ist, weil die andere Seite wartet auf den kleinsten Fehler, um einem was anhängen zu können. Also das ist halt auch ein großes Kraftmaß, was man da braucht. Und selbst wenn man dann mal einen Tag frei hat, dann kann man vielleicht trotzdem nicht unbedingt auf eine Party, wo man eingeladen ist, weil man sagt, ich brauche heute einfach mal irgendwie zwei, drei Stunden nur im Grün, nur für mich, ohne irgendwas. Das geht dir bestimmt, du machst das ja mit deinem Wuffi immer im Wald. Speaker 2 Das ist so mein Ausgleich. Speaker 1 Ich darf nicht mehr in den Wald. Mir wurde damals, nachdem man mich da zusammengeschlagen hatte, wurde mir ja geraten, dass ich überhaupt nirgendwo mehr alleine hinfahre. Wenn ich mich ins Auto setze, soll ich sofort die Zentralverriegelung drücken, damit eben keiner, wenn ich irgendwo stehe, die Tür aufreißen kann. Also das ist schon heftig. Speaker 2 Auch hier habe ich das Gefühl gehabt, im Interview sind wir eher positiv erkannt worden. Speaker 1 Ja, viele haben so wohlwollend genickt. Speaker 2 Und dass sie einfach auf so einer unscheinbaren Straße hier mitten auf dem Lande, das ist doch eher immer positiv. Hier fragt gerade jemand, was Freiheit für mich bedeutet. Für mich bedeutet Freiheit, dass ich alles, was nicht strafrechtlich eingetragen relevant ist, sagen kann, ohne Repressalien fürchten zu müssen, dass ich das tun, denken und leben kann, was ich möchte. Das ist für mich Freiheit. Für mich ist Freiheit wirkliche Demokratie, Pluralismus und besonders, dass man die Meinung des anderen auszuhalten hat und nicht übergriffig werden darf dabei. Das ist auf jeden Fall für mich ein ganz wichtiger Punkt, dass selbst wenn die AfD irgendwann an der Macht sein sollte, was ich sehr hoffe, würde ich mich immer dafür einsetzen, dass auch Regenbogenfamilien, Linksradikale, Linke, Radikale vielleicht nicht, weil das ist meist strafrechtlich relevant, aber Linke Weltanschauungen, ihren Bürgerdialog abhalten können, ihre Demonstrationen abhalten können. Ganz einfach, egal wie schwachsinnig und absurd ich es finde, möchte ich als Demokrat, dass sie das weiter tun können. Und das ist für mich ganz wichtig, dass dieses Übergriffige aufhören muss, dass man sagt, du bist rechts, weil es ARD sagt und deswegen kriegst du unsere Gemeindehalle nicht. Weil ich ein Demokrat bin. Wenn man dabei sich nicht mehr reflektieren kann, da ist für mich die Freiheit vorbei und da beginnt der Totalitarismus, in dem ich nie wieder leben möchte. Ich habe es nur bis zu meinem achten Lebensjahr miterlebt. Sehr froh. Und ich weiß aber, dass das nichts Schönes und nichts Lebenswertes ist. Speaker 1 Nein, das ist ganz schlimm. Ich bin da auch bei Voltaire, den ich auch sehr gerne zitiere, der gesagt hat, auch wenn deine Meinung mir nicht gefällt, werde ich mich immer dafür einsetzen, dass du sie äußern darfst. Und genau darum geht es. Speaker 2 Ja, hier schreibt noch jemand, du musst übrigens sagen, wie viel Zeit du noch hast, Aber hier schreibt gerade noch jemand Björn, warum sprichst du so wenig über das, was im Land passiert bei deinen Auftritten? Tue ich das? Meine, das ist immer so schwer, sich selber da zu reflektieren, aber ich würde nicht denken, dass ich wenig über unser Land spreche. Das ist am Ende das, weswegen ich auf die Demos fahre. Speaker 1 Ich glaube, er hat gemeint, was dir passiert vermutlich. schreib doch bitte noch mal kurz ich habe so verstanden dass du meinst dass björn doch mal darüber reden könnte wie er angefeindet wird oder ähnliches habe ich dich da richtig verstanden oder Speaker 2 vielleicht kannst du es noch ein bisschen ausführen ok bananen ist von