Speaker 1 Moin, Herr Fizek, Spiegel TV. Speaker 2 Ja. Speaker 1 Ist das Königreich jetzt zu Ende? Speaker 2 Das Königreich wird nie zu Ende sein. Speaker 1 Und werden Sie sich denn dem deutschen Rechtsstaat heute beugen? Speaker 2 Es gibt keinen deutschen Rechtsstaat, der gegenwärtig existiert. Außer das Königreich Deutschland. Speaker 1 Zehn Jahre ist es jetzt her, dass der selbsternannte König von Deutschland so selbstbewusst über seinen Fantasiestaat geredet hat. Schon damals trieb Peter Fizek die deutsche Justiz in den Wahnsinn. Über Jahre tanzte er dem Staat auf der Nase herum. Doch jetzt könnte sein Reich unabänderlich am Ende sein. Mein Name ist Christina Pohl, ich starte die Aufnahme und wir sind im Verhör. Wir wollen heute über Aufstieg und Fall des sogenannten Königreichs Deutschlands sprechen. Über krude Verschwörungstheorien, millionenschwere Geschenke, prächtige Immobilien und natürlich über das Oberhaupt Peter Fitzek. Es gibt dafür keinen besseren Gesprächspartner als Spiegel-TV-Reporter Henrik Neumann. Speaker 3 Seit mehr Speaker 1 als einem Jahrzehnt berichten wir über Peter Fitzek und du hast ihn ja auch mehrfach getroffen. Was ist das für ein Typ? Speaker 4 Peter Fitzek, der kommt eigentlich ganz freundlich daher. Er sieht fast schon ganz lustig aus mit seinem Pferdespann. Er trägt vor allen Dingen immer sehr Speaker 2 adrette Kleidung. Oft hat er auf seinen Hemden das Emblem des Königreichs draufgestickt. Ich habe ihn einmal getroffen, da hat er nur eine Jogginghose angehabt. Er hat gesehen, dass die Spiegel-TV-Kamera da ist. Er hat sofort rein, hat sich umgezogen, ist dann wieder rausgekommen. Der ist jetzt nicht dieser klassische Reichsbürger-Bösewicht, Hollywood-Bösewicht, den man so vielleicht vor Augen hat, wenn man jetzt von einem Staatsfeind sprechen würde. Und warum ist die Bundesanwaltschaft hinter ihm her? Momentan wird ermittelt wegen dem Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Da geht es vor allen Dingen um Wirtschaftskriminalität. Peter Fitzek hat über Jahre mit seinem Königreich illegale Banken betrieben. Das heißt, er hat, wir kommen da später nochmal drauf im Detail, aber da ging es um Einlagerungsgeschäfte. Er hatte Anleger, Untertanen, die ihm Geld gegeben haben. Und die hat er eben, er sagt, nicht verwaltet. Unsere Gerichte sagen, die hätte er verwaltet. Und da ging es im Kern darum, dass die Strukturen geschaffen haben, die fernab von den Regeln und Gesetzen der Bundesrepublik laufen. Und das teilweise so unübersichtlich wurde, dass man da gar nicht mehr hinterherkommt. Also dass der Staat gar nicht mehr gewusst hatte, wo kommen eigentlich diese ganzen Geldflüsse her, wo gehen die hin. Das geht auch noch um illegale Speaker 3 Versicherungsgeschäfte. Speaker 2 Er hat auch in seinem eigenen Königreich eine Rentenversicherung angeboten. Alles natürlich nach deutschem Gesetz verboten. Aber stellt er denn damit tatsächlich auch den deutschen Staat in Frage? Im Kern ist es aber schon, dass er eigentlich schon so, dass er ein Staatsfeind ist. Also wenn du mit Verfassungsschützern redest oder so, da sagen die alle, es ist ein ganz klarer Feind unserer Verfassung. Und das zeigt sich natürlich darin, dass er in seinem eigenen Staat eigene Gesetze hat. Unsere Verfassung, die BRD-Verfassung, die wird da nicht anerkannt. Er ist der König und das Ganze macht er dann natürlich auch mit dem Königreich. Mit eigenen Grenzen, mit einer eigenen Verfassung, einer eigenen Währung. Dass er dann tatsächlich sich als so gefährlich entpuppt, das hat man ja auch erst jetzt im Grunde genommen schwarz auf weiß. Es hat ja sehr lang gedauert, bis die Behörden tatsächlich tätig wurden. Woher kommt er? Was hat er für einen Werdegang? Soviel ist über Peter Fizek als Person gar nicht bekannt. Der kommt aus Halle an der Saale, damals noch zu DDR-Zeiten. Er hat, glaube ich, früh Judo in der Schule gemacht, hat, glaube ich, mal den braunen Gurt, die höchste Auszeichnung, die man, glaube ich, da in der Schule oder im Jugendjudo machen kann, erkämpft. Der hat mal eine Karate-Schule, glaube ich, gehabt, ist wohl zum Koch ausgebildet. Ich glaube, er war mal von der Videothek der Chef. Er hat später in Wittenberg auch so einen Esoterik-Laden geleitet. Da hat er aber nie gesagt, dass es ein Geschäft sei. Hat nie Gewerbesteuer gezahlt, ist ja klar. Sondern es sei ein Ort der Erleuchtung, des Lichtes gewesen. Er hat da die Leute auch, die kamen da gar nicht nur was zu kaufen. Also ein bisschen ESO auch. Absolut, Speaker 3 absolut. Aber er Speaker 2 hat da auch ein Selbstverständnis, er sieht das auch wirklich, er glaubt da auch dran. Also er hat dann zum Beispiel erzählt, dass in diesen Laden Leute gekommen sind, die zum Beispiel krebskrank waren. Und die Ärzte hätten denen gesagt, nur noch ein paar Tage zu leben. Peter hat die dann sozusagen das Licht ist dann zu den Leuten gekommen. Sie sind an die Wurzel des Problems gegangen und haben noch Monate gelebt. Ich habe ja auch viele Leute schon therapiert, die große Probleme hatten. Ich hatte schon Leute, die sind im Endstadium des Krebses gewesen, nach Hause geschickt worden zum Sterben. Und da habe ich mit den Menschen gearbeitet, habe sie an die Ursachen herangeführt, ihre Probleme. Habe mit ihnen die Ursachen beleuchtet, dass sie sie verstanden haben. habe ihnen Werkzeuge gegeben über die Ernährung, über alternative Verfahren, sodass sie sich wieder entgiftet haben, sodass sie dann wieder nach zwei Tagen eben nicht gestorben sind, sondern nach zwei Monaten wieder dann Fleisch gegessen haben, Kuchen gegessen haben und das Leben auch wieder genießen konnten. Obwohl sie von der Schulmedizin längst aufgegeben waren. Wir haben ein Interview geführt mit Peter Fitzek, der erzählt, er hätte alle Bänder im Arm gerissen gehabt. Und sagt dann aber, da er das Licht ist, so hier, habe ich gut wieder selbst hingekriegt. Also dieses Selbstverständnis von ihm, das da drin ist, das spiegelt sich überall wieder. Und er selber, wie gesagt, ist eigentlich gar nicht, hat jetzt nicht viel Politisches oder so, wo du sagst, wow, das prädestiniert den jetzt. Oder gar irgendwie blaues Blut, das prädestiniert den jetzt, ein großer Politiker oder ein Führer eines Staates zu werden. Der hat auch mal bei der Bürgermeisterwahl in Wittenberg, bei der Oberbürgermeisterwahl ist er, glaube ich, mal angetreten. Ist aber kläglich gescheitert irgendwie, 0 Speaker 1 ,7%. Aber Speaker 2 das hat sein Selbstbewusstsein offensichtlich überhaupt nicht Speaker 1 gebraucht. Nein, Speaker 2 nein, absolut nicht. Vielleicht ihn sogar eher noch bestärkt. Ich will da jetzt nicht zu viel Mut maßen, aber manchmal ist es ja so, dass auch Niederlagen einen dann dazu bestärken, dass vielleicht dieses demokratische System gar nicht das Richtige ist. Er hat auch mal in einer Szene seinen Anhängern gesagt, das sei gar nicht Demokratie, das sei ja evolutionsbedingt schon Quatsch, weil es muss halt irgendwo einen starken Mann