kohle abhängig die arbeiten ja sowas gehört eben auch dazu das sind eben so die die Schmankel, die, die man als Lametta am Tannenbaum sieht, die eben dafür sorgen, dass man weiß, man ist schon noch in der Realität und nicht im Traum. Denn wenn es nur Herzensmenschen gäbe und nur Menschen, die ein Wohlgesonnen sind, dann würde man das irgendwann nicht mehr zu schätzen wissen. Deswegen bin ich auch sehr froh über diese Stänkertypen, die da so ein bisschen treummäßig abgehen. Speaker 1 Ich möchte dazu jetzt mal was sagen. Jeder, der definitiv aus dem Widerstand kommt, sollte sich überlegen, ob er im Widerstand rumstenkern muss. Wenn es jemand ist, der von außen kommt und einfach nur zum Rumstenkern drin ist, dann würde ich die Empfehlung geben, dich an die zu wenden, die tatsächlich nichts machen und die auch nicht um Geld bitten, sondern die den Menschen die Kohle mittlerweile aus dem Arsch ziehen und die es absolut nicht interessiert, wie die Menschen draußen noch weiterkommen. Das hat Björn nicht gemacht. Und jetzt sage ich noch was dazu. Ich darf das sagen, weil man hat mir quasi jegliches Geld entzogen. Das seit fast zwei Jahren. Ich habe auch keine Krankenversicherung mehr. Ich habe kein Spendenkonto, kein Paypal-Konto und ich kann es trotzdem nachvollziehen, dass es Björn genauso macht, wie Björn das macht. Und ich finde, da muss jeder seinen Weg gehen, solange es ehrlich ist, aufrichtig ist, nicht unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und nicht als Diebstahl passiert. Das meinte ich vorhin, er läuft auf der dämonischen Oma hinterher und klaut ihren Zehner aus dem Portemonnaie. Er bittet und wer dazu in der Lage ist, unterstützt. Und das ist absolut legitim, daran ist nichts verboten. Speaker 2 Ja, und bevor ich jetzt gleich beantworte, ob ich dafür bin, dass die Antifa verboten wird oder dagegen, kann Colette auch gleich nochmal sich überlegen, was sie nochmal ausführen möchte zu ihrem Angriff. Denn das habe ich in den Chat auch gelesen, dass die Menschen nochmal etwas mehr Details dazu wissen wollen. Ich würde in der Zeit noch kurz beantworten, ich möchte mich dafür einsetzen, dass jede Art von Extremismus verboten wird und strafrechtlich verfolgt wird. Und da ist es mir völlig egal, ob die von links oder von rechts kommt. Ich möchte, dass keine Straftäter, keine Gewaltverbrechen passieren dürfen und von NGOs oder von irgendeiner politischen Elite geschützt wird, sondern ich möchte in einem Rechtsstaat leben. Und damit ist alles gesagt. Und ich selber bekenne mich auch als Antifaschist. Ich bin auch ein Antifaschist. Ich möchte nie wieder Faschismus. Ich möchte nie wieder im Faschismus leben. Ich möchte nie wieder, dass Faschisten meine körperliche Unversehrtheit in Frage stellen dürfen. Ich möchte nie wieder, dass Faschisten Meinungen vorgeben können oder Menschen in Angst und Schrecken halten. Und deswegen sehe ich mich als eigentlich wahren Antifaschist, denn das ist die Definition von Faschismus, der hier schon ganz oft wieder zurückgekommen ist an verschiedenen Punkten. Denn Faschismus bedeutet nichts anderes als ein Monopol zu schaffen von einer Meinung und die mit Gewalt und Zwang von einer Gruppe, die sich elitär sieht, durchzusetzen. Und das ist meiner Meinung nach schon auch nach 1945 wieder passiert in abgeschwächter Form. Und ich setze nichts gleich, ich vergleiche nur. Und jetzt kannst du bitte noch mal sagen, wie das zu dem Angriff gekommen ist, wenn du möchtest. Speaker 1 Denn das hat die Menschen im Chat auch noch mal interessiert. Ich kann mich ja gar nicht an vieles erinnern. Ich habe damals bei der, also ich würde eigentlich