geben, der dann entscheidet. Und das ist er selbst, also er ist vom Koch zum König geworden und möchte auch als solcher angesprochen werden mit seinem Herrschertitel. Es gibt da verschiedene. Mein Lieblingstitel ist Peter, Menschensohn des Horst und der Erika vom Hause Fitzek. Es gibt eine Szene, wo ich ihn halt so anspreche und wir haben dann auch im Schnitt gesessen und auch meine Chefs haben gesagt, das ist irgendwie komisch, warum sprichst du den so an? Das hat natürlich einen Vorlauf. Wir von Spiegel TV finden natürlich Spitznamen an sich schon immer irgendwie klasse, weil es natürlich auch einen fast humoristischen Charakter hat. Angeführt wird die Bewegung von Peter Fitzek, der nur antwortet, wenn man ihn als Peter der Erste anspricht. Möglich ist aber auch Imperator Fiducia oder Peter, Menschensohn des Horst und der Erika aus dem Hause Fitzek. Na, schönen guten Tag, Spiegel TV. Guten Morgen, Peter, der Erste, Sohn des Horst und der Erika. Also Peter Fitzek hat uns mal ganz früh einmal zu sich gelassen und dann danach nie wieder. Der mag Spiegel TV jetzt nicht besonders und ich glaube, mich als Person mag er besonders wenig. Ich war immer nur Zaungast. Ich habe es dann aber doch mal versucht und wollte unbedingt, ich habe dann ganz offiziell angefragt, können wir mal ein Interview mit Peter Fitzek haben. Und dann haben die mir geantwortet, ich würde da mal raus zitieren, Speaker 3 weil es sozusagen diesen Speaker 2 Ursprung hat. Und ich hatte dann geschrieben eben, Peter Fitzek, würden wir gerne ein Interview führen mit dem Herrn von Königreich von Deutschland? Und dann haben die zurückgeschrieben, guten Tag, Herr Neumann. Vielen Dank für Ihre E-Mail. Es scheint ein interessanter Bericht zu werden, den Sie da gerade ausarbeiten. Gerne würden wir Ihre Anfrage bearbeiten. Doch gibt es bei uns niemanden, der sich mit Herrn Peter Fitzek identifiziert? Möchten Sie entsprechend Ihrer Interviewanfrage an Peter, Menschensohn des Horst und der Erika, beziehungsweise Peter, oberster Souverän des Königreichs Deutschland richten? Herzliche Grüße. Und das wollten wir natürlich. Und in dem Zuge war es mir dann immer so, dass ich dachte, okay, dann erfüllen wir ihm doch den Gefallen und sprechen ihn mit Peter I., Peter der Oberste, Peter der Herrscher von was weiß ich an. Man merkt da ja schon, dass der sich komplett aus dem Staat, aus seiner Bürgerlichkeit in der BRD herausgezogen hat. Also der ist komplett weg von der Staatsangehörigkeit hier und ist in seiner eigenen Welt. Es gab mal einen Gerichtsprozess, da gab es einen psychiatrischen Gutachter und der hat ein Gutachten geschrieben. Und in dem Gutachten, ich hatte es nochmal nachgelesen, da wurde Peter Fizek eine narzisstische Persönlichkeitsstörung attestiert. Es hieß, Peter Fitzek nehme gerne selbst erhöhte Rollen an, um dann auf andere herunterzuschauen. Und ein Punkt, den er da formuliert hatte in diesem Gutachten, in dieser Analyse, war auch noch interessant. In Bezug auf diese Krönungszeremonie mit Pomp und Gloria, wie er dort zum König ernannt wurde. Das Ganze laut Gutachterzitat entspreche seiner Persönlichkeit. Zitat Ende. Also du merkst schon, Peter Fitzek, das hat er glaube ich auch irgendwo mal selber formuliert, hat sich sogar schon als Kind zu etwas höheren Berufen gefühlt. Das, glaube ich, beschreibt ihn schon ganz gut in seiner Persönlichkeit. Wir schmunzeln ja alle so ein bisschen darüber irgendwie. Aber ist das so lustig? Also ich meine, offensichtlich ist das ja ein Staatsfeind, nicht? Ja, ich glaube, das ist genau dieser, warum Peter Fitzek das zum Beispiel überhaupt so lange machen konnte. Warum der so lange es geschafft hat, nicht zum Beispiel verboten zu werden. Also dieser ganzen Durchsuchung und diesen Razzien, die es jetzt vor ein paar Wochen gab, und dieser Verdacht eben der kriminellen Vereinigung. Da einher geht ja ein Verbot durch Herrn Dobrindt, unseren Bundesinnenminister. Gleich schlägt der Staat zurück. Punkt 6 am Dienstag. Nach über einem Jahrzehnt wird die größte Reichsbürgergruppe der Bundesrepublik verboten. Spiegel TV ist exklusiv dabei. Polizei! Polizei! Polizei! Polizei! Polizei! Polizei! Speaker 2 Polizei! Ich war das einzige Kamerateam vor Ort an dem Tag in Halsbrücke im Lehnsgut, das letzte verbliebene, sozusagen der letzte verbliebene Ort, wo Peter Fitzek Unterschlupf gefunden hat, das letzte Königreich sozusagen. Und dort kam eine BFE, eine Beweissicherungseinheit der Polizei. Die kam da mit großem Geschütz Speaker 3 an und haben Speaker 2 morgens um sechs sozusagen das Königreich gestürmt. Sind da rein, laut Polizei und haben Peter Fitzek und ein paar Anhänger rausgeholt. Peter Fitzek ist dann auch direkt in Haft gegangen und da ging es dann auch nach Karlsruhe direkt. Also das war dann schon nicht mehr so wie, ich sag mal, Razzien sind jetzt Peter Fitzek nicht unbekannt. Ich glaube, er war selber morgens auch ein bisschen erschrocken darüber, wer da ihn am Schluss eigentlich rausgeholt hat. Weil es waren natürlich Leute dann auch vom BKA. Es war dann wirklich das ganz große Geschütz und ich glaube, damit hat er nicht gerechnet. Speaker 1 Warum dieses Speaker 2 ganz große Besteck? Mussten die wirklich befürchten, dass da jemand schießt? Ja, also deshalb bin ich so ein bisschen zwiegespalten manchmal bei Peter Fitzek und auch Speaker 1 die Rolle nach dem, Speaker 2 wie gefährlich der jetzt ist. Ich glaube, diese Frage ist gar nicht so Speaker 1 leicht zu beantworten. Und er hat auch über den Titel gelacht. Genau, genau. Speaker 3 Ich muss Speaker 2 ganz ehrlich sagen, ich war auch erstaunt an dem Morgen, dass die es so in Anführungsstrichen ernst genommen haben, weil Peter Fitzek nicht dafür bekannt ist, dass der jetzt irgendwie durch eine Zutür schießt. Speaker 3 Peter Fitzek hat sich immer, Speaker 2 wenn ich ihn darauf angesprochen habe, von gewaltbereiten Auseinandersetzungen von den, keine Ahnung, Prinz Reus und wie sie alle heißen, also Reichsbürger, die irgendwie auf Polizisten schießen, von denen hat er sich immer ganz klar distanziert. Er hat gesagt, das sind nicht die Leute, die wir sind. Nichtsdestotrotz, muss man ganz klar sagen, aus Polizeisicht kannst du es gar nicht anders machen. Es gibt verschiedene Beispiele, wo Razzien gelaufen sind bei Speaker 3 Reichsbürgern. Speaker 2 Bei Ingo K. Da haben wir darüber berichtet, der hat, glaube ich, mit einer Kalaschnikow eine unglaubliche Zahl von Schüssen durch ein Fenster abgegeben. In Bergisch-Gmünd, da war es, glaube ich, 2016, da hat ein Reichsbürger auch bei einer Razzia durch die Tür geschossen, da habe ich auch einen Polizisten lebensgefährlich verletzt oder sogar getötet. Und von da an ist es aus Polizeisicht, wenn ich zu einem vermeintlichen Reichsbürger gehe, immer sozusagen die oberste Priorität der Selbstschutz. Und deshalb fanden die Polizisten das auch nicht gut, als wir da waren, Speaker 3 weil die Speaker 2 dann das Gefühl hatten, okay, wir müssen jetzt die Journalisten möglicherweise auch schützen, aber die haben natürlich ihre Formationen, mit denen die da anrücken und so. Und da war das so ein bisschen in dem Zuge, dass wir im ersten Moment erstaunt waren und wir haben gedreht und man ist dann ja auch so ein bisschen irgendwie im Film. und haben im Nachhinein gedacht, okay, aus polizeilicher Sicht macht das Sinn. Und warum das sozusagen auch totaler Sinn macht, ist, dass der Reichsbürger an sich, und das gilt vor allen Dingen für die Radikalen, die haben ja die Idee, davon einen eigenen Staat gegründet zu haben. Speaker 3 Und alles, Speaker 2 was jetzt hier passiert, was auf meinem Gelände ist, das ist Staatsgebiet. Und wie jeder andere Staat darf ich mich verteidigen. Wenn jetzt Russland die Ukraine angreift, dann darf die Ukraine schießen, keiner sagt was. Und in diesem Spin sind die. Und deshalb ist, wenn jetzt die Polizei der Bundesrepublik kommt und bei mir anklopft, da darf ich natürlich durch die Tür schießen. Das ist die Denke. Kommen wir gleich zu, ich würde dich gerne noch was fragen, weil du hast ihn ja als einziges Kamerateam gedreht, aber es ist dir auch noch gelungen, ihm quasi ein letztes Statement zu entlocken, bevor er in diesen Wagen reingezogen wurde. Peter, wir sind von Spiegel TV. Was sagen Sie zu den Maßnahmen? Ja, egal, Speaker 3 rechtswidrig. Speaker 2 Das Königreich wird verboten. Bleiben Sie bitte mal ein bisschen zurück. Dankeschön. Ist alles illegal und rechtswidrig, sagt er da. Das sind die letzten Worte eines Königs, oder? Ja, ich glaube, er hätte sogar noch mehr gesprochen. In dem Fall wollte er dann, glaube ich, mal reden. Die Ermittler wollten ihn dann schnell rein und weg. Man hätte natürlich schon klar gerne gefragt, in welchem Staat er das denn jetzt meint. Also in seinem Staat ist mir das schon klar. Ich glaube, in dem Zuge meinte er das aber schon ernst, dass es in der BRD eigentlich illegal sei. Weil aus seiner Denke heraus ist es irgendwie illegal. Also diese Verhaftung ist illegal. Das, was er ja macht, ist aus seiner Denke ja legal. In der BRD ist es aber ganz klar, da gab es einen Haftbefehl. Da steht drin, dem wird vorgeworfen, dass sie eine kriminelle Vereinigung gegründet haben. Da geht es um illegale Bankgeschäfte. Da geht es auch um Volksverhetzung. Der Innenminister Dobrindt, der neue Innenminister, ist dann sozusagen ja zeitgleich mit dem Verbot auch rausgegangen. Ist dann vor die Presse gegangen. Und ich habe es noch mal notiert, was er da so stichpunktartig gesagt hat. Da wird den Mitstreitern von Fizek vorgeworfen, dass die einen Gegenstaat erschaffen hätten. Da wurden wirtschaftskriminelle Strukturen aufgebaut. Und vor allen Dingen das Gewaltmonopol der Bundesrepublik wurde da untergraben. Und das sind natürlich schon Punkte, da kommt einiges zusammen. Ist er denn irgendwie auch politisch gefährlich? Kann man den da irgendwie einordnen? Kann man sagen, ob er, wo steht er eigentlich? Früher war es so, dass Peter Fitzek sich vom Rechtsextremismus distanziert hat. Ich habe das Gefühl, dass in den letzten Jahren da eine Wandlung stattgefunden hat. Bei den letzten Landtagswahlen in Sachsen hat er zum Beispiel die Freien Sachsen, oder hat er seinen Untertanen eine Wahlempfehlung für die Freien Sachsen gegeben, die sind rechtsextremen. Ich habe ihn auch da mal drauf angesprochen. Er begründet das nicht so sehr mit einem klassischen rechtsextremen Denken, sondern eher so, dass er eben alles dafür tut, dass man aus diesem System, was wir derzeit haben, die Politik, die derzeit geführt wird, aussteigen muss. Und da hat er gesagt, die Freien Sachsen sind die einzigen, die man eigentlich wählen kann, wenn man denn überhaupt wählen geht. Die Speaker 1 Freien Speaker 2 Sachsen machen ganz gute Arbeit. Und der Martin Kohlmann gibt sich auch bei allerbeste Mühe. Also nicht AfD wählen und schon gar nicht Altparteien. Wenn ihr was machen wollt, dann Freie Sachsen. Der trifft sich mit Holocaust-Leugnern wie Nikolai Nährling. Darauf angesprochen sagt er wieder, er war nur zweimal hier. Aber es gibt Videos, wo die dann nett da durchs Königreich laufen. Ja, hallo Freunde. Lang ist es her, dass ich zum letzten Mal im Königreich war. Ich bin rechtsradikal, nicht rechtsextrem. Rechtsradikal, von der Wurzel her für das Recht, für das Gute. Hey, moin Peter. Hi. Grüß dich. Na, alles klar? Ja, läuft alles. Der ist schon in einer bedenklichen Ecke. Der hat zu mir mal gesagt, dass die Nationalsozialisten linksextrem seien. Also auch da schon... Speaker 1 Das ist ja auch so eine AfD Speaker 2 -Erzählung. Speaker 3 Genau, Speaker 1 da merkst Speaker 2 du schon, dass da einiges querläuft. Er sagt auch, dass eine große Weltverschwörung herrscht, dass die jüdische Chabad, die orthodoxe Chabad-Gemeinde, hinter allen Kriegen stehen würden. Also das sind schon an vielen Stellen antisemitische Tendenzen, die er hat, auch wenn er sich selber oft davon distanziert hat. Unterm Strich ist es ganz klar, staatsfeindlich, der ist gegen unsere pluralistische Gesellschaft. Das System, so wie wir hier haben. Er sagt auch immer, glaube ich, dass es gar keinen deutschen Staat gibt. Es gibt den einzige deutschen Staat, der legitim ist und der rechtmäßig ist. Das ist das Königreich Deutschland. Und die Bundesregierung ist natürlich so ein bisschen ein Reichsbürgersprech. Die hat gar nicht die Legitimation, ein wirklicher Staat zu sein. Das kennen wir ja schon. Aber diesen König kannten wir nicht so in dieser Form. Wie viele Anhänger hat er denn? Wie groß ist sein Hofstaat? Das variiert natürlich sehr. Peter Fitzek und das Königreich selber hat immer von 6.000 gesprochen. Wir haben das immer sehr bezweifelt. Der Verfassungsschutz hatte mir letztes Jahr mal gesagt, sie gehen von 500 bis 1.000 aus. Ich glaube, Herr Dobrindt hat jetzt gesagt, 1.000. Wobei, wenn du mich fragen würdest, ich eher zuletzt, jetzt gerade im letzten Jahr, wo wir schon mal einen Film gemacht haben, den wir das Untergang des Königreichs genannt Speaker 3 haben, Speaker 2 haben schon geahnt, ich gehe eher so von 500 aus. Also ich glaube, diese 6.000, das sind wirklich dann alle, die mal irgendwie auch vor in diesen zehn Jahren sich dieser Idee mal kurz angeschlossen haben, möglicherweise da auch mal eine Spende gelassen haben. Aber so groß ist das nicht. Eben im Gegenteil. Es ging jetzt sozusagen im letzten Jahr, vor allem in den letzten zwei Jahren, eher rapide bergab. Und dieses Verbot wurde ja auch schon von der Vorregierung sozusagen ausgearbeitet. Dobrindt ist ja neu gekommen Speaker 3 und der hat das dann sofort rausgehauen. Speaker 2 Aber im Grunde haben seine Vorgänger das alles schon... Es Speaker 3 lag schon auf dem Tisch. Der Verfassungsschutz Speaker 2 in Sachsen, wo sozusagen auch die letzte Enklave war des Königreichs, die haben da schon ganz schön lange gesammelt. Das hatte ich auch schon im Hintergrund mit Bekannten und Quellen, die ich da habe, gehört, dass die was da vorbereiten. Gehen