gar nicht drüber reden, als es passiert ist. Ich habe zwei Töchter und meine Befürchtung war, wenn ich drüber rede, dann kriegen meine Töchter so viel Angst um mich. Und das wollte ich nicht. Speaker 2 Belassen wir es lieber dabei. Speaker 1 Also es wurde dann in Bernburg auf der Demo bekannt gegeben, weil ich dem Anmelder mitteilen musste, dass ich im Rollstuhl komme. Und es war Beatrix von Storch auch da als Rednerin. Speaker 2 Da haben wir uns das erste Mal sogar gesehen. Genau. In Bernburg. Speaker 1 Und da gab es so ein erhöhtes Sicherheitsaufgebot. Und ich musste halt sagen, ich komme im Rollstuhl, dann muss halt irgendwo, wo soll ich denn dann am besten durch? Da war natürlich die Frage, warum. Und da habe ich nur gesagt, bleibt aber unter uns. Die haben mich zusammengeknüppelt. Ist schon drei, vier Wochen her, ich komme trotzdem. Jetzt wurde das dort bekannt gegeben. Unser Streamer hat es direkt abgekattet, weggeschnitten, weil ich direkt zu ihm gesagt habe, schneid das raus, wenn das meine Kinder sehen. Aber bei den anderen Streamern lief es ja schon durch. Dann meldete sich die Polizei bei mir und sagte, wir haben natürlich das gesehen, wir haben es gehört. Wir müssen dem jetzt nachgehen. Dann bin ich zur Polizei und habe halt das geschildert, woran ich mich erinnern konnte. und das war halt nicht viel. Also ich habe es knacken hören im Unterholz sozusagen und dann habe ich nur gemerkt wie es halt im Rücken richtig einmal aber mit so einem Schmack ist und dann war mir schwarz vor Augen und als wieder wach geworden bin, ich weiß nicht wie viel Zeit da vergangen ist, du guckst ja dann nur nicht auf dein Handy und sagst: "Oh jetzt guck ich mal, wie lange habe ich denn hier gelegen?" Du musst dich überhaupt erst mal orientieren. Ich wurde dann auch gefragt, ob ich mich an eine bestimmte Art von Schuhen, Kleidung, irgendwas. Und ich weiß, und das sage ich auch, dass ich zu den Polizisten gesagt habe, ich bin nicht von der Antifa, dass ich mir hier irgendwas zusammenfasle. Ich hätte genau erkannt, dass das ein Rechter war. Ich habe nichts erkannt. Ich wüsste aber nicht, dass ich in meinem Umfeld irgendwelche Feinde habe. Also es gibt bestimmt ein paar Leute, die sagen, boah, ist die durchgeknallt. Die bringt ja nur geschminkt ihren Müll runter oder irgendwas. Aber das sind ja keine Feinde, die finde ich vielleicht ein bisschen komisch. Die Mehrheit, die mich mittlerweile sehr gut kennt, auch über die Demos sagen alle: Mensch, traut mir die ja nicht zu, wenn du so rumstakelst mit deinen Hackenschuhen und so, aber du bist patent. Ich konnte mich also nicht, weil ihr dann auch gefragt wurde, gibt es im privaten Umfeld und so weiter. Es wurde dann eine Anzeige erstellt, die Staatsanwaltschaft hat sich eingestellt, eingeklingt und es konnte aber nichts ermittelt werden. In dem, also so zwei, drei Wochen später, gingen aber andere Attacken auf andere los. Also die Claudia Weiß, AfD, Bernburg, bei der wurde ein ganz nah am Haus stehender Baum in Flammen gesetzt mit einem Zettel, den man an der Haustür angepinnt hatte, beim nächsten Mal brennt dein Haus. Dann wurden auch andere Leute zusammengeschlagen. Dann gab es, das war, glaube ich, irgendwo in alten Ländern, diese eine AfD-Lokalpolitiker, wo man das Gesicht gar nicht mehr erkannt hat, Speaker 3 wo alles blau geklopft hat. Speaker 1 Also es gelich empfunden zumindest einer Serie von Gewalttätigkeiten gegenüber Menschen. Ich bin ja noch nicht mal AfD-Mitglied. Speaker 2 Ich auch nicht, auch wenn es falsch dasteht in der Presse. Speaker 1 Ich bin für mein Leben gern mit den drei AfD-Männern in der Fraktion in Aschersleben. Das