wir mal zurück ganz zum Anfang des Königreichs, wie das gegründet wurde, um auch mal ein bisschen was Grundsätzliches zu verstehen, wie diese Reichsbürgerszene zu verstehen ist. Was sie wollen und was sie nicht wollen. Die Ideologie der Reichsbürger basiert auf der Ablehnung der Rechtsordnung, dem Grundgesetz. Sie glauben, dass das historische Deutsche Reich von Kaiser Wilhelm immer noch existiert. Und zwar mit den bis 1937 bestehenden Landesgrenzen. Dass Deutschland im Zweiten Weltkrieg besiegt wurde, irritiert sie nicht. Die Reichsbürger sehen Deutschland noch immer von Alliierten besetzt. In dieser Verschwörungserzählung ist das Königreich Deutschland ein neuer Staat mit eigener Gesetzgebung, Personalausweisen und Reisepässen. Das Königreich hat sogar eine eigene Verfassung. Ja, natürlich, das Königreich hat eine eigene Verfassung. Was steht da drin? Man kann es kaufen, ich weiß nicht, man muss ja mal gucken, wie viel das kostet. Bei Peter Fitzek kosten die Sachen teilweise also horrende Summen, aber das ist so auf altertümlich historisch gemacht. Also das ist dann das Emblem des Königreichs drauf. Hat natürlich nichts mit Historie zu tun. Also es wurde 2012 ja gegründet. Von da gibt es diese Verfassung. Speaker 1 Die Verfassung Speaker 2 hat noch keine Patina. Nein, sie war so nachgemachte vielleicht. Aber ich glaube, es sind rund 150 Seiten. Wir hatten uns mal den Spaß gemacht und haben mal nachgeguckt. Das deutsche Grundgesetz in der Version der Bundesregierung hat, glaube ich, 144 Seiten. Also man merkt schon sozusagen, wo es hingeht. Und da drin geregelt ist halt ja alles, was sozusagen in so einem Staat geregelt ist. Also da gibt es die Regelung darüber, welche Grundrechte haben Staatsbürger. Da gibt es eine Finanzverfassung drin, da gibt es Gesetze drin. Das ist alles ganz akkurat, wie man sich das so von einem richtigen Staat vorstellt eigentlich. Speaker 1 Aber Speaker 2 das ist ja auch wieder nicht so lächerlich, wie man das eigentlich denkt, dass es ist. Ja, aber das ist natürlich in Speaker 1 der Denkung. Weil da muss sich ja jemand Speaker 2 hingesetzt haben, das ausgearbeitet Speaker 1 haben. Das muss ja Speaker 2 auch Hand und Fuß Speaker 3 haben. Da hast du natürlich recht, Speaker 2 aber wenn man das liest, dann ist es natürlich 150 Seiten, du stehst da natürlich schon vor und denkst, also auch da kannst du dir dann wieder ein Schmunzeln nicht verkneifen, weil du denkst, also sind die Irre. Speaker 3 In Speaker 2 der Erzählung sozusagen, in der eigenen Erzählung, macht das natürlich total Sinn. Weil wenn du einen Staat ausrufst, dann braucht der natürlich eine Regelung, dann braucht der eine Verfassung, dann muss der natürlich irgendwie zumindest mal skizzieren, wo ist das Königreich, wer ist da jenem, das Oberhaupt. Wer ist denn das, steht das da drin, Speaker 1 wer der Speaker 3 Boss ist? Natürlich, das steht Speaker 2 da drin. Das ist alles ganz klar geregelt. Ich hatte mir jetzt rausgesucht, ich glaube, das ist in Artikel 5 und da heißt es wortwörtlich, das Oberhaupt des Staates trägt den Titel König von Deutschland. Und wie es natürlich so sich gehört, ist ja auf Lebenszeit gewählt auch der König. Und der hat auch umfangreiche Befugnisse. Da heißt es, jedes Gesetz bedarf zu seiner Gültigkeit die Zustimmung des Königs. Dem König steht das Recht der Begnadigung, der Milderung und Umwandlung rechtskräftig zuerkannter Strafen und der Niederschlagung eingeleiteter Untersuchungen zu. Also merkt schon, das geht natürlich, das ist alles wie in einer schönen Diktatur sich gehört, sobald da auch jemand eine Untersuchung gegen den König macht, darf das niedergeschlagen werden. Ist da alles geregelt, da ist auch die Reichsfahne geregelt. Speaker 3 Wie sieht die aus? Speaker 2 Ist natürlich im Gegensatz zu schwarz-rot-gold, ist sie gold-rot-schwarz. Und dann sozusagen die umgedrehte Fahne der Bundesrepublik. Und dann, ich zitiere das auch noch mal, weil es mir auch so gut gefallen. Dazu ist ein Zitat, mit einer in Silber aufgehenden Sonnensichel, die vom schwarzen Grund in 21 Strahlen über die Flagge strahlt. Und wo ist sein Dienstsitz? Auch natürlich im Paragraf 5 geregelt. Die Hauptstadt, da heißt es, die Hauptstadt kann vom König, vom Präsidenten des Staatsrats, vom Staatsrat oder durch Bürgerentscheid jederzeit an einen anderen Ort verlegt werden. Der König hat ein Veto-Recht. Peter Fitzek hat seine Hauptstadt in der Lutherstadt Wittenberg damals gewählt. Wobei natürlich nicht die Lutherstadt Wittenberg die Hauptstadt ist, sondern das Areal, was dort gegründet wurde. Das war im September 2012, da gab es eben eine Krönungszeremonie. Reichsapfel und Zepter. Königreich Speaker 5 Deutschland, in dem Bestreben, den Deutschen nach über 60 Jahren wieder eine Heimat in wahrer Freiheit zu geben, schaffen wir freien Männer und Frauen gemäß unserem freien Willen heute, hier Speaker 2 und in diesem geschichtlichen Augenblick einen neuen deutschen Staat. Hat er denn auch eine extra Residenz jetzt, was so ein König so braucht, so Schlösser irgendwo? Speaker 3 Sie hatten Speaker 1 damals Speaker 2 das erste Königreich, das war auch in Wittenberg und das war ein altes Krankenhaus. Wir waren da auch mal, wir konnten da auch mal drehen ganz am Anfang. Das war, glaube ich, der einzige Besuch, den Peter Fitzek uns gewährt hat, also Spiegel-TV gewährt hat. Ich glaube, das hatte neun Hektar. Wenn man jetzt mal vergleicht, der Vatikan hat, glaube ich, 44 Hektar. Also es ist sozusagen das Königreich mini, mini, mini. Aber auch da wieder in der Logik des Ganzen stimmig. Da gab es irgendwie ein Zöllnerhäuschen, ein Schlagbaum. Für Sie ist das dahinter nicht mehr Deutschland sozusagen? Speaker 1 Nee, Speaker 2 das ist Ausland. Sie kennen doch die Konvention von Montevideo, ne? Nein. Nee, warum nicht? Da steht ganz drin, wie sich ein Staat definiert und wie der entsteht. Und nach den ganzen Regeln, die dem sogenannten Grundgesetz übergeordnet sind, haben wir uns gegründet. Und Sie sind Ausländer. Musste man seinen Ausweis auch Speaker 1 vorzeigen? Speaker 2 Man durfte, und es gibt eine Szene, wo Spiegel TV uns das erzählt, man konnte dann sogar in seinem Ausweis, in seinem Reisepass, so wie wenn du dann wirklich anderes ins Ausland fährst, ein Stempel dir vom Königreich Deutschland abholen. Und Peter Fitzek erzählt das in diesem Interview natürlich auch mit einem gewissen, also man sieht, dass er da ein gewisses schelmisches Lachen drauf hat. Und das zeigt wieder, was er da sozusagen versucht. Also er findet es witzig, wenn in einem deutschen Reisepass jetzt der Stempel des Königreichs Deutschlands drin ist. Und das ist 2013, glaube ich, gewesen, als er uns das erzählt hat. Teil dieser Verbotsverfügung ist aber, die Dobrindt jetzt vor ein paar Wochen rausgehauen hat, wo sie eben das Königreich verboten haben, da ist ein Teil, ein Punkt, dass eben du den deutschen Staat nicht nach außen hin lächerlich darstellen darfst. Und das ist natürlich genau so ein Ding, wo ich manchmal dann denke, okay, guck mal, 2013 hatte der sich eigentlich schon diese Idee gemacht, wenn irgendein anderer Staat sieht, wenn du jetzt irgendwie nach, keine Ahnung, nach Amerika reist, dann ist da ein Stempel von Königreich drin. Und es hat ja noch ein Jahrzehnt gedauert, bis die Bundesregierung gesagt hat, okay, das, was der da macht, das macht uns, die Bundesregierung und unsere Gesetze nach außen hin lächerlich. Und das macht er ganz bewusst, das will der ja machen. Speaker 1 Und musste denn das Speaker 2 Spiegel-TV-Team auch Speaker 6 einen Ausweis vorzeigen? Nee, zu dem Zeitpunkt, Speaker 2 ich glaube nicht zu dem Speaker 6 Zeitpunkt, war das noch alles ganz, ganz frisch und er hat uns dadurch diese Hallen gezeigt. Wir wollen dann also hier, wenn beispielsweise Reisebusse ankommen sollten, Speaker 2 die unsere Staatszielende besuchen möchten und sich hier mal einen Überblick verschaffen wollen, dann werden die hier vorne reingeleitet, haben wir hier einen Wartebereich. Das war früher die Notaufnahme vom Krankenhaus. Wenn hier Leute ankommen, kriegen sie die Möglichkeit, also ihren Pass vorzulegen, um dann sich eine Stempe abzuholen, dass sie hier im Königreich Deutschland eingereist sind. Und dann können sie auch jedem Menschen immer zeigen, also auf dem Reisepass, guck mal, ich bin hier in den Staat, eingereist, Königreich Deutschland, auf dem ehemaligen Gebiet der BNZ Deutschland. Wie kann denn das sein? Und das ist sicherlich auch eine Sache, die dann Menschen zum Nachdenken bringt. Es gibt verschiedene Stufen, um ins Königreich zu kommen. Es gibt Staatsangehörige und Staatszugehörige. Die Zugehörigen, das sind die Unterstützer, die aber dann noch in ihrem normalen Leben weiter leben. Und die richtigen Staatsangehörigen, das sind dann Leute, die wirklich die Bundesrepublik verlassen, ihre Ausweise abgeben. Speaker 3 Die geben Speaker 1 dem Speaker 2 König ihren alten Part. Bestenfalls ganz medienwirksam an irgendeinem Amt. Peter Fitzek hat ja auch immer wieder seinen Führerschein. Den hat er dann medienwirksam abgegeben und hat halt seine eigenen Führerscheine gedruckt, das gehört schon dazu. Und die steigen dann wirklich aus dem System BRD aus, gehen in das System Königreich Deutschland und da ist dann halt sozusagen auch damals schon für vermeintlich alles gesorgt gewesen. Es gab eine eigene Krankenkasse, aber wenn man natürlich sich jetzt überlegt, dass die meisten Sachen von Peter Fitzek vielleicht mit seinen Händen selbst geheilt werden, also da wird wahrscheinlich nicht viel zum Arzt gegangen werden. Und die Leute haben da teilweise sehr asketisch, so haben sie es zumindest später berichtet, in diesem Staat dann auch gelebt und sich von der BRD freigemacht. Aber wie sind Sie dann überhaupt Staatsbürger geworden? Musste man irgendwas absolvieren dafür? Ja, es gab mehrere Stufen. Also da gab es verschiedene Tests. Ich glaube, du musstest zum Beispiel die Verfassung zitieren können. Du musstest natürlich dein Eid auf den König schwören. Du musstest sogar später einen Test, glaube ich, ablegen. Du hast natürlich eine Eintrittsgebühr von mehreren hundert Euro zahlen müssen. Ich glaube, der Test, den man, diesen Staatstest, den man da ablegen musste, ich glaube, der hat auch 395 Euro gekostet. Und das war dann, war ja wie so ein Aufnahmeverfahren, wenn du jetzt ein neuer Staatsbürger, der in der Bundesrepublik werden willst, glaube ich, 40 Fragen in 45 Minuten. Da musstest du dann irgendwie so, das haben uns mal dann Aussteiger erzählt, da musstest du dann so Fragen beantworten wie, was ist das, nach welchen Prinzipien lebt der König, welche Grundgedanken liegen im Königreich zugrunde. Du musstest bestätigen, dass du den Gesetzen der Bundesrepublik abschwörst und die Bundesrepublik nicht als legitimen Staat anerkennst. Und solche Sachen standen da drin. Und dann hast du irgendwann natürlich gegen eine gewisse Gebühr auch einen eigenen Ausweis bekommen. Und wie finanziert er seinen Staat? Müssen die Bürger Steuern zahlen? Die Bürger, naja, also super viel ist darüber nicht bekannt. Also der hat verschiedene Säulen sozusagen, mit denen er es aufgebaut hat. Zum einen sind es, dass er bei Seminaren mehrere hundert Euro für Seminare nimmt, damit kriegt er Geld. Er macht sehr viel mit Überlassungen. Wenn du in diesen Staat rein willst, musst du vor allen Dingen Geld zahlen, du musst eine Eintrittsgebühr zahlen. In dem Staat selber geht es dann oft so, dass er sagt, naja, überlasst mir doch euer Geld und ich mache damit eben ein Gemeinwohl. Er hatte damals eine Kooperationskasse, die ist später, glaube ich, Gemeinwohlkasse, gegründet, so eine Art Bank, wo die Leute ihr Geld reingelegt haben. Und Peter Fitzek hatte sozusagen ja oben die Hand darüber und konnte alles aus dieser Kasse herausnehmen und hat damit sein Leben finanziert, hat damit aber auch die Immobilien zum Teil oft gekauft, in denen die dann gewohnt haben. Es ist auch so, dass die Angehörigen des Staates, zumindest der elitäre Engelzirke, dass die Geld von Peter Fizek bekommen haben. Er sagte selber, er zahlt in Euro und Engel aus. Speaker 1 Was sind Speaker 2 Engel? Engel ist die Währung, die Peter Fizek in seinem Staat hat. Also wenn du ins Königreich Deutschland eintrittst, so wie wenn du hier ins nicht-europäische Ausland gehst, dann brauchst du die eigene Währung von Peter Fizek oder vom Königreich Deutschland und das sind Engel. ein Engel ist ein Euro. Der Trick daran, den er gemacht hat oder den das Königreich da macht, ist, dass wenn du die Euros einmal in Engel umgetauscht hast, kannst du nicht wieder zurücktauschen. Speaker 3 Das ist ja gemein. Das ist ja wie in Speaker 1 der DDR. Ja, Speaker 2 vor allen Dingen glaube ich, das, was wir recherchieren konnten, war es auch so, dass du relativ viele Engel sofort umtaust. Du kannst nicht sagen, ich brauche jetzt ein Engel, um mir jetzt Merchandise, wenn ich da mal zu Besuch bin, mir irgendwie einen Schlüsselanhänger vom Königreich Deutschland kauft, dann musst du sofort irgendwie 50 Euro oder 100 Euro in Engel umwandeln, auch wenn du nur weniger Engel brauchtest. Brauchtet ihr dann auch Engel als im Speaker 1 Start? Nein, Speaker 3 nein, nein. Wir waren Speaker 2 ja damals sozusagen das nur ein einziges Mal da und da haben wir jetzt kein Merchandise gekauft und später hat er mich ja auch nie wieder reingelassen, wenn wir uns dann getroffen haben oder wenn er dann doch noch mal zum Interview rausgekommen ist, hat der König sich sozusagen auf bundesdeutschen Boden herabbegeben. Nee, wir waren mal drehen, Da haben wir das auch gesehen. Das sieht auch ganz toll aus. Wir haben es auch hier eng. Speaker 3 Dieses bunte Geld. Ganz buntes Papiergeld. Speaker 2 Genau. Die Idee dahinter ist, dass Peter Fitzek sozusagen das Geld aus dem Wirtschaftskreislauf der Bundesrepublik rausziehen will. Weil er sagt, das wird eh alles von einem Bankenkartell gesteuert. Und er will