sind tolle, tolle Typen. Die arbeiten alle, die stehen mit den Füßen auf dem Boden, die sind vernünftig. Aber ich selbst bin noch nicht mal Mitglied. Aber es reicht ja heutzutage, kritisch zu sein. Und ich kann mich auch erinnern, ich habe mit mehreren Polizisten dann gesprochen. Und der eine ist in dieser linksradikalen Ecke beruflich verortet. Und der sagte zu mir, er kann das überhaupt gar nicht nachvollziehen. Wenn die doch nur einmal zuhören würden, dann wüssten die doch. Das war für mich auch beeindruckend, dass von einem KOK, also Kriminaloberkommissar, von jemandem aus einer gehobenen Position, der gesagt hat, würden die nur einmal zuhören? Die würden doch begreifen, sie sind doch weder Nazi, noch sind sie Faschistin, noch sind sie rechtsextrem. Sie bringen ja sogar Zitate von Linken. Wo mir dann auch klar war, der hat sich auch schon mehrere Reden angeguckt. Einfach weil ich immer denke, damit erreichst du die, dann merken die, wir sind doch alle Menschen. Und es gibt kein Links und kein Rechts, es gibt nur oben und unten und fertig. Und alles andere wird uns nur vorgespielt. Das stimmt. Speaker 2 Das ist eine Matrix. Speaker 1 Genau. Ja. Schön, Björn. Wir grüßen jetzt noch mal alle. Speaker 2 Ja. Speaker 1 Ach so, und ich wollte nur mal sagen, weil ja viele der Meinung sind, der Björn ist viel zu soft. Wer mich und meine Reden kennt, der weiß, ich bin so eine olle Kampfsau. Also ich bin so eine richtige Kampfpatriotin. Und wenn ich hier mit Björn sitzen kann und mit seiner Frau, die zwar nicht im Bild ist, sicherlich auch aus schützenden Gründen, aber wenn wir hier zusammensitzen können und wir können so ein tolles Gespräch führen und wir können zeigen, dass man sich miteinander verständigen kann, dann vielleicht ist es zumindest für manche ein kleines Zeichen dafür, sich im Widerstand auch mal wieder die Hände zu reichen und nicht immer nur auf die kleinen Unterschiede zu gucken, sondern zu sagen, das ist unsere Vielfalt in unserem Widerstand. Da hat auch jeder seinen Kopf. Und es ist schon schlimm genug, dass uns das System wie eine homogene Masse darstellt und entmenschlicht. Aber genau die kleinen Unterschiede machen uns doch menschlich. Und deswegen lasst uns die feiern. Entweder mit dem Björn-Banane-Song oder mit dem Klingelton von Ihr seid gefeuert. Ich grüße euch alle ganz lieb und freue mich auf die nächste Demo. Speaker 2 Ja, danke Colette, dass ich auch mal ein Interview geben durfte. Die Idee war Hammer. Schreibt ihr nochmal, wie ihr die Umsetzung empfunden habt. Speaker 3 Mit Kapelle, mit unseren Hunden, mit Traktor, mit Flugzeug. Speaker 2 Haben wir das jetzt trotzdem lange durchgezogen. Ich möchte auch nochmal meinen Moderatoren danken. Denn man muss wirklich sagen, ich habe da ein paar Leute, die sofort live dabei sind, wenn wir ins Netz gehen und die dafür sorgen, dass jetzt so eine ganz unsachlichen Kommentare einfach nicht stattfinden können, weil ich verantworte ja auch diesen Kanal. Und wenn da irgendwelches verfassungsfeindliches Zeug steht, dann ist das natürlich auch ein Problem. Und deswegen danke. Das ist auch eine Heidenarbeit. Auch an die Moderatoren vom Björn-Banane-Kanal. Ihr sitzt im Hintergrund. Ihr leistet auch großartige Arbeit. Danke an die Zuschauer, Abonnenten, Demonstranten, Aktivisten, alle, die was beitragen, dass es wieder eine bessere Zeit geben wird und dass wir eine neue Gesellschaft formen und entstehen lassen. Du hast das Abschlusswort, denn ich bin ja nur dein Gast. Speaker 1 Wir sehen uns auf der Straße. Tschüss. Passt alle gut auf euch auf. Gott schütze euch und Gott schütze unser deutsches Vaterland.