das sozusagen alles in seinen eigenen Kreislauf bringen. man soll nur noch alles mit Engel am besten bezahlen. Er sagt das immer so sehr gönnerhaft, dass eben dieses Wirtschaftssystem, nach dem wir hier leben, dass das zusammenbricht und er für seine Untertanen was anderes will. Ich glaube, dahinter steht natürlich, dass der einfach auch Geld braucht, um sein Speaker 3 Leben zu finanzieren. Speaker 2 Und er als König ist natürlich auch der Chef der Staatskasse. Speaker 1 Habt ihr Speaker 2 denn bei der Führung nicht irgendwie einen Eindruck gewinnen können, was er mit dem ganzen Geld macht, was er einnimmt über seine Staatsbürger? Naja, da gibt es eine ganz schöne Szene, der hat uns mal gezeigt, dass sie ein Auto gebaut haben, was nur durch, ich glaube, durch Wasser und CO2 fahren sollte. Wir haben zu unserer Messe gezeigt, dass ein Auto nicht nur mit Benzin und Diesel fahren kann, sondern dass es zum Teil auch mit Wasser fahren kann. Und aus diesem Grund haben wir diese Versuchsanordnung gemacht, um den Leuten wirklich an dem Beispiel auch ganz klar zu zeigen, nicht, dass es nur eingebaut war, sondern konnten anschalten, konnten selber testen, konnten selber gucken, jawohl, Auto fährt mit Wasser. Man könnte mit Wasser und Kohlendioxid sämtliche Stromprobleme lösen. Macht man aber scheinbar nicht. Warum nicht, muss man sich fragen. Wir würden das organisieren. Ist es gerade betriebsbereit, dass Sie uns das mal Speaker 1 zeigen? Nein, das Speaker 2 ist nicht betriebsbereit. Das steht seit unserer Messe. Ich weiß nicht, wie war das das gewesen, seit einem Jahr hier. Und einfach nur die Batterie würde auch nicht funktionieren. Er raunt da auch so ein bisschen am Rande, dass das irgendwelche Freunde von ihm, Wissenschaftler gebaut hätten, die aber ihre Namen nicht nennen wollen, weil die Bundesregierung und alles, was da oben so drüber steht, der Deep State, der will ja nicht, dass wir jetzt zum Beispiel die Lösung auf unsere Energiekrise kriegen. Speaker 3 Die wollen ja Speaker 2 nicht, dass man jetzt ein Auto sieht, was mit Wasser betrieben wird. Das Speaker 1 klingt sehr schwurbelig. Speaker 2 Es klingt total schwurbelig, aber es passt natürlich auch wieder in diese Erzählung, die da oben. Speaker 1 Was Speaker 2 für ein Auto war denn das? Du hast es doch gesehen. Speaker 3 Also beschreib das doch mal. Speaker 2 Sie haben, er sagte, es sei für irgendeine Messe gewesen. Und das sah so ein bisschen, wie soll ich das beschreiben? Das sah so ein bisschen aus wie der DeLorean von Zurück in die Zukunft, aber halt super billig. Wir sind dann in so eine Halle da rein und da hatte der dann die Motorhaube auf und da war dann irgendwie so mit Holz irgendwas drauf gebaut. Und ich war da nicht vor Ort, sondern ein Kollege damals. Und der Kollege hat dann natürlich das einzig Richtige gefragt. Hat er gesagt, können Sie jetzt das Auto mal anschmeißen und uns hier zeigen, wie das mit Wasser funktioniert und so. Und dann guckt Peter so ein bisschen verschämen und sagt so, nee, das funktioniert nicht. Ich glaube, er schiebt es dann irgendwie auf die Batterie. Aber du merkst natürlich, dass der seinen Anhängern immer wieder erzählt, es gibt Lösungen für die großen Probleme und ich habe die Lösung. Speaker 1 Ich heile Speaker 2 euch alle, ich baue Speaker 1 euch Autos, Speaker 3 die nur mit Wasser fahren. Speaker 2 Aber das Problem ist natürlich, die böse Bundesregierung, die erlaubt es ihm nicht, weil er würde damit ja dann wieder Geld machen. Speaker 3 Und deshalb Speaker 2 kann er das nicht rausnehmen. Dann hat er immer wieder wir gegen die, wir, die das Gute wollen. Und deshalb ist es, glaube ich, am Ende des Tages hat es so lange gedauert und auch gar nicht so leicht zu sagen, ist Peter Fitzek jetzt per se gefährlich. Wenn Speaker 3 wir von gefährlichen Speaker 2 Leuten reden, dann denken wir immer, das sind Kriminelle, die irgendwie mit Knarren rumlaufen, die irgendwen entführen wollen. Und so einer ist Peter überhaupt nicht, sondern der ist halt wirklich einer, der eigentlich immer wieder mit positiven Ideen und positiven Visionen daherkommt. Und diesen Staat, in dem wir hier leben und unsere pluralistische Gesellschaft delegitimiert. Und das ist, glaube ich, die Gefahr in dem. Und er ist ja auch verurteilt worden dann irgendwann, wegen, ich glaube, auch illegaler Bankgeschäfte, weil man kann nicht einfach so eine Bank gründen. Genau, also der ist immer wieder vor allen Dingen verurteilt worden dafür und das ist immer wieder Teil der Ermittlung gewesen, auch jetzt in dem Verbot. Und auch, da hatte ich ja gesagt, es geht um Wirtschaftskriminalität, da geht es eben darum, dass der Staat sagt, der hat illegale Bankgeschäfte und Versicherungsgeschäfte betrieben. Peter Fitzek hat da, was ihn auch immer ausmacht, er justiert sozusagen oft nach. Er hat aus den früheren der Kooperationskasse, ich glaube, da gab es dann auch wirklich noch Sparbücher, die die Anleger bekommen haben. Da ging es eben darum, dass er gesagt hat, kommt, ihr legt euer Geld in diese Kasse und ich mache damit mein Allgemeinwohl für das Königreich. Da war aber nie so richtig klar, es war alles zinslos, also ist das jetzt eine wirkliche Bank oder nicht. Es gab mal einen Prozess in Halle, da wurde er verurteilt zu drei Monaten und ich glaube, zu drei Jahren und glaube ich acht Monaten. Und die haben gesagt, es handelt sich um illegale Bankgeschäfte und Einlagerungsgeschäfte. Gelder einlegen von Gelder einlagern von Anlegern, das ist in Deutschland verboten. Peter Fitzek hat so argumentiert, dass er gesagt hat, nein, das sind Überlassungen. Ich verspreche ja gar nicht, dass man dieses ganze Geld da wieder zurückkriegt. Er hat auch in einem Interview, als ich immer gefragt habe, ob die Leute denn ihr Geld auch wieder zurückkriegen, gesagt, nein, die kriegen das nur zurück, wenn wir das als Staat können und wenn der König dazu stimmt. Jeder, der in die Kasse einzahlt, auch wenn er will, sein Geld wieder zurück. Wenn er das möchte und wir es leisten können, wird es nach den Bedingungen der qualifizierten Nachgangabrede, die wir haben, also unseres Kapitalbelastungsvertrags, wird es dann zurückgezahlt, wenn wir es wollen und wenn wir es können. Und wenn es da ist, natürlich, warum denn nicht? Speaker 6 Aber wenn Sie es wollen, das ist ja schon... Natürlich, das muss ja so sein, sonst wäre es ja Backgeschäfte. Das wäre ja ganz übel. Da hätte man ja wieder Razzia-Aktionen da. Speaker 2 Also im Kern ist es schon so, dass er das angesehen hat, die Leute geben das Geld und ich mache damit was Gutes. Also ich wirtschafte damit das Gutes, aber ich wirtschafte nicht, damit ihr wieder mehr Geld am Schuss habt. Und der Knackpunkt, warum sozusagen auch dieses Urteil, als er da verurteilt wurde, später vom Bundesgerichtshof wieder abgeräumt wurde. Man, sozusagen Peter Fitzgerald ist in Revision gegangen, wir haben ihn da auch interviewt, er hat gesagt, das ist ja jetzt auch ein toller Moment, um mal zu zeigen. Speaker 1 Also er war überhaupt nicht reich? Speaker 3 Nein, absolut Speaker 1 nicht, Speaker 2 Räuch, im Gegenteil. Er war da eher radikal, er hat gesagt, komm, lass uns das jetzt mal prüfen. Denn er ist ja immer offen damit umgegangen. Also er hat auch seinen Anleger nie irgendwie da was vorgemacht. Sondern es war schon immer klar, er überlasst das Geld und ich mache damit, was ich will. Ich habe eh das Gefühl, dass diese ganzen Razzien und so, dass der die Medien wirksam immer genutzt hat, dass der eher radikaler dadurch wurde. Also bei einer der ersten Razzien in dieser Kooperationskasse, da sind die Polizisten rein und haben da irgendwie bergeweise, aktenweise die Unterlagen rausgeschleppt. Und dann hat er sich so ans Klavier gesetzt und hat ganz ruhig Klavier gespielt. Das ist eine surreale Szene, wo normalerweise jeder ja sagen würde, da drehst du jetzt durch. Und dann hat er Klavier gespielt und hat dann später auch gesagt, dass er sozusagen jetzt, wenn es eben gegen ihn beschieden wird, Speaker 3 dann wird Speaker 1 er Speaker 2 andere Möglichkeiten finden. Sondern wenn man die Dinge aufstellen, dann gibt es nicht ein Königreich an einer Stelle, dann gibt es die Idee des Königsreichs an 20 Stellen. Dann werden wir die Dinge dezentralisieren und noch viel schlimmer werden für das System. Wir werden auf jeden Fall nicht aufhören, sondern wir werden noch viel krasser. Bei Peter Fitzek ist es schon so, dass der Autodidaktisch, wenn ein Problem aufkommt, er immer wieder nachjustiert, er dann auch wirklich den Konflikt nicht scheut und er auch immer wieder vor die Presse tritt. Und wie gesagt, auch seine Anleger, muss man ganz klar sagen, der ist jetzt nicht so, dass der das verheimlichen würde, sondern der sagt ganz klar, im Grunde ich bin der König und ich darf damit machen, was ich will. Und die Leute glauben diesem Heilsversprechen, dieser Vision von ihm und gehen da auch rein. Ich habe eine Angehörige vom Königreich gefragt, die hat 200.000 Euro investiert. Und dann habe ich die gefragt, was da los sei. Die sagt, ja, das ist so, Peter gibt uns diese Vision, Peter baut da was auf und deshalb gebe ich ihm gerne das Geld. Dieser nette Herr Fitzek war aber auch nicht immer nett zu seinen Untertanen. Es gibt diese eine Szene, da sperrt er tatsächlich Leute ein. Waren die irgendwie aufmüpfig? Warum Speaker 3 wurden die inhaftiert? Speaker 2 Stimmt, das ist eine tolle Szene. Da ging es inhaltlich darum, eben genau um die Frage, was passiert eigentlich mit dem Geld? Und Untertan von ihm wollten ja sowas wie einen Rat installieren beim Speaker 1 Königreich. Speaker 2 Aber der König, der ist natürlich ein König, weil Speaker 3 er natürlich da Speaker 2 ganz oben sitzt und alles entscheiden kann, der fand das dann gar nicht witzig. Der hat diese Idee, dass es ein Gremium gibt, was ihn kontrolliert, als Staatsverrat empfunden. Und dann gibt es eben die Szene, die sitzen dann da irgendwo in Wittenberg, glaube ich war das, und sitzen da in irgendeinem Raum und da sind 20, 30 Leute und dann eskaliert irgendwann die Lage. Du und sagen könntest, wie könnte dein Traum vom Zurücktreten wirklich kalt werden? Wie kann ich denn da herkommen und sagen, ich mache jetzt eine Demokratie, wo alle gleichberechtigt was zu sagen hätten? Das ist doch völlig wieder eine Natur. Speaker 3 Nein, Speaker 2 aber das kann doch nicht von oben durch Diktat bestimmt Speaker 3 werden, sondern es muss von... Speaker 2 Peter schreit dann: "Okay, jetzt reicht's. Wir machen jetzt und hier einen öffentlichen Prozess." Also quasi die Anschuldigung, dass er ja eigentlich kontrolliert wurde, hat er dann als Affront empfunden und hat gesagt: "Das ist Hochverrat." Und wir stellen die Leute jetzt sofort öffentlich an den Panger. Und da sagt er dann auch wieder: "Dann werden wir sehen, wie dieser Prozess ausgeht, was mit euch geschieht." Und daraufhin sagen die Leute: "Wir haben da jetzt keine Lust mehr drauf. Peter, du hast jetzt irgendwie deine Macht verwirkt." Ich mache jetzt folgendes: Speaker 3 Ich halte mich an der Selbstverpassung. Speaker 2 Wenn du das nach außen bringst, und ich hoffe, du tust Speaker 3 es, Speaker 1 bring Speaker 2 es ins Internet, was gerade hier passiert. Speaker 3 Wir werden daran gehindert, dieses Ausdruck. Speaker 2 Ich glaube, er ist nicht abgeschlossen, aber er stellt sich schon vor die Tür. Das eskaliert dann so weit, dass einer von den Anhängern irgendwann die Polizei ruft, also dann sozusagen die BRD-Staatsgewalt wieder anfordert. Alle Speaker 3 Leute, Augen, deine Führungskraft Speaker 1 verwirkt, Peter Hitzek. Speaker 2 Du bist nicht mehr unser Anführer hier. Speaker 1 Du hast in diesem Moment deine Führungskraft Speaker 2 verwirkt. Speaker 3 Kannst du schreien, Speaker 1 bitte? Du hast das noch mal gehört. Du hörst nicht zu. Speaker 2 Nein, du hörst den Menschen nicht zu. Wir setzen uns rein. Speaker 3 Hat sie mal dein Handy daran? Ich Speaker 1 will die Feuerwehr, Speaker 2 die Polizei anrufen, damit ich hier rauskomme. Komm, mach, mach. Mal gucken, ob sie was tun. Ich bin ja gespannt. Na, da hast du doch deinen... Komm, mach mal. Ich habe ihn gerade anhanden und ich zeige ihn aus. Speaker 3 Ja, genau. Mein Name Speaker 1 ist er. Speaker 3 Ich bin hier in Speaker 2 der Pestalanzi-Straße 14 und werde daran gehindert, ein Gebäude zu verlassen. Ich würde gerne haben, dass hier ein Wagen vorbeikommt und mir hilft, auf dieses Gebäude herauszukommen. Das ist ein. Super. Jetzt steht hier jemand vor der Tür und schließt Speaker 2 ihn zu. Seine Tür ist offen. Die Tür ist offen. Ja. Aber es zeigt natürlich auch, wie Peter drauf ist. Dass er sozusagen, da der Chef ist, alles, was gegen ihn ist, wird, obwohl er immer diesen sehr netten, alles verständlichen Herrscher gibt, wenn es dann hart auf hart kommt, ja, da ist er auch hart. Was man aber auch da wieder sagen muss, diese Szene haben nicht wir gedreht, sondern die hat das Königreich selber gedreht. Und der hat die Szene selber online gestellt. Was sagt das über sein Selbstverständnis? Ja, das, was er da macht, natürlich völlig richtig ist und er immer im Recht ist. Weil wenn du und ich jetzt die Szenen uns angucken würden, dann hast du so das Gefühl davon, also was ist da los? Speaker 3 Lass doch die armen Leute Speaker 1 raus. Speaker 2 Aber das Verständnis hat er überhaupt nicht. Es gibt auch so einen Moment, wo der Kameramann rausgescheucht wird Speaker 1 und dann Speaker 2 klemmt er sich, glaube ich, so die Finger Speaker 1 ein. Genau, Speaker 3 genau. Speaker 2 Du denkst natürlich, wenn du das siehst, das sei jetzt eher der Kameramann von irgendeinem Unabhängigen, der zeigen will, was da los ist. Speaker 3 Das ist der Kameramann Speaker 2 von Peter Fitzek. Also sozusagen die Anhänger betreiben Staatsaufstand. Und Fitzek hat es später selber veröffentlicht. Das fand ich schon da irgendwie auch fast... Aber hat er denn aus seiner Sicht diesen Aufstand niedergeschlagen? Oder wie Speaker 1 tickt Speaker 2 der da? Ich weiß gar nicht, wie das dann wäre. So müsste man sich natürlich heute noch mal angucken. Ich glaube, einer, der dabei war, ist ein ehemaliger Anwalt, der später mit uns auch gesprochen hat. Harry Ziegenagel heißt er, glaube ich. Und der hat uns dann so ein bisschen auch mal was über die Finanzen erzählt, wie das da abgelaufen ist. Der Speaker 3 hat erzählt, Speaker 2 und das wurde uns aus anderer Quelle auch bestätigt, dass Peter Fitzek in seinem Büro wohl einen Tresor gehabt hat, wo er den Schlüssel zu hat und er immer wieder sozusagen in die Reichsbank gegangen ist und dort in regelmäßigen Abständen Geld abgeholt hat, was er dann sozusagen in den Tresor gelegt hat und sich daraus bedient hat. Er hat die Herrschaft über die ganzen Einnahmen, er bestimmt alleine, wohin was geht und keiner kann es überblicken. ob er die Gelder für Restaurantbesuche ausgibt oder für Kurzurlaube. Da kann keiner mitreden oder das überwachen. Und da bräuchte ich auch keine persönlichen Einnahmen, wenn ich meine Hand über der Vereinskasse halte und keine Mitgliedsversammlung, kein Rat oder keine andere Stelle, die Finanzen überwachen würde. Der Vorwurf von dem Anwalt, der dann irgendwann ausgestiegen ist, war eben zum einen, dass er sagt, wo sind denn die ganzen tollen allgemeinen, ja, die ganzen Sachen für die Allgemeinheit, die will ich mal sehen. Gemeinwohl, wo ist das? Wo ist das, genau, wo wurde da investiert? Und zum anderen eben, dass ja, dass nur einer alleine da oben entscheidet und er hat dann so ein bisschen durch die Blume gesagt, naja, Peter Fitzek finanziert sich damit auch ein schönes Leben. Auch wenn Peter Fitzek immer sagt, ich habe ja gar kein Geld, ich verdiene ja nichts, ich zahle mir ja noch nicht mal einen Lohn. Daraufhin hat der ehemalige Anwalt, der ehemalige Teil des Königreichs war, der hat gesagt, naja, wenn du dir halt die ganze Kohle aus dem Staat rausnimmst, dann musst du dir ja auch kein Geld auszahlen. Es ist aber dann irgendwann dazu gekommen, dass dieses Reich bröckelte. Offensichtlich haben diese vielen Verfahren dann doch irgendwann dazu geführt, dass er in Haft gegangen ist. Es gab diverse Verfahren gegen Peter Fitzek, kommen wir später glaube ich auch nochmal drauf, Vielleicht im zweiten Teil, wegen Fahren ohne Führerscheins. Peter Fitzek. Speaker 3 Du hast ihn auch Speaker 1 mal Speaker 2 erwischt dabei, im Grunde Speaker 3 genommen. Ja, Speaker 1 es Speaker 2 gibt eine tolle Szene. Da ist wieder einer der vielen, ich glaube 24 Mal oder so, wird er schon verurteilt. Und er fährt immer wieder nur mit seinem eigenen Führerschein. Also er hat den Führerschein der Bundesrepublik abgegeben. Speaker 1 Er wird angehalten und dann holt Speaker 2 er seinen Königreich Deutschland Speaker 1 Führerschein. Genau, dann Speaker 2 hat er einen Führerschein von Königreich Deutschland und sagt, das würde ihn legitimieren. Das geht natürlich nicht. Da wird er immer wieder verurteilt. Und am Ende dieses Prozesses geht er raus. Und er hat gerade sozusagen die Verurteilung wieder mal wegen fahren und Führerschein gekriegt. Und ich glaube, eigentlich wollte seine Frau fahren. Und er sieht dann aber die Spiegel-TV-Kamera, nimmt dann seiner Frau oder seiner Freundin, nichts Falsches sagen, aber nimmt er den Schlüssel weg und steigt selber ein. Und wir fragen ihn dann natürlich auch, so wollen Sie jetzt selber fahren. Und er sagt so, natürlich, er hat ja einen Führerschein des Königreichs Deutschlands. Sie fahren selbst? Ja. Aber Sie haben doch gar keinen Führerschein. Ich bin nun abgegeben. Meinen Sie? Das mag sein. Das heißt ja nicht, dass wir keinen haben. Wir haben ja die Führerschein des Königreichs Deutschland. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Und das sind diese Punkte, wo ich meine, der führt das auf die Spitze. Wie weit kannst du beim Staat gehen? Wie oft gehst du? Er hat auch mal gesagt, er geht in Haft für uns. Er hat auch manchmal so Reaction-Videos, wenn er dann wieder verurteilt wird. in Haft gehen für das Gemeinwohl, um zu zeigen, wie man sozusagen diese Grenzen Speaker 1 austestet. Und das Speaker 2 hat er auch gemacht? Das hat er auch gemacht. Er war vor allem, das war der größte Protest, da war er, glaube ich, fast zwei Jahre, 20 Monate in Haft. Da ging es um Veruntreuung von 1,3 Millionen Euro seiner Untertanen. Und da ging es um die Frage eben, ob diese Einlagerungen von, ich glaube, da waren 600 Untertanen, die haben, das war irgendwas zwischen 1,7 und 2,7 Millionen Euro, die in die Kooperationskasse damals eingezahlt wurden und von diesem Geld sind 1,3 Millionen Euro abgehoben worden und man weiß eigentlich nicht so ganz genau, wo das Geld hingegangen ist. Also Peter Fitzek hat da auch nie eine große Buchhaltung drüber geführt oder so. Ich glaube, der hatte mal eine Kladde, wo er so ein bisschen was reingeschrieben hat und so. Passt eben auch zu dem, was uns der Anwalt da erzählt hat. Das Gericht in Halle hat so gesehen, dass das Veruntreuung ist. Speaker 3 Peter Speaker 2 Fitzek hat dann aber so argumentiert, dass es dass es eben keine Bank sei, sondern dass es Überlassungen sind und er dann ja sozusagen damit machen könne, was er will. Und er ist eben damit vor das BGH gegangen, das BGH und der Bundesgerichtshof, hat gesagt, okay, da muss erst mal in dieser Begründung, die haben das zurückgespielt, das neu verhandelt werden muss, aber zumindest in der Urteilsbegründung, sei nicht klar formuliert worden, ob es sich jetzt wirklich um Bankgeschäfte handelt. Und das ist sozusagen eine Formalie, das zeigt auch wieder, wie pfiffig Peter Fizek ist, wo er da sozusagen die Paragrafen so auslegen kann, dass er recht bekommt. Man hat nicht gesagt, die Veruntreuung stimmt nicht, sondern die haben gesagt, die Formulierung in diesem Speaker 3 Urteil, die stimmen Speaker 2 nicht. Sind es jetzt Einladungsgeschäfte? Da ging es auch darum, hat Peter Fitzek jetzt eigentlich eine ausreichende Vermögensbetreuungspflicht und ähnliches? Also sehr krasse Spitzfindigkeiten. Speaker 1 Aber Speaker 2 wie lange saß er denn im Knast? Speaker 1 20 Monate. Immerhin. Speaker 2 Und dann ist es auch erst mal ruhig um ihn geworden. Dann wurde es ruhiger, ja. Sie haben auch dann, ich glaube, Davor, auch schon mal 2017, wurde, glaube ich, schon mal sein, dieses Speaker 4 Krankenhaus geräumt und so. Also der Staat ist da immer mal wieder hingekommen. Aber Peter Fitzek hat natürlich trotzdem weitergemacht. Also der hat natürlich schon immer wieder an kleinen Stellen Banken geöffnet, hat versucht, seine Idee des Königreichs weiterzuspinnen. Und vor allem Corona hat Speaker 2 ihm dann nochmal einen richtigen Schub gegeben, was seine Anleger und Untertanen angeht. Darüber wollen wir dann in der zweiten Folge sprechen. Da geht es auch um millionenschwere Immobilien. und um seine Auferstehung. Ich freue mich sehr darauf. Ja, ich freue mich auch darauf. Ich stoppe die Aufnahmen.